05. Oktober 2022

Uhhh… gerade auf VOX eine Doku über Identitätsdiebstahl…. was man schon mit einem Personalausweis so anstellen kann…. Fake Account bei Ebay anlegen, Pseudo-Produkte anbieten und Geld abzocken. Heieiei…. man darf gar nicht genauer drüber nachdenken. Dadurch, dass ich die Sperre des Persos veranlasst habe und Anzeige erstattet habe, kann ich im Fall des Falles nachweisen, dass ich das nicht war. Aber schon die raffinierte Kategorie von Gaunerei. In der Doku kam es, weil eine junge Frau ihren ersten Personalausweis auf Instagram gepostet hat, aus Besitzerstolz, wollte ihn den engsten Freunden zeigen und hat die falsche Öffentlichkeitskategorie gewählt, es konnten alle 800 Follower sehen. Schön blöd.

Mein abendliches Tagwerk: die bestellten Schlüssel abgeholt und markiert, die nachgemachten Wohnungsschlüssel ausprobiert, einer funktioniert nicht. Aber Lob der BVG: trotz viel Stress wegen irrsinniger Nachfrage nach dem Billig-Abo habe ich nur drei Tage nach Meldung des Verlusts die Ersatzkarte im Briefkasten. Am Sa, 1. Okt. gemeldet, So und Mo war Feiertag, heute Dienstag schon zugestellt. Super. Morgen Abend dann wieder zum Schlüsselcopyshop und den nicht funktionierenden nachbessern lassen. Ob alle fürs Atelier funktionieren, werde ich erst Freitag ausprobieren können. Ich hoffe. Und die Krankenkasse hat auch bestätigt, dass die neue Karte in Arbeit ist und in spätestens vierzehn Tagen kommt. Und die neue Sonnenbrille kam auch und passt. Allerdings gewichtiger auf der Nase als die Prada, liegt an den Metallintarsien an den Bügeln. Aber schon schön. Versace Greca.

04. Oktober 2022

Zitat aus einem Kommentar von mir vorhin: „(…) was mich gedanklich dazu beschäftigt ist, dass ich ziemlich genau eine Woche bevor es passierte, aus heiterem Himmel mehrfach von dem Gedanken eingeholt wurde, dass ich doch endlich mal alle meine Ausweise, vor allem auch den Perso kopieren und scannen sollte, um IRGENDETWAS parat zu haben, falls es abhanden käme. Es gab keinen Anlass eines ähnlichen Vorfalls, der mich auf den Gedanken gebracht haben könnte. War das luzide??? Und ich habe mich nicht der Hellsicht gefügt…?“

Hm.

Erledigt: heute Mittag in der Sparkassenfiliale Rankestraße neue EC-Karte bestellt, Kontobewegungen seit Freitag betrachtet, nichts, was ich nicht selbst verursacht hätte.

Wieder einmal die Abo-Schlange am BVG-Kundencenter besucht, diesmal Bahnhof Zoo, Fachgespräch mit BVG-Mitarbeitern, die neben der Schlange quasi als Aufsicht und Auskunft fungieren, ergab: wer da steht und auf eine Abokarte zum gleich Mitnehmen hofft, irrt. Es kann lediglich eine Bestellung des Abos entgegengenommen werden, dasselbe, was man bequem daheim an seinem Internet erledigen kann. Ich jedoch, als langjährige Abonnentin hätte sehr wohl zu erwarten, direkt eine Ersatzkarte zu erhalten. Aber die Schlange war mir zu lang. Ich solle doch um 6:30 Uhr morgen kommen, da sei es immer ganz leer, keiner hätte Lust so früh aufzustehen. Ich auch nicht, bekannte ich. Da hatte ich allerdings schon eine geliehene Monatskarte in der neuen Umhängetasche, die darf ich benutzen, bis mir die Ersatzkarte von der BVG geschickt wird. Das macht mir schon sehr viel weniger Stress. Heute morgen habe ich nach Jahren einen Einzelfahrschein gekauft, den Preis musste ich recherchieren. Drei Euro für die Berechtigung im Innenstadtbereich 120 Minuten zu fahren. Schon happig.

Bei der Krankenkasse hatte ich auch nachgehakt, wie lange es dauert, bis die neue Gesundheitskarte mit der Post kommt, wohl ca. 14 Tage, aber nicht länger. Und wenn ich währenddessen in ärztliche Behandlung müsste, sollte ich mir – Achtung – jetzt kommts: die FAXNUMMER von der Praxis geben, dann würde die Krankenkasse da eine Art provisorische Bescheinigung hinfaxen, die für meinen Versicherungsnachweis sorgt. Ich fragte den Callcentermann am Telefon, ob er denn sicher sei, dass alle Arztpraxen noch ein FAXGERÄT besäßen. Er beteuerte, da sei er ganz, ganz sicher. Das hätte noch immer funktioniert, nie sei ihm etwas anderes untergekommen. Soso. Nun gut, ich habe – toi toi toi – aktuell keinen Arzttermin im Kalender, auch keine Zahnschmerzen zum Glück. Count your blessings!

Beim Bürgeramt-Terminvereinbarungs-Service mit der Nummer (030) 115 habe ich auch angerufen, es gab einen schicken Service für die Warteschleife. Nach der Ansage vom Band, dass viele aktuell in der Warteschleife sind, kam eine Schätzung, wieviele Minuten es ca. noch dauert, bis ich dran komme. Vierundzwanzig Minuten. Ich legte dann den Hörer einfach hin und beschäftigte mich anderweitig, während ich die Ohren spitzte, um nicht zu verpassen, wenn ein richtig lebendiger Mensch das Wort an mich richtet. Ich kam dann tatsächlich ziemlich genau nach 24 Minuten dran und konnte den frühesten Termin in der Kosterstraße in Mitte vereinbaren, also beim Bürgeramt. Am 28. November 2022 ist es so weit: ich kann den neuen Personalausweis beantragen. Ich wollte gerne zu diesem Bürgeramt, weil ich es noch nicht kenne und es in Mitte ist, wo ich ja nun seit dreiundzwanzig Jahren residiere. In meinem Reisepass steht, dass ich ihn 2015 beim Bezirksamt Spandau ausgestellt bekommen habe. Das fand ich schon damals etwas unpassend, aber es gab bei keinem anderen Bürgeramt so schnelle Termine. Diesmal warte ich lieber ein Weilchen, hab ja den Reisepass, der bis 2025 gilt.

Mit meinem guten Vorsatz, Kopien von Ausweisen statt Originale mit mir zu führen, habe ich auch gleich angefangen, indem ich meinen Reisepass farbig kopiert habe und die Kopie ins Portemonnaie gesteckt. Den echten brauche ich absehbar erst wieder Ende November, wenn ich den neuen Perso beantrage.

Bei dem ganzen Palaver mit dem neuen Personalausweis beantragen, informierte mich die Dame am Telefon, dass ich den abhanden gekommenen auch noch sperren lassen sollte, weil elektronisch lesbar, auch über dieselbe Sperrtelefonnummer wie für die Sperre der EC-Karte, also die 116 116. Da rief ich an und erfuhr, die Sperrung des Personalausweises ist nur möglich, wenn ich mein persönliches Sperrkennwort kenne. Das sei auf dem Schreiben, das man bei Aushändigung mit dem Personalausweis bekommt. Daheim danach gesucht und gefunden und tatsächlich: da ist ein seltsames Sperrkennwort gedruckt. Konnte ich dann heute Abend auch erledigen.

Und zuguterletzt ein Potpourri von Schlüsseln beim Schlüsseldiscounter in der Brunnenstraße bestellt. Knapp hundert Euro. Sind aber auch viele und spezielle dabei. Sollten ein paar Jährchen reichen.

Morgen ist dann ein fast normaler Tag, außer, dass ich am Abend einen Haufen Schlüssel abhole. Und Amazon hat ein paar Zustellungen angekündigt, auch Wiederbeschaffungsbestellungen, u. a. eine Sonnenbrille, aber nicht das gleiche Modell, das mir abhanden kam. Ich hoffe, das nicht aufprobierte, sehr aparte Modell passt.