Ich schreibe das jetzt nicht, mit dem immer noch nicht ganz so gesund wie früher sein. Blöd ist nur, wenn man immer in Kommentaren herumblödelt und einen Ausflug nach Frankfurt macht und sich rote Backen malt, denken die anderen, alles wäre bestimmt wieder toll in Ordnung. Gestern war ich ungefähr 79 Prozent gesund. Heute bin ich ungefähr 82 Prozent gesund. In der Mitte und weiter unten, an den Fußsohlen sogar bestimmt noch mehr Prozent! Auch denken kann ich fast wie vorher. Dass ich trotzdem andere Sachen denke als vorher, liegt aber an was anderem. Ich muss mich nämlich dringend um mein Privatleben oder so etwas ähnliches kümmern. Ist mir eingefallen. Ich schreibe mir das gleich auf so einen gelben Klebezettel
Butter, Fische, Spüli, Eier, Käse, Mann, Klopapier
Ich glaube, so nennt man das.

22 Antworten auf „14. märz 2008

  1. Das war mir spätestens seit Ihrem ‚Parföng‘ klar! Eine kluge Vorratshaltung. Für ein gutes Parfüm kann man auf dem Schwarzmarkt manchmal sogar Butter bei die Fische bekommen.

  2. Ach so deshalb. Ich gehe ja nie zu Lidl, ich kaufe lieber gesundes Zeugs ein. Und so einen Mann hätte ich auch lieber ohne gentechnische Veränderungen.

  3. Welche Einkaufsliste?
    Das ist mein erstes Haiku!

    Ich verspreche mir von diesem Eintrag, einen sensiblen Dichter zu zu erreichen. Er muß schon auch ein bißchen zwischen den Zeilen zu lesen verstehen!

  4. Das ‚zwischen den Zeilen lesen‘ wird durch die Tatsache erschwert, dass Ihr Haiku aus lediglich einer Zeile besteht.
    Natürlich ist das keine simple Merkliste, sondern verlangt nach Dechiffrierung. Ich weiß aber bislang nicht, von was sie glauben, es so nennen zu können. Ich bin auf der anderen Seite aber auch weit davon entfernt zur Zielgruppe ‚sensible Dichter zu zählen…

  5. @ Saoirse Schon klar – kleiner Scherz. Ich fand die doppelte Bedeutung Ihrer beiden ‚bei‘ so gelungen, wollte mein Kompliment darüber aber nicht zu offen ausdrücken. Lehre für die Zukunft, frei nach der Vergangenheit: Keine Experimente komplizierten Komplimente! Das nächste Mal also einfach:
    Klasse!

  6. @’Welche Einkaufsliste?‘ *lol*

    PS: Wenn ich recht verstanden habe, sind sämtliche LIDL’s bundesweit gleich sortiert, d.h. zwischen Klopapier und Käse ist überall dasselbe etc.
    Ob sich hier die Möglichkeit neuer poetischer Codes auftut, und gerade den sensibelsten unter unseren DichternInnen ganz neue Möglichkeiten sich eröffnen? z.B.

    Begegnung.
    Vor dem Vanille-Pudding. Gedankenschwer.
    Oh der Augenblick, da sie hervortrat
    aus dem Schokoladen-Korridor!

  7. @Walhalladada Hallo Doc! Wollten Sie nicht zwischen den Zeilen lesen? Jetzt stünde dem nichts mehr im Wege … [höchstens die Tussi die wo die leeren Joghurt-Kartons aufsammelt mit Ihrem riesen Wagen oder wie man das nennt]

  8. Nicht, dass ich mich drücken wollte, aber ich stecke gerade bis über die Ohren in geschäftlichen Verhandlungen: Es geht darum, den sibirischen Absatzmarkt (Archipel GULag‘ usw.) für ‚Meisenknödel‘ zu erobern…Ich versuche aber auch hier in Sachen ‚Haiku‘ am ‚Ball‘ zu bleiben…

  9. Ich habe mich selten so verstanden gefühlt! Meine Verhandlungspartner verschmähen allerdings die von mir servierte Brause und ziehen es vor, Wodka aus Bierkrügen zu trinken – ich weiß im Moment nicht, wo das alles hinführen soll, aber – Ja,ja, ich komme sofort…! (Tut mir leid, aber Sie hören ja selbst, was hier los ist…ich muss weg!)

  10. Zumindest bezweifle ich, dass das Klopapier bei Lidl genmanipuliertes ist, wie weiter oben in Erwägung gezogen. ,-)
    Lidl hat leider eine sehr schlechte Arbeitnehmerkultur. Mini-Jobs und Azubis, viel zahlen die nicht in die Sozialkassen ein von Arbeitgeberseite.

    Dieser Spruch aber zum Privatleben, Herr Kid, der bereitet mir Sorge!

  11. Was die von Herrn Kid bedrohlich in den ‚thread‘ geworfene Überschätzung des Privatlebens betrifft, so ist dieser Einschätzung unbedingt beizupflichten. Die Sphäre des Privaten findet ihren eigentlichen Ausdruck doch nurmehr in der Art & Weise, wie & was & wo konsumiert wird. Von den Dingen, die Frau Gagas ‚Haiku‘ aufführt, ist aber der ‚Mann‘ das bei weitem am wenigsten von ’schädlichen‘ Produktions- oder Distributionsbedingungen belastete Produkt….Bei LIDL wird man all die Männer jedenfalls kaum finden, ganz zu schweigen von d e m Mann

  12. Ähm, eigentlich war ja nur von genmanipulierten Männern die Rede, Frau Creezy. Aber genau wegen der von Ihnen angesprochenen lausigen Arbeitnehmerkultur gehe ich da nicht hin. Auch nicht für Klopapier. Weshalb ich mein Glück an der dortigen Käsetheke wohl verpassen werde. Aber vielleicht mache ich mit meinem Kaufverhalten wenigstens andere Männer glücklich, den netten Gemüsemann, zum Beispiel, und das ist ja auch schon was.

  13. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Javier ist 150 Prozent Bio und nicht von Lidl. Diese Ladenkette war noch nie irgendwo in der Nähe, wo ich wohne. Unlängst war ich, außer der Reihe, im Postamt am Rathaus Neukölln, Samstag kurz vor Ladenschluss, Ausschau haltend nach einem Lebensmittelgeschäft. Da war so ein Lidl, bin ich hinein und habe Sachen gekauft, aber vieles, was ich (in einer bestimmten Qualität) gebraucht hätte, nicht bekommen. Der Eindruck war eine Art Aldi mit mehr Markenprodukten. Aber der Wein. Das Weinregal. Eine Katastrophe. Unseriöses, italienisches Gepansche der untersten Kategorie, kein ernsthafter Franzose dabei. Völlig indiskutabel. Die Qualität der Personalpolitik entspricht zu hundert Prozent dem Weinsortiment. Dieser Einkauf hat mich irgendwie deprimiert, schon atmosphärisch.

  14. Beim Wein gebe ich Ihnen recht. Ansonsten kommen viele Sachen dort auch bei Ökotest gut weg. Aber genug der Werbung; ihr Personal dort behandeln die nicht angemessen, das ist der Preis.

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