
So munter ich hier auch in die Kamera gucke, das ist nur eine Momentaufnahme, überhaupt nicht repräsentativ. Winter-Begeisterung habe ich ebensowenig wie Hochsommer-Liebe. Extreme Temperaturen strengen mich an. Wenn es zu heiß ist, ist mein Kopf eine Matschbirne, wie sediert, ich habe auf nichts Lust und bin ständig damit beschäftigt, moderate Innentemperaturen zu organisieren, gehe keinesfalls freiwillig vor die Tür, schon gar nicht in ein öffentliches Freibad, grässliche Vorstellung. In so einem richtigen Winter wie jetzt, ziehe ich wochenlang sowohl in der Wohnung als auch draußen immer mehrere Schichten an, obwohl meine Heizung auf Hochtouren läuft. Auch auf dem Bett habe ich jetzt noch zusätzliche Decken, zum Schlafen ziehe ich nix an, da muss die Wärme von woanders kommen, aber gekipptes Fenster brauch ich zum Schlafen, sonst krieg ich Kopfweh. Einziges Highlight ist, dass ich meine pompösen Fellmützen aufsetzen kann. Das wars dann aber auch! Wie ich eben in einem Kommentar schrieb (aus dem Beitrag eingangs zitierend):
„„es ist, im tiefen winter, alles auf krafterhalt ausgerichtet“ Bringt auch gut mein Empfinden auf den Punkt, dass ich keine überschüssigen Kräfte für Ausgehen und sonstige Aktivitäten, die die warme Wohnung verlassen beinhalten, habe. Schon jeder vorsichtige Schritt über Eis und Schnee kostet Konzentration, die man sonst nie beim Gehen beanspruchen muss. Dann immer die vielen Klamotten an- und wieder ausziehen. Alles dauert länger, frisst Zeit und ist langweilig!“
Außerdem geht es mir auf die Nerven, dass ich mich dauernd entschuldigen muss, weil ich wegen dieser anstrengenden Kälte von gesellschaftlichen Zusammenkünften fernbleibe. Ich bin dann am liebsten allein in meiner warmen Wohnung und ich telefoniere auch überhaupt nicht gerne! Jeder Schritt, jede U-Bahn- oder S-Bahnfahrt, zwischen der wieder eisige und matschige Wege liegen, ist mir zuviel. Ich habe letztes Jahr auch durch die Erfahrung der Ausstellung im Januar beschlossen, dass ich nie mehr in dieser Jahreszeit eine aufwändige Einzelausstellung veranstalten würde. Besucher, die verständlicherweise ihre Mäntel und Funktionsjacken und Mützen und Schals in sämtlichen Ecken auftürmen, versauen damit das Ambiente. Mir fällt keine Galerie ein, die eine extra Garderobe bewirtschaftet. Gibts nur in großen Museen, soweit mir bekannt. Daher könnte ich leider nur im Martin Gropius Bau oder in der Neuen Nationalgalerie oder im Hamburger Bahnhof ausstellen!



































































































































































































































