Wieder Kreischalarm bei GNTM beim Einzug in die erste Modelvilla. Die Männer gestern haben auch Excitement gezeigt, aber nicht in der Tonlage. Dass gestern der 57-jährige Gerhard ausgeschieden ist, fand ich schade, weil er doch sehr gutaussehend und sympathisch rüberkam, ein bisschen klein zwar, aber dass er beim ersten Walk immer nach unten geschaut hat, brach ihm das Genick. Das hätte er sich doch bestimmt gemerkt, bei einer zweiten Chance.
Ansonsten konnte ich weitgehend nachvollziehen, wer nicht in die nächste Runde kam. Diese Autorin Ildikó von Kürthy ist wohl freiwillig gegangen, obwohl sie weiterkam. Hat ihr gereicht, das Reinschnuppern, sie wollte nicht den großen Zeitraum mehrer Monate Dreharbeiten dafür opfern, der notwendig gewesen wäre.
Mein heutiger Tag hatte zwei Überraschungen, eine amüsante und eine langweilige. Die unterhaltsame war, am Hackeschen in die S9 Richtung Charlottenburg zu steigen. Eine Schulklasse im Abteil, gemischt Mädchen und Jungs, ca. Acht- bis Neunjährige, noch sehr kindlich aussehend.
Ebenfalls zugestiegen die bekannte Musikertruppe mit dem Verstärker auf der Handkarre, die mit Blasinstrumenten seit Jahren mehrmals wöchentlich auf der Strecke zwischen Alex und Bahnhof Zoo die immer drei selben Weisen zum Besten gibt. „When the Saints Go Marchin in“, „Hello Dolly“ und „Oh, Champs-Elysées“. Durchaus gekonnt, aber in den Morgenstunden so laut mit Blechblasinstrumenten und Gesang beschallt zu werden, ist eher anstrengend. Das empfinde nicht nur ich so.
Aber die Kinder. Vom ersten Takt restlos begeistert, ein erstmaliges, Erlebnis für sie, das war ganz offenkundig. Sie juchzten, fingen durchweg alle an zu tanzen und im Rhythmus mitzuklatschen, strahlten, lachten, freuten sich.
Es war ansteckend. So viel kindliche, unschuldige Lebensfreude. Ich fand einen Platz etwas entfernt von der Darbietung. Auf der anderen Seite eine ältere Dame, ca. Mitte Siebzig. Wir guckten uns verblüfft an, dachten dasselbe. Eine Plauderei ergab sich, beide amüsiert, welche Begeisterung die Musik auslöste, die uns seit Jahren langweilte.
Zwei der Jungs setzten sich mir gegenüber, aber standen gleich wieder auf, um besser mitklatschen und tanzen zu können. Ich musste mich schon wieder mitfreuen, obwohl es auch noch das Lied gab, das mir mit Abstand am meisten auf die Nerven geht, „When The Saints…“ Trööt trööt.
Ich fragte die beiden Kids, wo sie herkommen, in Erwartung der Nennung eines Ortes in Baden Württemberg oder Rheinland Pfalz. Antwort: „von der Soundso-Grundschule Niederschönhausen“ (oder war es Hohenschönhausen?).
Heimatkunde: Niederschönhausen gehört zu Pankow. Hohenschönhausen ist ein Teil von Lichtenberg. Beides Berliner Verwaltungsbezirke. Ich erzählte den beiden Knirpsen, dass die Dame auf der anderen Seite und ich uns über ihre Begeisterung amüsieren, weil wir die Lieder seit Jahren fast täglich hören und schon nicht mehr hören können. Die Beiden rissen ungläubig die Augen auf: „Echt…??? OH!!!“ Wir mussten alle lachen. Die Jungs und wir beiden älteren Semester.
Die Klasse stieg am Hauptbahnhof aus. Meine Nachbarin merkte noch an, dass sie das ja gar nicht kennen können, weil die Musiktruppe nie nach Hohenschönhausen fährt. Oder Niederschönhausen.
Die im Wortsinne lang-weilige Überraschung bestand darin, dass ich gegen Mittag einen Anruf von Herrn S. von Trocknerheld erhielt, in dem er mir andiente, dass die Revisionsklappe überraschend jetzt sofort am Nachmittag eingebaut werden könne, wenn ich das wollte. Wir hatten bereits einen Termin für den 24. Februar vereinbart. Ich war begeistert und zu allem bereit und düste zu meiner Wohnungsbaustelle.
Der Handwerker kam, aber ohne Klappe, er hatte die Maße nicht, die ich aber schon mal am 2. Februar gemailt hatte. Ich: „Aber die Maße sind doch bekannt.“ Er: „Äh… ich hab nicht in die Gruppe geguckt.“ Fing an auf seinem Smartphone zu scrollen. Sicher meinte er eine Whatsapp-Gruppe, die seine Trocknerheld-Kollegen bewirtschaften.
Er daraufhin, er müsse jetzt mal nach der passenden Klappe schauen. Dann war er eine halbe Stunde weg, kam wieder und teilte mit, dass er keine passende Klappe habe, erst bestellen müsse. Zeigte mir die zu bestellende Klappe auf seinem Smartphone. 99,- Euro. Lieferbar bis 23./24. Februar. Das könnte ein knappes Höschen werden. Aber ich beharre jetzt erstmal auf dem ursprünglich vereinbarten Einbautermin 24. Februar, 8 – 12 Uhr. Mal sehen, ob das alles so hinhaut.
Mich langweilt die Geschichte auch. Nun vier Wochen, in denen ich immer nur die oberen drei Klamotten der Kleiderstapel im Schlafzimmer anziehe. Also weiter um den leeren Kleiderschrank im Flur kurven.
GNTM läuft noch. Bei einer jüngeren Kandidatin mit langen dunkelbraunen Haaren zeigen sich Tendenzen Richtung Stutenbissigkeit. Sie bildet sich bereits ein, die Gastjurorin Lotti Moss (Halbschwester von Kate und ebenfalls Profimodel), würde sie nur kritisieren, weil sie in ihr Konkurrenz wittert. Soso. Solche kleinen Giftspritzen sind natürlich Salz in der Suppe des Formats.














































































































































































































