
Ohne Frage, tolle Lage. Die „Sendigbaude„, das Ausflugslokal am Historischen Fahrstuhl. Meine Idee war, oben angekommen, direkt dort einzukehren, um vielleicht eine Cola zu trinken. Dann wäre der Durst erst einmal gestillt und ich müsste meinen flüssigen Proviant nicht schon am Anfang der Wanderung verpulvern. Die Tür der Baude stand auf, die Sonne schien, die Tische standen bereit. Nur die Uhrzeit spielte nicht mit. Die Servicekraft saß drinnen und löffelte eine Suppe oder einen Eintopf und guckte unwirsch auf meine Nachfrage, ob man sich draußen einfach hinsetzen könne und wies mich zurecht, dass erst ab 11.30 geöffnet sei. Andere waren auch auf die Idee gekommen, bereits um 11.11 Uhr in dem lauschigen Gärtchen am Fahrstuhl einkehren zu wollen, es gab keinerlei Abweichung von der Dienstvorschrift.

Mir verging direkt die Lust, dort Geld zu lassen. Aufs Klo hätte ich auch gemusst, der Schlüssel würde sicher auch erst ab 11.30 gegen ein Entgelt von 50 Cent ausgegeben werden dürfen. Was soll’s – schließlich bin ich ja gleich im Wald, dachte ich mir, da sollte sich ja wohl ein Dickicht oder ein Busch finden. Ich spazierte los.

