Wenn man erst anfängt, sich mit dem eigenen Zustand – – – also mit dem Zustand des eigenen Körpers zu befassen, fallen einem immer mehr Sachen auf, die man woanders schon in besserer Verfassung gesehen zu haben meint. Das macht die Sache nicht einfacher. Im Gegenteil. Interessante Perspektiven erhält man auch durch neu auf- oder umgehängte Spiegel. Probieren Sie es ruhig einmal aus. Sie werden staunen!
Seit geraumer Zeit habe ich Gelegenheit, meine Hinterbeine und die Verlängerung nach oben bei Tageslichteinfall von östlich links zu betrachten. Der Unterschied zu Lichteinfall frontal aus dem Norden ist gewaltig. Aus irgendeinem Grund bin ich gewillt, dem für mich ungünstigeren Ergebnis aus dem Osten mehr Beachtung zu schenken. Ich werde nun an den Ort des Schreckens zurückkehren und mit einem gut im Kleiderschrank versteckbaren Trimmgerät Abhilfe schaffen. In kleinen Schritten zum Erfolg!
Gerne würde ich die Beine von Cindy Crawford oder Frau Patitz einmal bei Licht in meiner Küche betrachten. Nur zum Vergleich. Wir sind ja ungefähr alle gleich alt und erwecken bei nicht so genauem Hinsehen den Eindruck, wir hätten uns gut gehalten.

33 Antworten auf „31. märz 2008

  1. Auch gerne als Muschipupu bezeichnet. Leni Riefenstahl empfahl ja für Damenportraits immer direktes frontales Licht in Kopfhöhe. Damit die Vertiefungen gleichmäßig mit Licht geflutet werden. Was aber nicht heißen soll, dass ich Sie nun bitte, 1000 Watt-Scheinwerfer auf mich zu richten. Sie wissen ja, der Teint, der Teint! Ich muß mich überhaupt schonen. Schließlich liegen meine besten Jahre noch vor mir und da möchte ich in Topform sein. Alleine wenn ich an die bevorstehenden Bergwanderungen mit Javier denke (und daran denke ich oft), habe ich jetzt schon Muskelkater. Aber was tut man nicht alles. Abschließend ist zu sagen, dass schmeichelnde Beleuchtung noch niemandem geschadet hat.

  2. Ja Sie, SIE! Aber ich. Als einfache, bodenständige Wahrsagerin bin ich mit meiner Kristallkugel bei jeder Beleuchtung gefordert. Ansprüche stellen nur die Kunden. (Und nicht zu knapp!)

    Das Trimmgerät wartet immer noch! Das kommt davon, wenn man sich immer aufopfernd um die anderen kümmert anstatt einmal, nur einmal! um sich selbst. Ich muß das lernen und werde mich daher für heute zurückziehen.

  3. Männer haben Cellulite. Sie fängt nur etwas später an und ist weniger ausgeprägt. So ca. ab Mitte Fünzig. Wenn man Glück hat und aktiv bleibt, wird man auch etwas länger verschont. Gehen Sie doch mal wieder ins Schwimmbad und achten Sie besonders auf die Hinteransicht.

  4. Aber doch sicher auf den eigenen. Wer hohe ästhetische Ansprüche stellt, ist doch bestimmt bemüht, diesen auch selbst zu genügen. Heterosexuelle Männer, vor allem der älteren Generation müssen nach meiner Beobachtung in dieser Hinsicht noch die einen oder anderen Schularbeiten machen. Eloquenz, Witz, weltlicher Erfolg, rasieren, waschen und parfümieren sind wünschenswert aber nicht genug. Körperliche Verwahrlosung beim Mann (dazu gehört auch Übergewicht im ästhetischen Grenzbereich (Rainer Calmund, Ottfried Fischer), unterentwickelte Arm-, Schulter- Brust- Gesichts- Gehirn- und Gesäßmuskulatur, blockierter Energiefluss in den Extremitäten durch Bewegungsmangel, minderwertige Ernährung, Alkohol- und Nikotinmissbrauch) ist für mich erotisch (!) ebenso indiskutabel wie bei Frauen. Also strenge ich mich an. Schließlich will man neben einer schönen Kreatur nicht abfallen. Es müssen keine Muskelpakete und auch nicht der vielzitierte Waschbrettbauch sein, ein sichtbar energiegeladener Körper mit guter Spannung reicht. Eigentlich sieht man schon an den Händen, ob noch Leben in der Bude ist. Früher war ich da übrigens weniger streng. Da konnte man mich noch mit grauen Schläfen beeindrucken.

  5. Das Bindegewebe von Frauen hat wabenartige Struktur, außerdem ist der Anteil von Bindegewebe an der Gesamtsubstanz höher als bei Männern.
    Dafür haben ausgewachsene Männer, auch ganz junge, fast allesamt Geweberisse am Po und den Oberschenkeln (aufgeblasene Bodybuilder auch rundum, deswegen müssen die sich für Shows so dick schminken). Eine der wenigen Ausnahmen ist mein Vater, der mir gemeinerweise die dafür nötige Gene vorenthalten hat.

  6. finde ich natürlich total super, die Einstellung. Ich habe nur blöderweise die falsche Wohnung dafür. Wenn man weder Jalousien noch ein Rollo noch Gardinen vor dem Fenster hat (kann keiner reingucken, weil unterm Dachjuchhe), wird die Sache bei Tages-Aktivität zuweilen etwas kompliziert. Selbst wenn alle Spiegel günstig, in den dunkelsten Ecken hängen würden, bestünde die Gefahr, dass ein anderes Lebewesen gleichzeitig mit mir die Räume mit Tageslicht betritt und die weitere Gefahr, dass ich nicht vollständig bekleidet wäre! Man könnte natürlich im Besuchsfall provisorische Abdunklungen einsetzen. z. B. einen schicken Paravent vor jedes Fenster! Oder schwarze Bettlaken mit Sicherheitsnadeln antackern. Das gibt bestimmt ein schönes pupsiges Licht, das auch dem Gegenüber und dessen Problemzonen schmeichelt. Super Idee! Andere Möglichkeit: nur noch Besuchern mit starker Fehlsichtigkeit ohne Sehhilfe Zugang zu den Räumlichkeiten verschaffen. Das kollidiert allerdings wieder mit meinem Gesundheitsfetisch. Andererseits sind bei einem blinden Mann vermutlich die anderen Sinne besser entwickelt (Tastsinn, Gehör etc.). Ich bin da hin- und hergerissen.

    Oder nur noch Abendeinladungen mit der Bitte, die Räumlichkeiten vor Sonnenaufgang* zu verlassen.

  7. Kidfünfeinhalb wollte jetzt keinen Link setzen. Müssen Sie nur ein Dotcom dransetzen, wenn Sie wirklich wollen. Achtung: Ist nicht immer nur schön. Aber lehrreich.

  8. Aber, aber. Nur Mut! Das andere Lebewesen sieht ja im Regelfall mit wohlwollendem Blick. Außerdem kennen Sie ja sicher den Unterschied zwischen Aussehen und Attraktivität. Das beste Mittel gegen Cellulite ist Charisma. Ehrlich.

    Was die Sehschwäche angeht, kann ich die Ausprägung anderer Sinne aus eigener Erfahrung nur bestätigen.

    [Ich weigere mich seit Jahren standhaft, Brille zu tragen. Die Welt ist so um ein Vielfaches schöner.]

  9. *lebenswichtiger Nachtrag!
    Ich könnte so einen Monatsplan aus dem Internet im Schlafzimmer aushängen, wo man immer die jeweiligen Sonnenaufgangszeiten ablesen kann, damit der Wecker täglich und zuverlässig korrekt neu eingestellt werden kann!

  10. @kidfünfeinhalb Sie schauen sich also den freakigen unter-1-Prozent-Anteil in Ihrer Freizeit an. Oder gibt es da einen nicht sofort identifizierbaren Link für „natürliche Oberschenkel“-Fetischisten? Diese wahnsinnig natürlichen Girls benutzen bestimmt diese Wunderkörpermilch von der Firma mit der Werbung mit den normalgewichtigen Damen, mit der man auch normal dicke bis dickere Oberschenkel straff bekommt. Angeblich. Und immer viel glänzendes Öl drauf, bevor geblitzt wird. Das hat einen tollen Glättungseffekt. „Natürliche“ Mädels sind ja schließlich auch nicht von gestern und arbeiten mit allen Tricks. Da kann man sich noch einiges abgucken. Wichtige Seite!

  11. @ Frau Klugscheisser „Das andere Lebewesen sieht ja im Regelfall mit wohlwollendem Blick.“
    Das geht mir auch immer so! Am Anfang.

    Das beste Mittel gegen Cellulite ist Charisma.
    Das klingt wie eine sehr teure Creme aus dem hinteren Orient! Sicher aus so einer seltenen afrikanischen Wurzel, die Normalsterblichen wie mir gar nicht verkauft wird! Bestimmt hat Madonna auch dieses Charisma-Zeug. Und Kylie! Und Caroline von Monaco! Ich bin neidisch! Charisma für alle!

  12. Also wenn Sie mal länger dabei sind, werden Sie die ganze Bandbreite erleben. Ok, vielleicht nicht die ganze. Dafür gibt es wiederum spezielle Seiten. Aber die sind schon recht schonungslos. Oft. Man will natürlich gar nicht wissen, woher die Bilder stammen.

  13. Sie meinen, es gibt so eine Art System der – nennen wir es Premium-Club-Mitgliedschaft? Spezielle Seiten sind natürlich ein Wahnsinnsanreiz! Da lässt man sich die Clubkarte auch gerne etwas kosten!

  14. Heilsamer noch als derartige Seiten – die ganz nebenbei bemerkt eigentlich eine Beleidigung für reifere uns Frauen darstellt – ist ein Besuch in einer örtlichen Saunalandschaft. Ein Bekannter riet mir damals in Stuttgart zu den Schwabenquellen (das Bayrische Äquivalent befindet sich übrigens in Erding). Er meinte, das sei reinste Medizin gegen Minderwertigkeitskomplexe. Er sollte recht behalten. Fortan war ich mindestens einmal im Jahr dort (meistens zum Geburtstag – da war der Eintritt umsonst). ein- zweimal dort. Man will sich ja nicht so oft mit der eigenen Vergänglichkeit konfrontieren.

  15. Könnte es zufällig sein, dass Sie (ich schreibe jetzt nicht „der Bub“) wegen der „älteren Generation“ ein wenig schmollen oder zürnen und sich mit einem markig formulierten „Frustclub“ (Frau Klugscheisser? Frau Kaltmamsell, meine Wenigkeit?) Erleichterung verschaffend revanchieren? Man zieht sich ja erfahrungsgemäß immer den Schuh am liebsten an, der einem nach eigenem Augenmaß am ehesten passt.

    Selbstverständlich gehe ich davon aus, dass meine männliche Leserschaft ausnahmslos aus hochattraktiven und gesunden Kerlen im maximalen (biologischen) Alter von 37 besteht. Auf das (von mir) gefühlte Alter kommt es schließlich an. Nur diese Gewissheit ermöglicht es mir, mich schonungslos über verwahrloste und anmaßende Gestalten dieses Geschlechts mit ebenbürtiger Arroganz zu äußern.

    „Mädchen“ wie Berben, Stone und Berger haben ja auch das nötige Kleingeld für die teure Charisma-Creme! Da kann unsereiner (also der Frustclub) leider nicht mithalten. Das kann so „Mädchen“ wie uns schon ganz schön frustrieren! Total frustrierend irgendwie und so! Für die Buben und die Mädchen!

    (ich bin ja von Natur aus gerne ein bißchen böse in meinem Formulierungen, falls Sie das noch nicht gemerkt haben sollten, der Skorpionstachel. Aber ich kann auch unverhofft wieder sehr nett werden).

  16. Hallo? Hier sind die Frauen, die Mittel und Wege aus dem Elend gefunden haben und finden werden! Es geht immer nur aufwärts!

  17. Ich glaube, Sie haben es noch nicht erwähnt, dass Sie Jahrgang 1971 sind. Und Sie wissen auch genau warum.
    Ha! Mein Gedächtnis für Altersangaben, Geburtsdaten etc. pp. hat schon so manchen erschreckt. Ich kann Ihnen aus dem effeff herunterbeten, wer hier wie alt ist.

    Wofür habe ich schließlich meine Kristallkugel!

    P.S. Interessant, dass die Berben Sie so fasziniert. Berben hat eine Löwesonne, was Sie nicht jucken dürfte. Aber der Skorpion-Mars und Skorpion-Aszendent von Berben scheint etwas auszulösen. Habe ich auch. Die kann auch böse werden. Har har. Aber nicht so wie ich.

  18. Frau Klugscheisser, lassen Sie dem Nachwuchs aus der Provinz die bescheidene Zeigefreudigkeit. Daneben kann man selbst mit Mondkratern in den Oberschenkeln nicht verlieren. Na gut, eine Zier für unser Geschlecht ist es natürlich nicht. Die sind sowieso alle viel zu blond. Aber SIE dagegen! Eine Frau wie Sie! Ich meine, wir reden hier ja nicht von ‚Mädchen‘, sondern von Frauen, nicht wahr. Welten. Lichtjahre.

  19. Ich habe kurze Fingernägel. Für die anfallenden häuslichen Reparaturarbeiten macht sich das einfach besser. Ich reagiere mich ein wenig am Abflussrohr ab und dann hat sich der Fall. Krallen und Fauchen, ich bitte Sie. Das ist doch for pussies.

    Wieso verbal Fragezeichen? Hätten Sie es gerne etwas härter? Härter geht immer. Ich war noch relativ moderat. Schließlich suche ich ja keinen Streit und möchte gerne Friede Freude Eierkuchen unter Berücksichtigung der gebotenen Unterwür Höflichkeit. Aber o.k. was soll das Gesülze: ich habe es ganz gerne, wenn es ein bißchen knallt. Man will ja auch nicht einschlafen, bei allzu gepflegter Konversation.

  20. (Ja mei, es gibt auch Seiten wie naked mums und so. Je nachdem, in welche Abgründe von nebenan man schauen will. Ich gehe ja nicht in die Sauna oder überhaupt aus dem Haus, von irgendwoher muß ich mein Welt- und Menschenbild ja beziehen.)

  21. Hier lesen doch nur die fünf Leute, die kommentieren. Und die kenne ich alle persönlich! (bzw. demnächst). Hätte ich mehr Leser, würden die sich doch bestimmt bemerkbar machen, bei dem Unfug, den ich zuweilen verzapfe.

  22. Oh! Kommentator fünfeinhalb hat sich wieder gemeldet!

    Ich möchte, glaube ich, gerade nicht in die Abgründe von nackter Mutti von nebenan schauen. Vielleicht morgen dann. Oder auch nicht.

    Sie sprechen da ein großes Manko der Blogwelt an. Natürlich haben Sie vollkommen Recht: wie soll man sich ein Bild von Mann und Frau und Blume und Biene verschaffen, wenn man aus (sicher triftigen) Gründen an das Haus gefesselt ist. Wir müssen ein alternatives Angebot zu diesen Schmuddelseiten schaffen. Ein fesselndes Angebot möchte ich sagen!

  23. Mit eins bis fünf mögen Sie recht haben. Aber da ist ja noch Nummer fünfeinhalb. Ich versuche gerade mir vorzustellen, wie Nummer fünfeinhalb im Rock aussieht. Irgendwie sprengt das meine Vorstellungskraft. Meine sonst außerordentlich stark ausgeprägte Projektions- und Imaginationsfähigkeit schlägt mir da irgendwie ein Schnippchen.

    Ich merke gerade, ich tue Fräulein Schneck sehr unrecht. Dasselbe Problem. Irgendetwas scheint mit Fräulein Kid und Fräulein Schneck nicht zu stimmen. Und gerade fällt mir auf, dass sich Fräulein Wallhalladada heute noch gar nicht gemeldet hat. Ich sorge mich ein bißchen. Meine Nummer Eins! Wallhalladada, wo sind Sie? Auch hier ein geringfügiges Rock-Imaginationsproblem.

    Wussten Sie übrigens, dass Sie und Wallhalladada die einzigen Bloggerinnen sind, die ich nicht persönlich getroffen habe? Da staunen Sie, was! Nun ja, das lässt sich aber leicht erklären und verstehen, wenn man insgesamt nur fünfeinhalb Blogger kennt. Ich glaube, viel mehr gibt es aber auch gar nicht.

    Sie müssen anfangen Ihre archaischen Träume zu leben, bevor es zu spät ist. Bringen Sie es hinter sich, anschließend können wir uns darüber unterhalten, wie sich die Sache aus Ihrer Perspektive gestaltet hat. Damals, (also vorgestern) als ich noch nicht fromm war, haben mich diese ganzen Blumen- und Biene-Sachen auch wahnsinnig interessiert.

  24. haha! Irgendwann ist immer das erste Mal. Fragen Sie Herrn Kid und Herrn Schneck. Sie könnten eine Selbsthilfegruppe unter echten, richtigen Männern gründen. Mit viel Testosteron!

    Ich frage mich gerade, wie Sie sind, wenn Sie sich aufregen. Vielleicht schaffe ich das ja heute noch. Sie wissen doch, ich habe gerne ein bißchen Action hier. Und Sie machen so schön mit. Hiergeblieben! Nicht, dass Sie mir ausbüchsen!

  25. „Mache alles mit“ klingt in der Tat ziemlich rustikal und bodenständig, wenn man den Kontext nicht kennt. Ein bißchen wie „packe jederzeit mit an, wenn es sein muß!“ „scheue körperliche Arbeit nicht!“. Und Sie meinten also etwas anderes.

    Ginge ich zu weit, wenn ich als Umkehrschluss dieser Ihrer Aussage interpretiere, dass „Mädchen“ niemals inkompetent, extraordinär dumm und mit bürokratischer Willkür agieren können? Weil sie etwa Geschöpfe jenseits von Gut und Böse sind? Wie kleine, unschuldige und ahnungslose Kindlein? Oder womöglich gar – zuviel der pauschalen Ehre – weil sie Ihnen etwa in der Überzahl kompetent, keinesfalls dumm und ohne Willkür erscheinen? Dabei sieht Ihre Brille gar nicht so rosa aus.

    Ich dagegen kann mich recht gut über die Buben aufregen. Kein Problem! Wobei ich zugestehen muss, dass die Bereitschaft, sich ernstlich zu echauffieren im Vergleich zu jugendlicheren Jahren doch etwas gelegt hat. Man kennt seine Pappenheimer dann ja auch irgendwann. (Um auch mal ein bißchen pauschal zu werden.)

    Es findet eine Art gerechter (?) gesunder (?) Ausgleich statt. Die Existenzberechtigung des männlichen Geschlechts verlagert sich zunehmend auf ebendieses. Ein Jammer, dass man alt wie eine Kuh werden muß, bis einem dämmert, dass die Müttergeneration einem diesen ganzen Fünfzigerjahre-Quatsch von heiler Familie und lebenslänglicher Ehebindung eingeträufelt hat. Und Hollywood natürlich. Die Hollywoodverschwörung!

    Anstatt den kleinen Biestern von Kindesbeinen klarzumachen, dass an körperlicher Treue interessierte Märchenprinzen das älteste Märchen unter der Sonne sind. Hätte man diesen ganzen Quatsch nicht vermittelt bekommen, hätte man sich eine Jugend voller irrealer Illusionen ersparen können und sich vermutlich ganz wunderbar und pragmatisch mit den Tatsachen arrangiert.

    Aber die nachfolgenden Generationen werden es besser haben und können Dank Internet diesen Kommentar lesen und wissen gleich über alles genau Bescheid! Ja Mädels, so sieht es aus! Und das ist kein Beinbruch! Denn irgendwann kommt ihr vielleicht selber darauf, dass es viele Mütter mit schönen Söhnen gibt und man sich auch als Mädchen gar nicht so leicht und für immer entscheiden mag.

    Hallo? Sind Sie schon eingeschlafen? Nach diesem Monolog verzeihe ich Ihnen das. Sie sind entschuldigt. Ich aber auch.

    Bonne Nuit

  26. Sie werden sich doch nicht etwa in Ihrer (nicht weit entfernten) Jugend aufgespart haben um auf den Jungen mit dem weissen Pferd zu warten?

    Ganz im Gegenteil. Ich habe mich mit ihm ihnen getroffen und wir sind sehr schön zusammen ausgeritten. Immer schön einer nach dem anderen allerdings. Auf die Idee, das womöglich zeitlich synchron lassen zu laufen, bin ich in meiner Naivität nicht gekommen. (Siehe Hollywood-Verschwörung). Ich hätte aber auch gar keine Energie oder Konzentration für so etwas gehabt. Auch kein Bedürfnis. Wenn man dazu neigt, sich sehr heftig und tief zu verstricken, ist ein Mensch allerdings auch abendfüllend. Ich hatte keine Langeweile. Heute kann ich mit meinen Kräften besser haushalten. Eine Frage der Konzentration auf die jeweiligen Prioritäten.

    Aber glauben Sie mir, wenn die Sturm- und Drangjahre vorüber sind, sucht auch die eine oder andere (auch, wieder) was für’s Herz. Wenn die alten Narben und Schmisse nur noch bei Wetterumschwung zu spüren sind. Mehrfach gebrochene Herzen haben Sollbruchstellen. Gefährlich. Man muß auf sein Herz gut aufpassen. Man hat nur eines.

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