18. Januar 2017


» People spot a big black lens, and they worry about what they’re doing, or how their hair looks. Nobody sees the person holding the camera.«
― Erica O’Rourke

16. Januar 2017

R̶o̶̶c̶̶k̶̶p̶̶a̶̶l̶̶a̶̶s̶̶t̶̶,̶̶ ̶̶G̶̶̶r̶̶u̶̶g̶̶a̶̶̶̶̶h̶̶a̶̶l̶̶l̶̶e̶̶ ̶̶E̶̶̶s̶̶s̶̶e̶n Blackland Berlin, eine tochter

Melli Plauth und Maria Schuster @Blackland – Berlin Rock & Metal Bar.

16. Januar 2017


Die Boyband von gestern. Ärmel Jagschn Holger Jagsch, Gitarre & Gesang, verrauschter Buzz Dee Sebastian Baur, Gesang & Gitarre, Bass & Brille: Knäcke Steffen Holly. (hinten im Bild Morgenstern, Schlagz.), die Buzz Dees.

14. Januar 2017

Kann auch französisch: Romain. Als ich Romain zum ersten mal in seinem Proberaum und Studio in der Greifswalder Straße traf, machte ich ihm ein Kompliment für seine hervorragenden Französischkenntnisse („sehr gute Aussprache“). Maria und Judith fingen herzlich an zu lachen. Nun ja. Inzwischen bin ich im Bilde und weiß, dass er aus Bordeaux stammt. Das ist glaube ich in Frankreich. (Ich kenne Bordeaux ja mehr so vom Trinken.) Natürlich durfte PINK PARTE mit Maria und Judith auch nicht fehlen, in dem grandiosen line up gestern bei Romains Geburtstagsfeier im Blackland. Sie spielten drei Songs und Kruisko spielte auch mit. Heute wird Maria ein paar Songs mehr spielen, das wird fein. Auch im Blackland. Mit eine tochter und Buzz Dees. Und für alle Fans von Romain: er will auch kommen.

01. Januar 2017

16-12-31 VAMOS (2)
https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265
Zuerst fünf vor zwölf zu Maria, die war schon mit ihrem Liebsten auf dem Dach und hörte die Klingel nicht mehr. So schade. Dann Punkt Mitternacht durch Böller und Feuerwerk über Straßen zur leeren U-Bahn, um Richtung Paris Bar zu fahren, wo Ina sein würde. Sie kam später, um einiges, Manfred auch dabei. Großartige Musik zum Tanzen. Sie saß am Tisch von Michel und seinen Begleitern, ich setzte mich dazu, wenn ich nicht gerade tanzte. Tanzwütige alte Herren, gut gekleidete Paradiesvögel, es war ein unerwartet großes Vergnügen. Man trank Champagner. Was auch sonst. Größte Erheiterung, als ein männlicher Tänzer mich fragt, ob ich ein Rockstar sei. Ich sähe so aus. Hatte wohl mit meiner speziellen Art, bühnenraumgreifend und sehr rhythmusbetont auch im Beckenbereich, durch die Paris-Bar zu tanzen, zu tun. Ina fand das eine angemessene Betitelung für mich. Und dann noch mein knöchellanger schwarzer Lurex-Glitzermantel. Huiuiui. Als ich sehr viel später ging: „oh…. schade… der Rockstar geht.“. Michel Würthle wie man ihn kennt, erstklassig gestylt, bis zum Einstecktuch, von Kopf bis Fuß. Beeindruckend. Ich mochte ihn schon immer. Nur kurze Konversation, Feuer geben etc., aber klarer Blickkontakt. Ina ließ sich auch beflirten, ich nicht minder. Aber allein nach Hause.

31. Dezember 2016

ich danke auch allen anderen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich 2016 dem Wettbewerb gestellt haben, vor meiner Kamera zu bestehen und eine Runde weiter zu kommen. Es ist sicher nicht immer einfach, ein Instrument so zu halten, dass es natürlich wirkt und die Lippen so zu bewegen, dass der Eindruck entsteht, das Model würde singen. Ich schätze mich glücklich, 2016 besonders viele in gerade dieser Hinsicht talentierte Modelle gefunden zu haben, die keine Mühen scheuten, mich sogar mit echten Konzertauftritten zu überraschen, um mich von ihrem Talent zu überzeugen. Ich weiß investigativen Einsatz zu schätzen und wir sind zu sehr schönen Ergebnissen gekommen. So kann es gerne weitergehen, dann habe ich auch 2017 ein Foto für euch! ♥

31. Dezember 2016

2016 in der Kategorie male model ebenfalls vorne mit dabei: ein Überraschungskandidat, der Komponist Karl Neukauf. Für 2017 im Recall, aber die Leistung vor der Kamera muss es letzten Endes zeigen. Beim ersten Casting hätte ich ihn fast übersehen, eine Assistentin bat mich um eine zweite Inaugenscheinnahme und ich gab ihm Gelegenheit, sich ein zweites Mal zu präsentieren. Ich sehe da auf jeden Fall Potenzial, aber es ist noch Luft nach oben.

27. Dezember 2016

»(…) Barthes versteht die Fotografie als „eine Art kleines Götzenbild, vom Gegenstand abgesondertes eidolon“. Durch die Fotografie wird dem Fotografierten seine Sterblichkeit vorgeführt, denn für Barthes ist das Fotografieren mit dem Tod und dem Vergangenen behaftet. Barthes sieht die Fotografie als eine Erfahrung „im kleinen Ereignis des Todes“. So ist der Fotografierte, also der Referent, im Augenblick des Fotografiert werdens ein eidolon, also ein Schattenbild, ein Trugbild aus dem Totenreich. Die Fotografie ist als eidolon körperlos, erscheint aber in der Gestalt des Lebenden und ist mit dem fotografierten Objekt untrennbar verbunden. In ‚Die helle Kammer‘, Bemerkungen zur Photographie versucht Barthes das der Photographie „eigentümliche ´Wesen´“ zu erfassen. Dabei setzt er seine Versuche immer wieder ins Verhältnis zu seinem Körper und den eigenen Vorlieben. Ebenso schwingt in allen vorangegangenen Begriffsversuchen die Frage der Körperhaftigkeit im Wesen mit. Als einen weiteren Punkt lässt sich das Einfangen des Bildes beim Fotografieren verstehen. Das Aufnehmen mit der camera obscura verdeutlicht auf der einen Seite die Immaterialität und Ablösung des Bildes und auf der anderen eine eindeutige Zeitlichkeit. Letztere wird durch das Zitat „Was ich letztlich auf der Photographie suche, die man von mir macht, ist der Tod: der Tod ist das eidos der Photographie“ versinnbildlicht.«
https://barthesglossar.wordpress.com
http://youtube.com/watch?v=Qie5hR1aJgE&t=12s
http://en.wikipedia.org/wiki/Eidolon_%28apparition%29
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_helle_Kammer

24. Dezember 2016

15-12-24 Gendarmenmarkt (86)
You might wonder who I can turn to
On this cold and chilly night of gloom
The answer to that question
Is nowhere in this room
Yet still a light is shining
From that lamp on down the hall
Maybe the star of Bethlehem
Wasn’t a star at all
Neil Young, Star of Bethlehem

24. Dezember 2016


Oh mein Stern, der vom Herrn
Mir an des Gemüthes Himmelsbogen
Ward gesetzt, ungenetzt
Von dem Gischte sturmbewegter Wogen
Oh mein Stern, der sich gern
Her zum Aufruhr meiner Seele neiget
Eine Bahn diesem Kahn
Durch die Nacht und durch die Klippen zeiget
Oh mein Stern, soll ich fern
Deinen sänftigenden Strahlen schreiten
Doch verspricht mir dein Licht
Mich auf allen Pfaden zu begleiten

Friedrich Rückert

24. Dezember 2016


http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=109615
»Alle sichtbaren Gegenstände sind uns vor Augen gestellt zur Bezeichnung und Erklärung der unsichtbaren Dinge, und sie belehren uns durch das Auge in symbolischer, das heißt in bildlicher Weise. Weil in der Form der sichtbaren Dinge ihre Schönheit besteht, ist die Schönheit der sichtbaren Dinge ein Bild für die Schönheit der unsichtbaren.«
Hugo von Sankt Viktor 1097 – 1141

12. Dezember 2016

„here’s apple juice, orange juice, water, beer, coffee…“ – – – thanx – but what is this in the bottle on the table?“ – „Rum.“ – „ah…., interesting…!“

Maria Schuster, Gaga Nielsen, Judith Retzlik backstage SO36

11. Dezember 2016

Die tanzende Meute. PINK PARTE @SO36

Maria: „Du, wir könnten doch das Publikum vom Rotfront-Auftritt posten und sagen, das war unser Publikum!!!“ – „Quatsch. Das brauchen wir nicht. Die haben alle getanzt. Die waren begeistert.“ – „Ja????“ – „Jaha.“ Abgesehen davon ist der Rotfront-Drummer Phillip auf dem Foto zu sehen, rechts unten. Der wird ja wohl eher nicht während der Show von der Bühne gehen, um sich mal die Band von unten anzuschauen.

07. Dezember 2016

HERKUNFTSWöRTERBUCH
Schwerenöter

durchtriebener, liebenswürdiger Draufgänger, bes. gegenüber Frauen. Die schwere Not, auch Schwerenot, war früher die verhüllende Bez. für Epilepsie oder Fallsucht, und wenn man jmdm. etwas Böses sagen wollte, so wünschte man ihm die Schwerenot (Dass dich die S.!); ein Schwerenöter war demnach ein gerissener, durchtriebener Kerl, dem man die Schwerenot wünschte, wenn man sich über ihn ärgerte; allmählich bekam das Wort dann die freundlichere Bedeutung

K o n t e x t

06. Dezember 2016

[ Erwähnung im nachfolgend verlinkten (von mir verfassten) Text finden: Rolf Hochhuth, Irina Rosanowski, Jan Sobottka, Gustav Mahler, Alma Mahler-Werfel, Walter Gropius, Oskar Kokoschka, Maria Schuster, eine Nachwuchssängerin, Michael Jackson und Paul McCartney…]

Muss ich denn immer Text abliefern? Nein, muss ich nicht. Nur kein Stress. Ich glaube, bei facebook wissen einige immer noch nicht, dass ich die Tastatur nicht nur zum Fotos taggen benutze. Egal. So spare ich mir epische Erläuterungen, was es mit meinen Verabredungen auf sich hat. Wobei mir ja Rolf Hochhuth neulich unter vier Augen – ja, ich muss hier mal ein bißchen angeben – gepredigt hat, ich bräuchte ein Buch. Ich habe ihm erklärt, was ein Blog ist, und dass ich da reinschreibe und so weiter und so fort, er war recht interessiert. Ja, was ich denn da schreibe. „Sehr persönlich.“ lautete meine Antwort. „Zum Beispiel schreibe ich vielleicht darüber, dass wir beide uns unterhalten haben.“ Hochhuth mit beschwörender Miene: „Das wäre mir eine EHRE!“ (läuft) Ich weiter: „Und dann mache ich ja auch noch Bilder.“ „Malen Sie?“ „Ja, auch, aber ich meine Fotos.“ Er: „Na, umso besser! Das ist ja NOCH besser!“ Er war sofort überzeugt, ohne auch nur eine Silbe von mir gelesen zu haben. So muss das sein (wenns einmal läuft). Wir trafen uns übrigens in der kleinen Hinterzimmer-Galerie vom Terzo Mondo, wo meine liebe Freundin Irina eine Ausstellung mit ihren mystischen Gemälden eröffnete. Sie ist mit Herrn Hochhuth befreundet. Jedenfalls suchte er intensiv meinen Blick und sprach mich immer wieder so von der Seite an und ich antwortete natürlich höflich. So viele Männer fragen mich nun auch nicht nach meinen Interessen aus, ich weiß das zu schätzen. Auf jeden Fall kam das Gespräch sehr schnell auf Gustav und Alma. Also nicht meinen Großonkel Gustav und seine Schwester, meine Oma Alma, sondern Mahler. Bzw. Mahler-Werfel. Gropius wurde auch behandelt. Und Kokoschka. Na ja, der ganze Clan, bin da ja sehr im Thema. Ich konnte nach Herzenslust fachsimpeln, wann kommt das schon mal vor. Was wissen die jungen Leute heutzutage schon noch von Alma und Gustav Mahler. Jan hat uns beide fotografiert, während ich über Almas Schwangerschaft von Werfel mit dem unglücksseligen Sohn dozierte, der nur zehn Monate lebte und diese schlimme Krankheit hatte, wo man vorzeitig vergreist. Das wusste Hochhuth nicht, da konnte ich ungemein punkten! Wir haben uns jedenfalls exzellent unterhalten, während Jan uns knipste. Ich dachte, da käme Wunder was für eine Serie dabei raus, am Ende hat er nur ein Bild veröffentlicht, auf dem ich mich unvorteilhaft ausgeleuchtet finde. Ich sehe so alt aus wie ich bin, was für meine Begriffe nicht notwendigerweise der Fall sein muss. Bei günstiger Beleuchtung kann man da durchaus zehn Jahre (zu meinen Gunsten) rausholen. (Minimum!). Ich sehe gerade, ich schreibe hier unter die falsche Biildstrecke. Die Fotos von dem Abend im Terzo Mondo sind noch auf Halde, ich habe wieder einmal neigungsbedingt das Eine und das Andere vorgezogen – um mal endlich zu diesen Bildern hier zu kommen – weil es auch nicht so viele sind, und es auch ein sehr schöner Abend mit Maria im Lola war. Sie hat gesungen, das wusste ich ja, aber nicht, dass es eine Geburtstagsfeier ist. Die dunkelhaarige Frau in der Strecke, die auch singt, hat zum ersten mal überhaupt in ihrem Leben öffentlich gesungen, das hat sie gut gemeistert. Sehr apart waren die synchronen Tanzschritte von ihr und Maria. Sie haben zum Beispiel zusammen „The Boy is mine“ gegeben. Das Lied heißt eigentlich „The Girl is mine“ und ist im Original von – na – Dings – – – Michael Jackson und John – Paul McCartney. Maria hat wirklich wieder alles gegeben und wir haben fleißig mitgesungen und getanzt. Man könnte denken, sie hat mal als Animateurin auf einem Schiff gearbeitet, so routiniert hat sie das Publikum eingewickelt und zum Mitmachen bewegt. Großartig wie immer. Sie bedankt sich immer artig, dass ich gekommen bin, damit rührt sie mich. Ich sage dann Sachen wie „Es ist mir total egal, was du singst, von mir aus kannst du „Alle meine Entchen“ singen, mir völlig schnurzpiepegal – ich komme!“. Das muss als Eintrag nun reichen, ich habe noch andere Sachen in der Schleife. Vorgestern da bei polydeluxe im Rickenbackers, die Bilder gestern Abend hochgeladen, auch nicht hier erwähnt. Aber kommt noch. Ganz großes Indianerehrenwort.

https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265


P.S. Die Tränen waren aufgeklebt – aber das bleibt bitte unter uns!

06. Dezember 2016

[ Erwähnung im nachfolgend verlinkten (von mir verfassten) Text finden: Rolf Hochhuth, Irina Rosanowski, Jan Sobottka, Gustav Mahler, Alma Mahler-Werfel, Walter Gropius, Oskar Kokoschka, Maria Schuster, eine Nachwuchssängerin, Michael Jackson und Paul McCartney…]

Muss ich denn immer Text abliefern? Nein, muss ich nicht. Nur kein Stress. Ich glaube, bei facebook wissen einige immer noch nicht, dass ich die Tastatur nicht nur zum Fotos taggen benutze. Egal. So spare ich mir epische Erläuterungen, was es mit meinen Verabredungen auf sich hat. Wobei mir ja Rolf Hochhuth neulich unter vier Augen – ja, ich muss hier mal ein bißchen angeben – gepredigt hat, ich bräuchte ein Buch. Ich habe ihm erklärt, was ein Blog ist, und dass ich da reinschreibe und so weiter und so fort, er war recht interessiert. Ja, was ich denn da schreibe. „Sehr persönlich.“ lautete meine Antwort. „Zum Beispiel schreibe ich vielleicht darüber, dass wir beide uns unterhalten haben.“ Hochhuth mit beschwörender Miene: „Das wäre mir eine EHRE!“ (läuft) Ich weiter: „Und dann mache ich ja auch noch Bilder.“ „Malen Sie?“ „Ja, auch, aber ich meine Fotos.“ Er: „Na, umso besser! Das ist ja NOCH besser!“ Er war sofort überzeugt, ohne auch nur eine Silbe von mir gelesen zu haben. So muss das sein (wenns einmal läuft). Wir trafen uns übrigens in der kleinen Hinterzimmer-Galerie vom Terzo Mondo, wo meine liebe Freundin Irina eine Ausstellung mit ihren mystischen Gemälden eröffnete. Sie ist mit Herrn Hochhuth befreundet. Jedenfalls suchte er intensiv meinen Blick und sprach mich immer wieder so von der Seite an und ich antwortete natürlich höflich. So viele Männer fragen mich nun auch nicht nach meinen Interessen aus, ich weiß das zu schätzen. Auf jeden Fall kam das Gespräch sehr schnell auf Gustav und Alma. Also nicht meinen Großonkel Gustav und seine Schwester, meine Oma Alma, sondern Mahler. Bzw. Mahler-Werfel. Gropius wurde auch behandelt. Und Kokoschka. Na ja, der ganze Clan, bin da ja sehr im Thema. Ich konnte nach Herzenslust fachsimpeln, wann kommt das schon mal vor. Was wissen die jungen Leute heutzutage schon noch von Alma und Gustav Mahler. Jan hat uns beide fotografiert, während ich über Almas Schwangerschaft von Werfel mit dem unglücksseligen Sohn dozierte, der nur zehn Monate lebte und diese schlimme Krankheit hatte, wo man vorzeitig vergreist. Das wusste Hochhuth nicht, da konnte ich ungemein punkten! Wir haben uns jedenfalls exzellent unterhalten, während Jan uns knipste. Ich dachte, da käme Wunder was für eine Serie dabei raus, am Ende hat er nur ein Bild veröffentlicht, auf dem ich mich unvorteilhaft ausgeleuchtet finde. Ich sehe so alt aus wie ich bin, was für meine Begriffe nicht notwendigerweise der Fall sein muss. Bei günstiger Beleuchtung kann man da durchaus zehn Jahre (zu meinen Gunsten) rausholen. (Minimum!). Ich sehe gerade, ich schreibe hier unter die falsche Biildstrecke. Die Fotos von dem Abend im Terzo Mondo sind noch auf Halde, ich habe wieder einmal neigungsbedingt das Eine und das Andere vorgezogen – um mal endlich zu diesen Bildern hier zu kommen – weil es auch nicht so viele sind, und es auch ein sehr schöner Abend mit Maria im Lola war. Sie hat gesungen, das wusste ich ja, aber nicht, dass es eine Geburtstagsfeier ist. Die dunkelhaarige Frau in der Strecke, die auch singt, hat zum ersten mal überhaupt in ihrem Leben öffentlich gesungen, das hat sie gut gemeistert. Sehr apart waren die synchronen Tanzschritte von ihr und Maria. Sie haben zum Beispiel zusammen „The Boy is mine“ gegeben. Das Lied heißt eigentlich „The Girl is mine“ und ist im Original von – na – Dings – – – Michael Jackson und John – Paul McCartney. Maria hat wirklich wieder alles gegeben und wir haben fleißig mitgesungen und getanzt. Man könnte denken, sie hat mal als Animateurin auf einem Schiff gearbeitet, so routiniert hat sie das Publikum eingewickelt und zum Mitmachen bewegt. Großartig wie immer. Sie bedankt sich immer artig, dass ich gekommen bin, damit rührt sie mich. Ich sage dann Sachen wie „Es ist mir total egal, was du singst, von mir aus kannst du „Alle meine Entchen“ singen, mir völlig schnurzpiepegal – ich komme!“. Das muss als Eintrag nun reichen, ich habe noch andere Sachen in der Schleife. Vorgestern da bei polydeluxe im Rickenbackers, die Bilder gestern Abend hochgeladen, auch nicht hier erwähnt. Aber kommt noch. Ganz großes Indianerehrenwort.

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P.S. Die Tränen waren aufgeklebt – aber das bleibt bitte unter uns!

29. November 2016


Ich muss es leider sagen, auch wenn es den einen oder anderen schmerzt: was Heinrich Bolten-Baeckers an Lyrics für Paul LinckesFrau Luna“ abgeliefert hat, ist so ziemlich das Beste, was mir in den letzten Wochen vorgelegt worden ist. Wir haben die Songs auch gleich mal am Sonntag im „Kleinen Muck“ angetestet und ich muss sagen, die Lieder haben Schmiss! Sicher, die Pop- und Rocksongs, die der Komponist und Moderator C. mitgebracht hatte, waren auch nicht schlecht, aber was ist Michael Jacksons „Earth Song“ oder Dave Grohls „The Best“ gegen „Schlösser, die im Monde liegen“? Ich denke, an der Stelle erübrigt sich jede weitere Ausführung. Nun muss ich gestehen, dass ich an sich kein Freund der Operette bin (auch keine Freundin), aber hier haben wir potenzielle Evergreens vor uns, die jeder, auch mit seiner gewöhnlichen Stimmlage mitsingen kann. Im Gegenteil möchte ich sogar behaupten, dass die Lieder gewinnen, wenn sie mit normaler Stimme vorgetragen werden, so wie Hildegard Knef eben auch darauf verzichtet hat, sich unnötig in Tonlagen zu versteigen, in denen man ohnehin sein eigenes Wort nicht mehr versteht. Es war ein sehr gelungener Abend im Kleinen Muck, an den ich noch oft und gerne zurückdenke! Leider habe ich keine Schallplatte mit einer brauchbaren Aufnahme meiner neuen drei Lieblingslieder „Schenk mir doch ein kleines bißchen Liebe“, „Das ist die Berliner Luft“ und „Schlösser, die im Monde liegen“. Das ist sehr bedauerlich. Ich muss also darüber nachdenken, selbst eine Aufnahme einzusingen. Mit ein wenig Übung sollte das klappen!


https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265


Es kommt oft vor, daß unbedacht
ein Liebespärchen sich verkracht
Dann ist der Seelenkummer groß
Nun sitzt man da, was macht man bloß
Er pirscht sich leise an sie ‘ran
und sieht sie heimlich schmachtend an
Sie möchte auch nicht herzlos sein
und plötzlich singen sie zu zwein
Schenk’ mir doch ein kleines bißchen Liebe, Liebe
sei doch nicht so schlecht zu mir
Fühlst du nicht die innig, süßen Triebe, Triebe
wie mein Herz verlangt nach dir
Des Nachts, wenn alle Katzen grau
sucht sich der Kater eine Frau
Dann schleicht er liebeskrank ums Haus
und findet bald die Richt’ge ‘raus
Die Katzenjungfrau, tugendhaft
hat Angst vor so viel Leidenschaft
bis von der Töne Macht betört
sie ihren Kater doch erhört
Schenk’ mir doch ein kleines bißchen Liebe, Liebe
sei doch nicht so schlecht zu mir
Fühlst du nicht die innig, süßen Triebe, Triebe
wie mein Herz verlangt nach dir

Heinrich Bolten-Baeckers


Berlin! Hör‘ ich den Namen bloß
da muß vergnügt ich lachen
Wie kann man da für wenig Moos
den dicken Wilhelm machen
Warum läßt man auf märk’schem Sand
gern alle Puppen tanzen
Warum ist dort das Heimatland
der echte Berliner Pflanzen
Ja ja! Ja ja ! Ja ja ja ja!
Ja, ja, ja, das ist die Berliner Luft, Luft, Luft
so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft
wo nur selten was verpufft, pufft, pufft
in dem Duft, Duft, Duft
dieser Luft, Luft, Luft
Das macht die Berliner Luft
Ich frug ein Kind mit jelbe Schuh
Wie alt bist du denn, Kleene
Da sagt sie schnippisch: „Du? Nanu
ick werd‘ schon nächstens zehne!“
Doch fährt nach Britz sie mit Mama’n
da sagt die kleene Hexe
zum Schaffner von der Straßenbahn
Ick werd‘ erscht nächstens sechse
Ja ja! Ja ja ! Ja ja ja ja!
Ja, ja, ja, das ist die Berliner Luft, Luft, Luft
so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft
wo nur selten was verpufft, pufft, pufft
in dem Duft, Duft, Duft
dieser Luft, Luft, Luft
Das macht die Berliner Luft
Der richtige Berliner gibt
sich gastfrei und bescheiden
Drum ist er überall beliebt
und jeder mag ihn leiden
Wenn sonst man: „Mir kann keener“ sagt
so sagt in jedem Falle
wenn’s dem Berliner nicht behagt
er sanft: „Mir könn’se alle!“
Ja ja! Ja ja! Ja ja ja!
Ja, ja, ja, das ist die Berliner Luft, Luft, Luft
so mit ihrem holden Duft, Duft, Duft
wo nur selten was verpufft, pufft, pufft
in dem Duft, Duft, Duft
dieser Luft, Luft, Luft
Das macht die Berliner Luft
Heinrich Bolten-Baeckers


Blick doch um dich mit klaren, frohen Augen
Dann macht auch dir die Welt ein froh‘ Gesicht
Ei, sprich, wozu soll’n denn die Grillen taugen
Es ändert sich dadurch dein Schicksal nicht
Warum in ungewisse Fernen eilen
Es führt dich in Gefahr des Irrlichts Schein
Wo man dich liebt, nur da mußt du verweilen
Wo man dich liebt, nur kannst Du glücklich sein
Schlösser, die im Monde liegen
Bringen Kummer, lieber Schatz
Um im Glück dich einzuwiegen
Hast du auf der Erde Platz
Wenn Schnee und Eis die Erde rings bedecken
Ruht wie im Todesschlummer Wald und Flur
Doch naht der Lenz, dann wird sein Hauch erwecken
Zum neuen Leben herrlich die Natur
Und will dein Herz verzweifeln und verzagen
Bau auf die Zukunft frisch und wohlgemut
Der Sonnenschein folgt trüben Regentagen
Drum harre aus, es wird schon alles gut
Schlösser, die im Monde liegen
Bringen Kummer, lieber Schatz
Um im Glück dich einzuwiegen
Hast du auf der Erde Platz
Heinrich Bolten-Baeckers
P.S.: die Platte ist dann demnächst im gut sortierten Fachhandel zu finden unter „Gaga & die Kiezbarone“ (zwischen Franz Schubert und Gustav Mahler)

27. November 2016

Frau Nielsen notiert am Sonntag, 27. November 2016 in ihr kleines Tagebuch:
»Genug rübergeschaufelt für heute. Bin schon beim 26. Oktober 2016. Gerade einen meiner liebsten Einträge hierherkopiert. Wäre doch zu schade, wenn mein Großvater André Anno 1928 mit seiner Knickerbocker und der Schiebermütze und dem Golfpuck, oder was das Stöckchen auch immer vorstellen soll, hier nicht vertreten wäre. Ein Verlust. Ginge ja gar nicht. Bitte sehr, bitte gleich.« →

26. November 2016


Protokoll einer (virtuellen) Konversation zum Themenspektrum Foto-Trauma, Tantenkuss, Glasaugenpflege u. v. m. 24.11.2016. Mit C. (männl., 52), J. S. (männl., 63), I. R. (weibl., 35), D. H. (weibl., 51), L. G. (weibl., 111) sowie G. N. (meiner Wenigkeit, weibl., 51).
C.: Guten Morgen
G. N.: guten Morgen zurück!
J. S.: bin heute krank und daheim…
G. N.: awww
I. R.: Danke sehr, liebe Gaga, für Deine „ungeschminkten“ Fotografien. Als Gast warst Du sehr präsent, als Fotografin unsichtbar.
G. N.: ich amüsiere mich jedes mal wieder, wenn man mir das mit dem unsichtbaren Fotografieren sagt. Es scheint wohl zu stimmen. Besser als die Ansage „würden Sie bitte endlich aufhören, ständig zu fotografieren, die Gäste sind schon völlig gehemmt und fühlen sich beeinträchtigt. Die ersten gehen schon!!;-)
J. S.: schöne Bilder … auch 2 oder 3 von mir ..
G. N.: ich mache nur schöne Bilder von dir, Jan. Wenn du nicht so fotogen wärst, hätte ich mich nie mit dir getroffen! Das würde mich stark hemmen! Ich hätte ja noch gerne viel mehr von unserem Cosmic gemacht, aber es gab hier eine kleines Problem mit ein paar Reflexen und er war auch ein bißchen zugebaut aus meiner Perspektive, so frontal. Der Notenständer mit den Textblättern und noch dazu das Mikro hat ihn fast komplett verdeckt. Manchmal hat nur noch die Brille hervorgeguckt. Daher!
I. R.: Als Kind bin ich immer weggerannt, wenn mein Vater den Fotoapparat rausholte. Umso enttraumatisierender ist Deine Art. ;-)
G. N.: ich kenne das Problem. Man denkt in dem Moment nur darüber nach, wie man gucken soll und wirkt immer leicht verkrampft oder gekünstelt.
I. R.: Ja, als Erwachsene(r) stimmt das sicher. Als Kind wüßte ich nich, was der „wahre“ Grund war?
J. S.: Aneignung des eigenen Bildes durch einen anderen.
D. H.: der unmittelbar aufs foto folgende tantenkuss.
J. S.: schmatzend
D. H.: mit backenklemme
I. R.: Gruselig. Diese „netten“ Tanten. Das Trauma jeden Kindes. Eine hatte ein Glasauge. Ist aber schon lange tot. Familie kann so grausam sein. Damals hatte ich die Vorstellung, dass ich dem Glasaugentantchen mal eine meiner schönsten Murmeln reinstecke. Hab´mich aber nie getraut, es umzusetzen.
G. N.: kannst ja mal ein Bild malen, um das Tantentrauma zu verarbeiten….uhhhh
I. R.: Warum eigentlich nicht?! (Mal im Ernst, die hätten wir gut auf dem Jahrmarkt abgeben könnten als lebende Figur für die Geisterbahn.)
D. H.: es gibt so schöne murmeln! ich hab eine vorliebe für diese handwerklich gekonnten murmeln, die würden was hermachen!
I. R.: Prima. Einigen Mensch würden sie besser stehen, als Augen. Her damit! ;-)
D. H.: [ postet Foto von zwei schönen großen Murmeln ]
I. R.: oh, wie schön :-)
G. N.: oh ja! – ich hatte einen (Groß)onkel mit einem Glasauge, Gustav! Der war aber nicht eklig oder blöd, sondern sehr liebenswürdig. Hat auch keine Kinder gekniffen oder abgeschleckt. Gustav hat sein Auge verloren, als er bei einem Oldtimer (also heute Oldtimer, damals moderner Wagen) vorne gekurbelt hat, da war immer so eine Kurbel, und die war nicht richtig festgeschraubt und es ging im wahrsten Sinne des Wortes ins Auge! Hast du deine Glasaugentante mal ohne Glasauge gesehen? Nimmt man das manchmal zum Saubermachen raus? Ich glaube nicht, oder? Das macht man doch nur mit Gebiss! Eklige Vorstellung! Das ist Gustav als junger Mann, wo er noch beide Augen hatte! http://gaga.twoday.net/stories/3104201 Aber ich will meine echten noch eine Weile drinlassen!
D. H.: sehr schön, man kann sich lauter abenteuer vorstellen um mann und foto. in filmen werden die immer rausgenommen, die holzaugen im krieg, und fallen runter und kugeln unters sofa oder sowas, das geht bestimmt!
G. N.: Gustav war bestimmt ein Herzensbrecher
I. R.: Du erinnerst Dich noch an den Namen Deines Glasaugenonkels. Das ist schön. Mir ist nur dieses Auge in Erinnerung geblieben, ähnlich wie bei Alice im Wunderland die Grinsekatze nur aus Grinsen manchmal besteht… Igitt! Ne, das weiß ich gar nicht wie man diese künstlichen Augen pflegt. Rausnehmen? Will ich mir gar nicht vorstellen. Vermutlich gibt`s Tropfen?
G. N.: übrigens meine Erklärung für ins Erwachsenenalter reichendes Foto-Trauma: ich wurde mit meinem Bruder beim Fotografiert werden von meinem Vater immer dirigiert, es war nie ausreichend, einfach so zu sein und dazustehen, wie man ist und eben dasteht oder guckt, wie man eben guckt, man sollte so oder so oder so gucken und sich da und da hinstellen und so und so und so weiter und so fort. Das bedeutet, es wird einem natürlich gegebene Anmut abgesprochen, die ausreichend für ein schönes Foto wäre. „Erst wenn du das oder das machst, was du normalerweise nicht machst, entsteht ein sehenswertes Motiv, das würdig ist, verewigt zu werden.“ Und dementsprechend verkrampft sehen die Bilder dann auch aus und man gefällt sich nicht, weil man sich an die krampfige, unnatürliche Situation erinnerte, die nichts Spielerisches hatte, sondern nur zwanghaft war. Irgendwann hält man sich irrtümlicherweise für unfotogen, was totaler Quatsch ist. Ich habe mich ja in der Hinsicht ausgiebig selbst therapiert. Die Macke haben aber viele bis ins Erwachsenenalter. Und man muss ja auch zugeben, dass die meisten Fotos, die nicht gestellt entstehen, sondern als Schnappschüsse bei irgendwelchen events, wenn sie von Dilettanten gemacht werden, genauso grottig aussehen, wie die gestellten aus der Kinderzeit. Also abermals das Resümée, man wäre unfotogen.
D. H.: die kinderfotos mag ich inzwischen, weil sie mehr für eine vergangene zeit und die jugend stehen als für ein bestimmtes ideales selbstbild. aber nur die kinder fotos! ich bin nämlich wirklich unfotogen, sollte aber vielleicht auch mal einfach paar wochen lang immer selfies machen, dann bildet sich aus vielen bildern was neues vielleicht?
G. N.: ist auf jeden Fall lehrreich, sich selbst fotografisch auszuloten. Muss man ja nicht öffentlich http://machen.Es gibt bei jedem Kopf, egal wie schön, den einen oder anderen unvorteilhaften Winkel, den man ja nun nicht zelebrieren muss. Und die berühmte Schokoladenseite. Oder mehrere. Und das Licht ist natürlich wichtig, wie es einfällt, unvorteilhafte Schatten macht. Wenn es zu weit von oben kommt, die Nasenspitze ein Hitlerbärtchen wirft, was niemandem zum Vorteil gereicht etc. pp.
D. H.: so wie du das beschreibst, klingt das gesicht wie eine leinwand, das gefällt mir, also etwas, was noch zu gestalten ist und nicht schon so fest in raum und zeit hängt wie das selbstbild.
G. N.: so ist es auch. Du kannst innerhalb von Sekunden eine Serie schießen, wo du altersmäßig zwischen 30 und 55 mäanderst, wenn du dich einmal um die eigene Achse drehst. Teste es mal aus. Das entsprechende Licht sorgt für ein Vierteljahrhundert Alterung oder Verjüngung.
C.: interessante unterhaltung.wo ist denn hier der like-button…
G. N.: premium-content halt, wie immer!
J. N.: https://www.youtube.com/watch?v=OagFIQMs1tw
G. N.: but if you try you might get, what you need oder so ähnlich. rhabarber rhabarber
J. S.: oh yeah
G. N.: I try HARD!
J. S.: is just a kiss away
G. N.: das war mein Lieblingssong von den Glimmer Twins, Gimme shelter, Baby.
J. S.: https://www.youtube.com/watch?v=phxNVx3Jyq0
ist der beliebstete Song …
G. N.: bei mir auch! ich liebe den. Nervt nie. Aber nur die Studioaufnahme und keine Coverversion. Patti Smith hat sich dran versucht, das war wohl nix. Vergleichsweise lahm.
J. S.: die ist mit DIR
https://www.youtube.com/watch?v=edV1Px8NHk4
G. N.: beschissene Audioqualität bei der Aufnahme, aber ich hatte schon einen super Auftritt. Obwohl ich den gestreiften Strampelanzug wahrscheinlich nicht nochmal tragen werde. Er trägt doch etwas auf!
J. S.: die Schuhe erst!!!!
trippel trippel
G. N.: PORNO!!!
dachte eben, dass meine kleine Gagaschwester ganz schön klein sein muss, wenn Sie mit den Riesenhacken gerade mal so groß wie Mick ist – und der ist ja bekanntlich auch kein Riese! oh süß – 155 Zentimeter, gerade gegogelt – passt in jede Handtasche, die Kleine!
J. S.: gerade gegooglet
G. N.: jahaa gegoooooooogelt
du Oberlehrer du!
J. S.: scharwenzeln
GrammatikVerb · scharwenzelte, ist/hat scharwenzelt
Nebenform scharwänzeln · Verb · scharwänzelte, ist/hat scharwänzelt
Worttrennungschar-wen-zeln; schar-wän-zeln (computergeneriert)
HerkunftTschechisch
eWDG, 1974
Bedeutung
umgangssprachlich, abwertend sich übereifrig, unterwürfig um jmdn. bemühen, liebedienern
Beispiele:
er ist, hat die ganze Zeit um seinen Chef, um die Damen scharwenzelt
Wir sind Schweizer und verstehen uns nicht auf das Scharwenzeln bei Hofe [Ric. HuchConfalonieri49]
G. N.: ist das jetzt unsere Hausaufgabe, das auswendig zu lernen und morgen fragst du ab?
J. S.: genau… wenzel = der Bub
G. N.: „liebedienern“ ist ein tolles Wort, das muss ich mir gleich ins Vokabelheft reinschreiben!
C.: Wenn ihr Lust habt. Am Samstag machen wir nun zum vierten mal „Mucke im Muck“ – ist ein Experimentierfeld in der Kiezkneipe. Piotr und ich spielen Rückert-Songs und mischen dass mit Coversongs. Mitsingen erwünscht. Diesmal kommen noch zwei alte Herren, ich nenne Sie mal Kiezbarone, die machen ein Paul-Lincke-Spezial. Also ein bunter Abend. Geht immer von 18 – 21 Uhr. Adresse ist die Schützenstrasse 15, 12165 Steglitz.
J. S.: bei mir um die Ecke
I. R.: Bei mir nicht um die Ecke, dennoch vielleicht schaffe ich es. Wer weiß.
C.: machen wir ca. alle 4 – 6 Wochen…
D. H.: An sich gern, bin aber halb ins b-flat verabredet zu howe gelb, vielleicht das nächste mal? Eigentlich nur wegen dem namen: howe gelb!
C.: ja gerne. also das soll kontinuierlich laufen und wachsen…
D. H.: Aber Rückert hats mir angetan, hab den sogar noch fotografiert auf dem Heimweg neulich. [ postet lauschiges Foto von Rückert-Straßenschild, nächtens in Mitte ]
C.: ahh :-)
G. N.: den „Rückert-Heimweg“ kenn ich nur zu gut… (in da hood…) freu mich auch jedes mal drüber… und muss an dich denken, Cosmic. (immer auf dem Weg zur Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und) zurück – Querstr. zur Linien). Und danke für den Paul-Lincke-Kiez-Kneipe-Tipp am Samstag, das klingt sehr launig – Jan, Irina, wollen wir uns das mal angucken und mitsingen? ich hab am Sa. noch nix vor! Hey Doro! „Hal comes all the way from Arizona…!“ Good choice anyway – guck gerade youtube, der hat da einiges. Bin nun schwer ins Schleudern geraten, B-Flat ist ja praktisch von mir zum Rüberspucken. Andererseits: SUPPORT YOUR LOCAL HEROES! Mr Gelb ist schon cool. muy sympatico https://www.youtube.com/watch?v=sAIiNgbjpLY
(wobei der Kinnbart für meinen Geschmack 6 Millimeter zu lang ist!) (außerdem hasse ich Fernbeziehungen!) (die stets zu wahrende Distanz hat sich bitte innerhalb der Stadtgrenzen von Berlin abzuspielen)
D. H.: Und du hast dann immer einen Hut im Weg, den hat er sonst immer auf.
G. N.: (außerdem tritt er mit Mütze auf, da bin ich raus!)
D. H.: :)
G. N.: das haben wir gerade gleichzeitig gepostet – Telepathie – !!! Lass uns heiraten! (Aber jeder behält bitte seine Wohnung!)
D. H.: Nee, hatte ich schon!
G. N.: MICH hattest du noch NICHT!
D. H.: Nee, das wüsste ich
G. N.: ebendrum, bin außerdem leider immer noch nicht lesbisch oder bi (nächstes Leben, versprochen!)
D. H.: Sag ich auch immer! Obwohl… ach, alte Zeiten.
G. N.: wat? – nächstes Leben?
D. H.: Jau
G. N.: aber erst mal das bis zur süßen Neige auskosten:-)
L. G.: Sehe ich wieder jetzt erst diese hoch interessanten Sachen! :)
G. N.: überlege, ob ich das in einem Blogeintrag verwurste!
D. H.: Yes please!! ich hab heut Nacht spontan auch schon einen angefangen, aber bin ganz schnell ins schwimmen gekommen – mit Fotogenität und dem Salat drumrum.
G. N.: hat irgendjemand Einwände? Ich anonymisiere die Namen dergestalt, dass ich nur eure Initialen poste. Bei Cosmic nur C., wegen der Verwechslungsgefahr mit mir! Wer etwas dagegen hervorzubringen hat, dass dieser Strang und ein Blogeintrag die Ehe eingehen, spreche jetzt oder schweige für immer!

24. November 2016


Frau Nielsen & Herr Sobottka. Sehr unterschiedlicher Ansatz. (dirigiert nie / dirigiert gerne) Beim Ergebnis dann doch oft einer Meinung. Besonders, wenn es um andere Fotografen und deren Ergebnisse geht. Noch dazu beim Abgleich von hinzugezogenem Equipment, Aufwand und Logistik. Muss jeder für sich entscheiden. Das einzige, wo mir immer wieder mal nach Dirigieren wäre, ist die freie Sichtachse und die Wahl der Kleidung. Schwierig finde ich alles, was punktuelle Reflexe verursacht und damit an unerwünschter Stelle im Bild zum Hingucker wird. Schmuckanhänger, Brillengläser. Alles was zuviel von der Person verdeckt. Unförmige Kleidung, Unsinnig im Weg stehendes Zeug, das die freie Sichachse nimmt. Grüne Bierflaschen, 1,5-Liter-Wasser-Plastikflaschen, Mikro flächendeckend vorm Gesicht, unruhiger Hintergrund, schlimmstenfalls eine Fensterscheibe. Wer kennt sie nicht, diese Probleme. Der Künstler! Der hat andere Sorgen. Man sollte vielleicht doch ein wenig dirigieren. Zumindest, was das angeht. Ich versuche immer, mit der gegebenen Situation zurechtzukommen, das ist nicht immer einfach. Meine Befürchtung, wenn ich in die gegebenen Zustände eingreife, ist eine zu starke Irritation, und damit Befangenheit auszulösen, so leide ich still vor mich hin und ärgere mich im Nachhinein, dass ich rücksichtsvoller Höflichkeit halber, nichts unternommen habe. Ist aber auch schwierig. Das müsste im Grunde alles weit vorher geklärt werden. Ich meine Dinge wie Bühnenoutfit und Setting. Hin und wieder habe ich schon kurzerhand kleinere Bühnen geentert und Flaschen von Tischen auf den Boden verfrachtet, um nicht ständig den Flaschenhals von einem Becks oder weiß der Kuckuck vorm Objektiv zu haben. Aber man kann ja schlecht eine Minute vor dem Auftritt jemanden bitten, lieb gewonnene Accessoires abzulegen. Das fühlt sich schon sehr grenzüberschreitend an. Wobei ich ja noch die schlagenderen Argumente habe, ich denke immer an das Bild. Ich weiß genau, was da vorteilhaft oder unvorteilhaft wirkt. Muss ihn mal fragen, ob er schon mal jemanden bei einer öffentlichen Gelegenheit gebeten hat, für Bilder kurzfristig etwas an der Kleidung zu ändern. Ist ja schon übergriffig. Erzähl mal, Jan.

24. November 2016

https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265

Was mich durchaus rührte – als Cosmic seinen Auftritt mit den Worten eröffnete: Gaga Nielsen ruft – und ich komme. War nicht meine schlechteste Idee. Ich erwähnte es bereits an anderer Stelle, dass ich an manche und manchen dachte, sie oder ihn in diesen zweiten Salon in der Auguststraße einzuladen, um ein paar Songs zu spielen. Aber an Cosmic zuerst. So sei es. So war es.

20. November 2016

Bin sehr gespannt, was Cosmic heute Nachmittag spielen wird. Wir haben uns kurz darüber ausgetauscht, aber es bleibt eine Überraschung. Kann mich kaum erinnern, von ihm gecoverte Songs gehört zu haben. Einmal spielte er bei einem Gig einen Song von Jeff Buckley, und bei einem anderen als Zugabe ein Medley, das in den Refrain von Hey Jude überging, und das wars dann auch mit Coverversionen. Er hat mir erzählt, dass er in letzter Zeit Spaß am Covern hat und neben eigenen Songs ein paar Sachen vorbereitet hat. Sehr interessante Mischung, – u. a. waren Iggy Pop, Michael Jackson. Neil Young (Indian Givers) und die Foo Fighters (The Best) auf seiner Liste, und ein Song, den Hannes Wader, Reinhard Mey und Konstantin Wecker gemeinsam auf der Bühne gespielt haben. Aber was am Ende dabei ist, bleibt ein Osterei. Jedenfalls zeigt diese Mischung, dass Cosmic sehr ‚breit aufgestellt‘ ist. Wir haben uns ziemlich genau ein Jahr nicht mehr gesehen, nur ab und zu kürzere messages ausgetauscht. Als ich neulich bei dem ersten Kunstsalon war und Irina mir erzählte, dass sie beim nächsten gerne Live-Musik dabei hätten, dachte ich an einige, aber als erstes an Cosmic. Wir müssen mal gucken, wie das mit der Lautstärke ist. Findet ja in einer Atelierwohnung statt. Aber was kann man am Sonntagnachmittag dagegen haben, wenn unter oder über einem gepflegt musiziert wird. Ich habe Cosmic auch zwei Songs vorgeschlagen, den einen mochte er gleich, der ist aber nicht so ganz einfach, mit schönem Fingerpicking, wenn man es sich nicht zu einfach macht. Und der andere ist von einem Songschreiber, mit dem er auf Kriegsfuß steht, aber das Lied ist trotzdem großartig. Aber unwahrscheinlich, dass er das eine schon kann oder das andere in Betracht zieht. Egal, ich freue mich.

19. November 2016

Spüre gerade, was Halbwertzeit (auch) in der Blog-Dimension bedeutet. Kaum sind die Ereignisse eine Woche her, wird kaum jemand zurückblättern. Man ist ja auch viel zu sehr damit befasst, sein eigenes Leben wahrzunehmen. Und das ist vielleicht – ja bestimmt – auch gut so. Natürlich sind bei mir erlesenere Perlen und Preziosen als bei vielen anderen aufzustöbern. Aber das ist nun meine eigene Schuld, dass ich dieses Pulver auf facebook verschossen habe, komplett vorbei an meinen langjährigen Lesern hier. Einiges wurde dort – für mich überraschend (in Anbetracht meiner zahlenmäßig doch eher vergleichsweise geringfügigen Vernetzung), häufig geliked, wie mein Kommentar zum nordamerikanischen Wahlergebnis. Ich postete u. a. das hier, ein Foto, das mich in einem Pressekonferenz-artigen Szenario mit Mikro und Sektglas zeigt (hervorragende Flaschengärung pinot noir von Herrn Zurbrüggens sehr guter Catering-Firma Balthazar – kriege leider kein Geld für diese Erwähnung und auch keine Kiste von dem guten Tropfen, egal), mit dem Zitat des Siegers dieser Wahl, das er am Vorabend, bevor das Ergebnis bekannt war, abgeschossen hatte. „Ich weiß noch nicht, ob ich das Wahlergebnis anerkenne“. Und auch andere fanden so sehr schöne Sachen, wie zum Beispiel diese gif-Animation von Prince, der fassungslos mit schmerzlichem Antlitz den Kopf hin- und herwiegt. Was soll ich sagen. Ich habe natürlich immer nur die allerschönsten Sachen verbreitet. Auch Gedankengänge, die nicht so völlig unsinnig waren oder schöne Zitate. Aber eben an jenem Ort, wo es nie wieder aufzufinden ist. Wer scrollt schon eine facebook-timeline nach unten. O.k. – es mag sein, nein – es ist so – dass es ein familiäres Gefühl bei den Freunden und Bekannten verdichtet, auf die Schnelle dort Befindlichkeiten als Statusmeldung abzusetzen . Das ist ja auch der Anspruch dieser Plattform, und das funktioniert. Und das ist schön und wunderbar und ein Phänomen unserer in vielen Aspekten auch wundervollen Zeit. Aber ich bin darüberhinaus auch noch eine (über die Jahre etwas eitel gewordene) Bloggerin, die nicht hinnehmen kann, das besonders schön formulierte Erkenntnisse, die auf dem eigenen Mist gewachsen sind, nach sehr schneller Zeit (- gefühlt -) verschwinden. Also versuche ich das jetzt irgendwie aufzufangen und aufzuhalten. Diesen Schwund. Und ja sicher – die wenigsten schreiben hingebungsvolle Zeilen in ihre timeline, es werden Bilder gepostet, qualitativ überwiegend anspruchslos, aber man kennt die Leute halt, die drauf sind, auch das hat eine eigene Qualität von Klebstoff. Hier und da ein Empfehlungslink, irgendein Zitat in großer Typo formatiert. Alles legitim. Aber ich komme eben von dieser anderen Ecke. Natürlich habe ich das nicht vergessen, dass vor elf Jahren Zitate (u. a. v. mir) im Museum für Kommunikation auf Bodenplatten gedruckt wurden, in dieser Ausstellung zur Geschichte des Tagebuchschreibens. Da fühlt man sich geadelt. Und das darf man auch, zumal wenn man nicht als ausgewiesene Dichterin oder Autorin angetreten ist, und sich neben Virginia Woolf und Kafka und Frau Wander findet. Das können einige meiner Leser/innen hier auch nachempfinden, denn ich war ja nun nicht die einzige. Und das waren eben keine zwischen Tür und Angel hingeschluderten timeline-postings auf facebook, sondern hingebungsvolle Gedanken, wo man sich dreimal überlegt hat, ob man es so oder so oder so – oder vielleicht doch so formuliert und dann erst veröffentlicht. Das ist wahrscheinlich der Unterschied. So hat jeder seinen kleinen Stolz in dieser oder jenen Hinsicht. Idealerweise sollte man die doch sehr unterschiedlichen Medien und Plattformen nicht miteinander vergleichen. Beides, alles, hat seine Berechtigung. Ich leiste auch keinen albernen Schwur, dass ich dort nichts mehr veröffentliche. Das wäre ja auch zu kindisch. Aber ich will mein Wohnzimmer hier nicht mehr in einen längeren unfreiwilligen Dornröschenschlaf legen. Jetzt muss ich eben abstauben. Und das ist ein bißchen mühselig. Nicht die Art Beschäftigung, die irgendwer liebt. Aber immerin habe ich schon wieder Freude an dem, was ich hier in den letzten Tagen nachgearbeitet habe. Es sieht einfach auch schön aus. Man sollte die Wirkung der visuellen Eindrücke, denen man sich aussetzt, und die man selbst verursacht, niemals leichtfertig gering schätzen.

19. November 2016

Spüre gerade, was Halbwertzeit (auch) in der Blog-Dimension bedeutet. Kaum sind die Ereignisse eine Woche her, wird kaum jemand zurückblättern. Man ist ja auch viel zu sehr damit befasst, sein eigenes Leben wahrzunehmen. Und das ist vielleicht – ja bestimmt – auch gut so. Natürlich sind bei mir erlesenere Perlen und Preziosen als bei vielen anderen aufzustöbern. Aber das ist nun meine eigene Schuld, dass ich dieses Pulver auf facebook verschossen habe, komplett vorbei an meinen langjährigen Lesern hier. Einiges wurde dort – für mich überraschend (in Anbetracht meiner zahlenmäßig doch eher vergleichsweise geringfügigen Vernetzung), häufig geliked, wie mein Kommentar zum nordamerikanischen Wahlergebnis. Ich postete u. a. das hier, ein Foto, das mich in einem Pressekonferenz-artigen Szenario mit Mikro und Sektglas zeigt (hervorragende Flaschengärung pinot noir von Herrn Zurbrüggens sehr guter Catering-Firma Balthazar – kriege leider kein Geld für diese Erwähnung und auch keine Kiste von dem guten Tropfen, egal), mit dem Zitat des Siegers dieser Wahl, das er am Vorabend, bevor das Ergebnis bekannt war, abgeschossen hatte. „Ich weiß noch nicht, ob ich das Wahlergebnis anerkenne“. Und auch andere fanden so sehr schöne Sachen, wie zum Beispiel diese gif-Animation von Prince, der fassungslos mit schmerzlichem Antlitz den Kopf hin- und herwiegt. Was soll ich sagen. Ich habe natürlich immer nur die allerschönsten Sachen verbreitet. Auch Gedankengänge, die nicht so völlig unsinnig waren oder schöne Zitate. Aber eben an jenem Ort, wo es nie wieder aufzufinden ist. Wer scrollt schon eine facebook-timeline nach unten. O.k. – es mag sein, nein – es ist so – dass es ein familiäres Gefühl bei den Freunden und Bekannten verdichtet, auf die Schnelle dort Befindlichkeiten als Statusmeldung abzusetzen . Das ist ja auch der Anspruch dieser Plattform, und das funktioniert. Und das ist schön und wunderbar und ein Phänomen unserer in vielen Aspekten auch wundervollen Zeit. Aber ich bin darüberhinaus auch noch eine (über die Jahre etwas eitel gewordene) Bloggerin, die nicht hinnehmen kann, das besonders schön formulierte Erkenntnisse, die auf dem eigenen Mist gewachsen sind, nach sehr schneller Zeit (- gefühlt -) verschwinden. Also versuche ich das jetzt irgendwie aufzufangen und aufzuhalten. Diesen Schwund. Und ja sicher – die wenigsten schreiben hingebungsvolle Zeilen in ihre timeline, es werden Bilder gepostet, qualitativ überwiegend anspruchslos, aber man kennt die Leute halt, die drauf sind, auch das hat eine eigene Qualität von Klebstoff. Hier und da ein Empfehlungslink, irgendein Zitat in großer Typo formatiert. Alles legitim. Aber ich komme eben von dieser anderen Ecke. Natürlich habe ich das nicht vergessen, dass vor elf Jahren Zitate (u. a. v. mir) im Museum für Kommunikation auf Bodenplatten gedruckt wurden, in dieser Ausstellung zur Geschichte des Tagebuchschreibens. Da fühlt man sich geadelt. Und das darf man auch, zumal wenn man nicht als ausgewiesene Dichterin oder Autorin angetreten ist, und sich neben Virginia Woolf und Kafka und Frau Wander findet. Das können einige meiner Leser/innen hier auch nachempfinden, denn ich war ja nun nicht die einzige. Und das waren eben keine zwischen Tür und Angel hingeschluderten timeline-postings auf facebook, sondern hingebungsvolle Gedanken, wo man sich dreimal überlegt hat, ob man es so oder so oder so – oder vielleicht doch so formuliert und dann erst veröffentlicht. Das ist wahrscheinlich der Unterschied. So hat jeder seinen kleinen Stolz in dieser oder jenen Hinsicht. Idealerweise sollte man die doch sehr unterschiedlichen Medien und Plattformen nicht miteinander vergleichen. Beides, alles, hat seine Berechtigung. Ich leiste auch keinen albernen Schwur, dass ich dort nichts mehr veröffentliche. Das wäre ja auch zu kindisch. Aber ich will mein Wohnzimmer hier nicht mehr in einen längeren unfreiwilligen Dornröschenschlaf legen. Jetzt muss ich eben abstauben. Und das ist ein bißchen mühselig. Nicht die Art Beschäftigung, die irgendwer liebt. Aber immerin habe ich schon wieder Freude an dem, was ich hier in den letzten Tagen nachgearbeitet habe. Es sieht einfach auch schön aus. Man sollte die Wirkung der visuellen Eindrücke, denen man sich aussetzt, und die man selbst verursacht, niemals leichtfertig gering schätzen.

17. November 2016


Meta meta – für meine beiden drei Leser, die mitbekommen, dass die Seite hier seit gestern mehrmals am Tag upgedatet wird – mein Blog wächst seit gestern (vorrangig) zeitlich nach hinten. Es wächst gewissermaßen zusammen, was zusammengehört. Ich copypaste eine Reihe von Einträgen, die mir – ich muss es so sagen – (ausschließlich) auf facebook unterlaufen sind. War keine bewusste Absicht, es ist einfach passiert, weil ich eh auf der Seite war und die Gedanken sich auf die Schnelle ins erstbeste Fenster vor meiner Nase materialisierten. Zunehmend in einer derart zeitlichen Dichte, dass ich irgendwann zu bequem war, jeglichen kurzen Einfall parallel als Blogeintrag zu posten. Aber ich hole das nach. Ist zumindest im Moment meine Absicht, und einiges habe ich auch schon hier eingearbeitet. Da ich sowieso gerade ein klein wenig das Gefühl habe, mein geistiges und auch sonstiges Pulver verschossen zu haben, verausgabe ich mich nicht mit neuen Mitteilungen – und wenn – dann hier. Vieles kam mir in letzter Zeit schon redundant vor. Ältere Bilder gepostet, die zwar sehenswert sind, aber mir bewusst machten, dass ich sie schon mehrfach veröffentlicht hatte. Ich kultiviere ab sofort auch erst einmal keine doppelte Buchführung mehr. Meine Seite bei facebook erscheint nun leer, weil ich sämtliche Einträge auf den Sichtbarkeits-Status „only me“ gesetzt habe. Ausnahmen sind nur Bilder, die namentliche tags haben, die erscheinen dann vereinzelt, wenn es freigeschaltet wurde, bei den Getaggten auf deren timeline. Mag sein, dass das ein paar liebe Menschen irritiert hat, da ich es bis jetzt nicht großartig erklärt habe. Es gibt keine handverlesene Auswahl von Freunden, die etwa noch etwas sehen würden und andere, die gähnende Leere vor sich hätten. Selbst ICH sehe nichts, weil ich es nicht sehen will. Überall dieselbe Einstellung ‚hide from timeline‘. Nur wenn ich zu diesem Folder „your posts“ gehe, ist die ganze Chronologie der Einträge für mich sichtbar. Von der Stelle habe ich auch alles kopiert. Gibt jetzt eine reine Textdatei, die ich als etwas umfangreichere Hausaufgabe abarbeite. Copypasten bis usw . Wenn die leer ist, sprich: ich meine Hausaufgaben gemacht habe, sehe ich weiter. Heute als erstes eine Hand voll offline-Einträge hier auf twoday online gesetzt, die ich bislang als unfertig betrachtet hatte, weil nur ein Link zu einer Bildstrecke darin war. Ich werde das nicht mehr mit epischen Erlebnisaufsätzen nacharbeiten. Es sei denn, mich drängt irgendeine Erinnerung. Die jetzt erst veröffentlichten alten offline-Einträge datieren ungefähr bis Mai 2015 zurück. Es waren eher wenige, vier oder fünf Bildstrecken. Kommen aber noch einige hinzu. Ich war in diesem Jahr viel unterwegs und hatte kaum Zeit, alles zu verarbeiten. Die meisten Bildstrecken sind immerhin doch schon auf flickr. Fleißig war ich ja schon immer. So, genug erklärt jetzt. Ich mache mal weiter. Hier, in diesem sentimentalen Theater.

16. November 2016


https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265

»Außerdem war Rilke auch ein Salonlöwe. Er hatte nie das Gefühl, bei intellektuellen Soireen oder literarischen Tees nur seine Zeit zu vergeuden. Dort pries er enthusiastisch die sprachlichen Schönheiten, die er bei der Übersetzung von Anna de Noailles aufspürte. Für ihn stellte sie das Äußerste an ästhetischer Kühnheit dar, während sie heute nur noch als Beispiel eines schriftstellerischen Laubsägestils gilt. Rilke hingegen machte ihr Reimgeklingel glücklich.«

Claire Goll, „Ich verzeihe keinem“, Seite 67

16. November 2016


https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265

»Außerdem war Rilke auch ein Salonlöwe. Er hatte nie das Gefühl, bei intellektuellen Soireen oder literarischen Tees nur seine Zeit zu vergeuden. Dort pries er enthusiastisch die sprachlichen Schönheiten, die er bei der Übersetzung von Anna de Noailles aufspürte. Für ihn stellte sie das Äußerste an ästhetischer Kühnheit dar, während sie heute nur noch als Beispiel eines schriftstellerischen Laubsägestils gilt. Rilke hingegen machte ihr Reimgeklingel glücklich.«

Claire Goll, „Ich verzeihe keinem“, Seite 67

14. November 2016

„(…) wenn der Mond in den Wolken seine Dienstreise macht…“
(und wieso macht fb in letzter Zeit bei kurzen Botschaften diese überaus aufdringlich große Typo? Aha, kaum zwei Worte mehr, beruhigt sich die Sache. Möchte-gern-Twitter?)

14. November 2016

Velleicht wäre es angemessen, vorrangig – oder nur noch – Aufnahmen derer zu zeigen, die sich explizit (natürlich positiv, was sonst) dazu geäußert haben. Wie würde diese Hitparade aussehen? Nicht uninteressant. Im Grunde sogar so interessant, dass ich es zu prätentiös fände, hier Namen zu nennen. Das ist wahrscheinlich meine größte Baustelle. Haha. Man würde womöglich der Übertreibung bezichtigt. Frau Nielsen schweigt und genießt. Und ärgert sich manchmal ein bißchen. Sei’s drum. Scheiß drauf.

14. November 2016

HEDWIG ist zurück aus Hamburg und jeweils am 16., 17., 18. und 19. November letztmalig in diesem Jahr in Berlin im BKA-Theater zu sehen – was sage ich – zu bewundern. Wenn Sie das auch live erleben wollen, gehen Sie hin. Le Ratzke ist die beste Hedwig, die man sich vorstellen kann. Wer ihn einmal in der Rolle gesehen hat, und danach auf youtube die anderen Darsteller sieht, die sich daran versucht haben, wird verstehen, was ich meine. Don’t miss it. Und Maria und die großartigen Musiker Florian Friedrich, Sebastian Gampert, Hans Schlotter und Jakob Nebel sind selbstverständlich auch wieder dabei. Es ist wundervoll.