
„Bansin Seebad“ liegt lange hinter mir. Im ICE 933 nach Frankfurt am Main (Endhaltestelle). Ich steige Berlin Gesundbrunnen aus. sitze im Speisewagen, trinke Bitburger. Ankunft 14.58 Uhr, Gleis 7. Der Bahnhof Bansin war auch bei meiner heutigen Rückreise näher zu meiner Wohnung in der Villa Seestern als der altehrwürdige Bahnhof Heringsdorf. Bansin habe ich zweimal auskundschaftet. Einmal die renommierte Bergstraße mit den größten Villen und den Strand, auch Richtung FKK, der ungeniert auch mit Badeanzug frequentiert wird (wie u. a. von mir) und auch Hundestrand ist oder in den Hundestrand übergeht, ganz schön an dem Abschnitt, dass es zwar keine Steilküste dort gibt, aber eine höhere grüne Hecke im Rücken, wenn man dem Meer zugewandt ist. Beim zweiten Mal in Bansin habe ich meinen dunkelblauen Blazer verloren. Irgendwo zwischen dem Hans Werner Richter-Haus und dem Friedhof in Bansin, auf dem er liegt. Oder später in Heringsdorf. Vielleicht dort im Eiscafé Pinguin. Es wurde wärmer, ich zog die Jacke aus und hängte sie über meine Umhängetasche. Vielleicht ist sie beim Abstellen zum Eisessen heruntergerutscht. Habe sie oft und gerne getragen, war auch noch gut, aber nun auch kein einmaliges Liebhaberstück. Hat mich trotzdem gefuchst. Es hatte exakt den Dunkelblautonton des quergestreiften sommerlichen Strickkleides in meinem Reisegepäck. Wir sind gerade irgendwo zwischen Pasewalk und Eberswalde, hier ist es auch bedeckt, aber kein Regen. Mache heute keine Fotos von unterwegs, reizt mich nicht, vielleicht bei Ankunft daheim. Oder auch nicht. Ich bestelle mir noch ein Pils. Und das Mango Curry!