18. April 2021

Mein kleines Schatzkammer-Bad im Atelier. Jetzt mit schickem, neuen Teppichboden! Eigentlich war das gar keine Auslegware, sondern ein freiliegender Teppich von einem Laden in New York, wo ich natürlich nicht selbst zum Einkaufen war.

In den Sechziger Jahren ist eine Familie aus dem Iran nach Amerika ausgewandert und hat dort ein Geschäft mit Teppichen eröffnet. Das haben sie immer weiter und sehr erfolgreich ausgebaut und jetzt ist es ein riesiges Einrichtungsgeschäft in der Fifth Avenue!

Man merkt bei dem Teppich, dass er für amerikanische Ansprüche gewebt wurde. Extra dick und weich. Nicht alles, was aus Amerika kommt, ist schlecht! Wird aber natürlich in der Türkei gewebt, wie die meisten guten Teppiche. Eine Behausung ganz ohne Teppiche kann ich mir gar nicht vorstellen.

Das ist die erste Schatzkammer von meinem neu sortierten Atelier. „Neu eingerichtet“ wäre der falsche Begriff, weil man sich dann irgendwelche neuen Möblierungen vorstellt, die es dort ja so gut wie gar nicht gibt. Ein paar Bilder hängen anders.

In der Dusche, die ich nicht so richtig fotografiert habe, sind jetzt viele Säulenskulpturen. Nur auf einem etwas verschwommenen Foto mit mir drauf, kann man es im Hintergrund sehen. Ich fotografiere auch noch die anderen Schatzkammern.

17. April 2021

[…]

Schau den Regenbogen an und preise den, der ihn gemacht hat! Überaus schön ist er in seinem Glanz.

Er zog am Himmel einen Kreis von Herrlichkeit, die Hände des Höchsten haben ihn ausgespannt.

Mit seinem Befehl führt er rasch den Schnee herbei und er beschleunigt Blitze, wie er es bestimmt.

Deswegen sind die Schatzkammern geöffnet und die Wolken sind ausgeflogen wie Vögel.

In seiner Größe hat er Wolken zusammengeballt und Hagelsteine aus ihnen geschlagen.

Bei seinem Anblick erbeben die Berge, durch seinen Willen weht der Südwind.

Die Stimme seines Donners versetzt die Erde in Wehen, ebenso ein Sturm aus dem Norden und ein Wirbelwind.

Wie Vögel herabfliegen, so streut er Schnee aus, wie eine Heuschrecke, die sich niederlässt, fällt er herab;

Seine weiße Pracht bewundert das Auge und über Schneeschauer staunt das Herz.

Er streut Reif wie Salz auf die Erde, und wenn er gefroren ist, entstehen Eiszapfen.

Ein eisiger Nordwind weht und Eis gefriert auf dem Wasser.

Auf jedem stehenden Gewässer lässt es sich nieder, wie mit einem Panzer bekleidet sich das Wasser.

Er verschlingt die Berge, dörrt die Wüste aus und versengt das sprossende Grün wie Feuer.

Feuchter Nebel bringt rasch für alles Heilung, der Tau, der niederfällt, wird nach der Hitze erfrischen.

Nach seinem Plan bändigt er den Abgrund des Meeres und pflanzt Inseln hinein.

Die das Meer befahren, erzählen von seiner Gefahr und wir staunen über das, was unsere Ohren hören.

Dort gibt es unglaubliche und wunderbare Werke, eine Vielfalt von allen Lebewesen, eine Schöpfung von Ungeheuern.

Seinetwegen ist sein Bote erfolgreich und durch sein Wort ist all das zusammengefügt.

Vieles werden wir sagen, aber wir kommen nie an ein Ziel und das Ende der Worte ist: Er ist das All.

Wo werden wir die Kraft finden, ihn zu preisen? Denn er selbst ist der Große über all seinen Werken.

Ehrfurcht gebietend und überaus groß ist der Herr, wunderbar ist seine Herrschaft.

Die ihr den Herrn lobt, erhöht ihn, so viel ihr könnt, denn er wird es noch übertreffen!

Die ihr ihn erhöht, tut es mit vermehrter Kraft! Werdet nicht müde, denn ihr kommt nie an ein Ziel!

Wer hat ihn gesehen und kann von ihm erzählen? Wer preist ihn, wie er ist?

Viele verborgene Dinge sind größer als dies, denn nur wenige seiner Werke haben wir gesehen.

Denn alles hat der Herr gemacht und den Frommen hat er Weisheit geschenkt.

Jesus Sirach 43,28, Altest Testament, 190/180 v. Chr.