16-12-31 VAMOS (2)
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Zuerst fünf vor zwölf zu Maria, die war schon mit ihrem Liebsten auf dem Dach und hörte die Klingel nicht mehr. So schade. Dann Punkt Mitternacht durch Böller und Feuerwerk über Straßen zur leeren U-Bahn, um Richtung Paris Bar zu fahren, wo Ina sein würde. Sie kam später, um einiges, Manfred auch dabei. Großartige Musik zum Tanzen. Sie saß am Tisch von Michel und seinen Begleitern, ich setzte mich dazu, wenn ich nicht gerade tanzte. Tanzwütige alte Herren, gut gekleidete Paradiesvögel, es war ein unerwartet großes Vergnügen. Man trank Champagner. Was auch sonst. Größte Erheiterung, als ein männlicher Tänzer mich fragt, ob ich ein Rockstar sei. Ich sähe so aus. Hatte wohl mit meiner speziellen Art, bühnenraumgreifend und sehr rhythmusbetont auch im Beckenbereich, durch die Paris-Bar zu tanzen, zu tun. Ina fand das eine angemessene Betitelung für mich. Und dann noch mein knöchellanger schwarzer Lurex-Glitzermantel. Huiuiui. Als ich sehr viel später ging: „oh…. schade… der Rockstar geht.“. Michel Würthle wie man ihn kennt, erstklassig gestylt, bis zum Einstecktuch, von Kopf bis Fuß. Beeindruckend. Ich mochte ihn schon immer. Nur kurze Konversation, Feuer geben etc., aber klarer Blickkontakt. Ina ließ sich auch beflirten, ich nicht minder. Aber allein nach Hause.

6 Antworten auf „01. Januar 2017

  1. wir beide müssen mal tanzen gehen…. und Ina kommt mit. Was mir heute auch so durch den Kopf ging – (ich war an diesem Silvesterabend entweder ohne Kamera unterwegs oder ließ sie in meiner Tasche, weil ich es unangemessen gefunden hätte, herumzufotografieren, obgleich ich beinah perplex vor Faszination über die unfassbar elegant gegkleideten Gäste war, vor allem bei den Herrn fiel es auf. So gut geschnittene Anzüge, so viele Männer im Smoking, wo sieht man das schon, heutzutage…) jedenfalls waren nur zwei Gäste da, die mich mit einer Kamera verbinden, Ina und unser gemeinsamer Freund, der Galerist Manfred Carpentier. Alle anderen haben mich einfach so wahrgenommen, und der eindringlichste Eindruck war zwangsläufig, dass da jemand sehr gerne tanzt und ab und zu auch mitsingt. Ich mochte diese Situation und Wahrnehmung. Man kann sich auch reduziert fühlen, wenn man für alle die Frau mit der Kamera ist. Obgleich ich es auch hin und wieder hingekriegt habe, beides zu verbinden, Fotografieren und Tanzen. Ein Teil von dem Ganzen zu sein, ist ja sowieso mein Herzensanliegen. Tatsächlich habe ich es seit jenem Abend sehr eingeschränkt, noch mehr als früher, wo ich mich mit meiner Kamera hinbewege. Aber nicht nur dieser Abend war dafür der Auslöser – ich scheue Wiederholungen. Wenn man bereits BEVOR man die Kamera anmacht, ein déjà-vu hat, stellt sich die Frage nach dem Sinn. Ein weiterer interessanter Abend war im Tipi, dem Zelt am Kanzleramt, Sven Ratzke spielte seine weltweit gefeierte Starman-Show und Maria und ich konnten so rein, da sie zuletzt mit Sven mit HEDWIG auf Tour war. Anschließend saßen wir noch in trauter Runde und tranken und plauderten Das war derart persönlich, dass man eigentlich gerne Erinnerungen davon hätte, aber andererseits war es genau die Art Situation, wo ich niemals anfangen würde, einfach zu fotografieren. Zu privat. Ach, viel könnte man erzählen. Aber Indiskretion ist auch nicht mein Stil. Ich muss warten, bis ich so alt bin wie Claire Goll. Dann kommt alles auf den Tisch!

  2. Zusammen tanzen zu gehen, ist eine verlockende Idee – ich fürchte nur, ich habe nicht das richtige Outfit für die Paris Bar.

  3. ich meinte nicht in die Paris Bar, da wird ja normalerweise nicht getanzt, geraucht auch nicht, das war die große Ausnahme zu Silvester. Selbst wenn, gäbe es keinen ausgewiesenen Dresscode. Ich habe auch keine feste Adresse, wo ich hingehe. Wenn die Musik schön ist und es eine Fläche gibt, mache ich aber schnell mit. Wir könnten aber mal zum Sommerfest vom LCB Berlin, da kann man schön im Kaminzimmer tanzen, haben wir schon oft und gerne gemacht. Tanzwütiges Publikum, diese Literaten! Oh, sehe gerade, das ist diesmal am 2 Sept., da hab ich schon was vor…

  4. ich ordere Besserung. Die SOEHT7-Geschichte ist ja noch ein Weilchen hin. Habe gerade einen Artikel dazu für die Sommer-Ausgabe des Fotografie-Magazins Brennpunkt geschrieben. Fand ich auch sehr interessant, über Jan und mich einen Artikel zu schreiben, als ginge es nicht um mich selbst darin. Interessante Erfahrung. Zumal auch irgendwie ein Privileg, selbst zu steuern, WAS über einen in so einer Fachpublikation steht. Ging mir flott von der Hand;-) Ich poste das hier, wenn die Ausgabe im Handel ist und in den Museen und Galerien liegt!

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