[ Auszug aus einer fb-Konversation vom 27.03.18 ]

„WOBEI ich ja anmerken muss, dass ich mir für 2018 vorgenommen hatte, bedeutend weniger zu fotografieren, und vor allem keine Künstler, die ich schon mehrfach in ähnlichen Bühnensituationen verewigt hatte. Eigentlich wollte ich mich in diesem Jahr auf ganz besondere (verabredete) Situationen, vorzugsweise bei Tageslicht konzentrieren, außerdem Altlasten abbauen (Bilder verarbeiten, die schon seit z. T. 2015 in der Schleife hängen). Aber wer bin ich, mich an meine Vorsätze zu halten! Einmal habe ich es geschafft, tatsächlich kein einziges Foto zu machen, obwohl ich die Kamera eingepackt hatte (für alle Fälle). Das war bei Marias vorletztem Konzert im Lola, wo sie mit Matzaa und Judith vom Tresen gesungen hatte. Ich freute mich fast schon, dass es mich auch nicht in den Fingern juckte, weil ich diese Perspektive schon in- und auswendig kenne und wirklich ausgiebigst festgehalten hatte, also nur mit Maria. Aber dann war ich neulich wieder im Lola und Maria sang und hatte DIESEN COWBOYHUT auf. Ich konnte nicht anders. Schon ging es wieder los, ich wurde rückfällig!

Dann hatte Jenny diesen Auftritt in der Wabe. Ich hatte zuletzt mal IC Falkenberg vor zehn Jahren mit Stern Meissen glaube ich dort fotografiert, danach hat er sich mit mir zum Kino verabredet, wir waren in dem RAF Film und danach essen und er kaute Kaugummi, sächselte mit seinem Hallenser Dialekt und trank Red Bull mit Wodka oder irgendeine ähnliche gruselige Mischung. Das hat mich etwas abgetörnt (also das Gesamtpaket, obwohl er sich ansonsten sehr bemüht hat, haha). Ich dachte also, ich sollte der WABE noch mal eine neue Chance geben. Also ging ich hin und wollte dann auch gucken, was meine Kamera mit der Situation macht.

Und dann durfte ich plötzlich in der Bar jeder Vernunft fotografieren, wo man nie Fotos machen darf. Ja sollte ich denn da keinen Gebrauch davon machen?

Liebe Saskia, in diesem Album mit dir aus der Wabe ist ein Bild, wo ich sofort gedacht habe, „das Foto habe ich doch schon mal gemacht!“, das mit deinen Glitzer-Stiefeletten. Sogar zwei. Ich habe es trotzdem gerne gemacht und nicht gelöscht. Aber das muss aufhören! So viel aus der Rubrik intime Bekenntnisse.

Ihr müsst mir natürlich auch ein bißchen dabei helfen und mich ermahnen, noch einmal darüber nachzudenken, wenn ich die Kamera aus der Tasche hole. Ich zähle auf euch!

Frohe Ostern etc. pp!

Eure Gaga
(Konzert-Fotografin i. R.)“

Eine Antwort auf „27. März 2018

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