30. April 2017

17-04-30 whatever (28)
Paar in Galerie. Der Frühling in Berlin malt offenbar die interessanteren Bilder. Torstraße 154. Gallery Weekend. Spaziergang heute Nachmittag.

28. April 2017

Heute Abend Blixa & Gudrun! Marienstr. 26 Ich bin ab 18 Uhr (mit Ina) da, könnte voll werden, nur hundert Plätze. Eintritt frei. Ich gebe das hier zur Kenntnis, damit es nicht wieder heißt „hätte ich das gewusst…“ oder „du hast ja immer so tolle Sachen vor“. Das sind überwiegend keine hochexklusiven Sachen, die nur einer erlesenen Elite zugänglich sind, sondern jedem, der sich dafür interessiert. Das einzig exclusive dabei sind die Verteiler und Informationswege, über die mir das zur Kenntnis gebracht wird. Ein Newsletter hier, eine weitergeleitete Info da, von Menschen, die mich und meine Vorlieben gut kennen. So läuft der Hase.

27. April 2017

„Ich glaube nicht an Tech­nik. Für mich ist das Malen eine Form des Denkens, und die Dinge, die man für diese Form des Denkens benö­tigt, macht man sich gefü­gig.“ Daniel Richter
Heute Abend Opening im Liebermann-Haus am Pariser Platz. Nase pudern und kurz nach halb los. Sonne scheint.

27. April 2017

PINK PARTE – Seven seconds away
16-12-10 backstage SO36 (32)
vor dem gig im SO36, im letzten Winter. Die ganze – sehr umfangreiche – Reihe wird in den nächsten Tagen das Licht der Welt erblicken. 1. Backstage 2. on stage und last but not least RotFront – Emigrantski Raggamuffin Kollektiv. Das Schöne ist, wenn so viel Zeit vergeht, bis man die Bilder sieht, sagt man Sachen wie „Weißt du noch?“

24. April 2017

17-04-21 Wunschkonzert (28)
Mambo Nr. 5 – ein Notenblatt, um einiges älter als 1999, als Lou Bega seinen Hit hatte. War mir auch nicht so richtig bekannt, bis ich es in den letzten Tagen realisierte. Entweder ist es ein anderer Mambo oder die Urversion. Und ja. Es ist beides. Die Urversion und doch ein etwas anderer Mambo, denn Lou Bega hat das Stück von 1949 aufgegriffen und sozusagen weiterentwickelt, indem er sich einen launigen Text und ein zeitgenössisches Arrangement dazu überlegt hat. Was zu dem Welterfolg führte, der in Wikipedia wie folgt erläutert wird: „Gemessen am Weltumsatz ist Mambo No. 5 die erfolgreichste deutsche Musikproduktion aller Zeiten im Sektor der Popmusik.“ Wiki Wow! This is really something. Das alte Notenblatt ist also ein antiquarisches Dokument des Ur-Mambo No. 5 von Perez Prado. Schöne Geste, dass Lou Bega seinerzeit (nun ja auch schon wieder achtzehn Jahre her) sogar den Style von Perez Prado aufgriff, selber Schnurrbart etc.pp. Wieder etwas gelernt. Hier ist der Ur-Mambo Nr.5 von Perez Prado

Und das war das official Video von 1999 – man konnte den Song damals nach einer gewissen Zeit wirklich nicht mehr hören, so überpräsent war die Nummer. Aber nach achtzehn Jahren ist es durchaus mal wieder möglich.

24. April 2017

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Als ich meinem Vater vor drei Tagen am Telefon die Zustellung des Paketes mit den Noten bestätigte und ich ihm sagte, dass mich das offenkundig sehr alte Notenblatt von „An der schönen blauen Donau“ besonders beeindruckt, erwähnte er mit – ja, man könnte sagen, leicht gesenkter Stimme, dass er noch mehr derlei in seinem Archiv hätte, aber ja nun auch nicht ALLES einfach so an irgendwen weitergeben wollte. Was übersetzt heißt, er hat da noch viel mehr in seinen Notenschränken, als die paar hundert Titel auf der Liste, die ich gepostet habe. Dachte ich mir eigentlich auch. Ich erinnere mich da schon an ein paar Kubikmeter mehr als das, was die Titel auf der Liste beanspruchen könnten. Das ist quasi die Bückware für den Ausverkauf. Aber in Anbetracht dessen, gar nicht schlecht. „Daddy Cool“ ist auch dabei, bei den Noten von meinem coolen Daddy. Das Boney M.-Potpourri war allerdings schon vergriffen. Als ich die Liste hier gepostet hatte, hat mein lieber 84-jähriger Vater weiter genetworkt und diverse Notenblätter an den Nachwuchs in seinem Bekanntenkreis verteilt. Ist natürlich auch völlig okay. Wobei ich es aber dennoch besonders schön finde, wenn ich Romys Bolschewistische Kurkapelle Schwarz-Rot irgendwann im Sommer oder Herbst mal wieder höre und sehe, und dann einer der Titel dabei ist, die ich ihr zugeschanzt habe. Das wird fein. und so soll es sein.

24. April 2017

aha, der „Boy“
17-04-21 Wunschkonzert (48)


…von VIVI BACH gesungen, ich bin entzückt! Noch dazu in meinem Geburtsjahr, 1965 in der Musikshow „Hotel Victoria„! Ein bißchen schräg war diese Show ja schon. Vico Torriani, der Gastgeber und fiktive „Hoteldirektor“ hat in jeder Folge ein gesungenes Kochrezept präsentiert. Flankiert von langbeinigen, glutäugigen Tänzerinnen und Tänzern. Hier Paella, falls Sie geiade ein Rezept brauchen:

23. April 2017

ACHTUNG! NEUERSCHEINUNG
17-04-21 Wunschkonzert (29)


Pride, sad, splendid liar,
Sworn enemy of love
Kept my lips from saying
Things I was thinking of.
But now my pride you’ve humbled,
I’ve cast it to the winds,
Broken, beaten, sick at heart
My confession begins.
We’ve played the game of stay away
But it cost more that I can pay.
Without you I can’t make my way,
I surrender, dear.
I may seem proud, I may act gay,
It’s just a pose, I’m not that way,
‚Cause deep down in my heart I say
I surrender, dear.
Little mean things we were doing
Must have been part of the game,
Lending a spice to the wooing,
But I don’t care who’s to blame.
When stars appear and shadows fall,
Why then you’ll hear My poor heart call,
To you my love, my life, my all
I surrender, dear.
We’ve played the game of stay away
But it cost more that I can pay.
Without you I can’t make my way,
I surrender, dear.
I may seem proud, I may act gay,
It’s just a pose, I’m not that way,
‚Cause deep down in my heart I say
I surrender, dear.
Little mean things we were doing
Must have been part of the game,
Lending a spice to the wooing,
But I don’t care who’s to blame.
When stars appear And shadows fall,
Why then you’ll hear My poor heart call,
To you my love, my life, my all

Gordon Clifford (1931)

21. April 2017

Und ja, natürlich hab ich im Kopf und Herz, wer uns vor einem Jahr verlassen hat. Ein einziges mal habe ich ihn auf der Bühne sehen dürfen. Müsste das Jahr recherieren…. es war, als die TAFKAP-Phase vorbei war, auf dem Ticket stand wieder Prince. Er war in Hochform. Meinethalben mit Unterstützung von Psychopharmaka, wie wir heute zur Kenntnis nehmen, aber dennoch ein Ausdruck reinen Geistes und einmaliger Energie. Denn kein Psychopharmaka der Welt kann eine geniale Performance herzaubern, wenn es nicht ohnehin in der Persönlichkeit angelegt ist. Sternstunde, als er sehr heiter und warmherzig und amüsiert einige Ladies aus dem Publikum aufforderte, die Bühne zu entern, und mit ihm zu tanzen. Das war nicht abgesprochen. Das waren Berlinerinnen jeglicher Herkunft und Tanzbegabung. Jede einzelne wird diesen Moment für immer im Herzen tragen und bewahren. Grandios. Prince war ein Geschenk für die Menschheit. Ehre, wem Ehre gebührt. Ihm jede.

21. April 2017

16-02-10 Esther Friedman (22b)
https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265
16-02-10 Esther Friedman (17)
Geburtstagskind. No Idiot. Iggy fotografierte ich ausgiebig 2008 in der Zitadelle. Für Cosmic und mich war das damals ein Gottesdienst, in der Zitadelle Spandau. Letztes Jahr im Februar eröffnete seine frühere Gefährtin Esther Friedman eine Ausstellung über ihre Zeit mit Iggy in Berlin. Sie war da. Sehr sympathische Erscheinung. Je älter man wird, umso jünger, ja geradezu irrelevant in mancher Hinsicht, erscheint einem ein Lebensalter, das man in jungen Jahren als „alt“ verschubladet hätte. Happy Birthday, Iggy.
All across the continents
Everywhere a soul is sent
A new mix of the races is taking place
It’s what Hitler didn’t like
And it makes a pretty sight
Just look at what you see on your MTV
Out on the edges they‘ re mixin‘ the colors
Some they don‘ t like it but me I don‘ t mind
In every city they‘ re mixing the colors
Different shades for the whole countryside
If you leave the hate alone tonight
Music’s gonna get you home tonight
If you leave the hate alone tonight
Music’s gonna get you home tonight
Mixin‘, they ‚re mixin‘
On the edges of the line
There’s a different kind of kind
No one seems to claim for
The race war games
‚cause you don t have to choose sides
It just crucifies your mind
There’s a hundred million ways
To live your life for yourself
‚
Out on the edges they re mixin‘ the colors
Some they don ‚t like it but me I don‘ t mind
In every city they ‚re mixin‘ the colors
Different shades for the whole countryside
I like the kids with the ways of their own
If you leave the hate alone tonight
Music’s gonna get you home tonight
If you leave the hate alone tonight
Music’s gonna get you home tonight
Mixin‘ the colors
Now a language that sounds new
Comes a-driftin‘ next to you
And the music that you hear ls changin‘ too
‚cause they ‚re mixin‘ the colors
Baby the colors
„it’s what Hitler didn’t like – and it makes a pretty sight…! Zauberhafter Text. Wünsche ich mir als Neujahrsansprache.
ICON
IGGY!IGGY!IGGY! (37)

18. April 2017

Super frostempfindlich – Aloen und Agaven. Sofort zurück ins Warme. Furchtbar, wenn man eine Generation Nachwuchs gepäppelt hat und dann die ganze Jungfamilie verliert, wegen einer einzigen Frostnacht. Ist mir einmal passiert. Von sieben Jungpflanzen konnte ich nur eine retten. Die Mutter-Aloe ist aber seit ihrem ersten „Wurf“ extrem fruchtbar, ich könnte eine Plantage aufmachen. Interessant, wie unterschiedlich sich die Jungpflanzen aus demselben Jahrgang trotz absolut ähnlicher Bedingungen entwickeln, gleiche Erde, gleich großer Topf, Standort nahezu identisch. Und doch gibt es Alphatiere mit Superkräften und kleine zarte Mimosen. Die haben Charakter. Der größte Nachwuchs meiner Aloe vera, aus der zweiten Generation, sieht aus wie ein Herrscher, ein König. Hat auch den größten Topf inzwischen, so expansiv, wie er ins Leben tritt. Und mein junger Olivenbaum ist auch für die nächsten drei Tage im Frostasyl in der Küche. Empfindliches Blattwerk. Und ein junger Rosmarin. Am Freitag ist die Eiszeit überstanden, dann geht es wieder in die Berliner Nachtluft.

18. April 2017

https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265
Besprechung mit Jochen Hahn, dem Manager von SOEHT 7, wg. dem Event im September. Wird alles dokumentiert. Mehr oder weniger. „Der Prozess ist das Produkt“ hat Cosmic gerne proklamiert. Ich verstand das sofort. Ich habe eine sehr starke Neigung, alles was mir widerfährt, zeitgleich mit einer artifiziellen Perspektive zu betrachten. Das wertet das Geschehen ungemein auf. Es adelt gewissermaßen den Augenblick. Ich kann gar nicht anders. Romy Schneider hat in einem von vielen Interviews sinngemäß gesagt, sie lebt nur im Film, wenn die Kamera läuft, empfindet sie die Intensität des Augenblicks, des Lebens stärker. Ich möchte weiter gehen und diese Intensität, dieses Bewusstsein mit dem tatsächlichen Geschehen verbinden. Nicht mit Fiktion, sondern wahrhaftigen Begebenheiten.

16. April 2017

17-04-06 SOEHT 7 TYKWERZELLE (55)
Bubi Scholz auf der Pritsche in der Zelle zu channeln, ist mir im Gegensatz zu Gustav am Flügel so̶̶ ̶̶g̶̶u̶̶t̶̶ ̶̶w̶̶i̶e gar nicht geglückt. Ich war auch nicht ernsthaft bei der Sache. Im Grunde gar nicht. Ich plädiere überhaupt dafür, dass man Räume, die man betritt, mit erhabenen und erhebenden Gedanken und Phantasien flutet. Ich habe auf der Pritsche keine Sekunde auch nur einen Gedanken an Freiheitsberaubung verschwendet. Man muss alles neu aufladen und beleben. Starke Gegenkräfte walten lassen. Gedenkminuten brauchen ein Happy End. Eine Frage der Übung. Man muss es kultivieren.

15. April 2017

17-04-06 SOEHT 7 KUPPELSAAL (13)
Foto: Jan Sobottka
pling. SOEHT7 Gibt’s auch zweihändig als Film. Jan wollte, dass ich spiele. Ich mache ja alles mit. Mysteriöserweise sieht der Flügel in dem Film aus, als ob er mich kennt und ich ihn. Seltsame Sequenz. Die Töne könnten auch absichtsvoll gespielt worden sein. Ich traue mich das aber nicht zu veröffentlichen. Wobei andere das vielleicht längst getan hätten. Man muss auch nicht alles verbreiten.
https://www.soeht7.com

15. April 2017

Alle Jahre wieder. Mein Oster-Opus von vor drei Jahren. Man könnte denken, ich lese im Kindergarten vor. Die dreizehn Monate von Kästner sind aber auch so putzig geschrieben. Zum September hab ich auch mal eins gemacht, und zum November. Da war ich aber etwas ungnädig mit Herrn Kästner und habe an den Reimen herumgekrittelt. Aber hier das April-Dings habe ich ganz artig vorgetragen. Obwohl ja schon auch ein bißchen kitschig. Na ja, man entwickelt sich, aber sollte zu seinen Jugendsünden stehen. Da war ich ja erst zarte achtundvierzigeinhalb, was will man erwarten. Schönen Ostersamstag.

12. April 2017

»Was bedeutet der Verlust der Sehkraft für einen visuellen Menschen? Ballhaus: Wenn man durch die Arbeit mit den Augen gelebt hat, dann ist diese Veränderung ungeheuerlich. Ich kann nicht sagen, dass ich diesen Verlust überwunden habe. Was mich tröstet: Ich habe so viel Schönes gesehen. Aber es hilft nicht so richtig. Ich hätte nämlich gerne noch viel mehr Schönes gesehen. Und gefilmt? Ballhaus: Ja, ich hätte sonst sicher weitergefilmt. Aber es ist auch gut, dass man einmal aufhören muss. Ich habe meinen Beruf geliebt. Vom Anfang bis zum Ende.«
14-05-24 Michael Ballhaus (118)
http://www.zeit.de/2014/12/michael-ballhaus

12. April 2017

https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=1811922554
14-05-24 Michael Ballhaus (115)
Michael Ballhaus | 5. August 1935 – 12. April 2017 Ich mochte ihn so sehr. Kaum zu beschreiben, der Augenblick, als er nahezu erblindet, ungelenk, aber unendlich bemüht, meinen Namen zur Widmung in sein Buch schrieb. Da fehlen einem die Worte. Und dennoch war er heiter und dankbar. Und wehmütig zugleich. Das kenne ich gut, wenn auch aus anderen Gründen. Wenn die Welt so sehr über die Augen zu erfahren, ein Teil der Persönlichkeit ist, fühlt man noch viel intensiver mit. So ein großer Verlust.
14-05-24 Michael Ballhaus (97)
14-05-24 Michael Ballhaus (121)

10. April 2017

9. Mai 2008 (51)
irgendwann verjährt sowieso alles. Wobei – mitunter schade…! Ich meine…, dass die Dinge in den Fluten des Overflows versinken. Aber wir können sie heben. Exhumieren. Präsentieren. Wir schaffen das. Hier – flashback Kumpelnest 3000. Vor vielen Jahren. Insgesamt ein schöner Abend. Mehr oder weniger. Unsere Busenfreundin war dabei das geringste Problem – überhaupt keines – ich mochte sie auf Anhieb.

09. April 2017


Wo fängt man an. Wo hört man auf. So viele Bilder, Erinnerungen, Gefühle. Dann gehe ich zuweilen auf der Suche nach einem bestimmten Bild auf ein älteres Album, sehe mir eines von 53.000 Bildern genauer an und werde neugierig auf die zugehörige Strecke aus der Vergangenheit. Und damit meine ich nur meine digitale Fotografie. Nicht, dass ich nicht schon vor Erfindung der Digitalkamera Bilder verewigt hätte. Aber ich beschränke die Auswahl für SOEHT7 auf die digitalen Aufnahmen seit Zweitausendfünf. Wenige Ausnahmen von digitalisierten Portraits darunter. Ja – und dann bleibe ich bei einer meiner in der Erinnerung versunkenen Strecken von zum Beispiel 2009 hängen und sehe mir die ganze Reihe an und sehe, dass da auch brauchbare Aufnahmen dabei sind, mehr als nur die eine von mir erinnerte. Hilfe. Ich brauche in absehbarer Zeit ein Gaga-Nielsen-Museum (Stiftung Preußischer Kulturbesitz). Nach welchen Kriterien soll ich auswählen. Das ist ja alles uferlos.
Als ich neulich für den Kunstsalon in der Auguststraße eine Auswahl traf, war das über Nacht, quick and dirty, die Strecken der letzten ein, zwei Jahre gescannt, ein paar persönliche Klassiker am Ende, das ging relativ fix. Aber jetzt realisiere ich, was ich da alles nicht berücksichtigte. Haben die geneigten Zuschauer, Besucher, Vorlieben, besondere Interessen? Ich versuche die Bilder von einer Meta-Ebene aus zu betrachten, als wären sie nicht von mir und als hätte ich keinen persönlichen Bezug dazu. Welchen Bestand hat eine Aufnahme für einen Betrachter ohne Vorkenntnis meiner Verbindung zu diesem oder jenem Menschen, oder Szenario? Spannende Betrachtungsweise auch für mich. Mir ist schon klar, dass sich jeder, den ich je ablichtete, geschmeichelt fühlen würde, wenn er oder sie im September in Großformat an einer der Wände in Soeht 7 auftauchen würde, aber personenspezifische Nähe-Bekundungen haben in einer Ausstellung nur dann Relevanz, wenn sich die Intensität des Gefühls, aus dem die Aufnahme entstand, ohne Erklärung überträgt. Das ist die Messlatte. INTENSITÄT.

09. April 2017

17-04-07 Aufbruch Soeht 7 (7)
Style it takes. Weißes Hemd, schwarzes Sakko, immer ein gute Entscheidung. Auch bei Frauen. Aber auch die Stiefel sind wichtig. JB Martin, Bohème, Vernis noir. Ich nehme an, solche Sachen schreiben Fashion Blogger. Die ich nicht lese. Was nicht heißen muss, dass einem Verpackung egal ist. Ich zum Beispiel bin außerordentlich eitel, insofern es bedeuten mag, sich darum zu scheren, welchen Anblick man der Außenwelt bietet. Ich halte das für eine Form der Rücksichtnahme. Das meine ich vollkommen ernst, meine Liebe zur Ironie hält sich in Grenzen. Dem Auge schmeichelnde Architektur, Karosserien, Stadtmöbel, Mülleimer, Verpackungen, Schilder, Herbst- und Winterjacken, Frisuren, Mimik. Und natürlich Stiefel. Stiefel, Stiefel, Stiefel. Äußerlichkeiten sind durchaus – um nicht zu sagen wahnsinnig wichtig, denn sie sind die materialisierte Form von Empfindung. Gutes Design, dem liebenden Auge schmeichelnde Materie ist das Lächeln der irdischen Schöpfung.

08. April 2017

17-04-07 Aufbruch Soeht 7 (5)
Gestern, ganz adrett mit weißem Kragen, schon wieder im ehemaligen Frauengefängnis. Diesmal im bespielten Zustand mit Publikum gesehen. Ulrich Matthes las zwei Texte von Wolfgang Borchert in der Kapelle, sein Bruder, Dieter Matthes, eröffnete eine Ausstellung mit seinen Fotografien, die auf die Einzelzellen verteilt im Erdgeschoss hingen. War sehr gut besucht, draußen im Hof waren die Feuerschalen entzündet. Ulrich Matthes ist einfach nur brillant. Mehr geht nicht, wenn es um Ausdruck und Artikulation bei einer Lesung geht. Setzt Maßstäbe. Es war mucksmäuschenstill während er las. Ich musste nur ein paar mal schlucken, weil es derart berührend war, was Borchert da in der Hundeblume schrieb. Und auch in der Schischyphusch-Erzählung, besonders gegen Ende. Ich habe nicht fotografiert, gar nicht. Es gab nur eine kleine Fotosession mit den Brüdern in der Tykwer-Zelle, nach der Lesung, wo ich die Lampe hielt, aber nicht selbst fotografierte. Hat sich abermals gelohnt, der Weg nach Lichterfelde zu SOETH 7.
Auf dem Hinweg, ich hatte ein Taxi vom S-Bahnhof Lichterfelde Ost in die Soehtstr. genommen, erzählte mir der eingeborene Taxifahrer, was er alles über das ehemalige Frauengefängnis weiß, dass Bubi Scholz dort eingesessen hat, also besonders zuletzt – nicht immer durchgängig nur Frauen, und es als eine Art Luxus-Gefängnis galt, für Freigänger. Andere ehemaligen Insassen bezeichneten das Gefängnis in der Soehtstraße im Vergleich mit anderen Berliner Gefängnissen als „Kuschelknast“. Vielleicht ist die Atmosphäre auch deswegen nicht so beklemmend, wie man befürchtet, wenn man an einen Knast denkt. Und dann erzählte der Taxifahrer noch launig, welche prominenten Lichterfelder ihm so einfielen, das reinste Schlagersänger-Nest, obwohl er ja kein Schlagerfan sei, wie er betonte. Also in der soundso-Straße ist ja Roland Kaiser aufgewachsen, und da hinten am Dingsbumsweg wohnt ja die ganze Familie von Marianne Rosenberg, heute noch! Und natürlich Drafi Deutscher! Ich sehe gerade in Wikipedia, dass Götz George und Peter Fox auch „Söhne des Ortsteils“ sind. Ist dann ja nicht die schlechteste Adresse für Frau Nielsen.
Danach noch ein bißchen small talk mit dem Manager von dem Ganzen, Jochen Hahn, man muss ja Kontakte pflegen…, und mit Ina in die Nacht abgeschwirrt. Jan ging früh, zu früh, wir hatten eine kleine, unerquickliche Auseinandersetzung, ohne Not, aber Schwamm drüber.
Wir waren unternehmungslustig und wollten in eine schöne Bar, dachte, wir könnten ja mal ein paar Etablissements abklappern, die Ina noch nicht kennt, eine halbe Minute im Posh Teckel, Publikum zu jung, irgendwie studentisch, Musik zu laut und schrill, dreissig Sekunden im Circus Lemke, ähnlicher Eindruck, dann glückliches Ende in der Victoria Bar in Schöneberg. Genau unsere Kragenweite. Muss man viel öfter hin. Klasse Service, klasse Ambiente, Rauchen gestattet, buntes Publikum, durchaus stylish, aber nicht affig. Angenehm.

07. April 2017

17-04-06 Krumme Str (52)
Herr Sobottka bestellt Frau Nielsen ein Taxi. Von Lichterfelde nach Mitte ist doch eine ganz schöne Ecke. Vor allem mit Gepäck. Nicht vom Übernachten, mein Equipment. Kam gar nicht zum Einsatz. Hauptsächlich herumgelaufen und sich ein Bild von den Möglichkeiten gemacht. Die dunkle Tykwerzelle ist jedenfalls meine. Ein geheimnisvoller, schwarzgrau gestrichener Raum mit mystischem Licht. Da sollten schon ein paar schön gerahmte Werke hängen. Nur zum Projezieren fast zu schade. Aber auch dafür sehr gut geeignet. Das wird mein kleines Kino. Und es steht eine alte Gefängnispritsche quer darin. Man wollte sich gleich hinlegen. Mit so einer gestreiften Matratze. Gibt ein paar Bilder. Aber relativ wenig heute fotografiert. Mehr wirken lassen. Sich annähern, Atmosphäre spüren. Gar nicht beklemmend. Wahrscheinlich alles zu lange her und die Transformation ist geglückt. Ein neuer Geist ist eingezogen und kann nun Wunder wirken. Und meiner noch dazu.

07. April 2017

17-04-06 SOEHT 7 ENTRY (9)
Foto: Jan Sobottka
Heute Nachmittag beim Gefängnistor. Die mir bislang bekannten Bilder des Objekts spiegeln leider die romantische Qualität nicht so recht wieder, die der Hof und der Saal mit dem Flügel im obersten Stockwerk haben. Viele schöne Details, alter Putz und Patina. Selbst die Zellentüren wirken beinah putzig in ihrer altertümlichen Anmutung. War ein lohnenswerter Besuch in Soeht 7.

06. April 2017

https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265
Gaga Nielsen - SOETH7
Heute Nachmittag Begehung von SOETH.7. Mein erster richtiger Besuch im ehemaligen Frauengefängnis. Bin gespannt auf die Räume und Flure und Zellen. Da kann man einiges machen. Treffe mich um 15 Uhr mit Jan bei ihm und dann Spaziergang zur Söhtstr. 7. Habe meinen Projektor, ein Notebook und diverse Kabel dabei. Mir schwebt vor, dass ich zwei Projektionen parallel mache, Filme und Fotografien auf verschiedenen Rechnern und Projektoren. Und eventuell auch Flachware. Habe schon phantasiert, dass es auch interessant sein könnte, wenn man jeweils eine Zelle einer Person widmet, also mehrere fotografische Portraits, nicht in Masse aber mit Klasse, von jeweils einem Menschen. Na ja, work in progress – bin gespannt.

05. April 2017

16-12-10 backstage SO36 (57)
„Die Knackwürstchenfotografie liegt mir nicht. Bei meiner Arbeit handelt es sich um eine etwas poetischere Version der Wirklichkeit. Ich bin kein Urologe.“ Karl Lagerfeld

02. April 2017

Einunddreissigster Berlin-Geburtstag. 2. April 1986. 7:20 Berlin Wannsee. 7:30 Berlin Zoologischer Garten. Sonne. Kantstr. Schwarzes Café. Alles wunderbar. Und geblieben. Wunderbar – und ich.

Eintrag im Internet-Tagebuch vom 2. April 2006:
„Meine längste beziehung. bis auf ein paar urlaubsaffairen immer treu gewesen. heute vor zwanzig jahren haben wir uns das erste mal gesehen und uns gleich so gemocht, dass wir spontan zusammengezogen sind. ich habe entgegen meiner sonstigen abscheu gegen vertraglich geregelte beziehungen auch den letzten schritt nicht gescheut, und bin bereits nach vierzehn tagen zum bezirksamt in zehlendorf gegangen, um unsere verbindung legalisieren zu lassen.“
Und letztes Jahr, damals, als ich noch Blogeinträge schrieb (Schande über mich, Verfall der Sitten…), etwas ausführlicher..

Auch charmant, 02. Apriil 2009
:„BIN ICH FROH, DASS ICH HIER BIN“ jeder Großbuchstabe ein Link zu einem Geburtstagseintrag

02. April 2017

https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265
Eine Strecke, die vor eineinhalb Jahren entstand. Lange auf meiner kleinen Halde, immer nach hinten geschoben, anderen Bildern, die viel später entstanden, eine Vorzugsbehandlung angedeihen lassen. Was den Bevorzugten nicht einmal bewusst war, da nicht von mir großartig kommuniziert. Dabei ist sie gar nicht so uninteressant, diese Bilderserie in der Maske. Die durchaus ausdrucksstarken Köpfe, sowohl die männlichen als auch die weiblichen, gehören nicht etwa Schauspielern. Was wir hier sehen, sind hervorragende Maskenbildner, die um ihre Kunst zu zeigen, gegenseitig Hand an sich angelegt haben. Deshalb hat unser D’Artagnan auch auf einigen Bildern einen Pinsel in der Hand, mit dem er einen Schönheitsfleck auf dem Dekolleté seiner Kollegin platziert. Das Ganze geschah im Rahmen eines Festes im September 2015. Ich habe ein paar Fragen beantwortet, deswegen das Mikro in meiner Hand und das Glas. Es war schon Abend. Ich trinke tagsüber so gut wie nie. Im Glas war eine unglaublich gute Flaschengärung von einem Pinot Noir, Catering von Holger Zurbrüggens Balthazar. Würde ich auch für private Zwecke buchen. Ich bin jedesmal entzückt von der hohen Qualität und Raffinesse und dem charmanten und noch dazu gut aussehenden Service-Personal. Höchste Profession. Ich mag das sehr.

01. April 2017

»I met in the street a very poor young man who was in love. His hat was old, his coat worn, his cloak was out at the elbows, the water passed through his shoes, – and the stars through his soul.«
Victor Hugo, Les Misérables
[„J’ai rencontré dans la rue un jeune homme très pauvre qui aimait. Son chapeau était vieux, son habit était usé; il avait les coudes troués; l’eau passait à travers ses souliers et les astres à travers son âme.“]

30. März 2017

“De ce qui occupe le plus, c’est de quoi l’on parle le moins. Ce qui est toujours dans l’esprit, n’est presque jamais sur les lèvres.”
15-09-11 Maske (33)
[ „Was einen am meisten beschäftigt, ist das, wovon man am wenigsten spricht. Was stets im Geist ist, ist fast nie auf den Lippen.“ Paul Valéry ]

29. März 2017

»L’amour. C’est l’étoffe de la nature que l’imagination a brodée.«
15-09-11 Maske (31)
{Die Liebe ist ein Stoff, den die Natur gewebt, und die Phantasie bestickt hat.} François-Marie Arouet | Voltaire

28. März 2017

Schon merkwürdig. Da hätte man gedacht, Christine Kaufmann wird bestimmt 105. Und dann von heute auf morgen, vor vierzehn Tagen Erstdiagnose Leukämie, nach einem Zusammenbruch, dann Koma. Zwei Wochen nach der Diagnose tot. In jedem Interview die Betonung des pfleglichen Umgangs mit dem Körper, Erklärungen zur Topform und für den Interviewpartner wundersamen Fitness und Form mit über Siebzig, in einem Interview von 2016 Auskünfte zum neu erwachten Interesse an körperlicher Liebe… Leukämie hat doch nicht erst im Endstadium Symptome oder? Angeblich Müdigkeit, Kraftlosigkeit, leicht blutende Wunden. Hoffe, das war nicht alles nur Theater und sie hat sich nur halb so fit gefühlt, wie sie es dargestellt hat, um als Wonder-Woman zu gelten. Vor vier Jahren las ich interessiert ein durchaus kluges Buch von ihr, Scheinweltfieber heißt es. Sie schrieb ja mehrere. Über dieses erzähle ich in diesem Opus von 2013. Ruhe sanft, liebe Christine.
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26. März 2017

17-03-25 Mirror Ball (2)
https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265
Und das kommt raus, wenn man den Akku nicht lädt, bevor man losgeht. Zwei Bilder von daheim auf dem Absprung, zur Diaschau aufgeblasen. Kein Bild vom Ort des Geschehens. Dumm gelaufen. Wobei ich gestehen muss, ich war selber nicht darauf vorbereitet, wohin zugehen. Habe mich gestern Abend oder schon bald Nacht, selber mit der plötzlichen Ausgehlaune überrascht, daher kein Gedanke, Stunden vorher den Akku aufladen. War aber auch ganz gut, keine Kamera dabei, auf die man dann doch aufpasst, leichtfüßiges Abhotten, gestern im Anno 64. Unser DJ Martin hat das sehr fein gemacht. Lauter Lieblingstanzlieder von mir gespielt. Miss you, A Girl like you, Black Betty hastenichgesehen. Toll. Und ganz arg tanzwütiges Publikum in der schummrigen Kreuzberger Kneipe. Sympathisch dazu. Und alle so mein Alter in etwa (27 – 29). Ich hatte mich strikt an die Kleiderordnung gehalten und ein tolles Glitzerteil an, das man aber leider auf den Fotos kaum erahnen kann, weil ich den Mantel halt schon anhatte. Muss man sich dann vorstellen. Das Motto war ja „back to the mirror ball“, da versteht es sich meines Erachtens von selbst, dass man ein Pailletten-Outfit trägt. Ich war da ja noch nie, in dem Laden. Wenn mir jemand eine Einladung schickt und es ist eine location, wo ich noch nie war und es klingt interessant, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ich hingehe, sofort um 47 Prozent. War so ein Fall. Ist aber auch ein Fall von gerne mal wieder. Tanzen nutzt sich einfach nicht ab, keine Inflationsgefahr. Und auch entspannt für mich: niemand erwartet Bilder, nur weil ich auch zu meinem Vergnügen da war. Da stellt sich leider leicht ein Gewohntheitseffekt ein. Dass die Arbeit mit dem Fotografieren nicht getan ist, haben die wenigsten im Hinterkopf. Während viele der Meinung sind, ich wäre wahnsinnig viel unterwegs, verbringe ich ganz im Gegenteil wahnsinnig viel Zeit damit, die Bilder von den relativ wenigen Gelegenheiten, wo ich unterwegs war, auszusortieren und zu optimieren. Das erübrigt sich nicht, wenn man bei maximal unzureichenden Lichtverhältnissen versucht etwas Brauchbares einzufangen. Das ist nur denjenigen klar, die selbst bei solchen Lichtverhältnissen fotografieren. Ich habe das in der letzten Zeit sehr umfangreich gemacht. Aber in diesem Jahr spüre ich mehr Lust bei Tageslicht zu fotografieren. Oder bei (von mir) gesetztem Licht. Das führt doch wesentlich schneller zu sehr guten Ergebnissen. Das andere habe ich einfach auch ausgelotet. Irgendwann ertappt man sich dabei, dass man einen Künstler vor sich auf der Bühne hat, den man schon mehrfach in derselben Pose vor sich hatte und sich bei diesem déjà-vu fragt, worin eigentlich die Herausforderung oder Spannung für einen selbst dabei liegt. Ich kenne wenige Menschen, die Wiederholungen so sehr scheuen, wie ich. Ein ganz extrem ausgeprägter Charakterzug bei mir. Abgesehen von Ritualen, die mit dem leiblichen Wohl zu tun haben. Schlafen, Duschen, guter Kaffee, guter Wein. Usw. Sie wissen schon, was ich meine.

25. März 2017

»La plus charmante conversation lasse l’oreille d’un homme occupé de quelque passion.« [ Auch die reizvollste Unterhaltung langweilt den Menschen, der in eine Leidenschaft verstrickt ist.]
Luc de Clapiers, marquis de Vauvenargues
17-03-13 Opus 119 (10)
Auch schön „Während unsere Seele voll Gefühl ist, sind unsere Reden voll Zweckmäßigkeit.“ – Unterdrückte Maximen, Maxime 878 [ŒdV, S. 487] [FS, S. 195] (Original franz.: „Lorsque notre âme est pleine de sentiments, nos discours sont pleins d’intérêt.“)

21. März 2017

17-03-12 Iridium (105)
Auch in meiner Show, neulich im 4. Kunstsalon Iridium, Oktober 2008, Popkomm, ‚Pop meets Politics‘. Sascha zufällig erwischt. Auf der Bühne vom Willy-Brandt-Haus schwadronierten andere, Mark Chung, Dirk Darmstädter und Nikel Pallat. Heute spricht man gerne von „digital influencer“. Keine Ahnung, ob es damals den Begriff bereits gab. Ich glaube nicht. Ist ja auch völlig egal. Ich hatte an dem Abend eher einen Erinnerungsflashback an Blogger-Besäufnisse um 2005 herum. Die Original-Aufnahme und die…
pop meets politics (19)
…ganze Strecke von damals. Aber das hier mag ich noch lieber, Nov. 2007 bei den BOBs (Best of Blogs Awards) im Museum für Kommunikation. Wir standen an der Rückwand vom Saal an so einem Stehtisch mit noch ein paar anderen Bloggern, Inés war dabei und auch Claudia und Johnny Haeusler, der die Veranstaltung moderiert hatte, und Markus Beckedahl. Sascha hatte ein neues Spielzeug, das noch nie jemand zuvor gesehen hatte. Ein Eierfon. Er wischte über die Oberfläche von dem Apparat und wir staunten Bauklötze. MAGIC! Er hatte das Ding, bevor es auf den Markt kam. Wir waren aber nicht neidisch. Es war einfach völlig okay für uns, dass Sascha so ein Ding als Erster kriegte.
The BOBs 2007 (97)

21. März 2017

Neringa ~ Kurische Nehrung
17-03-12 Iridium (54)
http://gaga.twoday.net/stories/4245312
P.S. alle 1021 Bilder meiner Reise. (Ich bin vor zehn Jahren allein dorthin gereist, weil mich die große Düne anzog. Und die Geschichte der Künstlerkolonie um Thomas Mann in Nida (vorm. Nidden). Deshalb hatte ich auch eine Ferienwohnung in Nida angemietet. Es war wunderbar. Und ganz besonders, als ich mich an meinem Geburtstag, am ersten September, unbeabsichtigt verlief und im eigentlich unzugänglichen Naturschutzgebiet der großen Düne, dem Tal des Schweigens landete. Da entstand diese Aufnahme. In diesem Augenblick war ich sehr glücklich. (Ich hörte dabei Musik, damals hatte ich noch einen player unterwegs dabei… unfassbar schön, was die Verbindung von Landschaft und Musik in einem bewirken kann.))
http://www.das-alte-nidden.de/kunst/kunst_kolonie.htm
http://das-alte-nidden.de/kunst/kunst_thmann_vortrag.htm
Tal des Schweigens, 1. September 2007
neringa (921)
slide – mit Zwischenstation und take off in/von Hamburg – es gab keinen Direktflug von Berlin nach Litauen – und ich traf gelegenheitshalber noch (m)einen alten Bloggerfreund, kid37* für einen sechsstündigen Spaziergang mit Picknick um 14:37 Uhr auf dem Ohlsdorfer Friedhof, incl. Landungsbrücken und Abendessen beim Portugiesen auf Sankt Pauli und einer nächtlichen Tour auf der Reeperbahn.
(*kid37 ist auch in meiner Iridium IV.-slideshow
Bild „15-10-28 kid gaga ruz (8)„)

19. März 2017

Frau Nielsens Equipment am letzten Sonntag

schwarze Tasche: dreilagige Projektionsleinwand 2,60 x 2,30 m, 2 Verlängerungskabel, 1 3-fach-Verteilersteckdose, ca. fünf Anschlusskabel (3 versch. Längen für Monitor Beamer-Notebook, 1 Audio Beamer-Notebook, 1 Netzkabel Beamer), Nägel, Karabinerhaken, Feuerstein*. Zebratasche: Notebook, USB-Stick mit 118 Filmen und 200 Fotos. Netzadapter und Kabel, Maus, Kamera, Taschentücher etc. pp. Che Guevara: Beamer. S̶o̶̶n̶̶n̶̶e̶nKältebrille. Nicht dabei, weil alle: Gaffatape, wurde aber auch gar nicht gebraucht.
* provisorischer Hammer

19. März 2017


Gaga Nielsens d̶i̶̶g̶̶i̶̶t̶̶a̶̶l̶̶e̶̶s̶̶ ̶̶Fi̶̶l̶̶m̶̶s̶̶c̶̶h̶̶a̶̶f̶̶f̶̶e̶n sentimentales Archiv seit 16.09.06 bis heute. Am 16. September 2006 die erste digitale Filmaufnahme gemacht und am 17. September 2006 auf youtube hochgeladen. Vorher auch schon analog mit der Filmkamera gespielt, mit Hi 8, ist teilweise digitalisiert und in der Opus-Reihe mit Duke verewigt. Und auch meine überhaupt allerersten Filmaufnahmen ever von 1995 sind in einem Opus für die Nachwelt dokumentiert. Ich hielt die Kamera auf mich, die ich neu gekauft hatte, eine Sony Handycam, und filmte, wie ich versuche, die Technik anzuschließen, hat dann auch einwandfrei funktioniert. Sensationelle Erfahrung, das Kamerabild parallel auf dem Fernseher zu sehen. Das war genau mein Ding. Damit ich nicht immer rätsle, welche Opus-Nummer für welchen Film steht, habe ich die 119 Werke jetzt auch auf youtube ausführlicher benannt. Die analogen Aufnahmen von 1995 sind in Opus – Moment, ich muss in meiner schönen neuen Liste nachsehen – Opus 74. Genau.

vimeo.com/channels/605604
youtube.com/user/gagavision/videos

[ das sentimentale Archiv ]

· Opus 119 – Iridium IV.
· Opus 118 – private backup (nicht öffentl.)
· Opus 117 – Maria Schuster & Jovica Hendrix „wtf is Angelina“‚
· Opus 116 – SIR „Am Fenster bei Nacht“
· Opus 115 – Karl Neukauf „Paternoster“ live
· Opus 114 – Blixa Bargeld & Teho Teardo „The Beast“
· Opus 113 – Little Annie „Don’t call me Mama“
· Opus 112 – Little Annie „You better run“
· Opus 111 – Little Annie „You don’t know what Love is“
· Opus 110 – Little Annie „Dear John“
· Opus 109 – Tom Adams „Time“
· Opus 108 – Tom Adams „Come on, Dreamer“
· Opus 107 – Tom Adams „Static“
· Opus 106 – Tom Adams „Migration“
· Opus 105 – Tom Adams „Arbeitstitel“
· Opus 104 – Home sweet home
· Opus 103 – Vienna Calling
· Opus 102 – Ein Traum
· Opus 101 – Brangelina Bunte
· Opus 100 – HD
· Opus 99 – April (Erich Kästner)
· Opus 98 – Can’t we
· Opus 97 – Heit nocht
· Opus 96 – Bussardsteig
· Opus 95 – Cosmic „Neujahrsmorgen“
· Opus 94 – Scheinweltfieber
· Opus 93 – Berlin Art Week
· Opus 92 – September (Erich Kästner)
· Opus 91 – Hilma af Klint
· Opus 90 – Duke Meyer | Eibensang „Filmfestspiele von Gaganien“
· Opus 89 – Duke Meyer | Eibensang „Wiedersehen“ (live)
· Opus 88 – Duke Meyer | Eibensang „Manifest“
· Opus 87 – Duke Meyer | Eibens“Macht d.Nacht hell/Tunk“(live)
· Opus 86 – Duke Meyer | Eibensang „Tunk die Banane“ (live)
· Opus 85 – Duke Meyer | Eibensang „Thors Wiederkehr“
· Opus 84 – Findelkind
· Opus 83 – Duke Meyer | Eibensang „Vogelsang“
· Opus 82 – Duke Meyer | Eibensang „Gnomenspruch“
· Opus 81 – Duke Meyer | Eibensang „Dschungelsang“ (live)
· Opus 80 – Duke Meyer | Eibensang „Ich folge d. Pferd.“ (live)
· Opus 79 – Duke Meyer | Eibensang „Zentaurentraum“ (live)
· Opus 78 – Cosmic „Ewig neu und jung“
· Opus 77 – Duke Meyer | Eibensang & MWNN „Ich fühl mich gut“
· Opus 76 – Angela Winkler „Eine Zigarette lang“
· Opus 75 – Aufbau „Berlin Art Scene“
· Opus 74 – Gaga Nielsens allererste Filmaufnahmen
· Opus 73 – noch am Leben
· Opus 72 – Last Daily Shot
· Opus 71 – Singstunde
· Opus 70 – Neujahrsansprache
· Opus 69 – Der Wolf und die sieben Geißlein
· Opus 68 – es schneit
· Opus 67 – Knigge, Keith und Kino
· Opus 66 – Shopping Queen und Fleischsalat
· Opus 65 – November (Erich Kästner)
· Opus 64 – Geburtstagsansprache
· Opus 63 – Problem
· Opus 62 – Weltgeschehen
· Opus 61 – schwarzrotgold
· Opus 60 – Jan Sobottka erzählt
· Opus 59 – but seriously
· Opus 58 – von wegen
· Opus 57 – Daily Walk
· Opus 56 – Ferienpostkarte IV
· Opus 55 – Ferienpostkarte III (Heidi & Seal)
· Opus 54 – Ferienpostkarte II
· Opus 53 – Ferienpostkarte
· Opus 52 – Carillon
· Opus 51 – to Leni [the photographer]
· Opus 50 – Radio Gaga [Gaga Nielsen bei Radio Fritz]
· Opus 49 – Kuroboshi [Farin Urlaub @Lumas]
· Opus 48 – Jardin du Luxembourg [Erich Kästner]
· Opus 47 – Hermaphrodite
· Opus 46 – Private Rehearsal [Zauberkreis]
· Opus 45 – Helge Timmerberg „Fuck the Tiger“
· Opus 44 – Hyppolita
· Opus 43 – Liebeslied [Hermann Hesse]
· Opus 42 – Cosmic – „Weltkrieg“
· Opus 41- Cosmic „Widerspruch“
· Opus 40 – Cosmic „zu viel (geredet…)“
· Opus 39 – Smile
· Opus 38 – Cosmic „Blume der Ergebung“ (live bei Radio Fritz)
· Opus 37 – Cosmic „Die Welt ist schön“ [live]
· Opus 36 – Cosmic „Liedergabe“ [live]
· Opus 35 – Blumenroth „Hoppe Hoppe Reiter“ [live]
· Opus 34 – Cosmic „Offen“
· Opus 33 – Cosmic „Paradies“
· Opus 32 – Vera von Lehndorff on Irving Penn
· Opus 31 – Cosmic „Sing out“ [live]
· Opus 30 – Zauberkreis [Cosmic’s Poetryclub]
· Opus 29 – Höxchen Stöxchen
· Opus 28 – Berlin Berlin [rehearsal Poetryclub]
· Opus 27 – Du bist die Ruh [Poetryclub]
· Opus 26 – Jan ruft an
· Opus 25 – Jan
· Opus 24 – Parlez moi
· Opus 23 – Sevenstar – „Folle de toi“
· Opus 22 – Helge Timmerberg „The Unquiet Grave“
· Opus 21 – Sans mots
· Opus 20 – Sale e Tabacchi
· Opus 19 – Cosmic Babylon [Poetryclub]
· Opus 18 – Poetryclub „Blüh wie die Blum'“ [live]
· Opus 17 – Poetryclub „Goldene Zeit'“ [live]
· Opus 16 – Wir holen jetzt Jutta
· Opus 15 – Ich habe kein Blog
· Opus 14 – Cosmic „Riff.Rose.Paradies“ [live unplugged]
· Opus 13 – Cosmic goes Gaga
· Opus 12 – Cosmic in Arizona
· Opus 11 – Geh hin und mach das Foto
· Opus 10 – ACTION!
· Opus 9 – Kinostar
· Opus 8 – NICO
· Opus 7 – Follow me
· Opus 6 – Ostern [ach du dickes Ei]
· Opus 5 – Die Herren dieser Welt
· Opus 4 – Zwischenspiel
· Opus 3 – Painting
· Opus 2 – Kein schöner Land
· Opus 1 – Gaga goes Iggy (nur Vimeo, weltw. auf youtube gesperrt)

18. März 2017

ich weiß ja nicht, wer hier einen HD-fähigen Fernseher mit Dolby-Surround und vernünftiger Diagonale und Internet- bzw. youtube-Zugang hat, aber falls – die Clips gewinnen ungemein durch den phantastischen Sound und das brilliante Bild und überhaupt. Besonders mein Channel, ist klar-) Läuft gerade nebenher… wollte eigentlich nur meinen letzten Upload sehen, jetzt läuft ein Opus nach dem anderen. Meine Güte, wann habe ich das alles gemacht. Alleine das ganze Zeug von Tom Adams – alles 2016? Dabei hat mich so viel Anderes und Andere mehr beschäftigt…

18. März 2017

Und irgendwann switcht youtube dann auf irgendwelche anderen (vermeintlich) inhaltlich verwandten Uploads. Ich sehe das aus dem Augenwinkel, studienhalber und – – – bin nicht beeindruckt. Bei tv noir gute Ansätze, der Kontrast aber zu brutal hochgeschraubt, HD bis zur klinischen Reinheit, jedoch gute Kameraführung. Tom Adams bei tv noir noch am besten, weil er immer visuell ergiebig ist. Kann man nicht von jedem Songwriter behaupten. Danach kam einer mit Rauschebart. Am besten gar kein Bild, nur hören, bringt mehr. Niemand möchte bei einem schönen Song an Nudeln denken, die im Bart hängen. Dann einer, der auch bei Dings – Voice of Germany am Start war – Max – – – – Giesinger. Macht wiederum optisch mehr her als musikalisch. Gute Songideen, auch mit Herzblut dabei, Songs nicht so schlecht – aber der Duktus. Komisch vernuschelt. Wenn er achtzig wäre und Gebissträger – ich will nicht böse werden – aber das erotisiert mich überhaupt nicht, obgleich ich auf meiner Festplatte sogar eine unplugged Aufnahme von ihm habe, die ist richtig gut – von „Sex on Fire“. Danach kam ein bestimmt teuer produziertes Video von ihm, mit vielen klischeehaften Einstellungen, sehnsüchtiges aus dem Fenster schauen, junge Frau, die vor dem Spiegel tänzelt, Songtext eins zu eins nachgespielt. Oh je. Und nun diverse Streifen mit Clueso. Die Musik auf Dauer auch sehr berechenbar, ohne Überraschungen. Glatt gebügelt. Die Videos einfach nur kitschig und aufgesetzt. Da merke ich dann, dass man doch für so ein klischeehaftes visuelles Angebot versaut ist, wenn man über Jahre in gegen den Strich gebürsteten Kreisen verkehrt. Sehr selten, dass mich ein Musikvideo beeindruckt. Ich muss es leider sagen, Rammstein ist da eine andere Liga. Das Übrige aus deutscher Produktion strozt vor Kitsch und Affektiertheiten.

18. März 2017

17-03-12 Iridium (47)
Gezeigt, obwohl geplant, Cosmic goes Gaga. Aber der Ton war wirklich ausbaufähig. Allerdings sind die Surround-Sound-Anlagen, die mich interessieren und übrigens gar nicht teuer sind, für eine neuere Generation von HD-fähigen Beamern konzipiert. Also wenn schon, dann muss beides her. Dann könnte ich Doppelprojektionen machen. Genug Projektionswände habe ich ja nun. Mein drittes, stillgelegtes Vayo-Notebook exhumieren, das ein Trojaner platt gemacht hat, mit Minimal-Software neu aufsetzen, Media Player für slideshow, dazu braucht man keine Updates, die die alte Kiste nicht mehr fressen und verarbeiten kann. Das ist das mittlerweile auch fast schon neun Jahre alte Cosmic-goes-Gaga-Opus:13. Der Ton ist gerade bei dem Streifen für die Tiefenwirkung schon wichtig. Cosmic hatte ja die Befürchtung, dass das in einem Cosmic-Festival ausartet, und dass wenn er käme, es aussehen könnte, als wollte er sich feiern lassen. War nun nicht der Fall. Weder das eine noch das andere. Er hat aber dennoch etwas verpasst, nämlich den besonderen Eindruck, den nicht nur die Bilder, auf denen er zu sehen ist, als leuchtende Projektion machen. Na ja, Projektion war ja schon immer meine Spezialität. In jeder Hinsicht, haha.

18. März 2017

17-03-12 Iridium (23)
beaming smile – gebeamter Farin. Bei nächster Gelegenheit erzähle ich dann die Hintergrundgeschichten zu den Bildern. Wie, wo, was, wieso, weshalb, warum. Das wird mindestens abendfüllend. Das Bild von Farin zum Beispiel entstand im Oktober 2010 hier um die Ecke, in den Hackeschen Höfen bei Lumas. Erwähnenswert auch, dass er sich die Haare nicht blondiert hatte, sondern naturgrau trug. Das Blond ist nur für Bühne. Ich fnde ihn grau besser aussehend. Die ganze Geschichte gibt es dann, wenn ich die Bilder wieder live zeige. Es sei denn, jemand bestünde darauf, jetzt sofort die Geschichte zu einem Bild zu erfahren. Das hier ist die gebeamte Reihe

18. März 2017

Ich habe nicht jede Projektion fotografiert. aber immerhin knapp fünfzig von zweihundert. Jedes Bild erschien für fünf Sekunden auf der Leinwand. Nur ein Aufflackern. Wenn es einem besonders gefiel, musste man tausend Sekunden warten, bis es wieder kam. Zufällige Ausbeute. Ich war von dem Effekt sehr angetan. Size matters eben doch.
1000 Sekunden sind ca. siebzehn Minuten, ungefähr siebzehn mal in Schleife, knapp fünf Stunden lang.

16. März 2017

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76470708&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
Zehnjähriges Jubiläum meines neunten Opus! Etwaige Ähnlichkeiten mit Gaga Nielsen sind reiner Zufall und nicht beabsichtigt. Ich weiß nicht, was aus der Darstellerin geworden ist. Nachdem sie etwas frustriert von dem Schauspielerberuf gewesen zu sein scheint, hat sie die Sache nach den Dreharbeiten möglicherweise an den Nagel gehängt. Ich habe nichts mehr von ihr gehört. Sie kam auch langsam in ein schwieriges Alter, wo die Rollenangebote nachlassen!

16. März 2017

17-03-12 Iridium (113)
Bild 117, So, 12. März, 20:23 Uhr. 4. Kunstsalon Iridium. Noch ein bißchen gequatscht und gegen halbzehn mein Zeug eingepackt. Habs ja nicht weit, zu Fuß von der Auguststraße einundsechzig elf Häuser weiter. Daheim ein paar Wiener einverleibt und weiter mit einem Kurzstreckentaxi zum Ballhaus in der Chausseestraße, wo auch eine Filmvorführung zelebriert wurde. Ich habe nichts mehr davon gesehen, war schon zu spät, aber es gab eine Liveband und einen tanzwütigen jungen Mann, der alles, was nicht bei drei auf dem Baum war, auf die Tanzfläche gezogen hat. Und verabschiedet sich mit einem Dank fürs Tanzen und „…bis zur nächsten Premierenfeier!“, als ob sich die Premierenfeiern wie eine Perlenschnur in seinem Kalender aufreihen. Die Filmleute. Ich habe mir die Projektionswand genauer angesehen und sie gefiel mir. Habe mir eine ähnlich große bestellt, eine, die man nicht hängen muss. Ungeahnte Möglichkeiten. Das Imperium wächst!

14. März 2017

Mein Auftritt im Kunstsalon am letzten Sonntag hat sich dramaturgisch etwas anders entwickelt als geplant. Die zweihundert gebeamten Portraits sind fast durchgängig fünf Stunden lang im Loop gezeigt worden, auch als die Livemusik und die Lesungen zu hören waren, dafür habe ich weniger Filme als geplant gezeigt und andere, die ich eher als Zugabe in Betracht gezogen hatte, vorgezogen. Das lag unter anderem an der Reaktion des Publikums. Ich weiß jetzt nicht genau, was das zu bedeuten, hat, aber ich hatte den Eindruck, dass ausgerechnet die Filme, in denen ich selber zu sehen bin, mit mehr Konzentration verfolgt wurden, als die anderen. Das nächste mal werde ich den Ton richtig gut verstärken, so viel ist sicher. Hier sind zwei der Filme, die das Publikum besonders erheitert haben, obwohl bei Opus 26 wahrscheinlich nicht jedes Wort zu verstehen war. Deshalb hier noch mal zum Nachhören, was eigentlich genau in dem Telefonat verhandelt wurde. Ja, die Haare waren dunkler. Und ja, das war gefärbt. Viel Vergnügen beim Gucken!

Opus 26 – Jan ruft an (2009)
Opus 9 – Kinostar (2007)

14. März 2017

4. Kunstsalon Iridium


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Karl

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Wolford

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Jan

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Georg

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Jan

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Saskia

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Alban

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Judy Winter

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Tim Schneider

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Benjamin Krombach […]

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Irina Rosanowski & Rolf Hochhuth

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[…] Erdal Yildiz

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Erdal & Naomi

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Jan Sobottka

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Jenny

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4. Kunstsalon Iridium

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12. März 2017

Das sind die Bilder, die heute im Kunstsalon Iridium in der Auguststr. 61 gebeamt werden. Und zwar sehr groß. Ca. zweieinhalb Meter breit. Die Reihenfolge ist mehr oder weniger zufällig, die Auswahl nicht. Ihr seid alle dabei – mehr oder weniger. Muss mich langsam mal fertig machen.

Alban Nikolai Herbst Jan Sobottka Rosa von Praunheim Maria Schuster Jenny Kittmann Helge Timmerberg Saskia Rutner Karl Neukauf Georg Nägle Irina Rosanowski Melli Plauth Miriam Vollmer Bov Bjerg Romain Vicente Judith Anna Räubertochter Little Annie Judy Winter Tom Adams Elyas Khan Olaf Heine Jim Rakete Wolf Wondratschek Veruschka (Vera von Lehndorff) Bettina Schoch Blixa Bargeld Ulrike Ottinger Filmproduktion Tabea Blumenschein Sebastian Baur Rolf Hochhuth Jutta Winkelmann Gisela Getty Alexander Hacke Adrian von Ribbentrop Duke Meyer Gerald Uhlig Sascha Lobo Erdal Yildiz Hanns Zischler Dominic Miller kid37 Hans Werner Olm Ulrich Matthes Beat Presser Rachel Maio Bob Rutman Andrea Belfi Robert Stadlober Wim Wenders Farin Urlaub Benjamin Krombach Andre Rival Henry de Winter u. v. m

11. März 2017

ich meditiere gerade darüber, ob ich zwischen den Filmen eine slideshow aus ausgewählten Fotografien laufen lasse. Kommt gut, so im Format zwei mal drei Meter, raumgreifend. Muss nur noch eine Auswahl zusammenstellen. Wenn ich auch Bilder aus dem letzten Jahr dazunehme, kann es gut und gerne passieren, dass sich morgen der eine oder andere Gast auf der Leinwand begegnet.

11. März 2017

09-06-12 PC@Karvana (80)
Visual selfie 2009. Das Bild im Header hier ist übrigens auch während einer Projektion entstanden, keine Montage oder dergleichen, im Hintergrund das projezierte Bild auf der großen Leinwand auf der Bühne und im Vordergrund derselbe Filmausschnitt mit geringfügigem zeitlichen Vorsprung auf dem Monitor vor mir, daher sind die Augen auf dem unteren Bild geschlossen. Ich glaube das war Opus 27 oder so. Ich kann mir die Nummern auch nicht merken. Geringfügige zeitverzögerte Übertragung ist übrigens ein Problem, wenn ein externer Lautsprecher direkt mit dem Laptop verbunden ist, anstatt mit dem Beamer, dann hört man die Audiospur einen Tick früher als es zum projezierten Bild gehört. Wirkt dann wie ein Fehler beim Schnitt, zumal ich pingelig nach dem Rhythmus der Musik schneide, dann könnte man denken, ich hätte kein Rhythmusgefühl.

11. März 2017

09-06-12 PC@Karvana (14)
Juni 2009, Karvana, Friedrichshain. Monitor und Leinwand im Blick. Auch so typisch für mich, Visuals abspielen und es gleichzeitig dokumentieren und neue produzieren. UND fotografieren. Ich muss verrückt sein – gaga.

11. März 2017

09-06-12 PC@Karvana (83)
Ah ja, ich hatte damals Denkzettel hinter dem Beamer. Sehr interessant. Mit shortcuts gearbeitet, um… den Mauszeiger in der Projektion zu vermeiden? Hatte wohl Angst, in der Aufregung und Anspannung die Befehle durcheinanderzubringen. Gute Vorbereitung ist die halbe Show. Damals ging es allerdings nicht nur um meine Filme, sondern das perfekte Timing des jeweiligen Einsatzes meiner Visuals zur Live Musik, das erfordert dann doch mehr Konzentration. Vor allem, wenn spontan von der setlist abgewichen wird. Skip, skip, skip, back, back, back, forward, forward, wieder eins zurück…. – das war ja alles ausgetüftelt, welche Bilder bei welchem Song abgespielt werden. Nicht so einfach, wie der Laie denkt und es am Ende aussieht.

11. März 2017

17-03-12 Iridium (38)
Mein facebook sagt „4. Kunstsalon Iridium tomorrow“. Sonntag, 12. März 2017, 16 Uhr. Da steht „Gaga Nielsen zeigt Kurzfilme aus ihrem sentimentalen Archiv“. Seit sieben Jahren den Beamer nicht mehr angeworfen. Seit sieben Jahren keine einzige Filmsequenz in der Öffentlichkeit gezeigt. Aber an diesem Sonntag. Ich habe heute an der Setlist gebastelt. Wenn man selber beim Anschauen hängen bleibt, ist es womöglich auch für andere sehenswert. Morgen noch den technischen Ablauf mit meinem Epson durchgehen. Er sieht aus wie ein Panda. Ich mag ihn sehr. Ist immer gut gegangen, aber man muss sich konzentrieren, auch wenn die Reihenfolge der Setlist durch die Dateibenennungen gesichert ist. Hier ein Zwischentitel, skip, nächster Clip, dann beim Zwischentitel auf Pause, wenn ein bißchen erzählt oder gefragt wird. Solche Sachen. Nicht so viel trinken morgen – oder besonders gut proben, dann geht beides. Musik gibt es auch, von Helen Jahn, einer Sängerin und ihrem sie begleitenden Pianisten Daniel Dexter die ich beide nicht persönlich kenne, ausnahmsweise nicht von mir geangelt. Und Irina liest ihre nie verschickten Liebesbriefe und Lydia einen (möglicherweise) bösen Text. Und frisch gemalte Bilder hängen an den Wänden, in unserem vierten Kunststalon Iridium.
Alle, die das lesen, sind auf’s Herzlichste willkommen. Es gibt wie immer reichlich zu trinken und es darf geraucht werden. Eintritt frei. Wir machen das aus schierer Zeige- und Lebensfreude. Auguststraße 61, ab 16 Uhr. Bitte bei Lindenberg klingeln und dann vorbei an den Fackeln, links nach oben. Wir freuen uns.

08. März 2017

17-03-05 LAURIE (8)
Hi Laurie
Keine Angst vor Siebzig. Laurie Anderson, geboren am 5. Juni 1947. Im Englischen spricht man von IN GOOD SPIRITS. Das trifft es. Aufgeräumte Heiterkeit, trotz der Wahrnehmung der Baustellen allüberall und ein scharfsinnig inspirierender Blick für’s Absurde. Ich fand sie noch sympathischer als erwartet. Mein Jupiter im Zwilling; immediately connected. Fotografieren war übrigens untersagt („Please note that the talk may not be photographed, filmed or recorded“). Ich saß in der ersten Reihe und meine Kamera ist eigentlich auch nicht so winzig, aber hat niemanden gestört.
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