16-11-04 Rionacht (6)
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Erlebnisaufsatz zu gestern, Rio-Nacht Admiralspalast, copypaste von nächtlicher Message an Ilka (u. Max) auf Frage „Wo warst du“.
„(…) die ersten beiden Stunden brav eingeklemmt auf Platz 53 im oberen Rang, Reihe 1, dann entdeckt, dass der rechte Rang fast leer war, mit Freundin Ina raus, Pipi machen, Rotwein holen und dann in den fast leeren Rang und abgetanzt! da konnte man tanzen! …. habe… immer wieder im Parkett unten die Reihen nach deiner blonden Löwenmähne gescannt und dich / euch nicht entdeckt – wo wart Ihr? Bin eben nach Hause gekommen, wir waren noch zu zweit in einer Bar in der Dorotheenstr. wo ich mich ein wenig danebenbenommen habe, weil aufgeregt, dass der Bartender meine kleine Zigarettenschachtel für Müll gehalten hat, der weg kann, ich divenhafter Abgang nach draußen, geraucht und auf Freundin Ina gewartet, die noch ihren Wein austrinken wollte i(…), dann weiter in die Auguststr. in die Bar vom Paulysaal, (…) Ich fand heute Abend einige Sachen sehr anrührend, nicht durchgängig – ich mochte Alexander Scheer sehr, auch „der Traum ist aus“ von Marianne und ihre Erzählungen, und die Tagebuchlesung von Harfouch, von der ich zwar kein Riesenfan bin, aber von Rios Eintragungen. Die haben mich so gerührt, ich hätte fast geheult. Und die Neuauflage der Scherben mochte ich auch, der Keyboarder* hatte ja wirklich den Duktus von Rio drauf beim Singen. Und Alexander Hacke mit „Jenseits von Eden“ da habe ich auch getanzt. Waren schon schöne Momente. Und Heike immer wieder am Bass – wusste ich vorher gar nicht! Wenn man Corny Littmann und den anderen nicht so sehr angemerkt hätte, dass sie offensichtlich vertraglich verpflichtet wurden, alle 120 Sekunden diese „Black Box“ zu erwähnen, wäre es noch schöner gewesen. Das hatte schon was vonTeleshopping und man merkte, dass sich die Künstler auch nicht so richtig wohl damit fühlen, diese Verkaufsmasche abzuarbeiten. (…) ich wurde – wie wohl alle – mit einer Taschenuntersuchung behelligt, was dazu führte, dass meine Kamera exhumiert werden musste, und an einem Tresen, mit Nummer auf einem Papierschnipsel in Sicherheitsverwahrung kam, denn „Profikameras“ sind nicht erlaubt. haha. Nun ja. Aber es ist ja sichergestellt, dass ca. 50 smartphones mitgefilmt und geknipst haben. Also wenn jemand nach Erinnerungsbildern des Abends sucht – ab morgen auf youtube und instagram. Aber nicht bei mir. Hat auch den Vorteil, dass nicht noch ein weiterer Stapel von Bildern in meiner Warteschleife landet. Hätte aber zum Teil einen schönen Winkel gehabt, besonders in der zweiten Hälfte. Na ja, hat nicht sollen sein. Also noch strengeres Regiment als in der Bar jeder Vernunft, wo mir zumindest die Kamera nicht abgenommen wurde, ich demzufolge subversiv aus der Hüfte paparazzen konnte. Wenn auch aus sehr eingeschränktem Winkel. (…) Ich fand, die Tontechniker haben sich nicht mit Ruhm bekleckert, das war dermaßen laut, vor allem die Gitarren, dass ich mir ein Tempotaschentuch zerrissen habe und die Schnipsel in die Ohren gestopft. So ging es einigermaßen!
*Lukas McNally

(smarte Fon-Fotos No. 1 – No. 5 von Ina)

Eine Antwort auf „05. November 2016

  1. [ fb-Komm. ~ 5./6.11.16 ] I. W.: Dem ist nichts hinzuzufügen

    G. N.: Max Herre habe ich nicht erwähnt – ich hörte ihn vor der Tür, bevor wir den anderen Rang betraten und wusste nicht, dass er das ist. Gefiel mir ziemlich gut. Er hat dann noch einen Song auf Englisch gesungen, hörte sich natürlicher an, als das Deutsch auf seinen Platten, wo er mitunter einen leicht schnöselig näselnden Duktus hat, der mir zu aufgesetzt rüberkommt, dieses gewisse, unnatürlich betonte Rapper-Deutsch, das (fast) alle aus dieser Mannheimer Schule kultivieren.

    I. W.: Und ich dachte,du hättest Ohropax? dabei und hab deine Umsicht bewundert

    G. N.: ich habe mir bislang nur an Silvester zum Schlafen Ohropax in die Ohren gestopft, bei einem Konzert noch nie. Und ich war bei vielen Konzerten. Daher musste ich auch improvisieren.

    G. N.: Gestern von Alexander Hacke performt, großartige Nummer:

    J. S.: zu oben: Songtext – die RioLyrics
    Heiß, heiß, kochend heiß,
    heiß, heiß, hundert Grad,
    heiß, heiß, glühend heiß,
    heiß, heiß, blühend weiß.
    Jenseits von Eden.
    Euphrat und Tigris
    Allah wollte es – so
    Sechshundertsechsundsechzig
    schütze uns vor Gestern
    Eins neun dreiunddreißig
    In 3D und Farbe
    Dann ist Sendepause.
    Das war der Wilde Westen.
    Hält Gott die Zehn Gebote?
    Ich will nicht,
    daß du in schwarz gehst
    weil ich tot bin.
    Wo warst du im Krieg?
    Weißt du, was ich meine?
    Du warst auf der Suche,
    ich war auf der Flucht.
    Hörst du die Räder rollen?
    Durchsichtig und klar
    Irgendwann in der Nacht
    In Musik gebadet
    Jede Blume hat ihren Schatten
    Zweitausend Lieder
    Zweitausend Tode
    Mamamama, warum hast du mich gebor’n
    oder hat mich der Esel im Galopp verloren?
    Ach ich spring ins Leere.
    Halleluja Schwestern
    Ich hab den Text vergessen,
    ich bin mein Fragezeichen.
    Doch ich komm morgen wieder,
    gib mir deinen Segen.
    Liebe, was ist das?
    Das ist das Leben in der Stadt,
    was soll daran schlecht sein?
    Liebe kommt von unten.
    Liebe hat schwache Worte.
    Ach ich bin so müde.
    Ich geh hier nicht weg,
    geh zurück ins Meer,
    such mir meinen Engel.
    Wer ist hinterm Spiegel?
    (…alles ein mal wiederholt…)

    G. N.: genial, herzzerreißend, ewig

    J. S.:

    G. N.: wundervoll

    J. S.: super, ne?

    G. N.: superlativ

    G. N.: auch so schön, Rio wieder zu sehen, so nah, so nah…

    G. N.: unersetzlich

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