Zitat 29. August 2026, 16.28 Uhr: „Ich gehe noch mal los und ziehe mir den Badeanzug unters Kleid. Für alle Fälle. Und ein Tuch zum Hinlegen nehme ich mit und das neue Bargeld für ein Eis.“

Villa Seestern

So malte ich mir den ersten Auftritt von Badeanzug Eins aus. Mein Plan war gefasst, die Strandpromenade entlang zu wandern und bei erneuter Sonne einfach das Kleid abzustreifen und mich ins Meer zu wagen. Ich hätte ihn dann ganz bequem schon an, kein umständliches Umziehgewurstel. Und in der Umhängetasche Badeanzug Zwei und ein Tuch zum Drauflegen bzw. um meine Umzieherei vor Blicken zu kaschieren. Anschließend wollte ich in ein mich ansprechendes Restaurant, das mich auf dem Weg Richtung Seebrücke anlachte, Eis- oder Abendessen gehen. Oder beides. So mein kleiner Plan. Ich hatte den Badeanzug schon an.

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Zog das Streifenkleid über, Sandalen entpuppten sich als zu luftig, also Socken und die neuen blau-weißen Turnschuhe. Ich hatte alles gepackt, den Strohhut mit einer Sicherheitsnadel versehen, falls es zu windig würde, könnte ich ihn an meiner Tasche fixieren.

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Da musste ich nochmal aufs Klo. Und bemerkte, wie umständlich das war. Ich musste alles noch mal ausziehen, den Blazer und das Kleid, um den Badeanzug herunter zu wursteln. Wenn ich nun gar nicht zum baden käme, weil es wieder zuzöge, ich mal aufs WC müsste, ginge das im Gebüsch nun gar nicht, mit dieser komplexen Ausziehgeschichte. Und im Restaurant, wenn ich da dann nun mal wohin müsste, ebenfalls umständlich, langwierig. Außerdem saß der Badeanzug so eng, dass ich mir wie in einem Korsett vorkam, nicht das komplette Wohlgefühl. Ich zog alles wieder aus, normale Unterwäsche an, das Kleid, den Blazer und packte den gestreiften Badeanzug auch noch in die Tasche. Inzwischen war es wieder völlig bedeckt, Sonne komplett weg. Eine gute Entscheidung. Durchaus passables Wetter zum Herumspazieren, an der Seepromenade entlang Flanieren, aber nicht um das erste Meeresbad zu zelebrieren. Jedenfalls war ich nun gewappnet, ich könnte, wenn ich wollte, wenn mir danach wäre. Oder eben nicht!

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