Seven Star, siebter Februar. Albans Tag. Bob Rutman drittes mal. Der erste Abend später Nachmittag mit Doro. Zweiter mit Ina, wir verpassten den Anfang, das mutmaßlich Beste, die Passage mit den klagenden Lauten war bereits vorbei. Am dritten Abend, den ich Alban angetragen hatte, war dieser Part der Performance von Bob Rutman wieder gegen Ende. Das Publikum lachte ein weiteres mal auf fassungslose Art, Übersprungshandlung angesichts des Unglaublichen, nicht Einordenbaren. Als sei das Naheliegendste, komische Absicht zu vermuten, zumal Rutman sein dunkelwarmes diabolisches Grinsen dazu lieferte. Es war jedoch hörbar kein Klamauk, sondern geniale Instrumentierung von etwas Unbeschreiblichem, Gefürchteten. Fegefeuer in meinem Sinn. Danach fanden wir uns im hinteren Bereich an der Bar, in diesem zeitlos schönen Keller. Seven Star. Tranken Wein, rauchten. Sascha kam vorbei, die Treppe runter, ein guter Freund von Alban. Die Zigaretten gingen aus, ich holte Nachschub aus der Wohnung, wenig später kam auch noch Ina zu uns hinunter. In dieses zauberhaft entflammte Gewölbe, wo man vom ersten bis zum letzten Augenblick Miles Davis‘ Fahrstuhl zum Schafott zu hören meint. Kopfsteinpflaster, mitternachtsblau. (Ascenseur pour l’éch…)

Eine Antwort auf „20. Februar 2018

  1. fb ~ 22.02.18
    Ina Weisse
    Eins der wichtigsten Alben für mich ever. Ich höre es aber sparsam und nur in einer ganz bestimmten Stimmung, um die gefühle und Bilder in mir nicht abzunutzen…

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