Marco Rivagli Ramone
24. November 2018
Nikko Weidemann, Adrian Kennedy, Hans Rohe, Rudi Protrudi, Fuzztones, Marco Rivagli, Jim Avignon 5. Juni 2018
23. November 2018
Gerade alle Interessenbekundungen an Veranstaltungen in diesem Jahr entfernt. Die nächste Veranstaltung an der ich teilnehmen möchte, findet am 1. Juni 2019 statt, das Konzert von Bryan Ferry. Dann ist es auch wieder angenehm warm. Wenn die Temperaturen winterlich werden, vergeht mir beim Ausgehen sogar die Lust am Rauchen. Dieses draußen in der Kälte mit klammen Fingern stehen, ist meine Sache nicht!
22. November 2018


Juli, vierzehnter, Nick Cave in der Waldbühne. Ich war längst nicht mehr darauf fixiert, permanent alles Erinnernswerte mit der Kamera zu verewigen, und fand es daher auch nicht so einschränkend, sie daheim zu lassen. Ohnehin hat fast jeder Konzertbesucher ein smartes Fon dabei und fängt den einen oder anderen Moment ein. So auch Ina. Sie macht immer wieder ein paar Aufnahmen, aber zeigt sie nicht bei instagram oder dergleichem herum, sondern nur im Freundeskreis mal direkt auf dem Display oder per Mail. So mailte sie mir wieder ein paar ihrer Eindrücke und ich sicherte sie in meinen flickr stream. Dieser Konzertbesuch war mein Geburtstagsgeschenk für Ina. Sie hat am ersten Februar Geburtstag, man kann mit einem schönen Konzerticket auch weit entfernt vom Geburtstagstag Freude bereiten. Eigentlich sollte es zuerst ein Lady Gaga-Konzert werden, aber die wurde krank. Auf Nick Cave konnten wir uns sehr schnell einigen. An einem der oberen Ränge der Waldbühne fanden wir einen angenehmen Platz. Intensität und Melancholie. Was man von Nick Cave erwartet, bekommt man. Zur ultimativen Zugabe „Rings of Saturn“, bewegte Nick Cave das Publikum zum Mitsingen. Das war ungeheuer schön, dadurch Teil der Musik zu sein, ein großer Chor. Nick Cave war sehr nahbar, ganz zutraulich, suchte immer wieder Kontakt zum Publikum, berührte die vielen Hände, die sich ihm entgegenstreckten, bat zuguterletzt gar Konzertbesucher auf die Bühne (das habe ich bislang nur einmal bei Prince erlebt). Erst am Tag danach, als ich die intensiven Eindrücke verarbeitete und Konzertkritiken suchte, realisierte ich lesenderweise, dass es am dritten Todestag seines Sohnes war, dieses Konzert in Berlin. Während der Show wurde eine sehr lange Weile ein Bild eingeblendet, eine schwarz-weiß-Aufnahme, die einen bekannten Teil der Küste von Brighton im Regen zeigte, die Ruine der Brücke des West Pier. Sein Sohn stürzte an der Küste von Brighton in den Tod. Das beschäftigte mich noch Tage danach, mit welchen Gefühlen Nick Cave dieses Konzert gespielt haben muss.

22. November 2018
An einem Tag im September – neunter – die Werkschau von Alban Nikolai Herbst im Literaturhaus in der Fasanenstraße. Albans Lektorin Elvira war aus Wien angereist, Wegbegleiter und Freunde da, im Kaminzimmer auf der Bühne, später im Diener in der Grolmannstraße und zuguterletzt weit nach Mitternacht im wie immer dicht besetzten Berliner Nachtbus, vom Zoo via Hackescher Markt – von der West- in die Ost-City.
21. November 2018
20. November 2018
Alle Aloen alliiert. Im warmen Zimmer neu gruppiert. Dieses Jahr erfriert mir keine. Die Mutterpflanze ist sowieso immer drinnen, jetzt ist der Nachwuchs wieder ganz in ihrer Nähe. Ob das in so einer Pflanze etwas auslöst, gefühlsmäßig? Viele halten Aloen für Agaven, sehen auch zum Verwechseln ähnlich aus. Sehr leicht zu halten, brauchen wenig Wasser, aber erfrieren schnell, weil sie so viel Wasser in ihren Blättern speichern. Wenn das bei Frost zu Eis wird, zerstört es die Zellen der Pflanze und sie hängen schlapp und glitischig herunter und erholen sich nie mehr. Ein trauriger Anblick. Man kann die glibberigen toten Blätter dann nur noch mit den meistens ebenfalls toten Wurzeln wegschmeißen. Aber dieses Jahr habe ich alle gerettet, gestern Abend. Je größer die Kinder werden, umso mehr freuen sie sich über einen schönen großen Topf. Da muss man dann gut überlegen, wohin damit, es soll ja in der Wohnung nicht aussehen wie im Gewächshaus. Ins Treppenhaus will ich sie auch nicht stellen, dafür bin ich zu sehr mit meinen Pflanzenkindern verbunden. Ich habe ganz gute Stellen gefunden, nicht weit vom Balkon, ähnliches Licht, nur drinnen und schön warm. Nun kann Väterchen Frost kommen!
19. November 2018
(Zu)Stand der Dinge. Ab und zu kann man den Zustand festhalten. Besonders im Badezimmer. Zwei neue Bilder, nicht von mir. Ich habe neulich drei Gemälde gekauft und mit ein bißchen schlechtem Gewissen runtergehandelt. Ich war so verliebt und ich will doch sparen. Und dann auch wieder nicht. Eigentlich will ich überhaupt nicht sparen. Ich will das Geld mit vollen Händen ausgeben! Und auf jeden Fall mit ‚warmer Hand‘, wie man so schön sagt. Irgendwann werde ich auch bereit sein, meine Werke zu verhökern, aber jetzt noch nicht. Der italienische Maler, den ich um drei Gemälde erleichtert habe, Riccardo Raul Papavero heißt er („from Milano“), hat sich vor zwei Jahren entschieden, seinen Handwerksberuf aufzugeben, um sich mit seiner Kunst zu verdingen. Dann muss man natürlich verkaufen, aber er macht es auch gerne. Sein Prinzip ist simpel und oft genial im Ergebnis. Er arbeitet mit Fotokopien von ikonenhaften Fotografien der größten Stars der Weltgeschichte. Maria Callas, David Bowie, Frank Sinatra, Marilyn Monroe, Brigitte Bardot, Frida Kahlo, Kate Moss, Twiggy, usw. usf. Die Fotos sind die Basis, er klebt den Abzug auf eine Holzplatte und lasiert, lackiert, übermalt, dekoriert, bis eine Ikone alter Schule entstanden ist. So sehen einige aus, zumindest. Es ist wirklich Pop Art, hat mich Vieles angesprochen, als ich ihn entdeckte, auf der diesjährigen Importmesse unterm Funkturm. Er verarbeitet auch Motive von Seiten von Hochglanzmagazinen, zum Beispiel Modefotografien aus der Vogue. Dass er damit in Milano gut ankommt, ist klar. Aber auch bei mir. Nicht alles gefiel mir, aber die drei Bilder, die ich erstand, haben mich entflammt. Es sind mutmaßlich zwei Motive aus dem Fashion-Bereich und ein drittes, kleineres Werk, basierend auf einer berühmten Fotografie von Twiggy. Ich liebe diese drei Bilder sehr. Eins ist im Schlafzimmer und die beiden anderen im Badezimmer. Man sieht ein bißchen etwas auf dem Bild da oben. Im Hintergrund hinter mir, das präraffaelitisch anmutende Werk. Habe mich vorgestern, bevor ich zu Wredes Lesung bin, schnell mal davor eingefangen. „Kunst kann man kaufen“ predigt ein lieber Freund aus Hamburg immer. So sei es. Amen. Kunst macht glücklich, sage ich. Vielleicht nicht komplett, das ist man ja nie – aber ein bißchen.
19. November 2018
Langes Interview mit (Onkel) Wolfgang Zicke Schneider in der taz.
Die Stelle finde ich ja besonders interessant, war mir so nicht bekannt:
taz: (…) Die Biermann-Ausbürgerung wirkte sich gravierend in der DDR-Künstlerszene aus. Wurde innerhalb des Günther Fischer Quintetts oft über politische Dinge diskutiert?
WS: Eigentlich haben wir nicht sehr eifrig politisch diskutiert, wir waren eher locker drauf. Außerdem haben wir als Jazzer ja in eine ganz andere Richtung Musik gemacht als der Liedermacher Biermann. Wobei mir einfällt, dass ich mit ihm sogar mal eine Platte aufgenommen habe – in seiner Wohnung.
taz: In der legendären Chausseestraße 131 in Mitte?
WS: Ja, 1973. Bei den Jazzabenden in der „Großen Melodie“, wo ich zu der Zeit oft spielte, hatte mich Biermann angesprochen. Ich selbst hatte ihn bis dato gar nicht sehr wahrgenommen, weil er ja eher so politmäßig drauf war. Als er mich aber fragte, ob wir ein bisschen Musik machen wollten, bin ich darauf eingegangen. Von einer Plattenproduktion war da übrigens keine Rede. Ich bin also mit meinem Schlagzeug in seine Wohnung, wo wir erst mal Billard spielten. Dann habe ich ein bisschen getrommelt und dazu ein paar Geräusche gemacht, während Mario Peters Harmonium spielte. Irgendwann sagte Biermann: Ich schneide mal was mit. Dass er das für eine Platte tat, hat er nicht erwähnt. Das Album hieß „Warte nicht auf beßre Zeiten“ und erschien dann im Westen. Mein Lohn waren übrigens zwei Büchlein von ihm, die er mir geschenkt hat. (lacht)
18. November 2018
17. November 2018
Eric Wrede, Lebensnah Bestattungen, gestern in Berlin
Eric Wrede, Roland Schulz, Flake Lorenz sprechen über den Tod.
15. November 2018
Gestern ein paar ganz brauchbare Bilder von Rudi Protrudi (66) von den Fuzztones und seinem dreissigjährigen italienischen Schlagzeuger Marco Rivagli (der aussieht wie der fünfte Ramone), auf meinem Rechner gesichtet. Die Bilder sind am 5. Juni 2018 beim EHIEH („Ein Hit ist ein Hit“) Vol. 38 entstanden. Von Nikko Weidemann, dem Gastgeber auch sehr viele, besonders gute sogar. Die kennt er noch gar nicht. Aber wen interessiert das – außer den Abgebildeten – ein halbes Jahr später. Ich beschäftige mich nach Lust und Laune, ohne Zeitplan und ohne besonderen Ehrgeiz nebenher mit diesen ganzen älteren Aufnahmen, lade es dann auch irgendwann in flickr hoch, ist ja mein virtuelles back up, aber mir geht da keiner ab. Ich war im Frühjahr schon mal bei einer der Shows und habe fotografiert. Letzten Endes gibt man die Bilder zur Kenntnis, es gibt ein paar lahme Reaktionen und eine Weile später sieht man rein zufällig, dass jemand aus zwei Fotografien einen Header für sein Musikerprofil gebastelt hat. Mich ärgert nicht, dass sich jemand damit repräsentiert, sondern nicht darüber kommuniziert.
An dem Abend mit Rudi Protrudi waren auch noch andere eindrucksvoll kostümierte musikalische Performer auf der Bühne vom Ballhaus. Die eine Truppe hatte bizarre Teletubbi-mäßige Plüschkostüme an, der sonnenbebrillte Sänger stellte einen Teller Spaghetti mit Tomatensoße dar, was sich lächerlicher anhört, als es visuell wirkte. Die drei Kostümierten coverten „DA DA DA“ von Trio. Ich war mit Jenny dort, sie wäre bestimmt amüsiert von den Bildern, zumal sie auch weiß, dass diese Truppe musikalisch nicht sehr interessant war, aber das ist der monotone Kult-Song ja auch nicht. Ina erzählte ich später von dem Abend und dass ich ziemlich eindrucksvolle Bilder hätte, die mich aber dennoch nicht so wahnsinnig interessieren, ich habe mit den Protagonisten auf der Bühne ja sonst nichts zu tun. Und ich sagte ihr auch, dass wer die Bilder sehen würde, denken müsste, er oder sie hätte die superhippe Mega-Party des Jahrtausends verpasst. Aber vielleicht war es das ja für einige. Mir ist da zuviel Powerpoint Präsentation, zu viel Gerede, zu viel Moderation im Stil eine Kultur-Vortrags mit Inhalten, die man bei Wikipedia nachlesen kann, zu viele platte Witzeleien, zu viele Kalauer. Ich hasse Kalauer. „Mainz wie es singt und lacht“ für Akademiker. Wir haben den Abend trotzdem genossen, aber die musikalische Qualität war schon sehr durchwachsen. Eine blonde Keyboarderin und Sängerin hat ein Cover von Joni Mitchell gesungen. Eine ihrer melancholischsten Balladen. Sehr, sehr gut. Das war eher auf meiner Wellenlänge.
14. November 2018
Musste vorhin lachen. Gegen 13:10 Uhr und noch einmal um 13:30 Uhr. Zweimal innerhalb von zwanzig Minuten (Monats-Rekord). In beiden Fällen Alma Schindler zu verdanken. Später hieß sie dann Alma Mahler. Und noch später Alma (Mahler-?)Gropius. Und dann Alma Werfel. Zuletzt dann wohl Alma Mahler-Werfel in ewigem Gedenken an ihren Gustav und natürlich auch um die Zugehörigkeit zum größten männlichen Superstar in ihrer Biographie für die Nachwelt undemontierbar zu demonstrieren, zementieren. Werfel war dann ja auch schon tot und konnte das nicht mehr unpassend finden. Wobei ich nicht genau weiß, was in welcher Beziehungsepoche tatsächlich in ihren Pässen stand. Als sie noch Alma Schindler hieß, ihr Mädchenname, schrieb sie bereits mit großem Eifer Tagebücher. Nun lese ich gerade ein Buch, das sich durchaus nicht zentral um Alma Schindler Mahler Gropius Werfel dreht, aber kurze Passagen mit Tagebuchzitaten von ihr enthält. Diese meine aktuelle Lektüre heißt „Auf der Hohen Warte„, eine exclusive Wohngegend in Wien mit vielen schönen alten Villen, ja man könnte von einer Künstlerkolonie sprechen, nicht nur Industrielle, auch die Künstler der Wiener Werkstätte und der Secession wurden hier heimisch und Alma immer mittendrin. Das Buch beschreibt einzelne Villen und die Eckdaten der Bewohner bis in die Gegenwart, daher kommt so ein Buch auch an der guten Alma nicht vorbei. Es liest sich insgesamt eher wie ein Wikipedia-Eintrag in mehreren Kapiteln, ich hatte mir mehr Anekdoten und Nähkästchengeplauder erhofft. Umso mehr horche ich auf, wenn es dann doch einmal menschelt, in diesem Sachbuch.
Seite 119 – 120:
„(…) in der Villa Moll I auf der Hohen Warte macht Gustav Mahler Alma am 28. November 1901 einen Heiratsantrag, nachdem er sie am Tag davor bei der Abendgesellschaft von Berta Zuckerkandl kennengelernt hatte. Weil der Direktor der Hofoper im neuen Haus nicht telefonieren kann, gehen sie gemeinsam „durch den knirschenden Schnee, Seite an Seite – fremd und nah – hinunter nach Döbling“, so Alma in ihren „Erinnerungen“. Er muss sich mehrmals bücken, um das lose Schuhband wieder zuzuschnüren. Sie findet: „seine kindliche Unbeholfenheit war rührend“. „Mein Gustav war bei mir heroben, wir fühlten unser Blut toben.“ schreibt sie kurze Zeit später.
MEIN GUSTAV WAR BEI MIR HEROBEN
WIR FÜHLTEN UNSER BLUT TOBEN
Ich meine das hat Potenzial. Im Grunde schreit es nach Weiterentwicklung zu einem Schlager alter Schule. Max Raabe könnte sich einmal daran versuchen oder Henry de Winter, wobei ich nicht weiß, ob die beiden Erfahrung oder Talent in der Richtung haben.
Des weiteren Seite 133:
„(…) im Februar 1900 lernt Alma Schindler (20) bei einer Abendgesellschaft „beim Spitzer“ Alexander Zemlinsky kennen. Sie trinken Punsch und sie erzählt ihm von ihrer „großen Verehrung“ für Gustav Mahler und ihrer „Sehnsucht, ihn kennen zu lernen“. Zunächst aber schwärmt sie für den 28-jährigen Komponisten Zemlinsky, findet ihn zuerst hässlich – und dann: „Er gefällt mir sehr – sehr. Ich werde ihn zu uns ins Haus bringen. Der Abend war kein verlorener für mich. Ich habe gelebt.“
DER ABEND WAR KEIN VERLORENER FÜR MICH
ICH HABE GELEBT
Ganz herrliche Zeilen.
11. November 2018
10. November 2018
Man hat nicht immer ganz realistische Vorstellungen, was ein gewisses Lebensalter bedeutet. 1992 gab es eine Fotostrecke in der deutschen Vogue mit Vera von Lehndorff („Veruschka“). Sie trug meiner Erinnerung nach u. a. einen Anzug, vielleicht von Yamamoto, weißes Hemd, flache Schuhe, die Haare glatt und schulterlang. Sehr cool, sehr attraktiv. Damals war sie 53 und ich blätterte die Strecke immer wieder durch und betrachtete die „hochbetagte“, von mir zeitlebens verehrte Veruschka wie ein Weltwunder. Sie sah nicht wie ein altes Mütterchen aus, war weder verunzelt noch sonstwie verwelkt und auch nicht jenseits von Gut und Böse. Sie war dynamisch, schön, cool, lässig, hochattraktiv. Als ich fünfzig wurde, stellte ich fest, dass kein Alterungsprozess im Zeitraffer eintritt, der einen alsbald dahinrafft. Ich fühlte mich nicht schwächer oder gebrechlicher als mit vierzig. Natürlich treten biologische Veränderungen ein, aber die sind keine Katastrophe, manche haben sogar Vorteile. In einem Gespräch unter vier Augen mit Jenny, heute vor einer Woche – sie hatte bei sich zuhause wunderbar gekocht, und wir waren unter uns, kam das Gespräch auf verschiedene Legenden, die dieses Lebensalter umranken. Viele denken ja, dass gewisse Gefühlsempfindungen nachlassen. Ich meine nicht die Fähigkeit, sich zu verlieben, sondern das Gesamtpaket. Aus meiner Erfahrung lässt da überhaupt nichts nach. Kein bißchen. Die Einbrüche im Empfindungsvermögen die ich in meinem Leben hatte, waren immer mentaler Natur, was sich dann zeitweise auch körperlich auswirkte. Aber das bleibt nicht ewig. Wenn man sich innerlich wieder berappelt, folgt der Körper mit allen Zellen. Wirklich allen. Dass man keine Panik mehr vor einer ungewollten Schwangerschaft haben muss, ist auch alles andere als ein Beinbruch. Und die paar Hitzewallungen, die ohnehin nicht jede Frau hat, kann man auch wegstecken ohne sich ein Hormon-Potpourri einzuverleiben. Meine Mama hatte kaum aufsteigende Hitze, war aber früher in den Wechseljahren als ich. Ich kenne das durchaus, die plötzliche tropische Hitze im Nacken. Aber das tut ja nicht weh. Ist auch sehr unregelmäßig, kann man wirklich aushalten. Ich nehme gar nichts außer Aspirin, wenn ich mal aus Versehen irgendwo außer Haus doch ein Glas zuviel von keinem Spitzengewächs getrunken habe. Sonst gibt es hier nur Pflaster und Ohropax für die Silvesternacht. Dass die kleine Lesebrille nun doch immer in Griffweite ist, finde ich mit Abstand am Schlimmsten. Ich hatte doch angeblich laut Augenarzt bei diesen Kontrolluntersuchungen immer 120 Prozent Sehfähigkeit. Seit Ende meiner Vierziger hat sich da doch irgendeine Veränderung eingeschlichen, die ich nicht begrüße. Leider gibt es keine Tabletten gegen diese Sache. Ärgerlich! Da könnte man doch mal forschen. Das bedeutet nämlich auch, dass ich auf dem Display der Kamera nicht mehr ohne Lesebrille erkennen kann, ob ein Bild scharf ist. Ich kann so nicht arbeiten! Aber sonst alles im grünen Bereich. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
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*1965
07. November 2018
„Pille fürs Vergessen“. Interessant. Vierzehn Jahre alt der Artikel zur medikamentösen Behandlung posttraumatischer Belastungsstörungen. Was wohl aus der Entwicklung des Medikaments geworden Ist? Ich war noch nie in psychotherapeutischer Behandlung, vielleicht sollte ich das ändern. Wobei ich mich erstaunlich gut halte, angesichts dessen, was mir widerfahren ist, widerfährt. Belastend empfinde ich, niederdrückende Erlebnisse unter den Teppich zu kehren, um keine gut gemeinten Ratschläge und unerwünschten Bewertungen und Zensuren zu erhalten.
Und selbst wenn ein offenes Ohr und Herz da ist, ohne Stirnrunzeln und anmaßende Handlungsvorschläge, mag ich es nicht, das Ganze mit noch mehr Wucht und Präsenz zu füttern. Im Grunde mag ich beides nicht, es herunterzuschlucken, als wäre nichts gewesen, aber auch nicht, es in die Welt zu tragen, zur öffentlichen Begutachtung. Am besten wäre Ausradieren. Man müsste eine Pille entwickeln, die man exakt chronologisch auf den Punkt einsetzen kann. Also zum Beispiel: bitte Erinnerungen an den 30. Februar 1928 komplett löschen. Ich würde da durchaus die eine oder andere Pille schlucken.
05. November 2018
Es war in Schöneberg, im Monat Mai. Aus der Reihe Erstveröffentlichungen aus meinem mehr oder weniger sentimentalen Archiv – mit Le-Thanh Ho und Lena Braun. Ina war auch dabei, aber nicht die Kamera draufgehalten.
Barbiche, Mai 2018
05. November 2018
Hennigsdorf. Mitte Oktober. Weil ich noch niemals in Hennigsdorf war, hatte ich doch die Kamera eingepackt, falls eine ungeahnte Sehenswürdigkeit daherkäme, und ich die einmalige Gelegenheit dann versäumt hätte, dieses eine Bild einzufangen. Tatsächlich war es schon völlig dunkel, als ich aus der S-Bahn stieg, ich kann kaum beurteilen, wie die Straßen von Hennigsdorf wirken, ob mir da etwas entgangen ist. Vom Gefühl her war es wie eines von vielen kleineren Städtchen, das man offen gestanden auch recht schnell wieder vergisst, hat man ihm den Rücken gekehrt. Vor dem Stadtklubhaus war ein stattliches Konzertplakat angebracht, wie man es eher am Berliner Olympiastadion erwarten würde. Beinah hätte ich es fotografiert, aber dann wurde mir klar, dass sich die Größe nur vermittelt, wenn jemand daneben steht. Das Gebäude hat eine ganz schöne, elegant zurückgenommene Fünfziger(?)-Jahre-Architektur. Man hätte dort auch gut und gerne eine Szene mit Lilo Pulver und Paul Hubschmidt beim ersten Rendezvous drehen können. Ich mag architektonischen Feinsinn, daher hoffe ich, dass das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Hennigsdorf ist ja nicht so weit von Berlin und gehört für mich zu den Orten, wo man nie sicher ist, ob es gerade noch ein Randbezirk von Berlin ist, oder doch schon Brandenburg. Auf jeden Fall von mir aus ohne umzusteigen leicht mit der S-Bahn zu erreichen. Daher fand ich es auch ein bißchen merkwürdig, dass Freunde anmerkten, dass es doch sehr beachtlich sei, dass ich nun sogar schon nach Hennigsdorf reise, um ein Konzert vom Berlin Beat Club zu besuchen. Also praktisch nach Übersee. Ohne den Ruhm der von mir geschätzten Formation schmälern zu wollen, habe ich dann das Gefühl erklären zu müssen, dass ich kein hysterischer Fan bin, sondern einfach gerne zu sehr guter Live Musik tanze, noch dazu zu einem Potpourri geliebter Songs der Sixties und Seventies. Als müsste ich mich dafür entschuldigen, wie blöd. Tatsache ist, dass der Berlin Beat Club mehr Tempo und Stimmung macht, als zum Beispiel die als Beste geltende Doors Coverband aus UK, und das ganz ohne den Ehrgeiz, wie ein Abziehbild eines der alten Superstars auszusehen. Es war total voll, womöglich ausverkauft, jedenfalls gab es in kürzester Zeit keinen freien Sitzplatz mehr. Ein paar bekannte Gesichter aus Berlin winkten mich zu ihrem Tisch, sehr familiär und nett, ein Tisch ganz vorne. Im Grunde möchte man hauptsächlich tanzen und benutzt den Stuhl nur für Verschnaufpausen oder um die Jacke drüberzuhängen. Etwas nach mir trudelte Ina ein, die mit mir die Begeisterung für dieses spezielle Tanzvergnügen teilt. Ich hatte zuletzt als Teenie eine Freundin, mit der ich regelmäßig tanzen gegangen bin, ich liebe das so sehr.
In einer der Pausen setzten wir uns in die Nähe des Tresens, wo es auch Wiener Würstchen gab, die wir uns auch genehmigten. Während der Unterhaltung nahm unsere Stimmung einen Umschwung. Ina begann über Irina zu sprechen, und dass es ihr zunehmend schlechter ging. Sehr schlecht. Im Grunde hoffnungslos. Das bedrückte mich so sehr, ich driftete innerlich völlig nach unten, auch wegen der Hilflosigkeit, mit der nicht nur wir beide vor dieser Krankheitsgeschichte standen. Eine Mischung aus Trauer und Wut und Ach. Die Band spielte schon längst wieder, als wir wieder nach vorne gingen, das Hennnigsdorfer Publikum feierte dieses Live-Erlebnis als etwas Besonderes. Was es wohl auch ist, einmal im Jahr, wenn ich es richtig verstanden habe. Ich versuchte noch einmal mitzugrooven, aber es fühlte sich gezwungen an, die Band gab wie immer alles. Ich kam nicht mehr von der dunklen Wolke herunter, Ina bekam noch mal die Kurve und tanzte weiter. Da saß ich mit einer inneren Trauer und Wehmut und ermunterte mich selbst bei Hey Jude zum Schluss wenigstens den Chor mitzusingen. Das war auch ganz schön. Ina fuhr mich dann bis Frohnau zu S-Bahn, von wo ich alleine heimfuhr. Zwei Tage später schrieb Jan, dass Irina gestorben ist. Am Freitag, dem 12. Oktober um 14:30 Uhr. Also war sie schon nicht mehr unter uns, als wir am Samstag über sie sprachen. Oder aber auch doch. Wer weiß es. Vielleicht ja doch. Diese paar Bilder habe ich sehr nebenher gemacht, eigentlich um mich abzulenken. Die eine Frau im Publikum, im Profil da oben, ist auch eine Berliner Anhängerin der Band. Sie erinnerte mich wieder daran, wie schön ich es fände, wenn Uschi Nerke irgendwann einmal zu einem Konzert des Berlin Beat Club käme. Sie hatte ja auch so eine Frisur. Das wäre schön.
04. November 2018
„Ich hab ’ne Zeit lang auch gesagt: für jedes Töpfchen ist ein Deckelchen bestimmt – ich bin ein Wok.“
Michelle
04. November 2018
Luci & Gaga. Geburtstags-Schwestern*. Schöne Begegnung mit Luci van Org, neulich am achten September Zweitausendachtzehn.
- Luci 1. September 1971, Gaga 1. September 1965
03. November 2018
Vorgestern i-dont-care-about-cookies installiert. Sehr angenehm.
01. November 2018
Auch eine nette Familiengeschichte, die hat mir meine Tante Anna erst genauer bei meinem Besuch Ende September erzählt. Ich wusste nur, dass der Sohn von (Onkel) Wolfgang in der ersten Hälfte der Achtziger aus der DDR geflüchtet ist, also „Republikflucht“ begangen hat, aber die genaueren Umstände waren mir nicht so bekannt. Vielleicht habe ich auch nicht so genau zugehört und es wieder vergessen. Er hat eine Ausbildung zum Hotelfachmann in Ostberlin gemacht und war in einem Hotel (müsste das Metropol-Hotel gewesen sein), das internationale Gäste beherbergt hat, angestellt. Ich nehme an, dass er durch die Erzählungen von seinem Vater, der als international engagierter Jazzmusiker einer der Künstler war, der die Republik für Gastauftritte im westlichen Ausland verlassen durfte (und wieder zurückkehren), Blut geleckt hat. Westfernsehen hatte man in Ostberlin ja sowieso. Die Familie wohnte in Berlin Treptow. Jedenfalls hatte Michael große Lust, die weite Welt kennenzulernen und wollte raus, hatte aber noch keinen konkreten Plan. Wer als Hotelgast eingecheckt hatte, musste seinen Personalausweis bzw. Reisepass für die Dauer des Aufenthalts an der Rezeption abgeben. Eines Tages kam ein Kollege zu Michael, der an der Rezeption arbeitete und von Michaels Ausreiselust wusste, und hielt ihm einen dänischen Reisepass unter die Nase. Auf dem Foto war ein junger Mann abgebildet, der Michael zum Verwechseln ähnlich sah. Der Kollege animierte ihn, die Gunst der Stunde zu ergreifen und mit dem dänischen Pass rüberzumachen. Da es unwahrscheinlich war, dass so eine Gelegenheit noch einmal kommen würde, die so eine geschmeidige Ausreise ermöglichen würde, hat Michael die Chance ergriffen und ist ohne Misstrauen zu erwecken, wohl über den Grenzübergang Friedrichstraße nach Westberlin. Vielleicht wars auch der Checkpoint Charlie. Kaum war er drüben, hat er sich auf große Europareise gemacht und die Welt erkundet, an der Côte d’Azur hat es ihm besonders gut gefallen, in Cannes und Nizza und Saint Tropez. Ich erinnere mich noch dunkel an Fotos, die er an die Familie geschickt hat, wo er in Cannes lässig an einem Luxus-Auto lehnt, eine Palme im Hintergrund und man denkt, es wäre sein Auto. Heute lebt er in Genf, in der schönen Schweiz.
P.S. den dänischen Pass hat er nach seiner glücklichen Ankunft wieder zurück ins Hotel geschickt, damit der Däne, dem er seine Ausreise verdankt, keine Probleme bekommt.
01. November 2018
29. Oktober 2018
dm:
– Deo
– Glitzi-Schwamm
– Spüli
– Waschmittel
Rewe:
– Avocado
– Maiswaffeln
– Bio-Schlagsahne
– Wiener
28. Oktober 2018
Mama vorhin am Telefon: „am Freitag im „Riverboat“, da war der Wolfgang, mit dem Sohn von Manfred Krug. Habe mir dann auch gleich noch mal die Wiederholung am Samstag angeschaut! Er hält sich recht gut, ist ja auch schon 74.“ Gut, dass meine Mama so gerne Talkshows schaut, hätte ich sonst nicht mitgekriegt. So oft sitzt ja kein Verwandter in einer Talkrunde im Fensehen. Wolfgang „Zicke“ Schneider ist doch ein G̶r̶̶o̶ßOnkel 2. Grades von mir, er hat jahrzehntelang mit Manfred Krug Musik gemacht, auf mehr oder weniger allen Platten Schlagzeug gespielt und auch bei seinem letzten Konzert in der DDR, vor seiner Ausreise. Da wurde jetzt zufällig eine Tonspur davon entdeckt und sein Sohn, also Manfred Krugs Sohn Daniel, hat nach Studium der Stasi-Akten verifiziert, dass es tatsächlich der letzte Auftritt in der DDR war. Schönes Gespräch mit Daniel Krug, Kim Fisher und Onkel Wolfgang. Ist in der Mediathek vom mdr, ab Minute 59. Hier zum Anschauen: https://www.mdr.de/riverboat/riverboat-gesamt-avplus-432.html
25. Oktober 2018
[ Ein privater Dialog, 25. Oktober 2018 ]
Georg
Warum ist Dir die Lust am Fotografieren abhanden gekommen?
Gaga
wegen dem ganzen hochgejazzten Instagram-Gewichse allenthalben, der inflationären Rezeption, dem Gefühl nur noch eine Stecknadel im Heuhaufen zu sein, weil ich auch ganz viel auf unverarbeiteter Halde habe, mich nicht wiederholen will, und auch wegen eines sehr privaten Grundes. Da kommt ganz viel zusammen. Aber schön, dass du fragst…
Georg
wenn eine der besten Fotochronistinnen der Welt ihre Arbeit einstellt, muss man schonmal nachfragen. Du solltest mal eine richtige Ausstellung anpeilen. In der Seven Star Gallery oder etwas in der Kategorie (Kein Bunker oder Gefängnis). Retrospektive. Es würde passen, ich habe eh das Gefühl, das in diesem Jahr eine Ära / Phase zu Ende ging.
Gaga
das ist unbenommen, das werde ich auch, aber dann nicht nur eindimensional Fotografie auch die anderen Bereiche, die ich bislang versteckt habe. Zwischen April 2018 und August 2018 sind ca. 50 Bilder/Objekte entstanden, spielerisch, auch weil ich inneren Tapetenwechsel brauchte, aus explantierten analogen Kameras, mit denen ich besondere Aufnahmen, Lebensphasen verbinde, ich habe die hochwertigsten Teile jeder Kamera verarbeitet, das Ergebnis ist wie aus einer fernen, glamourösen, außerirdischen Kultur. Kleinere Teile, dann wurden sie immer größer und sprengten den Rahmen und die Wände meiner Wohnung, ich arbeitete zunächst auf dem Balkon in der Sonne oder mit einer Schutzplane im Wohnzimmer auf dem Teppich, Untergründe Fundsachen, stabile Kartons etc. andere metallische Fundsachen aus meinem Haushalt verarbeitet, weil ich ungerne Metall im Müll entsorge. Als ich alles verarbeitet hatte und die Wände entschieden zu voll waren und ich sowieso wegen eines Handwerkertermins in mein Atelier in Neukölln musste, das nur noch Lagerfunktion für alte Sachen, Bilder von früher, unbemalte Leinwände und meine Projektionswände und Beamer hatte, alles noch von der Ausstellung im letzten Jahr einfach so abgelegt nach dem Rücktransport, Kraut und Rüben, da fiel mir vor Ort auf, dass es gut tun würde mal richtig dort aufzuräumen und es auf Vordermann zu bringen. So habe ich dort in den letzten zwei Monaten renoviert, es richtig, richtig schön gemacht, ein Schmuckstück. Zuerst malern, dann malen. Mir fiel bei einem der letzten Bilder, das ich in der Wohnung fabrizierte auch auf, dass es ein unnötiger Dilettantismus ist, mit Fundsachen wie Kartons, die eh nicht ganz plan sind bzw. nicht bleiben nach der Bearbeitung, zu arbeiten, wenn ich unbearbeitete Leinwände habe und ein Atelier. Was für ein Luxus. Das dämmerte mir so richtig. Ich wollte jahrelang keine materialisierten Bilder mehr in einem mich erschlagenden Ausmaß machen… was hinterlässt man, wem… und dann begriff ich, dass man sowieso IMMER Materie hinterlässt, und wenn ich in meiner Verkörperung einen massiven Drang habe, Materie zu formen, warum soll ich es mir verbieten, verkneifen….? Das ist doch Quatsch!
Georg
Ja sicher!
Gaga
Mir ist auch inzwischen klar, dass es nur noch eine mich befriedigende Würdigung meiner fotografischen Aktivitäten geben kann, und das ist in einem veritablen Ausstellungs-/Kunst-Kontext. Kein digitaler Selbstbedienungsladen mehr, keine Freundschaftsdienste mehr in Form von opulenten Dokumentationen von Auftritten von befreundeten Musikern und Musikerinnen. Als du um 2010 oder war es 2011 dein zweites poetryclub-Album gemacht hast, mit einem Cover, das mir ehrlich gesagt nicht nur in den Augen weh getan hat, war das auch ein gewisser Einbruch für mein Ego. Ich dachte an die etwa zweitausend Bilder, die ich von dir gemacht hatte, mit so viel Herzblut, und nichts davon fand je eine nachhaltige Materalisierung. Das war so schade. Das wäre ein schönes Booklet geworden. Aber das ist Vergangenheit. Ich habe gerade eine ähnliche Frustration erfahren und auch deswegen die Schnauze voll.
Georg
Daumen hoch
Gaga
das ist ja ein sehr knapper Kommentar auf meine Offenbarung! Ihr Männer seid einfach faule Säcke – immer der Weg des geringsten Widerstands! ;-)
[ edit – Fortsetzung ]
Georg
Nein. Nur weil ich auf Arbeit im Auto bin. Und auch ungern ins Telefon tippe. Kommentar kommt später…
Gaga
das klingt durchaus glaubwürdig, habe mir übrigens erlaubt, diesen Dialog in meinem neuesten Eintrag im Logbuch von meinem Raumschiff zu verarbeiten, da die Offenbarungen ja nur auf meiner Seite liegen.
Georg
Daumen hoch
[ Fortsetzung folgt eventuell, abhängig von der Offenbarungs-Toleranz von beiden Seiten ]
Georg
Daumen hoch
[ edit – Fortsetzung ]
Georg
Ich denke viel über dein Geschriebenes nach, schaffe es aber heute nicht mehr, mit einer längeren Antwort. Musik geht vor quasi … muss mir noch because the night von Patti Smith anschauen…
Gaga
denk nur nach, das wird dein Schaden nicht sein! Kein Stress, guten Abend dir, ich bin später wieder in meinem Atelier.
Georg
aah das mit dem Atelier klingt so gut… toll!
Gaga
da sind jetzt ja auch die Gaga Nielsen-Regiestühle…. und zwei Fotografien, die dich zeigen, haben einen Ehrenplatz, aber weniger aus Sentimentalität, sondern weil sie einfach so gut sind ;-)
Georg
Also ich denke halt oft auch über die Fehler nach, bzw. die Umstände, warum gewisse Dinge sich wie entwickelt haben und so geschehen sind. Oftmals nicht optimal. Nein, sogar richtig scheisse. Mit Schmerzen. Und ob das noch immer als ein Teil eines grösseren Ganzen gelten darf, welches dann irgendwann doch noch zum Ausdruck kommt, und dann alles was zuvor war, liebevoll und schlüssig integrieren kann. Sehr gerne würde ich schauen, was sich in den nächsten Jahren noch entwickeln kann. Die Zeit läuft, also mit lang drüber nachdenken ist es eigentlich auch vorbei. Schlingensiefs machen machen machen! kommt mir da wieder in den Sinn. Das Feld in unserer Generation lichtet sich ja auch immer mehr. Vielleicht kommt es jetzt (szenemäßig) in Berlin auch wieder zu neuen Fusionen! Ich hab auch einen Plan, ein Ziel, dass ich hier jetzt lieber noch nicht ausbreiten möchte, das erzähle ich Dir dann lieber erstmal privat. Aber ja, alles was Du schreibst gibt mir zu denken, und inspiriert. Und das war schon immer die Essenz unserer Verbindung. …sollte man was draus machen solange es noch geht ;-) <3
Falls du das abdruckst, mach bitte noch ein paar Korrekturen an den Drehern usw. – danke und gute Nacht
P.S. Inspiration als Essenz der Verbindung ist gemeint. Nicht das Denken. Viel denken mussten wir in unserem Flow ja gar nicht. Das war eher das pure Sein und Schöpfen…ohne Denken…da hat ja eher das Universum für uns gedacht. hehe
Gaga
ja, so war das – gute Nacht, Georg
Georg
Manchmal versagt ein Universum halt auch. ;-)
Gute Nacht
Gaga
ich hab die zweite Platte übrigens nie gehört, nur gesehen
Georg
ich hab sie seitdem auch nicht mehr gehört. die erste aber auch nicht. Mir bumms. Hab noch ein drittes Album vorbereitet, mache ich nächstes Jahr fertig und dann wars das mit Rückert. Nach dem zweiten Album war ich durch, Lust kaputt. Zu viele schlechte Gigs, blödes Album, Sackgasse. Da war dann bei mir das Feuer auch gelöscht.
Gaga
alles sehr weit weg, auch für mich, aber dennoch sind auf meiner Lieblingsplaylist ca. 3, 4 Songs… mein Live-Mitschnitt von Widerspruch aus der Brotfabrik, die Audiospur meines Videos, Dschellaladin, Schwesterbraut und evt. noch eins, das mir gerade entfallen ist.
24. Oktober 2018
The Doors Alive im Quasimodo. Hat mans mal gesehen. Der Brite Mike Griffioen gibt Jim Morrison, Norbert Varga spielt Ray Manzarek. Auch ein Gitarrist, Baz Meyer und ein Drummer, Buzz Allan sind mit dabei. Die Gruppe wird gerne als die überzeugendste Doors-Coverband bezeichnet, wobei man schon sagen muss, dass die äußerlichen Eckdaten des Sängers, inclusive des Schnitts seiner Lederhose schon gut für die Rolle geeignet sind. Auch die Stimmlage und Stimmfarbe und der Gesang sind verblüffend. Er gibt auch sehr viel im Rahmen seiner Möglichkeiten, aber als Reinkarnation würde ich das nicht bezeichnen wollen. Jenny, die mitkam, fand ihn total ausstrahlungsarm, Ina hat sich auf die musikalischen Wiedererkennungseffekte konzentriert, wir haben schon auch getanzt, aber der richtige Drive oder gar Magie wollte sich nicht einstellen. Dafür hätte es ein paar Drogen gebraucht, die nicht verfügbar waren. Jenny hat eine ganze Weile nach dem passenden Wort gesucht, das bezeichnet, in welchem Ausmaß Mike Griffioen Jim Morrisons Performance verinnerlicht hat, es wollte ihr nicht einfallen. Ich machte Angebote: „adaptiert“? „absorbiert“? „inhaliert“?. Sie schwankte. Der Sound war recht undifferenziert gemischt, um nicht zu sagen versuppt, und so ganz aufeinander eingespielt war die Rhythmusabteilung auch nicht. War dennoch ein launiger Abend. Ich fragte mich allerdings, ob die echten Doors nicht vielleicht auch vom Tempo her ein bißchen behäbig waren, manche Rhythmen sind arg schunkelig. Der Kult beruht schon stark auf dem Charisma von Jim Morrison und den absoluten super Hits wie „Light my Fire“, „Riders on the Storm“, „The End“ oder „Spanisch Caravan“ oder „She lives on Love Street“ und dem „Alabama Song“. Schon großartige Nummern. Reicht ja auch, so sechs, sieben Songs im Rock-Olymp. Was ich allerdings ganz klar als Erkenntnis mitgenommen habe, ist das Potenzial der Frontmann-Pose von Jim Morrison als Role Model. Rocksänger, die sich stehenderweise auf der Bühne, ohne umgehängte Gitarre ein wenig verloren fühlen, sollten sich einfach mit einem kraftvollen Griff mit beiden Händen am Mikro festhalten, das hat so eine subtile Erotik und erfordert auch keinerlei tänzerisches Können. Das sollte eigentlich jeder hinkriegen. Nur mal so als Tipp. Jedenfalls besser, als mit den Händen in den Hosentaschen auf der Bühne zu stehen. Anschließend haben wir noch was in der nahe liegenden Paris Bar getrunken. Am Nachbartisch war ein etwas bizarres Publikum, wie man das beobachtenderweise auch mal amüsant finden kann, zeitweise. Darunter eine schrille Dame mit Schlauchbootlippen und Polizeimütze und anstrengender Tonlage. Aber das Bier war o.k. Obwohl es spät war, wurde diesmal nicht geraucht. Lag daran, dass Michel Würthle nicht da war, der sonst den Auftakt macht, und dem sich dann der Rest anschließt. Aber dann wäre der Abend sicher noch länger geworden. Beim Gehen traf ich auf den Fotografen André Rival mit lustiger Mütze, lange nicht mehr gesehen. Er hatte mitbekommen, als ich erzählte, warum mir die Lust am Fotografieren vorläufig abhanden gekommen ist, und ich wieder male, er schien es zu verstehen. Die paar Schnappschüsse hier sind eher beiläufig, ohne echtes Herzblut entstanden. Kein sentimentales Archiv.
19. Oktober 2018
Wunderbare Doku über Danielle de Picciotto und Alexander Hacke. Dreimal hintereinander gesehen, jedes mal wieder etwas Neues entdeckt. Ich mag die beiden sehr.
16. Oktober 2018
auch so ein schöner Abend, wir haben so viel gelacht. Farin Urlaub zeigte im Herbst 2010 erstmalig seine Fotografien bei Lumas in den Hackeschen Höfen und lief danach im Hof herum, ließ sich von Fans ansprechen, wir saßen auf einer Steinstufe, tranken Bier und Wein, Jan war auch dabei. Ich rauchte eine, Irina bestimmt auch. Als Farin in unsere Nähe kam, versteckte ich die Zigarette ein bißchen, weil man ja weiß, dass Farin mit Alkohol und Zigaretten nichts anfangen kann, ich wollte keinen schlechten Einruck machen. Irina musste so lachen.
15. Oktober 2018
Irina Rosanowski
*13. Juni 1981
12. Oktober 2018 †
12. Oktober 2018
Noch ein Beifang von meinem Elternbesuch. Sommer 1967 im Garten. Mein großer Bruder von hinten im Planschbecken, meine Tante, Mama, ich, fast zwei Jahre alt, mein Bruder schon fast dreieinhalb. Ich erinnere mich gerne an das aufblasbare Planschbecken, es hatte ein von der Sonne verblichenes knalliges Orange und in der Mitte so ein Indigoblau. Ich mag diese Farbkombination heute noch gerne, und verbinde damit immer ein Gefühl von sorglosen Sommertagen.
Das Bild darunter ist auch im Garten gemacht, mein Bruder bemalt ein Regenwasserbecken. Neben ihm sitzt mein Stief-Großvater Anton, der zweite Mann meiner Oma Alma. Sie hat ihn ein paar Jahre nach dem Tod meines richtigen Großvaters André geheiratet. Ich schaue meinem Bruder zu, das Bild hat mein Vater gemacht. Das andere auch, er hat immer viel und gerne fotografiert. Auf der Rückseite hat meine Mama „1970“ geschrieben, dann wäre ich da erst vierdreiviertel gewesen. Aber das Fotolabor hat ein Datum vom Juli 1972 daraufgedruckt, das ist glaube ich richtiger. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass man zwei Jahre gewartet hat, bis man einen Film entwickelt hat. So sparsam war mein Vater nicht mit den Fotos, man wollte ja auch recht bald sehen, ob es was geworden ist. Also ich glaube, das Foto ist doch eher vom Juli 1972. Ich war zwar schon immer ein großes Kind, aber wie vierdreiviertel sehe ich da nicht aus, oder?
P.S.
vor ein paar Stunden noch einmal das Bild mit dem unklaren Datum mit der Brille auf der Nase angeschaut – und erkannt, dass da ja ein blühender Zweig links ins Bild ragt. Also kein Juli-Bild. Ich erinnere mich, dass an der Stelle ein Birnbaum war, und Birnbäume blühen im April. Also ist es ein Bild aus dem April oder vielleicht auch frühen Mai. Vielleicht also April 1972 oder auch 1971 oder auch doch 1970. Kann doch sein. Es gibt ein Bild von mir mit einer Mini-Schultüte, die ich zum Trost bekam, als mein Bruder in die Schule kam. Das war im September 1970, und da sehe ich genauso groß aus, wie auf dem Bild da oben, die Haare noch ein bißchen länger. Also hat Mama wahrscheinlich doch recht gehabt mit 1970. Ich war eben ein großes Mädchen, auch schon mit viereinhalb.
09. Oktober 2018
Ich gebe zu, es ist derzeit schwierig, mich zu treffen. Ich muss dauernd S-Bahn und U-Bahn fahren, obwohl ich nicht als Kontrolleurin bei der BVG arbeite. Das geht seit ungefähr sieben Wochen so. Wenn überhaupt, wäre es am günstigsten an einer der folgenden Stationen, die ich täglich befahre, ich könnte dann mal kurz (5 – 10 Minuten) die Fahrt für einen Kaffee auf dem Bahnsteig oder schnellen Umtrunk in den Abendstunden in einem Etablissement in unmittelbarer Bahnsteignähe unterbrechen:
Mitte, S-Bahn Hackescher Markt
Mitte, S-Bahn Friedrichstr.
Mitte, S-Bahn Hauptbahnhof
Tiergarten, S-Bahn Bellevue
Charlottenburg, S/U-Bahn Zoologischer Garten
Charlottenburg, U-Bahn Kurfürstendamm
Wilmersdorf, U-Bahn Spichernstr.
Wilmersdorf, U-Bahn Güntzelstr.
Wilmersdorf, U-Bahn Berliner Str.
Wilmersdorf, S/U-Bahn Bundesplatz
Schöneberg, S-Bahn Innsbrucker Platz
Schöneberg, S-Bahn Schöneberg
Schöneberg, S-Bahn Südkreuz
Tempelhof, S-Bahn Tempelhof
Neukölln, S/U-Bahn Hermannstr.
Neukölln, U-Bahn Leinestr.
Neukölln, U-Bahn Boddinstr.
Neukölln, U-Bahn Hermannplatz
Kreuzberg, U-Bahn Schönleinstr.
Kreuzberg, U-Bahn Kottbusser Tor
Kreuzberg, U-Bahn Moritzplatz
Mitte, U-Bahn Heinrich-Heine-Str.
Mitte, U-Bahn Jannowitzbrücke
Mitte, U-Bahn Alexanderplatz
Mitte, U-Bahn Weinmeisterstr.
02. Oktober 2018
Mama, Velden am Wörthersee, September 1961. Am Sonntag beim Besuch bei meinen Eltern in Süddeutschland in einer alten Fotokiste gefunden. Ich habe den Abzug selbst gemacht, im Herbst 1981, 23,8 x 17,7 cm, Hochglanz. Ich hatte mich in der Schule zu einem Kurs angemeldet, in dem man lernte, Fotonegative selbst zu entwickeln und Abzüge zu machen. Ich kramte in den vielen Negativstreifen, die meine Eltern in Schachteln hatten und fand dieses Urlaubsfoto aus Österreich. Auf dem Bild war meine Mama achtzehn und hatte meinen Vater gerade kennengelernt. Sie war mit einer Freundin in den Ferien in Velden am Wörthersee und frisch verliebt. Als ich ihr mit fünfzehn stolz den Abzug präsentierte, war sie ganz aus dem Häuschen, aber nicht vor Begeisterung. Sie fand es unangemessen, dass ich ein Bild von ihr im Unterkleid ausgewählt hatte, das gehörte sich nicht, was sollten die anderen Mitschüler in meinem Fotokurs von ihr denken. Ich fand es aber sehr schön und konnte ihre Reaktion überhaupt nicht verstehen, sie war ja kein bißchen nackig. Das Bild fängt den Spätsommer so schön ein, mit den Sonnenstrahlen auf dem Fensterladen. Am Sonntag, als ich es aus der Kiste holte und ihr wieder zeigte, lächelte sie erfreut und fand es schön. Sie konnte gar nicht glauben, dass sie vor siebenunddreißig Jahren so unwirsch darauf reagiert hat. In der Kiste war noch ein zweiter, hellerer Abzug davon, den überreichte ich ihr feierlich und sagte ihr, dass sie den haben kann, ich aber den besseren behalte und mitnehme, weil ich das Bild aufhängen will, weil es mir immer noch so gefällt. Es waren drei schöne spätsommerliche Tage bei meinen Eltern, denen es leider nicht mehr so gut geht. Mein Vater wurde am Freitag, dem 28. September sechsundachtzig Jahre alt und er hatte am Wochenende davor einen leichten Schlaganfall, eine Einblutung im Gehirn, er kann sprechen, etwas verzögert, aber es geht. Auch laufen ist möglich. Er hat sich tapfer selbst entlassen und will eine ambulante Reha machen. Ich schlief in meinem alten Zimmer unter dem Dach und hatte nur ganz wackeligen Internetempfang. Aber dafür war ich ja auch nicht da. Es war auch schön, die prächtigen Äpfel mit dem Kescher vom Baum zu holen, so eine schöne Arbeit, wenn die Sonne scheint. Wie die schmecken. Mein Gepäck war ganz schwer, als ich die Rückreise antrat, weil ich so viele Äpfel eingepackt hatte, wie ich nur konnte. Mein Zimmer ist jetzt ein bißchen Abstellkammer geworden, aber ein paar Möbel sind noch von früher da, und viele meiner Jugendbücher. Und die ganzen Bände „Das Beste aus Reader’s Digest“, das meine Eltern abonniert hatten, das habe ich immer gerne gelesen. Das elektrische Piano links vom kleinen Fenster, in der Dachschräge steht da erst, seit mein Neffe Valerian Klavierunterricht hatte, jetzt ist er auch schon groß. Zu meiner Zeit war da leider kein Klavier. Ich muss öfter meine Eltern besuchen. Es ist eine richtige Zeitreise. An einem Nachmittag saßen wir auf der sonnigen Terrasse und mein Vater fing auf einmal an, Verse von Wiener Liedern zu zitieren. Ganz flüssig. „Ich kenn ein kleines Wegerl im Helenental, das ist für alte Ehepaare viel zu schmal. Die Jungen aber müssen eing’hängt geh’n, und das ist schön, und das ist schön. Das Gras, das dorten wachst, macht keine grünen Fleck‘, beim ersten Busserl schau’n sogar die Bäume weg, und kriegen dann als Dank dafür ein Herz mit Jahreszahl, am lieben kleinen Wegerl im Helenental.“ Das hat mich so furchtbar angerührt, dass mir bei „Helental“ die Tränen in die Augen geschossen sind. Weil man ja nicht weiß, wie oft man noch mit seinen Eltern auf der sonnigen Terrasse sitzt und seinen Vater solche Zeilen auswendig aufsagen hört. So versonnen saß er da. Es gibt jetzt einen ICE, der schneller fährt, ich muss ihn bald wieder nehmen.
17. September 2018
t̶o̶̶ ̶̶d̶̶o̶:
F̶l̶̶u̶̶r̶:
B̶̶̶e̶̶t̶̶t̶̶z̶̶e̶̶u̶̶g̶̶ ̶̶b̶̶e̶̶z̶̶i̶̶e̶̶h̶̶e̶̶n̶̶,̶̶ ̶̶i̶̶n̶̶s̶̶ ̶̶r̶̶e̶̶g̶̶a̶̶l̶̶ ̶̶p̶̶a̶̶c̶̶k̶̶e̶̶n̶
Be̶̶t̶̶t̶t̶̶a̶̶s̶̶c̶̶h̶̶e̶̶ ̶̶b̶̶e̶̶s̶̶c̶̶h̶̶r̶̶i̶̶f̶̶t̶̶u̶̶n̶̶g̶̶ ̶̶k̶̶o̶̶r̶̶r̶̶i̶̶g̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶n̶
̶f̶̶o̶̶t̶̶o̶̶l̶̶a̶̶m̶̶p̶̶e̶̶n̶̶s̶̶c̶̶h̶̶i̶̶r̶̶m̶̶ ̶̶z̶̶u̶̶m̶̶ ̶̶s̶̶c̶̶h̶̶e̶̶i̶̶n̶̶w̶̶e̶̶r̶̶f̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶i̶̶n̶̶s̶̶ ̶̶r̶̶e̶̶g̶̶a̶̶l̶̶ ̶̶p̶̶a̶̶c̶̶k̶̶e̶̶n̶
̶s̶̶o̶̶m̶̶m̶̶e̶̶r̶̶i̶̶n̶̶l̶̶e̶̶t̶̶ ̶̶s̶̶c̶̶h̶̶l̶̶a̶̶f̶̶s̶̶a̶̶c̶̶k̶̶ ̶̶u̶̶m̶̶p̶̶a̶̶c̶̶k̶̶e̶̶n̶
̶u̶̶n̶̶s̶̶i̶̶n̶̶n̶̶i̶̶g̶̶e̶̶ ̶̶r̶̶e̶̶g̶̶a̶̶l̶-̶h̶̶a̶̶k̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶v̶̶o̶̶r̶̶n̶̶e̶̶ ̶̶a̶̶b̶̶s̶̶c̶̶h̶̶r̶̶a̶̶u̶̶b̶̶e̶̶n̶̶,̶̶ ̶̶e̶̶v̶̶t̶̶.̶̶ ̶̶h̶̶i̶̶n̶̶t̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶o̶̶b̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶n̶̶e̶̶u̶̶ ̶̶a̶̶n̶̶s̶̶c̶̶h̶̶r̶̶a̶̶u̶̶b̶̶e̶̶n̶
̶d̶̶i̶̶e̶̶ ̶̶v̶̶i̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶o̶̶v̶̶a̶̶l̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶o̶̶b̶̶j̶̶e̶̶k̶̶t̶̶e̶̶,̶̶ ̶̶w̶̶e̶̶n̶̶n̶̶ ̶̶f̶̶e̶̶r̶̶t̶̶i̶̶g̶̶,̶̶ ̶̶s̶̶e̶̶n̶̶k̶̶r̶̶e̶̶c̶̶h̶̶t̶̶ ̶̶a̶̶n̶̶ ̶̶t̶̶ü̶̶r̶̶ ̶̶s̶̶c̶̶h̶̶r̶̶a̶̶u̶̶b̶̶e̶̶n̶̶ ̶(̶h̶̶a̶̶n̶̶d̶̶b̶̶o̶̶h̶̶r̶̶e̶̶r̶̶,̶̶ ̶̶k̶̶l̶̶e̶̶i̶̶n̶̶s̶̶t̶̶e̶̶ ̶̶s̶̶c̶̶h̶̶r̶̶a̶̶u̶̶b̶̶e̶̶n̶)
R̶e̶̶g̶̶a̶̶l̶̶b̶̶r̶̶e̶̶i̶̶t̶̶e̶̶ ̶̶f̶̶ü̶̶r̶̶ ̶̶w̶̶e̶̶i̶̶t̶̶e̶̶r̶̶e̶̶ ̶̶r̶̶e̶̶g̶̶a̶̶l̶̶b̶̶ö̶̶d̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶m̶̶e̶̶s̶̶s̶̶e̶̶n̶̶ ̶
2R̶e̶̶g̶̶a̶̶l̶̶b̶̶r̶̶e̶̶t̶̶t̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶3̶̶0̶̶ ̶̶x̶̶ ̶̶8̶̶0̶̶ ̶̶c̶̶m̶̶ ̶̶i̶̶m̶̶ ̶̶b̶̶a̶̶u̶̶h̶̶a̶̶u̶̶s̶̶ ̶̶a̶̶l̶̶b̶̶o̶̶i̶̶n̶̶s̶̶t̶̶r̶̶.̶̶ ̶̶h̶̶o̶̶l̶̶e̶̶n̶̶,̶̶ ̶̶e̶̶i̶̶n̶̶l̶̶e̶̶g̶̶e̶̶n̶
R̶e̶̶g̶̶a̶̶l̶̶ ̶̶u̶̶n̶̶d̶̶ ̶̶b̶̶a̶̶m̶̶b̶̶u̶̶s̶̶r̶̶o̶̶l̶̶l̶̶o̶̶ ̶̶s̶̶t̶̶r̶̶e̶̶i̶̶c̶̶h̶̶e̶̶n̶
K̶ü̶̶c̶̶h̶̶e̶:
V̶o̶̶r̶̶r̶̶a̶̶t̶̶s̶̶d̶̶o̶̶s̶̶e̶̶ ̶̶m̶̶a̶̶i̶̶s̶̶w̶̶a̶̶f̶̶f̶̶e̶̶l̶̶n̶̶ ̶̶e̶̶i̶̶n̶̶r̶̶ä̶̶u̶̶m̶̶e̶̶n̶ n̶a̶̶c̶̶h̶̶f̶̶ü̶̶l̶̶l̶̶e̶̶n̶
S̶c̶̶h̶̶r̶̶a̶̶n̶̶k̶̶t̶̶ü̶̶r̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶d̶̶c̶-̶f̶̶i̶̶x̶̶ ̶(̶w̶̶e̶̶i̶̶ß̶̶,̶̶ ̶̶l̶̶a̶̶c̶̶k̶)̶ ̶̶b̶̶e̶̶k̶̶l̶̶e̶̶b̶̶e̶̶n̶, S̶p̶̶i̶̶e̶̶g̶̶e̶̶l̶̶b̶̶a̶̶h̶̶n̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶2̶̶ ̶̶u̶̶n̶̶d̶̶ ̶̶3̶̶
M̶ü̶̶l̶̶l̶̶e̶̶i̶̶m̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶d̶̶c̶-̶f̶̶i̶̶x̶̶ ̶(̶s̶̶p̶̶i̶̶e̶̶g̶̶e̶̶l̶)̶ ̶̶b̶̶e̶̶k̶̶l̶̶e̶̶b̶̶e̶̶n̶
h̶ä̶̶s̶̶s̶̶l̶̶i̶̶c̶̶h̶̶e̶̶ ̶̶p̶̶f̶̶a̶̶n̶̶n̶̶e̶̶ ̶̶v̶̶o̶̶m̶̶ ̶̶v̶̶o̶̶r̶̶m̶̶i̶̶e̶̶t̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶w̶̶e̶̶g̶̶s̶̶c̶̶h̶̶m̶̶e̶̶i̶̶ß̶̶e̶̶n̶
He̶̶r̶̶d̶̶s̶̶c̶̶h̶̶u̶̶b̶̶l̶̶a̶̶d̶̶e̶̶ ̶̶p̶̶u̶̶t̶̶z̶̶e̶̶n̶̶,̶̶ ̶̶e̶̶i̶̶n̶̶r̶̶ä̶̶u̶̶m̶̶e̶̶n̶
H̶a̶̶v̶̶e̶̶l̶-̶p̶̶e̶̶r̶̶l̶̶m̶̶u̶̶t̶̶t̶̶ ̶̶a̶̶u̶̶f̶̶ ̶̶k̶̶a̶̶d̶̶e̶̶w̶̶e̶-̶z̶̶i̶̶g̶̶a̶̶r̶̶e̶̶t̶̶t̶̶e̶̶n̶̶k̶̶i̶̶s̶̶t̶̶c̶̶h̶̶e̶̶n̶
̶a̶̶l̶̶t̶̶e̶̶s̶̶ ̶̶k̶̶a̶̶f̶̶f̶̶e̶̶e̶̶p̶̶u̶̶l̶̶v̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶i̶̶n̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶m̶̶ü̶̶l̶̶l̶, ̶f̶̶r̶̶i̶̶s̶̶c̶̶h̶̶e̶̶s̶̶ ̶̶i̶̶n̶ ̶d̶̶i̶̶e̶̶ ̶̶d̶̶o̶̶s̶̶e̶
F̶e̶̶n̶̶s̶̶t̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶p̶̶u̶̶t̶̶z̶̶e̶̶n̶̶ ̶(̶4̶̶ ̶̶f̶̶e̶̶n̶̶s̶̶t̶̶e̶̶r̶̶s̶̶c̶̶h̶̶e̶̶i̶̶b̶̶e̶̶n̶̶!̶)
S̶i̶̶l̶̶b̶̶e̶̶r̶-̶o̶̶b̶̶s̶̶t̶̶s̶̶c̶̶h̶̶a̶̶l̶̶e̶̶ ̶̶p̶̶u̶̶t̶̶z̶̶e̶̶n̶̶ ̶(̶e̶̶i̶̶l̶̶t̶̶ ̶̶n̶̶i̶̶c̶̶h̶̶t̶)
g̶r̶̶o̶̶ß̶̶e̶̶s̶̶ ̶̶z̶̶i̶̶m̶̶m̶̶e̶̶r̶:
I̶s̶̶o̶̶m̶̶a̶̶t̶̶t̶̶e̶̶n̶̶b̶̶e̶̶u̶̶t̶̶e̶̶l̶̶ ̶̶h̶̶e̶̶r̶̶v̶̶o̶̶r̶̶h̶̶o̶̶l̶̶e̶̶n̶̶,̶̶ ̶̶s̶̶o̶̶m̶̶m̶̶e̶̶r̶̶i̶̶n̶̶l̶̶e̶̶t̶̶ ̶̶s̶̶c̶̶h̶̶l̶̶a̶̶f̶̶s̶̶a̶̶c̶̶k̶̶ ̶̶r̶̶e̶̶i̶̶n̶̶p̶̶a̶̶c̶̶k̶̶e̶̶n̶
Z̶e̶̶u̶̶g̶̶ ̶̶w̶̶i̶̶e̶̶ ̶̶v̶̶o̶̶r̶̶b̶̶e̶̶r̶̶e̶̶i̶̶t̶̶e̶̶t̶̶ ̶̶a̶̶u̶̶f̶̶ ̶̶ ̶̶s̶̶p̶̶i̶̶e̶̶g̶̶e̶̶l̶̶o̶̶v̶̶a̶̶l̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶a̶̶u̶̶f̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶m̶̶ ̶̶b̶̶o̶̶d̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶f̶̶i̶̶x̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶n̶̶ ̶(̶a̶̶u̶̶g̶̶u̶̶s̶̶t̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶s̶̶t̶̶a̶̶r̶̶k̶̶e̶-̶k̶̶l̶̶e̶̶b̶̶e̶̶r̶̶!̶)̶,̶̶ ̶̶s̶̶p̶̶i̶̶e̶̶g̶̶e̶̶l̶̶f̶̶l̶̶ä̶̶c̶̶h̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶p̶̶o̶̶l̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶n̶
̶e̶̶b̶̶r̶̶a̶̶s̶̶t̶̶u̶̶h̶̶l̶̶ ̶̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶d̶-̶c̶-̶f̶̶i̶̶x̶̶ ̶̶s̶̶p̶̶i̶̶e̶̶g̶̶e̶̶l̶̶ ̶̶b̶̶e̶̶k̶̶l̶̶e̶̶b̶̶e̶̶n̶
d̶r̶̶i̶̶t̶̶t̶̶e̶̶s̶̶ ̶̶f̶̶e̶̶u̶̶e̶̶r̶̶z̶̶e̶̶u̶̶g̶
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A̶u̶̶g̶̶e̶̶ ̶̶r̶̶e̶̶p̶̶a̶̶r̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶n̶̶ ̶(̶u̶̶h̶̶u̶-̶b̶̶a̶̶s̶̶t̶̶e̶̶l̶̶k̶̶l̶̶e̶̶b̶̶e̶̶r̶)
̶s̶̶ä̶̶u̶̶l̶̶e̶̶ ̶̶f̶̶ü̶̶r̶̶ ̶̶a̶̶u̶̶g̶̶e̶̶ ̶̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶d̶̶c̶-̶f̶̶i̶̶x̶̶ ̶(̶w̶̶e̶̶i̶̶ß̶̶,̶̶ ̶̶l̶̶a̶̶c̶̶k̶)̶ ̶̶b̶̶e̶̶k̶̶l̶̶e̶̶b̶̶e̶̶n̶̶,̶̶ ̶̶s̶̶t̶̶a̶̶n̶̶d̶̶f̶̶e̶̶s̶̶t̶̶i̶̶g̶̶k̶̶e̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶k̶̶o̶̶r̶̶r̶̶i̶̶g̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶n̶
A̶u̶̶g̶̶e̶̶ ̶̶a̶̶u̶̶f̶̶ ̶̶s̶̶ä̶̶u̶̶l̶̶e̶̶ ̶̶m̶̶o̶̶n̶̶t̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶n̶
Wa̶̶s̶̶s̶̶e̶̶r̶̶f̶̶a̶̶r̶̶b̶̶e̶̶n̶̶s̶̶c̶̶h̶̶a̶̶c̶̶h̶̶t̶̶e̶̶l̶̶d̶̶e̶̶c̶̶k̶̶e̶̶l̶̶ ̶̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶a̶̶u̶̶g̶̶u̶̶s̶̶t̶-̶d̶̶e̶̶r̶-̶s̶̶t̶̶a̶̶r̶̶k̶̶e̶-̶k̶̶l̶̶e̶̶b̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶r̶̶e̶̶p̶̶a̶̶r̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶n̶
p̶a̶̶t̶̶i̶̶n̶̶i̶̶e̶̶r̶̶t̶̶e̶̶s̶̶ ̶̶g̶̶a̶̶g̶̶a̶-̶a̶̶t̶̶e̶̶l̶̶i̶̶e̶̶r̶-̶s̶̶c̶̶h̶̶i̶̶l̶̶d̶̶ ̶̶v̶̶e̶̶r̶̶g̶̶o̶̶l̶̶d̶̶e̶̶n̶
test̶n̶̶i̶̶c̶̶k̶̶e̶̶r̶̶c̶̶h̶̶e̶̶n̶schlafen
F̶e̶̶n̶̶s̶̶t̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶u̶̶n̶̶d̶̶ ̶̶b̶̶a̶̶l̶̶k̶̶o̶̶n̶̶t̶̶ü̶̶r̶̶ ̶̶p̶̶u̶̶t̶̶z̶̶e̶̶n̶̶ ̶(̶8̶̶ ̶̶f̶̶e̶̶n̶̶s̶̶t̶̶e̶̶r̶̶s̶̶c̶̶h̶̶e̶̶i̶̶b̶̶e̶̶n̶̶!̶)
B̶a̶̶l̶̶k̶̶o̶̶n̶:
T̶r̶̶e̶̶n̶̶n̶̶w̶̶a̶̶n̶̶d̶̶ ̶̶a̶̶n̶̶s̶̶t̶̶r̶̶i̶̶c̶̶h̶̶ ̶̶r̶̶e̶̶p̶̶a̶̶r̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶n̶, ̶e̶̶v̶̶t̶̶.̶̶ ̶̶k̶̶o̶̶m̶̶p̶̶l̶̶e̶̶t̶̶t̶
̶Kü̶̶h̶̶l̶̶h̶̶o̶̶c̶̶k̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶w̶̶̶̶e̶̶̶̶n̶̶̶̶n̶̶̶,̶̶ ̶=̶ ̶̶g̶̶e̶̶l̶̶i̶̶e̶̶f̶̶e̶̶r̶̶t̶̶,̶̶ ̶̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶g̶̶e̶̶t̶̶r̶̶ä̶̶n̶̶k̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶p̶̶o̶̶n̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶n̶
K̶ä̶̶m̶̶m̶̶e̶̶r̶̶c̶̶h̶̶e̶̶n̶:
t̶e̶̶s̶̶t̶̶w̶̶e̶̶i̶̶s̶̶e̶̶ ̶̶k̶̶ü̶̶h̶̶l̶̶k̶̶ü̶̶b̶̶e̶̶l̶̶ ̶(̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶c̶̶k̶̶e̶̶l̶̶)̶ ̶̶a̶̶m̶̶ ̶̶a̶̶u̶̶ß̶̶e̶̶n̶-̶f̶̶e̶̶n̶̶s̶̶t̶̶e̶̶r̶̶b̶̶r̶̶e̶̶t̶̶t̶̶ ̶̶m̶̶o̶̶n̶̶t̶̶i̶̶e̶̶r̶̶t̶̶,̶̶ ̶H̶a̶̶l̶̶t̶̶e̶̶r̶̶u̶̶n̶̶g̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶w̶̶e̶̶i̶̶ß̶̶ ̶̶l̶̶a̶̶c̶̶k̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶n̶̶,̶̶ ̶̶f̶̶r̶̶o̶̶n̶̶t̶̶s̶̶e̶̶i̶̶t̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶f̶̶a̶̶s̶̶s̶̶a̶̶d̶̶e̶̶n̶̶f̶̶a̶̶r̶̶b̶̶e̶̶ ̶̶k̶̶a̶̶s̶̶c̶̶h̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶n̶
B̶a̶̶d̶:
N̶i̶̶v̶̶e̶̶a̶̶ ̶̶m̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶h̶̶a̶̶u̶̶t̶̶c̶̶r̶̶e̶̶m̶̶e̶, ̶n̶̶e̶̶u̶̶e̶̶s̶̶ ̶̶d̶̶e̶̶o̶̶ ̶̶u̶̶̶̶n̶̶̶̶d̶̶̶̶ ̶̶̶̶s̶̶̶̶c̶̶̶̶h̶̶̶̶m̶̶̶̶i̶̶̶̶n̶̶̶̶k̶̶̶̶z̶̶̶̶e̶̶̶̶u̶̶̶̶g̶̶̶ ̶̶m̶̶i̶̶t̶̶n̶̶e̶̶h̶̶m̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶u̶̶n̶̶d̶̶ ̶̶i̶̶r̶̶g̶̶e̶̶n̶̶d̶̶w̶̶o̶̶h̶̶i̶̶n̶̶ ̶̶s̶̶t̶̶e̶̶l̶̶l̶̶e̶̶n̶
̶n̶̶e̶̶u̶̶e̶̶ ̶̶r̶̶o̶̶l̶̶l̶̶e̶̶ ̶̶k̶̶l̶̶o̶̶p̶̶a̶̶p̶̶i̶̶e̶̶r̶
A̶b̶̶f̶̶l̶̶u̶̶s̶̶s̶̶r̶̶o̶̶h̶̶r̶-̶a̶̶b̶̶l̶̶a̶̶g̶̶e̶̶b̶̶r̶̶e̶̶t̶̶t̶̶ ̶̶a̶̶u̶̶s̶̶ ̶̶l̶̶ ̶-̶ ̶̶r̶-̶s̶̶c̶̶h̶̶i̶̶l̶̶d̶̶ ̶̶z̶̶u̶̶s̶̶c̶̶h̶̶n̶̶e̶̶i̶̶d̶̶e̶̶n̶̶,̶̶ ̶̶m̶̶i̶̶t̶̶ ̶̶f̶̶o̶̶l̶̶i̶̶e̶̶ ̶̶b̶̶e̶̶z̶̶i̶̶e̶̶h̶̶e̶̶n̶̶ ̶(̶w̶̶e̶̶i̶̶ß̶̶ ̶̶o̶̶d̶̶e̶̶r̶̶ ̶̶s̶̶p̶̶i̶̶e̶̶g̶̶e̶̶l̶̶,̶̶ ̶̶t̶̶e̶̶s̶̶t̶̶e̶̶n̶), f̶i̶̶x̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶n̶
E̶n̶̶d̶̶e̶̶n̶̶ ̶̶d̶̶u̶̶s̶̶c̶̶h̶̶v̶̶o̶̶r̶̶h̶̶a̶̶n̶̶g̶̶s̶̶t̶̶a̶̶n̶̶g̶̶e̶̶ ̶̶l̶̶a̶̶c̶̶k̶̶i̶̶e̶̶r̶̶e̶̶n̶
̶te̶̶s̶̶t̶̶d̶̶u̶̶s̶̶c̶̶h̶̶e̶̶n̶
10. September 2018
Das war ein umtriebiges Wochenende. Ich wäre eigentlich an beiden Tagen gerne in mein Atelier gefahren, um weiter herumzuräumen, schauen welche Farben eingetrocknet sind, und was sich eigentlich in den Kartons in dem Regal im Flur befindet. Ich habe es vergessen. Könnten Verlängerungskabel sein, aber auch Materialien, die ich verarbeiten wollte. Wahrscheinlich beides. Bin schon sehr weit fortgeschritten mit meinen Ausgrabungsarbeiten, erstaunliche Sachen gefunden. Es sieht auch schon sehr ordentlich aus. Aber ich habe am Wochenende keinen Fuß dahingesetzt, sondern war an beiden Tagen in Charlottenburg unterwegs.
Am Samstag ausgeschlafen und gesonnt und dann fertig gemacht für meinen Besuch einer Veranstaltung vom Eldaring zur Langen Nacht der Religionen. Duke hatte dort eine Lesung und ich wollte ihn mal wiedersehen, zumal er in den letzten Monaten mit einer besorgniserregenden Netzhautablösung kämpfte. Alleine, dass er überhaupt schon wieder lesen kann, ist so ein Glück, darauf wollte ich mit ihm anstoßen. Außerdem war auch Luci van Org da, auf die ich neugierig war, und die immer noch superlange Haare hat, fast wie damals als sie ihren Hit „Weil ich ein Mädchen bin“ hatte und außerdem supernett ist. Hat mich aber auch nicht überrascht, denn sie hat am ersten September Geburtstag, wie ich! Duke und Luci haben zusammen ein Buch herausgebracht, „Der Sonnenglanz“, Duke hat die Texte geschrieben und Luci sehr sinnliche Illustrationen gezaubert. Die beiden sind gut Freund mit dem germanischen Götter-Pantheon, darum ging es auch in den Lesungen und Vorträgen. Sehr unterhaltsam. Einer, auch ein Buchautor, Andreas Mang, hielt einen Vortrag zum Thema Opferkulte in verschiedenen Religionen und natürlich im Heidentum. Da kursieren ja viele wirre Informationen und Traditionen, das hat er launig und kompetent ein bißchen auseinanderklamüsert. Luci erzählte, dass sie sich früher sehr engagiert um das Christentum bemüht hat, aber ein Heimatgefühl erst erfahren hat, als sie in die neun Welten der germanischen Götter eintauchte. Ein sehr schöner Song, den sie später mit Gitarre performte, hieß deshalb auch „Neun Welten“. Duke signierte mir ein Buch und Luci versprach es auch noch zu tun, aber lieber später nach dem „blót“. Ich wusste schon, dass zum Abschluss der Veranstaltung, nach Einbruch der Dunkelheit ein Ritual auf der Wiese vom Mierendorffplatz geplant ist, blót genannt (kann man googeln).
Als ich mit Duke draußen beim Jever saß und wir uns austauschten, kam eine der Veranstaltungsorganisatorinnen und bat, den Ablauf des Rituals kurz zu besprechen. So bekam ich uneingeweihter Weise ein Tutorial, was da genauer von statten gehen würde. Ganz unbekannt waren mir diese rituellen Vorgänge nicht, da ich Anfang des Jahrtausends einige Zeit mit Duke verbracht hatte und durchaus schon mal von Odin und Loki und Thor und Frigg (usw. usf.) gehört hatte. Und auch schon mal Met aus einem Horn getrunken. Aber in ein Ritual in einem veritablen Kreis war ich noch nie involviert, obwohl mich das damals durchaus auch interessiert hätte. Ich wollte mich seinerzeit aber auch nicht aufdrängen. In einem sehr freien Sinne bin ich durchaus auch naturreligiös, ohne aber definierte oder traditionelle Religionsformen dafür zu bemühen. Ich bin da überhaupt sehr tolerant, wie Elvis! Der trug übrigens eine Kette mit einem christlichen Kreuz, einem Davidstern und einem Ankh. Und wenn er mehr darüber gewusst hätte, wäre vielleicht auch noch ein kleiner Thorshammer, der „Mjölnir“ dabei gewesen. Den sieht man recht oft bei den Asatrú, den Asentreuen, so nennen sich die Anhänger der germanischen Götter. Es soll auch rechtsradikale Vollidioten geben, die meinen, sie wären bei diesem Glauben an der richtigen Adresse, aber die kennen offenbar die Gebote nicht. Ein hohes davon ist die Gastfreundschaft und Fremde im eigenen Haus Willkommen zu heißen. Zum Glück gibt es aber jede Menge Asatrú, die ihre Schularbeiten gemacht haben, und gegen die Rechten auf die Barrikaden gehen. Beim Eldaring, wo ich also war, sind Asatrú, die ganz klar Position gegen Neonazis und jegliche rechte Strömungen und Ideologien beziehen. Sonst wäre ich da auch niemals hingegangen, wo sind wir denn! Wie ernst das mit dem Kampf gegen Fremdenfeindlichkeit gemeint ist, habe ich dann in dem wirklich sehr schönen blót erleben dürfen.
Auf der recht großen Wiese vom Mierendorffplatz haben sich alle Teilnehmer der Veranstaltung, die Lust darauf hatten, also alle, in einen Kreis gestellt. In der Mitte war ein symbolisches Feuer aus fünf dicken Kerzen, weil man ja nicht einfach mal so ein offenes Feuer machen kann. Ich wusste durch die kleine Abstimmung beim Bier, dass es drei Runden geben würde, in denen das Horn kreist. Mit Met natürlich, und zwar nicht irgendeiner klebrigen Plörre, wie man sie im Supermarkt im unteren Preissegment findet, sondern ein richtig guter Tropfen, sozusagen die trockene Flaschengärung unter den Honigweinen, vom Winzer des Vertrauens. Klamottenmäßig hatten alle mehr oder weniger Alltagskleidung an, viele Jeans und schwarzes T-Shirt, gerne Thorshammer um den Hals, aber auch ein eleganter schwarzer Anzug war dabei. Ich hatte einen Zebra-Anzug an, Jeans, T-Shirt, Jacke, Tasche – alles Zebra! Also Muster, nicht echt. Sah schon auch irgendwie festlich aus, für meine Begriffe! Luci trug glaube ich eine schwarze Jeans und ein schwarzes Eldaring-Shirt und später beim Ritual noch ein schwarzes Gewand glaube ich. Aber keiner hatte sich irgendwie Harry Potter-mäßig verkleidet und es gab auch keinen Wikingerhelm mit Hörnern auf dem Kopf. Man stellt sich ja so allerhand vor, wenn man es nicht weiß. Aber zurück zum Ritual, also drei Runden mit kreisendem Methorn. Trinken tun sie ja sowieso gerne, die Asatrú. Aber wer nicht! Bei der ersten Runde wurde von jedem ein Gott angerufen, der ihm persönlich nahesteht und darauf das Horn gehoben und zwar unter Verwendung des sehr schönen Wortes – Achtung, jetzt kommt’s: „Heil“. Wer die intellektuellen Kapazitäten besitzt, sich darüber im Klaren zu werden, wie alt und schön dieses Wort in seiner ureigenen Bedeutung ist, das in der doch vergleichsweise kurzen Zeitspanne von 1938 bis 1945 derart vergewaltigt und missbraucht wurde, dass verständlicherweise (!) bis heute Rehabilitationsversuche permanent von expliziter Distanzierung von braunem Kackgedankengut begleitet werden müssen (was ich hiermit unmissverständlich tue, das ist ja wohl klar, wo sind wir denn!), hat meinen Segen!
Aber weiter zum Ritualgedöns. Luci ging vor Start der ersten Runde mit feinem Räucherwerk an allen im Kreis vorbei und fächelte uns zu. Dann wurde ein großes Horn mit dem wirklich sehr gutem Met gefüllt und die – ich nenne sie mal Ritualleiterin – richtete ein paar einleitende Worte an die Götter und den Kreis, wobei sie auch besonders auf den hohen Wert der Gastfreundschaft und Offenheit und Toleranz gegenüber fremden Menschen und Kulturen einging und auch nicht mit Seitenhieben Richtung Chemnitz sparte, wo ja offenkundig so einiges in Unordnung sei. Damit da mal ein bißchen Ordnung einkehrt, und zwar nicht etwa Ordnung im reaktionären Sinne von Kleingeistern und Spießern, sondern im Sinne einer ordentlichen liberalen, weisen Haltung allem Fremden gegenüber. Dazu rief sie Heimdall an und nahm einen Schluck aus dem Horn. Daraufhin raunten die, die das Spielchen schon kannten: „Heil Heimdall!“ Kann sein, dass sie auch noch ein paar Tropfen vom guten Met auf den Boden gesprenkelt hat, als Opfer für die Götter und natürlich speziell Heimdall, damit er noch motivierter an die Arbeit gehen kann! Das Horn wurde weitergereicht und nun kam jeder mal dran. Man konnte sich frei aussuchen, auf wen man trinkt, man hätte theoretisch auch auf Jesus oder den lieben Gott trinken können, da ist man relativ tolerant (ausgenommen ein gewisser ‚Hitler‘, denn der war ja bekanntlich alles andere als göttlich). Es kam dann immer das Echo „Heil Soundso…“ Nach einer Weile hatte ich das Prinzip begriffen und fand daran Gefallen. Einfach mal das schöne alte Wort ganz neu benutzen! Seelenheil darf man ja zum Glück sagen. Ekelhafterweise ist aber das Wort UNheil nicht tabu, dabei sollte das ja wohl das Unwort sein, verdient hätte es das allemal!
Ich wusste dann ja, dass ich nun auch bald dran sein würde, auf wen zu trinken und dachte mir so einen Mix aus, man kann ja auch auf mehrere trinken. Weil ich von früher noch in Erinnerung hatte, dass Frigg eine ganz attraktive Gottheit ist (von der Bedeutung her so ein bißchen das Pendant zu Aphrodite, wenn man jetzt unbedingt einen Vergleich zur Anschaulichkeit braucht), wählte ich diese Göttin für meinen Toast, aber dann fiel mir auch noch Elvis ein! „Heil Frigg! Heil Elvis!“ Weil das ja eine lustige Truppe ist, freuten sich einige, dass endlich mal auf den Gott des Hüftschwungs getrunken wurde. Dann machte Luci wieder eine Räucherrunde und das große Horn wurde erneut gefüllt. Nun waren die Ahnen dran, die schmerzlich vermissten Verstorbenen, das können auch Freunde sein, aber auch Ahnen, die man gar nicht gekannt hat. Jemand, der einen beinflusst hat, der einem wichtig oder nah war und nicht mehr da ist. Ich wusste recht schnell, auf wen ich da trinke, nämlich auf meine Oma Alma. Als ich dran war, habe ich auch noch kurz erklärt warum. Weil sie nämlich immer versucht hat, mich als Kind zum Lachen zu bringen und zwar damit, dass sie Zarah Leander-Lieder gesungen hat, vor allem „Kann denn Liebe Sünde sein“! Auch mit diesem Toast erhielt ich guten Zuspruch. Es war herzerwärmend! Wann steht man schon mal nachts auf einer Wiese in Charlottenburg und trinkt lautstark auf seine Oma und fünfunddreißig Leute (oder so) machen begeistert mit! Die meisten haben bei der Ahnenrunde auch Met auf den Boden gemacht, ich habe es glatt vergessen, er hat aber auch zu gut geschmeckt! Dann gab es noch eine dritte, offene Runde, da hat Duke ein Lied gespielt, das zum Thema passte und währenddessen kreiste das Horn noch einmal. Dann gab es ein Schlusswort der Ritualleiterin, es war schön feierlich, aber von mir aus hätte es noch weiter gehen können. Ich wurde dann herzlich umarmt mit den Worten „tak for blót“. Das war auch schön. Also mir hat es rundherum gefallen. Duke meinte erheitert, das hätte er sich auch nicht träumen lassen, dass er noch mal mit mir ein blót abhält. Daraufhin erhellte ich, dass mich das eigentlich immer schon mal interessiert hätte – „….aber du warst da ja immer sehr distanziert“. Überraschung bei Duke. Er hatte gedacht, ich hielte nichts von seinen Göttern, weil ich mal erläutert hatte, dass das ja eigentlich nur Krücken wären, also im Sinne von Gehhilfen. Womit ich ja außerdem auch recht gehabt hätte. Wie auch immer, es war ein schönes Wiedersehen.
Und am Sonntag war ich dann mit Ina im Cinéma Paris, um den wirklich meisterhaften Dokumentarfilm „Maria by Callas“ zu sehen. Ich war ganz benommen, ergriffen, alles. Ich habe geweint. So eine zarte Seele, was man ja sowieso eigentlich immer schon durch die Stimme hören konnte, aber nun auch ganz persönlich in alten Filmaufnahmen sichtbar wurde. Ich dachte immer, sie wäre irgendwie arroganter, kälter als Mensch gewesen. Der Film läuft nur noch in wenigen Kinos, aber irgendwo findet man ihn, unbedingt anschauen, Zwei Stunden mit altem Filmmaterial, viel Privates darunter, aber auch ganze Arien, live Aufnahmen in Bild und Ton. Und ab und zu die warme Stimme von Eva Mattes, die einige private Briefe von Maria Callas liest, in denen sie Vertrauten ihr Herz ausschüttet. Nur dreiundfünfzig wurde sie, so alt wie ich jetzt bin. Nach den Film gingen wir ins Gartencafé vom Literaturhaus in der Fasanenstraße, noch ein bißchen über den Film und dies und das plaudern, herrliches Spätsommerwetter, ein Eisbecher, Espresso unterm Sonnenschirm.
Und dann mein letzter Programmpunkt des Wochenendes, Albans Werkschau im Kaminzimmer des Literaturhauses, last but not least. Ich war somit schon am richtigen Ort und liebe Freunde und Bekannte trudelten ein. Der ganze Tag im Literaturhaus war Albans Werk gewidmet, das erste Panel hatte ich versäumt, aber beim zweiten und dritten war ich von Anfang bis Ende dabei und war schon wieder ergriffen, diesmal von seiner vierten Elegie. Filigrane Gefühle, Verlust, schmerzhafte Wucht…. Im letzten Teil der Werkschau ging es dann um sein Weblog, die Dschungel. Die Geschichte und die Entwicklung und die Bedeutung für ihn selbst. Gegessen hatten wir schon, ein abschließender Umtrunk führte uns noch in den Diener ums Eck. Wir versäumten die letzte S-Bahn, als wir draußen saßen, ein Smartphone gab irrige Auskunft, das der letzte Zug Richtung Alex 1:17 Uhr fährt, aber vielleicht war auch die Frage falsch. Dann nahmen wir gemeinsam den Nachtbus vom Zoo. Lange nicht mehr gemacht. Am Hackeschen Markt zum Abschied geherzt. Daheim die Bilder angeschaut, ein kleiner Nachtimbiss, ein letztes Glas, vier Bilder an Alban geschickt. Es gibt schon welche von Alban und Elvira, und vom Samstag von Duke und Luci, Meine Leser haben ja Phantasie.
06. September 2018
Sendehinweis: 8. September 2018, 12.04 – 13.00 Uhr WDR 3
Asta und Frede – Oder: Guten Morgen Frau Nielsen. Mit über 70 telefonierte sie regelmäßig mit einem ihrer Verehrer, der alle ihre Gespräche aufzeichnete.
05. September 2018
03. September 2018
02. September 2018
Heute Abend gehe ich (alleine) zur letzten Show vom Elvis-Musical im Estrel, weil ich z. Z. Elvis-Wissenschaften studiere und der Impersonator Grahame Patrick, als der beste weltweit gilt, ein Ire. Außerdem singt eine Gospeltruppe als Begleitung, das Stamps Quartet, vier Männer, die auch schon mit Elvis in Las Vegas gespielt haben und mit ihm mehrfach getourt sind. Ist zwar nur noch einer dabei, der zur Urbesetzung gehört, aber der ist hellauf begeistert von dem irischen Elvis. Fängt schon um 19 Uhr an, gibt noch Tickets, hab gerade telefonisch eins reserviert!
01. September 2018
Natur! Ich war in der Natur. Heute Nachmittag im Karl Foerster Garten. Anschließend Eis essen (Schwedenbecher!) Nun aber wieder die Freuden der Stadt genießen, und zwar mit dem Berlin Beat Club im Ricki. Beat-Tanz-Party! Hab noch nix an, aber das wird sich noch ändern, versprochen!
01. September 2018
was zieh ich bloß an??? Ich möchte ungern ein Kleid tragen, das ich schon mal bei ähnlicher Gelegenheit getragen habe. Die Leute merken das und dann steht es morgen in der Bunten!
26. August 2018
Meine letzte Google-Suche „welcher Tag ist heute“. Erster Tag auf dem Balkon seit Wochen. Unten im Park tragen die Menschen noch T-Shirts, die Ärmel sind länger. Ich nix. Jetzt kommt mein Sommer. Hier oben ist eine andere Zeit- und Klimazone. Gestern im Atelier, Rollos angebracht, bißchen geräumt. Gerade letztes Bild fertig. Keine Untergründe mehr hier, keine Hinterlassenschaften, keine Metallteile, die zu schade zum Wegwerfen sind. Im Atelier will ich die Fenster endlich mal wieder putzen. Und malern, die kleine Kammer. Dann den großen zugeschnittenen Schaumstoffblock, mit elektrischem Pink neu bezogen, wieder zurück ins Kämmerchen, nimmt viel Platz im großen Raum. Erst malern, dann malen. Wieder auf richtige Leinwände, so viele da, in verschiedenen Größen. Rund sechzig Teile sind seit April entstanden, kleine und größere Bilder, Objekte, gemalte, geklebte, vergoldete. Eingeweide alter Kameras, Adapter, Router, Kabel. Die Untergründe Fundsachen, flache und säulenförmige Verpackungsschachteln. Nach einer Weile merkt man, die flachen sind nicht so plan, wie man es gerne dauerhaft hätte, bekommen eine Biegung, die es nicht braucht. Aber jetzt bin ich ja damit fertig. Ein paar letzte Linien mit Weiß auf Schwarz auf dem Balkon auf der Südseite. Sie ist immer noch da, die Sonne. Ich signiere das Teil jetzt. Dafür brauchte ich das Datum, daher die Google-Suche.
24. August 2018
20. August 2018
The Doors Alive …beste Doors-Tribute-Band, gibt noch Tickets! The Doors Alive | Berlin – Quasimodo Club (die drei Tickets sind für Ina, Jenny und mich.) Kommt doch auch!
18. August 2018

„Before Elvis, everything was in black and white. Then came Elvis. Zoom, glorious Technicolor.“ Keith Richards
18. August 2018

„The highlight of my career? That’s easy, Elvis recording one of my songs.“ Bob Dylan
16. August 2018
Elvis ist tot. Und Madonna ist Sechzig. Am 16. August 1977, heute vor einundvierzig Jahren, brach Elvis in seinem Badezimmer zusammen. Ich kann mich diffus an die Nachricht auf allen Radiosendern und in den Fernsehnachrichten erinnern. Es gab nur noch dieses Thema, als ob die Welt von einem Moment zu anderem in Schockstarre gefallen wäre. Das war niemandem gleichgültig. Er war der größte Star auf der Erde, der einem einfiel. Selbst als es ihm nicht mehr so gut ging, er an Gewicht zulegte, nicht mehr ganz so schön war. Elvis war ein Gigant. Der Ruhm war durch nichts mehr auslöschbar und ist es bis heute nicht. Ich hatte als größeres Kind, als ich schon meinen ersten eigenen Dual-Plattenspieler hatte, ein Doppel-Album von Elvis mit seinen größten Hits, das habe ich ganz, ganz oft gehört. Ich schätze, ich war so ungefähr Neun oder Zehn. Als die Todesnachricht kam, war er nicht mehr ganz so präsent auf meinem Plattenspieler, ich war ja immerhin fast schon Zwölf und mein Musikgeschmack hatte sich in andere Richtungen entwickelt, aber ich mochte ihn immer noch und war dementsprechend geschockt. Ich erinnere mich an ein so taumelndes Gefühl, als ob sich etwas auflöst und die Zeit stillsteht, als ob eine neue Zeitrechnung beginnen müsste. Vor und nach Elvis. Vor und nach den Dinosauriern. Ich hatte eine Weile auch ein kleines Elvis-Poster mit (aufgedruckter) Unterschrift aus der Bravo und vielleicht sogar den zweiten Elvis-Starschnitt von 1978, aber das weiß ich nicht mehr so genau, ich hatte viele Bravo-Starschnitte. Ich war eine fleißige Sammlerin und mochte viele Stars, die einem in kleinen Schnipseln zum Zusammenkleben im Heft geliefert wurden. Was für eine hübsche Idee. Gibt es eigentlich noch Starschnitte?
Jedenfalls habe ich mich ewig nicht mit Elvis beschäftigt, aber neulich fand ich diese schöne neue Doku in der ARD-Mediathek und die Tage waren so wahnsinnig heiß, dass ich keinen Fuß auf den Balkon oder vor die Tür setzen wollte und vertiefte mich im abgedunkelten Zimmer in alle Dokumentationen über Elvis, die auf youtube und sonstwo vorhanden sind. Dabei wurde die Erinnerung an den Todeshergang aufgefrischt. Ich schaute mir sämtliche Berichte über Graceland an und könnte mich nun wohl schlafwandlerisch durch die Räume bewegen, außer die obere Etage. Denn die ist seit seinem Tod gesperrt. Die eigentlich sagenumwobensten Räume können nur von Familienmitgliedern und Bediensteten betreten werden, es gibt keine aktuellen Fotografien der Räume. Sein Schlafzimmer und das Badezimmer, in dem er starb, befinden sich oben. Auch ein Arbeitszimmer und das Kinderzimmer von Lisa Marie. Also eine ganze Reihe von Räumen, die unter Verschluss sind. Sogar Bill Clinton wurde, als er noch Präsident der Vereinigten Staaten war, der Zutritt verwehrt, obwohl er sehr darum bat. Demzufolge wird jeder Hinweis, dass die obere Etage doch einmal jemand gesehen hat, in Elvis-Fan-Foren heiß diskutiert. Als Nicolas Cage mit Lisa Marie Presley verheiratet war, soll er sich einmal auf das Bett von Elvis gelegt haben. Er hat wohl damit angegeben, ein Bild gibt es davon nicht. Ein paar wenige verrauschte alte Fotos der oberen Räume schwirren durchs Netz. Es wird vermutet, dass die Räume in einem Biopic aus den frühen Achtzigern zu sehen sind, bei dem Priscilla Presley als Co-Produzentin involviert war, sie hatte ja die Möglichkeit, die Räume für Dreharbeiten freizugeben, laut IMDb wurde tatsächlich in Graceland gedreht. Es wäre ja auch günstiger, den Originalschauplatz zu nutzen, als einen aufwändigen Nachbau herzustellen.
Elvis hat zu Lebzeiten Fans gelegentlich gestattet, ihn in Graceland zu besuchen, aber diese Besuche fanden auschließlich in den unteren Räumen statt, die oberen waren für Fans tabu. In diesem Sinne haben Priscilla und Lisa Marie Presley entschieden, auch nach seinem Tod nur den unteren Bereich zugänglich zu machen. Manche Räume im unteren Bereich sind ganz schön, andere möchte man nicht geschenkt. Das Zimmer mit dem Billardtisch gefällt mir am besten und das Multimediazimmer in Schwarz und Gelb, mit mehreren in die Wand eingebauten TV-Monitoren nebeneinander. Siebziger-Jahre-Schick und für damals High Tech. Elvis wäre heute sicher ein absoluter Internet-Freak und hätte immer die Nase vorn, er liebte die modernsten technischen Spielereien. Außerdem konnte er tanzen. Und singen. Und überhaupt. Und hatte Herz. Elvis war toll. Auch wenn er manchmal in den Fernseher geschossen hat, wenn ihm das Programm nicht gefiel. Ich bin gerade wieder ein bißchen frisch verliebt in Elvis. Zum Glück ist er unsterblich. Der König ist tot, es lebe der König. ELVIS FOREVER

14. August 2018
12. August 2018
Gerne schalten Sie heute Abend Ihr Empfangsgerät ein, zur neuen Folge aus der beliebten Reihe Terra X: „Der große Bluff“. Um 19:30 Uhr im ZDF. Heute unter anderem mit Gaga Nielsen. Und zwar in der dritten Geschichte, so gegen 20 Uhr über den Hochstapler Franz Tausend. Bevor mein kleiner Auftritt kommt, erscheint auch Ina in zwei Szenen, mit Zwanziger Jahre-Wasser-Wellen-Frisur, sehr schön zurechtgemacht. Sie hatte das Privileg, in einem ansprechenden Abendkleid nur gut auszusehen und interessiert zu gucken, während Franz Tausend schwadroniert. Ich hingegen hatte leider Gottes Text und ein eher biederes Kostüm, denn ich musste ja seriös rüberkommen, als Dolmetscherin der ultimativ belastenden Zeugenaussage. Lieber wäre auch ich im raffinierten Abendkleid vor der Villa Jacobs herumgestanden. Über den Drehtag habe ich ja schon in aller Ausführlichkeit berichtet. Der Film wurde vor vier Wochen schon einmal vorab für die Beteiligten im Garten der Villa Jacobs gezeigt, wo auch ein paar Szenen gedreht worden sind. Es gab auch Essen und Trinken und Musik. Zum Beispiel „Oh Donna Clara, ich hab dich tanzen gesehen“ und andere schöne Weisen. Das Lied ist leider nicht im Film, aber diese Terra-X-Folge ist trotzdem recht sehenswert, weniger wegen mir, sondern weil es überhaupt sehr schön und unterhaltsam dargeboten wird, was die drei portraitierten Hochstapler verbrochen haben. Wenn man in einem Film mitspielt, heißt das ja nicht, dass man alle Darsteller getroffen hat oder alle Szenen kennt. Für mich war das auch größtenteils neu und interessant. Die eine Gespielin von Victor Lustig hätte ich auch gerne gespielt, die muss in der einen Szene nur hinter ihm stehen, so keck in der Hüfte eingeknickt ihre Kurven präsentieren und dabei dekorativ aus der Wäsche gucken. Ich hingegen habe mich mit fünf handbeschriebenen Blättern Text gequält, von denen am Ende (zum Glück!) nur ein Satz übrig geblieben ist. Da gibt man alles und macht und tut, und am Ende bleiben zehn Sekunden und ein Satz übrig. Aber ich habe gelernt, das ist halt so, man muss es nicht persönlich nehmen. Unser Hauptdarsteller, der den Franz Tausend gespielt hat, hatte einen ganz tollen Monolog im Gerichtssaal, wo er herrliche alchimistische Formeln präsentiert hat – davon ist auch nichts mehr übrig geblieben. Und er ist ein richtiger Schauspieler. Ich habe ja nur aus Jux und Tollerei mitgemacht. Heute Abend schauen wir uns den Zinnober noch mal zusammen mit der Crew an und trinken einen. Wen es interessiert, die Folge ist auch in der Mediathek vom ZDF. Viel Vergnügen!
(Szenenbild aus dem Kriminalgericht Moabit)
08. August 2018
37 Grad. Was mir auch nicht einleuchtet, wieso man selber 37 Grad Körpertemperatur hat und dieselbe Außentemperatur nicht als ideal empfindet. Wäre es nicht logisch, dass man unter 37 Grad friert und darüber erst schwitzt? Für mich ist die angenehmste Temperatur zwischen 23 und 27 Grad, mehr wird nicht benötigt. Alles darüber schränkt meine Gehirnfunktion ein. Ich bin keine Pflanze, die sich rund um die Uhr stundenlang darüber freut, ausschließlich zu trinken und in der Sonne zu baden. Gott segne die Klimaanlagen dieser Welt. Am angenehmsten tagsüber ist es, sofern man nicht an einen klimatisierten Arbeitsplatz, ein klimatisiertes Hotelzimmer, einen klimatisierten Supermarkt oder ins Kadewe oder Galeria Kaufhof oder Karstadt oder ins Lafayette oder Kino oder Museum flüchten kann oder will, an folgender Stelle: dem U-Bahnhof-Eingang zur U 8, Weinmeisterstraße, und zwar der an der Ecke Rosenthaler Straße. Direkt unten am Plateau, wo die erste Treppe nach unten aufhört, wo es rechts um die Kurve geht, da weht immer ein ganz herrlicher lauer Wind. Leider ist es vom Ambiente her nicht so schön, es fehlen ansprechende Loungemöbel und Beistelltischchen mit kühlen Getränken. Aber sonst perfektes Klima, ganz ohne Klimaanlage.
Ansonsten ist es auch noch in meinem abgedunkelten Schlafzimmer ganz okay, obwohl direkt unterm Dach. Ich bin nach fast zwanzig Jahren im Dachgeschoss, Profi was Hitze-Abschottung angeht. Man kann es aushalten. Ab Freitag dann wieder meine Lieblingstemperatur. Was mich an der Turbo-Hitze auch einschränkt, ist der mangelnde bzw. wenn überhaupt erst zu sehr später Stunde, so kurz vor Mitternacht kommende Appetit auf alkoholhaltige Getränke. Mir fehlt das Ritual. Ich kann das nicht in derselben Form mit alkoholfreien Getränken zelebrieren. Am liebsten trinke ich als Alternative Tonic. Aber bitte ohne Gin. NUR Tonic. Auch keine Eiswürfel drin, sondern das Getränk selber gut gekühlt. Bei zwei verschiedenen Gelegenheiten passiert: Ich bestelle „Tonic“ und wie selbstverständlich wird Gin dazugekippt. Möglicherweise bin ich die einzige Erdbewohnerin, die Tonic ohne Gin trinkt. Das eine mal im Ballhaus in der Chausseestraße und das andere mal an einem der Getränkestände in der Waldbühne, beim Konzert von Nick Cave. Ich habe die Gin-Tonic-Versionen abgelehnt, es musste neu eingegossen werden. Ich schätze zwar hochkarätige Obstbrände und guten Scotch, aber vermeide es trotzdem weitgehend, weil ich nicht durcheinander trinke. So eine ganze Flasche Williamsbrand oder Whisky an einem Abend wäre mir dann doch nicht das Höchste der Gefühle. Und diese Getränke vertragen sich ja ganz schlecht mit Wein und Champagner. Da wähle ich zu gegebener Stunde lieber Letzteres. Wir befinden uns nun immer noch in der heißesten Tageszeit, die Höchsttemperatur ist jeweils immer zwischen 15 und 18 Uhr und nicht etwa mittags. Erst danach wird es in Zeitlupe weniger warm. Ab 22 Uhr kann man dann schon mal ganz vorsichtig testweise eines der hermetisch verschlossenen und abgedunkelten Fenster öffnen. Aber nur ganz kurz! Ab Mitternacht ist alles erlaubt. Die im wahrsten Sinne des Wortes heiß ersehnten, angenehmsten Stunden des Tages kommen.
06. August 2018
Vorhin auf dem Weg zur S-Bahn auf dem Gehweg in der Sophienstraße ein würfelförmiger offener Karton mit Zeug und rundum laufendem Klebeband „VORSICHT URNE“. War aber keine drin. Habe nur einen kurzen Blick im Vorbeigehen daraufgeworfen. Da man ja nicht ohne weiteres Urnen mit Asche ausgehändigt bekommt, hat sich vielleicht jemand bei Amazon oder Sargladen.com ein hübsches Modell für später bestellt. Oder für eine Tierbestattung. Kleintiere kann man auch im Garten selber beisetzen, wenn sie keine ansteckenden Krankheiten gehabt haben. So ein Klebeband ist schon sehr sinnvoll für den sorgsamen Transport. Neulich Gläser (zum Trinken) bei Amazon bestellt, zwei verschiedene Modelle, je sechs Stück. Der erste Karton hatte drei zerbrochene und drei halbwegs heile, bei einem der heilen fehlte aber auch ein kleiner Zacken am Rand. Meine erste Retoure in vierzehn Jahren Amazon-Bestellungen. Der zweite Karton hatte immerhin nur ein kaputtes Weinglas und fünf brauchbare, nur bei einem fehlte am Fuß ein Zacken. Die Gläser waren in beiden Fällen sehr sorglos gepackt, einfach im handelsüblichen Pappkarton, ohne irgendein Papier oder Luftblasen-Folie zur Polsterung. Da ist der Bruch ja vorprogrammiert. Die zweite Sendung habe ich auch retour geschickt, aber nur jeweils die Scherben und die Originalverpackung. Es wurde auch angegeben, dass man die Ware zurückschicken soll, um eine Erstattung zu erhalten. Die Erstattung wurde aber schon bestätigt, als ich den Karton noch gar nicht auf dem Postweg hatte. Mir kam in den Sinn, dass meine Mama mir neulich am Telefon empört von einer Doku über Amazon-Retouren berichtet hat, dass grundsätzlich alle Retouren vernichtet werden und niemand auf verwertbaren Inhalt prüft. In einem Forum dann gelesen, dass Amazon-Kunden, die Retouren als quasi Modell zur persönlichen Bereicherung praktizieren wollen (also z. B. mit der Begründung, die falsche Ware sei geliefert worden, eine Retoure mit irgendeinem alten Mist aus ihrem Haushalt bestücken), nach einer gewissen Anzahl von Retouren der Account gesperrt wird. Der Otto-Versand in Hamburg hat dagegen ein großes Versandzentrum mit vielen Mitarbeitern, die ausschließlich Retouren prüfen, auf den angegebenen Mangel und auch wieder ins reguläre Sortiment zurücksortieren. Sehr anständig, der Otto-Versand! Beim Otto-Versand hätte ich auch die heilen Gläser in die Retoure gepackt, aber wenn Amazon eh alles wegschmeißt, habe ich kein schlechtes Gewissen, dass ich die heilen Gläser aus dem Bruch aussortiert und meinem Haushalt einverleibt habe. Auf der Amazonseite hab ich dann noch bei der Retoure als Rückmeldung vermerkt, dass die Ware nicht bruchsicher verpackt war. Nicht mal „Vorsicht Glas“ war aufgedruckt. Da lobe ich mir ein Klebeband mit „VORSICHT URNE“.
02. August 2018
„Elvis ist nie außerhalb der USA aufgetreten (…)“ Gucke gerade diese (sophisticated…) Elvis-Doku im Ersten, auch in der Mediathek
01. August 2018
Sagenhafte Neuigkeiten…! Antville übernimmt twoday. <3 Im tiefsten Herzen habe ich mir das gewünscht. Die vergangenen zwei Monate wusste man gar nichts mehr, wieso twoday noch da ist und nun ist es offiziell. So werde ich wohl weiter doppelte Buchführung machen, die gaganielsen.com-Seite will ich jetzt auch nicht mehr wegschmeißen. Danke auch an Don Dahlmann, der das mit einem Kommentar und Dave Kay angeschubst hat, als er im Februar meinen traurigen Eintrag zum angekündigten Ende von twoday las.
26. Juli 2018
20. Juli 2018
so sehenswert – nicht nur weil Maria mitwirkt (aber auch)
16. Juli 2018
Gerald Uhlig lebt nicht mehr. Jetzt erst durch diesen Artikel erfahren, als ich die letzten Nachrichten zur Gas-Havarie in der Auguststraße suchte. Ich wohne in einem der evakuierten sechs Häuser, kam kurz vor Sieben an und bekam keinen Zutritt zu meinem Haus, alles weiträumig gesperrt, Polizei, Feuerwehr. Ein paar Sachen bei Edeka gekauft, Proviant und was ich sowieso brauche, Parkbank gesucht, gefunden, immerhin am Gipsdreieck. Mit älterem Paar ins Gespräch gekommen, sie erzählten, dass sie um halbfünf evakuiert wurden, alle Bewohner mussten die Häuser sofort verlassen. Gegen halbzehn durften wir zurück. Das Paar wohnt wie ich seit 1999 in der jetzigen Mietwohnung, aber seit 1945(!) immer in Nähe der Auguststraße. Schöne Unterhaltung. Ansonsten flanierten nur englisch, niederländisch, französisch, spanisch, russisch, iitalienisch sprechende Menschen an uns vorbei, wirkten überwiegend wie Touristen. War wahrscheinlich auch so. Und jetzt wieder in meinem Adlerhorst und lese, dass Gerald nicht mehr lebt. Seit dem 4. Juli (der Todestag meines Bruders). Er war so kultiviert und herzlich, jemand an den sich alle gerne erinnern, nicht nur weil er uns das Einstein Unter den Linden geschenkt hat. Ich traf ihn einige Male, wir hatten eine ähnlich introvertierte Wellenlänge. Dabei entstanden auch einige Aufnahmen von ihm. Und bei einer Gelegenheit auch mit seiner zu früh verstorbenen, geliebten Frau Mara, es war die Feier zum fünfzehnjährigen Bestehen des Einstein Unter den Linden. Aber das erste mal traf ich ihn vor etwa zehn Jahren, in einer Fotogalerie, und ich wusste gar nichts über ihn. Er war mit André Rival da, mit dem er befreundet war, den kannte ich genauso wenig. Ist jetzt kein sehr angemessener Schluss für einen Nachruf, aber dass ich überhaupt etwas dazu schreiben will, ist schon auch ein Zeichen. Du warst etwas ganz Besonderes, Gerald.
26. Juni 2018
Wie ich einmal auf dem Stoneskonzert war. Viel könnte man schreiben, aber es wurde ja bereits viel geschrieben, nämlich von Ina, Doro, Kavi und mir. Ich hatte die Tickets besorgt, wir verabredeten uns bei mir, um gemeinsam loszuziehen. Aus Faulheitsgründen und natürlich auch wegen der tollen atmosphärischen Dichte und der geschliffenen Formulierungen lasse ich hiermit meine Leser hochexclusiv an unserer Konversation rund um das Ereignis vorher, vor Ort und nachher teilhaben. Bei den in die Konversation verwickelten Damen handelt es sich um vier in Berlin lebende Frauen in der Blüte ihrer Jahre. Der Strang wurde am 15. Juni 2018 eröffnet und endet am 24. Juni 2018. Ina hat die Stones schon mal Ende der Siebziger irgendwo in England live gesehen, ich 1990 in Weißensee und 1995 im Olympiastadion. Für Doro und Kavi war es das erste mal. Ich denke, es ist auch für den einen oder anderen Mann wahnsinnig bereichernd und interessant zu lesen, was uns Frauen wirklich bewegt.
Fünfzehnter Juni 12:25
Gaga
lest mal bitte die Security-Hinweise fürs Stoneskonzert am 22. Juni im Olympiastadion – Taschen dürfen maximal DIN A 5-Format haben: Kamera muss ich gar nicht erst mitnehmen, aber ihr könnte eure smarten Phones mitnehmen, aber ohne Selfiestick!
14:32
Doro
Ein Täschchen darf mit!
Kavi
Danke
Gaga
ja, ein Bauchtäschchen oder ein Brustbeutel oder eine Clutch! Eben gelesen, es herrscht komplettes Taschenverbot, d. h. das DIN A 5-Dings darf kein Koffer sein. Wo ich doch meinen großen Schmink-Koffer mitnehmen wollte! Am besten man nimmt einen Briefumschlag als „Clutch“ mit, dann gibt es keine Diskussion um das A 5-Format!
Di 16:16
Gaga
Liebste Ina, Doro & Kavi! Drehbuch (Vorschlag) für die Anreise zu Mick & Keith am Freitag ins Olympiastadion: Mein Vorschlag: wir treffen uns ALLE VIER vorher bei mir und trinken noch ein Gläschen Schampus zur Einstimmung!) Und fahren von da direkt durch bis Olympiastadion. Ich habe ja die drei Innenraum-Tickets für Doro, Kavi und mich, Ina hat ihres schon. Wenn ihr (Doro und Kavi) mit dem Rad zu mir fahren wollt, könnt ihr euer Fahrrad sicher bei mir auf dem abgeschlossenen Hinterhof abstellen. Ich fürchte, wenn wir uns nicht zusammenschließen, verfehlen wir uns vor Ort im Olympiastadion, das wäre ja ganz schön doof! Einlass ist um 17 Uhr, Showtime Vorgruppe 19:30 Uhr. Was meint ihr, wann wir dort sein sollten? Fußweg von mir zur S-Bahn ist ca. 7 – 10 Minuten, Fahrzeit 25 Minuten. Also von Tür zu Tür von mir zum Olympiastadion ca. 35 Minuten. Ina schlägt vor, um 17:30 Uhr bei mir treffen, wären wir mit ein bißchen rumtrödeln (Ticketübergabe, Umtrunk) ca. 18:30 dort. Ist das zu spät oder okay? War ewig nicht zu einem Konzert im Olympiastadion, aber so organisiert wie das alles daherkommt, wird es doch viele Zugänge geben, wo man dann in einer hoffentlich dynamisch beweglichen Schlange ein bißchen auf den Einlass wartet. WAS MEINT IHR?
Doro
ich hätte ein auto anzubieten, schau gleich mal nach parkplätzen am stadium
Kavi
Daumen hoch
Gaga
ich würde auch mit dem Auto mitfahren, Ina auch (die hat auch eins, will ihres aber stehenlassen) Empfehlung ist aber immer Öffentliche Verkehrsmittel, gibts da oft Stau? Keine Parkplätze? Vermutlich. Ich meine, es GIBT Parkplätze direkt am Olympiastadion, aber die sind vielleicht schon weg, dann, wenn man nicht schon am frühen Nachmittag eintrudelt!
Doro
liebe gaga, gute idee, bin dabei. biete aber mein auto an, das reicht für uns. ot: weiß jemand, ob man im olympiastadium mit einem tribünenticket auch in unseren bereich kommen kann? nehme eventuell jemanden mit, habe mein zweites ticket nicht losbekommen bis jetzt.
biete aber als alternative! meinte ich, mein auto an.
Gaga
ich vermute (vermut, vermut), dass die die versch. Ticketplätze auseinanderdividieren, damit der Innenraum nicht vor Überfüllung platzt, sonst hätten ja viele die Rang-Tickets gekauft, als die Innenraumtickets weg waren, wenn es so zugänglich wäre. Ich glaube früher war das lockerer, ich bilde mir ein, ich hätte Anno 1995 ein Billig-Rangticket gehabt und konnte irgendwie eine Treppe nach unten laufen, aber vielleicht auch nur geträumt. Mir dünkt, hier herrscht militärische Ordnung. Und bitte keine Haustiere mitnehmen, also nicht deine zwei Hühner und drei Meerschweinchen! Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es mit Parkplatz schwierig wird und man vielleicht auch unnötig lange in einem Stau landet, daher präferiere ich die gemeinsame S-Bahnfahrt und wir können auch alle ein Gläschen trinken!
Doro
na gut. für das ticket werde ich aber eventuell einen nutzer mitbringen, mit zwei beinen und volljährig, wenn auch nicht sehr. mal sehn, vielleicht gehts ja auch noch weg, mein (teures, 145€) tribünenticket….
Ina
Lieber ohne Auto, das ist nachher ein Klotz am Bein. Also ich möchte mich vorher bei dir treffen Gaga. Brauch nur ne klare Uhrzeit und bin da…
Gaga
ist der Nutzer auf zwei Beinen mit dir verwandt, liebe Doro? Womöglich einer deiner drei bildhübschen Söhne? Dann darf er natürlich auch mit zu mir kommen, das wäre mir eine Freude!
Also ich habe bis jetzt noch kein Veto gegen sich bei mir treffen vernommen, das ist meines Erachtens gesetzt! Ich bestimme 17:30 bei mir!
Doro
so ist es. mal schaun, wie es kommt! ich komm jedenfalls zu dir.
Gaga
Ja, OHNE AUTO!
ihr könnt natürlich auch schon ein paar Minuten früher bei mir sein, ihr müsst dann nicht vor der Tür warten, bis es 17:30 ist, so gemein bin ich nicht!
Ina
na gut 17 Uhr 21
Gaga
Ina, kannst dein Fahrrad ja auch mitnehmen und einmal um den Block fahren, bis es Punkt 17:21 Uhr ist! Darfst es auch auf meinen Hinterhof parken, zeige mich großzügig! Der hübsche Sohn von Doro natürlich auch!
Doro
die zwillis sind mit 17 noch nicht im richtigen alter für die stones. der große, wäre aber bereit …
Gaga
fein…! Dann kann er später mal damit angeben, dass er die Stones noch live erlebt hat (der countdown läuft… denkt bitte an das große Starsterben Anno 2016!)
Mi 22:49
Kavi
Bist du auf der Schönhauser oder hab ich ne Halluzination gehabt?
Gaga
vielleicht bin ich da lang gelaufen…. vom Kino in der Kulturbrauerei in meine Richtung…. war so im Gespräch, weiß gar nicht mehr…
Fr 09:25
Kavi
Also um 17:30 bei dir? Wann spielen die Alten denn eigentlich?
Gaga
genau 17:30 bei mir. Einlass ist um 17 Uhr, Showtime Vorgruppe 19:30, spielen ca. eine Stunde, dann nochmal Umbaugedöns, Showtime Stones 21 Uhr.
Kavi
Ok
Gaga
wir können schon ein bißchen rumtrödeln bei mir, sollten aber nicht zu spät hin, weil die Einlassschlange für den Innenraum, wo wir sind, sehr lang sein wird.
Doro
Omg! Es wird knapp! Ich wollte doch noch abnehmen und Outfit testen!
Ina
Und Regenjacke mitbringen
Gaga
Doro, du kannst dein Outfit bei mir testen, oder ich geb dir was von mir zum Anziehen, machen wir halt Modenschau. aber „Shapewear“ hab ich nicht, da müssen wir mit Tesapack arbeiten! Es soll doch heute Abend die Sonne rauskommen, war zumindest auf dem Radar! falls jemand noch ein Bauchtäschchen braucht, ich hab ein weißes von Christian Dior übrig ;-)
Doro
In meine DIN a 5- Tasche passt leider keine Regenjacke…
Gaga
ich binde mir mein Hipster-Mäntelchen um die Hüfte, dass Anziehsachen verboten sind, stand nicht in der Anleitung! Bin ich froh, dass man was anziehen darf, ich möchte die ganzen alten Säcke auf keinen Fall nackt sehen!
Ina
Regen wär aber klassisch. Außerdem ist es eine Beschwörung. Ich kann türkisfarbenes Sporttape beisteuern
Gaga
Doro, ich kann dir einen hübschen Regenumhang mit Aztekenmuster borgen, wenn du magst.
Das Sporttape, um die Speckrollen abzukleben? Regen ist nicht klassisch, Regen wird nicht benötigt!
Kavi
Wehe es regnet. Hört uff.
Gaga
no way, Prognose für ab Mittag bis einschl. Abend: „Leicht bewölkt“ nur Nachts bedeckt, also Strümpfe anziehen!
Fr 11:51
Gaga
Der Himmel ist blau!
Kavi
Daumen hoch
Fr 17:18
Doro
Zwilling hat mein Rad geplättet, muss laufen und Tram….
Ina
Wir warten
Gaga
na klar! wir betrinken uns einstweilen ;-)
Kavi
Und meine Tram kommt erst in 5 Minuten von der Eberswalder
Grrrrrr
Gaga
kein Stress, Hauptsache ihr seid auf dem Weg!
Kavi
Klaro
Ina
S Bahn fährt
Gaga
Daumen hoch
Ina
Gaga soll ich unterwegs noch was zu Trinken holen?
Gaga
nein, Kühlschrank ist voll!
Ina
Fein, ich hab Durst
Gaga
hab mit und ohne Alkohol, Wasser, Tonic, Schampus, Rotwein, Weißwein, Leitungswasser
bei Bedarf auch grünen Tee oder Kaffee
Ina
Schlaraffenland
Gaga
und Cashews und scharfe Wasabinüsschen, damit du knabbern kannst, ich kenn dich doch!
Kavi
Ich komme mit leeren Händen, aber mein Herz quillt über vor Liebe und da könnt ich was von locker machen
Ina
Ich liebe dich. Wasabi statt Brown Sugar
Kavi
Daumen hoch
Fr 20:51
Kavi
Bin hinten, sonst seh ich nix
Fr 22:00
Kavi
Wo seid ihr denn?
Fr 23:00
Kavi
Ok. Akku leer.warte am merchandizing.
Gleich.
Doro
Wolln wir den Treffpunkt versuchen?
Ina
Sowie vorhin gesagt haben: Brezelstand vorm T-Shirtstand
Wo seid ihr?
Doro
Auf dem weg, 2 Minuten
Ihr seid schon weiter, oder? Kommt gut heim!
Sa 00:32
Ina
Ja Danke. War schön oder.
Kavi
Ich hätte da noch gewartet…. aber nun lieg ich in den Federn. War richtig schön, hab euch nur gleich aus den Augen verloren.
Doro
Ja, fand’s auch richtig schön.
Sa 13:45
Kavi
Danke nochmal für den schönen gemeinsamen Anfang, hoffe, ihr seid gut Zuhause eingetrudelt.
Doro
Danke zurück! In meiner S-Bahn haben die Leute leise gesungen, sehr stoned und zufrieden.
Sa 16:57
Gaga
oh Mann, bin ich froh, dass es euch allen gefallen hat, Doro, hab immer mal wieder geguckt ob wir dich doch noch sehen…. wir hatten einen super geräumigen Platz zum Tanzen, unerwartet und einfach die Visuals genossen, man wusste ja, dass sie direkt darunter in echt stehen….
ich würde mich ganz arg freuen, wenn ihr alle eure Bilder von gestern, egal ob gelungen oder nicht hier reinstellen würdet, alle Selfies, alle Schnappschüsse von der Seite, zur Erinnerung und ich würde dann ein wirklich schönes Album daraus machen, auch gerne an meine Mailadresse: (…)@gmx.de – – – ich hab mich sehr gefreut, dass ihr bei mir wart, Ina und ich haben nach dem Konzert in meiner Küche noch Nürnberger Bratwürstchen mit Sauerkraut gefuttert und die halbe Nacht durchgequatscht und die zweite Flasche Crémant geleert. Ich düse jetzt mal rüber zu CWC, Auguststr. 11, zur Stones-Fotoausstellung, schließt um 18 Uhr. Hab euch alle lieb <3
Sa 18:10
Gaga
Ina, du hast auch deinen Stonesbecher vergessen. Bestimmt hast du doch noch mehr Fotos von dir und mir von gestern, als die du gepostet hast oder? Auf dem einen sehe ich aus, als wäre ich nur rumgestanden, dabei hab ich da gerade nur mal Luft geholt nach einer Stunde abtanzen…
Ina
Ich finde du siehst glücklich aus und ich schicke dir alle Bilder
Gaga
Danke Ina und Doro, Doro du hast die nächtlichen Visuals schön eingefangen und das Gruppenselfie ist auch putzig!
Doro
die andren sind mehr farbe als inhalt leider, aber sie bringen mir die stimmung wieder, einen tag später.
Gaga
das mit den Schattenrissen der erhobenen Smartphone-Hände ist gut! Schon gigantisch alles…
Doro
ich stand eng bei anderen leuten, fand das aber gut, tanzen, lächeln, und so weiter. vielleicht weil mein letztes monsterkonzert wrklich prince war, da hab ich mich auch euphorisiert gefühlt – am ende hab ich mich beim rausgehen erst mal auf einen sitz gesetzt für ein paar minuten.
Doro
ja.
Gaga
der Sound von deinem Video ist gar nicht schlecht, klingt „reiner“, weniger verrauscht als in echt… das war ein bißchen undifferenziert gemischt, ist aber wohl auch schwer in dem Riesenstadion.
und das Feuerwerk war auch ganz arg schön!
Doro
das mikro ist ganz okay bei apple. hab keinen ganzen song gefilmt, weil ich dann häte stillstehen müssen! das geht doch nicht!
Gaga
nein, geht gar nicht! Hier übrigens die Setlist von gestern…. miss you war auch geil!
Street Fighting Man
It’s Only Rock ’n‘ Roll (But I Like It)
Tumbling Dice
Just Your Fool
Like a Rolling Stone
She’s a Rainbow
You Can’t Always Get What You Want
Paint It Black
Honky Tonk Women
Slipping Away
Before They Make Me Run
Sympathy for the Devil
Miss You
Midnight Rambler
Start Me Up
Jumpin‘ Jack Flash
Brown Sugar
ZUGABEN
Gimme Shelter
(I Can’t Get No) Satisfaction
Doro
Awww
Gaga
Ina, Paint it Black war doch dabei, wir waren uns danach irgendwie unsicher, warum auch immer!
Ina
Ja versteh ich auch nicht. Keine Erinnerung dafür an andere Momente
Doro
hab heute gleich ein bisschen cocksucker blues geguckt – glaube die heutigen stars leben anders, weniger entspannt, der ruhm hat sich verändert, ist mehr selbstdarstellung und fake geworden irgendwie
Gaga
oh, die Doku kannte ich gar nicht, ist auch auf youtube, gerade entdeckt in mehreren Schnipseln, gucke ich auch gleich!
Doro
brian jones ist noch dabei, das ist spannend, er spielt auch mal. leider nur in 340er auflösung allet.
Kavi
(postet drei Fotos)
Gaga
das mittlere Bild ist toll, Kavi, also ob die Bühne in Flammen steht!
Kavi
Ja, krass ne
Gaga
in der Doku sind ja Szenen, wo im Flieger nackige Frauen rumlaufen und Sex stattfindet, huiuuiui!
Doro
Eine hui-Doku
Gaga
„Die schönsten Eindrücke vom Konzert der The Rolling Stones im Olympiastadion in Berlin. Die Rolling Stones spielten im Berliner Olympiastadion. Fans waren mehr als zufrieden.“
„Thanks for having us Berlin, it was a pleasure! The Rolling Stones“
Gaga
Paint it Black gestern aus der Nähe!
opener street fighting man
Doro
Hat eine von euch noch ein groupselfie? Nicht zum rumzeigen, keine sorge! Alle Songs, Wahnsinn. Das waren die auf den 890 Euro-Plätzen ;-)
Gaga
Genau
Like a Rolling Stone
vielleicht auch ein Roadie, seine Clips davor sind von Bryan Ferry in Paris
Jumping Jack Flash
Gaga
brown sugar
Doro
Sitz mit Freundin in Kneipe, muss die Songs ohne Ton sehen – Fussball.
Gaga
schön auch bei diesen Nahaufnahmen zu sehen, dass Micks Blick nicht auf den Luxusplatz-Reihen ruht, sondern in die Weite des Stadions zur Meute und den Rängen geht, also viel mehr zu UNS! die Songs lohnen auch nur visuell, wegen Mick so nah in seiner ganzen Spannkraft! Dass der Sound ganz vorne an der Bühne allerdings viel besser, also optimal war, kann man hier gut hören, bei slipping away, das war wo wir waren eher so ein undefinierbarer Klangbrei ohne die feinen Zwischentöne…
Doro
Muss ein groupie oder konzertsammler sein, der hat ja nur gefilmt!
Ich stand zwischen den beiden Türmen, der Sound war bisschen verhallt manchmal, aber sonst laut und gut.
So 15:39
Gaga
danke Kavi, schön! <3
So 17:25
Ina
Ja find ich auch
So 18:41
Doro
Schön, danke!
Gaga
man fragt sich, wann diese coolen Fab Four das nächste mal auftreten!
So 23:30
Gaga
Danke für eure Fotos und eure bezaubernde Gesellschaft. Ich habe ein paar davon in mein Poesiealbum eingeklebt und schreibe auch noch einen Eintrag dazu. Vielleicht nehme ich als Text den Strang hier, faul wie ich bin! ;-)
Doro
wunderbar. schreib, liebe gaga, schreib alles auf!
Gaga
ich dachte, das macht man mit copypasten! Leider hab ich das „Bis bald“-Foto nicht mitverwurstet, dabei hat mich das so gerührt, das „Bis Bald“…. na ja, Mut zur Lücke!
Ina
Ja meine Liebste, was du aus dem Material gemacht hast. Wunderbar
Gaga
slideshow gucken
hab unter alle Bildchen ordentlich eure Fotografen-Namen geschrieben, ist ja fast keins von mir, also noch mal Danke dafür.
Doro
toll. zauber! so war es
Gaga
ja, es war cool und herzerwärmend zugleich!
Doro
s/w macht den unterschied, beeindruckend.
ohne euch wärs glaub ich höchstens ein viertel so schön geworden.
Gaga
finde ich auch…! Gute Nacht <3
Ina
ja schlaft alle schön
24. Juni 2018
The Rolling Stones, CWC Gallery unheimlich schöne Fotos, besonders die von Peter Lindbergh, die die persönliche Nähe zeigen, und das von Rankin mit Mick Jaggers sehnigen Armen und und und….
24. Juni 2018
23. Juni 2018
The Rolling Stones, Paint it Black, gestern
21. Juni 2018
Gestern. Ich war bei der Liveübertragung von Simon Rattles Abschiedskonzert aus der Philharmonie im Kino Fünf in der Kulturbrauerei. So ergreifend und behutsam habe ich die Sechste von Gustav Mahler noch nie gehört. Beim zweiten Satz angefangen zu weinen, konnte nicht mehr aufhören.
20. Juni 2018
in the hood… Auguststr. 11, ab heute, zur Einstimmung auf Freitag. Ich gehe morgen mal irgendwann nach nebenan und schaue es mir an. Geöffnet Di – Fr. 10 – 18 und Sa 11 – 18 Uhr
15. Juni 2018
So ein schönes Plakat. Hole ich mir eins (oder auch zwei) Auguststr. 11
09. Juni 2018
Heute Abend um einundzwanzig Uhr auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in der Chausseestr. 126 in Mitte. Im Rahmen des Sommerfests des Brechthauses: Geisterstunde mit Lesungen von Gedichten und Briefen der Verstorbenen an den Gräbern von Egon Bahr, Thomas Brasch, Bertolt Brecht, Helene Weigel, Hanns Eisler, Günter Gaus, Elisabeth Hauptmann, Wolfgang Herrndorf, Wieland Herzfelde, Wolfgang Hilbig, Jürgen Kuczynski, Hans Mayer, Heiner Müller, Anna Seghers, Christa Wolf und Hedda Zinner. Der Ablauf.
05. Juni 2018
So ein schönes kleines Rosa Buch. Alle bitte lesen. Kann leider nicht daraus zitieren, Entscheidungsprobleme. Zu schön…! Auch super als Mitbringsel. Erwäge, es in den nächsten Jahren zu sämtlichen Geburtstagen als Präsent zu überreichen. Soll nun aber nicht davon abhalten, es selbst unverzüglich zu erstehen. Ich habe noch keinen einzigen befremdlichen oder mittelmäßigen Gedanken darin entdeckt. Ja, ich möchte sagen, auf eine Art ist es mir so vertraut, als wäre es von mir, aber der Lorbeerkranz gebührt freilich einzig und allein Rosa. So schön. Auch sehr sehens- und erlebenswert ist die Ausstellung in der Akademie der Künste am Pariser Platz. Rosas Raum ist ein bißchen wie sein Wohnzimmer. So soll es sein. Ganz, ganz fein.
04. Juni 2018
31. Mai 2018
27. Mai 2018
21. Mai 2018
Jenny Kittmann, Johanna Zeul, Dew Decker, The Cat’s Back Music, Martin Goldenbaum, live 16. Mai 2018 Werketage
14. Mai 2018
der Flieder verblüht
11. Mai 2018
Vorgestern in der Ufa-Fabrik. Zur Vorstellung von Lüüls neuer Platte, Fremdenzimmer heißt sie und ist sehr schön geworden. Zum ersten mal wieder nach ungefähr fünfzehn Jahren in der Ufa-Fabrik. Sieht aus wie damals, aber diesen eleganten Saal habe ich nie gesehen vorher. Jenny hat mich abgeholt. So sommerlich der Abend, im Kleid mit Zehensandalen. Ich bin ja so vernünftig mitunter, dass ich überlege, ob es am Abend zu kalt werden könnte für das eine oder andere Kleidungsstück, aber der Wetterbericht meinte, um 20 Uhr noch 27 Grad und nachts mindestens 18. Wir setzten uns zuerst auf die Stühle weiter vorne und dann lieber weiter hinten in die weichen Kinosessel.
Auf der neuen Platte sind ein paar sehr sentimentale Stücke, die mir schon in dem vorletzten Salon („Lüül & Bock im 1. Stock“) in der Galerie 1er Etage aufgefallen waren. ‚Hohe Wellen‘ und ‚Schwarz war die See‘ und ‚Nächte und Träume‘ und ‚Leben ist gut‘. Sehr bereichernd. Mit dem schönen Akkordeon und der Geige und seiner Gitarre und dem Kontrabass ganz fein instrumentiert, erzählt Lüül Geschichten, wie einem ein guter Freund etwas erzählt, ohne Pathos und Effekthascherei, ganz schlicht und zu Herzen gehend, ergreifend. Ich mag nicht so gerne von Alters-Melancholie schreiben, weil Lüül so jugendlich wirkt, aber in den Texten ist eine Reife und Zartheit, ja Zärtlichkeit, die jemand, der halb alt so ist, vielleicht nicht unbefangen artikulieren kann. Sehr, sehr schön. Seine langjährigen drei musikalischen Gefährten auf der Bühne waren auch sehr präsent, mehr als nur Begleitmusiker. Mit ganzem Herzen dabei.
Danach gingen wir noch in eine Kneipe am Tempelhofer Hafen, was sehr romantisch klingt. Es war gewissermaßen ein Parallel-Universum, keiner wusste so recht, wo noch ein richtig schönes Lokal in der Ecke ist, die smarten kleinen Apparate helfen da auf die Schnelle auch nicht weiter. Ich habe da auch dreieinhalb Bilder gemacht, die zuckenden Lichterfunken an der Wand und im Gesicht kamen von einem Apparat, der die Gäste so richtig in Stimmung bringen soll. Ganz erstaunliche Preise da. Ein großes Glas Rotwein unbekannter Sorte und ein großes Glas Sprudel für 3,50. Große Aschenbecher auf den Tischen und die größten Hits vom Ballermann aus den Lautsprechern. Als Milieustudie nicht uninteressant. Am nächsten Tag aber doch leicht verkatert. Egal egal egal.
Egal egal egal. Egal egal egal
Wie ferne Länder hab ich befahren
Und welche Wege waren die wahren
Wie lange Nächte hab ich gesoffen
Wie viele Deckel blieben offen
Egal egal egal. Egal egal egal
Wie süße Sünden hab ich begangen
Wie dunkle Pfade bin ich gegangen
Wie gute Freunde hab ich gefunden
Und wie viele sind schon verschwunden
uuuh
Wie hohe Wellen werd ich noch reiten
Wie tiefe Täler durchschreiten
Wie große Himmel werd ich noch fliegen
Wie kleine Scheißer mich betrügen
Egal egal egal. Egal egal egal
Egal egal egal. Egal egal egal
05. Mai 2018
Schon wieder beim Berlin Beat Club im Ricki. Selbstverständlich im wild gemusterten Maxikleid. Es wird nicht in jeder Einladung zur Beatparty vermerkt, wie man am passendsten angezogen ist. Man muss halt ein bißchen mitdenken! Die Musiker schaffen das schließlich auch. Ein Rüschenhemd kostet nicht die Welt und wirkt immer ansprechend und adrett. Danke für den schönen Abend, Berlin Beat Club!
Gestern vor der Beat-Party. Ich liebe Beat-Musik! Hier ein Farbfoto von meinem Maxi-Kleid.
04. Mai 2018
Was für ein herrlicher Frühlingstag. Gerade in der Sonne bei Vogelgezwitscher das vielleicht schönste Kapitel in Berta Zuckerkandls Erinnerungen gelesen. Sie war auch mit Johann Strauß befreundet und erinnert sich an einen Abend (wohl 1883) bei Strauß, in seinem kleinen Palais in Wien auf der Wieden, wo sich auf die Einladung von ihm und seiner Frau häufig an einer langen Tafel Freunde zum Essen und Trinken versammelten. Johann Strauß war mit dem gefeierten Pianisten Alfred Grünfeld eng befreundet, der bei seinen Konzerten gerne Strauß-Walzer paraphrasierte und das hilfreiche Talent besaß, eilig dahingeworfene erste Partituren, die Strauß selbst nicht mehr eindeutig lesen konnte, zu entziffern. An jenem Abend war auch Alexander Girardi, ein damals populärer Schauspieler und Tenor eingeladen. Johann Strauß war für seine Freunde „der Schani“. Man hatte ausführlich gespeist und nun stand der Sinn nach Musik:
»Na, was is, Schani (…) du hast mich hergelotst, weil du mir etwas Neues vorspielen willst?“«
»Gleich. Nur kann ich’s schon wieder nicht entziffern. Aber der Grünfeld ist ja da.«
Strauß geht in sein Arbeitszimmer, kommt dann in den Salon, wo wir uns um das Klavier gruppieren. Er legt das Notenheft auf das Pult und Grünfeld sieht es sich durch. Leise beginnt er, zuerst wie suchend, dann mehr und mehr hingerissen.
»Ich will den Walzer „Frühlingsstimmen“ nennen“, sagt Strauß. „Vor ein paar Tagen, da ist auf den Stufen der Paulanerkirche ein armes altes Weib gesessen. So elend. Der Tod hat ihr aus den Augen geschaut.. Einen Korb hat sie neben sich stehen gehabt. Und mit zittrigen Händen hat sie mir ein paar Blumen gereicht. Es waren nur Veigerln und Maiglöckchen. Aber nie, noch nie haben mich Blumen so trunken gemacht ….Dass da der Tod sitzt und mir Frühlingsblumen reicht – das hat in mir eine Lust zum Leben geweckt, dass ich alle Nachtigallen hab singen hören…«
03. Mai 2018
03. Mai 2018
YOU PRETTY THING… Jack Greenwood
02. Mai 2018
01. Mai 2018
01. Mai 2018
Phil Mitchell I Dr. Feelgood
30. April 2018
Durch mehrere Anmerkungen über ihre Begegnungen mit Gustav Mahler kam ich auf Berta Zuckerkandl und ihr Buch „Österreich Intim“;, das ich gerade unterwegs lese. Hier Auszüge aus dem Kapitel über Stefan Zweig
»STEFAN ZWEIG 1915 – 1929 Es wäre für die Leser dieses Tagebuchs verlockend, Intimes aus dem Leben eines der meistgelesenen Autoren zu erfahren. Doch hier fühle ich eine unüberwindliche Hemmung; ich bin mit Stefan Zweig seit 1915 befreundet und würde gern von ihm erzählen, doch ist es mir, als stünde ich da plötzlich vor einer verbotenen Tür. Stefan Zweig hatte sich mit einem Stacheldraht umgeben, der den Zugang zu seinem Inneren verwehren soll. Seine beinahe krankhafte Scheu vor jeder Berührung mit der Außenwelt grenzte an Neurasthenie*. Wenn ich Begegnungen, Gespräche, Worte, die ich nicht vergessen habe, hier aufzeichnen wollte, würde Zweig dies als ein brutales Zerreißen des Stacheldrahtes empfinden. Und doch: Beim Rückblick auf Österreichs Geisteswelt kann man an diesem hervorragenden Repräsentanten nicht vorübergehen. Leider muss man alles Persönliche, das eigentlich für ein Porträt Stefan Zweigs unentbehrlich wäre, ausschalten. (…)
Die Frage nach den Widersprüchen im Wesen Stefan Zweigs beschäftigte mich schon seit Jahren. Ich stellte sie einem Freund, mit dem ich in Briefwechsel stand und dessen Urteil mir wertvoll ist. Er antwortete mir nach einiger Zeit.
Liebe Freundin,
es ist vermessen und gefährlich, in die Seele eines schöpferischen Geistes eindringen zu wollen. Da kann einem allerhand Ungemütliches begegnen. Sprechen wir lieber von anderen Dingen. Ich habe unser letztes Gespräch nach der Vorstellung des Burgtheaters nicht vergessen. Sie erzählten mir von Ihrem Freund, dem berühmten französischen Schauspieler, der am Abend seines Auftretens gleichgültig in der Garderobe sitzt, Patiencen legt, ein billet doux** beantwortet, Witze erzählt – und eine Minute später auf der Bühne die erschütterndste Wirkung erzielt. Der ebenso große Wiener Darsteller dagegen hatte gerade an dem Abend, als unser Gespräch stattfand, seltsam versagt, wie es schon öfter geschehen war. Dabei verbringt er den ganzen Tag vor seinem Auftritt in tiefer Selbstversenkung. Nun: seine Wirkung war unsicherer, abhängiger von unberechenbaren Störungen der Außenwelt als die des französischen Kollegen, der sozusagen auf kaltem Weg den Siedepunkt erreicht. So geht es auch großen Dichtern. Es gibt solche, die sich ihre Geschöpfe aus dem Herzen reißen, mit ihnen Qualen leiden, an ihnen zugrunde gehen, die an ihrem Werk verbrennen – wie Hofmannsthal… Und solche, die ihre Geschöpfe sozusagen sezieren, um sie dann durch geistige Einsicht wiedererstehen zu lassen. Ein Dichter dieser Art steht über seinen Gestalten und er verbrennt auch nicht an Ihnen. Doch es mag sein, dass er durch sie auf andere Weise zugrundegeht.
Vielleicht habe ich nun Ihre Frage irgendwie beantwortet.
Ihr B. «
29. April 2018
Sehr apart, Celeste Barber’s perfect Insta-Life. Check it out!
Auch ganz arg schön:
Untertitel: „Morning breath is a friend to no one.“
29. April 2018
Ich habe das erst nachträglich mitbekommen mit dieser Avatar-Tour mit dem Hologramm-Gedöns, was aber nichts an meiner Zuversicht ändert, dass die richtigen echten Agnetha Benny Björn und Anni-Frid mit den neuen Aufnahmen und der gewaltigen Resonanz langsam aber sicher wieder Lust bekommen werden, sich selbst auf die Bühne zu stellen, vielleicht nicht in einer Kräfte-raubenden Mammut-Tournee in jeder größeren Stadt, aber vielleicht in ein paar ausgewählten Metropolen. Dass da für Germany Berlin dabei sein muss, versteht sich ja wohl von selbst. Vielleicht noch Hamburg und München meinethalben, also an zweiter und dritter Stelle. Ich glaube nicht, dass die Avatare auf die Fans und den Moment reagieren können und auch nicht, dass sie Rührung zeigen und der Funke wie in einem echten gemeinsamen Erlebnis überspringt. Das geht nur mit echten Menschen. Ich habe mir die Hologramm-Show vom Cochella mit dem einen Rapper ausschnittsweise angeschaut. Das ist wie eine Projektion, nur dreidimensional. Kein Schweiß, kein Blut, kein Herz. Ein echtes Konzert mit echten Musikern vor echtem Publikum ist unersetzlich. Ich glaube ein Musiker würde es auch nicht als Alternative betrachten, eine Tournee vor einem Publikum aus Avataren, gebeamten Hologrammen von Menschen zu machen. Das stelle ich mir sehr einsam vor, da oben auf der Bühne in diese Projektion zu schauen und sich einzubilden, es wären echte, begeisterte Menschen. Wenn man diese Idee umdreht, merkt man schnell, wie unzulänglich das ist, wenn auch eine interessante technische Spielerei. Mehr aber auch nicht. Cool wäre, wenn sie die Avatar-Tournee machen und dann am Ende zur Zugabe plötzlich die echten ABBA auf die Bühne kommen und drei, vier Songs spielen. Kräfte sparend aber furios!
27. April 2018
Habe mich gerade beim ABBA-Newsletter registriert. Ich möchte das zu gern live sehen, dass die Vier wieder auf die Bühne gehen. Das sind wirklich Big News. Ich kann mich genau erinnern, wie ich vor dem Fernseher saß, Es war der 6. April 1974, ich war achteinhalb. Mit meinem Bruder und meinen Eltern im Wohnzimmer. Grand Prix! Und keine Schlagersängerin sondern eine Beatgruppe mit bunten Klamotten und langen Haaren war am Start, und man merkte, das ist eine richtige Gruppe. Das habe ich irgendwie gespürt als Kind. Der Song ist nicht der Beste im Repertoire von Abba, aber das war schon eine Initialzündung. Ich war dann Fan. Dancing Queen und Fernando in heavy rotation. Obwohl mein Vater, (Swing-)Musiker zur Erinnerung, Waterloo irrelevant fand, musste er bei Dancing Queen und vor allem Fernando zugeben, dass diese Abbas doch gewisse musikalische Qualitäten haben. Ich fand auch einige Songs langweilig oder kitschig, mir gefiel durchaus nicht alles, aber in der Bravo habe ich mir genau die Fotos von den Kostümen und die Homestories über Abba angeschaut. Agnetha und Frida haben die Kostüme entworfen, da waren sehr interessante Sachen dabei. Als die Kindheit dann vorbei war, habe ich es nicht mehr an die große Glocke gehängt, dass ich mal Abba-Fan war. Es war dann auch wirklich vorbei und ich wollte erwachsenere Pop- und Rockmusik hören, härtere Sachen! Und so Songwriter wie Neil Young und Jimi Hendrix (ja, Jimi war Songwriter!). Und die Stones und Led Zeppelin und Frank Zappa usw. usf. Genesis war übrigens nie mein Ding, keine einzige Platte je besessen. Auf jeden Fall ist es schon ein ziemliches Ding, dass Abba zwei neue Songs in der Besetzung mit allen Vieren aufgenommen hat und da wird es dann doch wohl auch eine furiose Tournee geben, wenn ich nicht irre. Das muss man einfach gesehen haben. Und sie sind so sympathisch. Alle vier.
26. April 2018
Habe soeben eine wichtige Petition eingereicht und freue mich über viele Unterschriften! (z. B. als Kommentar). Es geht um die Beleuchtung vom Außenbereich vom Rickenbackers Music Inn!
Hier ist der Original-Wortlaut meiner Petition, noch ganz frisch:
Liebes Rickenbackers Music Inn,
zunächst einmal ein großes Kompliment und Dankeschön für die sehr viel Freude machenden Live-Konzerte und auch für das durchweg zauberhafte Service-Personal.
Gerne gehe ich ins Ricki und scheue auch nicht davor zurück, mir mehrmals dieselbe Gruppe anzuhören, wie zum Beispiel den sehr tollen „Berlin Beat Club„.
Auch habe ich hin und wieder schon manches Foto dort gemacht, was man hier in dieser kleinen Sammlung anschauen kann.
Auch das Schnitzel hat mir gut geschmeckt und das Jever auch! Beim Wein habe ich noch nicht alle Sorten durch, da bin ich auch etwas schwer zu befriedigen (am liebsten Franzosen oder einen guten Spanier älteren Semesters.)
Damit ich motiviert bin, noch öfter ins Ricki zu gehen, müsste ein Herzenswunsch von mir wahr werden, der denke ich erfüllbar ist, und auch vielen anderen Gästen Freude machen würde! Es geht um die Beleuchtung draußen, auf der Seite vom Biergarten. Da ist ja dieses sehr, sehr, sehr helle, grelle Flutlicht. Gerne trifft man sich draußen auf eine Zigarette, aber so richtig heimelig ist es nicht unter der arg hellen Beleuchtung. Drinnen kommt man in Stimmung, man sieht bestimmt total super aus in der Muschi-Pupu-Bleuchtung, was ja für nicht ganz uneitle Frauen wie mich (und meine Freundinnen!) nicht unwichtig ist, und dann tritt man vor die Tür und steht wie unter einer eiskalten Dusche im erbarmungslosen Stadion-Licht! Ich möchte es jetzt nicht direkt mit einem Coitus Interruptus vergleichen, aber schon so ähnlich!
Es wäre so schön, wenn ihr für die Außenbeleuchtung auch etwas Anheimelnderes anschrauben könntet (es muss ja nicht gleich eine Rotlichtlampe sein, obwohl, warum eigentlich nicht!) Ich würde sogar dabei helfen, ich bin handwerklich sehr geschickt und kann auch Lampen anschließen!
Gerade habe ich mich mit dem euch gut bekannten Hans (vom Berlin Beat Club und Butterfly On A Wheell) darüber ausgetauscht, ob ich am 4. Mai 2018 zum Konzert zu Euch kommen soll.
Ich bin mir noch nicht sicher, schrieb ich ihm, da ich erst noch eine Petition gegen die Flutlichtlampe einreichen möchte, und nicht weiß, ob stattgegeben wird. Meine Freundinnen wollen die Petition auf jeden Fall auch unterschreiben und bestimmt auch noch viele andere Gäste, vielleicht sogar auch männliche Besucher, die haben es ja auch gerne lauschig.
Hiermit beantrage ich also höflich, dass der Außenbereich vom Ricki auf der Biergartenseite schöne Schummerbeleuchtung kriegt!
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Liebe Grüße!
Gaga Nielsen
23. April 2018
23. April 2018
23. April 2018
23. April 2018
23. April 2018
tonight – Bar jeder Vernunft: Sven Ratzke – For One Night Only – Tisch 51. Wir waren ja schon das eine oder andere mal in der Bar jeder Vernunft, aber noch nie mit SO einer Tisch-Reservierung. Bin ja mal gespannt, ob das Kerzenlicht ordnungsgemäß entzündet wird und der Champagner die richtige Temperatur hat. Jenny, Ina und Saskia prüfen das! (Und ich natürlich federführend!) Fotografiert wird maximal der Tisch, die Bühnenperformance wird nur in der Erinnerung eingefangen. Ich habe mich auch gar nicht darum bemüht, eine Genehmigung zu bekommen, ich muss nicht immer alles dokumentieren. Wobei Sven Ratzke durchaus ein interessantes Motiv wäre, aber auch ein Anspruchsvolles. Ich bin jedenfalls gespannt!
22. April 2018
19. April 2018
Soll bis Samstag so bleiben, ich glaube daran
(dann ziehe ich nämlich ein Sommerkleid an)
17. April 2018
Oh yes. „Gaga Nielsen is going“.
Gaga Nielsen i̶s̶̶ ̶̶g̶̶o̶̶i̶̶n̶g might go, (or is at least „interested“), when she’s cordially / expressly / personally / explicitly / specifically / formally / distinctly / assertively / clearly INVITED and/or expecting to get a really warm welcome and/or exceptional good vibes!
Gaga Nielsen is not going, if she’s NOT cordially / expressly / personally / explicitly / specifically / formally / distinctly / assertively / clearly INVITED and/or is NOT expecting to get a really warm welcome and/or exceptional good vibes! (or if she is verhindert, because of langweiligem Programm oder anderweitig eingegangener Termine oder Verpflichtungen. Oder womöglich Unpässlichkeit (w.t.f.?)
[ Bedienungsanleitung Gaga Nielsen ]
17. April 2018
Berlin Beat Club. CHECK IT OUT! Gitarre: Hans Rohe, Gesang: Tom Thiede, Bass: Gabi Mehlitz, Gitarre: Ralf Leeman, Schlagzeug: Richard Koch
15. April 2018
Hab schon den ganzen Tag den Song mit dem Umbrella von den Hollies im Ohr, „Bus Stop“. Einer der schönsten Momente gestern auf der Bühne beim Berlin Beat Club im Ricki. Aufgespannte Regenschirme auf der Bühne und im Publikum. Es geht doch nichts über eine ausgetüftelte Show mit von der Band mitgebrachten Requisiten. Ich hatte mir ja Albatross gewünscht, habe ich auch gekriegt, war aber schon sowieso auf der Setlist. Aber Gimme Shelter, mein absoluter Lieblingssong von den Stones war nicht drauf, den hat Hans nach der zweiten Pause für mich angezettelt! Eine schöne, gelungene Beat-Party in den Frühling, wo man wieder einmal nach Herzenslust abhotten konnte. Ich habe mir sogar ein für meine Verhältnisse ungewohnt buntes Kleid angezogen! Die Band ist ja schon richtig gut, aber absolut Premium wäre, wenn auch noch zwei bis drei Go Go Girls auf der Bühne wären! Ich würde mich auf jeden Fall zur Verfügung stellen. Ina auch! Wir würden uns dann klamottenmäßig natürlich an Uschi Nerke orientieren! Habe auch Fotos, aber noch gar nicht gucken können, bis in die Puppen geschlafen, war ja spät gestern und dann den ganzen Nachmittag in der schönen Sonne gebadet und ein bißchen herumgebastelt und repariert. Mal gucken, wie die Umbrella-Bilder geworden sind. Hier zur Überbrückung der Original-Song, damit ich mit dem Ohrwurm nicht alleine bleibe!
15. April 2018
Übrigens ist Merkur seit heute Vormittag, 11:21 Uhr nicht mehr rückläufig! Es können wieder vernünftige Geschäfte und Verträge und Vereinbarungen und Verabredungen gemacht werden!
15. April 2018
noch mal in die Runde — ich könnte überraschend noch mal zwei Stones-Tickets für den 22. Juni im Olympiastadion für den schon lange ausverkauften Innenraum-Stehplatzbereich zur Verfügung stellen, zum Tiefstpreis, ohne Wucheraufschlag. 114 Euro pro Nase, zwei Stück. Ich bin auch dort. (Melli? Doro? Georg?) anyone? (waren die Tickets von Hans, der überraschend selber am 22. einen Gig hat)
14. April 2018
Gestern in Schöneberg, Nähe Innsbrucker Platz. Bei Willi Mangler. Er wohnt in der Hauptstr. 57. Falls Sie ihn auch mal besuchen wollen. Das ist jetzt kein Verstoß gegen den Datenschutz oder Persönlichkeitsrechte, Willi sieht das locker, ganz super. Er freut sich, wenn er für die Getränke einen kleinen Obolus erhält, so im Schnitt zwei Euro für ein Glas Wein. Gestern durfte auch Musik gemacht werden, das Kiezkneipenorchester hat Willi Mangler besucht. Die Gäste, zu denen Ina und ich auch gehört haben, durften dazu tanzen, haben sie auch eifrig gemacht. Das allertollste bei Willi Mangler sind die Bilder, die er an die Decke geschraubt hat, das muss man gesehen haben. Salvador Dali hätte seine Freude gehabt, so surreal mutet diese Dekoration an. Und alles herrlich in Gold gerahmt, da wurde nicht gespart, so muss es sein! Willi Mangler hat ordentlich Geld in die Hand genommen, damit den Gästen etwas geboten wird. Schön ist es bei Willli Mangler. Und gestern sicher besonders schön. Das Alter der Gäste lag zwischen 4 und 74, es war für jeden was dabei. Ich habe vier Getränke durchprobiert: Rotwein (franz. Landwein), Weißwein (weiß nicht) und eine Piccolo (Hausmarke, Name vergessen, was mir bislang Unbekanntes) plus Wasser (Marke nicht beachtet,, hellblaue Fasche). Konnte man alles trinken, vor allem zu dem Preis. Kein Kopfweh heute. Was auch sehr wichtig ist, da ich heute Abend wieder tanzen gehe, und zwar zur BEAT-TANZPARTY IN DEN FRÜHLING mit der Beat-Gruppe „Berlin Beat Club“. Ich habe sie schon einmal gesehen und empfehle die Gruppe. Sie ist sehr gut. Super fände ich auch, wenn sie neben den ganzen wichtigen Hits zum Tanzen, mir zuliebe auch Albatross spielen würden, das Lied können sie nämlich auch. Ich ziehe zur Party eventuell ein buntes Maxi-Kleid an! Aber zuerst in die Maske!
13. April 2018
Ab nach Kassel. Dercon ist doch längst anders fokussiert, passt auch besser zu ihm so ein Kuratorenjob. Der geht leichten Herzens. Wird wieder spannend mit unserer schönen Volksbühne. Vielleicht gibt es jetzt eine Renaissance vom Grünen Salon, bin optimistisch. Wie ich vor ein paar Tagen schrieb, rückläufiger Merkur ist dafür gut, Fehler zu beheben, Fehlentscheidungen zu revidieren, für Wiedergutmachungen.
11. April 2018
Was für ein kunterbunter Strauß von Verwechslungen, Verzögerungen und Missverständnissen in den letzten Wochen. Bin nun wieder geneigt, den astrologischen Lehrbüchern zum rückläufigen Merkur Glauben zu schenken. Da heißt es so schön, man soll während dieser Phase keinesfalls wichtige Vereinbarungen treffen, keine Verträge unterzeichnen, keine größeren Anschaffungen machen, keine Häuser kaufen, nicht davon ausgehen, dass der Vertragspartner dasselbe unter dem Kleingedruckten versteht wie man selbst, sich nicht wundern, wenn Briefe nicht zugestellt oder beantwortet werden oder nur mit großer Verzögerung, sich nicht wundern, wenn man sich in Frankfurt verabredet und der eine wartet in Frankfurt/Oder und die andere in Frankfurt am Main. Sich nicht wundern, wenn man ein Produkt anfragt und um ein Angebot bittet, und mitteilt, was das Produkt keinesfalls haben soll und dann genau dafür ein Angebot erhält, was man aber erst realisiert, als man kurz vor Bestellung von 10.000 Stück noch mal das winzig Kleingedruckte liest. Dann erbittet man noch mal ein Angebot für das richtige Produkt und das ist dann plötzlich doppelt so teuer, man soll sich nicht wundern. Oder man will ein Ticket für ein Konzert kaufen und es heißt, es ist ausverkauft und sieben Stunden später ergibt dieselbe Frage die Antwort „es war noch nie ausverkauft, wer hat das behauptet?“. Oder man gibt mehrfach den falschen Pin ein, in der Überzeugung, es sei der richtige. Kommunikation und Kommunikationstechnik ist ganz stark betroffen. Oder der Computer benimmt sich anders als sonst und zeigt plötzlich die Uhrzeit von Takatuka-Land an. Oder oder…! Also bitte nicht wundern. Am 15. April 2018 ist der Spuk vorbei. Also vielleicht. Wenn das doch nicht alles Humbug ist. Aber wie es schon in dem schönen Lied „Turn Turn Turn“ heißt, „for every thing there is a season and a time for every purpose under heaven“ oder so ähnlich (wenn ich die Lyrics recht erinnere). Gut sein soll rückläufiger Merkur für’s Aufräumen, Ausmisten, sich noch einmal klärend mit etwas befassen, was schief gelaufen ist, etwas zu revidieren, etwas zu korrigieren oder nachzubessern, Wiedergutmachungen, Entschuldigungen, Kehrtwendungen, solche Sachen. Merkur ist duchschnittlich dreimal im Jahr für wenige Wochen rückläufig. Diese Phase gerade läuft seit 23. März 18. Falls es jemanden interessiert. Was mich interessieren würde, ob jemand hier in den letzten drei Wochen, also seit kurz vor Ostern, auch nennenswerte Missverständnisse und Verzögerungen wie oben von mir beschrieben, erlebt hat. Gerne hier als Kommentar!
10. April 2018
Übrigens spielen die Pretty Things noch mal ein Zusatzkonzert am 16. September im Quasimodo! Gehe ich wieder hin. Es war zu schön.































































































