Vorhin auf dem Weg zur S-Bahn auf dem Gehweg in der Sophienstraße ein würfelförmiger offener Karton mit Zeug und rundum laufendem Klebeband „VORSICHT URNE“. War aber keine drin. Habe nur einen kurzen Blick im Vorbeigehen daraufgeworfen. Da man ja nicht ohne weiteres Urnen mit Asche ausgehändigt bekommt, hat sich vielleicht jemand bei Amazon oder Sargladen.com ein hübsches Modell für später bestellt. Oder für eine Tierbestattung. Kleintiere kann man auch im Garten selber beisetzen, wenn sie keine ansteckenden Krankheiten gehabt haben. So ein Klebeband ist schon sehr sinnvoll für den sorgsamen Transport. Neulich Gläser (zum Trinken) bei Amazon bestellt, zwei verschiedene Modelle, je sechs Stück. Der erste Karton hatte drei zerbrochene und drei halbwegs heile, bei einem der heilen fehlte aber auch ein kleiner Zacken am Rand. Meine erste Retoure in vierzehn Jahren Amazon-Bestellungen. Der zweite Karton hatte immerhin nur ein kaputtes Weinglas und fünf brauchbare, nur bei einem fehlte am Fuß ein Zacken. Die Gläser waren in beiden Fällen sehr sorglos gepackt, einfach im handelsüblichen Pappkarton, ohne irgendein Papier oder Luftblasen-Folie zur Polsterung. Da ist der Bruch ja vorprogrammiert. Die zweite Sendung habe ich auch retour geschickt, aber nur jeweils die Scherben und die Originalverpackung. Es wurde auch angegeben, dass man die Ware zurückschicken soll, um eine Erstattung zu erhalten. Die Erstattung wurde aber schon bestätigt, als ich den Karton noch gar nicht auf dem Postweg hatte. Mir kam in den Sinn, dass meine Mama mir neulich am Telefon empört von einer Doku über Amazon-Retouren berichtet hat, dass grundsätzlich alle Retouren vernichtet werden und niemand auf verwertbaren Inhalt prüft. In einem Forum dann gelesen, dass Amazon-Kunden, die Retouren als quasi Modell zur persönlichen Bereicherung praktizieren wollen (also z. B. mit der Begründung, die falsche Ware sei geliefert worden, eine Retoure mit irgendeinem alten Mist aus ihrem Haushalt bestücken), nach einer gewissen Anzahl von Retouren der Account gesperrt wird. Der Otto-Versand in Hamburg hat dagegen ein großes Versandzentrum mit vielen Mitarbeitern, die ausschließlich Retouren prüfen, auf den angegebenen Mangel und auch wieder ins reguläre Sortiment zurücksortieren. Sehr anständig, der Otto-Versand! Beim Otto-Versand hätte ich auch die heilen Gläser in die Retoure gepackt, aber wenn Amazon eh alles wegschmeißt, habe ich kein schlechtes Gewissen, dass ich die heilen Gläser aus dem Bruch aussortiert und meinem Haushalt einverleibt habe. Auf der Amazonseite hab ich dann noch bei der Retoure als Rückmeldung vermerkt, dass die Ware nicht bruchsicher verpackt war. Nicht mal „Vorsicht Glas“ war aufgedruckt. Da lobe ich mir ein Klebeband mit „VORSICHT URNE“.

Eine Antwort auf „06. August 2018

  1. kid37 – 6. Aug, 14:20
    Und ich dachte schon, es sei womöglich eine Urne für die Betriebsratswahl gewesen. Ob man eine Urne wohl bei Amazon retournieren kann? „Nur einmal benutzt, Deckel war nicht richtig dicht“? Fällt wahrscheinlich unter Hygieneartikel. Mich stört dieses Vernichten von Ware auch. Geht gerade soweit, dass ich das Angebot auf Retoure (Hersteller sagt, er kann es nicht reparieren) ausgeschlagen habe, weil ich jetzt versuchen will, es selbst zu reparieren. Aus Trotz natürlich.

    g a g a – 6. Aug, 14:53
    Bei Amazon kann man vermutlich alles retournieren, so lange man nicht über die Stränge geschlagen ist. Wahrscheinlich macht sich nicht mal jemand die Mühe, die Begründung zu lesen, ist ja auch egal, wenn es eh vernichtet wird. Die Systematik ist wohl so, dass der Account ab einem gewissen Prozentsatz an Retouren gesperrt wird, egal ob diese berechtigt waren oder nicht. Das kann auch programmiert werden, nehme ich an, ohne dass ein Mensch mit echten Augen draufguckt. Heikel wird’s wohl so ab 17 – 20 Prozent, kommt wahrscheinlich auch noch auf den Warenwert an. Einige genervte Amazon-Retournierer habe in einem Forum eine penible Rechnung aufgestellt, wieviel sie seit Datum X bestellt haben und wieviel davon reklamiert wurde und wunderten sich, wenn es über Jahre funktioniert hat, sich grundsätzlich mal mehrere Modelle „zur Ansicht“ zu bestellen, z. B. eine Hose in drei Größen, um nur die zu behalten, die einwandfrei sitzt. Das treibt den Prozentsatz natürlich schnell nach oben, Richtung ein Drittel Rückgaben.

    An eine Urne für die Betriebsratswahl hab ich gar nicht gedacht, weil die ja entweder aus Pappkarton oder Metall oder Holz sind, aber bestimmt nicht aus Porzellan oder Keramik oder Glas. Bei Amazon gibt es ganz schicke Bestattungsurnen aus Keramik, war wahrscheinlich so ein empfindliches Modell.

    g a g a – 6. Aug, 15:07
    P.S. bei „Urnengeschäft.de“ gibt sehr aparte Modelle, mich spricht zum Beispiel dieses Modell aus schwarzem Glas mit Blütendekor stark an:

    https://www.urnengeschaft.de/asche-urnen-aufbewahrungsartikel/urne-urnen/glasurnen-glasurne/glasurne-rosa.html

    Obwohl ich (letzter Stand der Dinge) eher zur Erdbestattung in einem textil mit Damast bespanntem Sarg tendiere, ich habe da mal so ein Modell gesehen in einem ins Altrosé gehenden Beerenton mit großen eingewebten schwarzen Blüten, art déco-Anmutung.

    kid37 – 6. Aug, 18:01
    Link läßt sich hier hinter der Hochsichereitsarchitektur nicht öffnen, muß ich nachher mal von einem anderen Gerät aus probieren. Beim Thema Tod und Damast und schöne Stoffe möchte ich ansonsten anlaßlos anmerken, daß ich gerade einen Film über Rudolph Moshammer sehe. So entzückend! Bin sehr begeistert. Vielleicht hätte der heute auch einen schicken Online-Shop.

    g a g a – 6. Aug, 18:56
    (gelesen: „lässt sich hinter der Hochzeitsarchitektur nicht öffnen“, dachte bereits, ich hätte Wesentliches zu einem anderen existentiellen Thema übersehen)

    Hier Bilddatei:

    g a g a – 6. Aug, 19:04
    @kid
    auch eine Variante:

    müsste natürlich farblich noch mit Edding und Tippex angepasst werden!

    kid37 – 6. Aug, 19:35
    Das hätte ich Ihnen doch als erste erzählt! Hier auf dem anderen Rechner kann ich den Link endlich öffnen – und siehe da, es gibt auch Ascheschmuck. „Oh, du hast aber ein schönes Medaillon. Darf ich mal sehen, was ist da drin?“ – „Die Asche meiner Liebhaber.“ – Da wäre es doch um mich geschehen!

    Ich hätte gern was Schlichtes. Oder rostigem Eisen. Und, wie Sie andeuten, gern geringelt.

    g a g a – 7. Aug, 10:12
    Schlichte Eleganz für mich, aber schon auch glamourös! Auf keinen Fall möchte ich ein womöglich anonymes Grab in einem Wald. Da sieht ja eine Grabstätte wie die andere aus. Es sollte schon nicht zu übersehen sein. Eine tolle Skulptur und wenn möglich auch ein digitales Grab mit eingelassenem Monitor in einem schönen Naturstein. Am Friedhofseingang sollte es ein Hinweisschild zur Orientierung geben. Man könnte auch die nächste Bushaltestelle bzw. U-Bahn- oder S-Bahn-Station dementsprechend umbenennen, um den Besuchern serviceorientiert den Weg zum Gaga Nielsen-Mausoleum zu erleichtern!

    kid37 – 7. Aug, 12:00
    Habe gerade die „Terra-X“-Doku gesehen. Chapeau! Sehr stilechter, souveräner Auftritt, zu kurz, meiner Meinung nach. Aber das wird sich die Filmwelt schon hinter die Ohren schreiben. Ich denke mal, ein bescheidenes, schlichtes Grab im spektakulären Überwältigungsstil ist gerechtfertigt.

    g a g a – 7. Aug, 12:27
    Meiner Meinung nach natürlich auch zu kurz, aber in Anbetracht dessen, was von unserem großartigen Hauptdarsteller, der den Franz Tausend gab, herausgeschnitten wurde, noch recht anständig. Tausend hielt im Gerichtssaal ein ganz herrliches, feuriges Plaidoyer, ein ausufernder Monolog mit vielen alchimistischen Fachausdrücken gespickt, in dem er immer wieder darauf beharrte, dass er „SO KURZ“ (Andeutung mit Daumen und Zeigefinger) vor dem Durchbruch stand! Also ich habe ihm das geglaubt. Leider konnte ich in der Rolle der Dolmetscherin meine persönliche Meinung nicht verkünden. Der Film wäre ganz anders ausgegangen, Franz Tausend wäre freigesprochen worden! Leider hat sich Eike Schmitz, unser Regisseur an die Tatsachen gehalten. Ich hatte übrigens durchaus damit gerechnet, dass meine Szene komplett unter den Tisch fällt, dass sogar Ton dabei ist, hat mich dann doch überrascht, da mein ureigenes Metier ja bekanntlich der Stummfilm ist!

    Der Überwältigungsstil ist genau das, was mir vorschwebt, Sie haben das sehr einfühlsam erkannt!

    zuckerwattewolkenmond – 6. Aug, 15:19
    Bei Amazon retouniere
    ich total selten. Da hab ich aber Glück. Allerdings gucke ich, wenn ich dort Klamotten bestelle, immer genau nach den Maßen, bzw. frage inzwischen auch nach.

    Ich hatte mal ein sehr ähnliches Erlebnis mit einem anderen Versender, wo ich ein hübsches handgefertigtes Räucherstövchen aus Ton bestellte. Da es Auslassungen hat, ist es sehr filigran und empfindlich. Das erste mal schepperte es schon im Paket, bevor ich es überhaupt geöffnet hatte. Das Stövchen war fast pur in das Päckchen reingeworfen, weder ein Umkarton, noch Luftpolster. Na ja, kann mal vorkommen, also schickte ich alles zurück und bestellte erneut. Auch jetzt kam wieder alles kaputt an und völlig unzureichend verpackt. Da hab ich mich schon gefragt, ob die irgendwie zuviel Geld haben. Allerdings geht es mir total gegen den Strich, daß damit mein Zeitkonto strapaziert wird, selbst wenn mir sonst keine Kosten entstehen. Trotzdem möchte ich nicht dauernd auf Post warten und diese wieder zurück zur Post tragen. Deshalb schrieb ich eine saftige Email an den Anbieter., in der ich das ausdrückte und ebenso meine Erwartung formulierte, daß bei der nächsten Bestellung endlich alles vernünftig eingepackt ist. Und siehe da – ich mußte die Scherben nicht zurückschicken und beim nächsten Mal haben sie es tatsächlich geschafft, das Stövchen so einzupacken, daß es heil bleibt. Aber nach diesem Erlebnis scheue ich mich trotzdem dort nochmal einzukaufen, weil irgendwie finde ich es unheimlich, wenn ein Kundenservice mit so wenig Menschenverstand erfolgt.

    g a g a – 6. Aug, 15:42
    Wenn ich früher gewusst hätte, wie einfach man die Sachen retournieren kann, hätte ich es vielleicht schon mal gemacht. Habe mich aus Faulheit vereinzelt schon mit Gegenständen (im unteren Preissegment) arrangiert, weil ich den Aufwand scheute. Da ich aber über einer Postversand-Stelle bin, ist das sehr bequem. Ich war ewig auf keinem Postamt mehr. Hatte aber doch überwiegend wirklich Glück und passende Ware, sowohl bei Schuhen als auch Klamotten. Ich lese die Kundenbewertung immer. Das hat mich neulich davor bewahrt, einen spottbilligen Anglerstuhl zu bestellen, der Hinweis „Ein bildschöner Stuhl, sofern man nicht plant, darauf zu sitzen“, war sehr hilfreich! Habe dann ein „de luxe“-Modell für 29 Euro mit Nackenkissen und Getränkeport erstanden, Belastbarkeit 150 Kilo, einfach zu handhaben. 5-Sterne-Bewertung der Kundschaft, zu Recht!

    Max Zorn
    Es ist ja schon zu lange her, seit wir uns im richtigen Leben getroffen haben, aber in der Zwischenzeit kannst Du die Maximalbelastungsgrenze des „de luxe“-Modells schwerlich erreicht haben. Selbst wenn Du die Nutzung mit einer Zweitperson ins Auge fassen solltest, scheinen da noch genügend Reserven im Stuhl vorhanden zu sein. Es sei denn, durch unsachgemäßen Gebrauch entstünde zu Stoßzeiten punktuell höhere Krafteinwirkung.

    Gaga Nielsen
    Max, ich war in Gedanken gerade noch bei den Urnen, da gibt es nämlich auch „Doppelurnen“. Auf die Nutzung des Anglerstuhls mit Zweitperson bin ich im Entferntesten noch nicht gekommen. Es gibt ja auch nur eine Vertiefung für einen Trinkbecher. Übereinandersitzen ist glaube ich nur ungefähr 2 Minuten interessant. Selbst, wenn ich oben wäre. Ich möchte jetzt nicht über mein Gewicht sprechen, das mir nebenbei gar nicht genau bekannt ist, aber so ungefähr. Es bewegt sich vermutlich zwischen 70 und 80 Kilo. Das mit der Belalastungrenze ist mir nur geläufig, weil mich eine Bekannte, die den Stuhl gesehen hat, danach fragte, sie wollte sich auch einen holen, für die Pyronale, und sie ist noch etwas ‚kräftiger‘ gebaut als ich.

    Max Zorn
    Selbstredend verbieten sich so heikle Themen wie das Körpergewicht von selbst. Ich kenne meines leider zu genau. Allerdings frage ich mich gerade, wie das Verhältnis Rohkörpergewicht zu Aschegewicht zu bestimmen ist. Rät beispielsweise der kundige Bestatter seiner Kundschaft dazu, ab einem bestimmten Lebendgewicht eine XL-Urne ins Auge zu fassen? Wird bei nicht zeitgleicher Befüllung der Doppelurne überlegt, ob der Zweitnutzer noch vor seinem Ableben deutlich zulegen kann und immer noch seinen Platz in der Urne findet? Womöglich lässt er sich aus Kummer über den Urnenerstbezug seines späteren Aschepartners gehen und achtet nicht mehr auf sein Gewicht.

    Gaga Nielsen
    Das ist ja alles so wahnsinnig komplex! Ich denke mal, dass Speck und Muskeln und Fleisch relativ rückstandslos verbrennen, also das, was das Gewicht zu Lebzeiten in die Höhe treibt, am Ende fällt nur noch der Verbrennungsrückstand von Knochen und Zähnen und Klamotten ins Gewicht, und das bewegt sich wohl so zwischen 3 – 4 Kilo, nach der Knochenmühle. Was der Laie für irgendwie ‚körnige‘ Asche hält, sind die zerkleinerten Knochen- und Zahnreste, die immer übrig bleiben.

    Max Zorn
    Da ich persönlich dazu neige, mich zu einem Diamanten pressen zu lassen, betrifft mich das Thema nur soweit, wie die Aschemenge die Diamantengröße beeinflusst. Ich würde mich dann vielleicht vor dem Verbrennen etwas wärmer anziehen lassen, um insgesamt mehr Rohmasse zu erreichen. Der Klunker soll ja schon eine respektable Größe erreichen

    Gaga Nielsen
    Man müsste mal recherchieren, welche Klamotten am meisten Asche ergeben, vielleicht so ein dicker Lammfellmantel mit jeder Menge Hirschhornknöpfen! Dazu noch aparter Hirschhorn-Schmuck! Hornbrille nicht vergessen, extra stabiles Siebziger-Jahre-Modell!

    Max Zorn
    Darunter trüge ich wohl am besten Angorafunktionswäsche, die erotische Komponente von Unterzeugs spielt ja da kaum eine Rolle. Heiss wird es im Krematorium ohnehin zugehen.

    Gaga Nielsen
    Und ganz wichtig: die Grab-Beigaben! Methorn-Set für zwölf Personen, etc. pp!

    Max Zorn
    …ich hatte zunächst irrtümlich „Mehdorn-Set“ gelesen, da schauderte es mich dann doch etwas.

    Gaga Nielsen
    Eine weitere Option: einen schon etwas älteren Stier als Haustier anschaffen und testamentarisch die gemeinsame Einäscherung festlegen, zumindest des Schädels mit den Hörnern. Aus religiiösen Gründen. „Mein Totem, auch astrologisch“. Heute kann sich doch jeder seine eigene Religion zusammenschrauben. Und religiöse Gefühle dürfen nicht verletzt werden!

    Doro H.
    Fällt mir ein, hab meinen Hund Jack noch irgendwo in der Wohnung in einer Urne! Konnte nicht entscheiden, wo ich ihn begraben möchte, den Armen. Wird aber jetzt Zeit.

    Gaga Nielsen
    Aber dann ist er ja schon Inventar!

    Doro H.
    Ich könnte also auch ein Deckchen unterlegen!

    Gaga Nielsen
    oder eine Stele dafür anschaffen, evt. auch eine neue, schickere Urne, s.o.!

    Doro H.
    Ah! Möglichkeiten. Ich komme ev. darauf zurück!

    Gaga Nielsen
    auch schick:
    https://www.amazon.de/greemotion-Windlichts%C3%A4ule-Kiefernholz-Glas-Pflanzs%C3%A4ule-Au%C3%9Fen-Dekos%C3%A4ule/dp/B079HX41M3/ref=sr_1_2_sspa?ie=UTF8&qid=1533564677&sr=8-2-spons&keywords=blumens%C3%A4ule&th=1

    Miriam V.
    Wir haben auch Tilly auf dem Schrank im Flur in einer Champagnerblechgeschenkdose. Das ist ganz normal.

    Gaga Nielsen
    ich finde den nachhaltigen Ansatz auch sehr nachahmenswert – endllich eine sinnvolle Verwendung für die vielen Champagner- und Whisky-Verpackungen!

    Claudia T.
    Bei den richtigen Bestattern (richtig = modern) bekommst Du die Urne gegen Unterschrift ausgehändigt. Für kurzfristig aber auch für immer. :-)

    Gaga Nielsen
    Da hat sich dann aber viel geändert, ich dachte, das ginge nur über einen Umweg. Dann könnte man ja locker eigenhändig eine Seebestattung machen – für mich nicht interessant, aber einige träumen ja davon, dass ihre Reste in der Lieblingsbucht verstreut werden. Habe neulich in den Erinnerungen von Regina Ziegler gelesen, wie kompliziert das vor wenigen Jahren bei der Seebestattung von Wolf Gremm irgendwo in Spanien war, nur weil ein Sturm aufkam, konnte die Asche dann doch nicht so weit draußen, wo es von Amts wegen diktiert war, gestreut werden, und landete dann doch noch küstennah in seiner geliebten Bucht. Von meiner Freundin Maria, die bei „lebensnah“-Bestattungen von Eric Wrede in Berlin arbeitet, habe ich auch gehört, dass man immer Wege findet, die das Gewünschte ermöglichen, aber so als Standard-Variante die Urne fürs heimische Schlafzimmer zu bekommen, war mir nicht geläufig. Wird aber Zeit. Ich denke, dass Laurie Anderson auch die Asche von Lou Reed im Wohnzimmer hat, weil es ja bis heute kein Grab gibt. Allerdings bei derart großartigen Künstlerpersönlichkeiten von Weltrang schade, dass man keine Pilgerstätte hat. Graceland ist doch eine feine Sache.

    Claudia T.
    Nein, eine Standardvariante ist das natürlich nicht. Nach hiesigem Bestattungsgesetz gilt die „Haushaltung” einer Urne immer noch als verboten weil Bestattungspflicht. Aber – deswegen schrieb ich „richtiger Bestatter” – es gibt durchaus auch hierzulande moderne Bestatter, die sich z. B. von Dir bestätigen lassen, dass Du die Urne in irgendein Land „überführst” und sie Dir daraufhin aushändigen dürfen. Sie sind im Grund damit aus ihrer Verantwortung. Es gibt hierzulande keine Kontrollinstanz, die prüft, was aus diesen Urnen wird.

    Kannst Dich gerne in meinem Blog unter der Kategorie „Abschied” durch die die Jahre 2007/2007 lesen.

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