
Ich muss es leider sagen, auch wenn es den einen oder anderen schmerzt: was Heinrich Bolten-Baeckers an Lyrics für Paul Linckes „Frau Luna“ abgeliefert hat, ist so ziemlich das Beste, was mir in den letzten Wochen vorgelegt worden ist. Wir haben die Songs auch gleich mal am Sonntag im „Kleinen Muck“ angetestet und ich muss sagen, die Lieder haben Schmiss! Sicher, die Pop- und Rocksongs, die der Komponist und Moderator C. mitgebracht hatte, waren auch nicht schlecht, aber was ist Michael Jacksons „Earth Song“ oder Dave Grohls „The Best“ gegen „Schlösser, die im Monde liegen“? Ich denke, an der Stelle erübrigt sich jede weitere Ausführung. Nun muss ich gestehen, dass ich an sich kein Freund der Operette bin (auch keine Freundin), aber hier haben wir potenzielle Evergreens vor uns, die jeder, auch mit seiner gewöhnlichen Stimmlage mitsingen kann. Im Gegenteil möchte ich sogar behaupten, dass die Lieder gewinnen, wenn sie mit normaler Stimme vorgetragen werden, so wie Hildegard Knef eben auch darauf verzichtet hat, sich unnötig in Tonlagen zu versteigen, in denen man ohnehin sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Es war ein sehr gelungener Abend im Kleinen Muck, an den ich noch oft und gerne zurückdenke! Leider habe ich keine Schallplatte mit einer brauchbaren Aufnahme meiner neuen drei Lieblingslieder „Schenk mir doch ein kleines bißchen Liebe“, „Das ist die Berliner Luft“ und „Schlösser, die im Monde liegen“. Das ist sehr bedauerlich. Ich muss also darüber nachdenken, selbst eine Aufnahme einzusingen. Mit ein wenig Übung sollte das klappen!


https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265


Es kommt oft vor, daß unbedacht
ein Liebespärchen sich verkracht
Dann ist der Seelenkummer groß
Nun sitzt man da, was macht man bloß
Er pirscht sich leise an sie ‘ran
und sieht sie heimlich schmachtend an
Sie möchte auch nicht herzlos sein
und plötzlich singen sie zu zwein
Schenk’ mir doch ein kleines bißchen Liebe, Liebe
sei doch nicht so schlecht zu mir
Fühlst du nicht die innig, süßen Triebe, Triebe
wie mein Herz verlangt nach dir
Des Nachts, wenn alle Katzen grau
sucht sich der Kater eine Frau
Dann schleicht er liebeskrank ums Haus
und findet bald die Richt’ge ‘raus
Die Katzenjungfrau, tugendhaft
hat Angst vor so viel Leidenschaft
bis von der Töne Macht betört
sie ihren Kater doch erhört
Schenk’ mir doch ein kleines bißchen Liebe, Liebe
sei doch nicht so schlecht zu mir
Fühlst du nicht die innig, süßen Triebe, Triebe
wie mein Herz verlangt nach dir
Heinrich Bolten-Baeckers


Berlin! Hör‘ ich den Namen bloß
da muß vergnügt ich lachen
Wie kann man da für wenig Moos
den dicken Wilhelm machen
Warum läßt man auf märk’schem Sand
gern alle Puppen tanzen
Warum ist dort das Heimatland
der echte Berliner Pflanzen
Ja ja! Ja ja ! Ja ja ja ja!
Ja, ja, ja, das ist die Berliner Luft, Luft, Luft
so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft
wo nur selten was verpufft, pufft, pufft
in dem Duft, Duft, Duft
dieser Luft, Luft, Luft
Das macht die Berliner Luft
Ich frug ein Kind mit jelbe Schuh
Wie alt bist du denn, Kleene
Da sagt sie schnippisch: „Du? Nanu
ick werd‘ schon nächstens zehne!“
Doch fährt nach Britz sie mit Mama’n
da sagt die kleene Hexe
zum Schaffner von der Straßenbahn
Ick werd‘ erscht nächstens sechse
Ja ja! Ja ja ! Ja ja ja ja!
Ja, ja, ja, das ist die Berliner Luft, Luft, Luft
so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft
wo nur selten was verpufft, pufft, pufft
in dem Duft, Duft, Duft
dieser Luft, Luft, Luft
Das macht die Berliner Luft
Der richtige Berliner gibt
sich gastfrei und bescheiden
Drum ist er überall beliebt
und jeder mag ihn leiden
Wenn sonst man: „Mir kann keener“ sagt
so sagt in jedem Falle
wenn’s dem Berliner nicht behagt
er sanft: „Mir könn’se alle!“
Ja ja! Ja ja! Ja ja ja!
Ja, ja, ja, das ist die Berliner Luft, Luft, Luft
so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft
wo nur selten was verpufft, pufft, pufft
in dem Duft, Duft, Duft
dieser Luft, Luft, Luft
Das macht die Berliner Luft
Heinrich Bolten-Baeckers


Blick doch um dich mit klaren, frohen Augen
Dann macht auch dir die Welt ein froh‘ Gesicht
Ei, sprich, wozu soll’n denn die Grillen taugen
Es ändert sich dadurch dein Schicksal nicht
Warum in ungewisse Fernen eilen
Es führt dich in Gefahr des Irrlichts Schein
Wo man dich liebt, nur da mußt du verweilen
Wo man dich liebt, nur kannst Du glücklich sein
Schlösser, die im Monde liegen
Bringen Kummer, lieber Schatz
Um im Glück dich einzuwiegen
Hast du auf der Erde Platz
Wenn Schnee und Eis die Erde rings bedecken
Ruht wie im Todesschlummer Wald und Flur
Doch naht der Lenz, dann wird sein Hauch erwecken
Zum neuen Leben herrlich die Natur
Und will dein Herz verzweifeln und verzagen
Bau auf die Zukunft frisch und wohlgemut
Der Sonnenschein folgt trüben Regentagen
Drum harre aus, es wird schon alles gut
Schlösser, die im Monde liegen
Bringen Kummer, lieber Schatz
Um im Glück dich einzuwiegen
Hast du auf der Erde Platz
Heinrich Bolten-Baeckers
P.S.: die Platte ist dann demnächst im gut sortierten Fachhandel zu finden unter „Gaga & die Kiezbarone“ (zwischen Franz Schubert und Gustav Mahler)
29. November 2016
Alma.
27. November 2016
Frau Nielsen notiert am Sonntag, 27. November 2016 in ihr kleines Tagebuch:
»Genug rübergeschaufelt für heute. Bin schon beim 26. Oktober 2016. Gerade einen meiner liebsten Einträge hierherkopiert. Wäre doch zu schade, wenn mein Großvater André Anno 1928 mit seiner Knickerbocker und der Schiebermütze und dem Golfpuck, oder was das Stöckchen auch immer vorstellen soll, hier nicht vertreten wäre. Ein Verlust. Ginge ja gar nicht. Bitte sehr, bitte gleich.« →
12. November 2016
Auch ein sehr schönes Bild von Jan. Seinerzeit bei Jablonka. Beachten Sie den Hintergrund. Das ist Herr Araki. Macht sehr interessante Arbeiten.
26. November 2016

Protokoll einer (virtuellen) Konversation zum Themenspektrum Foto-Trauma, Tantenkuss, Glasaugenpflege u. v. m. 24.11.2016. Mit C. (männl., 52), J. S. (männl., 63), I. R. (weibl., 35), D. H. (weibl., 51), L. G. (weibl., 111) sowie G. N. (meiner Wenigkeit, weibl., 51).
C.: Guten Morgen
G. N.: guten Morgen zurück!
J. S.: bin heute krank und daheim…
G. N.: awww
I. R.: Danke sehr, liebe Gaga, für Deine „ungeschminkten“ Fotografien. Als Gast warst Du sehr präsent, als Fotografin unsichtbar.
G. N.: ich amüsiere mich jedes mal wieder, wenn man mir das mit dem unsichtbaren Fotografieren sagt. Es scheint wohl zu stimmen. Besser als die Ansage „würden Sie bitte endlich aufhören, ständig zu fotografieren, die Gäste sind schon völlig gehemmt und fühlen sich beeinträchtigt. Die ersten gehen schon!!;-)
J. S.: schöne Bilder … auch 2 oder 3 von mir ..
G. N.: ich mache nur schöne Bilder von dir, Jan. Wenn du nicht so fotogen wärst, hätte ich mich nie mit dir getroffen! Das würde mich stark hemmen! Ich hätte ja noch gerne viel mehr von unserem Cosmic gemacht, aber es gab hier eine kleines Problem mit ein paar Reflexen und er war auch ein bißchen zugebaut aus meiner Perspektive, so frontal. Der Notenständer mit den Textblättern und noch dazu das Mikro hat ihn fast komplett verdeckt. Manchmal hat nur noch die Brille hervorgeguckt. Daher!
I. R.: Als Kind bin ich immer weggerannt, wenn mein Vater den Fotoapparat rausholte. Umso enttraumatisierender ist Deine Art. ;-)
G. N.: ich kenne das Problem. Man denkt in dem Moment nur darüber nach, wie man gucken soll und wirkt immer leicht verkrampft oder gekünstelt.
I. R.: Ja, als Erwachsene(r) stimmt das sicher. Als Kind wüßte ich nich, was der „wahre“ Grund war?
J. S.: Aneignung des eigenen Bildes durch einen anderen.
D. H.: der unmittelbar aufs foto folgende tantenkuss.
J. S.: schmatzend
D. H.: mit backenklemme
I. R.: Gruselig. Diese „netten“ Tanten. Das Trauma jeden Kindes. Eine hatte ein Glasauge. Ist aber schon lange tot. Familie kann so grausam sein. Damals hatte ich die Vorstellung, dass ich dem Glasaugentantchen mal eine meiner schönsten Murmeln reinstecke. Hab´mich aber nie getraut, es umzusetzen.
G. N.: kannst ja mal ein Bild malen, um das Tantentrauma zu verarbeiten….uhhhh
I. R.: Warum eigentlich nicht?! (Mal im Ernst, die hätten wir gut auf dem Jahrmarkt abgeben könnten als lebende Figur für die Geisterbahn.)
D. H.: es gibt so schöne murmeln! ich hab eine vorliebe für diese handwerklich gekonnten murmeln, die würden was hermachen!
I. R.: Prima. Einigen Mensch würden sie besser stehen, als Augen. Her damit! ;-)
D. H.: [ postet Foto von zwei schönen großen Murmeln ]
I. R.: oh, wie schön :-)
G. N.: oh ja! – ich hatte einen (Groß)onkel mit einem Glasauge, Gustav! Der war aber nicht eklig oder blöd, sondern sehr liebenswürdig. Hat auch keine Kinder gekniffen oder abgeschleckt. Gustav hat sein Auge verloren, als er bei einem Oldtimer (also heute Oldtimer, damals moderner Wagen) vorne gekurbelt hat, da war immer so eine Kurbel, und die war nicht richtig festgeschraubt und es ging im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge! Hast du deine Glasaugentante mal ohne Glasauge gesehen? Nimmt man das manchmal zum Saubermachen raus? Ich glaube nicht, oder? Das macht man doch nur mit Gebiss! Eklige Vorstellung! Das ist Gustav als junger Mann, wo er noch beide Augen hatte! http://gaga.twoday.net/stories/3104201 Aber ich will meine echten noch eine Weile drinlassen!
D. H.: sehr schön, man kann sich lauter abenteuer vorstellen um mann und foto. in filmen werden die immer rausgenommen, die holzaugen im krieg, und fallen runter und kugeln unters sofa oder sowas, das geht bestimmt!
G. N.: Gustav war bestimmt ein Herzensbrecher
I. R.: Du erinnerst Dich noch an den Namen Deines Glasaugenonkels. Das ist schön. Mir ist nur dieses Auge in Erinnerung geblieben, ähnlich wie bei Alice im Wunderland die Grinsekatze nur aus Grinsen manchmal besteht… Igitt! Ne, das weiß ich gar nicht wie man diese künstlichen Augen pflegt. Rausnehmen? Will ich mir gar nicht vorstellen. Vermutlich gibt`s Tropfen?
G. N.: übrigens meine Erklärung für ins Erwachsenenalter reichendes Foto-Trauma: ich wurde mit meinem Bruder beim Fotografiert werden von meinem Vater immer dirigiert, es war nie ausreichend, einfach so zu sein und dazustehen, wie man ist und eben dasteht oder guckt, wie man eben guckt, man sollte so oder so oder so gucken und sich da und da hinstellen und so und so und so weiter und so fort. Das bedeutet, es wird einem natürlich gegebene Anmut abgesprochen, die ausreichend für ein schönes Foto wäre. „Erst wenn du das oder das machst, was du normalerweise nicht machst, entsteht ein sehenswertes Motiv, das würdig ist, verewigt zu werden.“ Und dementsprechend verkrampft sehen die Bilder dann auch aus und man gefällt sich nicht, weil man sich an die krampfige, unnatürliche Situation erinnerte, die nichts Spielerisches hatte, sondern nur zwanghaft war. Irgendwann hält man sich irrtümlicherweise für unfotogen, was totaler Quatsch ist. Ich habe mich ja in der Hinsicht ausgiebig selbst therapiert. Die Macke haben aber viele bis ins Erwachsenenalter. Und man muss ja auch zugeben, dass die meisten Fotos, die nicht gestellt entstehen, sondern als Schnappschüsse bei irgendwelchen events, wenn sie von Dilettanten gemacht werden, genauso grottig aussehen, wie die gestellten aus der Kinderzeit. Also abermals das Resümée, man wäre unfotogen.
D. H.: die kinderfotos mag ich inzwischen, weil sie mehr für eine vergangene zeit und die jugend stehen als für ein bestimmtes ideales selbstbild. aber nur die kinder fotos! ich bin nämlich wirklich unfotogen, sollte aber vielleicht auch mal einfach paar wochen lang immer selfies machen, dann bildet sich aus vielen bildern was neues vielleicht?
G. N.: ist auf jeden Fall lehrreich, sich selbst fotografisch auszuloten. Muss man ja nicht öffentlich http://machen.Es gibt bei jedem Kopf, egal wie schön, den einen oder anderen unvorteilhaften Winkel, den man ja nun nicht zelebrieren muss. Und die berühmte Schokoladenseite. Oder mehrere. Und das Licht ist natürlich wichtig, wie es einfällt, unvorteilhafte Schatten macht. Wenn es zu weit von oben kommt, die Nasenspitze ein Hitlerbärtchen wirft, was niemandem zum Vorteil gereicht etc. pp.
D. H.: so wie du das beschreibst, klingt das gesicht wie eine leinwand, das gefällt mir, also etwas, was noch zu gestalten ist und nicht schon so fest in raum und zeit hängt wie das selbstbild.
G. N.: so ist es auch. Du kannst innerhalb von Sekunden eine Serie schießen, wo du altersmäßig zwischen 30 und 55 mäanderst, wenn du dich einmal um die eigene Achse drehst. Teste es mal aus. Das entsprechende Licht sorgt für ein Vierteljahrhundert Alterung oder Verjüngung.
C.: interessante unterhaltung.wo ist denn hier der like-button…
G. N.: premium-content halt, wie immer!
J. N.: https://www.youtube.com/watch?v=OagFIQMs1tw
G. N.: but if you try you might get, what you need oder so ähnlich. rhabarber rhabarber
J. S.: oh yeah
G. N.: I try HARD!
J. S.: is just a kiss away
G. N.: das war mein Lieblingssong von den Glimmer Twins, Gimme shelter, Baby.
J. S.: https://www.youtube.com/watch?v=phxNVx3Jyq0
ist der beliebstete Song …
G. N.: bei mir auch! ich liebe den. Nervt nie. Aber nur die Studioaufnahme und keine Coverversion. Patti Smith hat sich dran versucht, das war wohl nix. Vergleichsweise lahm.
J. S.: die ist mit DIR
https://www.youtube.com/watch?v=edV1Px8NHk4
G. N.: beschissene Audioqualität bei der Aufnahme, aber ich hatte schon einen super Auftritt. Obwohl ich den gestreiften Strampelanzug wahrscheinlich nicht nochmal tragen werde. Er trägt doch etwas auf!
J. S.: die Schuhe erst!!!!
trippel trippel
G. N.: PORNO!!!
dachte eben, dass meine kleine Gagaschwester ganz schön klein sein muss, wenn Sie mit den Riesenhacken gerade mal so groß wie Mick ist – und der ist ja bekanntlich auch kein Riese! oh süß – 155 Zentimeter, gerade gegogelt – passt in jede Handtasche, die Kleine!
J. S.: gerade gegooglet
G. N.: jahaa gegoooooooogelt
du Oberlehrer du!
J. S.: scharwenzeln
GrammatikVerb · scharwenzelte, ist/hat scharwenzelt
Nebenform scharwänzeln · Verb · scharwänzelte, ist/hat scharwänzelt
Worttrennungschar-wen-zeln; schar-wän-zeln (computergeneriert)
HerkunftTschechisch
eWDG, 1974
Bedeutung
umgangssprachlich, abwertend sich übereifrig, unterwürfig um jmdn. bemühen, liebedienern
Beispiele:
er ist, hat die ganze Zeit um seinen Chef, um die Damen scharwenzelt
Wir sind Schweizer und verstehen uns nicht auf das Scharwenzeln bei Hofe [Ric. HuchConfalonieri49]
G. N.: ist das jetzt unsere Hausaufgabe, das auswendig zu lernen und morgen fragst du ab?
J. S.: genau… wenzel = der Bub
G. N.: „liebedienern“ ist ein tolles Wort, das muss ich mir gleich ins Vokabelheft reinschreiben!
C.: Wenn ihr Lust habt. Am Samstag machen wir nun zum vierten mal „Mucke im Muck“ – ist ein Experimentierfeld in der Kiezkneipe. Piotr und ich spielen Rückert-Songs und mischen dass mit Coversongs. Mitsingen erwünscht. Diesmal kommen noch zwei alte Herren, ich nenne Sie mal Kiezbarone, die machen ein Paul-Lincke-Spezial. Also ein bunter Abend. Geht immer von 18 – 21 Uhr. Adresse ist die Schützenstrasse 15, 12165 Steglitz.
J. S.: bei mir um die Ecke
I. R.: Bei mir nicht um die Ecke, dennoch vielleicht schaffe ich es. Wer weiß.
C.: machen wir ca. alle 4 – 6 Wochen…
D. H.: An sich gern, bin aber halb ins b-flat verabredet zu howe gelb, vielleicht das nächste mal? Eigentlich nur wegen dem namen: howe gelb!
C.: ja gerne. also das soll kontinuierlich laufen und wachsen…
D. H.: Aber Rückert hats mir angetan, hab den sogar noch fotografiert auf dem Heimweg neulich. [ postet lauschiges Foto von Rückert-Straßenschild, nächtens in Mitte ]
C.: ahh :-)
G. N.: den „Rückert-Heimweg“ kenn ich nur zu gut… (in da hood…) freu mich auch jedes mal drüber… und muss an dich denken, Cosmic. (immer auf dem Weg zur Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und) zurück – Querstr. zur Linien). Und danke für den Paul-Lincke-Kiez-Kneipe-Tipp am Samstag, das klingt sehr launig – Jan, Irina, wollen wir uns das mal angucken und mitsingen? ich hab am Sa. noch nix vor! Hey Doro! „Hal comes all the way from Arizona…!“ Good choice anyway – guck gerade youtube, der hat da einiges. Bin nun schwer ins Schleudern geraten, B-Flat ist ja praktisch von mir zum Rüberspucken. Andererseits: SUPPORT YOUR LOCAL HEROES! Mr Gelb ist schon cool. muy sympatico https://www.youtube.com/watch?v=sAIiNgbjpLY
(wobei der Kinnbart für meinen Geschmack 6 Millimeter zu lang ist!) (außerdem hasse ich Fernbeziehungen!) (die stets zu wahrende Distanz hat sich bitte innerhalb der Stadtgrenzen von Berlin abzuspielen)
D. H.: Und du hast dann immer einen Hut im Weg, den hat er sonst immer auf.
G. N.: (außerdem tritt er mit Mütze auf, da bin ich raus!)
D. H.: :)
G. N.: das haben wir gerade gleichzeitig gepostet – Telepathie – !!! Lass uns heiraten! (Aber jeder behält bitte seine Wohnung!)
D. H.: Nee, hatte ich schon!
G. N.: MICH hattest du noch NICHT!
D. H.: Nee, das wüsste ich
G. N.: ebendrum, bin außerdem leider immer noch nicht lesbisch oder bi (nächstes Leben, versprochen!)
D. H.: Sag ich auch immer! Obwohl… ach, alte Zeiten.
G. N.: wat? – nächstes Leben?
D. H.: Jau
G. N.: aber erst mal das bis zur süßen Neige auskosten:-)
L. G.: Sehe ich wieder jetzt erst diese hoch interessanten Sachen! :)
G. N.: überlege, ob ich das in einem Blogeintrag verwurste!
D. H.: Yes please!! ich hab heut Nacht spontan auch schon einen angefangen, aber bin ganz schnell ins schwimmen gekommen – mit Fotogenität und dem Salat drumrum.
G. N.: hat irgendjemand Einwände? Ich anonymisiere die Namen dergestalt, dass ich nur eure Initialen poste. Bei Cosmic nur C., wegen der Verwechslungsgefahr mit mir! Wer etwas dagegen hervorzubringen hat, dass dieser Strang und ein Blogeintrag die Ehe eingehen, spreche jetzt oder schweige für immer!
24. November 2016

Frau Nielsen & Herr Sobottka. Sehr unterschiedlicher Ansatz. (dirigiert nie / dirigiert gerne) Beim Ergebnis dann doch oft einer Meinung. Besonders, wenn es um andere Fotografen und deren Ergebnisse geht. Noch dazu beim Abgleich von hinzugezogenem Equipment, Aufwand und Logistik. Muss jeder für sich entscheiden. Das einzige, wo mir immer wieder mal nach Dirigieren wäre, ist die freie Sichtachse und die Wahl der Kleidung. Schwierig finde ich alles, was punktuelle Reflexe verursacht und damit an unerwünschter Stelle im Bild zum Hingucker wird. Schmuckanhänger, Brillengläser. Alles was zuviel von der Person verdeckt. Unförmige Kleidung, Unsinnig im Weg stehendes Zeug, das die freie Sichachse nimmt. Grüne Bierflaschen, 1,5-Liter-Wasser-Plastikflaschen, Mikro flächendeckend vorm Gesicht, unruhiger Hintergrund, schlimmstenfalls eine Fensterscheibe. Wer kennt sie nicht, diese Probleme. Der Künstler! Der hat andere Sorgen. Man sollte vielleicht doch ein wenig dirigieren. Zumindest, was das angeht. Ich versuche immer, mit der gegebenen Situation zurechtzukommen, das ist nicht immer einfach. Meine Befürchtung, wenn ich in die gegebenen Zustände eingreife, ist eine zu starke Irritation, und damit Befangenheit auszulösen, so leide ich still vor mich hin und ärgere mich im Nachhinein, dass ich rücksichtsvoller Höflichkeit halber, nichts unternommen habe. Ist aber auch schwierig. Das müsste im Grunde alles weit vorher geklärt werden. Ich meine Dinge wie Bühnenoutfit und Setting. Hin und wieder habe ich schon kurzerhand kleinere Bühnen geentert und Flaschen von Tischen auf den Boden verfrachtet, um nicht ständig den Flaschenhals von einem Becks oder weiß der Kuckuck vorm Objektiv zu haben. Aber man kann ja schlecht eine Minute vor dem Auftritt jemanden bitten, lieb gewonnene Accessoires abzulegen. Das fühlt sich schon sehr grenzüberschreitend an. Wobei ich ja noch die schlagenderen Argumente habe, ich denke immer an das Bild. Ich weiß genau, was da vorteilhaft oder unvorteilhaft wirkt. Muss ihn mal fragen, ob er schon mal jemanden bei einer öffentlichen Gelegenheit gebeten hat, für Bilder kurzfristig etwas an der Kleidung zu ändern. Ist ja schon übergriffig. Erzähl mal, Jan.
24. November 2016
https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265

Was mich durchaus rührte – als Cosmic seinen Auftritt mit den Worten eröffnete: Gaga Nielsen ruft – und ich komme. War nicht meine schlechteste Idee. Ich erwähnte es bereits an anderer Stelle, dass ich an manche und manchen dachte, sie oder ihn in diesen zweiten Salon in der Auguststraße einzuladen, um ein paar Songs zu spielen. Aber an Cosmic zuerst. So sei es. So war es.
20. November 2016
Bin sehr gespannt, was Cosmic heute Nachmittag spielen wird. Wir haben uns kurz darüber ausgetauscht, aber es bleibt eine Überraschung. Kann mich kaum erinnern, von ihm gecoverte Songs gehört zu haben. Einmal spielte er bei einem Gig einen Song von Jeff Buckley, und bei einem anderen als Zugabe ein Medley, das in den Refrain von Hey Jude überging, und das wars dann auch mit Coverversionen. Er hat mir erzählt, dass er in letzter Zeit Spaß am Covern hat und neben eigenen Songs ein paar Sachen vorbereitet hat. Sehr interessante Mischung, – u. a. waren Iggy Pop, Michael Jackson. Neil Young (Indian Givers) und die Foo Fighters (The Best) auf seiner Liste, und ein Song, den Hannes Wader, Reinhard Mey und Konstantin Wecker gemeinsam auf der Bühne gespielt haben. Aber was am Ende dabei ist, bleibt ein Osterei. Jedenfalls zeigt diese Mischung, dass Cosmic sehr ‚breit aufgestellt‘ ist. Wir haben uns ziemlich genau ein Jahr nicht mehr gesehen, nur ab und zu kürzere messages ausgetauscht. Als ich neulich bei dem ersten Kunstsalon war und Irina mir erzählte, dass sie beim nächsten gerne Live-Musik dabei hätten, dachte ich an einige, aber als erstes an Cosmic. Wir müssen mal gucken, wie das mit der Lautstärke ist. Findet ja in einer Atelierwohnung statt. Aber was kann man am Sonntagnachmittag dagegen haben, wenn unter oder über einem gepflegt musiziert wird. Ich habe Cosmic auch zwei Songs vorgeschlagen, den einen mochte er gleich, der ist aber nicht so ganz einfach, mit schönem Fingerpicking, wenn man es sich nicht zu einfach macht. Und der andere ist von einem Songschreiber, mit dem er auf Kriegsfuß steht, aber das Lied ist trotzdem großartig. Aber unwahrscheinlich, dass er das eine schon kann oder das andere in Betracht zieht. Egal, ich freue mich.

20. November 2016

Heute um 16 Uhr. Kunstsalon Iridium. Auguststr. 61. Mit Cosmic, der dort live spielen wird Und Jan kommt auch. Und Irina. Und Ina. Und Doro, u.v.a. Und ich. Der Eintritt ist frei – herzliche Einladung!
19. November 2016
Spüre gerade, was Halbwertzeit (auch) in der Blog-Dimension bedeutet. Kaum sind die Ereignisse eine Woche her, wird kaum jemand zurückblättern. Man ist ja auch viel zu sehr damit befasst, sein eigenes Leben wahrzunehmen. Und das ist vielleicht – ja bestimmt – auch gut so. Natürlich sind bei mir erlesenere Perlen und Preziosen als bei vielen anderen aufzustöbern. Aber das ist nun meine eigene Schuld, dass ich dieses Pulver auf facebook verschossen habe, komplett vorbei an meinen langjährigen Lesern hier. Einiges wurde dort – für mich überraschend (in Anbetracht meiner zahlenmäßig doch eher vergleichsweise geringfügigen Vernetzung), häufig geliked, wie mein Kommentar zum nordamerikanischen Wahlergebnis. Ich postete u. a. das hier, ein Foto, das mich in einem Pressekonferenz-artigen Szenario mit Mikro und Sektglas zeigt (hervorragende Flaschengärung pinot noir von Herrn Zurbrüggens sehr guter Catering-Firma Balthazar – kriege leider kein Geld für diese Erwähnung und auch keine Kiste von dem guten Tropfen, egal), mit dem Zitat des Siegers dieser Wahl, das er am Vorabend, bevor das Ergebnis bekannt war, abgeschossen hatte. „Ich weiß noch nicht, ob ich das Wahlergebnis anerkenne“. Und auch andere fanden so sehr schöne Sachen, wie zum Beispiel diese gif-Animation von Prince, der fassungslos mit schmerzlichem Antlitz den Kopf hin- und herwiegt. Was soll ich sagen. Ich habe natürlich immer nur die allerschönsten Sachen verbreitet. Auch Gedankengänge, die nicht so völlig unsinnig waren oder schöne Zitate. Aber eben an jenem Ort, wo es nie wieder aufzufinden ist. Wer scrollt schon eine facebook-timeline nach unten. O.k. – es mag sein, nein – es ist so – dass es ein familiäres Gefühl bei den Freunden und Bekannten verdichtet, auf die Schnelle dort Befindlichkeiten als Statusmeldung abzusetzen . Das ist ja auch der Anspruch dieser Plattform, und das funktioniert. Und das ist schön und wunderbar und ein Phänomen unserer in vielen Aspekten auch wundervollen Zeit. Aber ich bin darüberhinaus auch noch eine (über die Jahre etwas eitel gewordene) Bloggerin, die nicht hinnehmen kann, das besonders schön formulierte Erkenntnisse, die auf dem eigenen Mist gewachsen sind, nach sehr schneller Zeit (- gefühlt -) verschwinden. Also versuche ich das jetzt irgendwie aufzufangen und aufzuhalten. Diesen Schwund. Und ja sicher – die wenigsten schreiben hingebungsvolle Zeilen in ihre timeline, es werden Bilder gepostet, qualitativ überwiegend anspruchslos, aber man kennt die Leute halt, die drauf sind, auch das hat eine eigene Qualität von Klebstoff. Hier und da ein Empfehlungslink, irgendein Zitat in großer Typo formatiert. Alles legitim. Aber ich komme eben von dieser anderen Ecke. Natürlich habe ich das nicht vergessen, dass vor elf Jahren Zitate (u. a. v. mir) im Museum für Kommunikation auf Bodenplatten gedruckt wurden, in dieser Ausstellung zur Geschichte des Tagebuchschreibens. Da fühlt man sich geadelt. Und das darf man auch, zumal wenn man nicht als ausgewiesene Dichterin oder Autorin angetreten ist, und sich neben Virginia Woolf und Kafka und Frau Wander findet. Das können einige meiner Leser/innen hier auch nachempfinden, denn ich war ja nun nicht die einzige. Und das waren eben keine zwischen Tür und Angel hingeschluderten timeline-postings auf facebook, sondern hingebungsvolle Gedanken, wo man sich dreimal überlegt hat, ob man es so oder so oder so – oder vielleicht doch so formuliert und dann erst veröffentlicht. Das ist wahrscheinlich der Unterschied. So hat jeder seinen kleinen Stolz in dieser oder jenen Hinsicht. Idealerweise sollte man die doch sehr unterschiedlichen Medien und Plattformen nicht miteinander vergleichen. Beides, alles, hat seine Berechtigung. Ich leiste auch keinen albernen Schwur, dass ich dort nichts mehr veröffentliche. Das wäre ja auch zu kindisch. Aber ich will mein Wohnzimmer hier nicht mehr in einen längeren unfreiwilligen Dornröschenschlaf legen. Jetzt muss ich eben abstauben. Und das ist ein bißchen mühselig. Nicht die Art Beschäftigung, die irgendwer liebt. Aber immerin habe ich schon wieder Freude an dem, was ich hier in den letzten Tagen nachgearbeitet habe. Es sieht einfach auch schön aus. Man sollte die Wirkung der visuellen Eindrücke, denen man sich aussetzt, und die man selbst verursacht, niemals leichtfertig gering schätzen.

19. November 2016
Spüre gerade, was Halbwertzeit (auch) in der Blog-Dimension bedeutet. Kaum sind die Ereignisse eine Woche her, wird kaum jemand zurückblättern. Man ist ja auch viel zu sehr damit befasst, sein eigenes Leben wahrzunehmen. Und das ist vielleicht – ja bestimmt – auch gut so. Natürlich sind bei mir erlesenere Perlen und Preziosen als bei vielen anderen aufzustöbern. Aber das ist nun meine eigene Schuld, dass ich dieses Pulver auf facebook verschossen habe, komplett vorbei an meinen langjährigen Lesern hier. Einiges wurde dort – für mich überraschend (in Anbetracht meiner zahlenmäßig doch eher vergleichsweise geringfügigen Vernetzung), häufig geliked, wie mein Kommentar zum nordamerikanischen Wahlergebnis. Ich postete u. a. das hier, ein Foto, das mich in einem Pressekonferenz-artigen Szenario mit Mikro und Sektglas zeigt (hervorragende Flaschengärung pinot noir von Herrn Zurbrüggens sehr guter Catering-Firma Balthazar – kriege leider kein Geld für diese Erwähnung und auch keine Kiste von dem guten Tropfen, egal), mit dem Zitat des Siegers dieser Wahl, das er am Vorabend, bevor das Ergebnis bekannt war, abgeschossen hatte. „Ich weiß noch nicht, ob ich das Wahlergebnis anerkenne“. Und auch andere fanden so sehr schöne Sachen, wie zum Beispiel diese gif-Animation von Prince, der fassungslos mit schmerzlichem Antlitz den Kopf hin- und herwiegt. Was soll ich sagen. Ich habe natürlich immer nur die allerschönsten Sachen verbreitet. Auch Gedankengänge, die nicht so völlig unsinnig waren oder schöne Zitate. Aber eben an jenem Ort, wo es nie wieder aufzufinden ist. Wer scrollt schon eine facebook-timeline nach unten. O.k. – es mag sein, nein – es ist so – dass es ein familiäres Gefühl bei den Freunden und Bekannten verdichtet, auf die Schnelle dort Befindlichkeiten als Statusmeldung abzusetzen . Das ist ja auch der Anspruch dieser Plattform, und das funktioniert. Und das ist schön und wunderbar und ein Phänomen unserer in vielen Aspekten auch wundervollen Zeit. Aber ich bin darüberhinaus auch noch eine (über die Jahre etwas eitel gewordene) Bloggerin, die nicht hinnehmen kann, das besonders schön formulierte Erkenntnisse, die auf dem eigenen Mist gewachsen sind, nach sehr schneller Zeit (- gefühlt -) verschwinden. Also versuche ich das jetzt irgendwie aufzufangen und aufzuhalten. Diesen Schwund. Und ja sicher – die wenigsten schreiben hingebungsvolle Zeilen in ihre timeline, es werden Bilder gepostet, qualitativ überwiegend anspruchslos, aber man kennt die Leute halt, die drauf sind, auch das hat eine eigene Qualität von Klebstoff. Hier und da ein Empfehlungslink, irgendein Zitat in großer Typo formatiert. Alles legitim. Aber ich komme eben von dieser anderen Ecke. Natürlich habe ich das nicht vergessen, dass vor elf Jahren Zitate (u. a. v. mir) im Museum für Kommunikation auf Bodenplatten gedruckt wurden, in dieser Ausstellung zur Geschichte des Tagebuchschreibens. Da fühlt man sich geadelt. Und das darf man auch, zumal wenn man nicht als ausgewiesene Dichterin oder Autorin angetreten ist, und sich neben Virginia Woolf und Kafka und Frau Wander findet. Das können einige meiner Leser/innen hier auch nachempfinden, denn ich war ja nun nicht die einzige. Und das waren eben keine zwischen Tür und Angel hingeschluderten timeline-postings auf facebook, sondern hingebungsvolle Gedanken, wo man sich dreimal überlegt hat, ob man es so oder so oder so – oder vielleicht doch so formuliert und dann erst veröffentlicht. Das ist wahrscheinlich der Unterschied. So hat jeder seinen kleinen Stolz in dieser oder jenen Hinsicht. Idealerweise sollte man die doch sehr unterschiedlichen Medien und Plattformen nicht miteinander vergleichen. Beides, alles, hat seine Berechtigung. Ich leiste auch keinen albernen Schwur, dass ich dort nichts mehr veröffentliche. Das wäre ja auch zu kindisch. Aber ich will mein Wohnzimmer hier nicht mehr in einen längeren unfreiwilligen Dornröschenschlaf legen. Jetzt muss ich eben abstauben. Und das ist ein bißchen mühselig. Nicht die Art Beschäftigung, die irgendwer liebt. Aber immerin habe ich schon wieder Freude an dem, was ich hier in den letzten Tagen nachgearbeitet habe. Es sieht einfach auch schön aus. Man sollte die Wirkung der visuellen Eindrücke, denen man sich aussetzt, und die man selbst verursacht, niemals leichtfertig gering schätzen.

17. November 2016

Meta meta – für meine beiden drei Leser, die mitbekommen, dass die Seite hier seit gestern mehrmals am Tag upgedatet wird – mein Blog wächst seit gestern (vorrangig) zeitlich nach hinten. Es wächst gewissermaßen zusammen, was zusammengehört. Ich copypaste eine Reihe von Einträgen, die mir – ich muss es so sagen – (ausschließlich) auf facebook unterlaufen sind. War keine bewusste Absicht, es ist einfach passiert, weil ich eh auf der Seite war und die Gedanken sich auf die Schnelle ins erstbeste Fenster vor meiner Nase materialisierten. Zunehmend in einer derart zeitlichen Dichte, dass ich irgendwann zu bequem war, jeglichen kurzen Einfall parallel als Blogeintrag zu posten. Aber ich hole das nach. Ist zumindest im Moment meine Absicht, und einiges habe ich auch schon hier eingearbeitet. Da ich sowieso gerade ein klein wenig das Gefühl habe, mein geistiges und auch sonstiges Pulver verschossen zu haben, verausgabe ich mich nicht mit neuen Mitteilungen – und wenn – dann hier. Vieles kam mir in letzter Zeit schon redundant vor. Ältere Bilder gepostet, die zwar sehenswert sind, aber mir bewusst machten, dass ich sie schon mehrfach veröffentlicht hatte. Ich kultiviere ab sofort auch erst einmal keine doppelte Buchführung mehr. Meine Seite bei facebook erscheint nun leer, weil ich sämtliche Einträge auf den Sichtbarkeits-Status „only me“ gesetzt habe. Ausnahmen sind nur Bilder, die namentliche tags haben, die erscheinen dann vereinzelt, wenn es freigeschaltet wurde, bei den Getaggten auf deren timeline. Mag sein, dass das ein paar liebe Menschen irritiert hat, da ich es bis jetzt nicht großartig erklärt habe. Es gibt keine handverlesene Auswahl von Freunden, die etwa noch etwas sehen würden und andere, die gähnende Leere vor sich hätten. Selbst ICH sehe nichts, weil ich es nicht sehen will. Überall dieselbe Einstellung ‚hide from timeline‘. Nur wenn ich zu diesem Folder „your posts“ gehe, ist die ganze Chronologie der Einträge für mich sichtbar. Von der Stelle habe ich auch alles kopiert. Gibt jetzt eine reine Textdatei, die ich als etwas umfangreichere Hausaufgabe abarbeite. Copypasten bis usw . Wenn die leer ist, sprich: ich meine Hausaufgaben gemacht habe, sehe ich weiter. Heute als erstes eine Hand voll offline-Einträge hier auf twoday online gesetzt, die ich bislang als unfertig betrachtet hatte, weil nur ein Link zu einer Bildstrecke darin war. Ich werde das nicht mehr mit epischen Erlebnisaufsätzen nacharbeiten. Es sei denn, mich drängt irgendeine Erinnerung. Die jetzt erst veröffentlichten alten offline-Einträge datieren ungefähr bis Mai 2015 zurück. Es waren eher wenige, vier oder fünf Bildstrecken. Kommen aber noch einige hinzu. Ich war in diesem Jahr viel unterwegs und hatte kaum Zeit, alles zu verarbeiten. Die meisten Bildstrecken sind immerhin doch schon auf flickr. Fleißig war ich ja schon immer. So, genug erklärt jetzt. Ich mache mal weiter. Hier, in diesem sentimentalen Theater.
16. November 2016

https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265

»Außerdem war Rilke auch ein Salonlöwe. Er hatte nie das Gefühl, bei intellektuellen Soireen oder literarischen Tees nur seine Zeit zu vergeuden. Dort pries er enthusiastisch die sprachlichen Schönheiten, die er bei der Übersetzung von Anna de Noailles aufspürte. Für ihn stellte sie das Äußerste an ästhetischer Kühnheit dar, während sie heute nur noch als Beispiel eines schriftstellerischen Laubsägestils gilt. Rilke hingegen machte ihr Reimgeklingel glücklich.«
Claire Goll, „Ich verzeihe keinem“, Seite 67
16. November 2016

https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265

»Außerdem war Rilke auch ein Salonlöwe. Er hatte nie das Gefühl, bei intellektuellen Soireen oder literarischen Tees nur seine Zeit zu vergeuden. Dort pries er enthusiastisch die sprachlichen Schönheiten, die er bei der Übersetzung von Anna de Noailles aufspürte. Für ihn stellte sie das Äußerste an ästhetischer Kühnheit dar, während sie heute nur noch als Beispiel eines schriftstellerischen Laubsägestils gilt. Rilke hingegen machte ihr Reimgeklingel glücklich.«
Claire Goll, „Ich verzeihe keinem“, Seite 67
14. November 2016
So geht das.
14. November 2016
(whatever – ) genial auch ‚Grace‘ von de Picciotto und Hacke. Sternstunde im Grünen Salon. Amen.
14. November 2016
„(…) wenn der Mond in den Wolken seine Dienstreise macht…“
(und wieso macht fb in letzter Zeit bei kurzen Botschaften diese überaus aufdringlich große Typo? Aha, kaum zwei Worte mehr, beruhigt sich die Sache. Möchte-gern-Twitter?)
14. November 2016
Velleicht wäre es angemessen, vorrangig – oder nur noch – Aufnahmen derer zu zeigen, die sich explizit (natürlich positiv, was sonst) dazu geäußert haben. Wie würde diese Hitparade aussehen? Nicht uninteressant. Im Grunde sogar so interessant, dass ich es zu prätentiös fände, hier Namen zu nennen. Das ist wahrscheinlich meine größte Baustelle. Haha. Man würde womöglich der Übertreibung bezichtigt. Frau Nielsen schweigt und genießt. Und ärgert sich manchmal ein bißchen. Sei’s drum. Scheiß drauf.
14. November 2016
Benjamin Biolay – Dans Ta Bouche
Biolay ist so gut. Seit einer Dekade auf meinen playlists. Überlebt alle Zeiten.
14. November 2016
HEDWIG ist zurück aus Hamburg und jeweils am 16., 17., 18. und 19. November letztmalig in diesem Jahr in Berlin im BKA-Theater zu sehen – was sage ich – zu bewundern. Wenn Sie das auch live erleben wollen, gehen Sie hin. Le Ratzke ist die beste Hedwig, die man sich vorstellen kann. Wer ihn einmal in der Rolle gesehen hat, und danach auf youtube die anderen Darsteller sieht, die sich daran versucht haben, wird verstehen, was ich meine. Don’t miss it. Und Maria und die großartigen Musiker Florian Friedrich, Sebastian Gampert, Hans Schlotter und Jakob Nebel sind selbstverständlich auch wieder dabei. Es ist wundervoll.
14. November 2016
„Nähme man den Zeitungen den Fettdruck weg, um wie viel stiller wäre es auf der Welt.“
Kurt Tucholsky
13. November 2016
gerade bei Harry hängengeblieben…
(…) „JUHNKE: Ein Theater, in dem ich spielen kann, finde ich immer. Ich kann so viel. Ich geh‘ nicht unter. Es wird immer Leute geben, die mit mir arbeiten wollen, (…) Die Leute wollen mich sehen. Denen ist es völlig wurst, was ich privat alles treibe, und wenn ich zwischendurch kleine Kinder fresse. (…) heute ist es doch so, daß sich die Leute nach Ausste…igern sehnen, also nach jemandem, der wie Juhnke macht, was er will, der sich eine andere Frau nimmt, der über die Grenzen hinaus lebt, der beispielsweise auch keine Angst hat vor seinen Vorgesetzten, sondern sagt, heute hab ich keine Lust aufzutreten. Wenn mir ein Intendant oder ein Regisseur nicht gefällt, dann sage ich zu dem, du bist doch eine faule Nuß. Dann werde ich vielleicht rausgeschmissen. Aber das ist mir egal. Ich lebe den Leuten vor, was sie sich wünschen, aber wozu ihnen der Mut fehlt. (…)“
André Müller – Interview mit Harald Juhnke 1983
13. November 2016
Immer wieder lesenswert, die Gespräche von André Müller.
13. November 2016
12. November 2016
„Auf dem Dorfe ist gut predigen“
Volksmund
12. November 2016
12. November 2016
Auch ein sehr schönes Bild von Jan. Seinerzeit bei Jablonka. Beachten Sie den Hintergrund. Das ist Herr Araki. Macht sehr interessante Arbeiten.
12. November 2016
12. November 2016
12. November 2016
12. November 2016
12. November 2016

von Jan, an seinem berühmten kitchenwork-Tisch. Ich passte nicht in die Reihe für das Buch weil – – – egal – diese Aufnahme mag ich ganz gerne. Du hast doch damals noch viel mehr gemacht, als diese paar mit dem Stein und dem Schädel.. habe ich nie gesehen, eine ganze Serie mit deiner grünen Polizeimütze… die stand mir eigentlich gut. Ich bin ja ein latent autoritärer Typ!
12. November 2016
Daß mein Leben ein Gesang | Sag‘ ich’s nur! geworden | Jeder Sturm und jeder Drang | Dient ihm zu Akkorden | Was mir nicht gesungen ist | Ist mir nicht gelebet | Was noch nicht bezwungen ist | Sei noch angestrebet | Von der Welt, die mich umringt | Wüßt‘ ich unbezwingbar | Wen’ges nur; die Seele klingt | Und die Welt ist singbar.
Friedrich Rückert
11. November 2016

Gisela Getty und Jutta Winkelmann, 3. Juni 2008, Einstein UdL. Übrigens nicht direkt im Einstein eingefangen, davor. Ich war vorher drin und die beiden auch und wir sind für ein paar Bilder nach draußen. Sehr unkompliziert die zwei. Gisela Getty hat seither ein Bild aus der Reihe als Profilfoto auf facebook, sie wechselt zweimal im Jahr zwischen drei Portraitfotos, davon zwei aus ihrer Jugend, mehr oder weniger. Das von mir ist das, was ihrer gegenwärtigen Erscheinung am ehesten nahe kommt. Verrauscht, grenzwertige Unschärfe, aber wunderbares strahlendes Lächeln Ich glaube, sie liebt es.
11. November 2016
all time favorite
I guess that I miss you
I guess I forgive you
I’m glad you stood in my way
11. November 2016
Leonard…
I’m guided by a signal in the heavens
I’m guided by this birthmark on my skin
I’m guided by the beauty of our weapons
First we take Manhattan, then we take Berlin
10. November 2016
10. November 2016
Happy Birthday Friedrich Schiller, 10.11.1759 – 09.05.1805
’Es ist des Wohllauts mächtige Gottheit, die zum geselligen Tanz ordnet den tobenden Sprung, die, der Nemesis gleich, an des Rhythmus goldenem Zügel lenkt die brausende Lust und die verwilderte zähmt.‘‘
’’Auch ist nicht zu leugnen, dass die Empfindung der meisten Menschen richtiger ist als ihr Räsonnement.‘‘
’’Es schwinden jedes Kummers Falten, so lang des Liedes Zauber walten.‘‘
’’Der Ring macht Ehen, und Ringe sind`s, die eine Kette machen.‘‘
„Unsere Sache ist es, den Funken des Lichts festzuhalten, der aus dem Leben überall da hervorbricht, wo die Ewigkeit die Zeit berührt.“
10. November 2016

Happy Birthday Richard Burton, 10.11.1925 – 05.08.1984
„I have to think hard to name an interesting man who does not drink.“
„I’ve done the most awful rubbish in order to have somewhere to go in the morning.“
„Certainly most movie executives were making love to the starlets. But then, so were most of us actors.“
„Generally if you mention the word Shakespeare in Hollywood, everybody leaves the room.“
„God put me on this earth to raise sheer hell.“
„The minute you start fiddling around outside the idea of monogamy, nothing satisfies anymore.“
„I drank too much, smoked too much and made love too much.“
„You may be as vicious about me as you please. You will only do me justice.“
„Richard Burton is now my epitaph, my cross, my title, my image. I have achieved a kind of diabolical fame. It has nothing to do with my talents as an actor. That counts for little now. I am the diabolically famous Richard Burton.“
09. November 2016
Ein paar Dinge, mit denen Konzertveranstalter Bands den Abend versauen können.
09. November 2016
[ gif von animiertem Prince, der fassungslos den Kopf schüttelt ]
v. wg. Trump
09. November 2016
09. November 2016
09. November 2016
08. November 2016
08. November 2016
Cosmic live

So, 20. November 2016, 16 Uhr, Kunstsalon Iridum. Berlin Mitte
07. November 2016
Es ist manchmal so leicht, Menschen glücklich zu machen. Einfach mal an der Supermarktkasse jemanden mit ein, zwei Teilen hinter einem vorlassen, OHNE dass der darum gebeten hat. Mache ich immer, wenn ich selbst einen größeren Einkauf auf dem Band habe. Diese Dankbarkeit! Schon aus Egoismus! Die ältere Dame vorhin mit ihrer Coladose konnte ihr Glück nicht fassen. In der anderen Hand hatte sie noch einen Beutel Äpfel, den ich übersehen hatte, aber das war mir schnurz, „nein, nein – kein Problem – gehen Sie vor!“. Sie fing vor Rührung an, mir von ihrem Knieleiden zu erzählen, und wie schlecht sie länger stehen kann. Das wusste ich ja alles gar nicht. Damit sie sich nicht alt und gebrechlich fühlt, habe ich noch hinzugesetzt: „Das habe ich jetzt aber nicht wegen Ihres Alters gemacht – so gebrechlich wirken Sie nicht!“ Das sind immer schöne Episoden. Einfach mal ausprobieren. Sie hat sich dann noch verabschiedet und mir von der Tür zugewunken. Entzückend.
07. November 2016
07. November 2016
06. November 2016
auch schön… Winterreise-Karaoke, ‚Gute Nacht‘.
Fremd bin ich eingezogen
Fremd zieh‘ ich wieder aus
Der Mai war mir gewogen
Mit manchem Blumenstrauß
Das Mädchen sprach von Liebe
Die Mutter gar von Eh‘
Das Mädchen sprach von Liebe
Die Mutter gar von Eh‘
~
Nun ist die Welt so trübe
Der Weg gehüllt in Schnee
Nun ist die Welt so trübe
Der Weg gehüllt in Schnee
~
Ich kann zu meiner Reisen
Nicht wählen mit der Zeit
Muß selbst den Weg mir weisen
In dieser Dunkelheit
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit
Es zieht ein Mondenschatten
Als mein Gefährte mit
~
Und auf den weißen Matten
Such‘ ich des Wildes Tritt
Und auf den weißen Matten
Such‘ ich des Wildes Tritt
~
Was soll ich länger weilen
Daß man mich trieb hinaus
Laß irre Hunde heulen
Vor ihres Herren Haus
Die Liebe liebt das Wandern
Gott hat sie so gemacht
Von einem zu dem andern
Gott hat sie so gemacht
~
Die Liebe liebt das Wandern
Fein Liebchen, gute Nacht
Von einem zu dem andern
Fein Liebchen, gute Nacht
~
Will dich im Traum nicht stören
Wär schad‘ um deine Ruh‘
Sollst meinen Tritt nicht hören
Sacht, sacht die Türe zu
Schreib im Vorübergehen
Ans Tor dir: Gute Nacht
Damit du mögest sehen
An dich hab‘ ich gedacht
~
Schreib im Vorübergehen
Ans Tor dir: Gute Nacht
Damit du mögest sehen
An dich hab‘ ich gedacht
An dich hab‘ ich gedacht
Es müsste von Alfred Brendel eine Aufnahme nur mit seiner Begleitung geben. Blöd, immer singt Dietrich Fischer-Dieskau drüber. Ich kenne keine einzige Aufnahme der Winterreise, wo mir der Gesang wirklich gefällt. Ich stelle mir das mehr so storytelling-mäßig vor, ohne belcanto und opernhafte Phrasierung. Die Umsetzung von ‚Gute Nacht‘ von Hannes Wader finde ich im übrigen auch irrelevant. Die Gitarre von Ralf Illenberger ist ganz schön, aber der Gesang altbacken dick aufgetragen. Pathos-Inflation. Das ist alles nicht meins. Jemand vom Kaliber von Sven Ratzke müsste das mit so einer schönen Iggy-Bowie-Cave-Stimme aufnehmen. Halb geflüstert, reduziert, brüchig.
05. November 2016

https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265
Erlebnisaufsatz zu gestern, Rio-Nacht Admiralspalast, copypaste von nächtlicher Message an Ilka (u. Max) auf Frage „Wo warst du“.
„(…) die ersten beiden Stunden brav eingeklemmt auf Platz 53 im oberen Rang, Reihe 1, dann entdeckt, dass der rechte Rang fast leer war, mit Freundin Ina raus, Pipi machen, Rotwein holen und dann in den fast leeren Rang und abgetanzt! da konnte man tanzen! …. habe… immer wieder im Parkett unten die Reihen nach deiner blonden Löwenmähne gescannt und dich / euch nicht entdeckt – wo wart Ihr? Bin eben nach Hause gekommen, wir waren noch zu zweit in einer Bar in der Dorotheenstr. wo ich mich ein wenig danebenbenommen habe, weil aufgeregt, dass der Bartender meine kleine Zigarettenschachtel für Müll gehalten hat, der weg kann, ich divenhafter Abgang nach draußen, geraucht und auf Freundin Ina gewartet, die noch ihren Wein austrinken wollte i(…), dann weiter in die Auguststr. in die Bar vom Paulysaal, (…) Ich fand heute Abend einige Sachen sehr anrührend, nicht durchgängig – ich mochte Alexander Scheer sehr, auch „der Traum ist aus“ von Marianne und ihre Erzählungen, und die Tagebuchlesung von Harfouch, von der ich zwar kein Riesenfan bin, aber von Rios Eintragungen. Die haben mich so gerührt, ich hätte fast geheult. Und die Neuauflage der Scherben mochte ich auch, der Keyboarder* hatte ja wirklich den Duktus von Rio drauf beim Singen. Und Alexander Hacke mit „Jenseits von Eden“ da habe ich auch getanzt. Waren schon schöne Momente. Und Heike immer wieder am Bass – wusste ich vorher gar nicht! Wenn man Corny Littmann und den anderen nicht so sehr angemerkt hätte, dass sie offensichtlich vertraglich verpflichtet wurden, alle 120 Sekunden diese „Black Box“ zu erwähnen, wäre es noch schöner gewesen. Das hatte schon was vonTeleshopping und man merkte, dass sich die Künstler auch nicht so richtig wohl damit fühlen, diese Verkaufsmasche abzuarbeiten. (…) ich wurde – wie wohl alle – mit einer Taschenuntersuchung behelligt, was dazu führte, dass meine Kamera exhumiert werden musste, und an einem Tresen, mit Nummer auf einem Papierschnipsel in Sicherheitsverwahrung kam, denn „Profikameras“ sind nicht erlaubt. haha. Nun ja. Aber es ist ja sichergestellt, dass ca. 50 smartphones mitgefilmt und geknipst haben. Also wenn jemand nach Erinnerungsbildern des Abends sucht – ab morgen auf youtube und instagram. Aber nicht bei mir. Hat auch den Vorteil, dass nicht noch ein weiterer Stapel von Bildern in meiner Warteschleife landet. Hätte aber zum Teil einen schönen Winkel gehabt, besonders in der zweiten Hälfte. Na ja, hat nicht sollen sein. Also noch strengeres Regiment als in der Bar jeder Vernunft, wo mir zumindest die Kamera nicht abgenommen wurde, ich demzufolge subversiv aus der Hüfte paparazzen konnte. Wenn auch aus sehr eingeschränktem Winkel. (…) Ich fand, die Tontechniker haben sich nicht mit Ruhm bekleckert, das war dermaßen laut, vor allem die Gitarren, dass ich mir ein Tempotaschentuch zerrissen habe und die Schnipsel in die Ohren gestopft. So ging es einigermaßen!
*Lukas McNally
(smarte Fon-Fotos No. 1 – No. 5 von Ina)
04. November 2016
Karl. Als Fotografieren und Rauchen nicht erlaubt war.

bei der Arbeit. — Karl Neukauf at Bar jeder Vernunft
04. November 2016
Helge. Als Fotografieren und Rauchen noch erlaubt war.

Bar jeder Vernunft.
04. November 2016
04. November 2016
04. November 2016

Rakete hört Wolf Wondratschek zu. Ich finde ja Portraits mit inszenierter Denkerpose ganz fürchterlich. Wenn dieselbe Geste, wie hier, aus einem natürlichen Bewegungsablauf kommt, als originärer Ausdruck, mag ich es. Ein feiner Unterschied. Mir ist alles Aufgesetzte und Affektierte zuwider. Es sei denn, es handelt sich um eine unverholen theatralische Inszenierung.
04. November 2016

Apropos Rakete. Kein Pokerface. Denkt in dem Moment darüber nach, was ihm zu Vivian Maiers paparazzter Straßenfotografie einfällt. Ich sagte ihm, dass ihre Kamera diese diskrete Vorgehensweise erlaubte, die doppeläugige Rolleiflex, mit der man das fokussierte Motiv mit nach untem geneigtem Kopf kontrolliert. Eine völlig andere Situation, als die Waffe auf Augenhöhe zu halten und jemanden abzuschie…ßen. Die offenkundige Bedrohung bleibt aus. Ich weiß genau wovon ich rede. Und dass das ja nun auch digital möglich ist. In diesem Moment habe ich diese Aufnahme gemacht. Rakete war ein bißchen irritiert von dem Vorgang, weil er nicht über Display fokussiert. Das war bei c/o. Sein Freund Peter Lindbergh war da und er wartete auf das Ende der Signierstunde(n), um dann später mit ihm und Freunden wie Gero von Boehm und dem Verleger Lothar Schirmer weiter in die Paris Bar zu ziehen. Lothar Schirmer hatte mich immer wieder von der Seite angequatscht, ich wusste gar nicht, wer das ist. Erst später zuhause, nachdem ich ihn gegoogelt hatte. Passiert mir öfter, dergleichen.
04. November 2016
03. November 2016

Pokerface. Nicht ganz. Man sieht die Hintergedanken, den Subtext im Hirn. Er ist nicht nur bei seinem Gesprächspartner, sondern gleichzeitig in seinem eigenen Film, den er nicht offenbart. Man weiß nicht genau, wie der Plot ist, aber könnte sich auf die Situation des gesehen und beobachtet Werdens beziehen. Nicht mein Fall. Interessant war die Anmerkung, dass für das Covershooting für seine erste… Platte die Wahl auf Rakete fiel, weil man sich davon Bilder versprach, die ihn ‚kerniger‘ wirken lassen. Hat auch funktioniert. Auch auf meinen Bildern. Er wirkt durchweg viriler auf den Fotografien als leibhaftig, in der Bewegung. Das Zusammenspiel von Mimik und Gestik wirkt von der Energie her eher weich, spannungsarm. Die Spannung wird künstlich hergestellt. Auch ablesbar an etwas ungelenk, nicht ganz flüssig wirkenden, betont dynamischen Handbewegungen, oder dem in Cowboymanier betont lässig übergeschlagenen Bein. Er ist nicht völlig unsympathisch, das nicht, aber mit diesen aufgesetzten Details für mich völlig uninteressant. Nicht nur als Mann. Man scannt sehr schnell, was einem da möglich erscheint. Eine Frage von Sekunden. Till Brönner heißt der Mann.
03. November 2016
gibt für morgen Abend, „Die große Rio Reiser Nacht“ – 04.11. Admiralspalast, noch ein paar wenige Plätze, der neben mir war vor einer Stunde noch zu haben! Mittelrang, 1. Reihe, Platz 53….!
03. November 2016
Herrlich – im wahrsten Sinne des Wortes:
„Generell gilt: abends ist ein dunkler Anzug ein Muss!“
„Smoking Regeln für Gentlemen: Die sehr smarten Ensembles à la James Bond sind durch ein wieder kultivierteres Bewusstsein der aktuellen Mode heutzutage immer häufiger zu sehen und avancieren wieder zu einem Muss im Schrank e…ines jeden stilsicheren, trendbewussten Gentleman“
„Der Rollkragenpullover: verboten, überall dort, wo strenge Etikette herrscht oder wenn Sie nicht Leonard Bernstein sind.“
„Als Schuhe sind nur Lackschuhe ohne Schnürung oder glatte Kalbslederschuhe mit schwarzer Schleife gestattet.
Achtung: keine normalen oder robusten Straßenschuhe!!“
„Geschenke – Für die Gastgeber/in – Bringen Sie nie Praktisches mit! Das könnte peinliche Anspielungen auf mangelnde Kochkünste, Handwerkskünste oder ähnliches andeuten!“
„Der Dame: stets gerne Blumen (NIE Nelken oder Lilien = Friedhofsblumen)!“
„Dem Herrn: eine gute Flasche Wein – Rotwein im Herbst und Winter, Weißwein im Frühjahr und Sommer.“
„Demnächst erfahren Sie hier mehr zu den Themen:
Duzen oder Nicht? Wie lehnt man ein Du ab? Kann man ein Du wieder zurücknehmen?“
„Ein Hauch von Dekadenz: „Frühstück mit Stil“. Kein „fliegender Kaffee“ – stattdessen Porzellan und seidener Morgenrock – wie ein Gentleman einen Tag stilvoll beginnt!“
„Tabak – zum Geleit! Zigarren, Zigaretten und Pfeifen – wieder en vogue.“
· Und vieles mehr
Bleiben Sie dran!
03. November 2016

Erzähl mir nichts? Doch, ich erzähle euch was. Wieso ich manche Bilder, viele Bilder, diese vielen Bilder erst sechs Wochen nachdem sie entstanden, veröffentliche. Darum: ich dachte mir nämlich, dass mir die Zuneigung der Protagonisten nicht sofort abhanden kommt, wenn ich die Bilder nicht im Handumdrehen aus dem Ärmel schüttle. Bei anderen bin ich mir da nicht so sicher. Das ist ein Kompliment. Für die wunderbaren Menschen, die in diesem ziemlich umfangreichen Album zu sehen sind. Drei davon muss ich unbedingt namentlich nennen. Es sind Phyllis Kiehl, die ich liebe und verehre, und Sebastian Rogler, einer der Menschen, die mein Herz über dieses wundersame Internet erreicht haben, und sich auch in der dritten Dimension als Bereicherung erwiesen haben, und last but not least Alban Nikolai Herbst, für den beides gilt, was ich eben erklärt habe. Ganz wunderbare Menschen. Deshalb müssen Sie bitte auch Verständnis haben, dass die drei häufiger als die anderen Beteiligten dieses schönen Abends in der Galerie Nord in dieser Strecke auftauchen. Ich muss gestehen, ich war bei der Fülle auch an der Grenze, noch zu beurteilen, was kann weg, was ist redundant, was ist doppelt und dreifach. Sehen Sie es als einen Einblick in mein virtuelles backup, mehr oder weniger unkuratierter Content. Insofern exclusiv. Viel Vergnügen. Und auch Danke allen anderen, dem Suppenkoch Uwe Schäfer, dem Kinderklavierspieler Adrian Rovatkay, Martina Altschäfer und unserer musikalischen Performancekünstlerin, der ich eine ganz eigene Strecke gewidmet habe, Catherine Lorent. Merci bien.

https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265

02. November 2016
02. November 2016
https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265
Hans Werner Olm, Felix Bodner, Lucas Schneider, Daniel Tutschek und Fabian Balgenorth am Bass und Maria Schuster am Mikro, neulich im Rickenbackers. Locations wie das Rickenbackers, mit sehr viel Dekoration und Gedöns im Hintergrund und noch dazu Schummerbeleuchtung und bunter Lichtorgel stellen eine fotografische Herausforderung dar. Aber ich sehe das sportlich. Je mehr Kraut und Rüben das Drumherum, umso größer ist mein Ehrgeiz, halbwegs elegante Perspektiven zu errwischen. Habe ja Übung.
01. November 2016

»Das aktive Moment der Kreation ist weder die Arbeit selbst, noch das vorherige Skizzieren, sondern der Augenblick, in dem das Unbewusste ohne unser Zutun an die Oberfläche steigt. Die Wahrheit ist das, was sich unserem Willen und unserer Kontrolle entzieht.«
Hans Richter




















