

Serviervorschlag, Präsentiervorschlag für den Herren. Wobei ich das auch alles tragen würde. Einige Modelle in der Ausstellung sind zwar unisex, aber nicht ohne Sex. Spannend sind immer Kontraste wie eine körperlich ausgeprägt männliche, kantige, vielleicht sogar harte Erscheinung, in Kleidung mit weichen oder sogar verspielten Elementen. Zum Beispiel sehr viriler Typ im gutsitzenden grauen oder schwarzen Anzug mit hellrosa Oberhemd. Oder: sehr weiblich wirkendes Wesen (im Sinne von weichen, kurvigen Linien, also ausgeprägten weiblichen sekundären Geschlechtsmerkmalen) in geradliniger Kleidung ohne Schnörkel und Spielereien. Das ergibt einen interessanten Spannungsbogen, zumindest dann, wenn es gerne getragen wird. Wahrscheinlich, weil der Gegensatz eine komplexe Persönlichkeit vermuten lässt, die sich nicht so leicht in eine Schublade einordnen lässt. Annäherung an Vollendung durch Umarmung der Polaritäten.
