11. Mai 2022

Und jetzt Ihr: was steht da in der Mitte über 8. Mai 2022? „Für Gaga in Freundschaft…“ ist klar. Darunter? Ich lese „(..?) der ersten Lesung (..?)“. Alban darf aber nicht mitraten, das wäre zu einfach!

11. Mai 2022

Jetzt ist mir eingefallen, woran mich das Foto erinnert. Es könnte auch von Jan sein. Zumindest der Blickwinkel, dieses le̷i̷c̷h̷t schwer Übergriffige in den Rückenausschnitt. Auch ich bin nicht frei davon!

11. Mai 2022

Mein Krähenmädchen bei der Morgentoilette. Mein Gefühl sagt mir, dass es ein Mädchen ist. Ich könnte jeden Tag Fotos von meinen gefiederten Freunden machen. Die Zutraulichkeit ist gewachsen. Ich füttere aber nicht! Bei mir gibt es nur Getränke. Muß reichen!

11. Mai 2022

22-05-11 Freunde

Meine Mitbewohner, vorhin. Mich beschäftigt das weiße Pünktchen über den Augen der Beiden. Bei Googeln von anderen Nebelkrähenfotos habe ich nur auf einem ein Tier mit so einem weißen Pünktchen über dem Auge gesehen. Vielleicht ist es auch ein Lichtreflex und das Pünktchen ist gar nicht weiß, sondern ein glänzender kleiner Sensor. Aber wofür? Ich werde weiterforschen!

10. Mai 2022

Keith Richards

Vorhin Konversation mit meinem Neffen Valerian, dem Sohn meines Bruders Andreas. Er hätte heute seinen 58. Geburtstag. Leider feiert er seine Geburtstage ja seit fünfunddreißig Jahren ohne uns, auf irgendeiner Rock’n’Roll-Wolke. Was mich nicht gehindert hat, mir zu überlegen, was ich ihm zum Geburtstag schenke(n würde). Mir sind zwei super Geschenke eingefallen: ein Ticket für ein SIXTY-Konzert der Stones und/oder der knallrote, im letzten Jahr erschienene Bildband „LA VILLA“ von Dominique Tarlé (den ich auch habe), mit vielen Fotos von Keith Richards und den anderen Stones in der Villa, in der sie 1971 in Villefranche-sur-mer Exile on Mainstreet aufgenommen haben. Keith war sein Gott. Nicht, weil er ihn „besser“ als andere Rockgitarristen gefunden hätte, sondern weil er sich ihm so nah fühlte, auch vom Typ her, und wegen der ganzen Stones Aura. Außerdem finden alle E-Gitarristen Keith Richards gut. Wieviele gibt es, die einen so charakteristischen Sound haben, wenn sie ein Riff spielen? Nicht viele. Wirklich nicht viele. Wer fällt mir denn da so ein… also als erstes: Keith Richards, dann äh…. Jimi Hendrix (sowieso Gott, finde ich auch) und Neil Young. O.k. Carlos Santana ist auch sehr charakteristisch. Eric Clapton… bin ich mir schon nicht mehr ganz sooo sicher. Also Keef über alles. Ja, ich denke das wären beides Super-Geburtstagsgeschenke. Cheers! ❤

10. Mai 2022

Was verbindet Rosa von Praunheim und Alban Nikolai Herbst? Die Liebe zu Ohren! Also bestimmten Ohren nehme ich an. Nicht allen Ohren! Ich bin auch in Körperteile verliebt, wenn ich überhaupt verliebt bin. Dann auch speziell in bestimmte Körperteile extra. Also zum Beispiel Kieferknochen, Adamsäpfel und Unterarme. Wer sagt, dass er nicht auch in Körperteile- oder -Partien extra verliebt sein kann, lügt! Ich bin nun zum Beispiel nicht speziell in Ohren verliebt, aber verstehe das Prinzip. Verliebt bin ich zum Beispiel auch in das Bild „Deine Ohren verzaubern mich, darf ich sie küssen?“ von Rosa. In der Ausstellung Bleibtreustr. 17 zu sehen.

10. Mai 2022

Das Bild hier zum Beispiel. Elvira greift zum Wasserglas und sieht gleichzeitig zuhörend Alban an. Wie sie sich vorbeugt, eine schwungvolle, aber doch elegante Bewegung, ihr Profil, wie die Haare fallen. Das ist der Zauber eines unchoreographierten Bewegungsablaufes, der viel vom ureigenen Wesen eines Menschen zeigt. Nicht konstruierbar, nicht imitierbar. Schlichte Gemüter könnten das Bild als nicht besonders gelungen einstufen, links oben schief ins Bild ragend der Monitor, die Haare verdecken das Gesicht. Links unten eine Hand, warum fehlt der Rest der Person? Für mich ist dieses Bild zauberhaft, es elektrisiert mich.

10. Mai 2022

Die Beiden. Schriftsteller Alban Nikolai Herbst und Lektorin Elvira M. Gross aus Wien. Ich fotografiere am liebsten Energie, die mir besonders gefällt. Die ich sehen und spüren kann. Ich forsche unablässig, um dem Weltgeheimnis auf die Spur zu kommen. Das ist ein Teil davon. Ein Teilaspekt meiner praktischen, angewandten Forschungstätigkeit! Wer bisher der Meinung war, ich mache gewöhnliche „Fotos“ mit einem handelsüblichen Fotoapparat, irrt!

10. Mai 2022

Liebe Freunde, hier kommen Fotos von Alban Nikolai Herbsts Buchpremiere „Die Brüste der Béart“, der ich am Sonntag Nachmittag beiwohnen durfte. Alban las, seine Lektorin Elvira stellte Fragen zu seinem Schaffensprozess, ich benutzte zum zweiten Mal meine neue Kamera. Die alte ging aufgrund von Materialermüdung tw. kaputt und ich holte mir eine wunderbare Panasonic Lumix FZ 1000 mit Leica-Objektiv.

Ok, das will niemand so genau wissen, aber ich bin schon wieder sehr vertraut mit dem Apparat. Größer als meine bisherigen Kameras, aber ich kann noch sehr beweglich und diskret agieren, das ist mir wichtig. So kann ich auch nach Herzenslust Liebespaare paparazzen. Was gibt es im blühenden Frühling Schöneres als eine blühende Liebe unter zwei Menschen. Ich muss allerdings sagen, dass ich die Bilder von Albans Sohn Adrian und seiner Liebsten nur gewagt habe, weil ich keine Fremde bin, es gibt ein familiäres Grundgefühl. Über all dem habe ich aber auch nicht vergessen, die anderen schönen Menschen zu bemerken und einzufangen.

Alban hat sehr, sehr lange an diesem Werk, diesem Lyrikband gearbeitet, man hat den Prozess innerlich begleitet. Nun ist er da. Die Seiten müssen erst aufgeschnitten werden, aufregend! Ein ritueller Akt. Ich hatte schon mitunter Bücher in der Hand, Mängelexemplare, bei denen manche Seiten nicht aufgeschnitten waren, aber hier ist es kein Versehen, sondern Dramaturgie. Wer die Haptik von Büchern ohnehin liebt, wird einen Sinn dafür haben.

Danach waren wir noch in kleinerer Gruppe, ca. zehn Leute, im Sale e Tabacchi, wo wir zu Fuß hinspazierten. Ich hatte gegrillte Dorade und trank Pils vom Fass. Danach ein Tartufo, das mir ein bißchen zu wenig schokoladig war. Doch insgesamt ein ganz feiner Nachmittag und Abend in allerbester Gesellschaft.

09. Mai 2022

Anschließend Selfies mit Jü̷r̷g̷e̷n̷ ̷P̷r̷o̷c̷h̷n̷o̷w Jan Sobottka. Hingabe ist wichtig! Und nicht: gucken, ob die eigene Schnute als Lippenstift-Reklame durchgeht. Anschmiegsamkeit kommt immer gut, egal wie die wahre Beziehung ist! Sobottka und ich kuscheln eigentlich nur für solche Fotos, alles fürs Bild! Tatsächlich würde ich bei tatsächlicher Kuschelbeziehung wohl zögern, Fotos davon zu forcieren, obwohl man ja immer gerne welche hätte. Ich besitze nicht ein einziges Foto von mir und jemandem, mit dem ich eine intime Beziehung hatte. Außer einen Videoschnipsel, der ist aber eher nebenher entstanden, weil eine Videokamera auf einem Stativ weiterlief. Nun ja, soviel dazu. Wollte ich gar nicht ausplaudern…!

09. Mai 2022

Endlich mal wieder Fotos mit Jürgen Prochnow! Ewig her, dass ich ihn fotografiert habe. Habe ich eigentlich schon mal erzählt, dass mich um 2009 die Redaktion der Zeitschrift Freitag angerufen hat, um Bildrechte an einer Strecke zu erwerben, um sie in einem mehrseitigen Artikel über Jürgen Prochnow zu drucken? Leider war das aber gar nicht Jürgen Prochnow, sondern Jan Sobottka. Auf den Bildern hier vom letzten Freitag auch. Für aparte Aufnahmen stelle ich gerne meine neue Prada-Brille zur Verfügung. Steht Jan Sobottka ausgezeichnet, wie ich finde. Fast noch besser als mir!

08. Mai 2022

Vorgestern viel Vergnügen mit Ina und Ricky Shayne gehabt! Nun wird man sich fragen, was hat Gaga Nielsen mit Ricky Shayne zu schaffen? Er wurde mir – oder uns – von Jan bei Rosa von Praunheims Ausstellungseröffnung quasi auf dem Tablett serviert. Jan drängte es, uns bekannt zu machen, so geschehen! Ehrlich gesagt, hätte ich Ricky Shayne nicht erkannt, es ist ja schon eine Weile länger her, dass er dunkelhaarig war. Ein sehr netter Mann, der sich auch auf Deutsch zu verständigen weiß, er hat also nicht nur die Texte von „Ich sprenge alle Ketten“ und „Mamy Blue“ und „Ich mache keine Komplimente“ auswendig gelernt, er wusste sogar, was er da singt. Solche Bilder kommen dann schnell zustande. Wenn Jan Zazie de Paris oder Riccardo Simonetti oder Kati Karrenbauer oder Else Buscheuer, die auch alle da waren, angeschleppt hätte, hätte ich jetzt eben ein Foto mit denen. Es kommt, wie es kommt! Jan spricht die Leute auch einfach an, wenn er sie nicht kennt. Ich bin da eher schüchtern. Aber wenn sie erstmal vor mir stehen, fällt meine Schüchternheit ganz schnell ab!

08. Mai 2022

Ganz viele Bilder von Freitag, Rosas Ausstellungseröffnung in der Galerie Mond. Nicht fotografiert, die sehr große Menschenansammlung vor der Galerie, auch bekannte Gesichter darunter, die andere eingefangen haben. Ich habe eher die fokussiert, die in meiner Nähe waren, also Ina und Jan und die zuckersüßen Affen!

05. Mai 2022

  1. Mai 2012, vor zehn Jahren. Ich kann gar nicht exakt rekonstruieren, in welcher Verfassung ich vor zehn Jahren war. Ich glaube, in so einer Art Rekonvaleszenz. Seelisch. Scheint ein roter Faden zu sein. Oder ein rosa Faden. Ja, das kann man so sagen.

04. Mai 2022

GARTEN. pouring 10., Siliconöl, Acryl, Leinwand, div. Chromteile: kaputter Handtaschenhalter, Scharnierkaschierelement Klobrille, Wechselrahmenklammern, Antennenfragment Weltmpfänger, Kugelschreiberclip, seltsames Werkzeug, Packpapierfragment, 30 x 30 cm, 23. und 25. August 2019, Staatliche Museen v. Gaganien

03. Mai 2022

GOLDMOTTE. Messing- und Kupferteile Stiebel Eltron Boiler, Siemens Staubsauger, Puderpinsel, Eyelinerverschlusshülse, Liquid Make up-Spenderdüse, Kleber, Acryl, Verpackungsstyropor, 20 x 15 x 2 cm, 18. u. 27. April 2022, Staatl. Museen v. Gaganien

Ich finde aufgespießte Insekten irgendwie eklig, aber die Motte hat sich selber da draufgesetzt!

02. Mai 2022

GRAL. Messingpflanzwanne, Faltschrankstangen, Zement, Chrom-Keramikkerzenhalterscherben, Schachtel, Spachtel, Chromquader, Trüffeleierschachteleinlage, Klebstoff, Grundierung, Goldacryl, März – 22. April 2019, 100 x 16×16 cm, Staatl. Museen v. Gaganien

02. Mai 2022

Seltsam. „One Step Ahead“ von Aretha Franklin ist auf keiner „Best of“ oder „Love Songs“ Compilation von Aretha. Mir völlig unverständlich, das ist eine ihrer schönsten Balladen.


02. Mai 2022

Wundervoll


We lived our little drama, we kissed in a field of white
And stars fell on Alabama last night
I can’t forget the glamour, your eyes held a tender light
And stars fell on Alabama last night

I never planned in my imagination a situation so heavenly
A fairy land where no one else could enter
And in the center just you and me, dear
My heartbeat like a hammer, my arms wound around you tight
And stars fell on Alabama last night

I never planned in my imagination a situation so heavenly
A fairy land where no one else could enter
And in the center just you and me, dear
My heartbeat like a hammer, my arms wound around you tight
And stars fell on Alabama last night

Stars fell on Alabama, Mitchell Parish, 1934

01. Mai 2022

Ich behaupte hier und heute, dass Mick Jagger und ich in einer besonderen mentalen Verbindung stehen, die Anderen nicht zugänglich ist. Selbstverständlich kann ich das auch beweisen. Es trug sich am Freitag, dem 25. September 2015 in den Abendstunden zu, dass ich gegen 17 Uhr mit konkreter Kaufabsicht ein Fachgeschäft in der Gipsstraße für hippe Sneaker aufsuchte, nachdem mir ein Modell schon mehrfach beim Vorbeigehen im Schaufenster ins Auge gestochen war (Ortszeit Nashville: 10 Uhr vormittags). Ein recht seltenes und auch nicht ganz preisgünstiges Modell aus irgendeiner Spezial-Edition von Nike. Moment, ich schaue mal, was draufsteht… „NIKE F.C.“ – „Arguably the best sequel sneaker of the year.“ verlautbarte Anfang September 2015 ein Artikel über Neuerscheinungen über das Modell in der Fachpostille „Sneakernews“. Hört hört.

Am folgenden Tag, Samstag, 26. September 2015 machte sich Mick Jagger in Nashville fertig für seinen Gastauftritt beim Konzert von Taylor Swift. Er zog sich eine schwarze Lederhose und eine blaue Lederjacke an und seine brandneuen NIKE F.C.-Turnschuhe an, die gerade erst im September herausgekommen waren und die er unbedingt haben musste. Heute war der Tag, an dem er sie stolz der Öffentlichkeit präsentieren würde. Er sollte Satisfaction im Duett mit Taylor Swift performen und dabei seine berühmten „Moves like Jagger“ vorführen. Dafür waren die neuen Schuhe wie gemacht! Gesagt, getan, ein voller Erfolg!

Am Sonntag nach dem Konzert, wir schreiben den 27. September 2015, las Gaga Nielsen vermutlich gegen Mittag, nachdem sie ausgiebig ausgeschlafen hatte, den neuesten Klatsch aus dem Showbiz in der Online Ausgabe der britischen Daily Mail. In einem am selben Tag um 08:28 Uhr britischer Ortszeit veröffentlichten Artikel wusste die Daily Mail über den Gastauftritt von Mick bei Taylor Swift zu berichten, bei dem er seine neuen Turnschuhe präsentierte. Illustriert wurde der Bericht mit mehreren Fotos, die auch die Schuhe sehr gut zur Geltung brachten. Während Mick in Nashville noch in seinem Hotelbett schlief, traute Gaga Nielsen in Berlin ihren Augen nicht! Mick hatte sich die gleichen Nikes gekauft wie sie zwei Tage vorher, womöglich auch am Freitag, ja womöglich sogar zur selben Uhrzeit!

Fasziniert überprüfte Gaga Nielsen sogleich das Geburtshoroskop von Mick Jagger und glich es mit ihrem eigenen ab. Hier war es deutlich zu sehen: Mick Jagger und Gaga Nielsen haben denselben Merkur-Aspekt im Löwen, eine Konjunktion! Mick auf 10 Grad Löwe, Gaga auf 20 Grad. Merkur, der Planet des Handels und Wandels und der Kaufleute! Ein ganz klarer Turnschuh-Kauf-Aspekt. Am Freitag, dem 25. September 2015 stand Venus auf 20 Grad Löwe, Gaga musste dem mehr Schönheit fordernden Venusaspekt nachgeben, indem sie diese schönen Schuhe kaufte. Und Mick ging es genauso! Das ist unsere geheime Verbindung. Jetzt ist raus, alle dürfen es wissen! Von daher war es natürlich überhaupt kein Zufall, dass ich am letzten Freitag meine Moves-like-Jagger-Nikes zum Konzert von Get Stoned angezogen habe. Überhaupt plädiere ich dafür, Kleidung mit Bedacht und nicht nach Zufallsprinzip auszuwählen. Findet Mick auch. Surprise surprise :-)

30. April 2022

Die Coverband Get Stoned hat natürlich nicht nur einen Sänger, sondern auch zwei Gitarristen, einen Bassisten und einen Schlagzeuger und eine Backgroundsängerin. Den Gesangspart von Mick Jagger übernimmt Martin Glaß, an den Gitarren gibt Florian Glaß Keith Richards und Norbert Hupp Ronnie Wood, Alex Schirner spielt Bass und Frank Fuhrmann sitzt am gleichen Gretsch Round Badge Drum Set wie Charlie Watts. Für den Backing Gesang, aber auch einzelne weibliche Lead Vocals ist Kristin Panzlaff zuständig. Sie singt zum Beispiel Sister Morphine. Überhaupt: Sister Morphine ist mir vorher noch nie so ins Ohr gegangen wie gestern Abend. Sehr schön. Klasse war auch Harlem Shuffle, sehr sexy. Der Drummer spielt sehr tight und straight, gefiel mir von Anfang an und es ist eine richtige Band, das hört man. Ein großes Ganzes.

Ich finde es ein absolutes Muss, dass eine Coverband, die sich die Stones vornimmt, auch einen Jagger präsentiert, und das mit den entsprechenden Moves. Was wären denn die Stones ohne ihn. Zumindest Show- und Allure-mäßig praktisch nicht vorhanden. Und wer den Jagger gibt, muss vorne stehen und das Alphatier geben. Nicht musikalisch, aber visuell. Vor einigen Monaten, am 29. September 2021 war Mick Jagger zu Gast in Howard Sterns Show. Stern ist ein langjähriger, früher sehr anarchischer Kult-Radio- und TV-Host mit einer langen Geschichte in den USA.

Teil des Interviews war die Frage, wie Jagger zu seinen Moves auf der Bühne kam. Mick erklärte: „As a lead singer in a band, you have to be an extrovert. And you watch other people and you copy other people. Look at all these… James Brown, Chuck Berry, Jerry Lee Lewis… they had great moves, all had great moves. This is part of what it is, to be a lead singer.“ Natürlich sind die anderen in der Band auch wichtig, aber die Rollen sind klar verteilt, und das Publikum will das so und ich auch!

30. April 2022

Fortsetzung meines derzeitigen Lieblings-Studien-Objekts (Berliner) Stones-Coverbands, insbesondere der Sänger. Hier sehen wir den „Mick“ der Gruppe „Get Stoned„. Obwohl er weder eine ähnliche Stimmfarbe hat wie Mick, noch die korrekte Haarlänge, und auch die Gesichtszüge nicht zum Verwechseln ähnlich sind, gibt er alles und hat immer wieder einmal tolle Moves im Repertoire. Er bewegt sich sehr ausgiebig und versteht es, das Publikum zum Mitsingen zu motivieren. Sehr schön, leider nicht fotografiert (es stand immer gerade der Gitarrist oder der Bassist davor), sein Outfit und Zubehör bei Sympathy for the Devil. Er trug einen schönen Hut und eine Art Zepter mit dem er dramatisch herumfuchtelte. Auch spielt er Gitarre und Mundharmonika und ist ein guter Percussionist. Meine Bewertung in der Kategorie „Moves like Jagger“: 8 von 10 Punkten, Luft nach oben, aber: I approve…!

30. April 2022

Hi Charlie! Ina und ich haben gestern auch eine Stones-Coverband aufgemacht. Wir nennen uns OPEN! Ich spiele Schlagzeug, Ina spielt Gitarre und singt. Unser erster Auftritt ist am 12. Juli 2022 im Frannz Club, als Vorgruppe spielen Get Stoned, so eine andere Berliner Stones-Coverband, auch sehr gut!

Okay, das war jetzt ein bißchen geschwindelt. Aber am 12. Juli, zum 60-jährigen Jubiläum des ersten Stones-Auftritts sind wir wirklich im Frannz Club bei Get Stoned, die wir gestern im Rickenbackers erlebt haben. Hat sich sehr gelohnt! UND: zum ersten mal eine gute live Performance von Miss You gehört. Mega! Alle haben ahhahaahahaaahaaahaaa ahhahaaahahaaahaaaahaaa mitgesungen, und mittendrin wurde umgeswitcht auf eine Strophe von „Give me just another Night“ von Micky Maus, hat sehr gut gepasst. Habe noch ein paar Fotos mit Sänger, später.

29. April 2022

Ich habe vorhin eine Art Rollenspiel gemacht: ich wollte wissen, wie man sich als Influencerin fühlt. Ina hat mich nach einem Bild von meiner neuen Sonnenbrille gefragt. Normalerweise hätte ich kein Bild gemacht, wo plump das Hersteller-Logo fokussiert wird. Nun weiß ich, dass es mich langweilen würde, so etwas jeden Tag zu machen, um meine Miete bezahlen. Was man so hört, MUSS man da jeden Tag am Start sein. Und natürlich nicht auf einem Blog, sondern bei Insta und TikTok. Ich hätte bereits an Tag 3 Social Media Burn Out. Es ist etwas völlig anderes, frei Schnauze mit einem verspielten Ansatz, aber einem gewissen sportlichen Ehrgeiz täglich anzupeilen, private Einträge zu posten.

Amüsanter als Produkte-Lobhudelei als bezahlte Werbepartnerin stelle ich mir hingegen vor, sich bloggenderweise mit einem Produkt zu befassen, das von der Sache her grundsätzlich zu meinem Repertoire des täglichen Bedarfs gehören könnte, von mir bislang aber nicht in Betracht gezogen wurde und auch kritisiert und auch demontiert werden darf. Dafür bezahlt nur niemand, schätze ich mal. Ach, ich merke gerade, während ich das tippe, dass mich das aber auch schnell langweilen würde. Da mache ich lieber unbezahlt und kooperationslos weiter als Befindlichkeitsbloggerin. Im Übrigen würde ich durchaus nicht jedem dieses Brillenmodell empfehlen – mir hat sie zufällig gut gepasst. Nach dem Kauf habe ich sie drei anderen Frauen zum Anprobieren gegeben, die hatten alle zu schmale Köpfe dafür.

Jedoch empfehle ich schon, ins KadeWe zu gehen und sich an den schönen Geschäften und den Auslagen zu erfreuen. Und wenn man dann eine nette und kompetente Beratung genossen hat, ist es schon charmant, dort auch zu kaufen, wenn das Modell gefällt. Auch wenn es das Dings im Internet hundert Euro günstiger gibt. Wir wollen ja schließlich alle, dass das KadeWe noch lange besteht. Nach dem Umbau ist es schöner als je zuvor, die neue Treppe ist wunderschön, mit edlem Holz verkleidet, ganz schick und exclusiv. Und die Auslagen, und die Labels, und die Verkäufer. Ganz toll. Ich liebe das KadeWe. Da könnte ich mich richtig hineinsteigern! Und zwar komplett unbezahlt und kooperationslos.

25. April 2022

Schwestern im Geiste: Anita. Jerry. Georgia. Keith. Gaga. Apropos Keith: er hat tatsächlich im Oktober 2019 aufgehört mit Rauchen! Ich lese immer noch das Buch über Anita. Es besteht völlige Einigkeit darüber, dass sie das Styling der Stones in den Sechzigern und Siebzigern maßgeblich beeinflusst hat. Diese Renaissance-Volants, Tücher, wilden Prints und Kombinationen, die femininen Oberteile an Brian, Keith und Mick. Sie haben die Klamotten untereinander getauscht und sind gemeinsam in die Damenabteilungen shoppen gegangen. Und das hippe London hat es Ihnen nachgemacht. Never underestimate Anita Pallenberg!

24. April 2022

Last but not least, sprachen Ina und ich über die „SIXTY“-Tour der Stones. Sie spielen in Deutschland nur in München und Gelsenkirchen(!). So sieht der Tourplan für Juni und Juli durch Europa aus:

June ’22
5th Olympic Stadium MUNICH, GERMANY
9th Anfield Stadium LIVERPOOL, UK
13th Johan Cruijff Arena AMSTERDAM, NETHERLANDS
17th Wankdorf Stadium BERN, SWITZERLAND
21st San Siro Stadium MILAN, ITALY
25th Hyde Park LONDON, UK

July ’22
3rd Hyde Park LONDON, UK
11th King Baudouin Stadium BRUSSELS, BELGIUM
15th Ernst Happel Stadium – VIENNA, AUSTRIA
19th Groupama Stadium LYON, FRANCE
23rd Hippodrome ParisLongchamp PARIS, FRANCE
27th Veltins-Arena GELSENKIRCHEN, GERMANY
31st Friends Arena STOCKHOLM, SWEDEN

Im Hyde Park würde ich sie mir evt. geschenkt (inclusive Anreise) angucken. Also es ist nicht so brennend. Auch wenn ich gerne die Charlie Watts-Gedenkminuten am Anfang der Show live erleben würde. Man sieht auf den großen, hochkantigen Videomonitoren verschiedene Filmschnipsel vom drummenden Charlie, ganz straight, der schlichte Beat, der Herzschlag der Stones. Schon toll. Aber wer je auf Stones-Konzerten nach – sagen wir – 1964 war, kennt nur noch Gigs in gigantischen Hallen. Keine Intimität, keine Nähe, ungreifbar. Ohne die Videowände wäre es total frustrierend.

Deswegen hat uns, Ina und mich, auch der extreme Gegensatz zum Erlebnis der Berliner Stones Coverband Brown Sugar – The Great Rolling Stones Show, so begeistert. Die echten Stones spielen live mittlerweile ganz passabel, das war nicht immer so. Ich habe keine guten Erinnerungen an ein Konzert im Olympiastadion Mitte der Neunziger. Da fehlte ganz viel Enthusiasmus, es hörte sich heruntergenudelt an. Das ist jetzt wohl wieder besser, ich habe sie zuletzt bei ihrem letzen Berlin-Konzert 2018 gehört. Bei der Tributeband am Freitag gefielen mir am besten Sympathy for the Devil, Gimme Shelter und Wild Horses. Richtig gut. Andere Songs waren schwächer, ich hatte aber nicht den idealen Platz, um das wirklich zu beurteilen. Direkt vor der großen Box rechts vor der Bühne, das war ein selbstgemachtes Problem, danach hatte ich schon ein bißchen Ohrensausen. Der Platz war aber gut zum Fotografieren, vom Winkel her. Ansonsten war es schwieriges Licht. Aber dafür ist die Ausbeute dann doch ganz atmosphärisch.

Außerdem war ich nie zuvor im schon ewig existierenden Artenschutz-Theater, in der Nähe vom S-Bahnhof Bellevue. Es wurde von Albrecht Metzger gegründet, der in den Siebziger und Achtziger Jahren den Rockpalast moderiert hat. Das war Kult für alle Rockmusik-liebenden Jugendlichen. Obwohl wir die Moderationen von Herrn Metzger immer etwas hölzern fanden.

24. April 2022

Moves like Jagger…!

Elektrifiziertes Publikum bei Brown Sugar – The Great Rolling Stones Show (von mir nur ein Symbolfoto, schon etwas älter – damals noch dunkelhaarig, aber ich hatte dieselbe Leopardenweste an und eine Kamera vor mir, die Selfies mit Ina sind nix geworden, verschwunden.

24. April 2022

Unter anderem sprachen Ina und ich in der Pause an unserem Tisch rechts vor der Bühne darüber, wie dankbar wir sind, dass wir vor einigen Jahren unseren Coverband-Dünkel verloren haben. Früher hatten wir die Bemühungen von Cover- und Tribute-Bands von oben herab als zweitklassig belächelt. Glücklicherweise hat uns das Schicksal mehrere Konzerterlebnisse beschert, die uns gelehrt haben, dass es eine große Kunst für sich ist, bekannte Songs adäquat nachzuspielen. Damit stehen sogar die original Bands vor einer wiederkehrenden Herausforderung: so zu klingen, wie die Fans es von der Platte kennen und erwarten. Alter Witz: „If Keith Richards had to play Keith Richards‘ guitar parts, how would it sound?“ Zu diesem Thema hat Flake, der Keyboarder von Rammstein etwas sehr Schönes geschrieben: wenn eine Tour ansteht, nimmt er sich, bevor sich die Band im Proberaum trifft, zu Übungszwecken youtube-Videos von Rammstein-Coverbands vor, und spielt auf seinem Keyboard mit. Bei den Coverbands ist er sich sicher, dass sie sich mit gebührendem Eifer an das Original halten.

Fotos: 22.04.2022, Brown Sugar – The Great Rolling Stones Show

24. April 2022

22-04-22 Brown Sugar (1)

Brown Sugar – The Great Rolling Stones Show vorgestern im Artenschutztheater. Das war eine grandiose Show, die den Glimmer Twins auch gefallen hätte. Ich habe sie schon mal im Rickenbackers erlebt, aber diesmal hat es mir noch besser gefallen. Ina hat sie zum ersten mal gesehen und ich amüsierte mich über ihren leicht perplexen Gesichtsausdruck in Anbetracht dieses unglaublichen Mick Jagger-Impersonators. Er ist schon eine Nummer – und wirkt gar nicht, als ober etwas „nachmacht“. Der ist so. Und witzig dazu. Teilweise musste ich bei seinen Ansagen an Klaus Kinski denken, der hat auf die gleiche Art berlinert. Schon toll, dass der vermutlich beste Mick Jagger einer Coverband ein eingeborener Berliner ist. Muss man erlebt haben. Dann geht er ja zum Beispiel auch ungeniert von der Bühne und singt einzelne Gäste an, das was sich jeder Stones Fan eigentlich völlig hoffnungslos erträumt: die Stones in einem kleinen Club zu erleben und von Mick Jagger ins Auge gefasst zu werden. Ina und ich haben gegiggelt wie die Teenies, man fühlt sich wie siebzehn. Oder so…

22. April 2022

CALLAS. Euroshop-Spiegel, Crémant-Manschetten, Spachtel, vier Dekospiralen für Vorhangstangen, verschiedene Metallteile: Messing-Schraubgewinde und Kleinkram und vergoldetes schwarzes Kunststoffelement von Stiebel-Eltron Boiler, verchromte Verschlusshülsen von Eyeliner und Wimperntusche, runde Puderdosen-Aluminium-Einlagen, Kleber, Leinwand, Grundierung, 100 x 150 cm, 9. und 16. April 2022, Staatl. Museen v. Gaganien

Am Tag nach der „Seven Deaths of Callas”-Aufführung von Marina Abramović (ich schrieb ausführlich darüber) in der Deutschen Oper, begab ich mich in meine Werkstatt. Ich wusste ganz grob, dass ich diverse Metallteile auf einer größeren Leinwand, um einen Spiegel gruppiert verarbeiten wollte, aber dachte zuerst nicht an einen Bezug zu Callas. Während ich die Teile so herumschob, wurde mir klar, dass mir die ganze Zeit die Aufführung durch den Kopf ging, vor allem der letzte Akt mit dem nachgebauten Schlafzimmer. Aber auch, in welchem Maß Abramović versuchte, sich auf eine Bedeutungs-Stufe mit Maria Callas zu stellen, indem sie parallel eigene biographische Eckdaten einarbeitete. Manches war mir erst im Nachgang aufgefallen.

Ich sah mir einige Dokumentationen über Abramović an und realisierte, dass in den Videosequenzen der Aufführung Anspielungen auf Abramovićs große verlorene Liebe, dem Performancekünstler Ulay waren. Willem Dafoe trug in einigen Szenen eine wilde Gesichtsbemalung, durch die er dem Ex-Gefährten stark ähnelte. Was mich in der Aufführung irritiert hatte, weil ich vorher las, dass Dafoe mehr oder weniger Ari Onassis darstellt, ergab nun im Nachhinein Sinn.

Da Abramović dieses Werk aber schon vom Titel her als eine Callas-Hommage präsentiert, fand ich das etwas unangemessen. Das Publikum wird von Callas angelockt und durch die Hintertür genötigt, sich Abramovićs Verarbeitung ihres eigenen Beziehungsdramas zu widmen. Nun mögen sich Liebesdramen ähneln und auch – oder gerade – die Verarbeitung des eigenen relevant sein, aber dann hätte ich gerne ein weniger missverständliches Etikett an der Inszenierung. Mir war in den Videos zu viel Abramović und zu wenig Callas und auch zu wenig Ehrerbietung, ein bißchen Demut wäre mir sehr passend erschienen. Ich sah vor meinem geistigen Auge die feinsinnige, zartfühlende, musikalisch virtuose und hochelegante Maria Callas, auf einem verdienten Podest, und wie einen Störfaktor, die sich mit roher Gewalt daneben quetschen wollende, eher rustikal grobe Abramović.

Ich schob meine Metallreste hin und her und hatte das Gefühl, ich müsste Maria Callas ein Denkmal setzen. Während sich alles fügte, gliederte ich die Leinwand im Geiste in ihrem Schlafzimmer ein. Ich fand, da passte sie recht gut hin. Und mir kam in den Sinn, dass es schon von der Größe her gar kein adäquates Grabmal gibt. Ihre Asche ruht in einer Wand mit einer Marmorplatte davor, eher klein. Ich stellte mir vor, ich mache ihr eine Art Grabmal, eine Gedenktafel, die ihr gefallen könnte, großzügig, strahlend und elegant, und im Zentrum ein Ornament, wie…~ ein großer Gesang.

19. April 2022

SERENDIPITY II. „Ich träum ich treff dich ganz tief unten, Mariannengraben, Meeresgrund… dort geb ich dir ein Fest.“ (Einstürzende Neubauten) pouring II., Siliconöl, Edding 750, Leinwand, Acryl, 30 x 30 cm, 12./13. Aug. 2019, Staatl. Museen v. Gaganien

19. April 2022

SERENDIPITY I. pouring I., Siliconöl, Edding 750, Acryl, Leinwand, 30 x 30 cm, 12./13. August 2019, Staatliche Museen v. Gaganien. Erster transformierter Fehlversuch der Pouring-Experimentreihe 2019. Ich hatte ja schon drei gepostet. Das Teil hat mittlerweile zwei Sommer an der Balkonwand hinter sich, jetzt ist es drinnen.

19. April 2022

gähn…

So ein Spamordner gibt immerhin Hinweise, welche Themen die Spammer für relevant halten und ist somit ein gesellschaftlich relevantes Zeitdokument. Vor fünfzehn bis zwanzig Jahren gab es zumindest noch keine Bitcoin- und Samurai-Messer- und Wattestäbchen-Spammails. Man sieht aber auch, was quasi zeitlose Dauerbrenner sind: Erektionsprobleme und Bauchfett. Womöglich ist da ein Zusammenhang. Lesen hier zufällig Männer mit zuviel Bauchfett und Erektionsproblemen mit? (ist natürlich nur eine rhetorische Frage, ich kenne ja gar keine Männer mit zuviel Bauchfett oder Erektionsproblemen. Das wüsste ich schließlich)

18. April 2022

BELUGA. Puderdosendeckelrahmen, Beluga-Linsen, Metallteil unerinnerbarer Provenienz, Kleber, Grundierung, Leinwandkarton, 48 x 68 cm, 8. und 9. Februar 2020, Staatl. Museen von Gaganien

Statt Nougatei ein etwas anderes Ei aus Beluga-Linsen. Eine kleine Linse ist ja auch eine Art Ei, es beherbergt einen geheimen Code aus Zellen, aus denen einmal etwas Großes werden kann, wenn man es zulässt. Wie komme ich auf die Idee Beluga-Linsen aufzukleben? Ich hatte welche gekauft, mit der Absicht sie zu kochen und zu essen. Zweimal hatte ich es probiert und festgestellt, dass sie mir überhaupt nicht schmecken, es war einfach ein langweiliges Gericht, auch mit Reis gemischt. Ebenfalls langweilten mich diese orangefarbenen roten Linsen, die habe ich aber aufgegessen, sie waren ganz okay, wenn auch nicht der Olymp für meine Geschmackssinne. Dabei bin ich sehr virtuos, wenn es darum geht, langweilige Ausgangsprodukte mit entsprechenden Gewürzen zu einem delikaten Gericht zu machen. Das ist auch alles Geschmackssache. Mich kann man z. B mit Cous-Cous auch nicht hinter dem Ofen hervorlocken, 1995 in einem nordafrikanischen Spezialitätenrestaurant in Paris gegessen, neben der Großen Moschee im Quartier Latin, bin fast eingeschlafen vor Langeweile beim Essen. Hat ewig lange gedauert, bis das hübsche, original marokkanische Tajine-Gefäß auf dem Tisch serviert wurde, meine Erwartungen war groß und die Enttäuschung ebenso. Das war alles kochend heiß, sehr weich und beliebig, und sehr schwach gewürzt, was ich gerade völlig anders erwartet hätte. Ich habe gerne Essen mit Biss und gut gewürzt, viel grober Pfeffer, etwas Schärfe, Salz, Kräuterchen. In Sachen Langweiligkeit erinnerten mich die Beluga Linsen an Cous-Cous. Aber sie sehen sehr hübsch aus, so hatte ich Lust, ihnen auf diesem Weg eine letzte Ehre zu erweisen. In der Mitte musste ein Kontrapunkt hin, da kam mir das leere Puderdöschen gerade recht.

17. April 2022

Das erwähnte aparte Gemäuer und der Boden im temporären Ausstellungskeller in der Straßburger Straße 53, Ecke Saarbrücker Str. 24, dem Gelände der ehemaligen „Königstadtbrauerei“. Wir befinden uns diffus zwischen Mitte und Prenzlauer Berg. Brauereien scheinen besonders interessante unterirdische Gewölbe zu beherbergen, wie ich schon neulich beim Besuch der Musikbrauerei, diesem Tonstudio feststellte, frühere Schneider-Brauerei. Große Hallen, in denen vermutlich riesige Bierkessel standen. Ich war vor einigen Jahren schon einmal in diesem Gebäude, aber nicht im Keller, sondern unterm Dach, wo die Werketage ist, oder war. Jenny hatte dort einen Auftritt neben anderen mir bekannten Musikern. Martin Goldenbaum und Johanna Zeul. Aber vorgestern war ich im Keller und habe mich umgeschaut. Auf den Fotos ist der Bereich, wo es zu den Toiletten ging. Könnte man schöne archaisch anmutende Fotos machen, also planvoll meine ich, nicht nur nebenher als Beifang, wie diese.

17. April 2022

Noch eine Handvoll Bilder. Ich habe recht wenig Motivation, Exponate zu fotografieren, es sei denn, ich bin hin und weg. Warum ich nun diese Lichtinstallation eingefangen habe, war wohl dem Effekt im Raum geschuldet. Ein Werk von Moritz Frei. Ich weiß nicht, ob man entziffern kann, dass das Buchstaben sind. Bernward, auf dem einen Bild neben mir, kam beim ersten Leseversuch auf „PEACE“. Beim zweiten Anlauf hatte er es dann, mit meiner Hilfe. Wir machten peinlich berührt „huch“ und „hach“ und „mein lieber Schieber!“ und „hö hö hö, ganz schön groß, dem Moritz Frei sein PENIS!“. Damit war es dann auch erledigt. Aber ich muss zugeben, ich wollte dann schon wissen, wie der Typ aussieht, der so etwas WAHNSINNIG ORIGINELLES kreiert hat, wie er so rüberkommt, wie er so gebaut ist. Er sah sogar vergleichsweise recht gut aus, ich habe aber nicht sein Untergeschoss gescannt. Später saß ich mit einem mir fremden Mann auf einer Bank im Vorraum, welcher in den höchsten Tönen vom Künstler Moritz Frei schwärmte und ein kleines Heft aus der Jackentasche zog, eine Veröffentlichung von Herrn Frei mit seinem Konterfei, Überschrift: „Hier! Hier! Ich! Ich!“. Das fand ich dann in der Tat doch recht possierlich. Ansonsten gefielen mir an dem Ort des Geschehens vor allem die löchrigen, bröckelnden Wände und Böden, ein denkwürdiges Verlies, da in der Straßburger Straße 53. Das auf den Fotos ist übrigens nicht Moritz Frei, sondern Jan Sobottka. Ich finde, es macht sich immer netter, wenn zu den Bildern etwas dasteht. Ich war ja hauptsächlich wegen Jans Geburtstag dort. Er hätte mich auch sonstwo hinbestellen können.

17. April 2022

Unbekannte mit Hut. Als sie den Ausstellungsraum betrat, gab es sofort großes Aufsehen. Der Hut! Die Haare! Die Ringe! Wie ein Popstar hielt sie Hof und posierte für diverse anwesende Fotografierende. Für mich allerdings nicht, weil ich Posieren für Bilder in meinem Sinn eher unergiebig finde. Die Bilder sind also beiläufig entstanden, man könnte auch sagen: paparazzt. Etwas traurig finde ich, dass keiner ihren Namen kennt, und Jan, der mit ihr sprach, hat ihn nicht behalten oder nicht richtig. Sie hat die Ringe wohl selbst entworfen. Es ist immer schön, wenn sich jemand extravagant präsentiert, das ist Entertainment und Bereicherung. So ein Hut ist schon grandios. Die Brille aber auch.

17. April 2022


Irgendwie putzig, Jan Sobottka (69) und Gaga Nielsen (56,5) machen ein Selfie mit einem komischen altmodischen Apparat, mit dem man nicht telefonieren und nicht ins Internet kann. Niedlich…!

Photo: Klaus Memmert

16. April 2022

Es wurde dann mein altes Leopardenjackett, gestern Abend. So ein Teil gehört meines Erachtens ja zu den Klassikern, die in keinem Kleiderschrank fehlen dürfen. Meines ist bestimmt schon zwanzig Jahre alt, wenn nicht fünfundzwanzig, aus einer der letzten Kollektionen von Sandra Pabst. Eine Anschaffung fürs Leben. Aber Leopardenprint ist nicht automatisch toll. Die Textur und die Farben müssen schon stimmen. Bei meinem Jäckchen ist es ein seidiger Velours aus Viscose, Teddy-mäßig oder Billigdruck ist hingegen nicht so schön, das sieht dann schnell preisgünstig aus. Und das wollen wir doch nicht. Für mich stellt sich auch immer die Frage: wäre es für Anita Pallenberg gut genug gewesen. Sie hat ja in reiferem Alter noch Textiltechnik und Modedesign studiert und einen Abschluss gemacht, was die wenigsten wissen. Sie ist mir gerade besonders präsent, weil ich gerade das einzige Buch, das es über sie gibt, lese. „Wie ein Regenbogen„. Zum Teil unglaublich amateurhaft übersetzt (Kostprobe: „Botschafter-Koffer“), aber ich kann ableiten, was jeweils gemeint ist. Liest sich wie einmal durch den google-Übersetzer gejagt und nicht Korrektur gelesen. Wobei der ja gar nicht mehr so schlecht übersetzt, für so ein Gratis Tool. Ich verabschiede mich nun in die Sonne, muss auch einkaufen, bestimmte Getränke neigen sich dem Ende!

15. April 2022

Frage des Nachmittags: was ziehe ich an? Ich gehe zu 19 Uhr zu einer Ausstellungseröffnung in der Saarbrücker Straße. Da gehe ich zu Fuß hin. Es sieht regnerisch aus. Ich gehe nicht gerne mit Regenschirm aus dem Haus. Vielleicht ziehe ich mir einen Hut oder ein Barett auf. Oder mein Kapuzenmäntelchen. Bin sehr erfreut, dass es am Karfreitag doch noch etwas anderes als innere Einkehr gibt. Ich meine: das unerfreuliche Ende von Jesus ist ja nicht dadurch rückgängig zu machen, dass man sich grämt, zumal er ja recht flott wiederauferstanden ist. Ich oute sogar, dass ich Musik höre. Zwar ohne das Tanzbein dazu zu schwingen, aber das mache ich auch sonst nicht, wenn ich gerade einen Eintrag verfasse. Außerdem habe ich gerade Appetit auf kleine Rostbratwürstchen. Noch sind sie nicht gebraten, ich zögere noch. Ich esse sehr viel Fisch, aber heute steht mir der Sinn so gar nicht danach. Kommt man auch ins ewige Fegefeuer, wenn man schon im letzten Jahrtausend aus der Kirche ausgetreten ist? Oder verjährt das? Ich habe Kirchen von Herzen gerne, schon wegen der Kuppeln und Türmchen und der Altäre und dem ganzen unprofanen Ansatz. Es gibt auch so herrlich ausgemalte Kapellen in der Welt. Jean Cocteau hat zum Beispiel in Villefranche-sur-Mer die Chapelle Saint-Pierre ausgemalt. Oder Pablo Picasso die kleine Kapelle in Vallauris, mit einem großen Fresko zu Krieg und Frieden. Und Henri Matisse die Chapelle du Rosaire in Vence.

15. April 2022

HALTERLOSE. Wäscheschublade-Beschriftungen, gebrochener Euroshop-Spiegel, 6 Reißverschlussschieber, Spiegelscherben, Tortenspitze, Serviette, Papierfragmente mit Rückert-Gedicht „Zauberkreis“, Kleber, Geschirrtuch, Grundierung, Acryl, Karton, 58,55 x 46,5 cm, 13./14./15. Mai 2020, Staatl. Museen v. Gaganien

14. April 2022

FROHE OSTERN! Pappkarton Niederegger Trüffel-Eier, Schere, Farbausdruck acht Rechtecke, Papier, Kleber, Tipp Ex, Text-Marker, 15 x 20 x 4 cm, 13. April 2022, Staatl. Museen v. Gaganien

Ich weiß, dass heute noch nicht Ostern ist, aber im Ostereierhandel sehr wohl! Dieses Werk war wieder einmal nicht geplant. Nachdem die Schachtel mit den Trüffel-Eiern leergegessen war, konnte ich sie nicht wegschmeißen. So eine hübsche ovale Form und so ein schöner fester Pappkarton! Ich selbst habe die Eier nicht gekauft, aber durfte davon essen. Da mir alles von Niederegger schmeckt, ist es unnötig hervorzuheben, dass mir auch die Trüffeleier gut geschmeckt haben. Ich werde nun keine weiteren Schokoladeneier mehr verzehren, außer man drängt sie mir auf. Da wir heute Gründonnerstag haben, an welchem des letzten Abendmahles von Jesus und seinen Jüngern vor der Kreuzigung gedacht wird, ist es nicht ganz unpassend, eine Analogie zu meinem letzten verzehrten Trüffelei zu ziehen, welches eines Abendmahles würdig gewesen wäre. Nachdem die Eier explantiert wurden, konnte sich der Heilige Geist voll entfalten, welcher sich unwiderlegbar im zentralen Motiv wiederfindet. Die Transzendenz, dieses Flirrende, die Aureole! Nach allen Seiten viibrierende Schöpferkräfte! FROHE OSTERN!

12. April 2022

236 STREIFEN. „Große Sommerferien“. Acryl, Pinsel, Lineal, Acrylstifte, Kreidestifte, Filzstifte, OH-Stifte, Permanent Marker, Text-Marker, Bleistifte, Leinwand, 20 x 150 cm, 25. Dezember 2021, 9. Januar 2022, 12. Januar 2022, 16. Januar 2022, 22. Januar 2022, 23. Januar 2022, 25. Januar 2022, 29. Januar 2022, 30. Januar 2022, 5. Februar 2022, 6. Februar 2022, 8. Februar 2022, Staatliche Museen v. Gaganien, Sammlung Fasanenstraße.

Unglaublich, aber wahr: an diesen 236 Streifen habe ich zwölf Tage gearbeitet. Nach einem Drittel habe ich es gehasst und mich davor gedrückt. Fast hätte ich angefangen, Fenster zu putzen, neben Bügeln eine Tätigkeit, die ich erfolgreich zu vermeiden weiß. Ich suchte nach Ausreden, weitere Streifen malen zu müssen, aber es half ja nichts. Was angefangen wird, wird auch zu Ende gebracht. Und wenn ich wieder zehn Zentimeter geschafft hatte, war ich sehr zufrieden. Wobei zu erwähnen ist, dass ich jeden Streifen zwei- bis dreimal gemalt habe, bis ich den richtigen Farbton hatte, weil nicht einmal das Schwarz das Schwarz war, das ich mir vorstellte. Das Orange musste zweimal mit Gelb aufgehellt werden, das Türkis hatte grundsätzlich eine Schicht Schlumpfblau, dann ein heller Grünton, dann nochmal Schlumpfblau, bis es das Türkis wurde, das es werden sollte. Ich habe vielfarbige Acrylstifte, aber kein einziger hatte genau den Ton, den ich wollte. Immer musste ich mischen, es war leidvoll! Aber das Ergebnis war dann wie große Sommerferien. Das verbinde ich mit solchen Streifen. Es ist auch nicht so einfach, den richtigen Rhythmus herauszukriegen, das ist wie Musik komponieren, stelle ich mir vor. Und die Streifen nicht fusselig zu malen, erfordert auch Disziplin. Am Anfang war ich ein bißchen freier und schlampiger, im oberen Bereich, da ist es sogar mal richtig schief, aber ich hab die Kurve gekriegt. So schnell werde ich kein Streifenbild mehr malen, so viel ist sicher. Sehr, sehr anstrengend. Wer hätte es gedacht. Und das Format ist auch kompliziert, man kriegt es kaum fotografiert. Einmal und nie wieder!

10. April 2022

GRAS. pouring III., Acryl, Pouring Medium, Siliconöl, Euroshop-Leinwand, 30 x 30, 14. August 2019, Staatl. Museen v. Gaganien.

Im Jahre 2019 begab es sich, dass ich austüfteln wollte, wie dieses „Acrylic Pouring“ funktioniert. Ich besorgte mir Pouring Medium, Siliconöl und destilliertes Wasser und sah mir zahllose youtube Videos an. Es geht grob gesagt darum, mit Unterstützung dieser Flüssigkeit, genannt Pouring Medium und Siliconöl und Rakel, unberechenbare, interessante Zellbildungen in verschiedenen Schichten von Acrylfarbe zu erzielen. Ich habe für diese Experimentierreihe die kleinsten Leinwände gekauft, im Euroshop gab es für 1,10 € pro Stück, kleine Leinwände, die mit Kalendersprüchen der Sorte „Carpe diem“ bedruckt waren. Da ich reichlich Grundierung hatte, dachte ich, das wäre eine preisgünstige Anschaffung. Nicht bedacht hatte ich, dass das Überdecken des hartnäckigen Aufdrucks in knalligen Farben und auch Schwarz, mehr als eine Schicht Grundierung erfordert. Dann wohl doch keine so sparsame Idee. Wie auch immer – ich bekam trotz Beachtung sämtlicher Vorschriften keine imposante Zellbildung hin. Bis auf eine einzige spätere Ausnahme. Aber ich hatte bei jedem mißglückten Versuch den Ehrgeiz doch noch irgendetwas in meinem Sinne daraus zu machen. Mir gefallen die meisten Ergebnisse sogar recht gut, wenn sie auch wenig mit dem ursprünglichen Plan zu tun hatten. Wie das hier z. B.: junges Gras.

09. April 2022

Es fällt mir schwer, eine kurz gefasste, angemessene Beurteilung zu geben, die insbesondere Jenny und Ina (da beide daran interessiert gewesen wären, aber auf Reisen) vermitteln kann, ob es nun ein Verlust oder zu vernachlässigen ist, die Aufführung von „7 Deaths of Maria Callas“ in der Deutschen Oper gesehen zu haben. Ich war selten in einer Aufführung, die in gleichem Maß faszinierende wie auch peinliche Elemente hatte.

Vorweg muss ich erhellen, dass nicht die Performance-Künstlerin Abramović, sondern die thematisierte Callas die Attraktion für mich war, diese Inszenierung erleben zu wollen. Mir war Abramović ein Begriff; dass sie sich nicht demütig zurücknehmen wird, um Callas zu würdigen, war absehbar, da ihr daran gelegen ist, die Identifikation ihrer selbst mit Callas zu fokussieren und zu transportieren. Es gibt zudem seit zwei Jahren Videomaterial und Kritiken, da die Uraufführung im April 2020 in der Bayrischen Staatsoper in München stattfand, und gestern nur die Berliner Premiere war.

So war mir bekannt, dass, abgesehen vom letzten Akt hauptsächlich eine Videoprojektion zu sehen ist, in der Abramović und der mit ihr befreundete Willem Dafoe, als Callas und quasi Onassis agieren, jeweils im sehr individuell interpretierten Setting von sieben großen Opernrollen, in denen Callas auf der Bühne den Tod fand. Spannend, nicht wahr.

Spannend war in der Tat das Spiel von Willem Dafoe, der mit großer Intensität und Hingabe seinen jeweiligen Part ausführte. Leider war Marina Abramović keine ebenbürtige Darstellerin. Die von mir erwähnten Peinlichkeiten spielten sich hauptsächlich in diesen Filmsequenzen ab, in denen in Großaufnahme die mimischen Unzulänglichkeiten von Abramović auszuhalten waren, als da wären: in Stummfilm-Manier zum Zwecke der Darstellung von Entsetzen und persönlichem Drama, aufgerissene Augen und Münder, sprich Abramovićs kosmetisch aufgeplusterte Lippen, begleitet von rudernden Armen. Ein Potpourri von walkürenhaft plumpen Bewegungen in karnevalesken Kostümierungen.

Der offenkundig auch körperlich filigranere Willem Dafoe konnte da nichts ausrichten und retten. Mit der Aura und dem Charisma von Maria Callas hatte das soviel zu tun, wie Cindy aus Marzahn. Dass die fünfundsiebzigjährige Selbstdarstellerin in diesem Videoreigen ohne erkennbaren Sinn auch einen Platz für die Präsentation ihrer unbekleideten Brüste findet, wundert dann auch nicht mehr.

Das durchwachsene Bildmaterial wurde jeweils von Gesang begleitet, den sieben hochprofessionelle Sopranistinnen in Einzelauftritten absolvierten, wir hörten bekannte Arien der Hauptrollen von Callas. Musikalisch war das unter der Leitung von Yoel Gamzou tadellos. Die im Vergleich zu Abramović bedeutend jüngeren und attraktiveren Sängerinnen mussten sich in einer Art grauem Dienstbotengewand auf die Bühne stellen. So sollte wohl sichergestellt werden, dass keine visuelle Konkurrenz entsteht, die den Blick von Abramovićs filmischen Bemühungen ablenkt.

Nicht zu vergessen: während die graugewandeten Sängerinnen vor dem Videogeschehen performten, stand das Todesbett der Callas rechts auf der Bühne, darin die regungslose Abramović, mit dem Kopf aus der Bettdecke hervorguckend. Sie kam also nicht erst am Ende auf die Bühne, sondern war in dieser Form durchgängig präsent. Erstaunliche Leistung, so lange so bewegungslos zu verharren. Wer je Modell in einem Zeichenkurs gestanden hat, weiß das zu würdigen.

Bevor die jeweilige Parade-Arie zum Auftritt kam, gab es eine Tonbandaufnahme mit Abramovićs Stimme zu hören, in der sie einleitende Worte fand. Sie trug diese auf Englisch vor. Da ihre Aussprache derart von einem schweren osteuropäischen Akzent mit Betonungen an der falschen Stelle dominiert wurde, hatte ich durchweg Probleme das Vorgetragene zu verstehen und las sicherheitshalber die Worte als Obertitel über der Bühne mit. Wahlweise in Deutsch oder Englisch.

Das ist grob zusammengefasst, was mir nicht gefiel. Aber: es gab in diesem multimedialen Gemenge auch sehr sehens- und hörenswerte Elemente, die geradezu entschädigten. Zwischen den Video-Rollenspielen gab es metaphysisch gemeinte Visuals mit viel dramatischen Wolken zu sehen, was manchmal kitschig und banal wirkte, aber immer wieder auch faszinierend und hypnotisch. Letzteres war auch der eigens dazu komponierten Musik von Marko Nikodijević zu verdanken. Ganz grandios wurde es nach Ende des siebten Todes, als der schwarze Vorhang fiel und ein langes donnerndes Unwetter zu hören war, sphärische Winde und Grollen und aufregende Stille.

Der letzte Akt verabschiedete sich von der Bühnenfigur Callas und der Videoprojektion. Der schwarze Vorhang hob sich und wir erblickten das nachgebaute Schlafzimmer von Maria Callas, in dem sie 1977 starb. In ihrer Wohnung in Paris in der Avenue Georges Baume. Ich versuchte zu recherchieren, anhand welcher Fotografien Abramović das Schlafzimmer rekonstruierte. Ich fand nichts. Mich würden ihre Quellen sehr interessieren. Es gibt lediglich Fotografien ihrer Wohnräume. Nun sahen wir das Bett, das bislang rechts vor der Videowand stand, integriert in die Kulisse des Schlafzimmers.

Ein aristokratisches Gemach mit elfenbeinfarbenen Holzvertäfelungen, Antiquitäten und Gemälden. Die weiterhin regungslose Abramović kam nun in Bewegung und setzte sich auf. Aus dem Off wieder ihre Stimme, sie erinnerte Menschen, die ihr wichtig waren. Ihre Todesstunde. Sie richtete sich vollständig auf und verließ in langsamen Schritten die Bühne, entschwand durch die Tür. Unmittelbar danach erschienen die sieben Sopranistinnen als Dienstmädchen, die das Sterbezimmer reinigten und das Bett und die Spiegel und Möbel mit schwarzem Chiffon verhängten. Das gefiel mir sehr.

Nun erklärte sich auch die seltsame Gewandung der Sängerinnen, während ihrer Auftritte. Ich hätte ihnen dennoch für ihren großen Auftritt eine andere Garderobe zugestanden. Irene Roberts als Carmen. Diana Gouglina als Floria aus Tosca. Valeriia Savinskaia als Desdemona. Adela Zaharia als Lucia. Flurina Stucki als Norma. Antonia Ahyoung Kim als Butterfly. Mané Galoyan als Violetta Valéry aus La Traviata.

Von mir aus hätte es damit auch beendet sein dürfen, aber Abramović wollte zu gerne noch eine Callas-Performance als letztes Bild geben. Der Vorhang fiel abermals und sie erschien von links, an den Rängen vorbei, zu den Klängen der Original Aufnahme von Maria Callas der Arie Casta Diva aus Norma, mit Kopfbewegungen und Gesten Gesang andeutend. Das Goldlamé-Kleid glitzerte fast unwirklich, als sei ein Avatar auf der Bühne. Aber auch da nicht an Callas erinnernd, sondern an Abramović in ihrer Lieblingsprojektion von sich selbst. Mitten in der Arie brach der Gesang ab und es wurde dunkel. Sie verschwand. Abramović verschwand. Nicht Maria Callas. Denn das war eine andere, und diese ist nicht auszulöschen, da: unsterblich.

Trotz ihrer Unzulänglichkeiten in darstellerischer Hinsicht, ringt mir Marina Abromovićs Eigensinn und Durchsetzungsvermögen Respekt ab. Zwar wird es niemals eine in meinem Sinn veränderte Inszenierung dieses interessanten Bühnenprojekts geben, aber ich hatte Freude an der Vorstellung. Man fühlt sich auch ermuntert und inspiriert, eigene Ideen zu forcieren und umzusetzen. Sie ist der beste Beweis, dass ein ausgeprägter Wille etwas zu erschaffen, wichtiger für die Umsetzung einer Idee ist, als die wasserdichte Qualität der Substanz. Wenn’s einmal läuft. Das ist mir wirklich Inspiration, dafür danke, Frau Abramović.

08. April 2022

Neulich, am 24. März 2022 in Charlottenburg, mit Ina und Herrn Zohlen. Fotos von Jan und Ulrike Oppelt. Ina fragte mich mittags, ob ich auch hinginge, ich wusste nichts von der Eröffnung, aber zeigte mich spontan, da ich sowieso in Charlottenburg war. Ich selbst hatte keine Kamera bei mir. Verleger Gerwin musste noch zu einem geschäftlichen Termin, und Ina und ich landeten wieder in unserem kleinen Separée vom Cucina Comoda, gleich schräg gegenüber. Nudeln mit Trüffeln für Ina, Saltimbocca & Tartufo: ich.

07. April 2022

VOGEL AUF DEM DACH. Metallreste (Eisen, Stahl, Chrom, Kupfer) von Stiebel-Eltron Boiler und Siemens Staubsauger, Schrankgriff u.s.w., u.s.f., Klebstoff, Grundierung, 3D-Leinwand, 80 x 100 cm, 27. März, 3. April 2022, Staatl. Museen v. Gaganien

06. April 2022

Mit Jenny tatkräftig ortsansässige gastronomische Betriebe unterstützt: den Gugelhof und die Schankwirtschaft Seeblick. Die Suppe und das Schnitzel haben sehr gut geschmeckt, auch das frischgezapfte Bier war tiptop. Jenny hat außerdem der Winzerzunft einen gesonderten Solidarbeitrag gespendet. Die Traditionsgaststätte Seeblick ist in unserem Subventionsplan im Ranking weit nach oben gerückt. Der Betrieb hat sich eine besondere Förderung verdient, auch im Hinblick auf das im kommenden Jahr anstehende, 30-jährige Betriebsjubiläum. Wir sind überzeugt, dass unsere Fördergelder hier am besten aufgehoben sind. Darüberhinaus zeigen wir uns offen für die Förderung weiterer familiär geführter gastronomischer Betriebe!

05. April 2022

Meine S- und U-Bahn-Lektüre im Monat März 2022. Die Notizen sind die Eselsohrenstellen, die ich z. T. noch fertig recherchieren muss. Meiner Meinung nach ist es eine launige Lektüre, die sich nach einer Weile zu wiederholen scheint. Aber Joan Collins konnte damit in jedem Fall Sympathiepunkte bei mir sammeln, man hätte sie gerne zur Freundin. Natürlich auch wegen ihrer tollen Kontakte zu Gott und der Welt. Die Notizen eignen sich auch gut als Restaurantführer für New York, Los Angeles, London und Paris. Viele von ihr in den Achtzigern und Neunzigern frequentierten Edel-Restaurationen gibt es noch. Meine aktuelle Lektüre: „Wie ein Regenbogen“ v. Simon Wells, über Stones-Ikone Anita Pallenberg.

03. April 2022

Mein neues Auto! Ein Horch DKW F7 (oder so). Sicherheitshalber habe ich es in einem versteckten Kellergelass in der Musikbrauerei geparkt. So ein Premium-Wagen wird einem ja sonst gleich geklaut. Ich lade alle zu einer Spritzfahrt ein, Schampus für alle!

02. April 2022

Es sieht ganz so aus, als würde ich heute Abend allein ausgehen, ewig nicht gemacht. Aber nicht mit artiger Schleifenbluse, die hatte ich zu der Urania-Veranstaltung mit Wrede und Nast an. Heute Abend ist ein Release Konzert von Lüül in einer gewissen Musikbrauerei. Ich gehe unheimlich gerne zu Orten, die ich noch nicht kenne. Wie verreist! Voraussichtlich ist aber dann doch immer irgendjemand da, den ich kenne, außer den Musikern auf der Bühne, meine ich.

01. April 2022

Bachelor-Finale und Anschluss-Wiedersehens-Sendung mit Frauke Ludowig-Gucken. Der Tina-und-Gaga-Chat unter besonderen Voraussetzungen, da nicht während der TV-Ausstrahlung am Mittwoch, sondern erst am Donnerstag um 20 Uhr, via Mediathek. Der Chat langweilt etwas durch die fortlaufende Erwähnung, wann Reklame kam. Oft! Was mehr oder weniger den Sinn hatte, sich dauernd zu versichern, dass man wirklich-wirklich zeitlich synchron an derselben Stelle im Mediatheken-Schnipsel ist. Direkt im TV zu gucken, wenn es gerade ausgestrahlt wird, ist eindeutig unkomplizierter! Aber Frauke Ludowig in Pucci! Nun ist es vorbei. Zumindest mit dem diesjährigen Bachelor.

Gaga
Ich bin startklar, du auch? Wichtig wäre, dass du nicht mit werbefreiem Premium-Account guckst, weil ich ja auch Werbung sehen muss, dann sind wir auch bei den Werbeblöcken zeitgleich! https://www.tvnow.de/shows/der-bachelor-1733 Also wenn du so einen Account hast, please ausloggen.

Tina
Mmh. Ich versuchs mal. Gib mir mal noch 2, 3 Minuten.

Gaga
Gib mir den Startschuss! Ich suche derweil den Link zur Anschluss-Sendung mit Frauke Ludowig „Das große Wiedersehen“. Kann ich nicht finden, aber vielleicht wird es einem nach Ende des Finales automatisch vorgeschlagen.

Tina
Startschuss.

Gaga
Läuft, gerade Werbung.

Tina
Ok.

Gaga
Geht schon los, supie!

Tina
Welche Minute bei dir nur zum Abgleich? Hatte noch paar Tonprobleme.

Gaga
Links unten läuft ein Countdown, der ist bei 18:39. Ich finde, Anna sieht zu reif aus für bauchfrei.

Tina
Ich dachte nur: Gott, ist sie dünn.

Gaga
Sie sitzen und trinken Schampus. Aber sie ist wirklich ein dünner Typ.

Tina
Bestimmt hat die Regie dazu animiert.

Gaga
Sicher auch, aber alle ihre Klamotten waren extrem tief ausgeschnitten, die bringen ihre privaten Sachen als Vorschlag mit, da ist ein roter Faden bei ihr: viel Haut zeigen.

Tina
Na ja, als ob da welche das Gegenteil groß täten.

Gaga
Sooooo tiefe Ausschnitte haben nicht alle. Andererseits, wann wenn nicht jetzt soll sie Alles präsentieren, sie ist ja auch älter als er, wohl 32 oder 33 und er ist 29. Werbung!

Tina
Ha. Bei mir auch exakt.

Gaga
Klasse!

Tina
Ist die jetzt personalisiert? Ich krieg Werbung für DKB und Krankenkasse.

Gaga
Ich esse gerade nebenher. Frag mich nicht jedesmal, ob die personalisiert ist, ich wünschte es: NEIN! niemals, das sind Gerüchte. DKB?

Tina
DKB Bank. Gleich zweimal nacheinander.

Gaga
Ich achte nicht drauf, weil langweilig.

Tina
Jetzt Melitta Manufaktur Kaffee.

Gaga
Wie auch immer, die Reklame hat nix mit meinen Vorlieben zu tun. Disney und so ein Kinderkram.

Tina
Kinderschokolade. Alles voll mein Zeug.

Gaga
Es geht weiter! Anna sieht fast aus wie seine Mutter, gerade, mit ihrem reifen Gesicht. Also nicht alt, aber so erwachsen, so gereifter, wissender Blick.

Tina
Hab vergessen, wie die Mutter aussah.

Gaga
Nicht wie seine echte Mutter, sondern altersmäßig, als wäre sie eine andere Generation.

Tina
Kann ich nicht so entdecken.

Gaga
Sie könnte auch eine gut erhaltene Anfang-Vierzigerin sein.

Tina
Mmh. Ich sehe eh kein Alter so gut.

Gaga
Ich meine: inneres Alter. Muss lachen, das kleinmädchenhafte Haargezwirbel von Lara-Maria. Oder Jana-Maria. Sie lallt schon wieder so ganz leicht.

Tina
Wenn’s zu albern ist, kann’s auch der vibe fehlen.

Gaga
Absolut, dann lässt die erotische Steigerung gerne mal nach. Reklame.

Tina
Ich krieg alles, was ich auch benutze.

Gaga
Freixenet schmeckt mir auch überhaupt nicht, richtige Plörre. Geht schon weiter!

Tina
Airbnb. Stepstone. @Freixenet: Du solltest Champagner kriegen.

Gaga
Rostroten Lidschatten finde ich auch keine gute Empfehlung.

Tina
Och doch, im Gesamten schon gelungen.

Gaga
Ich meinte den Look vorher, nicht jetzt.

Tina
Hat was sehr Barbiehaftes bei beiden. Schneeweißchen und Rosenrot.

Gaga
Reklohme.

Tina
Schon wieder DKB Konto. Zum dritten Mal.

Gaga
Nun mach schon den Vertrag, wechsle die Bank!

Tina
Nö.

Gaga
Ich will die Produkte bei mir nicht nennen, sonst fließt es irgendwo als Interesse von mir ein. Was ja nicht stimmt.

Tina
Ha. Jetzt Sparkasse. Meine Bank

Gaga
Hör auf! Die können nicht auseinanderhalten, ob ich oder du das geschrieben hast. Es geht eh weiter.

Tina
Schneeweißchen und Rosenrot. Oder Schneeweißchen und Rostrot.

Gaga
Das erste mal, dass er flüstert. Die Lichteffekte unter den Agaven sind gut, sehr schön…. die Schnitte sind ja perfide, so fast übergangslos…. Reklame. Ich geh aufs Klo.

Gaga
Bin zurück. Sie kann ihr aufgesetztes Lächeln nicht absetzen. Auch krank, irgendwie.

Tina
Neee, die ist unter Schock und hat Haltung.

Gaga
Sie will ihre erste Filmrolle gut über die Bühne bringen.

Tina
Ich würde da auch nicht gleich losjaulen. Das ist auch ne natürliche Reaktion.

Gaga
Sie machts für die Kamera. Ich kannte das Ergebnis ja schon, und auch dass sie später gesagt hat, dass sie nicht länger als drei Tage braucht, um sich zu entlieben, sie wäre nun mal gerne verliebt und das ginge alles immer sehr flott bei ihr. Glaub ich auch. Sie ist verliebt ins Verliebt-sein-Darstellen.

Tina
Sowas ist schon bisschen typenabhängig. So. Ich denke, Frauke Ludowig ist erst nächste Woche.

Gaga
Nein, die war gestern auch, die Sendung, definitiv.

Tina
Oder? Ahhh cool

Gaga
Hab mich heute mit meiner Kollegin drüber ausgetauscht. Da hat Jana-Maria auch vom Stapel gelassen, dass sie keinen nennenswerten Liebeskummer hat. Mal sehen, obs direkt nach dem Werbeblock kommt. Ja!!! Bist du noch dran? Frauke Ludowig in Pucci!

Tina
Bin da. War nur kurz weg.

Gaga
Am Anfang waren doch seehr viele tiefe Ausschnitte bei den Damen…

Tina
Frauke Ludowigs Styling! Woooow.

Gaga
PUCCI forever!

Tina
Was?

Gaga
Die Marke: Emilio Pucci, die Bluse mit den charakteristischen Sixties-Arabesken. Kultmarke.

Tina
Aha.

Gaga
Marilyn in Pucci: https://www.amalfistyle.com/2021/03/09/updated-pucci-book-out-in-time-for-the-release-of-the-new-pucci-collection

Tina
Oh toll.

Gaga
Pucci war ein italienischer Adeliger aus Florenz, mit einem tollen Palazzo, in dem die Modenschauen stattfanden. Ich war in den Neunzigern mit meiner halbitalienischen Freundin Elena in Florenz bei einer Familie, die auch einen Palazzo hatte und wir waren bei Pucci, in der Boutique, hab dort einen Bildband gekauft.

Tina
Ui, die Fremden-Diskussion, peinlich.

Gaga
Reklame. Die wellenförmigen Muster hat Pucci selbst entworfen, sie waren vom Fliegen inspiriert, er war im Krieg Flieger und dachte dabei an die Wellen von oben, wenn er über das Meer flog…. https://bit.ly/3qQytEj Geht weiter.

Tina
Frauke sieht alle Staffeln. Vielleicht will sie mal mit in unseren Chat.

Gaga
Du weißt aber schon, dass sie seit Jahren diese Sendung moderiert, oder?

Tina
Ja, und. Eben drum.

Gaga
War das ironisch gerade?

Tina
Nein. Es war eine Idee, bzw. interessante Vorstellung.

Gaga
Hä? Du bist ernsthaft überrascht, dass sie die Staffeln anguckt (, schon in Vorbereitung auf diese letzte Sendung)?

Tina
Nein. Wieso soll ich überrascht sein?

Gaga
Weil du das wiederholt und betont hast.

Tina
Diese Aussage brachte mich nur eben auf diese Idee.

Gaga
Es gibt unfassbar Viele auf Twitter, die so einen Chat wie wir, live während der Sendung machen.

Tina
Ich kenne persönlich niemanden, der das guckt.

Gaga
Ich auch nicht, aber das ist superleicht zu googeln, es wird auch in Berichten kolportiert, was darüber getwittert wurde. Wird auch auf der fb-Seite zum Bachelor nach jeder Sendung verlinkt. Ich meinte, ich kenne niemanden mit Twitter persönlich, die oder der das guckt. Viele Blogger twittern natürlich. Das gilt aber nicht als Tabu, viele die cool sind, twittern darüber, keine unterbelichteten Tussis. Ist einfach so ein Sport, solche Formate durchzuhecheln. Es geht darum, sich gegenseitig in seiner Twitter-Bubble die Schlagfertigkeit zu beweisen, wie Ping Pong.

Tina
Darum geht es ja bei Twitter per se.

Gaga
Ja. Ist eine Steilvorlage von Vielen.

Tina
Jeder braucht sein Hobby.

Gaga
Ich mache hier nichts anderes, nur außerhalb von Twitter und nicht live bei der Sendung.

Tina
Na ja, sie ist schon getroffen. Kann nicht verlieren. Jana-Maria.

Gaga
Ja, als Verliererin vom Platz gehen, passt nicht in ihr Erfolgsbild, also Alles komplett relativieren und flach halten.

Tina
https://www.gala.de/amp/lifestyle/film-tv-musik/der-bachelor-2022–verliererin-jana-maria-rechnet-mit-dominik-ab-22627430.html

Gaga
Kannte schon den Artikel.

Tina
Aha.

Gaga
Heute früh gelesen. Viele Werbeblöcke, aber relativ kurze. Mit Familienwerbespots kann man mich auch zu Tode langweilen. Ich freu mich tatsächlich für die Beiden, ich denke, er wird sich durch sie weiterentwickeln. THE END.

Tina
YES.

Gaga
Happy End! Ist doch fein.

Tina
Ich geh heut sehr früh in die Heia.

Gaga
Bis bald, meine Liebe, danke für die immer wieder anregende Gesellschaft!

Tina
Aber gerne doch.


30. März 2022

In den Abendstunden gibt es ein Gespräch. Diesmal nicht mit Tina im Chat, sondern zwischen Eric Wrede, dem bekannten Bestatter und Michael Nast, dem wohl auch bekannten Autor von (Lebenshilfe-?)büchern zum Thema Beziehungsunfähigkeit. Als Lydia mich darauf aufmerksam machte, verstand ich es so, auch anhand der Beschreibung der Veranstaltung, dass es im Gespräch um Abschied und Trauer nach Ende einer Liebesbeziehung geht, das aber nicht durch den Tod verursacht wurde. Meiner persönlichen Erfahrung nach ist es mindestens genauso und noch ganz anders verarbeitungsbedürftig, wenn eine Liebesverbindung ohne so einen logisch nachvollziehbaren Grund wie Versterben endet. Zumal bei absehbarem Tod noch liebevolle Abschiedsrituale praktiziert werden (können). Bei nicht einvernehmlich entschiedener Trennung ist das ja nun gar nicht der Fall. Der oder die Eine hat die Arschkarte der Zurückweisung und einem Gefühl von Entwertung, der oder die Andere ist gedanklich schon auf zu neuen Ufern und freut sich auf den neuen Lebensabschnitt. Also ich bin gespannt, ob das Thema heute auch vom Abschied Weiterlebender handelt. Heute um 19:30 in der Urania. Ich verzichte dafür sogar auf das direkte Gucken des heutigen Bachelor-Finales mit Tina. (Wird dann via Mediathek nachgeholt).

29. März 2022

Ich habe mir früher, etwa von 2002 bis 2012 die Haare um einige Nuancen dunkler gefärbt. Im Grunde hatte ich jeden im Handel erhältlichen Farbton von Mittelbraun über Kastanie zu Dunkelbraun bis Ebenholz zu Blauschwarz schon einmal auf dem Kopf und in den Haaren. Noch vorher gab es diverse Blondtöne und auch eine Rotphase mit Henna und sonstigen Produkten hatte ich einmal als Teenie. Ich kenne den Vorgang mit Produkten und Pülverchen verschiedenster Provenienz aus dem Effeff und bin daher qualifiziert, anderen Ratschläge beim Selberfärben zu erteilen.

Das Thema hat mich heute gar nicht beschäftigt, bis ich vor einer halben Stunde in der abendlichen Fernsehsendung „First Dates, – ein Tisch für Zwei“ eine 53-jährige Frau betrachtete, die ihr langes Haar offenkundig frisch mit der Farbe Schwarz coloriert hatte. Schätzungsweise am Tag vor dem Dreh. Der Mittelscheitel der Indianerfrisur leuchtete in sattem Orange. Es dauert ca. 24 Stunden bis sich die mitgefärbte Kopfhaut erneuert und die normale Scheitelfarbe wieder zu sehen ist. Auch empfehle ich, die Augenbrauen zeitgleich passend zu färben. Die Kandidatin war offenkundig von Natur aus kein brünetter Typ, daher wirkte die Gesamterscheinigung trotz der Solariumbräune etwas faschingsartig verkleidet. Winnetou hätte das bestimmt nicht gefallen. Ergo: bei anstehendem Date Haarfarbe mindestens zwei Tage davor auffrischen. Und die Augenbrauen nicht vergessen!

29. März 2022

Tina-Gaga-Chat, 28. März 2022, 20:15 Uhr. First Dates Hotel, Vox. Geht beim Geplauder schwerpunktmäßig um (meine) Vorlieben beim männlichen Klamotten- und Frisuren-Styling (und offenbar hat meine betagte Erinnerung „Carrie – Tochter des Satans“ und „Der Exorzist“ zu einem einzigen Film gemacht…).

Gaga
Jetzt First Dates Hotel. Heute junge Männer mit hippen Frisuren und eine Christina, die sagt, sie wird nie angesprochen, egal wie schön sie sich anzieht. Ich vermute, es ist ihr Blick. Sie guckt wie Carrie in der Exorzist, die Augen so rund aufgerissen, man denkt sie sieht gerade was Schlimmes.

Tina
Stimmt. So ein Blick kann viel sein. Dafür lacht ihr Date-Partner permanent, erinnert an Jim Carey.

Gaga
Jetzt guckt sie aber nicht so schlimm, ist jetzt gerade im Bild.

Tina
Aber Barbara Schöneberger hat auch so einen ähnlichen Blick. Uhhh. Alex aus Königs Wusterhausen könnte dein Typ sein.

Gaga
Alex ist süß, aber mehr zum Adoptieren. Als Söhnchen. Fergie guckt auch ein bißchen wie Christina. Also die rothaarige Exfrau von Prince Dings.

Tina
Weiß ich doch. Ich lese auch noch immer an deinem Diana-Buch.

Gaga
Es gibt ja auch noch die Popsängerin Fergie von den Black Eyed Peas, daher der Zusatz.

Tina
Bin fast durch. Aber es ennuyiert mich doch etwas.

Gaga
Ja klar, es wiederholt sich halt und sie ist doch relativ diskret. Ich finde das hellgrüne Kleid zu bauschig.

Tina
Und zu kurz, daher wirkt es auch bauschiger.

Gaga
Ja, in lang ginge es evt. noch. Als ob sie ein hellgrünes Spannbettuch anhat

Tina
Es ist aber auch noch irgendwie witzig. Oder eine hellgrüne bauschige Gardine.

Gaga
? witzig? Ich würde kein witziges Kleid beim ersten Date anziehen wollen. Ja, Gardine, mit dem Band für die Raffung oben.

Tina
Nee. Aber irgendwo anders hin.

Gaga
Bin kein Fan von Hellgrün mit froschgrünen Blumen drauf.

Tina
Es ist doch schon übertrieben mädchenhaft.

Gaga
Lindgrün kann toll sein, mit einer schmalen, eleganten Silhouette. Ja, wie ein Knallbonbon „wickel mich aus, ich bin soooo süß“.

Tina
Vielleicht für ne Dreizehnjährige. Lolitastyle. Ich würde gern aus Trotz witzige Sachen tragen, hin und wieder. Als eine Art Lachoffensive.

Gaga
Die können ja trotzdem kleidsam sein, wie ein freches Hütchen. Aber nicht lustig, wie ein verkleideter Clown in unförmigen Sachen.

Tina
Nein, aber eben latent lustig. Und schon gern leicht daneben.

Gaga
Ich möchte auch keinen Mann in der Öffentlichkeit treffen, der betont lustig gekleidet ist.
Bei dir sähe „lustig“ eh immer wie Avantgarde aus, bei dir ist es schnurz, weil deine Attitude immer sophisticated ist.

Tina
Doch. Ich schon. Aber nur wenn man auch erkennen würde, dass er es nicht ganz ernst meint. Ach, ich kann auch sehr albern aussehen. Eigentlich das Prinzip von Hipstern und gar nix Neues.

Gaga
Gottlieb Wendehals war ein „lustig“ gekleideter Mann, nun ja schon tot: https://bit.ly/3wHzYZv oder dieser kleine Moderator mit der Brille mit den schlimmen Anzügen, mir ist der Name entfallen… da hört bei mir der Spaß echt auf!

Tina
Was moderiert er?

Gaga
Sendungen moderiert er.

Tina
Wigald Boning?

Gaga
Ja. https://bit.ly/3NrWtaL Grüne Strickjacke, karierter Schlips, gemustertes Hemd, superlustig, hahahahaha. Schlimm.

Tina
https://bit.ly/3JSN362

Gaga
Ich finde es so vordergründig, aufgesetzt betont: „ich bin total uneitel und kann über mich selbst lachen.“ Aber das Gegenüber kriegt Augenkrebs. Nicht sehr rücksichtsvoll.

Tina
Das ist natürlich zu viel.

Gaga
Ich meine, die Outfits von den Berlin Beat Club Musikern sind auch super grenzwertig und betont kitschig, aber da kann ich drüberhinwegsehen, weil sie das nur auf der Bühne anhaben.

Tina
Aber der Gastwirt mit seinen Strümpfen geht auch in die Richtung.

Gaga
Ja, sehr rustikal… Aber schlimmer: die umgekehrt aufgesetzten Kinder-Basecaps bei erwachsenen Männern, zumal beim Date. Das kann er draußen anziehen, beim Joggen. Ein Träumchen wäre für mich, wenn ein Mann beim ersten (und auch zweiten und dritten) Date einen supergut geschnittenen, hochwertig aussehenden schwarzen Anzug anhätte und ein schlichtes weißes Hemd, die obersten zwei Knöpfe auf. Das Hemd natürlich messerscharf gebügelt und nicht angegilbt.

Tina
Oh ja, also bei Basecaps ist Schluss. Da geb ich dir recht. Die gehen nicht mal beim Joggen.

Gaga
Schwarzer Anzug und dunkelgraues oder schwarzes Hemd ist auch cool. Oder rosa Hemd, ein schönes Rosa, kein Schweinchenrosa, ein kaltes.

Tina
Gaga, nach solchen Dingen solltest du in Berlin eher nicht suchen.

Gaga
Sollte ich vielleicht nach Südfrankreich ziehen?

Tina
Oder in Business-Städte.

Gaga
Auch liebe ich keine Kopfsocken.

Tina
In Frankfurt werden viele Anzüge getragen.

Gaga
Ich möchte ja einen ausgewiesenen Bon Vivant, keinen Finanzdienstleister. Kleidungsstil Pierre Brice oder Brian Ferry (aber nicht als Winnetou, obwohl ich natürlich in Winnetou verliebt war).

Tina
Es sollte eine App geben, die du mit all den Infos fütterst und die dann akribisch und mittels AI danach sucht.

Gaga
Auch immer sehr gut gekleidet, der Cellist Hauser, der sieht ja sowieso hot aus. https://bit.ly/3wKR2h7 Perfekter Look, auch die Frisur gefällt mir: https://bit.ly/3tP5liE Schön, dass Alex einen Anzug angezogen hat, er hat eine sehr zugewandte und doch lässige Haltung, wenn er zuhört.

Tina
Ah ich dachte, jetzt kommt ein Kommentar zu Iris

Gaga
Wer ist Iris? Das Date von Alex?

Tina
Die Frau, die jetzt danach kommt.

Gaga
Ach so jetzt, Iris, 56, mein Alter. Ich guck erst mal, bevor ich mich äußere!

Tina
Anscheinend bist du etwas hinterher, im Zeitverzug.

Gaga
Nein, ich hab getippt und war unaufmerksam, ich sehs ja live im TV. Ein Tipp, den man dir nicht geben muss: keine exzessiven Sonnenbäder, die rächen sich um die Fünfzig, hat dann so Wienerwald-Grillhähnchen-Charme. Meinst du ihr Slang ist aus dem Ruhrpott? Ich finde sie nicht unsympathisch. Eine bodenständige Frau, die die Höhen und Tiefen des Lebens kennt und nicht aufgibt.

Tina
Es würde auch reichen, wenn sie das Faltige etwas bedeckt. Aber das ist auch ein bisschen Veranlagung.

Gaga
Karlheinz nehme ich gar wahr als Mann…

Tina
Ja, aber ihr gehts um andere Dinge. Er ist mit Sicherheit ne alternative Persönlichkeit.

Gaga
Beim Beruferaten könnte ich mir Iris als Bedienung in einer Kneipe vorstellen. So eine zupackende, schnelle. Oder in einem sozialen Beruf.

Tina
Ja, dachte ich auch. Kneipe. Ich werd auch nicht mehr zu sehr auf Schönheit setzen, bei Männern.

Gaga
Vielleicht macht Karlheinz Tantra Er erhält viele Komplimente für seine Haare. (Außer von mir). Das letzte mal, dass ich richtig lange Haare bei einem Typen hot fand, war bei Bülent Ceylan.

Tina
Cool! Aber im Ernst, den fandest du jetzt hot? Ich krieg keinen Algorithmus daraus gestrickt 😵‍💫

Gaga
Bülent finde ich zauberhaft, aber ich meine mehr so herzallerliebst, wenn er aber headbangt und die Pommesgabel macht, ist er auch cool. Hab mich gerade ganz arg mit dem Clip hier amüsiert, https://www.youtube.com/watch?v=IAJX3n9B-ZI er ist echt süß, ich hab sonst keinen Sinn für Komiker, für ihn ja. Ich will ihn auch adoptieren, dann ist Alex nicht mehr allein. Bei ihm finde ich sogar den Mannheimer Dialekt putzig (aber nicht sexy). In dem Clip macht er einen Mann aus Hannover sehr gut nach, hab mich gerade weggeschmissen!

Tina
Ja, hab’s gesehen.

28. März 2022

Dieses kuschelige Foto von Ina und mir hatte ich versehentlich gelöscht, aber gestern beim Runterladen anderer Fotos entdeckt, war noch auf der Kamera. Mit Berlin Beat Club in Hintergrund! Wir sind ja treue Fans der Gruppe, waren schon ganz ganz oft da. Das vorletzte mal hat es uns nicht so gut gefallen, weil die Corona-Sache nur Stehtanz am Platz ermöglicht hat. Ina hatte diesmal einen Tisch links vor der Bühne reserviert, deswegen war ich eigentlich immer auf gut zwei Meter Abstand zu den Musikern, das Publikum hat eher im hinteren Bereich getanzt, so war die Tanzfläche eher luftig. Ich habe am Tag danach einen Schnelltest daheim gemacht und vorhin auch wieder einen unter Aufsicht. Weiterhin negativ! Obwohl um mich herum jetzt Einige etwas eingefangen haben. Laut der Blutgruppen-Studie wäre ich mit Blutgruppe A Rhesus negativ eher empfänglicher für eine Infektion. Ging also wieder mal gut. Nun war ich zweimal hintereinander aus.

Man muss wieder Vertrauen fassen. Allerdings stelle ich fest, dass ich selten mit jemandem spreche, der den Kopf nah vor mir hat. Wenn man essen geht, ist ja auch die Tischplatte dazwischen. Ich umarme Freunde zur Begrüßung und zum Abschied, aber nicht die ganze Zeit dazwischen. Früher auch schon nicht. Für so ein Foto rückt man dann mal enger zusammen. Wenn es laute Musik gibt, und man möchte mal was mitteilen, wartet man auf einen ruhigeren Moment und spricht dann mal direkt ins Ohr, aber nicht in den Mund! Und Engtanz zum Beispiel ist im Rickenbackers nicht so angesagt, ich wüsste momentan auch nicht, mit wem ich das praktizieren sollte. Habe ich als Teenie aber auch nur selten gemacht, wegen mangelnder Aufforderung. Passende Lieder hätte es schon gegeben: „Samba Pa ti“ und „Love hurts“ und „Whiter shade of pale“ und „Angie“ und „Lady d’Arbanville“ und „Wish you were here“. Ich spreche von 1976 bis 1979, als ich so 11 – 14 war!

28. März 2022

Mir ist am Wochenende ein kleines Malheur unterlaufen. Ich war ja – wie schon mehrfach erwähnt – am Freitag zum Tanzen, nämlich zur live gespielten Beat-Musik vom Berlin Beat Club. Die Gruppe hat ein riesiges Repertoire, was zur Folge hat, dass ich nicht immer alle Lieder sofort erkenne, was mich aber nicht hindert, mich daran zu erfreuen. Manche kommen mir irgendwie aus der Kindheit bekannt vor, welche schon etwas länger zurückliegt.

Nun begab es sich, dass ein Lied gespielt wurde – auch das habe ich schon mehrfach erwähnt – das eine gewisse Erotik hatte und mir auch nicht ganz unbekannt vorkam, aber ich wusste später daheim nicht mehr, ob da eine „Moni/Mony(?)“ oder eine „Mona“ besungen wurde. Ich habe es versucht durch googeln herauszufinden und bin dann auf „Mony, Mony“ gekommen. Beim Anhören fiel mir schon irgendwie auf, dass das Arrangement einige Änderungen zu dem, was ich gehört habe, aufweist, aber das habe ich unter künstlerische Freiheit der Interpretation verbucht. Wobei das eigentlich beim Berlin Beat Club eher tabu ist, von dem traditionellen Arrangement zu stark abzuweichen. Jedenfalls habe ich dann in meinem Eintrag begeistert von der Darbietung des „Mony, Mony“-Liedes, gesungen von Hans Rohe geschwärmt.

Netterweise haben mich die Bassistin Gabi Mehlitz und Hans höchstpersönlich aufgeklärt, dass sie keineswegs „Mony, Mony“ gespielt haben, sondern „Mona“ von den Rolling Stones, die haben es auch gecovert, und zwar von Bo Diddley. Mir war das dann direkt peinlich, dass ich das verwechselt habe und grübelte, wie das passieren konnte. Da es mir keine Ruhe ließ, habe ich mal die beiden Texte gegenübergestellt und etwaige Übereinstimmungen farblich markiert. Ich finde, das entschuldigt mich ein bißchen.

Mony vs. Mona

27. März 2022

Noch ein Bildergruß von vorgestern Abend, bevor ich Richtung Güntzelstraße zum Berlin Beat Club im Rickenbergers aufgebrochen bin. Ich hatte einen hellblauen Kaftan an, eine helle Leinenhose und darüber ein hellblaues Mäntelchen mit Paisleymuster. Ich kleide mich stets mit Bedacht auf das Ereignis. Wobei Paisley ja zum Glück zu den klassischen Mustern gehört, wenn es auch in den Sixties besonders häufig zu sehen war. Schon der dritte Eintrag heute, ich finde es reicht! Nun zur Sonne.

27. März 2022

Da gratuliere ich mir doch selbst. Hundert Tage in Folge unermüdlich Mitteilungen gepostet. Insgeheim hatte ich die Hoffnung, es würde etwa Besonderes passieren, wenn ich bei 100 bin, aber wie man sieht, hat das Lob für den hundersten Tag keine Girlande. Ich vermute, ich werde trotzdem weiter ohne größere Pausen bloggen, wie ich das ja schon seit insgesamt 6615 Tagen (18 Jahre, 1 Monat, 1 Woche, 5 Tage) mache. Heute übrigens wieder Zeitumstellung. Es ist schon Mittag! Immer wenn Zeitumstellung ist, muss ich zwei, drei Tage googeln „Wie spät ist es?“, weil sich mein Notebook anders automatisch umstellt als andere Geräte. Bin kein Fan der Zeitumstellung. Die Abschaffung ist dank des sonstigen Weltenlaufs auch wieder aus dem Fokus gerückt, schade! Aber ich will nicht lamentieren, sondern mich bei der Sonne bedanken, die auch heute wieder auf unser friedliches kleines Land scheint. Gruß aus Berlin, im Ohr Kinderquaken und Skater-Gerumpel vom Gipsdreieck.

100 Tage