Alb.Traum.
Freundin, nicht weiter identifizierbar, überlässt mir eine Karte für ein ausverkauftes Tom Waits-Konzert. Ich gehe alleine hin und befinde mich eng gedrängt mit tausenden Besuchern dreissig Minuten vor Konzertbeginn in der Vorhalle (zur Hölle, har har), die aussieht wie der große Saal vom Berliner Metropol am Nollendorfplatz. Es gibt neben einem direkten Zugang zum Konzertsaal in der unteren Etage, eine Freitreppe zur oberen Etage, von wo aus man das Konzert auch verfolgen kann. Der Menschenstrom bewegt sich in Zeitlupe in Richtung dieser beiden Zugänge, ich mittendrin.
Plötzlich taucht neben mir ein ziemlich groß gewachsener und figürlich recht sportlich wirkender Mann auf. Etwa Ende Dreissig, Gesicht und Frisur nicht genau identifizierbar, irgendwie dunkelblond, kurzhaarig, leicht gelockt, unauffällig. Am ehesten noch ein Typ wie Torwart Jens Lehmann, im Gesichtsausdruck allerdings weit weniger sympathisch und komplett humorlos.
Er hat mit reinweg niemandem Ähnlichkeit, den ich kenne und läuft trotz einer Krücke flink wie ein Wiesel. Möglich, dass er etwas hinkt. Ich finde ihn weder erwähnenswert attraktiv noch gerichtsnotorisch unattraktiv. Er bewegt sich ziemlich schnell an mir vorbei. Ruckartig dreht er sich plötzlich wie vom Donner gerührt um, als fiele ihm etwas Lebenswichtiges ein.
Er kommt, so schnell er mit seiner Krücke kann, (und er kann schnell) auf mich zu, wobei er ununterbrochen aufgedreht auf mich einredet, konsequent untermalt von keinem Lächeln. Mit hektischen Gesten und leicht bedrohlichem Tonfall sucht er mir klarzumachen, welche unwiderruflich wichtige Bedeutung ich für sein künftiges Leben hätte („Frau meines Lebens“), wobei er mich immer wieder an den Schultern packt. Ich höre mir die haarsträubende, keinerlei Widerspruch duldende Eröffnung an, dass wir dringend, ja zwingend, ab sofort das weitere Leben miteinander verbringen müssten und er ‚verabredet‘ sich mit mir zum unverzüglichen Beziehungsauftakt auf der oberen Ebene, um das Konzert gemeinsam zu verfolgen.
Vor lauter Überrumpelung sage ich weder ja noch nein. Ich bin komplett sprachlos und versuche dabei noch freundlich zu bleiben, indem ich nur benommen wie ein sediertes Schaf nicke, was er als Zustimmung zu seinen Plänen interpretiert. Er hastet die Treppe hoch, damit er bloß nichts vom Konzertanfang verpasst und ruft noch im Befehlston „bis gleich!“.
Ich stehe immer noch belämmert unten. Mir dämmert, dass das eine doch recht merkwürdige Ansprache war und höhere Intelligenz befiehlt mir deutlich, diesem Herrn aus dem Weg zu gehen, ergo die von ihm in dem Raum gestellte „Verabredung“ für oben, sowie den weiteren Lebensweg, einfach zu übergehen und mich alsbald vom Ort des Schreckens zu entfernen.
Das Konzert ist vorbei. Es ist nicht ganz klar, ob ich es nun gesehen habe oder nach dieser seltsamen Begegnung sofort gegangen bin. Möglicherweise blieb ich aus Neugier auf das Konzert, versteckt zwischen den anderen Besuchern, wohlwissend, dass dieser Fremde oben fanatisch nach mir Ausschau hält. Obgleich ich unzweifelhaft spüre, dass er nicht hundertprozentig richtig zu ticken scheint, habe ich ein leicht schlechtes Gewissen, weil ich ihm keine klare Absage erteilt habe, wie ich es normalerweise tun würde, da er mir wegen seiner leichten Körperbehinderung leid tut.
An irgendeinem der nächsten Tage zuhause, in absoluter Gewissheit, dieses merkwürdige Intermezzo sei Schnee von gestern, erhalte ich einen Anruf von meiner Mutter. Sie lässt mich streng wissen, dass sie und mein Vater seit ein, zwei Tagen aufopferungsvoll einen seelisch gebrochenen, körperbehinderten jüngeren Mann im Rollstuhl bei sich beherbergen, der sich als mein künftiger Mann und damit ihr Schwiegersohn vorgestellt hätte, und vor lauter Enttäuschung über mein unmögliches Benehmen (ich hätte ihm die denkbar größten Versprechungen gemacht und ihn dann unverhofft ins Bodenlose fallenlassen) Verständnis, Schutz und Unterschlupf sucht.
Während meine menschlich ganz tief von mir enttäuschte Mutter ihrer Empörung Ausdruck verleiht, sehe ich vor meinem geistigen Auge Bilder, wie sie dem geschwächten und abgemagerten Krückstockmann aus dem Metropol, der nun mit einer karierten Decke über den Beinen im Rollstuhl sitzt, behilflich ist, den Rollstuhl treppaufwärts in Richtung meines früheren Kinderzimmers zu transportieren. Dort wohnt er nun, mit der Zusage meiner Eltern auf lebenslanges Wohnrecht und Pflege.
Das mehr als unerquickliche Telefonat ist gerade beendet, als ich bei meiner Blogrunde registriere, dass die Angelegenheit bereits über die Blogosphäre hinaus, im ganzen Internet (Startseite t-online, yahoo news, Spon) allerhöchste Wellen moralischer Empörung schlägt. Im Sekundentakt kommen E-Mail-Anfragen für meine längstens überfällige, ausstehende offizielle Stellungnahme zu meinem untragbaren, skandalösen Verhalten.
Die Boulevardpresse hat eine Titel-Geschichte für die nächste Ausgabe vorgesehen. Illustriert mit einem großformatigen Bild, das den jungen Mann, der nun bei meinem Eltern im Rollstuhl hockt, nur in Unterhose zeigt. Ein mageres, blasses Bürschchen. dessen linkes Bein bis unter das Kniegelenk amputiert ist. Daneben steht eine hellgraue Plastikprothese.
Kleiner wichtiger Einschub: ich erblickte gestern beim launigen nachmittäglichem Blättern in einer Berliner Boulevardzeitung in einem Café, ein Bild von Heather Dingsbums, der streitlustigen Exgattin von Herrn McCartney, das sie an eine Wand gelehnt, nur mit einer Handtasche und einer Art Federboa bekleidet zeigt. Ihre Beinprothese steht auf dem Bild ein, zwei Meter neben ihrem halben Bein auf dem Boden. Ein Bild, dessen Veröffentlichung sie gerne rückwirkend untersagen würde.
Aber zurück zu meiner eigenen Odyssee. Von sämtlichen Schmierfinken werde ich als niederträchtiges, mitleidsloses Frauenzimmer ohne Anstand und Moral dargestellt, das keinen Respekt vor behinderten Menschen hat. Kein deutschsprachiger Blogger lässt es sich entgehen, seinem Entsetzen ob meines empörenden Verhaltens wortreich Ausdruck zu verleihen. Innerhalb weniger Stunden wird die Schuldzuweisung meines nicht eingehaltenen Beziehungsversprechens als unumstößliche Tatsache gehandelt, die vor allem deshalb nach Bloggermeinung umso schwerer wiegt, als ein behinderter Mensch betroffen ist.
In meiner unaussprechlichen Not beginne ich hektisch verzweifelt, einen Blog-Eintrag zu verfassen, in dem ich alles schreiben will, wie es wirklich war, aber ich werde nach jedem halben Satz ausgeloggt und muß mich neu einloggen und komme nicht voran. Ohne Unterlass klingelt das Telefon mit Journalistenanfragen aus aller Welt, im Abendprogramm kommen auch schon die ersten Sensationsberichte. Frauke Ludowig schaut mich vorwurfsvoll an.
Zu allem Überfluss vertippe ich mich vor lauter Panik im Wettlauf gegen die Zeit, bei den html-tags für kleinere und größere und fettere und kursive Schrift, mache falschrume Klammern und sehe kein Land mehr, weil mein Ruf bereits komplett ruiniert ist. Als ich gerade erst zweieinhalb Sätze fertig habe und die ARD für 20:15 eine Sondersendung zum Thema „Umgang mit behinderten Menschen“ ankündigt, höre ich endlich den gottverdammten Wecker.
09. april 2008
Ich habe unfassbare Dinge geträumt. Durchaus in Worte fassbar aber gruselig. Ein Blogeintrag war auch dabei. Fürchterlich. Und wie gut, aufzuwachen und zu erkennen, dass die bedrückende Lage nicht der Wahrheit entspricht. Ich muss mich erst sammeln. So jung der Tag und schon so viel zu verarbeiten! Nur zur Beruhigung: es ging um wildfremde Leute! Und dann dieser schreckliche Mann und diese Vorwürfe. Und die Presse.
Bei Frau Langhanke war ich auch schon zur Anamnese mit ersten Stimmproben. Ich muß das alles erst verarbeiten!
Später ggf. mehr.
09. april 2008
something fine.
simple elemental things
08. April 2008
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
der heutige Beitrag muss leider aus äh wichtigem Grund (usw. usf.) ausfallen. Niemanden schmerzt das mehr als mich.
Bitte akzeptieren Sie meine Entschuldigung.
09. april 2008
something fine.
simple elemental things
08. April 2008
Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
der heutige Beitrag muss leider aus äh wichtigem Grund (usw. usf.) ausfallen. Niemanden schmerzt das mehr als mich.
Bitte akzeptieren Sie meine Entschuldigung.
06. april 2008
06. april 2008
06. april 2008
06. april 2008
03. april 2008
Wie? Die antiseptische Sauberfrau und Oberlehrerin Furtwängler ‚erotisch(st?)e‘ TV-Kommissarin Deutschlands? Sind die anderen tot? Verspäteter Aprilscherz? Wer wurde denn da befragt? Der steinalte und ebenso reiche unattraktive Mann, mit dem sie verheiratet ist und seine Brüder? Aber vielleicht wurde die Umfrage mit dem denkwürdigen Ergebnis ja auch rein zufällig vom Burda-Verlag ins Leben gerufen.
Ich freue mich ja gerne mit einer schönen Frau mit. Als Frau hat man schließlich auch eine Antenne für den Sex Appeal einer anderen Frau. Bei der tut sich bei mir rein gar nichts. Bestimmt ist sie eine gute und vernünftige Medizinerin und auch einigermaßen schnell im Kopf. Aber erotisch? Vielleicht ist ja ein Leser dabei, der dieses Ergebnis nachvollziehen kann, bitte mal genauer erklären.
06. april 2008
06. april 2008
05. april 2008

Altar weltlich
Linker Hand Wohnungstür. Eigentlich liegt rechts hinten auch immer noch so ein kleines schwarzes Musikabspielgerät, aber das wird gerade geladen. Das Stück Geweih ist nur für Eingeweihte nachvollziehbar. In einem Wald auf der Insel Andøya im Nordpolarmeer lag es zwischen Moos neben dem Stamm einer Birke. Ein Einheimischer sagte, es sei von einem dreijährigen Elch. „Elk!“ Ich hatte so gehofft, dass es von einem Elch wäre. Natürlich war der Tag ein Glückstag. Und alle Kinder beneideten mich und wollten mir meinen Glücksbringer abschwatzen. Als hätte ein Kind mehr von einem Stückchen Elch, als eine ausgewachsene Frau. Die haben ja keine Ahnung, die Kinder.
05. april 2008

Altar weltlich
Linker Hand Wohnungstür. Eigentlich liegt rechts hinten auch immer noch so ein kleines schwarzes Musikabspielgerät, aber das wird gerade geladen. Das Stück Geweih ist nur für Eingeweihte nachvollziehbar. In einem Wald auf der Insel Andøya im Nordpolarmeer lag es zwischen Moos neben dem Stamm einer Birke. Ein Einheimischer sagte, es sei von einem dreijährigen Elch. „Elk!“ Ich hatte so gehofft, dass es von einem Elch wäre. Natürlich war der Tag ein Glückstag. Und alle Kinder beneideten mich und wollten mir meinen Glücksbringer abschwatzen. Als hätte ein Kind mehr von einem Stückchen Elch, als eine ausgewachsene Frau. Die haben ja keine Ahnung, die Kinder.
04. april 2008
Rundumschlag: Alle Termine außerhalb Berlins gestrichen. Keine Drückebergerei mehr. Keine Übersprungshandlungen. Keine Ablenkungsmanöver. Hiergeblieben. Hier. Bedauern für alle, die gerne bequem besucht worden wären, aber ich muß – – – .
Dahinter von mir aus die Wüste. Wozu bin ich schließlich hier. Warum bin ich hier. Deswegen doch. Ich habe es ja nicht geahnt. Zwischen diesen Straßenzügen. Und dann kam die gute Fee und ich war sprachlos. Und redete dummes Zeug. Oh Mann. (bricht ab – )
Und dabei schrieb ich das. Vorher. Ganz und gar vorher. Als hätte ich – – – – gerufen. (Habe ich? Habe ich.) Auf verstecktem Papier gäbe es (und gibt es auch) vier Buchstaben.
(kaum zu verstehen, schwer zu interpretieren und kaum zu kommentieren – und ein wenig Erholung von zu langen Kommentarsträngen)
03. april 2008
Wie? Die antiseptische Sauberfrau und Oberlehrerin Furtwängler ‚erotisch(st?)e‘ TV-Kommissarin Deutschlands? Sind die anderen tot? Verspäteter Aprilscherz? Wer wurde denn da befragt? Der steinalte und ebenso reiche unattraktive Mann, mit dem sie verheiratet ist und seine Brüder? Aber vielleicht wurde die Umfrage mit dem denkwürdigen Ergebnis ja auch rein zufällig vom Burda-Verlag ins Leben gerufen.
Ich freue mich ja gerne mit einer schönen Frau mit. Als Frau hat man schließlich auch eine Antenne für den Sex Appeal einer anderen Frau. Bei der tut sich bei mir rein gar nichts. Bestimmt ist sie eine gute und vernünftige Medizinerin und auch einigermaßen schnell im Kopf. Aber erotisch? Vielleicht ist ja ein Leser dabei, der dieses Ergebnis nachvollziehen kann, bitte mal genauer erklären.
02. april 2008
Der einzige wirkliche Nachteil einer Wohnung in Berlin ist, dass man keinen Grund hat, im Askanischen Hof zu übernachten. („Erstklassig geführtes Haus. Zeitgemäß billige Preise!“) Die erste Wahl!
(„In den Badezimmern finden Sie einen Fön, Schmink- und Vergrößerungsspiegel sowie die täglichen Dinge für die Körperpflege. Besuchen Sie unsere Bildergalerie, überzeugen Sie sich selbst“)
02. april 2008
Der einzige wirkliche Nachteil einer Wohnung in Berlin ist, dass man keinen Grund hat, im Askanischen Hof zu übernachten. („Erstklassig geführtes Haus. Zeitgemäß billige Preise!“) Die erste Wahl!
(„In den Badezimmern finden Sie einen Fön, Schmink- und Vergrößerungsspiegel sowie die täglichen Dinge für die Körperpflege. Besuchen Sie unsere Bildergalerie, überzeugen Sie sich selbst“)
02. april 2008

Bedeckt mit Aufheiterungen. Der eine Baum da scheint wieder zu blühen. Tatsächlich April. Am Gipsdreieck ist Frieden eingekehrt. Gut, dass ich geblieben bin. Das zehnte Jahr sehe ich die Jahreszeiten aus dem Fenster. Wenn es wärmer wird, liegen rechts unten (nicht im Bild) junge Menschen und noch jüngere (also Kinder) auf der großen Wiese.
Das Grünflächenamt Mitte hat sogar ein Liegefläche-Schild als Einladung angeschraubt. Bunte Decken mit lesenden Mädchen und Frauen im Bikini drauf. Junge Männer auch. Die spielen auch gerne Fußball da unten, die Jungs. Und oft gibt es Picknick.
Kein eigentlich. Idylle. Ich muß es mir hinter die Ohren schreiben. Zweiundzwanzig Jahre zurück. Hätte ich zweiundzwanzig Jahre in die Zukunft sehen können, ich hätte schon früher fester an alle Wünsche geglaubt. Nicht nur den, dass es einen friedlichen Platz in der Welt für mich gibt, irgendwo unter einem versteckten Dach, der mich nicht langweilt. Mein Platz ist genau hier, kein Zweifel.
31. märz 2008
Wenn man erst anfängt, sich mit dem eigenen Zustand – – – also mit dem Zustand des eigenen Körpers zu befassen, fallen einem immer mehr Sachen auf, die man woanders schon in besserer Verfassung gesehen zu haben meint. Das macht die Sache nicht einfacher. Im Gegenteil. Interessante Perspektiven erhält man auch durch neu auf- oder umgehängte Spiegel. Probieren Sie es ruhig einmal aus. Sie werden staunen!
Seit geraumer Zeit habe ich Gelegenheit, meine Hinterbeine und die Verlängerung nach oben bei Tageslichteinfall von östlich links zu betrachten. Der Unterschied zu Lichteinfall frontal aus dem Norden ist gewaltig. Aus irgendeinem Grund bin ich gewillt, dem für mich ungünstigeren Ergebnis aus dem Osten mehr Beachtung zu schenken. Ich werde nun an den Ort des Schreckens zurückkehren und mit einem gut im Kleiderschrank versteckbaren Trimmgerät Abhilfe schaffen. In kleinen Schritten zum Erfolg!
Gerne würde ich die Beine von Cindy Crawford oder Frau Patitz einmal bei Licht in meiner Küche betrachten. Nur zum Vergleich. Wir sind ja ungefähr alle gleich alt und erwecken bei nicht so genauem Hinsehen den Eindruck, wir hätten uns gut gehalten.
02. april 2008

Bedeckt mit Aufheiterungen. Der eine Baum da scheint wieder zu blühen. Tatsächlich April. Am Gipsdreieck ist Frieden eingekehrt. Gut, dass ich geblieben bin. Das zehnte Jahr sehe ich die Jahreszeiten aus dem Fenster. Wenn es wärmer wird, liegen rechts unten (nicht im Bild) junge Menschen und noch jüngere (also Kinder) auf der großen Wiese.
Das Grünflächenamt Mitte hat sogar ein Liegefläche-Schild als Einladung angeschraubt. Bunte Decken mit lesenden Mädchen und Frauen im Bikini drauf. Junge Männer auch. Die spielen auch gerne Fußball da unten, die Jungs. Und oft gibt es Picknick.
Kein eigentlich. Idylle. Ich muß es mir hinter die Ohren schreiben. Zweiundzwanzig Jahre zurück. Hätte ich zweiundzwanzig Jahre in die Zukunft sehen können, ich hätte schon früher fester an alle Wünsche geglaubt. Nicht nur den, dass es einen friedlichen Platz in der Welt für mich gibt, irgendwo unter einem versteckten Dach, der mich nicht langweilt. Mein Platz ist genau hier, kein Zweifel.
31. märz 2008
Wenn man erst anfängt, sich mit dem eigenen Zustand – – – also mit dem Zustand des eigenen Körpers zu befassen, fallen einem immer mehr Sachen auf, die man woanders schon in besserer Verfassung gesehen zu haben meint. Das macht die Sache nicht einfacher. Im Gegenteil. Interessante Perspektiven erhält man auch durch neu auf- oder umgehängte Spiegel. Probieren Sie es ruhig einmal aus. Sie werden staunen!
Seit geraumer Zeit habe ich Gelegenheit, meine Hinterbeine und die Verlängerung nach oben bei Tageslichteinfall von östlich links zu betrachten. Der Unterschied zu Lichteinfall frontal aus dem Norden ist gewaltig. Aus irgendeinem Grund bin ich gewillt, dem für mich ungünstigeren Ergebnis aus dem Osten mehr Beachtung zu schenken. Ich werde nun an den Ort des Schreckens zurückkehren und mit einem gut im Kleiderschrank versteckbaren Trimmgerät Abhilfe schaffen. In kleinen Schritten zum Erfolg!
Gerne würde ich die Beine von Cindy Crawford oder Frau Patitz einmal bei Licht in meiner Küche betrachten. Nur zum Vergleich. Wir sind ja ungefähr alle gleich alt und erwecken bei nicht so genauem Hinsehen den Eindruck, wir hätten uns gut gehalten.
30. märz 2008
„Wir fangen bei A 70 an, das geht bis G 110“
Silke Meller, Dessousberaterin, SZ-TV Vox
Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde. Gut, dass ich seit heute fromm bin. So eine Information macht einen ja schon als Frau nervös.
30. märz 2008
„Wir fangen bei A 70 an, das geht bis G 110“
Silke Meller, Dessousberaterin, SZ-TV Vox
Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde. Gut, dass ich seit heute fromm bin. So eine Information macht einen ja schon als Frau nervös.
30. märz 2008
besser
29. märz 2008
blöd
30. märz 2008
besser
30. märz 2008
25. märz 2008
[…] In the evening I will fly you to the moon to the top right hand corner of the ceiling in my room. Where we’ll stay until the sun shines. Another day to swing on clothes lines May I be yawning It’s the morning of my life It’s the morning of my life
The first color TV transmission in Germany, 1967
Auch wenn Esther manchmal ein bißchen irre unter ihrem Lidstrich guckt und Abi ein altes Schlitzohr ist. Ich mag die beiden. Diese Bee Gees-Nummer wurde nie schöner gesungen. Und dann auch noch der Text. Der nimmt einen richtig mit, wenn man nicht mehr Zwanzig ist.
Meine Mama saß immer ganz andächtig da, wenn die beiden noch mal im Fernsehen kamen. Sie schien so eine Art Fan zu sein. Ich glaube, ich muß ihr mal eine Platte schicken, sie hat gar keine. Meine Freundin Ilona, die mir ja zwanzig Jahre voraus ist, hat noch die alten Vinylplatten von den beiden und kriegt auch einen ganz verklärten Blick, wenn sie die großen Hüllen in die Hand nimmt. Dann und wann wenn ich sie in ihrem verwunschenen Hexenhaus im tiefen Mecklenburg besuche, lege ich wenigstens einmal Esther und Abi auf und dann knistern die alten Rillen mit dem Kaminfeuer in der Ecke.
29. märz 2008
blöd
27. märz 2009
Ich kann mir gar nicht erklären, wieso Margret Dünser keine neuen Folgen mehr von der V.I.P.-Schaukel dreht. Das war doch eine hervorragende, um nicht zu sagen: prominente Sendung. Fernsehprogramm nach meinem Geschmack!
Bette Davis ist übrigens Madonnas Großmutter.
27. märz 2009
Ich kann mir gar nicht erklären, wieso Margret Dünser keine neuen Folgen mehr von der V.I.P.-Schaukel dreht. Das war doch eine hervorragende, um nicht zu sagen: prominente Sendung. Fernsehprogramm nach meinem Geschmack!
Bette Davis ist übrigens Madonnas Großmutter.
25. märz 2008
Genau. Nicht vergessen. Heute Abend, 23:00.
(auch deswegen).
24. märz 2008
Anlasshalber aufgewärmte Eier.
(vom letzten Jahr)
Nicht dass wieder der Eindruck entsteht, ich ignoriere die hohen kirchlichen Feiertage. Auch mir liegt daran, der Fruchtbarkeit in alter heidnischer Tradition zu huldigen und möglichst vielen Eiern meinen Tribut zu zollen! Es gibt praktisch keine Eiersorte, die ich grundsätzlich ablehne. Aber bitte immer nur Eier von einigermaßen artgerecht gehaltenen Lebewesen. Auch so ein Mann braucht einen vernünftigen Bewegungsrad usw. usf.
25. märz 2008
Genau. Nicht vergessen. Heute Abend, 23:00.
(auch deswegen).
25. märz 2008
[…] In the evening I will fly you to the moon to the top right hand corner of the ceiling in my room. Where we’ll stay until the sun shines. Another day to swing on clothes lines May I be yawning It’s the morning of my life It’s the morning of my life
The first color TV transmission in Germany, 1967
Auch wenn Esther manchmal ein bißchen irre unter ihrem Lidstrich guckt und Abi ein altes Schlitzohr ist. Ich mag die beiden. Diese Bee Gees-Nummer wurde nie schöner gesungen. Und dann auch noch der Text. Der nimmt einen richtig mit, wenn man nicht mehr Zwanzig ist.
Meine Mama saß immer ganz andächtig da, wenn die beiden noch mal im Fernsehen kamen. Sie schien so eine Art Fan zu sein. Ich glaube, ich muß ihr mal eine Platte schicken, sie hat gar keine. Meine Freundin Ilona, die mir ja zwanzig Jahre voraus ist, hat noch die alten Vinylplatten von den beiden und kriegt auch einen ganz verklärten Blick, wenn sie die großen Hüllen in die Hand nimmt. Dann und wann wenn ich sie in ihrem verwunschenen Hexenhaus im tiefen Mecklenburg besuche, lege ich wenigstens einmal Esther und Abi auf und dann knistern die alten Rillen mit dem Kaminfeuer in der Ecke.
24. märz 2008
Anlasshalber aufgewärmte Eier.
(vom letzten Jahr)
Nicht dass wieder der Eindruck entsteht, ich ignoriere die hohen kirchlichen Feiertage. Auch mir liegt daran, der Fruchtbarkeit in alter heidnischer Tradition zu huldigen und möglichst vielen Eiern meinen Tribut zu zollen! Es gibt praktisch keine Eiersorte, die ich grundsätzlich ablehne. Aber bitte immer nur Eier von einigermaßen artgerecht gehaltenen Lebewesen. Auch so ein Mann braucht einen vernünftigen Bewegungsrad usw. usf.
22. märz 2008
Bibelspruch fuer Dich: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben! Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.
Johannes 15,5
21. märz 2008

Ich wäre dann bald so weit. Die Körperpflege macht gewaltige Fortschritte. Aber der Tag ist dann auch schon rum. Im Hauptberuf Gepflegtes Luxusweib hat man praktisch rund um die Uhr zu tun. Alleine der Schönheitsschlaf bis Mittag, da ist schon der halbe Tag vorbei. Dann die ganzen Massagen und Einbalsamierungen. Zum Kochen kommt man auch nicht mehr. Aber was will ich eigentlich.
22. märz 2008
22. märz 2008
Bibelspruch fuer Dich: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben! Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.
Johannes 15,5
22. märz 2008
18. märz 2008
Körperpflege muß noch mehr diszipliniert werden. Die Vernunft gebietet, die Bettstatt insgesamt früher aufzusuchen. Während der morgendlichen Dusche durchblutungsfördernde Massagen, Richtung Herzen. (Nur das Wichtigste kurz und knapp.)
21. märz 2008
Wegen Frühling UND SO. Auch schon wieder getrennt die beiden. Aber was ist schon für ewig. Dafür überdauern die Lieder. Home ist wunderbar. Für jetzt. Und später.
21. märz 2008
Wegen Frühling UND SO. Auch schon wieder getrennt die beiden. Aber was ist schon für ewig. Dafür überdauern die Lieder. Home ist wunderbar. Für jetzt. Und später.
21. märz 2008

Ich wäre dann bald so weit. Die Körperpflege macht gewaltige Fortschritte. Aber der Tag ist dann auch schon rum. Im Hauptberuf Gepflegtes Luxusweib hat man praktisch rund um die Uhr zu tun. Alleine der Schönheitsschlaf bis Mittag, da ist schon der halbe Tag vorbei. Dann die ganzen Massagen und Einbalsamierungen. Zum Kochen kommt man auch nicht mehr. Aber was will ich eigentlich.
18. märz 2008
Körperpflege muß noch mehr diszipliniert werden. Die Vernunft gebietet, die Bettstatt insgesamt früher aufzusuchen. Während der morgendlichen Dusche durchblutungsfördernde Massagen, Richtung Herzen. (Nur das Wichtigste kurz und knapp.)
17. märz 2008
92

Ohne eingewickelten Hals. Und nachts ohne Schal und langärmligem Hemd unter drei Decken. Schon alleine wegen solcher Verkleidung wollte ich niemanden sehen. Endlich wieder nackt. Mir ist, als wäre ich auch als Kind am liebsten alleine gewesen, wenn ich krank war. Hauptsache, die Bücher vom Petzi-Bär neben und auf dem Bett. Aber vielleicht erinnere ich mich auch nicht richtig.
Aus den Petzi-Büchern sind Sätze, Bilder und Filme im Computer geworden. Für Bücher keine Konzentration. Bei langen, anstrengenden Texten, die in Bücher gehören, vier, fünf Absätze nach unten gescrollt, nach dem siebten, die Entscheidung für eine andere Seite, ungelesen. Schon hart. Oder mit zwei bis sieben Links gespickte Texte ohne nennenswerten persönlichen Eigenanteil, schnell quergelesen, nach der einzig persönlichen Aussage in einem Absatz gescannt. Eigentlich ein Kompliment, Ehre dem Individuum.
Obwohl ich selbst scheue, allzu viel von dem, was mich privat bewegt, preiszugeben, suche ich nach solchen Inhalten bei anderen. Kein literarisch ambitioniert ausgeschmücktes Gefasel. Bloß keine elegischen narrativen Erschließungen. Aber Brüche, Schmerzen, Widersprüche.
Für mich ist es schon viel, wenn ich die Tendenz durchblicken lasse. Wer mehr weiß, kann mit den mitunter seltsamen oder banal scheinenden Andeutungen umgehen. Dann wird es hin und wieder sogar sehr direkt, beinah intim. Oh là là. Aber wie soll man es sonst anstellen. Man muß das Filigrane behüten. Das Grobe übersteht den Wind und den Lärm.

14. märz 2008
Ich schreibe das jetzt nicht, mit dem immer noch nicht ganz so gesund wie früher sein. Blöd ist nur, wenn man immer in Kommentaren herumblödelt und einen Ausflug nach Frankfurt macht und sich rote Backen malt, denken die anderen, alles wäre bestimmt wieder toll in Ordnung. Gestern war ich ungefähr 79 Prozent gesund. Heute bin ich ungefähr 82 Prozent gesund. In der Mitte und weiter unten, an den Fußsohlen sogar bestimmt noch mehr Prozent! Auch denken kann ich fast wie vorher. Dass ich trotzdem andere Sachen denke als vorher, liegt aber an was anderem. Ich muss mich nämlich dringend um mein Privatleben oder so etwas ähnliches kümmern. Ist mir eingefallen. Ich schreibe mir das gleich auf so einen gelben Klebezettel
Butter, Fische, Spüli, Eier, Käse, Mann, Klopapier
Ich glaube, so nennt man das.
16. märz 2008
16. märz 2008
15. märz 2008

Penélope hat an sich sehr verständig reagiert. Sie ist ja eine vernünftige und patente junge Frau und wird nicht lange alleine bleiben. Wenn der Himmel zwei Menschen so füreinander bestimmt hat, so hat man sich der Macht dieser Liebe zu beugen.
15. märz 2008

Penélope hat an sich sehr verständig reagiert. Sie ist ja eine vernünftige und patente junge Frau und wird nicht lange alleine bleiben. Wenn der Himmel zwei Menschen so füreinander bestimmt hat, so hat man sich der Macht dieser Liebe zu beugen.
14. märz 2008
Ich schreibe das jetzt nicht, mit dem immer noch nicht ganz so gesund wie früher sein. Blöd ist nur, wenn man immer in Kommentaren herumblödelt und einen Ausflug nach Frankfurt macht und sich rote Backen malt, denken die anderen, alles wäre bestimmt wieder toll in Ordnung. Gestern war ich ungefähr 79 Prozent gesund. Heute bin ich ungefähr 82 Prozent gesund. In der Mitte und weiter unten, an den Fußsohlen sogar bestimmt noch mehr Prozent! Auch denken kann ich fast wie vorher. Dass ich trotzdem andere Sachen denke als vorher, liegt aber an was anderem. Ich muss mich nämlich dringend um mein Privatleben oder so etwas ähnliches kümmern. Ist mir eingefallen. Ich schreibe mir das gleich auf so einen gelben Klebezettel
Butter, Fische, Spüli, Eier, Käse, Mann, Klopapier
Ich glaube, so nennt man das.
09. märz 2008
Neues Parföng gekauft, riecht gut!
Welche Rasierwässer und Düfte bevorzugen meine hochverehrten und geschätzten Leser und Leserinnen? Also nicht nur an sich selber. Es dürfen unbedingt und gerne auch Sachen aus dem Niedrigpreissegment genannt werden!
1985 war ich vorübergehend in einen verrückten Maler und Kneipier verliebt und der hat immer gut gerochen. Irgendwann habe ich Seife kaufen müssen und am Seifenregal hatte ich plötzlich eine Spur von seinem Geruch in der Nase. Er kam von der Seife 8×4 oder 3×4 oder so ähnlich. Bestimmt habe ich ab da für mindestens ein, zwei Jahre keine andere Seife mehr gekauft. Aber ich habe nie nachgefragt oder rausgekriegt, ob er wirklich die Seife benutzt hat. Vielleicht hatte er ja ein Rasierwasser, das zufällig ähnlich roch.
Ein paar Jahre vorher war ich einem jungen Mann verfallen, der Lagerfeld von Lagerfeld benutzte. Ich habe es mir erst vor zwei Wochen wieder gekauft, weil ich die Erinnerung an diese Zeit mag. An den Sommer und den Wald und seine Haut, obwohl ich ihm kein bißchen sentimental hinterherweine. In einem Sommer in Griechenland gab es einen Barmann, der benutzte Cacharel pour l’homme. Ich habe es mir gekauft und mag es heute noch.
Aber ich habe auch Düfte, die keine Geschichte mit einer anderen Person haben. Ich mag hin und wieder Kiton von Kiton, ein Herrenduft und immer wieder White musk aus dem Bodyshop, nicht teuer. Oder den Geruch von dieser shea bodybutter. Als ich sehr jung war, schenkte ich meiner Mama ein Parfum, das sie leider nie benutzt hat, aber ich umso öfter, ich hätte es gerne wieder, aber es scheint nicht mehr hergestellt zu werden. Es hieß „essence rare“ von Houbigant. Die Erinnerung an diesen Geruch fasziniert mich heute noch. Meine Freundin Ilona benutzte eine Zeit lang Fahrenheit von Dior, ich fand es sehr gewöhnungsbedürftig, bis ich es an einem Mann roch und hingerissen war.

08. märz 2008
Jeder! Tag = Frauentag!
07. märz 2008

Selbstverständlich war ich rein und absolut privat in Frankfurt. Ich kann das auch ohne weiteres beweisen.
08. märz 2008
Jeder! Tag = Frauentag!
07. märz 2008

Selbstverständlich war ich rein und absolut privat in Frankfurt. Ich kann das auch ohne weiteres beweisen.
04. märz 2008
04. märz 2008
Ich tue einfach so, als wäre es gleich um die Ecke. Da wird nicht viel gepackt. Weniger als vierundzwanzig Stunden. Morgen, 11:37 Uhr. Vier Stunden, sieben Minuten fährt mein Zug, gegen vier betrete ich mein Hotelzimmer, liege ein bißchen auf dem Bett herum, nehme vielleicht meine Kamera und sehe mir den Dachgarten an, gehe wieder zurück in mein Zimmer, ins Bad.
Merke, dass ich mich nicht umziehen muss, weil das ja übertrieben wäre und ich sowieso nichts dabeihabe, außer frischer Unterwäsche für den nächsten Tag. Korrigiere die am unteren rechten Lid leicht verwischte Wimperntusche. Mache ein paar Grimassen, werfe mir interessante Blicke im Spiegel zu. Male mir den Mund dreimal nach. Schaue, ob im individuellen Interieur Platz für eine ordinäre Minibar ist.
Zu Sieben hin. Ich laufe, es ist nicht weit. Auf dem Plan so weit wie der Weg vom Bahnhof zum Hotel. Dann gehe ich hinein. Sehe vielleicht ein bekanntes Gesicht, höre zu, schaue mir den Fußboden an und die zerdrückten Blumen von Clara Schumann. Und Kafkas Handschrift. Altes Papier. Lese Tafeln. Schaue den Katalog an.Vielleicht spricht mich jemand an, ich antworte leise oder haue jemanden in die Seite. Essen, trinken irgendwo. Zurück ins Zimmer, schlafen, aufstehen, viel Kaffee, ein bißchen Frühstück, bezahlen. Um zwei der Zug zurück.
Vier Stunden, sechs Minuten. S-Bahn. Hackescher Markt. Fußweg sieben Minuten. Tür auf. Fahrstuhl. Wohnungstür auf, lasse mich fallen, schaue die Bilder an, lösche, drehe, lade hoch, schreibe einen Eintrag. Irgendeine, irgendeiner kommentiert. Wäre gerne dabei gewesen. Ich kommentiere irgendwas zurück. Mache ein Bild davon. Lade es hoch. Schreibe irgendeinen Eintrag, den keiner kommentiert. Schreibe noch einen Eintrag. Herr Walhalladada erbarmt sich und hinterlässt eine lustige Spur. Ich antworte, freilich auch lustig. Und immer so weiter.
Und irgendwann wird es mir zu blöd. Und ich mache die Kiste aus. Und gehe unter die Dusche. Und ziehe mich an. Ziehe mich gut an. Denn es ist nicht egal. Und gehe vor die Tür. Und habe keine Kamera. Und kehre irgendwann zurück. Und schreibe keinen Eintrag, weil ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Ich glaube, ich lege die Kristallkugel jetzt beiseite und gehe schlafen. Diese Sitzungen sind doch immer etwas ermüdend.
04. märz 2008
04. märz 2008
Ich tue einfach so, als wäre es gleich um die Ecke. Da wird nicht viel gepackt. Weniger als vierundzwanzig Stunden. Morgen, 11:37 Uhr. Vier Stunden, sieben Minuten fährt mein Zug, gegen vier betrete ich mein Hotelzimmer, liege ein bißchen auf dem Bett herum, nehme vielleicht meine Kamera und sehe mir den Dachgarten an, gehe wieder zurück in mein Zimmer, ins Bad.
Merke, dass ich mich nicht umziehen muss, weil das ja übertrieben wäre und ich sowieso nichts dabeihabe, außer frischer Unterwäsche für den nächsten Tag. Korrigiere die am unteren rechten Lid leicht verwischte Wimperntusche. Mache ein paar Grimassen, werfe mir interessante Blicke im Spiegel zu. Male mir den Mund dreimal nach. Schaue, ob im individuellen Interieur Platz für eine ordinäre Minibar ist.
Zu Sieben hin. Ich laufe, es ist nicht weit. Auf dem Plan so weit wie der Weg vom Bahnhof zum Hotel. Dann gehe ich hinein. Sehe vielleicht ein bekanntes Gesicht, höre zu, schaue mir den Fußboden an und die zerdrückten Blumen von Clara Schumann. Und Kafkas Handschrift. Altes Papier. Lese Tafeln. Schaue den Katalog an.Vielleicht spricht mich jemand an, ich antworte leise oder haue jemanden in die Seite. Essen, trinken irgendwo. Zurück ins Zimmer, schlafen, aufstehen, viel Kaffee, ein bißchen Frühstück, bezahlen. Um zwei der Zug zurück.
Vier Stunden, sechs Minuten. S-Bahn. Hackescher Markt. Fußweg sieben Minuten. Tür auf. Fahrstuhl. Wohnungstür auf, lasse mich fallen, schaue die Bilder an, lösche, drehe, lade hoch, schreibe einen Eintrag. Irgendeine, irgendeiner kommentiert. Wäre gerne dabei gewesen. Ich kommentiere irgendwas zurück. Mache ein Bild davon. Lade es hoch. Schreibe irgendeinen Eintrag, den keiner kommentiert. Schreibe noch einen Eintrag. Herr Walhalladada erbarmt sich und hinterlässt eine lustige Spur. Ich antworte, freilich auch lustig. Und immer so weiter.
Und irgendwann wird es mir zu blöd. Und ich mache die Kiste aus. Und gehe unter die Dusche. Und ziehe mich an. Ziehe mich gut an. Denn es ist nicht egal. Und gehe vor die Tür. Und habe keine Kamera. Und kehre irgendwann zurück. Und schreibe keinen Eintrag, weil ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll.
Ich glaube, ich lege die Kristallkugel jetzt beiseite und gehe schlafen. Diese Sitzungen sind doch immer etwas ermüdend.
04. märz 2008
01. märz 2008

Hi

STUMM ABER MUNTER

UND SELBST?
Vorhin in der U-Bahn lief auf diesen Info-Monitoren, die von der Decke hängen, ein Cartoon mit gephotoshopten Fotografien, die mit diesem Comiceffekt nachbearbeitet wurden. Ich war total fasziniert, obwohl ich nicht kapiert habe, worum es ging. Eine leicht depressiv wirkende Frau in meinem Alter mit Rollkragenpullover und komischer langer Perlenkette sitzt in einem Café und raucht und trinkt und sinniert düster vor sich hin. Ich musste schon gestern unbedingt alle Denkblasen entziffern und erinnere mich an rein gar nichts.
Aber mir fiel wieder ein, dass ich so zwischen neun und zwölf leidenschaftlich gerne Comichefte las, die extra für Mädchen gemacht wurden. Die Hefte hießen Melanie und es gab ganz viele gute und böse, immer wie Models aussehende sexy Frauen darin. Richtige Hexen waren dabei. Ich war ganz süchtig nach den Geschichten. Am allerliebsten in der Badewanne oder mit dem Bauch auf dem Bett liegend. Wie gerne würde ich jetzt in einem dieser alten Hefte blättern. Totaler Schund aber super irgendwie.
03. märz 2008
03. märz 2008
REACH
out &
touch
FATE
02. märz 2008
Neulich im Schönheitsinstitut. „Möchten Sie vielleicht…- – – ?“ Ich: „Auf keinen Fall! Ich will doch nicht aussehen wie Zwanzig. Unter keinen Umständen!“
02. märz 2008
„Ich bin gespannt, wie sich die Perückenmode entwickeln wird, wenn die Pest erst einmal vorüber ist, weil niemand fremdes Haar kaufen wird, aus Angst, es könnte vom Kopf einer Pestleiche stammen“.
Samuel Pepys, 3. September 1665
01. märz 2008

Hi

STUMM ABER MUNTER

UND SELBST?
Vorhin in der U-Bahn lief auf diesen Info-Monitoren, die von der Decke hängen, ein Cartoon mit gephotoshopten Fotografien, die mit diesem Comiceffekt nachbearbeitet wurden. Ich war total fasziniert, obwohl ich nicht kapiert habe, worum es ging. Eine leicht depressiv wirkende Frau in meinem Alter mit Rollkragenpullover und komischer langer Perlenkette sitzt in einem Café und raucht und trinkt und sinniert düster vor sich hin. Ich musste schon gestern unbedingt alle Denkblasen entziffern und erinnere mich an rein gar nichts.
Aber mir fiel wieder ein, dass ich so zwischen neun und zwölf leidenschaftlich gerne Comichefte las, die extra für Mädchen gemacht wurden. Die Hefte hießen Melanie und es gab ganz viele gute und böse, immer wie Models aussehende sexy Frauen darin. Richtige Hexen waren dabei. Ich war ganz süchtig nach den Geschichten. Am allerliebsten in der Badewanne oder mit dem Bauch auf dem Bett liegend. Wie gerne würde ich jetzt in einem dieser alten Hefte blättern. Totaler Schund aber super irgendwie.
23. februar 2008
I noticed the grass

I noticed the hills I noticed the highways I noticed the dirt road I noticed the car rows in the parking lot I noticed the ticket takers noticed the cash and the checks and credit cards I noticed the buses noticed mourners I noticed their children in red dresses I noticed the entrance sign noticed retreat houses noticed blue and yellow flags noticed the devotees, their trucks and buses, guards in khaki uniforms I noticed the crowds noticed misty skies noticed the all pervading smiles and empty eyes I noticed the pillows, coloured red and yellow, square pillows and round I noticed the Tori gate, passers-through bowing, a parade of men and women in formal dress noticed the procession noticed the bagpipe, drums, horns noticed high silk head crowns and saffron robes noticed the three piece suits I noticed the palanquin, an umbrella, the stupa painted with jewels the colours of the four directions – amber for generosity, green for karmic works noticed the white for Buddha, red for the heart – thirteen worlds on the stupa hat noticed the bell handle and umbrella, the empty head of the cement bell noticed the corpse to be set in the head of the bell noticed the monks chanting, horn plaint in our ears, smoke rising from atop the firebrick empty bells noticed the crowds quiet noticed the chilean poet noticed a rainbow I noticed the guru was dead I noticed his teacher bare breasted watching the corpse burn in the stupa noticed mourning students cross legged before their books, chanting devotional mantras, gesturing mysterious fingers, bells and brass thunderbolts in their hands I noticed flame rising above flags and wires and umbrellas and painted orange poles I noticed the sky noticed the sun, a rainbow around the sun, light misty clouds drifting over the sun I noticed my own heart beating, breath passing through my nostrils, my feet walking, eyes seeing noticing smoke above the corpse-fired monument I noticed the path downhill noticed the crowd moving toward buses I noticed food, lettuce salad I noticed the teacher was absent I noticed my friends noticed our car the blue Volvo, a young boy held my hand, our key in the motel door noticed a dark room noticed a dream and forgot noticed oranges lemons and caviar at breakfast I noticed the highway, sleepiness, homework, thoughts, the boy’s nippled chest in the breeze as the cars rolled down hillsides and past green woods to the water I noticed the houses and the balconies overlooking the misted horizon shore, and old worn rocks and the sand I noticed the sea I noticed the music I wanted to dance
On The Cremation of Chogyam Trungpa Vidyadhara | Allen Ginsberg
01. märz 2008

Hausaufgabe
Irgendwann braucht man nicht mehr viele neue Sachen. Lieber beseelte. Nahrung. Geist. Und was sich verbraucht. Einatmen, ausatmen. Bei einem oder zwei, oder allen vielleicht dann ein herzhaftes Ja. Ich finde das heraus.
Ein komisches Spiel fällt mir da ein. Ich hatte eine Freundin als Kind, die ich nach der Schule fast immer besuchte. Ute wohnte um die Ecke, ich konnte zu Fuß hinlaufen. Vielleicht war ich sieben oder acht. Oder neun. Ich aß oft das warme Mittagessen, das ihre Mama kochte, weil es bei uns daheim erst am Abend warmes Essen gab. Vor allem wegen meinem Vater.
Ich erinnere mich an den Geruch im Flur. Nicht unangenehm, ein kleines bißchen süß aber nicht zu sehr, ganz appetitlich, vielleicht vom bestimmt guten Parfum ihrer Mutter oder noch eher von irgendeinem Weichspüler in frischer Wäsche. Nicht steril. Auch ein bißchen nach Essen. Und irgendein dunkelrotschwarzgrünkarierter Vorhang vor einem Schuhregal. Komisch, dass ich mich überhaupt nicht mehr erinnere, was es genau zu essen gab. Aber es waren andere Sachen als bei uns zuhause. Wenn ich darüber nachdenke, kommt es mir vor, als hätte sie oft bunte Nudel- und Reisgerichte gekocht, auch mit Käse. Und gefüllte Paprika, grün und rot und Eintöpfe mit Reis und Gemüse. Das Wort Risotto kannte damals kaum einer. Oder man hat das Wort nicht benutzt.
Dass sie eine echte Barbiepuppe hatte, ist gerade egal. Für uns war der Quelle-Katalog außer Malen, Barbie, Knetgummi und Geschichten erzählen das tollste Spielzeug. Es kommt mir vor, als hätten wir uns stundenlang damit beschäftigt, die Bilder anzuschauen. Das Spiel war, zusammen die nächste Seite umzublättern und so schnell wie möglich mit dem Finger auf die Sachen zu zeigen, die einem am besten gefallen. Ich weiß gar nicht mehr, ob es darum ging, dass eine von uns beiden schneller war. Eher kommt es mir vor, als wäre das Wichtigste der Spaß am schnellen Ausgucken gewesen, um zu sehen, ob die Freundin denselben Geschmack hat. Wenn man dann gleich schnell auf dasselbe getippt hat und sich die Finger berührt haben, haben wir vor lauter Begeisterung ganz aufgeregt gekichert. Man wusste ja so gut wie nie, was auf der nächsten Seite kommt, so dick war der Katalog. Es gab auch einen Otto-Katalog. Und noch einen von Schöpflin. Aber der Quelle-Katalog war die ungeschlagene Nummer Eins.
Ich würde gerne in die Vergangenheit schauen können und unsere Kindergesichter sehen, wenn wir die Seite umgeblättert haben, wo die rotschwarze Büstenhebe drauf war. Oder die komischen Sachen, die es auch beim Tina-Versand gegeben hat. Und Hunde waren im Katalog. Richtige echte Hunde! Einen Pudel oder einen Dackel oder einen Schäferhund konnte man sich bestellen. Und die ganz kleinen Hunde mit der Schleife oben, wo mir der Name jetzt nicht einfällt. Oder einen Cockerspaniel. Sogar ein Bernhardiner war dabei! Und ein Collie natürlich. Als Kind hat mir immer der Cockerspaniel, der Collie und der Bernhardiner am besten gefallen. Heute gefällt mir aus dem Sortiment am besten der Schäferhund.
Mittag bei Ute, 1973
27. februar 2008
huch – – Lisa!
Dann muss ich Fräulein Nin nächste Woche dringend fragen, wie sie mit dem unermesslichen Ruhm zurechtkommt. So eine erfahrene Frau! Sicher wohnt sie auch im Hotel Nizza! Auch möchte ich tolle Tipps, wie ich das viele Geld* noch besser loswerden kann. Ich stelle mich da ja immer ein bißchen ungeschickt an und brauche eine führende Hand!
Ich verstehe auch gar nicht, warum die Leute immer nicht über Geld reden wollen. Geld ist doch eine feine Sache. Mein Champagnerhändler zum Beispiel möchte schließlich auch leben! Oder ich zum Beispiel! Als Filmdiva kann ich es mir nun einmal nicht erlauben, mein Publikum mit mehrfach getragenen Kleidern zu Tode zu langweilen. Mein Publikum sucht Abwechslung! Und wer bin ich, ihm diese zu verweigern, da hat man sich zu beugen! Das kostet nun einmal!
Meine aktuelle Unpässlichkeit zeigt mir im Übrigen einmal mehr, dass es die einzig richtige Wahl war, sich ohne Pardon dem Stummfilm zu verschreiben!
Sie hören von mir!
*man kriegt pro zitiertem Buchstabe (incl. Leerzeichen) EUR 1500 (also ich natürlich ein bißchen mehr, sowie diverse Extras)
01. märz 2008

Hausaufgabe
Irgendwann braucht man nicht mehr viele neue Sachen. Lieber beseelte. Nahrung. Geist. Und was sich verbraucht. Einatmen, ausatmen. Bei einem oder zwei, oder allen vielleicht dann ein herzhaftes Ja. Ich finde das heraus.
Ein komisches Spiel fällt mir da ein. Ich hatte eine Freundin als Kind, die ich nach der Schule fast immer besuchte. Ute wohnte um die Ecke, ich konnte zu Fuß hinlaufen. Vielleicht war ich sieben oder acht. Oder neun. Ich aß oft das warme Mittagessen, das ihre Mama kochte, weil es bei uns daheim erst am Abend warmes Essen gab. Vor allem wegen meinem Vater.
Ich erinnere mich an den Geruch im Flur. Nicht unangenehm, ein kleines bißchen süß aber nicht zu sehr, ganz appetitlich, vielleicht vom bestimmt guten Parfum ihrer Mutter oder noch eher von irgendeinem Weichspüler in frischer Wäsche. Nicht steril. Auch ein bißchen nach Essen. Und irgendein dunkelrotschwarzgrünkarierter Vorhang vor einem Schuhregal. Komisch, dass ich mich überhaupt nicht mehr erinnere, was es genau zu essen gab. Aber es waren andere Sachen als bei uns zuhause. Wenn ich darüber nachdenke, kommt es mir vor, als hätte sie oft bunte Nudel- und Reisgerichte gekocht, auch mit Käse. Und gefüllte Paprika, grün und rot und Eintöpfe mit Reis und Gemüse. Das Wort Risotto kannte damals kaum einer. Oder man hat das Wort nicht benutzt.
Dass sie eine echte Barbiepuppe hatte, ist gerade egal. Für uns war der Quelle-Katalog außer Malen, Barbie, Knetgummi und Geschichten erzählen das tollste Spielzeug. Es kommt mir vor, als hätten wir uns stundenlang damit beschäftigt, die Bilder anzuschauen. Das Spiel war, zusammen die nächste Seite umzublättern und so schnell wie möglich mit dem Finger auf die Sachen zu zeigen, die einem am besten gefallen. Ich weiß gar nicht mehr, ob es darum ging, dass eine von uns beiden schneller war. Eher kommt es mir vor, als wäre das Wichtigste der Spaß am schnellen Ausgucken gewesen, um zu sehen, ob die Freundin denselben Geschmack hat. Wenn man dann gleich schnell auf dasselbe getippt hat und sich die Finger berührt haben, haben wir vor lauter Begeisterung ganz aufgeregt gekichert. Man wusste ja so gut wie nie, was auf der nächsten Seite kommt, so dick war der Katalog. Es gab auch einen Otto-Katalog. Und noch einen von Schöpflin. Aber der Quelle-Katalog war die ungeschlagene Nummer Eins.
Ich würde gerne in die Vergangenheit schauen können und unsere Kindergesichter sehen, wenn wir die Seite umgeblättert haben, wo die rotschwarze Büstenhebe drauf war. Oder die komischen Sachen, die es auch beim Tina-Versand gegeben hat. Und Hunde waren im Katalog. Richtige echte Hunde! Einen Pudel oder einen Dackel oder einen Schäferhund konnte man sich bestellen. Und die ganz kleinen Hunde mit der Schleife oben, wo mir der Name jetzt nicht einfällt. Oder einen Cockerspaniel. Sogar ein Bernhardiner war dabei! Und ein Collie natürlich. Als Kind hat mir immer der Cockerspaniel, der Collie und der Bernhardiner am besten gefallen. Heute gefällt mir aus dem Sortiment am besten der Schäferhund.
Mittag bei Ute, 1973
27. februar 2008
huch – – Lisa!
Dann muss ich Fräulein Nin nächste Woche dringend fragen, wie sie mit dem unermesslichen Ruhm zurechtkommt. So eine erfahrene Frau! Sicher wohnt sie auch im Hotel Nizza! Auch möchte ich tolle Tipps, wie ich das viele Geld* noch besser loswerden kann. Ich stelle mich da ja immer ein bißchen ungeschickt an und brauche eine führende Hand!
Ich verstehe auch gar nicht, warum die Leute immer nicht über Geld reden wollen. Geld ist doch eine feine Sache. Mein Champagnerhändler zum Beispiel möchte schließlich auch leben! Oder ich zum Beispiel! Als Filmdiva kann ich es mir nun einmal nicht erlauben, mein Publikum mit mehrfach getragenen Kleidern zu Tode zu langweilen. Mein Publikum sucht Abwechslung! Und wer bin ich, ihm diese zu verweigern, da hat man sich zu beugen! Das kostet nun einmal!
Meine aktuelle Unpässlichkeit zeigt mir im Übrigen einmal mehr, dass es die einzig richtige Wahl war, sich ohne Pardon dem Stummfilm zu verschreiben!
Sie hören von mir!
*man kriegt pro zitiertem Buchstabe (incl. Leerzeichen) EUR 1500 (also ich natürlich ein bißchen mehr, sowie diverse Extras)
13. februar 2008



SPÜLEN Sie mit Hexoral und halten Sie vier Tage STIMMRUHE. Dr. med. König
26. februar 2008
Mein Schokoladenpudding war IHM nicht gut genug. Ich soll zum Unterricht bei Frau Langhanke.
26. februar 2008
Mein Schokoladenpudding war IHM nicht gut genug. Ich soll zum Unterricht bei Frau Langhanke.
26. februar 2008
Der Februar. Die Tintenschwärze ordern!
Beschreibend sei vom Februar geweint,
Solange noch der Schneematsch donnernd
Im schwarzen Frühlingsdunkel scheint.
Die Droschke ordern: sechs mal zehn Kopeken.
Durch Glockenläuten, Räderwerkgebraus
Schnell dorthin eilen, wo im lauten Regen
Das Tintenschwarz, die Tränenflut verrauscht.
An Orte, wo, gleich angekohlten Birnen,
Von hohen Bäumen tausende von Krähn
Hinunter in die Pfützen flügelnd schwirren,
Den Kummer aus dem Augengrund zu zerrn.
Und aus dem Weißen taut der schwarze Boden,
Ein Schreien pflügt den kalten Wind und gellt,
Der Zufall hat zur Wahrheit sich erhoben,
Denn weinend hat der Vers sich eingestellt.
Boris Pasternak (1912)
25. februar 2008
25. februar 2008
21. februar 2008
Los Merkur vorwärts
Seit gestern darf wieder sinnvoll kommuniziert werden, sogar elektronische Geräte dürfen wieder normal arbeiten. Schließen Sie Verträge, kaufen Sie Wohnungen, entscheiden Sie, sprechen Sie, schreiben Sie. Es geht vorwärts.
Alles.
Und das Tollste: es gilt für alle.
23. februar 2008
I noticed the grass

I noticed the hills I noticed the highways I noticed the dirt road I noticed the car rows in the parking lot I noticed the ticket takers noticed the cash and the checks and credit cards I noticed the buses noticed mourners I noticed their children in red dresses I noticed the entrance sign noticed retreat houses noticed blue and yellow flags noticed the devotees, their trucks and buses, guards in khaki uniforms I noticed the crowds noticed misty skies noticed the all pervading smiles and empty eyes I noticed the pillows, coloured red and yellow, square pillows and round I noticed the Tori gate, passers-through bowing, a parade of men and women in formal dress noticed the procession noticed the bagpipe, drums, horns noticed high silk head crowns and saffron robes noticed the three piece suits I noticed the palanquin, an umbrella, the stupa painted with jewels the colours of the four directions – amber for generosity, green for karmic works noticed the white for Buddha, red for the heart – thirteen worlds on the stupa hat noticed the bell handle and umbrella, the empty head of the cement bell noticed the corpse to be set in the head of the bell noticed the monks chanting, horn plaint in our ears, smoke rising from atop the firebrick empty bells noticed the crowds quiet noticed the chilean poet noticed a rainbow I noticed the guru was dead I noticed his teacher bare breasted watching the corpse burn in the stupa noticed mourning students cross legged before their books, chanting devotional mantras, gesturing mysterious fingers, bells and brass thunderbolts in their hands I noticed flame rising above flags and wires and umbrellas and painted orange poles I noticed the sky noticed the sun, a rainbow around the sun, light misty clouds drifting over the sun I noticed my own heart beating, breath passing through my nostrils, my feet walking, eyes seeing noticing smoke above the corpse-fired monument I noticed the path downhill noticed the crowd moving toward buses I noticed food, lettuce salad I noticed the teacher was absent I noticed my friends noticed our car the blue Volvo, a young boy held my hand, our key in the motel door noticed a dark room noticed a dream and forgot noticed oranges lemons and caviar at breakfast I noticed the highway, sleepiness, homework, thoughts, the boy’s nippled chest in the breeze as the cars rolled down hillsides and past green woods to the water I noticed the houses and the balconies overlooking the misted horizon shore, and old worn rocks and the sand I noticed the sea I noticed the music I wanted to dance
On The Cremation of Chogyam Trungpa Vidyadhara | Allen Ginsberg
22. februar 2008
21. februar 2008
Los Merkur vorwärts
Seit gestern darf wieder sinnvoll kommuniziert werden, sogar elektronische Geräte dürfen wieder normal arbeiten. Schließen Sie Verträge, kaufen Sie Wohnungen, entscheiden Sie, sprechen Sie, schreiben Sie. Es geht vorwärts.
Alles.
Und das Tollste: es gilt für alle.
20. februar 2008
Ja natürlich der Film, aber der Trailer. Dieser fünfundvierzig Jahre junge Film (Originalfassung mit Untertiteln bei dem da, ohne elitäres Getue nun wirklich unvermeidlich, weil bis zur (aller-) peinlichsten Schmerzgrenze ins Deutsche ’synchronisiert‘, insbesondere die nicht ganz unpopuläre Szene mit Frau Bardots Fragenkatalog zum Liebreiz ihrer Leibhaftigkeit) staubt seit vielen Jahren friedlich in einem altbackenen VHS-Archiv, das sich rein unzufällig in meiner Wohnung befindet, vor sich hin.
Aber wie, nur wie, hätte ich je vor diesem unserem goldenen weltvernetzten Computerzeitalter an einen an das französische Kinopublikum gerichteten Ankündigungsfilm geraten können. Ich bin sehr dankbar, dass mir solche schönen alten Reklamefilme zugänglich gemacht werden. Und gerne möchte ich diese kleine Freude mit Ihnen teilen!
20. februar 2008
Ja natürlich der Film, aber der Trailer. Dieser fünfundvierzig Jahre junge Film (Originalfassung mit Untertiteln bei dem da, ohne elitäres Getue nun wirklich unvermeidlich, weil bis zur (aller-) peinlichsten Schmerzgrenze ins Deutsche ’synchronisiert‘, insbesondere die nicht ganz unpopuläre Szene mit Frau Bardots Fragenkatalog zum Liebreiz ihrer Leibhaftigkeit) staubt seit vielen Jahren friedlich in einem altbackenen VHS-Archiv, das sich rein unzufällig in meiner Wohnung befindet, vor sich hin.
Aber wie, nur wie, hätte ich je vor diesem unserem goldenen weltvernetzten Computerzeitalter an einen an das französische Kinopublikum gerichteten Ankündigungsfilm geraten können. Ich bin sehr dankbar, dass mir solche schönen alten Reklamefilme zugänglich gemacht werden. Und gerne möchte ich diese kleine Freude mit Ihnen teilen!
17. februar 2008
Gaga Gassi

17. februar 2008
Gaga Gassi

16. februar 2008
Liebling, Essen ist fertig
(ja, ja ich soll nicht sprechen)
15. februar 2008

Mch gmpfbmpf mpfhrlmch zhm, dmmpfs Bmld dmmpf hmntmpfn mpfntsprmcht nmcht gmmpfnz dmpfr Rmpfmmpflmtmbt. Mpf whmrdmpf mmt mmpfllmpfn Mmttmpfln dmpfr pfmphmtmnmk rmpfthmschmmpfrt, hmm mpfmnmpfn bmpfschhmnmgmpfndmpfn Mpfmndrhmck zhm vmpfrmmttmpfln! Dmmpf dmmpf Wmhmpfmt jmmpf dpfch frchhmpfr pfdmpfr spmbtmpfr mmpfns Lmcht kpfmmt, zmpfmgmpf mch mmpfbmpfr glmpfmch dmmpf Frmgmnpfhmpf!!!
15. februar 2008

Mch gmpfbmpf mpfhrlmch zhm, dmmpfs Bmld dmmpf hmntmpfn mpfntsprmcht nmcht gmmpfnz dmpfr Rmpfmmpflmtmbt. Mpf whmrdmpf mmt mmpfllmpfn Mmttmpfln dmpfr pfmphmtmnmk rmpfthmschmmpfrt, hmm mpfmnmpfn bmpfschhmnmgmpfndmpfn Mpfmndrhmck zhm vmpfrmmttmpfln! Dmmpf dmmpf Wmhmpfmt jmmpf dpfch frchhmpfr pfdmpfr spmbtmpfr mmpfns Lmcht kpfmmt, zmpfmgmpf mch mmpfbmpfr glmpfmch dmmpf Frmgmnpfhmpf!!!
15. februar 2008
13. februar 2008



SPÜLEN Sie mit Hexoral und halten Sie vier Tage STIMMRUHE. Dr. med. König
07. februar 2008
Jetzt mal unter uns Königstigern
(…)
(hitziger Diskussionsgegenstand: qualitative Beschaffenheit von Unterbekleidung, insbesondere Gejammer über kratzig-kneifende passionata-Schlüpfer meinerseits versus disqualifizierte Stringtangas ihrerseits)
Ich: „Was hast du gerade gesagt? „Unter uns Königstigern„?
Sie: „Selbstverständlich.“
11. februar 2008

[Selbstportrait im Schlafanzug]
Weiteres Dilettieren im Krankenstand. Manches schreibe ich ja nicht ins Internet hinein, weil es zu dämlich ist. Aufgrund mangelnder Erfahrung mit Krankheiten und dem ganzen Kram, fehlt mir die Routine bei Sachen wie Inhalieren. Also habe ich mir letzte Woche das Kinn verbrannt, weil ich mich über den glühend heißen Kupfertopf gebeugt habe und mit dem Kinn angestoßen bin, ich Depp. Heute bin ich da schon etwas geübter und lege mir einen Flanellschal über den Schüsselrand. Man lernt nie aus! Nun, wo die Wunde verheilt ist und nur noch eine rosarote Ellipse, kann ich sie auch herzeigen. Meine aktuelle Krankheit heißt übrigens Stimmbänderentzündung und die aktuellen Medikamente Amoxicillin 750 (Breitband-Penicillin), ACC akut 600 und Pulmotin (die Fettflecken auf dem Wasser in der Inhalierschüssel). Ach ja, ich wollte ja nichts mehr über mein Siechtum schreiben, aber ich erlebe ja nix!


11. februar 2008

[Selbstportrait im Schlafanzug]
Weiteres Dilettieren im Krankenstand. Manches schreibe ich ja nicht ins Internet hinein, weil es zu dämlich ist. Aufgrund mangelnder Erfahrung mit Krankheiten und dem ganzen Kram, fehlt mir die Routine bei Sachen wie Inhalieren. Also habe ich mir letzte Woche das Kinn verbrannt, weil ich mich über den glühend heißen Kupfertopf gebeugt habe und mit dem Kinn angestoßen bin, ich Depp. Heute bin ich da schon etwas geübter und lege mir einen Flanellschal über den Schüsselrand. Man lernt nie aus! Nun, wo die Wunde verheilt ist und nur noch eine rosarote Ellipse, kann ich sie auch herzeigen. Meine aktuelle Krankheit heißt übrigens Stimmbänderentzündung und die aktuellen Medikamente Amoxicillin 750 (Breitband-Penicillin), ACC akut 600 und Pulmotin (die Fettflecken auf dem Wasser in der Inhalierschüssel). Ach ja, ich wollte ja nichts mehr über mein Siechtum schreiben, aber ich erlebe ja nix!


07. februar 2008
La PLACE ROUGE était BLANCHE. La NEIGE faisait un TAPIS.












