Und warum eigentlich nicht zu Dr. Feelgood. Fällt mir gerade auch kein nachvollziehbarer Grund ein. Sa, 28. April, Quasimodo, zum (bei mir sehr) beliebten Konzertbeginn um 22:30 Uhr.
09. April 2018
live stream vom Quasimodo!
09. April 2018
Eben auf einer Litfass-Säule an dem Filmplakat für „3 Tage in Quiberon“ hängengeblieben. Marie Bäumer spielt Romy, über die drei Tage in Quiberon, man kennt die Schwarzweiß-Fotos, wie sie mit dem Fischer tanzt und trinkt und raucht und auf den Felsen herumklettert, da war sie schon sehr nierenkrank. Der jahrelange Medikamentenmissbrauch hatte sich in ihrem Gesicht eingegraben. Als Marie Bäumer die Rolle spielte, war sie schon viel älter, als Romy überhaupt wurde. Als alter Romy-Fan und weil ich Marie Bäumer auch mag, will ich den Film gerne anschauen. Er läuft bei mir in den Hackeschen Höfen, ab 12. April. Da kann ich gerade nicht, aber an vielen späteren Terminen. Wer hat Lust mit mir den Film anzuschauen und danach noch was essen und trinken zu gehen? Zum Beispiel ins Yo Soy nebenan oder ein anderes schönes Lokal in der Nähe (Ina? Jenny? Maria? Saskia? …und alle andern Fans von Frau Schneider….)
09. April 2018
draußen ist Sommer …wundervoll
09. April 2018
Heute im Quasimodo, „The Pretty Things“, neben den Stones die dienstälteste britische Rockband, Farewell-Konzert. Einlass 20 Uhr, Konzertbeginn 22 Uhr. Bin dabei. Hab mein Ticket schon, auch nicht ganz superbillig mit 29 Euro, aber hey… – im Vergleich zu den Stones-Tickets fast geschenkt. Kann man jetzt nicht in jeder Hinsicht vergleichen, aber die sind ja damals alle zusammen in die Schule gegangen und Dick Taylor hat mit Mick und Keith die Stones gegründet. Die Pretty Things galten damals als die wildere Band, im Vergleich mit den Stones. Kann man sich kaum vorstellen. Ich freue mich jedenfalls sehr auf heute Abend. Rock-Geschichte…!
08. April 2018
Zum Thema „Diese DVD ist in deiner Region nicht abspielbar“: vergesst alle Seiten und Foren, wo kryptische Hoffnungen und Codes gepostet werden, wie man den Code für ein bestimmtes DVD-Player-Modell knacken, hacken könnte. So weit ich es durchexerziert habe, alles Bullshit. Einfachste Lösung überhaupt: ein Wireless Display Adapter, kleine Strippe mit zwei Steckern, die man in den HDMI- und einen USB-Port hinten am TV-Gerät reinsteckt, dann am Rechner in den Gerätemanager gehen und den TV hinzufügen, connecten. Hätte bei mir auf Anhieb geklappt, wenn ich die richtige der vier USB-Buchsen (ja, da gibt es funktionale Unterschiede) bei meinem Panasonic Viera auf Anhieb getroffen hätte. Nun alles prima, mein Notebook-Monitor ist auf dem Fernseher und ich kann x-beliebiges Zeug, einschließlich in Europa gesperrter DVDs wireless auf den Fenseher übertragen. Auch hilfreich bei youtube-Videos, denn mein Fernseher kann zwar schon lange youtube, aber wenn der Direktzugriff über WLAN vom TV einfriert, kann man nur wieder von vorne anfangen, elend. Die youtube-Filmchen laufen auf meinem Notebook unvergleichlich stabiler, dann lieber so das schöne große Bild auf dem TV und den zugehörigen viel besseren Sound. Kostet um die achtundvierzig Euro, so eine Adapter-Strippe. Und kein hässliches Kabel zwischen den Geräten, I like. Lohnt sich! (gibt’s natürlich auch in vergleichbarer Technologie für Mac von anderen Herstellern)
P.S.
z. B. solche Perlen wie diese Andy Warhol-Doku und „BEING MICK“ sind auf für Europa konfigurierten DVD-Playern mit einer Ländersperre belegt, ist natürlich schade, wenn man das nur auf dem Notebook über VLC-Player schauen kann. Aber ist nun nicht mehr mein Problem!
08. April 2018
I C H
B I N
N I C H T
S C H W A N G E R, facebook!
Sollte dieses unwahrscheinliche Ereignis eintreten, erfährst du es selbstverständlich als Erstes. Obwohl ich einen Adblocker habe, werden mir in der rechten Seitenleiste facebook-Seiten präsentiert, die mich nicht interessieren, meistens schaue ich da gar nicht hin, aber wenn es besonders aufdringlich daherkommt, muss ich das schon mal wegklicken. Da war irgendwas mit Schwangerschaft und ich klicke also rechts oben, um es zu löschen, bei nächster Gelegenheit erhielt ich die Information, das ich auf diese Seite einen Pin geseetzt habe, also eine Art Lesezeichen. Jetzt muss man schon das Kleingedruckte lesen, wenn man in die Ecke klickt. Also Vorsicht, nicht immer ist da die bewährte Löschfunktion platziert! Ich kann mich absolut nicht erinnern, dass ich mich in der letzten Zeit online mit irgendwem übers Kinderkriegen unterhalten hätte. Aber nun, durch diesen Beitrag hier, pushe ich das Thema noch mal ordentllich nach oben. Ich muss schnell ein paar Sätze zum Thema Schwangerschaftsverhütung etc. pp. hier einbauen. Oder zum Beispiel „Hotels für Erwachsene“, das ist ein Angebot der Tourismus-Branche für Menschen, die es attraktiv finden, im wohlverdienten Urlaub kein Gekreische und Gezeter von Familienangehörigen unter 15 oder so hören zu müsen. Manche Leute regen sich unwahrscheinlich darüber auf, dass es so ein Angebot überhaupt gibt, Verstoß gegen die Menschenrechte, ein Fall für Amnesty International usw. usf. Schon mal einen längeren Flug oder eine längere Zugfahrt genossen, wo zwei bis drei Reihen vor oder hinter einem so ein Racker war, der jede Explosion auf seiner bei jeder Eingabe piependen Playstation synchron mit seiner kleinen kräftigen Stimme begleitet? Große Bewunderung auch für die danebensitzenden Eltern, die die hingebungsvolle Beschäftigung des Kindes mit dem Apparat offfenbar als das kleinere Übel zu betrachten gelernt haben. Nein, ich bin nicht schwanger und auch nicht traurig deswegen. Zur Bekräftigung poste ich gerne noch mal ein Foto von vorgestern mit meinem Weinglas und meiner Zigarettenschachtel. Es handelt sich hierbei um keine Schokoladenzigarette. Sie raucht auch nur deswegen nicht, weil sie im „Prachtwerk“ nicht durfte, die Ärmste. So prächtig finde ich es da übrigens gar nicht, zwar ganz nette Bilder an der Wand, der Côtes du Rhône auch trinkbar, auf den ersten Blick eine schöne Bühne. Aber ganz schlechte Akustik. Da sind so ein paar riesige Pfeiler mitten im Raum, die die schönen ausgetüfelten Schallwellen in weiten Teilen des Raumes zerschmettern. Man hat bei dem Konzert von Wolfgang Müller im vorderen Bereich so gut wie kein Wort verstanden, bei seinen schönen Texten doppelt bedauerlich. Ich habe mich dann genau hinter den Tontechniker im hinteren Bereich gestellt. Da war alles gut hörbar. Wenn er sich aber nicht von seiner Schaltzentrale wegbewegt beim Soundcheck, und auch keinen anderen testen lässt, wie sich der Sound in welcher Ecke anhört, ist absolut sicher gestellt, dass es genau, und im Zweifel vielleicht nur da, gut klingt, was er da so zusammenmischt. Die Musiker auf der Bühne müssen sich darauf ja auch verlassen können. Aber Müller hat nach ungefähr fünf Songs ins Publikum gefragt, ob man alles gut hören kann, oder ob es zu laut ist oder wie oder was – hat keiner reagiert, nur ich hab ihm gesagt, dass man vorne absolut nix versteht (hat mir meine Sitznachbarin bestätigt), aber die Gitarren überall ganz gut klingen und hinten wäre es insgesamt ganz gut. Na ja. Da stand dann auch mein Glas Wein und lag die Schachtel. Also wenn ich eine Location für ein Release- oder sonstiges Konzert suchen würde, ganz sicher würde ich vom Prachtwerk abraten. Das Problem mit den Pfeilern kenne ich auch von woanders. Da kann der beste Tontechniker des Universums mutmaßlich keine Wunder vollbringen.
08. April 2018
Alles DA
08. April 2018
Release-Konzert: Wolfgang Müller „Die sicherste Art zu reisen“, Prachtwerk Berlin. Support Game Over Baby
05. April 2018
noch ein lieb gewonnenes Lied von Wolfgang Müller
(Freitag im Prachtwerk)
05. April 2018
surprise, surprise – gerade erst entdeckt, Wolfgang Müller hat am Freitag im Prachtwerk einen Berliner support act, nämlich Game over Baby… nice – die haben ja richtig schöne Videos
04. April 2018
03. April 2018
Neunzehnhundertfünfundsechzig war schon ein super Jahr. Meine Geburt hat damals unwahrscheinlich viele Künstler zu Höchstleistungen inspiriert. Nie haben Backroundsängerinnen heißer performt, wie in dieser schönen Aufnahme von Bo Diddley. Ich weiß gar nicht, ob man das vor 22 Uhr senden darf (2:25!) Oder „I got you, Babe“ von Sonny & Cher, eine unverschlüsselte Wilkommensbotschaft anlässlich meiner Erdenankunft. Ganz pünktlich dann zum ersten September, The Rolling Stones auf Platz 1 der Britischen Charts mit Satisfaction. Ist jetzt nicht mein Lieblingslied der Gruppe, auch den etwas unbefriedigenden Textzeilen und der etwas eintönigen Melodie geschuldet, aber die Absicht zählt. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul! Am 3. November 65 legten sie dann noch mal nach mit „Get off of my Cloud“. Auch wieder eher störrische Reime, die aber letztlich eine doch irgendwie auch recht passende Anspielung auf meinen etwas eigenbrötllerischen Charakter darstellen, der sich dann nach zwei Monaten schon deutlich abgezeichnet hat. Hier lag keine Opportunistin in den Windeln, das Kind machte gerne sein eigenes Häufchen. Hat sich im Grunde nicht viel verändert. Die Beatles waren dann im Oktober und November mit Help! auf Nummer Eins. Hilfe war sicher von Nöten, um mit mir fertig zu werden, aber das lag an meiner schnellen Entwicklung, ich wollte raus aus diesem langweiligen Baby-Dasein mit gefüttert- und gewickelt werden und endlich alleine die Welt erkunden, es konnte mir gar nicht schnell genug gehen! Immer dasselbe Kinderbettchen, immer dieselben Eltern, mir war langweilig! Geht mir heute immer noch so, ich bin ganz schwer für Wiederholungen zu interessieren. Außer so Sachen, die mit Genuss zu tun haben. Ich kann zum Beispiel immer wieder gerne einen absoluten Spitzen-Bordeaux oder -Champagner trinken, das wird mir einfach nicht langweilig. Auch Schlafen gefällt mir immer wieder ausgezeichnet. Oder Wiener Schnitzel könnte ich auch mindestens dreimal die Woche essen. Mache ich zwar nicht, aber ich könnte! Also offensichtlich liebe icih bei körperlichen Genüssen die wiederholte Spitzenqualität, aber wenn es ins Geistige oder Künstlerische geht, habe ich leichte Probleme, mich – zumindest in zu kurzen Abständen – für ein identisches Angebot zu begeistern. Andererseits kann ich daheim ganz viele Lieder immer wieder hören, aber ich wollte jetzt nicht jede Woche zum Konzert von dem gleichen Künstler gehen. Stimmt da irgendwas nicht mit mir? Ich denke, es ist wohl einfach nur ein Schutzmechanismus, um die Lebenszeit nicht zu verplempern und die maximale sinnliche Bereicherung sicherzustellen.
auch super: Taufkleid mit echten Rosen! (Foto mit Patentante Anna, nicht meine Mama!)
02. April 2018
Gerade entdeckt, am Montag, 9. April spielen die PRETTY THINGS (!) im Quasimodo. Ich glaub es ja kaum Da muss man eigentlich hin, oder? Wiki: „Die Band The Pretty Things wurde 1963 von dem Gitarristen Dick Taylor, zuvor Bassist bei den Rolling Stones und dem Sänger Phil May in London gegründet. Ihren Bandnamen entlehnten die Musiker dem Song Pretty Thing von Bo Diddley. Exzessive Bühnenshows, harter Rhythm and Blues und ein finsteres Image machten die Band schnell bekannt.“ Okay, die Band ist erst 55 Jahre alt, aber man sollte ihr vielleicht dennoch eine Chance geben! Wer kommt mit?
02. April 2018
Mit Ina im Quasimodo beim Release Konzert von Danielle De Picciotto und Alexander Hacke. Ich kam mit dem Taxi direkt von der Wabe, hatte mich auf den letzten Drücker losgeist. Ich war ewig nicht mehr im Quasimodo. Ich glaube Ende der Achtziger oder Anfang der Neunziger. Mir ist, als wäre der Bühnenbereich früher nicht im Keller gewesen, aber es sah trotzdem ähnlich aus, eigentlich schöner. Schummrig blaue Clubatmosphäre. Bilder von Ikonen der Musikgeschichte an den Wänden. Prince schmückt die Bar. Eine besondere Reminiszenz. Noch heute wird davon erzählt, wie er Mitte der Achtziger nach einem großen Konzert (er war auf dem Höhepunkt seines noch frischen Ruhms, Kiss lief rauf und runter) danach ein spontanes Konzert im Quasimodo gab, einige wussten davon, das machte schnell die Runde, auch ohne Handy und Smartphone. Ich hörte erst am Abend danach davon, von einem Freund, den ich immer nur am Tresen der Dominar-Bar traf, Arno. Er war auch da, er hatte aber auch eine besondere Connection, weil er häufiger Stars, die in der Stadt waren, die Hotspots zeigte. Einmal war er auch mit David Byrne unterwegs. Jedenfalls betrachteten sich alle, die bei diesem exklusiven, nicht angekündigten Konzert dabei waren, als geadelt. Von Prince persönlich. Jedenfalls wurde reichlich damit angegeben. Hätte ich wahrscheinlich auch nicht für mich behalten, Neid! Daran dachte ich also, als ich da am Tresen stand und auf Prince, den Geliebten schaute. Das Konzert von Danielle De Picciotto und Alexander Hacke ließ sich etwas übersteuert an, ich fand es zu laut. Hoffte, es würde besser, um die metaphysischen Klänge, die beide produzieren, angemessen würdigen zu können. Nach der Hälfte des zweiten Stücks ging ich zum Mann an den Tonreglern und sagte ihm, dass ich es zu laut fände, die Gitarre übersteuert. Ich hatte den Eindruck, es wurde dann besser, kann aber auch an den Stücken gelegen haben. Es wurde immer besser, es hatte sich eindeutig gelohnt, die Wabe vorzeitig zu verlassen. Ina hatte die beiden in der Konstellation noch nicht gehört, ich schon, vor zwei Jahren im Roten Salon, wo Danielle phantastische Visuals zur Musik zeigte. Das war diesmal nicht, es war weniger aufwändig, gab auch keinen Support Act, aber es war sehr intensiv. Gudrun Gut und Andrew Unruh standen auch am rechten Bühnenrand und lauschten. Später, auf dem Nachhauseweg tankte Ina, ich schaute auf eine Litfass-Säule mit einem riesigen Stones-Plakat für den 22. Juni im Olympiastadion. Da gehen wir auch hin. Hier ein paar Bilder aus dem Quasimodo, wie es heute aussieht. Und von Danielle und ihren Strümpfen und Schuhen.
P.S. gehört auch noch hierhin, dieses P.S. aus einem Kommentar vom 9. März, nach dem Konzert:
„P.S. auch noch bemerkenswert war eine Begegnung mit einem Mann am Ende vom Konzert im Quasimodo. Alexander und Danielle packten ihr Equipment ein und außer dem Tresenpersonal waren nur noch wenige Gäste da. Da kam ein graumelierter Herr an unseren Stehtisch und begann zu plaudern. Auskunftsfreudig erklärte er, dass er extra nach Berlin wegen des Konzerts gereist ist, ich glaube aus Niedersachsen (oder war es Hamburg?). Und zwar einzig und allein aus dem Grund, um sich „diesen Alexander Hacke“ mal aus der Nähe anzuschauen. Nicht etwa, weil er sich für seine Musik interessieren würde, keineswegs. Der Grund des Konzertbesuches war, sich ein konkreteres Bild von dem Männergeschmack von Meret Becker zu machen. Die beiden waren ja mal verheiratet. Dass das nun schon ewig her ist, zwanzig Jahre bestimmt, hat ihn nicht weiter interessiert. Hingegen stark interessiert ist er an Meret. Wir fragten ihn, ob da denn was liefe, mit Meret und ihm. Ich habe aus seinen etwas nebulösen Erklärungen gefiltert, dass er mit ihr auf facebook Kontakt hatte, wobei nicht ganz klar wurde, ob er ihr als Fan etwas mitgeteilt hat, ob in Form eines Kommentars, oder ob er ihr eine private Message geschrieben hat. Und ob sie darauf geantwortet hat, war auch nicht so eindeutig zu eruieren. Jedenfalls findet er sie sehr toll und ist offensichtlich so verliebt, dass er möglichst viele Informationen über seine Herzensdame sammeln will. Vielleicht wird ja was draus, ich kenne den Männergeschmack von Meret ja nicht. Er war nicht unangenehm, aber mein Fall wäre er nicht. Mir eigentlich auch ein bißchen zu alt. So schätzungsweise Ende Fünfzig. Ich bin ja erst siebenundzwanzig.
Bei der Heimfahrt musste Ina tanken und ich guckte währenddessen durch die Scheibe direkt auf eine Litfasssäule. So eine moderne, die sich dauernd dreht. Und ungefähr alle dreissig Sekunden kam eine große gelbe Werbung mit einem roten Mund in der Mitte, wo eine Zunge raushängt. 22. Juni 2018, Olympiastadion stand drauf. Keine Ahnung, was das soll Und in der Ecke „no filter“. Vielleicht eine neue Zigarettenmarke. Ich werde mich informieren und auf jeden Fall hingehen!“
01. April 2018
31. März 2018
ich habe ein Ticket übrig für das Release Konzert von dem Hamburger Singer/Songwriter Wolfgang Müller, am Fr., 6. April in Berlin, Prachtwerk. Ich selbst werde auch hingehen. Auf meiner Lieblingsplaylist gibt es zwei Songs von ihm, ich habe ihn noch nie live gehört. Das ist einer der Songs, den ich sehr mag. Wer sich für das Ticket interessiert, bitte mir eine private message schicken.
P.S. Das ist der andere Song von ihm auf meiner playlist, „Unterschiedlich schwer“.
31. März 2018
Es hat mich durchaus interessiert, was Gabo vor einem guten halben Jahr, im September 2017 in der Humboldtbox am Schloßplatz gezeigt hat. Mein Wochenende in Soeht 7 war erst eine gute Woche her und ich beschäftigte mich in Gedanken noch immer damit, was eine gelungene Ausstellung ausmacht. Nicht nur, was man zeigt, auch wie. Wie sie das mit dem Support von Lumas und Whitewall umsetzen würde. Da es nicht die Eröffnung war, fand ich einen menschenleeren, großen Ausstellungsraum vor, eine Etage unter dem Café mit der Dachterrasse, eine Etage über der permanenten Ausstellung zum neuen Berliner Schloss und dem Humboldtforum, das darin ein Zuhause finden wird. Die Box ist seit einigen Monaten weiß – oder hellgrau, nicht mehr blau. Ein neuer Sponsor hat für die neue Farbe gesorgt. Ich mag die Box, weil sie eine ungewöhnliche Form für ein Gebäude hat und die Dachterrasse bietet einen großartigen Blick über Mitte, auf Augenhöhe mit der Kuppel des Berliner Doms. Im Café gibt es eine passable Speisekarte und Barhocker mit unerwartet barocker Eleganz, Damast-bezogen. Goldgerahmte Spiegel auf pinker Seidentapete. Und eins tiefer also Gabo mit ihren Portraits von vielen Stars, auch internationalen. Angelina Jolie, gegenüber Blondie – pardon – Debbie Harry, daneben Anna Loos, in einer weiteren Reihe Udo Jürgens, unweit von Udo mein heiß geliebter Götz George auf einem Bild mit Alexander Scheer. Um die Ecke Kevin Costner. Nina Hagen reißt die kajalumrandeten Augen auf. Schöne Sachen dabei. Sie – die Fotografin – hat die großformatigen Abzüge (ca. 80 x 120 etwa) mit Klammern befestigt, freischwebend von der Decke in den Raum gehängt. Die Wände muss man sich dazu denken. Kann man machen, für meinen Geschmack ein bißchen zu gleichförmig. Aber natürlich schöne Adresse, Eintritt frei. Sie hat auch ein schönes Plakat dazu gehabt. Eines ist klar, sie muss eine Persönlichkeit besitzen, die ihr in vielen Fällen einen persönlichen Zugang ermöglichte. Nicht in allen – das Bild mit Angelina Jolie sieht nach der Regie von Angie aus, das Bild hätte sonstwer machen können. Wahrscheinlich sind die besten nicht im Ausstellungsraum gewesen. Es könnten die Bilder sein, die sie mit Campino gemacht hat, die in besonderer Nähe entstehen konnten. Ich glaube, eines davon ist dabei. Auch wenn es nicht durch die Bildunterschrift offenbart wurde. Es vermittelt sich auf einer anderen Ebene, es braucht keine Buchstaben.
30. März 2018
Lese gerade „Geht nicht gibt’s nicht!“ von Regina Ziegler. An einer Stelle berichtet sie, wie ihr Mann Wolf Gremm an die Verfilmungsrechte von Erich Kästners „Fabian“ gekommen ist. Kästner lehnte zu Lebzeiten Verfilmungen von Fabian ab. In seinem Testament verfügte er, dass seine Frau* langjährige Lebensgefährtin und seine dauerhafte Geliebte (mit der er auch ein Kind hatte), jeweils fünfzig Prozent der Verfilmungsrechte erben. Gremm hat dann mit beiden einzeln Kontakt aufgenommen und sie bezirct, was dazu führte, dass beide zustimmten. Verfilmungsrechte hin oder her – was ich so bizarr an dieser Stelle finde, ist die Verfügung von Kästner, im Grunde EINE zu vererbende Sache auf zwei Erben aufzuteilen, die vermutlich nicht unbedingt in größter Harmonie nebeneinander existierten. Auseinandersetzungen sind da vorprogrammiert. Was hat er sich dabei gedacht. Man müsste das Testament vielleicht mal genauer lesen können. Vielleicht war es auch eine Konstellation, wo jeder von jedem gewusst hat und sich irgendwie arrangierte, und Kästner wollte, dass keine sich benachteiligt fühlt. Mag auch eine schwierige Entscheidung sein. Hat mich gerade schwer irritiert während der Lektüre.
Erich Kästner und die Frauen
Besuch bei ‚Frau Kästner‘
*Kästner hat nie geheiratet, wusste Ziegler vielleicht nicht
28. März 2018
Der junge Mann hier hat jetzt zum Beispiel eine Frisur, die mir gleich angenehm aufgefallen ist. Schmeichelhafte Silhouette, das Gesicht kommt zur Geltung, das verwegen lange Deckhaar gibt eine gewisse Dynamik bei rhythmischen Kopfbewegungen. Die Ohren werden nicht verdeckt, man sieht gleich, ob sie gewaschen sind. Der sidecut hat so eine gewisse fünf-Tage-Bart-Textur, die ich auch sehr mag. Die Haare scheinen nicht gefärbt zu sein, was da so rot aufflammt, ist der Bühnenscheinwerfer. Ich stehe überhaupt nicht auf gefärbte Haare bei Männern. Ohrschmuck ist auch nicht von Vorteil, hier nicht zu sehen. Allerdings hat er auf der anderen Seite so ein Ohrpiercing, immerhin keinen Tunnel (geht für mich gar nicht!). Das einzige, was mir bei diesen mich sehr ansprechenden Frisuren noch keine Ruhe lässt ist, ob da nicht doch irgendein Festiger oder Haarspray im Spiel ist. Bei ihm fiel das alles relativ locker und wirkte nicht betoniert-verklebt. Man möchte da ja auch reinfassen. Wenn man dann in so ein klebriges Nest langt, das finde ich nicht schön. Rein von der Statik her sollte es auch möglich sein, so einen Haarschnitt einfach nur durch regelmäßiges Kämmen oder Bürsten in Fasson zu bekommen, oder? Ich habe jetzt keine weiteren Pläne mit diesem jungen Mann, die Abbildung dient nur als Symbolbild!
27. März 2018
27. März 2018
27. März 2018
27. März 2018
Zur besseren Orientierung habe ich in meinem flickr account übrigens Sammlungen angelegt, die ich bevorzugten Opfern und Orten widme. Falls sich jemand über Ostern langweilt, kann er gerne in meinen 57.055 öffentlichen Bildern der letzten dreizehn Jahre herumsurfen. Wobei noch anzumerken ist, dass es darüberhinaus einige Hundert Alben gibt, die keiner Sammlung zugeordnet sind. Das Ordnungsprinzip in flickr ist so, dass man Bilder aus dem gesamten Photo Stream Alben zuordnen kann, das mache ich sehr konsequent, d. h. es gibt kein Foto unter den rund Siebenundfünfzigtausend, das freifliegend herumschwebt, ohne sich in einem Album zu befinden. Man kann darüberhinaus verschiedene Alben in einer sogenannten „Sammlung“ (collection) bündeln, das habe ich immer dann gemacht, wenn es sich aufdrängte, wie zum Beispiel die Sammlung „Vienna“ oder „Villa Ernst Fuchs“ oder „Olympiastadion Berlin“, wo ich dann auch noch die zugehörigen Geschichten (also Blogeinträge) verlinkt habe. Viel Vergnügen!
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Gesammelte Sammlungen in alphabetischer Reihenfolge:
Alban Nikolai Herbst 11 Alben
all2gethernow 4 Alben
Atelier 12 Alben
Berliner Flohmärkte 7 Alben
Berliner Dom 11 Alben
Berliner Mauer 13 Alben
Berlin Grunewald, Havel und Wannsee 13 Alben
Berlin, Nikolaiviertel 5 Alben
Berlin, historische Mitte 84 Alben
Berlin, Neues Museum 17 Alben
Bundesregierung 13 Alben
Blogger 44 Alben
Cafe Einstein 7 Alben
Carpentier Galerie 6 Alben
C/O Berlin 6 Alben
Cosmic 148 Alben
Daily Shots 365 Alben
Duke Meyer | Eibensang 11 Alben
Einstürzende Neubauten [related] 9 Alben
Frau Nielsen 2005 – 2018 13 Alben
Frau Nielsen macht Ferien 10 Alben
galerie hiltawsky 4 Alben
Gärten der Welt 10 Alben
Gräber in und bei Berlin 12 Alben
Grüner Salon 5 Alben
Helge Timmerberg 2 Alben
in memoriam Nico 6 Alben
Jenny 7 Alben
Jupiter IV. 61 Alben
Karl 15 Alben
Karvana 4 Alben
krahkrahwuffmiauwieher 11 Alben
KUNSTSALON IRIDIUM 4 Alben
KW Institute for Contemporary Art 3 Alben
@lcb (Literarisches Colloquium Berlin) 6 Alben
Lüül 6 Alben
Maria 26 Alben
M. 2 Alben
nhow_Berlin 6 Alben
Olympiastadion Berlin 15 Alben
Olympisches Dorf Elstal von 1936 10 Alben
PINK PARTE 6 Alben
Reisetagebuch Mai 2010 10 Alben
re:publica 3 Alben
Rosa von Praunheim 5 Alben
Roter Salon / Volksbühne Berlin 6 Alben
Seven Star Gallery Berlin 10 Alben
SIR 11 Alben
SOEHT 7 12 Alben
Spreepark Plänterwald 3 Alben
Tempelhofer Freiheit 5 Alben
Unterwegs mit Jan 118 Alben
Vera von lehndorff 7 Alben
Vienna 60 Alben
Villa Ernst Fuchs, Wien 12 Alben
Zeughaus 8 Alben
50 Jahre Mauerbau 13. August 2011 12 Alben
27. März 2018
[ Auszug aus einer fb-Konversation vom 27.03.18 ]
„WOBEI ich ja anmerken muss, dass ich mir für 2018 vorgenommen hatte, bedeutend weniger zu fotografieren, und vor allem keine Künstler, die ich schon mehrfach in ähnlichen Bühnensituationen verewigt hatte. Eigentlich wollte ich mich in diesem Jahr auf ganz besondere (verabredete) Situationen, vorzugsweise bei Tageslicht konzentrieren, außerdem Altlasten abbauen (Bilder verarbeiten, die schon seit z. T. 2015 in der Schleife hängen). Aber wer bin ich, mich an meine Vorsätze zu halten! Einmal habe ich es geschafft, tatsächlich kein einziges Foto zu machen, obwohl ich die Kamera eingepackt hatte (für alle Fälle). Das war bei Marias vorletztem Konzert im Lola, wo sie mit Matzaa und Judith vom Tresen gesungen hatte. Ich freute mich fast schon, dass es mich auch nicht in den Fingern juckte, weil ich diese Perspektive schon in- und auswendig kenne und wirklich ausgiebigst festgehalten hatte, also nur mit Maria. Aber dann war ich neulich wieder im Lola und Maria sang und hatte DIESEN COWBOYHUT auf. Ich konnte nicht anders. Schon ging es wieder los, ich wurde rückfällig!
Dann hatte Jenny diesen Auftritt in der Wabe. Ich hatte zuletzt mal IC Falkenberg vor zehn Jahren mit Stern Meissen glaube ich dort fotografiert, danach hat er sich mit mir zum Kino verabredet, wir waren in dem RAF Film und danach essen und er kaute Kaugummi, sächselte mit seinem Hallenser Dialekt und trank Red Bull mit Wodka oder irgendeine ähnliche gruselige Mischung. Das hat mich etwas abgetörnt (also das Gesamtpaket, obwohl er sich ansonsten sehr bemüht hat, haha). Ich dachte also, ich sollte der WABE noch mal eine neue Chance geben. Also ging ich hin und wollte dann auch gucken, was meine Kamera mit der Situation macht.
Und dann durfte ich plötzlich in der Bar jeder Vernunft fotografieren, wo man nie Fotos machen darf. Ja sollte ich denn da keinen Gebrauch davon machen?
Liebe Saskia, in diesem Album mit dir aus der Wabe ist ein Bild, wo ich sofort gedacht habe, „das Foto habe ich doch schon mal gemacht!“, das mit deinen Glitzer-Stiefeletten. Sogar zwei. Ich habe es trotzdem gerne gemacht und nicht gelöscht. Aber das muss aufhören! So viel aus der Rubrik intime Bekenntnisse.
Ihr müsst mir natürlich auch ein bißchen dabei helfen und mich ermahnen, noch einmal darüber nachzudenken, wenn ich die Kamera aus der Tasche hole. Ich zähle auf euch!
Frohe Ostern etc. pp!
Eure Gaga
(Konzert-Fotografin i. R.)“
26. März 2018
Schon wieder Bilder aus der Wabe. Noch warm, von vorgestern. Mit SIR, diesmal mit – natürlich Saskia -, Ilka, Hans, Jens und Elisabeth King. Von Lane of Lion habe ich auch Bilder, sehr aparte sogar, der Haarschnitt des Bassisten hatte es mir angetan. But first things first. LA Rutner (hier umschmeichelt von Ilka und Hans)
SIR. Schön. Schlau. Schlagfertig. [ s l i d e ]
25. März 2018
Wir waren übrigens gestern nach Saskias sehr schönem Konzert nicht wie so oft im Rosenburger, sondern in der sehr schönen Yo Soy Tapas Bar in der Rosenthaler Str. 37, wo wir tatsächlich, als wir nach Mitternacht dort aufschlugen, noch Essen bekamen und zwar allerfeinste Tapas, hätten aber auch Kaninchenkeulen und was es sonst auf der Karte gibt, bekommen können. Der Rioja war auch grandios. Dazu gute Musik und ein sehr charmanter, aufmerksamer Service. Ganz dicke Empfehlung. Wir waren ungefähr bis 3 Uhr da und haben es uns gutgehen lassen! Ich gehe davon aus, dass Herr Martius das unterschreibt!
Ich hatte ja berichtet, als wir nach dem Konzert in der Wabe etwas orientierungslos an den Stehtischen herumstanden, dass ich neulich, als uns wieder nur der Rosenburger einfiel, danach googelte, welche Berliner Restaurants überhaupt nach 23 Uhr noch warme Küche haben. Das ist eine echte Wüste hier, wenn man gerne in schönerer Atmosphäre als einem Imbiss noch spät etwas essen will. Das Ergebnis war tatsächlich in Mitte nur das Yo Soy, das ich gar nicht präsent hatte, obwohl ich jeden Tag mindestens zweimal dran vorbeilaufe und das Restaurant Nö in der Glinkastraße. Das wird auch noch ausgetestet. Und im Westen das Schwarze Café. Aber da will man ja nicht extra hinfahren, wenn man in Mitte oder im Prenzlauer Berg unterwegs war. Das Yo Soy war ein echter Volltreffer. Als wir aus dem Taxi stiegen, waren wir noch höchst unsicher, ob das nicht eine haltlose Behauptung im Internet ist, dass man nach Mitternacht noch Essen bekommt. Aber es stimmt!
24. März 2018
und gleich zu SIR, Special Guest: Lane of Lion
24. März 2018
Bar jeder Vernunft: Astrid North & Gäste – North-Lichter – auf der Bühne Astrid North, Maria Schuster, Franziska Plückhan, Johanna Zeul, Aziza A, Benny Glass
(…) u. als Gast (im Auditorium) Saskia Rutner
24. März 2018
20. März 2018
Gedöns
20. März 2018
Danielle De Picciotto, Quasimodo
20. März 2018
20. März 2018
20. März 2018
20. März 2018
20. März 2018
steht lieber rum: Benny Glass
20. März 2018
20. März 2018
These boots are made for walking
And that’s just what they’ll do
One of these days these boots are gonna walk all over you
19. März 2018
Ein großer Teil der Bilder, die ich in den letzten Tagen von Jenny Kittmann, Astrid North, Johanna Zeul, Franziska Plückhan und Saskia Rutner gepostet gepostet habe, ist aus diesem Album. Hier ist der Rest. Ich empfehle, die Bilder als Slideshow zu betrachten, da ist so ein extra Button auf flickr im oberen Bereich dafür. Oder über diese Adresse. Viel Vergnügen, es war ein sehr schöner Abend, auch ohne Männer auf der Bühne. Frauen haben ja auch Testosteron.
18. März 2018
Beine gehen immer.
18. März 2018
wenn ich groß bin, werde ich Astrid North
18. März 2018
18. März 2018
18. März 2018
18. März 2018
Jenny Kittmann, Wabe
17. März 2018
17. März 2018
D̶e̶̶s̶̶d̶̶e̶̶m̶̶o̶̶n̶a Alekto.
17. März 2018
17. März 2018
17. März 2018
17. März 2018
17. März 2018
Listening to Astrid North
17. März 2018
16. März 2018
Frau North, Frau Rutner, Frau Zeul
16. März 2018
15. März 2018
15. März 2018
15. März 2018
Maria Schuster
15. März 2018
15. März 2018
15. März 2018
14. März 2018
Hanni und Nanni
13. März 2018
Noch eins von Jenny, typisches Gaga-Nielsen-Foto halt! Jetzt mal gucken, was ich gestern in der Bar jeder Vernunft fabriziert habe, noch nicht dazu gekommen. Ich durfte tatsächlich fotografieren. Es gibt Zeichen und Wunder. Der Supervisor war sogar richtig nett zu mir und hat mir mehrere Plätze schmackhaft gemacht, von wo ich überall fotografieren könnte. Hinten rechts hatten wir auch einen schönen Tisch, mit Jenny und Fabian und Melli und Saskia. Ich habe mich aber durch das Zelt bewegt. Schon seltsam, wenn man einmal rigide davon abgehalten wurde und plötzlich ermuntert wird, sich frei zu entfalten. Natürlich ohne die Show zu beeinträchtigen, aber das ist ja mein Spezialgebiet. Die erste geglückte Rehabilitation in diesem Jahr. Wenn jetzt noch das Stones-Konzert im Olympiastadion schön wird, zeige ich mich offfen für weitere Wiedergutmachungen. An mir soll es nicht scheitern!
13. März 2018

Jenny, 10. März, Wabe
12. März 2018
Die zauberhafte Astrid North am letzten Samstag in der Wabe und heute Abend in der Bar jeder Vernunft. Maria ist auch da und singt! Und Johanna Zeul und und und. Freue mich sehr. Ich habe übrigens selten eine Bildstrecke gemacht, in der mir die Farbversion der Bilder ganz oft besser gefällt als s/w. Sehr schöne Lichtchoreographie zum Teil. Weiß nicht, ob kontrolliert und beabsichtigt. In einigen Läden wird das auch ein bißchen dem Zufall überlassen. Dann ist es halt Serendipity. Auch schön!
11. März 2018
mehr Bilder vom 8. März in der Wabe. mit Johanna Zeuls Lieblingsbühnentierinnen, Teil 2 feat. Bernadette La Hengst, einer begnadeten Straßenmusikerin aus London, deren Namen ich leider nicht behalten habe, Amalia Chikh und Maria mit Eine tochter. Wobei ich letztere, wie schon ausgiebig erklärt, nicht mehr sehen konnte, weil auf dem Weg zum zweiten Event im Quasimodo. Als ich gestern wieder da war und den Flyer sah, fiel mir auf, dass Judith auch auf dem Flyer war, obwohl gar nicht angekündigt, vielleicht hat sie mit Eine Tochter gespielt. Ich weiß es ja leider nicht. Gestern habe ich bedeutend mehr Bilder gemacht. Sehr, sehr viel mehr. Mit Jenny am Flügel und Nahaufnahmen von Astrid North und Saskia mit ihrer Ukulele, sie war der Überaschungsgast. Und auch sehr schöne Bilder von Johanna Zeuls einer kleinen Tochter am Schlagzeug. Entzückendes Kind. Ich hatte gestern – insprierit von Melli – eine Jacke aus schwarzem Paillettenstoff an. Als ich an der Kleinen vorbeiwollte, stelllte sie sich mir in den Weg, hob die Hände wie Goldmarie, die Sterntaler auffangen will, berührte vorsichtig mit ihren flachen Patschehändchen die Pailletten, strahlte mich an und juchzte „GLITZER….!“. Dann durfte ich weitergehen. War sehr schön, nicht nur diese kleine Episode.
10. März 2018
08. März 2018
Habe den kühnen Vorsatz gefasst, vor dem Release-Konzert im Quasimodo noch ein gutes Stündchen in der Wabe zu verbringen, wo Maria ab Acht mit eine tochter und anderen Damen spielt., u. a. Bernadette La Hengst. Um 21:15 muss ich dann aber weg und mit dem Taxi Richtung Quasimodo eilen, wo Ina auf mich wartet, ich hab unsere Tickets für Hackedepicciotto – Alexander Hacke & Danielle de Picciotto in der Tasche. Bin gespannt, auf alle Acts! Wer mich immer schon mal treffen wollte, hat heute Abend die Auswahl – Wabe oder Quasimodo. Oder beides! CU…! (?)
07. März 2018
Jemand Interesse, dass ich für morgen Hacke/de Picciotto im Quasimodo Tickets mitbringe? Ich hole gleich welche, Record Release! Das da, Ticket 22 Euro, bitte bis 17 Uhr um Rückmeldung! Die beiden sind grandios, Beginn 22 Uhr! Ina und ich sind auch da! Da steht 20 Uhr, das ist falsch, Einlass ist 20 Uhr, Showtime 22 Uhr! Im Quasimodo darf erst ab 22 Uhr live gespielt werden, damit der Kinobetrieb im Delphi nicht akustisch leidet!
04. März 2018
Hello Cowgirl in the sand

Maria Schuster, LOLA was here
02. März 2018
Bittere Bilanz!
fünfzehnter September 1965 Waldbühne
(Mick 22, Gaga fünfzehn Tage alt, nicht dabei gewesen, weil Baby und nicht in Berlin)
16. September 1970 Deutschlandhalle
(Mick 27, Gaga fünf, nicht dabei gewesen, weil zu klein und nicht in Berlin)
19. Oktober 1973 Deutschlandhalle
(Mick 30, Gaga acht, nicht dabei gewesen, weil zu klein und nicht in Berlin)
3. Mai 1976 Deutschlandhalle
(Mick 32, Gaga zehn, nicht dabei gewesen, weil zu klein und nicht in Berlin)
8. Juni 1982 Waldbühne
(Mick 38, Gaga sechzehn, nicht dabei gewesen, weil leider immer noch nicht in Berlin, sonst ganz bestimmt und unbedingt!)
6. Juni 1990 Olympiastadion
(Mick 46, Gaga vierundzwanzig, nicht dabei gewesen, obwohl seit vier Jahren in Berlin, weil keine Karten mehr gekriegt, geärgert!)
13. August 1990 Radrennbahn Weißensee (Steel Wheels/Urban Jungle)
(Mick 47, Gaga vierundzwanzig, dabei gewesen! FOS! Direkt an der Bühne! Weinende Ostberliner, war super!)
14. August 1990 Radrennbahn Weißensee
(Mick 47, Gaga vierundzwanzig, nicht dabei gewesen, weil schon am Tag vorher dabei)
17. August 1995 Olympiastadion (Voodoo Lounge)
(Mick 52, Gaga neunundzwanzig, dabei gewesen, Tribüne ganz weit weg, war gar nicht super, vor Ende gegangen, genervt!)
26. August 1998 Olympiastadion
(Mick 55, Gaga zweiunddreissig, nicht dabei gewesen, wegen Olympiastadion-Trauma von 1995)
10. September 1998 Waldbühne
(Mick 55, Gaga dreiunddreissig, nicht dabei gewesen, wegen Stadion-Trauma von 1995)
15. Juni 2003 Olympiastadion
(Mick 59, Gaga siebenunddreissig, nicht dabei gewesen, wegen Olympiastadion-Trauma von 1995)
21. Juli 2006 Olympiastadion
(Mick 63, Gaga vierzig, nicht dabei gewesen, wegen Olympiastadion-Trauma von 1995)
10. Juni 2014 Waldbühne
(Mick 70, Gaga achtundvierzig, nicht dabei gewesen, weil nicht weiter beachtet, immer noch Stadion-Trauma, siehe oben)
22. Juni 2018 Olympiastadion
(Mick 74, Gaga zweiundundsoweiter, dabei, weil mitgekriegt und entschieden Olympiastadion-Trauma von 1995 zu bearbeiten! Ticket für den Innenraum, schöpfe neue Hoffnung, erhoffe Heilung!)
01. März 2018
»Mick Jagger agreed to answer questions from BBC News website readers. Almost 1,800 questions were sent for the Rolling Stones legend. (…) Q: „Which is your favourite cover version of a Stones song?“ A: „I think Otis Redding’s Satisfaction has got to be in there. Aretha Franklin did a quite good version of Satisfaction as I recall as well. Erm, and then… after that I can’t remember“«
27. Februar 2018
27. Februar 2018
Michael Praetorius
Suite aus Tänzen (Bearbeitung für Bratschenensemble)
Benjamin James Dale
Introduktion und Andante für sechs Bratschen op. 5
York Bowen
Fantasia für vier Bratschen e-Moll op. 41 Nr. 1
Giuseppe Verdi
Ave Maria (Scala enigmatica) aus den Quattro pezzi sacri (Bearbeitung für Bratschenensemble)
Simonide Braconi
Back to the viola für zwölf Bratschen
Gioacchino Rossini
Ouvertüre zur Oper Der Barbier von Sevilla (Bearbeitung für acht Bratschen)
Giuseppe Verdi
Laudi alla vergine Maria aus den Quattro pezzi sacri (Bearbeitung für Bratschenensemble)
Kenneth Harding
Rondo Capriccio für sechs Bratschen
Max von Weinzierl
Nachtstück für vier Bratschen op. 34
Astor Piazzolla
Primavera porteña aus Las cuatro estaciones porteñas (Bearbeitung für Bratschenensemble)
Astor Piazzolla
Fuga y misterio aus María de Buenos Aires (Bearbeitung für Bratschenensemble)
Johann Strauß (Sohn)
Kaiserwalzer op. 437 (Bearbeitung für Bratschenensemble)
Zwölf Bratschisten der Berliner Philharmoniker spielen quer durch die Musikgeschichte, Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie. Virtuos wie erwartet. Schon richtig, Tonmitschnitte zu verbieten (die wären einfach zu gut und die Philharmoniker hätten nicht viel von der abseitigen Verwertung). Fotografieren ist auch nicht im Rahmen des Erwünschten, verstehe ich völlig. Vollkommen richtig. Die beiläufigen dreieinhalb Bilder, die ich hier zeige, hat meine Kamera ohne meine Erlaubnis gemacht. Sie ist in diesem pubertären Alter, wo man mitunter die Grenzen ausprobieren muss. Hat zum Glück keinen gestört. Ich fand es nicht so wünschenswert, dass meine Kamera unbedingt irgendein Erinnerungsbild mitnehmen musste. Man ist doch phantasie- und erinnerungsbegabt und kann sich auf die schönsten Momente besinnen. Das ist eine reine Übungssache. Niemand kann behaupten, dass es ein Foto braucht, um sich zu erinnern. Ich weiß, wovon ich rede. Und ich behaupte das, obwohl ich schon das eine oder andere Foto mit Hingabe gemacht habe. Wie meine Kamera. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm – wir sind eben doch verwandt. Und dennoch – – gibt es niemals Bilder von den schönsten Momenten. Dann würden sie nämlich nicht passieren. Außer man heißt Gustav Klimt. Dann schenkt man der Welt den Kuss, der in Wien im Belvedere hängt und seither auf drei Milliarden Kaffeetassen und Postkarten und Seidentüchern und Schatullen und Brillenetuis vervielfältigt wird., bis zum Ende aller Tage. Als stellvertretender Traum der Menschheit. An den man sich erinnern will, wenn man Kaffee trinkt, ein Halstuch bindet und die Brille aus dem Etui nimmt, weil man nicht mehr so gut sehen kann, wie damals bei diesem jenen ersten, zweiten oder zwölften Kuss.
24. Februar 2018
Lenny über Gustav. Eine ganz besonders schöne Episode vom 7. Februar 1960 der legendären „Young People’s Concerts“ mit Leonard Bernstein, anlässlich der Würdigung des 100. Geburtstags von Gustav Mahler, am 7. Juli 1960. „Who is Gustav Mahler?“
22. Februar 2018
Die Top-10-Zeitschriften mit der höchsten Reichweite, neue Bundesländer
1 Superillu
2 Guter Rat
3 Mini
4 B.Z. am Sonntag
5 AutoStraßenverkehr
6 Viel Spaß
7 mach mal Pause
8 Schöne Woche
9 Avanti
10 illu der Frau
[ Quelle ]
20. Februar 2018
Seven Star, siebter Februar. Albans Tag. Bob Rutman drittes mal. Der erste Abend später Nachmittag mit Doro. Zweiter mit Ina, wir verpassten den Anfang, das mutmaßlich Beste, die Passage mit den klagenden Lauten war bereits vorbei. Am dritten Abend, den ich Alban angetragen hatte, war dieser Part der Performance von Bob Rutman wieder gegen Ende. Das Publikum lachte ein weiteres mal auf fassungslose Art, Übersprungshandlung angesichts des Unglaublichen, nicht Einordenbaren. Als sei das Naheliegendste, komische Absicht zu vermuten, zumal Rutman sein dunkelwarmes diabolisches Grinsen dazu lieferte. Es war jedoch hörbar kein Klamauk, sondern geniale Instrumentierung von etwas Unbeschreiblichem, Gefürchteten. Fegefeuer in meinem Sinn. Danach fanden wir uns im hinteren Bereich an der Bar, in diesem zeitlos schönen Keller. Seven Star. Tranken Wein, rauchten. Sascha kam vorbei, die Treppe runter, ein guter Freund von Alban. Die Zigaretten gingen aus, ich holte Nachschub aus der Wohnung, wenig später kam auch noch Ina zu uns hinunter. In dieses zauberhaft entflammte Gewölbe, wo man vom ersten bis zum letzten Augenblick Miles Davis‘ Fahrstuhl zum Schafott zu hören meint. Kopfsteinpflaster, mitternachtsblau. (Ascenseur pour l’éch…)
19. Februar 2018
Das erste Bild da oben hab ich neulich beim Beatles-Konzert gemacht. So eine Beatgruppe, wird man eventuell noch viel davon hören. Ich fotografiere gerne Publikum. Die Leute auf der Bühne werden ja schon immer ausführlich von den anderen, den richtigen Fotografen fotografiert. Da möchte ich mich gar nicht in Konkurrenz begeben, Schuster bleib bei deinen Leisten! Ich habe an dem Abend auch Fotos von den Bühnenkünstlern gemacht, manche sogar ganz okay, aber als ich die Bilder für den Eintrag hier auswählte, gefielen mir die Bilder von der Bühne gar nicht am besten. Und darauf kommt es ja an, in so einem sterbenden, supersubjektiven Befindlichkeitsblog wie meinem, das sich in keinster Weise der Objektivität oder gar Neutralität verpflichtet fühlt. Nikko Weidemann wurde bestimmt schon schlechter eingefangen. Das ist der Mann mit der Glitzer-Augenklappe und dem Hut und der Gitarre. Sein Lied war auch ganz schön. Eine Coverversion, Titel vergessen, ein ganz bekannter Song. Dann war da noch Gisbert zu Knypshausen. Kann sein, dass ich den Namen nicht ganz korrekt getippt habe, da nicht gecopypastet, sondern freihändig, ohne Netz und doppelten Boden in die Tastatur gehauen. Er fiel mir im Backstage sympathisch auf. Nicht, dass ich im Backstage gewesen wäre. Ich gebe es ehrlich zu, ich könnte auch alles Mögliche einfach so behaupten, zutrauen würde man es mir. Schließlich habe ich es in meinem Leben schon in so manches Backstage gebracht (oder sagt man geschafft?). Wie auch immer. Als der – wie gesagt – sehr sympathische Gisbert usw. mit seinem Lied auftrat, fand ich es ganz nett, aber ich musste nicht direkt weinen. Das ist immer mein ultimatives Qualitätsmerkmal, dass ich anfange zu schlucken. Die Stimmfarbe ist auch nicht komplett so, dass ich superweiche Knie bekomme. Aber er ist eine ehrliche Haut. Ich freue mich, dass er Erfolg hat, wenn ich auch nicht direkt dazu beitrage. Sehr toll und animierend waren die drei Damen, die Backing Vocals gemacht haben, untermalt von aparten (fast!) synchronen Handbewegungen. Es hat mir schon gut gefallen. Jenny und ich haben alle Weine durchprobiert, und nachdem wir erst einmal oben auf der Raucheretage waren, auch fleißig sämtliche Aschenbecher benutzt. Es ist schön da, im Ballhaus in der Chausseesstraße, das Publikum durchweg unsere Generation, mit die Krone der Schöpfung (Barbara Schöne<3) . Letzten Endes waren Jenny und ich auch da, was nicht selbstverständlich war, denn die Valentinale, eine Veranstaltung aus der beliebten Reihe „Ein Hit ist ein Hit“, war abermals ausverkauft, aber der Mann am Eingang hat uns so einladend zugelächelt, als wir nach der Panikherz-Vorstellung etwa eine dreiviertel Stunde nach Beginn eintrudelten, dass wir es wagten, Einlass zu erfragen. Hat geklappt. Aus Blödsinn schlug ich Jenny vor, dass wir ja so tun könnten, als ob wir uns nicht kennen, und dann gucken, ob wir angequatscht werden. Trotz Metoo. Jenny wollte nicht so richtig mitspielen, sie hat einfach nicht aufgehört, sich mit mir zu unterhalten. Spielverderberin! So haben wir natürlich niemanden kennengelernt! Aber wir hatten trotzdem einen sehr schönen Abend. Wir haben ihn uns schön getrunken. Der letzte Wein, an den ich mich erinnere, war ein roter Zweigelt. Die Roten waren besser als die Weißen. Das war also der Valentinstag. Aber wenn ich ehrlich bin, wirkt Panikherz im BE länger nach als die Valentinale. Unsinniger Vergleich – – ich weiß – .
18. Februar 2018
Gefiel mir. Elektrisierte und berührte mich. Die anfängliche Irritation über vier Benjamins statt einem, löste sich in Wohlgefallen auf. Ich wusste nicht, dass so viel Musik, und vor allem live gespielte Musik in der Inszenierung ist. Als die Szene mit den Rammsteinzitaten kam, blieb mir lLuft weg. Später, zwischen BE und Ballhaus, in einem arabischen Laden, wo Jenny ihren Hunger stillte, fragte sie mich, ob ich mir vorstellen könne, mich jemals so nackt zu machen, wie Stuckrad-Barre mit diesen abgründigen Offenbarungen. Wir sprachen über Tabus. Ich sagte ihr, dass ich durchaus Tabus habe, die damit zu tun haben, Verbindungen, Beziehungsgeflechte zu schützen. Wobei ich mir vorstellen kann – das sagte ich nicht, weil sich das Gespräch dann anderweitig entwickelte – dass man Jahrzehnte später etwas offenbart, wenn es nicht mehr atmet, oder der zwiespältige, überempfindliche Aspekt nicht mehr in der Form existiert. Wenn es überwunden ist. Das habe ich nicht gesagt, dafür schreibe ich es jetzt hier. Ich freute mich darüber, von ihr zu hören, dass sie nicht das Empfinden hat, dass ich eine Grenze überschreite. Manchmal, wie gerade jetzt, hier in diesem Eintrag, erwähne ich sie namentlich. Das könnte man ja bereits als zu persönlich empfinden. Meine Antennen sind ganz weit ausgefahren, wenn ich schreibe, denn eigentlich soll es so persönlich wie möglich sein, man möchte die eigene Berührtheit oder Erschütterung vermitteln, ohne plakative Bekenntnisse auszustellen. Wir haben den Anfang vom Stück verpasst, weil auf der Seite vom BE stand 19:30, dann warteten wir eine Weile vor den geschlossenen Logen, bis ein Klingelzeichen signalisierte, dass man die Loge nun betreten könne. Beim Warten habe ich die Bilder gemacht. Während der Vorstellung blieb die Kamera weggepackt, das hätte mich selbst gestört, ich hätte mich über mich selbst beschweren müssen, hätte ich angefangen zu fotografieren, auch wenn ich diskret vorgehe. So habe ich den einen Benjamin auf meiner inneren Festplatte gespeichert, mit seinem fünf-Tage-Bart, und Licht und Schatten auf dem Körper.
Nur am Ende packte ich die Kamera kurz aus, das sind die Bilder der leeren Bühne nach dem Schlussapplaus. Wir trafen uns unten im Foyer, wir waren in getrennten Logen, da es bei den begehrten Plätzen keine nebeneinanderliegenden mehr gab, das hielt uns aber nicht ab und wir haben es nicht bereut. Dann hinaus in die Kälte, mit dem Auto in die Chausseestraße, Richtung Ballhaus. Das ist der erste Eintrag, den ich parallel veröffentliche, auf twoday und der neuen Seite. Ich will noch keinen Cut machen, ich bin erst dazu bereit, wenn es sich entscheiden sollte, dass Antville die alten twoday-Blogs doch nicht unter die Fittiche nimmt. Ein bißchen doppelte Buchführung. Ich schreibe doch am liebsten in das twoday-Fenster. Es ist nicht nur Gewohnheit, sondern die Farbe der Umgebung. Ich sehe keine Admin-Umgebung, sondern mein Layout, meine Farbwelt. Schwarz und Elfenbein. Ich kopiere es gleich mal auf gaganielsen.com, meine frisch bezogene Exilheimat.
11. Februar 2018

Gerade von meinem lieben Freund kid37 erfahren, dass twoday, mein virtuelles Zuhause seit vierzehn Jahren, die Pforten für immer schließt, Ende Mai. Ich habe nie irgendetwas parallel gesichert. Es liegt mir am Herzen, ich werde es versuchen. Das ist soviel Leben und Identität, das kann man nicht einfach so gehen lassen. Ja, ich kenne die Exportfunktion, aber sie funktioniert bei mir seit langem nicht, da ich einen kostenlosen account hatte und seit Jahren das Limit überschritten, dennoch konnte ich schreiben. Bilder immer querverlinkt von flickr. Und ja, da hat ein User so ein Script geschrieben, um die Einträge zu sichern. Ich gucke mir das mal an. Ansonsten Handarbeit, copy-pasten. Unsere Server stehen in Wien. In diesem Jahr 2018 jährt sich zum hundertsten Mal der Todestag von Gustav Klimt und von Egon Schiele und von Otto Wagner. Und nun nähert sich auch der Todestag von diesem schönen Blog. Ich bin jetzt ein bißchen traurig und aufgewühlt und werde bis Ende Mai viel Zeit damit verbringen zu retten, was zu retten ist. Wer nur ab und zu einen Halbsatz in facebook postet, kann nicht ermessen, was das bedeutet. Es sind keine beiläufigen Fragmente und Schlaglichter, es ist ganz viel Herz. Blut.
P.S.
wer immer schon einmal mit dem Gedanken spielte, rückwärts zu lesen, kann jetzt die Gelegenheit ergreifen. Bis Ende Mai ist noch alles hier zu lesen. Den ersten Eintrag schrieb ich im Februar Zweitausendvier.
09. Februar 2018
Noch ein Geburtstag. Photographische Widmung für Alban. Mit einem Bild von Adrian und einem von beiden, an dem Abend in Soeht 7 enstanden, als sie beide im Kuppelsaal auftraten. Alban las, Adrian spielte Cello, neben Bach auch eigene Kompositionen. Was uns von allem bis zum letzten Atemzug bleibt, sind Erinnerungen. Man kann ein wenig nachhelfen und sie materialisieren. In einem Text oder auf Papier. Das ist meine vornehmste Aufgabe. Wer ein bißchen neidisch wird, dass er noch nicht derart von mir beglückt wurde, darf wissen, dass ich das nur anlässlich persönlicher Begegnungen mache und übergebe, dann aber mit Hingabe. Als ich letztes Jahr eine Fotografie von Romain groß rahmte und ihm zu seinem großen Fest ins Blackland mitbrachte, hatte es nicht den Hintergrund, dass wir in einer besonderen Beziehung gewesen wären. Er hatte mich schlicht und ergreifend herzlich eingeladen. Alban hat dieses Jahr nicht eingeladen, aber ich hatte ihm eine zuem Konzert von Bob Rutman bei Seven Star zukommen lassen und er kam, und ich wusste es. Sympathie ist durchaus Voraussetzung, um solche Reliquien zu erschaffen. Es braucht ein paar Stunden meiner Lebenszeit, das ist Teil des Geschenks und geschieht in Andacht.
08. Februar 2018

https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265
Heute die Lady Gaga-Tickets mit der Post zurückgeschickt. Ina und ich wollten am 23. Februar in die Mercedes-Benz-Arena, aber Lady Gaga ist leider zu krank. Weil es ein Geburtstagsgeschenk für Ina war, musste Ersatz her, adäquater. Das Gaga-Ticket hatte ich ihr am Freitag zu ihrer Feier daheim in Frohnau in einem großen blau verpackten Karton mitgebracht. Es war in einem roten Luftballon. Einem Herzluftballon. Dienstag Abend kam Ina zu mir mit dem Luftballon, wir wollten das Ticket gemeinsam explantieren, befreien, indem wir den Ballon aufhängen und mit Messern darauf werfen und uns dabei vorstellen, es wäre Amors Pfeil. Das war gar nicht so einfach. Obwohl es scharfe, schwere Messer waren, und wir nur mit einem guten Meter Abstand davor standen, wollte Amors Pfeil erst beim dritten Mal das Herz treffen. Inas Amorpfeil hat getroffen. Meiner nicht. Aber das wäre ja auch eine Weltneuheit gewesen. Im Wohnzimmer wartete dann das neue Ticket auf Ina, aber sie musste es finden. Ich gab ihr den Hinweis, dass sie nach etwas Blauem Ausschau halten muss, Blau, Blau und Blau sind nämlich ihre drei Lieblingsfarben, und zwar genau in der Reihenfolge. Das Ticket versteckte sich in einem blauen Bogen Papier, den ich um das Ticket gelegt hatte und zu einer Vase für das Vergißmeinnicht gemacht hatte. Sie hat sie ganz schnell gefunden, die Nick Cave-Karte für die Waldbühne am 14 Juli 2018.

05. Februar 2018
Da muss natürlich noch Text dazu, das ist doch klar. Ehrensache, Herzensangelegenheit bei Seven Star. Wenn man mich im Tiefschlaf anstupsen würde, im – nein, das ist nicht der Alpha-Zustand, was ist das? Gamma? Delta? Ich würde auf die Frage nach der mir am meisten am Herzen liegenden Galerie antworten „Seven Star“. Das steht wahrscheinlich in den Sternen. Muss Thorsten mal nach der Geburtszeit der Galerie fragen. Vielleicht haben wir die Venus oder gar die Sonne im siebten Haus. Das versteht jetzt wieder keiner. Außer vielleicht mein Lieblings-Galerist. Das hier sind Bilder von heute, gestern, nein heute Nachmittag. Wenn man noch nicht geschlafen hat, ist es immer noch heute. Dienstag und Mittwoch wieder. Eigentlich ist es relativ egal, was performt wird, es ist immer schön, dort. Bob Rutman ist allerdings eine Erscheinung, die man lieben muss. Was er heute Nachmittag auf seinem Steel Cello zu Gehör gebracht hat, war erwartungsgemäß wie aus dem All. Später ging er eben mal um die Ecke in seine Wohnung, um ein anderes selbstgebasteltes Instrument zu holen. Ein gebogener Draht auf einem Styropor-Sockel. So sah es wenigstens aus. Das war noch ausbaufähig, wir hörten work in progress, sage ich mal. Der Gitarrist Brenden kriegte es hin, auf der Gitarre Töne zu spielen, die wie die kleinen Geschwister vom Steel Cello anmuteten, das fiel mir erst auf, als Bob Rutman auf dem Styropordings herummachte. Sehr überzeugt hat mich dann wieder seine Vorstellung mit den Plastikhühnern.


Kann man schlecht erklären, muss man erlebt haben. Ich sage nur HALLELUJA. Und das hörten wir auch von Bob Rutman und Brenden, beide keine begnadeten Sänger, aber das ist auch nicht nötig für eine innige Punk Version der göttlichen Anrufung. Dabei sind unter anderem die Bilder entstanden, wo er das Kreuz hält. Und wer meint, das wäre Gotteslästerung, soll zeigen, dass er göttlichere Klänge, als die von Bobs Steel Cello zustande bringt. Amen.
04. Februar 2018

Heute Nachmittag um 16 Uhr und am Di, 6. und Mi, 7. Februar um 20 Uhr. Grandioses Instrument. Seven Star Gallery, Gormannstr. 7, Mitte. Ich gehe heute Nachmittag hin und auch noch mal am Di. oder Mi Abend.
31. Januar 2018
„DIE WOHNUNG“. Eine ganz besondere Dokumentation. Gestern gesehen, gefesselt. Inhalt: „Die Wohnung der geflohenen Jüdin Gerda Tuchler war 70 Jahre lang ein Stück Berlin in Tel Aviv. Als sie mit 98 Jahren stirbt und die Wohnung geräumt werden muss, will ihr Enkel, der Regisseur Arnon Goldfinger, die darin konservierte Welt filmisch festhalten. (….) Doch inmitten unzähliger Briefe, Fotos und Dokumente entdeckt er plötzlich Spuren einer unbekannten Vergangenheit: Die jüdischen Großeltern waren eng befreundet mit der Familie des SS-Offiziers Leopold von Mildenstein. Sogar über das Ende des Zweiten Weltkriegs hinaus. Und so nimmt der Filmemacher und Enkel zusammen mit seiner Mutter den Kampf auf – wie ein Detektiv nähert er sich Schritt für Schritt der Familiengeschichte und kämpft mit Kisten, Staub, mit Antiquitätenhändlern, der Familie, der Vergangenheit und Gegenwart, mit Verdrängung und Wahrheit.“
97 Minuten
29 Januar 2018


Countdown Soeht 31.08.17. Equipment, Exponate, Projektionswände, Regiestuhl, Teppiche in den Fahrstuhl, in den Transporter, vorher Sachen aus dem Atelier geholt, von denen ich nicht mehr wusste, dass ich sie habe. Das alte Telefon, Abzüge, Cosmic schläft und der Riss in der Agave. Es hat sich etwas angesammelt. Und doch ist kein einziges der gemalten Bilder dabei. Nur Fotografien. Auch die 127 Postkarten, die Cosmic Gaga Collection, die ich 2010 ausgestellt hatte, links von der Bühne, und die Bühne umrahmend, auf der auch meine Visuals liefen. Das meiste vor zehn Jahren entstanden. Wer es dann sah in Soeht7, dachte es sei etwas Gegenwärtiges. Das zeigt, beweist, dass man den Geist einer Empfindung verewigen kann, so dass er sich auf andere überträgt, selbst wenn man längst weit weg von dieser Empfindung ist. Aber ich erinnere mich daran. Gerne. Während ich das schreibe, merke ich, dass mir die produktive Intensität im Austausch mit jemandem fehlt. Man kann das nicht konstruieren. Es geschieht oder nicht .So lange es ein Spiel ist, interessiert es mich. Man kann solche Lebensphasen auch nicht wiederbeleben, nicht in der gleichen Konstellation. Etwas Neues muss her, das sich nicht wie eine Wiederholung anfühlt. Letzte oder vorletzte Nacht intensive Träume von jemandem, der mir lange nah und wichtig war. Im Traum hatte die heute freundschaftliche Gegenwart unserer Verbindung Einzug gehalten. Immer wieder wunderte ich mich, nicht nur im Traum, wie sich Verbindungen, die so leidenschaftlicher Natur waren, tatsächlich in Freundschaft wandeln können. Das hätte ich mir früher gar nicht zugetraut. So absolut wie ich war, Schwarz oder Weiß, Alles oder Nichts, Leben oder Tod. Heute realisiere ich die Komplexität des Lebens und der Biographie jedes Einzelnen. Man ist nicht der erste und der letzte Mensch, der einem anderen begegnet, das wäre ja ein bißchen wie Insasse und Gefängniswärter, die absolute Berechenbarkeit und Kontrolle. Obwohl mir das nie angeboten wurde, weiß ich auch so, dass das auf Dauer doch etwas eintönig und traurig wäre. Das schönste Geschenk für mich ist sehr abwechslungsreiche Zuwendung. Nicht jeden Tag, aber wenn, mit einer Ahnung von Pferde stehlen und zum Mond reiten. Durch die gleißende Galaxis.





28. Januar 2018
»ZEIT Campus: Herr Pfaller, wann haben Sie das letzte Mal eine kindische Dummheit begangen? Robert Pfaller: Oh, erst vor Kurzem. Aber ich werde Ihnen nicht verraten, welche.«

GENUSS IST POLITISCH. Der Philosoph Robert Pfaller verteidigt die Unvernunft. Das Leben sei nur dann lebenswert, sagt er, wenn wir miteinander feiern, trinken und schlafen.
Quelle
28. Januar 2018

https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265
Der pfiffige Pfaller aus Hütteldorf, wohnhaft im Ersten. Nicht, dass ich hier Intimitäten ausplaudere – Dr. Ankowitsch hat das Gespräch mit der Frage nach dem konkreten Wohnsitz in Wien eröffnet. Also bitte. Ich bin zwar keine Wienerin, aber weiß sehr wohl, wo Hütteldorf liegt, denn ich habe ja die Fuchs-Villa wissenschaftlich dokumentiert. Das habe ich natürlich nicht verraten, sondern mich mucksmäuschenstill verhalten. Wenn man ganz vorne mit einer Kamera rummacht, ist man ja ohnehin schon gehalten, sich diskret zu verhalten. Habe ich mich ohne Wenn und Aber dran gehalten! Interessante Gedankengänge hat er, der Philosophieprofessor Robert Pfaller, zum Beispiel zur Erwachsenensprache. Wenn die Schlange an der Kasse nicht gewesen wäre, hätte ich mir vielleicht auch ein Buch geholt. Da es leider auch keine Getränkebar gab, wo man sich die Wartezeit hätte schöntrinken können, bin ich unmittelbar nach Veranstaltungsende wieder heim. Hat sich trotzdem gelohnt!

Dr. Ankowitsch

Herr Dr. Ankowitsch und Herr Prof. Dr. Pfaller

viele Damen im Publikum!

…auch mit tollem Lidstrich

interessante Lampenaufhängung auch

auch die Schuhe sind bei einer Lesung wichtig!

…und viel Publikum!

Ich war auch da!
28. Januar 2018
in der Akazienbuchhandlung mit Robert Pfaller, Christian Ankowitsch, Julia Hacker. Ich schreib noch was dazu. Eventuell.
https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265
Ach ja, doch.
25. Januar 2018
Termin bei Dr. Ankowitsch in Schöneberg, 20 Uhr.
Erhoffe Besserung
23. Januar 2018
Mini- und Teenie-Gaga, von unten nach oben, Februar 1966 bis 1981. Februar 1966 fünf Monate, September 1966 Eins, September 1969 Vier, September 1970 Fünf, mit Trost-Minischultüte, weil mein eineinhalb Jahre älterer Bruder in die Schule durfte und eine große Tüte gekriegt hat. Ich wollte gerne mit und musste allein daheim bleiben. Er war ja mein bester Freund, das war doof. Das Kleid war hellgelb mit Blumen, das weiß ich noch genau. Daneben Weihnachten 1971 mit Sechs. Sommer 1974, Achtdreiviertel mit selber erfundenem Wickel-Kleid aus einem großen Stoffrest von meiner Tante oder Oma, auf einer Stufe im Garten meiner Eltern. Und mein erstes Automatenpassfoto für einen Schülerausweis 1981, mit Fünfzehn oder Sechzehn. Ich war übrigens sehr schüchtern. Am liebsten habe ich gelesen und gemalt und gebastelt und mich mit Freundinnen getroffen zum Barbie spielen oder Rollschuhlaufen oder mit meinem Bruder gespielt. Ein Spiel war Hitparade, mit Haarbürste als Mikro die Top Ten nachsingen. Ich war auch immer im Schulchor, aber hätte mich nie alleine hingestellt und ein Lied gesungen. Nie im Leben, viel zu schüchtern. Eines meiner schlimmsten Erlebnisse war, als wir zum ersten mal ein Referat halten mussten, in Biologie. Ich sollte eines zum Thema Schnecke machen. Dafür bestimmt tolle Bilder ins Schulheft gemalt, aber vor der Klasse reden müssen, war eine ganz schlimme Vorstellung, ich hatte richtig Angst davor. Alle haben dann immer gesagt, das wäre ganz normal und Lampenfieber, sobald man dann anfängt, geht das weg. Bei mir ist da aber nichts weggegangen, ich habe vor Aufregung so gut wie nichts mehr auswendig gewusst und mir war ganz heiß und die Hände ganz feucht. Das war nicht schön, ich war so froh, als es vorbei war und habe inständig gebetet, dass ich nie mehr im Leben ein Referat halten muss. Das Gebet wurde leider nicht erhört. So schlimm wie beim ersten mal war es nie mehr. Ich bin immer noch verwundert, wieso ich heute in der Lage bin, mit Menschen zu sprechen, die ich nicht richtig kenne, ohne dass ich rot werde. Das ging ganz lange, dass ich immer vor Verlegenheit und Aufregung rote Backen gekriegt habe. Ein Wunder, dass ich nicht gestottert habe. Ich glaube, mich hat immer sehr beschäftigt, was der andere von mir denkt und wie er mich findet. Das hat sich erst so ein bißchen gelegt, als ich so Fünfzehn, Sechzehn, Siebzehn wurde und die Coolen aus der Schule mir zu verstehen gegeben haben, dass sie mich leiden können. Das hat mich total stolz gemacht. Es war auch ein bißchen wie Rache, weil ich in den ersten Schuljahren manchmal aufgezogen und herumgeschubst worden bin von den Großmäulern. Es gibt ja immer so Anführer und Anführerinnen. Das war ich nie. Heute natürlich schon! Das klingt jetzt ein bißchen wie Trotz oder Spaß, aber interessanterweise habe ich mich im Erwachsenenalter zu jemandem mit Führungsqualitäten entwickelt, der allerdings nach wie vor keine Lust hat, Menschen zu führen. Das ist einfach nicht mein Interesse. Ich will niemanden erziehen. Bin ja mit mir selber noch nicht fertig. Ich glaube, das hab ich noch nie erzählt. Manchmal denkt man beim Schreiben eines Blogeintrags, dass man eigentlich schon viele ähnliche Sachen geschrieben hat, was es dann für einen selber auch ein wenig uninteressant macht. Mal sehen, was ich noch ausgrabe. Irgendwas fällt mir ja immer ein.

22. Januar 2018

Interessant. „Das Alter in der Popmusik (Workshop)“ Kulturpastor Matthias Surall vom Haus kirchlicher Dienste Hannover über Jagger:
„Mick Jagger hüpft mit 74 Jahren noch mit einer Energie über die Bühne, die ich nicht einmal vor zwanzig Jahren hatte. Früher habe ich mich noch über Jagger amüsiert, weil ich gedacht habe, er hat einen Peter-Pan-Komplex. Inzwischen muss ich sagen, er nötigt mir einen hohen Respekt ab, weil er wie eben auch Bob Dylan oder Patti Smith diesen Ansatz fährt: „Ich mache mein Ding, ich mache meine Kunst, bis ich nicht mehr lebe, bis ich nicht mehr kann.“ Ich finde das bewundernswert, denn das bedeutet für mich bewusstes Leben gerade auch im Alter.“
„Warum beschäftigen Sie sich als Pastor so ausgiebig mit Songs der Pop- und Rockmusik?“
„Für eine Kirche, die sich dem Dialog mit zeitgenössischer Kunst und Kultur geöffnet und verschrieben hat, gibt es keinen Weg vorbei an der Popmusikkultur. Denn Popmusik ist seit den Sechzigerjahren ein selbstverständlicher und vielfältiger Teil unserer Welt, Gesellschaft und Kultur geworden. Sie prägt den Lebensalltag und die Biographien zahlreicher Menschen und widmet sich wie andere Kunstsparten auch oft den großen Lebensthemen wie Liebe und Tod.“

(…) Dr. Matthias Surall (55) ist seit Februar 2016 leitender Referent für Kunst und Kultur im Haus kirchlicher Dienste Hannover. Seine Dissertation schrieb er über das Werk des australischen Singer-Songwriters Nick Cave, sein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Werk von Bob Dylan. Am Sonnabend, 13. Januar, hielt er zusammen mit Pastorin Imke Schwarz aus Fleestedt einen Workshop zum Thema „Das Alter in der Popmusik“

21. Januar 2018
Jenny kam gegen Viertelneun zu mir und wir tranken ein Glas auf das neue Jahr. Kleine Führung, das geht ja schnell bei einer Wohnung mit zwei Zimmern. Ein Schlafzimmer darf eine dunkle Höhle sein, wir sind uns da einig. In Jennys Mini zum Savignyplatz. Weil sie so viel quatschte und ich auch nicht auf den Weg achtete, fuhren wir zu weit, waren schon an der Oper, dann wieder zurück. Ich erzählte ihr die seltsame Geschichte, wie ich einmal im Brautmodengeschäft am Kudamm war, in der Abteilung für Abendkleider wohlgemerkt, und mit der Fachverkäuferin verhandeln musste, bis mir gestattet wurde, die Kleider ohne ihr Beisein anzuprobieren. Ich will mich nicht vor einer fremden Frau, und sei sie noch so nett, splitterfasernackt ausziehen. Von dem Erlebnis gibt es auch einen Blogeintrag, hier. Jenny war auch mal in dem Geschäft, anlässlich der Hochzeit ihrer Schwester und trotzdem hatte sie kein Déjà vu, als ich ihr erzählte, dass die geneigte Braut sich mit Begriffen wie „Prinzessinnen-, Meerjungfrau- oder Cinderellakleid“ vertraut machen sollte, bevor sie den Laden betritt, um sich vor der Fachverkäuferin nicht zu blamieren und einen schlecht vorbereiteten Eindruck zu hinterlassen. Aber das soll alles nicht Thema dieses Eintrags sein, sondern dass wir uns dann doch irgendwann, und nicht einmal so unpünktlich in der Galerie Premier Etage über dem Brel einfanden, wo Lüül und Bock im ersten Stock ihren zweiten literarisch musikalischen Salon zelebrierten. Diesmal war Ahne zu Gast. Ich habe ihn um die Jahrtausendwende ab und zu bei den Surfpoeten gesehen, als sie noch hier um die Ecke in einem Lokal in der Großen Hamburger Straße auftraten, Name vergessen. Und noch mal im Kaffee Burger, da gibt es auch Fotos, lange her. Er führt immer noch interessante Gespräche mit unserem Schöpfer. Später kam noch Ina dazu, sie war vorher bei einer Tango-Veranstaltung und wir ließen uns noch lange an einem Tisch nieder und erzählten. Gespräche, weit entfernt von Small Talk. Zu dritt geht das noch. Wären wir mehr gewesen, hätte es sich vielleicht nicht so entwickelt. Aber vielleicht liegt es auch an den beteiligten Personen. Ich denke gerade an einen Abend, an dem auch eine Reihe Freunde zugegen waren, die durchaus gerne gehaltvolle Gespräche führen. Aber sobald ein, zwei dabei sind, die mit Kalauern anfangen, passen sich viele an, man pflegt Small Talk, um eine Art Party-Leichtigkeit sicherzustellen, die mich auf Dauer aber massiv langweilt, wenn es überhand nimmt. Ich glaube nicht, dass man mir vorwerfen kann, dass ich zum Lachen in den Keller gehe, aber ich habe gerne eine gewisse geistige Dynamik, wenn ich mich schon darauf einlasse, Lebenszeit mit Trinken, Reden und Rauchen zu verbringen. An diesem Abend spielte Lüül ein paar neue Songs, er arbeitet an Aufnahmen für ein neues Album. Ich war sehr gerührt von seinem Auftritt. Er spielte auch am Klavier. Eines hieß glaube ich Hohe Wellen. Das war sehr zu Herzen gehend. Wir brachen so gegen Drei Uhr auf und Ina brachte mich nach Hause. Wir redeten noch eine Weile im Auto. In der Reihe der Bilder ist auch ein Foto, das Ina gemacht hat, von Jenny und mir. Dieser Salon ist auch deshalb so schön, weil der Ort so eine schöne Atmosphäre hat. Unter einer Ankündigung auf facebook von Thilo Bock, in der er schrieb: „Morgen sind Lüül, Ahne (Zwiegespräche mit Gott) und ich mal im Westen zugange. Geht mit uns!“ schrieb ich: „in einem der schönsten, schummrigsten, elegantesten (Raucher-)Etablissements des alten Westens am zauberhaften Savignyplatz. Einem sehr schönen Ort für Genießer und Hedonisten.Ich werde da sein. (diese Einlassung nur, um der protestantischen Anmutung der Ankündigung entgegenzuwirken!)“ Ahne schrieb mir ins Buch: „Ick kenn ma nich mit Schauspielerinnen aus, aba du bist knorke!“ Vielleicht ahnt er ja mehr als ich, letzten Endes führt er ja dauernd Zwiegespräche mit Gott. Ich natürlich auch, aber man ist ja ein wenig betriebsblind.
14. Januar 2018
Gestern Abend, auf dem ‚Thron‘ bei Makarow. In einer facebook-Message tippte ich vorgestern: „morgen Abend unterwegs, bei einer russisch-orthodoxen Silvesterfeier bei Makarov, einem schrägen russischen Maler… mit Ina und Evelyn, Freundinnen. Die Feier ist jedes Jahr am 13. Januar, wir wollen das verlorene Silvester nachfeiern, weil ich da krank war… vor allem mit Ina, ich hatte mir extra ein Kleid gekauft, wir waren in der Paris Bar verabredet und ich konnte einfach nicht, haben uns länger nicht gesehen…“ Gestern Nacht, wieder daheim nach dem Fest, berichtete ich: „…gerade nach Hause gekommen… die feiern noch bis zum Morgengrauen, diese Russen – ! Ungefähr vierhundert Gäste oder mehr, Wahnsinn, live Musik, viel getanzt bis zur Erschöpfung… nun hab ich es mal gesehen und erlebt, das legendäre Fest bei Makarov..… falle nun in die Federn… schade, dass du mein Kleid nicht gesehen hast! Die Bling Bling-Russinnen waren sehr angetan davon und wollten mich sogar anfassen. In der Tat, Wodka in Strömen… hab mich aber an Wein gehalten, abgesehen von dem Begrüßungs-Wodka im mit Goldfolie ausgeschlagenen Lasten-Fahrstuhl nach oben zum Atelier. Auch noch nicht gesehen, Aufzug mit Bar und Häppchen… Er macht zweimal im Jahr so ein Fest, viel Kunst- und Kulturszene da, Flügel (…) er hat auch prominente Sammler. Na ja, man muss sich vernetzen und zeigen! Schlaf gut…“

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13. Januar 2018

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Schräg gegenüber vom Eingangsportal der Villa Jacobs in Potsdam ist der Bertiniweg 1. Wir besuchten die Galerie Kunst Kontor zwischen ein paar Gläsern Wein und gingen wieder zurück zur Villa Jacobs. Man sieht der Galerie an, dass dort auch gelebt wird. Ich mag das sehr. Man kommt sich ein bißchen vor wie in einem Rosamunde Pilcher-Film, jeder Winkel ist mit Liebe zum Detail ausstaffiert, man kann gar nicht identifizieren, was immer da hängt und steht und was zu einer temporären Ausstellung gehört. Im blühenden hinteren Hof und Garten Skulpturen zwischen Bäumen und Büschen und hier ein Tischchen und da ein Bänkchen. Ein Tisch mit Kaffee in Porzellankannen, Wein natürlich auch. Ina erzählte mir, dass bei den Dreharbeiten für die Partyszene auf der Terrasse der Villa Jacobs die Maske im Hof der Galerie eingerichtet wurde. Man ist nachbarschaftlich verbunden. Eine ehemalige Bankiersvilla reiht sich an die andere im Bertiniweg. Potsdam, wo es am schönsten ist, da am Jungfernsee.




07. Januar 2018


Spätsommerausflug zur Villa Jacobs, Bertiniweg in Potsdam. Es gab Wein, sehr guten von eigenen Rebstöcken. Der Frühburgunder wird in Potsdam angebaut, im Park der Villa. Am zehnten September, einem Bilderbuchsonntag, hatten die Eigentümer ihr Anwesen am Jungfernsee zugänglich gemacht. Es war auf meiner kleinen Liste. Ich habe so eine Liste, da sind Ausflüge vermerkt, die ich noch machen will, hier in der Umgebung. Ein paar Sachen gibt es noch. Die Villa Jacobs hatte ich gar nicht mehr im Kopf, als Eike erzählte, dass dort an einem Wochenende das Weinfest sei und man da doch hinkönnte. Er hatte im Park und auf der Terrasse ein paar Szenen für seinen letzten Film gedreht und Ina und Evelyn standen in Zwanziger-Jahre Abendkleidern herum und spielten feudales Fest. Ich hätte auch dabei sein sollen, aber der Termin war nicht zu mir durchgedrungen. Nun wollte ich diesen besonderen Ort mit der nachgebauten Villa aber wenigstens an jenem Wochenende sehen. Man kann den Villa-Jacobs-Wein, den sehr zu empfehlenden roten Frühburgunder auch online erstehen. Vielleicht bestelle ich mir eine Kiste und denke dann beim Trinken an die sonnigen Hügel am Jungfernsee, bis zum nächsten Ausflug. Ein paar wenige Wochen noch, dann treibt der Frühling junges Grün. So lange die Bäume Winterruhe halten, muss man nicht nach draußen gehen. Ich bin da ganz bequem und bleibe gerne drinnen und schaue mir lieber diese Bilder vom Sommer an.


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01. Januar 2018

„(…) von allem das Beste wünsche ich. Am Ende stellt man fest, dass man nur Einzelteile vom Besten gekriegt hat, anstatt des kompletten Ganzen, aber immerhin. Wenn die fehlenden Teile in den nächsten Jahren nachgeliefert werden, kann man irgendwann alles zusammenbauen. In der Glücksfabrik gibt es immer Produktionsengpässe hab ich gehört, weil das Produkt so stark nachgefragt ist. Wenn man das weiß, fällt es leichter nachsichtig zu sein.“ Kommentar (von mir) heute Montag, 1. Januar 2018, 13:20 bei kid37 im Hermetischen Café. Wenn man dann auf dem Teppich zwischen den Einzelteilen sitzt, die so unverbunden herumliegen, und weiter nachdenkt, dämmert einem, dass vermutlich noch nie ein vollständiges Modell produziert und ausgeliefert wurde. Es wird nur manchmal davon geredet. Und gesungen. Und geschwärmt. Und getanzt. Und geträumt. Wir sind immer ganz nah dran. Besonders in der Kunst und in der Dichtung und in der Musik. Aber das uns zugängliche Paradies ist der Funke in jedem Einzelteil. Und die einzige Verbindung ist die Kraft der Imagination. In der Kunst vollendet sich unsere Sehnsucht. Ich wünsche uns Träume, die die Kraft haben, in die Wirklichkeit zu greifen.
31. Dezember 2017

Kommt gut rüber, mit einem Lieblingsstück von meiner Playlist, Cousteau, „Last Good Day of The Year“. Und einem Lieblingsbild, das als großer Abzug an einer der Zellenwände klebte. Ich wurde oft darauf angesprochen, was es eigentlich ist. Es ist ein Selbstportrait. Mein vernarbtes Herz. Nein, Scherz. Bin zwar ein bißchen lädiert, aber wird schon wieder. Es ist ein Riss in einem Blatt. Einer schönen großen Agave im Tierpark Friedrichsfelde.
















































































































