[ Erwähnung im nachfolgend verlinkten (von mir verfassten) Text finden: Rolf Hochhuth, Irina Rosanowski, Jan Sobottka, Gustav Mahler, Alma Mahler-Werfel, Walter Gropius, Oskar Kokoschka, Maria Schuster, eine Nachwuchssängerin, Michael Jackson und Paul McCartney…]

Muss ich denn immer Text abliefern? Nein, muss ich nicht. Nur kein Stress. Ich glaube, bei facebook wissen einige immer noch nicht, dass ich die Tastatur nicht nur zum Fotos taggen benutze. Egal. So spare ich mir epische Erläuterungen, was es mit meinen Verabredungen auf sich hat. Wobei mir ja Rolf Hochhuth neulich unter vier Augen – ja, ich muss hier mal ein bißchen angeben – gepredigt hat, ich bräuchte ein Buch. Ich habe ihm erklärt, was ein Blog ist, und dass ich da reinschreibe und so weiter und so fort, er war recht interessiert. Ja, was ich denn da schreibe. „Sehr persönlich.“ lautete meine Antwort. „Zum Beispiel schreibe ich vielleicht darüber, dass wir beide uns unterhalten haben.“ Hochhuth mit beschwörender Miene: „Das wäre mir eine EHRE!“ (läuft) Ich weiter: „Und dann mache ich ja auch noch Bilder.“ „Malen Sie?“ „Ja, auch, aber ich meine Fotos.“ Er: „Na, umso besser! Das ist ja NOCH besser!“ Er war sofort überzeugt, ohne auch nur eine Silbe von mir gelesen zu haben. So muss das sein (wenns einmal läuft). Wir trafen uns übrigens in der kleinen Hinterzimmer-Galerie vom Terzo Mondo, wo meine liebe Freundin Irina eine Ausstellung mit ihren mystischen Gemälden eröffnete. Sie ist mit Herrn Hochhuth befreundet. Jedenfalls suchte er intensiv meinen Blick und sprach mich immer wieder so von der Seite an und ich antwortete natürlich höflich. So viele Männer fragen mich nun auch nicht nach meinen Interessen aus, ich weiß das zu schätzen. Auf jeden Fall kam das Gespräch sehr schnell auf Gustav und Alma. Also nicht meinen Großonkel Gustav und seine Schwester, meine Oma Alma, sondern Mahler. Bzw. Mahler-Werfel. Gropius wurde auch behandelt. Und Kokoschka. Na ja, der ganze Clan, bin da ja sehr im Thema. Ich konnte nach Herzenslust fachsimpeln, wann kommt das schon mal vor. Was wissen die jungen Leute heutzutage schon noch von Alma und Gustav Mahler. Jan hat uns beide fotografiert, während ich über Almas Schwangerschaft von Werfel mit dem unglücksseligen Sohn dozierte, der nur zehn Monate lebte und diese schlimme Krankheit hatte, wo man vorzeitig vergreist. Das wusste Hochhuth nicht, da konnte ich ungemein punkten! Wir haben uns jedenfalls exzellent unterhalten, während Jan uns knipste. Ich dachte, da käme Wunder was für eine Serie dabei raus, am Ende hat er nur ein Bild veröffentlicht, auf dem ich mich unvorteilhaft ausgeleuchtet finde. Ich sehe so alt aus wie ich bin, was für meine Begriffe nicht notwendigerweise der Fall sein muss. Bei günstiger Beleuchtung kann man da durchaus zehn Jahre (zu meinen Gunsten) rausholen. (Minimum!). Ich sehe gerade, ich schreibe hier unter die falsche Biildstrecke. Die Fotos von dem Abend im Terzo Mondo sind noch auf Halde, ich habe wieder einmal neigungsbedingt das Eine und das Andere vorgezogen – um mal endlich zu diesen Bildern hier zu kommen – weil es auch nicht so viele sind, und es auch ein sehr schöner Abend mit Maria im Lola war. Sie hat gesungen, das wusste ich ja, aber nicht, dass es eine Geburtstagsfeier ist. Die dunkelhaarige Frau in der Strecke, die auch singt, hat zum ersten mal überhaupt in ihrem Leben öffentlich gesungen, das hat sie gut gemeistert. Sehr apart waren die synchronen Tanzschritte von ihr und Maria. Sie haben zum Beispiel zusammen „The Boy is mine“ gegeben. Das Lied heißt eigentlich „The Girl is mine“ und ist im Original von – na – Dings – – – Michael Jackson und John – Paul McCartney. Maria hat wirklich wieder alles gegeben und wir haben fleißig mitgesungen und getanzt. Man könnte denken, sie hat mal als Animateurin auf einem Schiff gearbeitet, so routiniert hat sie das Publikum eingewickelt und zum Mitmachen bewegt. Großartig wie immer. Sie bedankt sich immer artig, dass ich gekommen bin, damit rührt sie mich. Ich sage dann Sachen wie „Es ist mir total egal, was du singst, von mir aus kannst du „Alle meine Entchen“ singen, mir völlig schnurzpiepegal – ich komme!“. Das muss als Eintrag nun reichen, ich habe noch andere Sachen in der Schleife. Vorgestern da bei polydeluxe im Rickenbackers, die Bilder gestern Abend hochgeladen, auch nicht hier erwähnt. Aber kommt noch. Ganz großes Indianerehrenwort.

https://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=261948265


P.S. Die Tränen waren aufgeklebt – aber das bleibt bitte unter uns!

Eine Antwort auf „06. Dezember 2016

  1. Ja, es ist immer wieder erfreulich, wenn sich mal ein Mann tatsächlich für einen interessiert. Es gibt eine Menge Herren, die reden lieber über sich selbst. Wobei man das ja manchmal als Balzverhalten deuten kann.

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