04. August 2011

Altes Foto, von Jan gemacht. Im Kreuzberger Putiklub. Ich glaube Bergmannstraße. 10. Mai 2008. Gerade eben erst hochgeladen, war noch gar nicht in meinem egomanischen Archiv.

Ich erinnere mich ungefähr an den Moment. Wir waren viel unterwegs an dem Tag. Eine Gedenkfeier am Grab zu Ehren des surrealistischen Malers Schröder Sonnenstern in Schöneberg. Später eine Eröffnung von Jans guter alter Freundin Helga irgendwo in Kreuzberg und zuguterletzt in diesen Putiklub, wo nicht mehr viel los war und wir mit dem Raum herumspielten.
Ich dachte an nichts weiter beim Fotografiertwerden, außer, dass ich, obwohl ich es nicht immer mochte, weil es mich verunsicherte, an dem Abend ganz gern hatte. Ich hatte irgendwie Lust darauf. Ja. Heute sehe ich außerdem das Datum und was ich damals noch nicht wusste. Welche Dinge, welche Begegnungen die Zukunft bringen würde. Die da sehr nahe Zukunft. Das war ein sehr ereignisreiches Jahr für mich. Wenn ich jetzt zurückblicke, sehe ich wie erschlagen diese vielen kaum mehr zählbaren Bilderreihen, die unzähligen, vielfach sehr spannenden und so leichtfüßigen Begegnungen. Und verstehe, wenn jemand aufgrund all dieser Bilder meint, so ginge es bestimmt unendlich weiter. Es könnte. Anders, ähnlich. Aber das ist jetzt gerade eine andere Lebensphase. Vorhin eine Einladung von Sevenstar im Postfach. Nach langer Zeit, mal schauen.
Das Bild fand ich vorhin in der Reihe bei Jan, die er unverändert auf seiner catonbed-Seite über mich hat. Alphabetisch einsortiert, über mir Jonathan Meese. Da musste ich lachen. Ich, die Jungfrau und das Kind. Passt schon. Warum kam ich überhaupt darauf, die Seite nach so langer Zeit anzuschauen? Jan hatte gemailt, er sei in der Nähe, hätte in der Torstraße bis etwa halbneun zu tun und würde dann versuchen, mal bei mir vorbeizuschauen und dreimal klingeln. Was er schon mehrfach versucht hätte, immer wieder mal in letzter Zeit. Das mit dem Klingelzeichen hat er sich mal ausgedacht, aber scheinbar einige andere auch. Hm. Ja. Ich mache auch dann fast nie auf, das ist wahr. Zum einen weil ich die Klingelzeichen nicht zähle, zum anderen, weil ich so versunken bin und niemanden erwarte und für mich Besuche immer etwas sehr Besonderes sind, auch wenn mir jemand sehr vertraut ist.
Aber lustig war, dass mich die Mail (obwohl ich schon ahnte, dass ich so relativ spät eh nicht mehr in Besuchtwerdenlaune wäre) animierte, aufzuräumen. Ich schaute um mich, in der Küche lagen noch die Sachen auf dem Tisch vom Einkaufen. Was für ein Durcheinander. Die Klamotten auf der kleinen Ottomane, oder wie dieses Möbel heißt, Kraut und Rüben von drei Tagen übereinander. Hab wirklich aufgeräumt, sogar den Müll runtergebracht, aber ich merkte dabei, das mache ich ultimativ für mich, nicht für eventuellen Besuch. Es hat dann auch nur ein einziges mal kurz geklingelt, und zwar gerade als ich Jan mailte, dass es wohl mit dem Besuch heute nichts mehr wird, war schon kurz vor zehn und dass ich zur Zeit früher schlafen gehe. Ganz brav. Mal schauen, was er mir morgen schreibt.
Er mochte es immer gerne, wenn ich ihn in meinen Blogeinträgen erwähnte. Deswegen kam ich über unsere Unternehmungen und Gespräche auch immer gerne hier ins Plaudern. Meinen Lesern gefiel das glaube ich auch. Die hat das damals eine ganze Weile beschäftigt. Unsere nicht enden wollenden Bilderfluten und Geschichten, unterwegs mit Jan. Und die mitunter glamourösen Begegnungen oder sogar Verstrickungen. Veruschka, June Newton, Hanns Zischler, Rosa von Praunheim, Xavier Moreau, Jim Rakete. Jeannot Simmen. Nicky Butler. IC Falkenberg, Udo, Helge Timmerberg ach Helge. Gerald vom Einstein. André Rival. Roswitha Hecke. Die Zwillinge. Thorsten Heinze. Christian Awe. Farin Urlaub. Martin von Ostrowski. Konstantin. Und so viele mehr. Keinen vergessen. Mancher unnennbar. War eine schöne Zeit.
Das habe ich wohl gestern gemeint, mit was Privates bloggen. Und morgen etwas komplett anderes. Bei mir weiß ich nie.

07. August 2011

Ja, Regen, los mach hinne, damit du fertig wirst! Hab jetzt seit zehn darauf gewartet, dass es endlich regnet, wie im Wetterbericht prognostiziert. Extra die dicken Polster und das große Badetuch vom gestrigen Sonnenbraten vom Balkon geräumt. Nach dem Regen soll sogar ein bißchen Sonne kommen, ist mir aber eigentlich nicht so wichtig, Hauptsache wieder trocken, weil ich an dem anderen Balkon was herumwursteln will, da will ich trockene Füße haben. Schiebe ich schon seit zwei Wochen vor mir her. Jetzt stehen die Balkonmöbel schon seit Tagen im Flur rum, der verwitterte kleine Pfauenthron und die Scherben, mit denen ich das kleine Beet ansprechend begrenzen will. Man kann gar keinen Besuch empfangen, wenn das Zeug hier im Entrée herumliegt! Wie sieht das denn aus. Was sollen die Leute denken!

04. August 2011

Altes Foto, von Jan gemacht. Im Kreuzberger Putiklub. Ich glaube Bergmannstraße. 10. Mai 2008. Gerade eben erst hochgeladen, war noch gar nicht in meinem egomanischen Archiv.

Ich erinnere mich ungefähr an den Moment. Wir waren viel unterwegs an dem Tag. Eine Gedenkfeier am Grab zu Ehren des surrealistischen Malers Schröder Sonnenstern in Schöneberg. Später eine Eröffnung von Jans guter alter Freundin Helga irgendwo in Kreuzberg und zuguterletzt in diesen Putiklub, wo nicht mehr viel los war und wir mit dem Raum herumspielten.
Ich dachte an nichts weiter beim Fotografiertwerden, außer, dass ich, obwohl ich es nicht immer mochte, weil es mich verunsicherte, an dem Abend ganz gern hatte. Ich hatte irgendwie Lust darauf. Ja. Heute sehe ich außerdem das Datum und was ich damals noch nicht wusste. Welche Dinge, welche Begegnungen die Zukunft bringen würde. Die da sehr nahe Zukunft. Das war ein sehr ereignisreiches Jahr für mich. Wenn ich jetzt zurückblicke, sehe ich wie erschlagen diese vielen kaum mehr zählbaren Bilderreihen, die unzähligen, vielfach sehr spannenden und so leichtfüßigen Begegnungen. Und verstehe, wenn jemand aufgrund all dieser Bilder meint, so ginge es bestimmt unendlich weiter. Es könnte. Anders, ähnlich. Aber das ist jetzt gerade eine andere Lebensphase. Vorhin eine Einladung von Sevenstar im Postfach. Nach langer Zeit, mal schauen.
Das Bild fand ich vorhin in der Reihe bei Jan, die er unverändert auf seiner catonbed-Seite über mich hat. Alphabetisch einsortiert, über mir Jonathan Meese. Da musste ich lachen. Ich, die Jungfrau und das Kind. Passt schon. Warum kam ich überhaupt darauf, die Seite nach so langer Zeit anzuschauen? Jan hatte gemailt, er sei in der Nähe, hätte in der Torstraße bis etwa halbneun zu tun und würde dann versuchen, mal bei mir vorbeizuschauen und dreimal klingeln. Was er schon mehrfach versucht hätte, immer wieder mal in letzter Zeit. Das mit dem Klingelzeichen hat er sich mal ausgedacht, aber scheinbar einige andere auch. Hm. Ja. Ich mache auch dann fast nie auf, das ist wahr. Zum einen weil ich die Klingelzeichen nicht zähle, zum anderen, weil ich so versunken bin und niemanden erwarte und für mich Besuche immer etwas sehr Besonderes sind, auch wenn mir jemand sehr vertraut ist.
Aber lustig war, dass mich die Mail (obwohl ich schon ahnte, dass ich so relativ spät eh nicht mehr in Besuchtwerdenlaune wäre) animierte, aufzuräumen. Ich schaute um mich, in der Küche lagen noch die Sachen auf dem Tisch vom Einkaufen. Was für ein Durcheinander. Die Klamotten auf der kleinen Ottomane, oder wie dieses Möbel heißt, Kraut und Rüben von drei Tagen übereinander. Hab wirklich aufgeräumt, sogar den Müll runtergebracht, aber ich merkte dabei, das mache ich ultimativ für mich, nicht für eventuellen Besuch. Es hat dann auch nur ein einziges mal kurz geklingelt, und zwar gerade als ich Jan mailte, dass es wohl mit dem Besuch heute nichts mehr wird, war schon kurz vor zehn und dass ich zur Zeit früher schlafen gehe. Ganz brav. Mal schauen, was er mir morgen schreibt.
Er mochte es immer gerne, wenn ich ihn in meinen Blogeinträgen erwähnte. Deswegen kam ich über unsere Unternehmungen und Gespräche auch immer gerne hier ins Plaudern. Meinen Lesern gefiel das glaube ich auch. Die hat das damals eine ganze Weile beschäftigt. Unsere nicht enden wollenden Bilderfluten und Geschichten, unterwegs mit Jan. Und die mitunter glamourösen Begegnungen oder sogar Verstrickungen. Veruschka, June Newton, Hanns Zischler, Rosa von Praunheim, Xavier Moreau, Jim Rakete. Jeannot Simmen. Nicky Butler. IC Falkenberg, Udo, Helge Timmerberg ach Helge. Gerald vom Einstein. André Rival. Roswitha Hecke. Die Zwillinge. Thorsten Heinze. Christian Awe. Farin Urlaub. Martin von Ostrowski. Konstantin. Und so viele mehr. Keinen vergessen. Mancher unnennbar. War eine schöne Zeit.
Das habe ich wohl gestern gemeint, mit was Privates bloggen. Und morgen etwas komplett anderes. Bei mir weiß ich nie.

03. August 2011


Steht eigentlich schon fest, welches Netzwerk nach googledings dran ist? Vielleicht mal was Retromäßiges? Richtig Exklusives? Zum Beispiel könnte man mal wieder was mit Antville machen. Und der totale Burner: man darf sich selber aussuchen, wie die Seite ausschaut und dran rumschrauben. Das wird das ganz große Ding!
Anschließend kommen dann vielleicht sogar twoday-Blogs in Mode, weil so demokratisch auch für den kleinen Blogger von der Straße erhältlich. Und von der Bedienung her ganz ähnlich wie Antville! Toll! Dann warte ich einfach ab und hab gar keine Arbeit und kann inzwischen schön weiter über andere Sachen bloggen. Zum Beispiel Privates! Oder Klatsch und Tratsch! Oder meine neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die mir ja allergrößtes Anliegen sind. Bitte bleiben Sie dran! Sie wissen ja, ich kann da überall nicht mitmachen, weil mir immer nicht gefällt, wie die Seiten dort ausschauen. Da kann ich gar nicht mein Foto so groß hinkleben und machen, dass alles schwarzweiß oder halt so ist, dass es alles nach dem Gaga Nielsen-Imperium ausschaut!
Außerdem bin ich zu faul für doppelte Buchführung. Das war schon bei dem twitterdings so. Wo auf einmal twitter war, haben mich die ganz modernen Blogger, die da mitgemacht haben, aufgezogen, wenn ich was ganz Kurzes als Blogeintrag geschrieben habe, ob ich wohl ein bißchen auf twitter machen will? So ungefähr: du mit deiner billigen twitter-Fälschung hier auf deinem Blog, das ist doch nichts Richtiges! Nur wer bei twitter kurze Sätze schreibt, ist toll! Aber ich wollte so lange Sätze schreiben dürfen, wie ich will und alles auf derselben Seite! Das ist doch nicht schwer zu verstehen.
Bei facebook hat mir dann nicht gefallen, dass alle Seiten dasselbe Kleidchen anhaben, langweiliges blauweiß, wie aus der Tschibo-Reklameabteilung, total blödes Layout, mit ekliger Werbung rechts und auf doofer Pinnwand auch wieder nicht so lange Sätze schreiben wie man will, und Freundschaftsanfragen von Leuten, die ich nicht kenne, die aber wen kennen, den ich kenne, kennt man ja! Und eben doppelte Buchführung: nein, nein, nein! Da macht Gaga Nielsen nicht mit, weil ich habe es gerne aufgeräumt und ohne doppelten Boden! Usw. usf. Also deswegen mache ich da überall nicht mit. Also nicht in dem Sinn, dass sich dort nennenswerte Lebenszeichen von mir finden würden. Wer nun nicht mit mir ‚befreundet‘ ist, auf dem alten facebook-Dings, kann nun zum Beispiel hier und heute exklusiv erfahren, dass da ungefähr 0,007 Content von mir ist. Also: keiner hat was verpasst, Freundschaftsanfragen müssen nicht groß überlegt werden. Es gibt dort ein Foto von mir, wo ich in einer Galerie mit der Kamera in der Hand auf dem Boden liege, eins so halb von der Seite und ein für jeden Trottel sichtbares Profilbild sowie ein Video (Opus fuffzich).
Die drei nur für auserwählte Persönlichkeiten verfügbaren Sachen kann man auch überall sonst angucken, wo ich mein Zeug habe (ohne die aufgesexten Kommentare drunter, versteht sich!) und die Pinnwand ist deaktiviert. Total gutes Gefühl! Das ist jetzt sozusagen mein abschließendes Statement, was eigentlich mit mir und diesen Kurznachrichten-Netzwerken los ist bzw. nicht!

03. August 2011


Steht eigentlich schon fest, welches Netzwerk nach googledings dran ist? Vielleicht mal was Retromäßiges? Richtig Exklusives? Zum Beispiel könnte man mal wieder was mit Antville machen. Und der totale Burner: man darf sich selber aussuchen, wie die Seite ausschaut und dran rumschrauben. Das wird das ganz große Ding!
Anschließend kommen dann vielleicht sogar twoday-Blogs in Mode, weil so demokratisch auch für den kleinen Blogger von der Straße erhältlich. Und von der Bedienung her ganz ähnlich wie Antville! Toll! Dann warte ich einfach ab und hab gar keine Arbeit und kann inzwischen schön weiter über andere Sachen bloggen. Zum Beispiel Privates! Oder Klatsch und Tratsch! Oder meine neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die mir ja allergrößtes Anliegen sind. Bitte bleiben Sie dran! Sie wissen ja, ich kann da überall nicht mitmachen, weil mir immer nicht gefällt, wie die Seiten dort ausschauen. Da kann ich gar nicht mein Foto so groß hinkleben und machen, dass alles schwarzweiß oder halt so ist, dass es alles nach dem Gaga Nielsen-Imperium ausschaut!
Außerdem bin ich zu faul für doppelte Buchführung. Das war schon bei dem twitterdings so. Wo auf einmal twitter war, haben mich die ganz modernen Blogger, die da mitgemacht haben, aufgezogen, wenn ich was ganz Kurzes als Blogeintrag geschrieben habe, ob ich wohl ein bißchen auf twitter machen will? So ungefähr: du mit deiner billigen twitter-Fälschung hier auf deinem Blog, das ist doch nichts Richtiges! Nur wer bei twitter kurze Sätze schreibt, ist toll! Aber ich wollte so lange Sätze schreiben dürfen, wie ich will und alles auf derselben Seite! Das ist doch nicht schwer zu verstehen.
Bei facebook hat mir dann nicht gefallen, dass alle Seiten dasselbe Kleidchen anhaben, langweiliges blauweiß, wie aus der Tschibo-Reklameabteilung, total blödes Layout, mit ekliger Werbung rechts und auf doofer Pinnwand auch wieder nicht so lange Sätze schreiben wie man will, und Freundschaftsanfragen von Leuten, die ich nicht kenne, die aber wen kennen, den ich kenne, kennt man ja! Und eben doppelte Buchführung: nein, nein, nein! Da macht Gaga Nielsen nicht mit, weil ich habe es gerne aufgeräumt und ohne doppelten Boden! Usw. usf. Also deswegen mache ich da überall nicht mit. Also nicht in dem Sinn, dass sich dort nennenswerte Lebenszeichen von mir finden würden. Wer nun nicht mit mir ‚befreundet‘ ist, auf dem alten facebook-Dings, kann nun zum Beispiel hier und heute exklusiv erfahren, dass da ungefähr 0,007 Content von mir ist. Also: keiner hat was verpasst, Freundschaftsanfragen müssen nicht groß überlegt werden. Es gibt dort ein Foto von mir, wo ich in einer Galerie mit der Kamera in der Hand auf dem Boden liege, eins so halb von der Seite und ein für jeden Trottel sichtbares Profilbild sowie ein Video (Opus fuffzich).
Die drei nur für auserwählte Persönlichkeiten verfügbaren Sachen kann man auch überall sonst angucken, wo ich mein Zeug habe (ohne die aufgesexten Kommentare drunter, versteht sich!) und die Pinnwand ist deaktiviert. Total gutes Gefühl! Das ist jetzt sozusagen mein abschließendes Statement, was eigentlich mit mir und diesen Kurznachrichten-Netzwerken los ist bzw. nicht!

01. August 2011

Also entweder man ist sehr originell oder man wird sehr persönlich. Alles andere hat man doch schon hundertmal gelesen. Ja, das ist schwierig! Dann strengt euch halt an! Ich ringe auch mit mir! Wieder kein Eintrag heute, nicht der Rede wert. Zu wenig los im Kopf. Muss man einfach auch mal zugeben. Kommt alles wieder! Die Turbulenzen der vergangenen 45 Jahre müssen erst einmal sacken. Ich melde mich dann wieder.
Aber mal ganz unter uns: schlimme Einträge wieder gelesen. Man fragt sich. Schlimme abgedroschene Halbsätze, scheinbar auswendig aus irgendwelchen Lebenshilferatgebern abgekritzelt. Es gibt so einen gewissen weinerlichen Ton von Frauen in den mittleren Jahren (also meinen, haha) die immer noch Probleme haben, den Sinn ihres Lebens zu identifizieren und – nein ich hör lieber auf, sonst schreibe ich mich noch um Kopf und Kragen. Jedenfalls kommen da dann Wörter vor, die ungefähr dieselbe Wirkung auf mich haben wie dieses mittlerweile bis zum Erbrechen strapazierte „nachhaltig“ – völlig anderer Zusammenhang jetzt. Anderes Wort, selber Brechreiz: „Achtsamkeit“. Dazu stelle ich mir dann automatisch so eine weinerliche Betschwesternstimme vor. Könnte ich hysterische Lachanfälle kriegen. Ja ja, ich hör schon auf. Trotzdem Gute Nacht!

01. August 2011

Also entweder man ist sehr originell oder man wird sehr persönlich. Alles andere hat man doch schon hundertmal gelesen. Ja, das ist schwierig! Dann strengt euch halt an! Ich ringe auch mit mir! Wieder kein Eintrag heute, nicht der Rede wert. Zu wenig los im Kopf. Muss man einfach auch mal zugeben. Kommt alles wieder! Die Turbulenzen der vergangenen 45 Jahre müssen erst einmal sacken. Ich melde mich dann wieder.
Aber mal ganz unter uns: schlimme Einträge wieder gelesen. Man fragt sich. Schlimme abgedroschene Halbsätze, scheinbar auswendig aus irgendwelchen Lebenshilferatgebern abgekritzelt. Es gibt so einen gewissen weinerlichen Ton von Frauen in den mittleren Jahren (also meinen, haha) die immer noch Probleme haben, den Sinn ihres Lebens zu identifizieren und – nein ich hör lieber auf, sonst schreibe ich mich noch um Kopf und Kragen. Jedenfalls kommen da dann Wörter vor, die ungefähr dieselbe Wirkung auf mich haben wie dieses mittlerweile bis zum Erbrechen strapazierte „nachhaltig“ – völlig anderer Zusammenhang jetzt. Anderes Wort, selber Brechreiz: „Achtsamkeit“. Dazu stelle ich mir dann automatisch so eine weinerliche Betschwesternstimme vor. Könnte ich hysterische Lachanfälle kriegen. Ja ja, ich hör schon auf. Trotzdem Gute Nacht!

27. Juli 2011

http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=104087
wahrscheinlich Liebe

INA UND.
Ina und Enno-Lorenz. Enno-Lorenz. Also pass mal auf, lieber kleiner Enno da unten. Ich weiß ja nicht, was sich deine lieben Eltern dabei gedacht haben, als sie dir diesen Namen gegeben haben, aber ich möchte dir folgendes Angebot machen: wenn du irgendwann einmal dein Herz ausschütten möchtest, oder wenn du irgendwann einmal Liebeskummer wegen Ina hast, wende dich ruhig vertrauensvoll an mich. Ich habe meistens das Fenster weit auf und kann dich gut hören. Nur für den Fall der Fälle.
Vielleicht haben dich deine Eltern ja in einer berauschten Urlaubsnacht in Italien gemacht, und der nette Wirt aus der Trattoria hat ihnen augenzwinkernd eine Flasche Lambrusco mit auf den Weg zum Strand gegeben. Und weißt du, Enno – ich darf doch Enno sagen? Du bist ja jetzt schon fünf und recht verständig – dieser nette italienische Wirt, der hat nämlich genau wie du geheißen! Also deine Eltern haben dich nach ihm benannt, weil sie sich dann immer an den schönen Urlaub an der Adria erinnern, wenn sie dich rufen! Na ja und das mit dem Lorenz hinten dran, das musst du auch verstehen. Mutti und Papi konnten sich einfach nicht so richtig einigen, weil Enno fanden sie ja beide ganz, ganz toll aber die Mutti wollte auch noch, dass du nach ihrem Vater benannt wirst, deinem Opa, dem Opa Lorenz! Der Opa hat sie nämlich immer sehr unterstützt, also auch mit Geld, sonst hätten sie sich die schöne Eigentumswohnung in Mitte gar nicht leisten können, da bei deinem Lieblingsspielplatz, wo du dich immer mit deiner süßen Ina triffst! Also denk einfach dran, wenn dich die anderen Kinder wegen dem doofen Namen aufziehen: es sind schöne Erinnerungen damit verbunden! Und wenn du groß bist, kannst du dir selber einen Namen ausdenken, einen der dir gefällt!
Frag doch einfach mal Ina, welchen Namen sie schön findet! Vielleicht einen, der sich nicht so umständlich auf den Boden schreibt! Das war nämlich ganz schön anstrengend für Ina, das kann ich dir sagen, ich hab’s genau gesehen! Und noch was muss ich dir sagen: das ist voll die Liebeserklärung. Weil man schreibt nicht von irgendeinem Jungen den Namen so ganz groß auf den Spielplatz, dass es alle sehen können. Da kannst du dir echt was drauf einbilden! Und natürlich auch was Tolles für Ina malen, wenn du sie richtig lieb hast. Da würde sich Ina ganz schön freuen, das kann ich dir sagen. Vielleicht ein Herz oder eine Blume und ihren Namen drin. Das wäre schon ziemlich super. Du musst ja nicht sagen, von wem du die Idee hast. Da würde sich Ina ihr ganzes Leben dran erinnern, das kann ich dir versprechen. Sogar noch, wenn sie selber so eine kleine Ina hat. Sogar noch als Oma! Das sind nämlich die ganz wichtigen Sachen im Leben, die viele Jungs ganz oft vergessen und sich dann wundern, warum ihre kleinen Inas große traurige Augen haben, mit Kullertränen drin.
Also du weißt Bescheid, wenn du wieder einmal etwas mit mir besprechen möchtest: ich bin immer da. Einfach nach oben rufen!
Deine Tante Gaga
aus der Auguststraße

25. Juli 2011


Oben auf dem Berg, wo man den Wind hört, da kann man sein Innerstes spüren, wie einen Flügelschlag. Es stimmt, ich bin immer noch traurig und werd´s immer sein. Es ist wie es ist, nicht so schlimm und ich kann und will hier nichts heilen. Ich bin sehr, sehr, sehr, sehr, sehr gerne allein. Ich bin sehr gern allein. Schenk mir eine deiner Geschichten und einen Kuss. Mehr kann und will ich nicht tragen, es sei denn ich muss. Auf Erbsen schläft es sich prächtig, wenn´s nichts anderes gibt. Und die hässlichsten Dinge sind wunderschön wenn sie aufblühen, weil man sie liebt. Ich bin sehr, sehr, sehr, sehr, sehr gerne allein. Das Platzen von Träumen erzeugt einen seltsamen Schmerz. Ein Pfeil den man nur in die Luft schiesst, trifft den Himmel mitten ins Herz. Ich bin sehr, sehr, sehr, sehr, sehr gerne allein. Ich bin sehr gern allein. Ruf mich nicht an und hör auf, mir zu schreiben…
Wolfgang Müller

23. Juli 2011

„Im Mittelalter galt die Enthauptung im Gegensatz zum Erhängen am Galgen nicht als ehrenrührige Todesstrafe und war dem Adel vorbehalten. In der Französischen Revolution wurde diese Todesart dann auf alle Verurteilten ausgeweitet.“
Ah ja, sozusagen Champagner für alle.
„Zeitweilig war in England den Hochadeligen die Enthauptung in aufrecht kniender Haltung mit dem Schwert vorbehalten, während niedere Ränge auf einem hölzernen Richtblock mit dem Beil enthauptet wurden. Die Enthauptung des knienden Todeskandidaten mit dem Schwert stellt eine erheblich schwierigere Methode dar, die nur von wenigen Scharfrichtern beherrscht wurde.“
Verstehe. Daher die Probleme bei der Enthauptung von Maria Stuart.
„Der Scharfrichter war unerfahren und nervös; er benötigte drei Schläge mit der Axt, um Marias Kopf vom Körper zu trennen. Der erste Schlag traf den Hinterkopf. Da Maria keine Reaktion zeigte führte der erste Schlag vermutlich schon zu Bewusstlosigkeit oder Tod. Erst nach zwei weiteren Schlägen war der Kopf vom Rumpf getrennt. Legenden berichten, dass der Henker, als er den Kopf nach der Hinrichtung hochhalten wollte, nur eine Perücke ergriff. Der Kopf, mit kurzgeschorenem grauen Haar, fiel herunter und rollte auf das Schafott. Viel zitiert ist auch, dass der Schoßhund (ein King Charles Spaniel) der Königin sich in ihren Gewändern versteckt hatte und nach der Hinrichtung blutüberströmt von der Leiche entfernt wurde.“
Wenn man nun an die gegenwärtige Ausstellung im Buckingham Palast denkt, die Präsentation des Brautkleides in Ruhe auf sich wirken lässt, und ein wenig darüber meditiert, in welchem Umfang in der Geschichte des englischen Königshauses Enthauptung, zum Zwecke der Entfernung unerwünschter Protagonisten, eine Rolle spielte, ist der Bezug zwischen Vergangenheit und Gegenwart gleich noch einmal so interessant… Heinrich der VIII. und die planvoll zur königlichen Krone strebende Anne Boleyn …auch so eine interessante Geschichte.

„Für Heinrichs sechs aufeinanderfolgende Ehen gibt es in England den Abzählreim:
Divorced
Beheaded
Died.
Divorced
Beheaded
Survived.“

[ Sämtliche Zitate: Wikipedia ]


Heutzutage sind w ist man in der Lage, diese Dinge unblutig zu regeln. Da bin ich mir ganz sicher. Ich beobachte seit geraumer Zeit – aus rein wissenschaftlichem Interesse – das Phänomen der Familien-Schicksals-Vererbung, man könnte auch sagen „Schicksals-Reinkarnation“ (obwohl mir das zu sehr nach Reinkarnationslehre klingt, was ich hier durchaus nicht gemeint wissen will) innerhalb eigener Kreise, als auch anderer Dynastien. Sehr spannendes Feld.

23. Juli 2011

Vokabeln: schnippisch: snippy
Lustig. Muss man gar nicht lernen, fast dasselbe. Meine Empfehlung, um stets im Training zu bleiben: englischsprachige Klatsch-Foren. Zum Beispiel „Royal Gossip“. Da lernt man nie aus! Sehr lustig auch, wie die englischsprachige Presse ungeniert kolportiert, dass die Queen die soeben eröffnete Ausstellung des Brautkleides und Krimskrams als „horrid, isn’t it?“ bezeichnet hat. Creepy war ein weiteres Adjektiv, haha. „I did’nt know, that Tim Burton was involved in the exhibition“ schreibt ein Kenner. Aber unsere brave, biedere Klatschzeitung „Bunte“ schreibt unterwürfigen, an den Haaren herbeigezogenen Blödsinn, von wegen Friede Freude Eierkuchen zwischen Lizzy und Waity, „Wie beste Freundinnen“ – hört hört. Keine Silbe von Lizzies Kommentar. Die Gute ist mit 85 und in ihrer Position ja nun aus dem Alter heraus, irgendetwas zu beschönigen. Muss weiter lernen!

19. Juli 2011

.

„Es ist schöner, fünfundvierzig zu sein. Man sieht die wesentlichen Dinge schärfer, und nicht etwa, weil man durch eine Brille schaut. Diese Blicke zurück filtern immer die sehr langweiligen Wartezeiten zwischen diesen vermeintlich beinah lückenlos aneinandergereihten Augenblicken voller Versprechen, Hoffnung und aufgeregtem Vorgefühl. Gut, dass man sich so darin irrt. Wenn man seine Sehnsucht, sein Herz und seinen Verstand füttert und pflegt, gibt es ja etwas zu ernten, wenn die Jahre ins Land gehen. Viel zu ernten. Auch Verluste, ja, aber – das ist ein Gefühl der Liebe. Wenn Verlust egal wäre, hätte man nichts von Bedeutung verloren. Ein Zeichen inneren Reichtums. Und selbst im Verlust bewahrt sich die Erinnerung an das reiche Gefühl. So wie diese Augenblicke, als man fünfundzwanzig war.“

19. Juli 2011

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„Es ist schöner, fünfundvierzig zu sein. Man sieht die wesentlichen Dinge schärfer, und nicht etwa, weil man durch eine Brille schaut. Diese Blicke zurück filtern immer die sehr langweiligen Wartezeiten zwischen diesen vermeintlich beinah lückenlos aneinandergereihten Augenblicken voller Versprechen, Hoffnung und aufgeregtem Vorgefühl. Gut, dass man sich so darin irrt. Wenn man seine Sehnsucht, sein Herz und seinen Verstand füttert und pflegt, gibt es ja etwas zu ernten, wenn die Jahre ins Land gehen. Viel zu ernten. Auch Verluste, ja, aber – das ist ein Gefühl der Liebe. Wenn Verlust egal wäre, hätte man nichts von Bedeutung verloren. Ein Zeichen inneren Reichtums. Und selbst im Verlust bewahrt sich die Erinnerung an das reiche Gefühl. So wie diese Augenblicke, als man fünfundzwanzig war.“

18. Juli 2011

„Sozialstress„. Das Wort könnte ja fast von mir sein. Irgendwie tun mir die Kollegen und Kolleginnen auch ein bißchen leid, die sich jetzt wieder mühsam in die Systematik der „Zirkel“ einarbeiten und schon ganz durcheinander sind. Man hat ein bißchen das Gefühl, die google-plus-User treffen sich als Selbsthilfegruppe um sich gegenseitig bei den Hausaufgaben zu helfen, weil man es doch nicht so ganz durchschaut. Ich finde es ja auch lustig, dass man als Nicht-im-Zirkel befindlicher Leser bei einigen sehen kann, wen sie in irgendwelchen Zirkeln haben und von wem sie in einen Zirkel geschubst worden sind, wobei man ja nicht weiß, ob die Leute im Zirkel vielleicht untersortiert sind in gute und schlechte Unter-Zirkel. Wenn ich also sehe, da ist Erika Blümchen im Zirkel von Susi Winter, könnte das nicht unter Umständen auch bedeuten, Erika Blümchen ist eine peinlich herumschwallende Esotante, die in den Bannzirkel von Susi Winter für alle Esotanten verklappt worden ist? Äh? Oder doch eine intime Vertraute in einem kuscheligen Insider-Zirkel der Allerliebsten? Und wem nützt die Information, dass Leute im Oberkreis und Unterzirkeln sind, wenn man nicht weiß, in welchen? Da blickt doch keine Sau mehr durch. Aber schön, wenn sich jemand dadurch gut unterhalten fühlt. Ich komme auch nur auf die Idee mit den Antipathen-Zirkeln, weil das irgendwer in der ganzen sich ausbreitenden Verwirrung vorgeschlagen hat. Ich mach dann hier ein bißchen eia eia, wenn sich jemand mal von dem ganzen Kraut- und Rüben-Pinnwand- und Zirkel-Zeug erholen will. Ja, ja, ich weiß, es heißt Kreise. Es kreist um sich der Kreis.

16. Juli 2011

http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=104087
Juli in der Auguststraße. Da unten blüht tatsächlich der Holunder. Lob und Preis der Fliederbeere. Sie sehen eine echte Berlinerin, geboren in der Auguststraße in Mitte. Man sieht schon, sie hat diese gewisse Allüre. Etwas schicker als in anderen Ecken dieser Stadt. Ein stolzes Gewächs mit diesem gewissen Sinn für die rechte Mischung aus Eleganz und Hipness. (Das schreibt man mit einem p, hab gerade geguckt, wie es mit zwei ausschaut, aber das ist ja die Babynahrung). Ich verehre die Fliederbeere. Nicht nur die Schöne da unten. Seit ich im November plötzlich aufgehört habe, besten Bordeaux und andere Geistesgetränke zu mir zu nehmen, stellte sich die Frage nach einem adäquaten guten Tropfen mit entsprechenden Anti-Oxydantien, die mir ja jetzt leider durch das fehlende gute Tannin abgehen. Überkandidelt wie ich bin, musste es natürlich der Rolls Royce unter den alkoholfreien Traubenelixieren sein. Et voilà: Fliederbeersaft ist nun das Spitzengetränk meiner Wahl. Aber man soll jetzt nicht denken, das könnte man mal eben so selber zusammenbrauen. Wobei ‚zusammen‘ Quatsch ist, der Saft hat ja keine Zusätze. Muttersaft natürlich. Das Heikle ist, man muss die Holunderbeeren nicht nur ausquetschen, sondern auf fünfzig Grad erhitzen. Darunter ist er giftig, der Saft. Wird er gekocht, verkochen die Zauberkräfte mit. Ich bin mittlerweile Spezialistin für sämtliche Bezugsquellen in Mitte. Am elegantesten ist die Flasche der „Privatkelterei“ van Nahmen, die sich auf dem Tisch beinah wie eine Flasche Wein ausnimmt, das wirkt nicht so birkenstockmäßig asketisch, gesundheitsfanatisch. Außerdem hat der Nahmen-Saft den liebreizenden Namen „Haschberg-Holunder“. Das ist natürlich für uns routinierte Hobby-Drogensachverständigen ein netter kleiner Anlass zum Zwinkern. Das edle Fläschchen hat freilich seinen Preis. Ich erinnere dunkel ungefähr 4,50 bis 4,90. Bei Galeria Kaufhof am Alex in der Schicki-Micki-Feinschmecker-Fressabteilung. Handelte es sich um Wein, würde man sich schämen, einen solchen Preis zu nennen.

Eine Zeit lang gab es bei Ullrich am Zoo Grünfink Fliederbeersaft zum Schnäppchenpreis von 1,90. Daran hat man schon gemerkt, dass der Einkaufsleiter den Schuss nicht gehört hat. Als der wundersam preisgünstige Saft nicht mehr verfügbar war, erklärte man mir, das wäre eh nur eine Aktion des Lieferanten gewesen, der gehört gar nicht zum Sortiment. Als ich dem Apotheker meines Vertrauens in der Großen Hamburger Straße in Mitte von diesem sagenhaften Preis erzählte, lachte er von Herzen. Bei ihm kaufe ich auch manchmal, hab die Marke vergessen, 3,90. Dann ist da noch so ein Bio-Supermarkt am Hackeschen Markt, in den mich sonst nichts treibt, die haben von einer Marke mit Antroposophen-Kritzel-Schrifttypen auf dem Etikett, Holundersaft für den sagenhaften Preis von 2,50 pro Flasche. Hab ich neulich mal probiert. Der hat mir bisher am wenigsten geschmeckt, ist aber vielleicht auch Einbildung, weil mir der ganze Laden nicht so herzenswarm entgegenkommt wie mein Apotheker. Und in dem altbackenen Reformhaus im S-Bahnhof Alexanderplatz gibt es auch noch welchen, ich glaube über vier Euro die Flasche, Marke vergessen, gehe ich aber selten hin, liegt nicht so oft auf meinem Weg. So, jetzt sind Sie im Bilde. Keiner kann nun mehr sagen, man hätte ja von nichts gewusst. Von wegen Schönheitselixier.
: : : : : : : : : : : : : : : : : : LOB UND EHR DER FLIEDERBEER! : : : : : : : : : : : : : : : : : :

16. Juli 2011

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Juli in der Auguststraße. Da unten blüht tatsächlich der Holunder. Lob und Preis der Fliederbeere. Sie sehen eine echte Berlinerin, geboren in der Auguststraße in Mitte. Man sieht schon, sie hat diese gewisse Allüre. Etwas schicker als in anderen Ecken dieser Stadt. Ein stolzes Gewächs mit diesem gewissen Sinn für die rechte Mischung aus Eleganz und Hipness. (Das schreibt man mit einem p, hab gerade geguckt, wie es mit zwei ausschaut, aber das ist ja die Babynahrung). Ich verehre die Fliederbeere. Nicht nur die Schöne da unten. Seit ich im November plötzlich aufgehört habe, besten Bordeaux und andere Geistesgetränke zu mir zu nehmen, stellte sich die Frage nach einem adäquaten guten Tropfen mit entsprechenden Anti-Oxydantien, die mir ja jetzt leider durch das fehlende gute Tannin abgehen. Überkandidelt wie ich bin, musste es natürlich der Rolls Royce unter den alkoholfreien Traubenelixieren sein. Et voilà: Fliederbeersaft ist nun das Spitzengetränk meiner Wahl. Aber man soll jetzt nicht denken, das könnte man mal eben so selber zusammenbrauen. Wobei ‚zusammen‘ Quatsch ist, der Saft hat ja keine Zusätze. Muttersaft natürlich. Das Heikle ist, man muss die Holunderbeeren nicht nur ausquetschen, sondern auf fünfzig Grad erhitzen. Darunter ist er giftig, der Saft. Wird er gekocht, verkochen die Zauberkräfte mit. Ich bin mittlerweile Spezialistin für sämtliche Bezugsquellen in Mitte. Am elegantesten ist die Flasche der „Privatkelterei“ van Nahmen, die sich auf dem Tisch beinah wie eine Flasche Wein ausnimmt, das wirkt nicht so birkenstockmäßig asketisch, gesundheitsfanatisch. Außerdem hat der Nahmen-Saft den liebreizenden Namen „Haschberg-Holunder“. Das ist natürlich für uns routinierte Hobby-Drogensachverständigen ein netter kleiner Anlass zum Zwinkern. Das edle Fläschchen hat freilich seinen Preis. Ich erinnere dunkel ungefähr 4,50 bis 4,90. Bei Galeria Kaufhof am Alex in der Schicki-Micki-Feinschmecker-Fressabteilung. Handelte es sich um Wein, würde man sich schämen, einen solchen Preis zu nennen.

Eine Zeit lang gab es bei Ullrich am Zoo Grünfink Fliederbeersaft zum Schnäppchenpreis von 1,90. Daran hat man schon gemerkt, dass der Einkaufsleiter den Schuss nicht gehört hat. Als der wundersam preisgünstige Saft nicht mehr verfügbar war, erklärte man mir, das wäre eh nur eine Aktion des Lieferanten gewesen, der gehört gar nicht zum Sortiment. Als ich dem Apotheker meines Vertrauens in der Großen Hamburger Straße in Mitte von diesem sagenhaften Preis erzählte, lachte er von Herzen. Bei ihm kaufe ich auch manchmal, hab die Marke vergessen, 3,90. Dann ist da noch so ein Bio-Supermarkt am Hackeschen Markt, in den mich sonst nichts treibt, die haben von einer Marke mit Antroposophen-Kritzel-Schrifttypen auf dem Etikett, Holundersaft für den sagenhaften Preis von 2,50 pro Flasche. Hab ich neulich mal probiert. Der hat mir bisher am wenigsten geschmeckt, ist aber vielleicht auch Einbildung, weil mir der ganze Laden nicht so herzenswarm entgegenkommt wie mein Apotheker. Und in dem altbackenen Reformhaus im S-Bahnhof Alexanderplatz gibt es auch noch welchen, ich glaube über vier Euro die Flasche, Marke vergessen, gehe ich aber selten hin, liegt nicht so oft auf meinem Weg. So, jetzt sind Sie im Bilde. Keiner kann nun mehr sagen, man hätte ja von nichts gewusst. Von wegen Schönheitselixier.
: : : : : : : : : : : : : : : : : : LOB UND EHR DER FLIEDERBEER! : : : : : : : : : : : : : : : : : :

14. Juli 2011


Eines weiß ich sicher. Wenn ich Angst vor etwas hatte, war es nie substanzlos. Und das Pfeifen im Dunkeln war nur Pfeifen im Dunkeln. Es hat die Nacht nicht zum Tag gemacht. Ich glaube nicht mehr an die als helfend kolportierten Notfall-Rituale von positiven Affirmationen, schönreden, schönsaufen, schönkiffen, schönmeditieren. Ich glaube an Durchhalten und versuchen stark zu bleiben, so stark wie unter schwierigen Umständen möglich. Damit rechnen, dass man fürchterlich durchgeschüttelt wird, erschüttert wird, Schmerzen haben wird, bluten wird, weinen wird. Bis man damit durch ist. Es nicht hochkochen, zelebrieren, aber sich auch nicht einreden, schwarz wäre himmelblau. Denn man glaubt es sich selber sowieso nicht. Man spürt das, dass man versucht zu verniedlichen, abzuschwächen, weil es einem angetragen wird, so wird man erzogen. Es wird still geweint. In hingebungsvollem Lamento drei Tage laut weinende afrikanische Witwen werden als theatralisch belächelt. Ja vielleicht. Ich bin auch nicht der Typ für drei Tage lautes Schluchzen, aber leise schon. Und manchmal, ja meistens auch länger als drei Tage. Aber wenn die vorbei sind, brauche ich keine Affirmation mehr. Dann sehe ich wieder echte Sonne aufgehen. Das Auf und Ab. Es ist gut, zu wissen, wie sich dunkel anfühlt. Lange Dunkelheit. Es ist gut, weil die Dunkelheit dann eine Information in den Zellen ist. Tief im Herzen. Die das Licht stärker spüren. Viel stärker als zuvor.

14. Juli 2011


Eines weiß ich sicher. Wenn ich Angst vor etwas hatte, war es nie substanzlos. Und das Pfeifen im Dunkeln war nur Pfeifen im Dunkeln. Es hat die Nacht nicht zum Tag gemacht. Ich glaube nicht mehr an die als helfend kolportierten Notfall-Rituale von positiven Affirmationen, schönreden, schönsaufen, schönkiffen, schönmeditieren. Ich glaube an Durchhalten und versuchen stark zu bleiben, so stark wie unter schwierigen Umständen möglich. Damit rechnen, dass man fürchterlich durchgeschüttelt wird, erschüttert wird, Schmerzen haben wird, bluten wird, weinen wird. Bis man damit durch ist. Es nicht hochkochen, zelebrieren, aber sich auch nicht einreden, schwarz wäre himmelblau. Denn man glaubt es sich selber sowieso nicht. Man spürt das, dass man versucht zu verniedlichen, abzuschwächen, weil es einem angetragen wird, so wird man erzogen. Es wird still geweint. In hingebungsvollem Lamento drei Tage laut weinende afrikanische Witwen werden als theatralisch belächelt. Ja vielleicht. Ich bin auch nicht der Typ für drei Tage lautes Schluchzen, aber leise schon. Und manchmal, ja meistens auch länger als drei Tage. Aber wenn die vorbei sind, brauche ich keine Affirmation mehr. Dann sehe ich wieder echte Sonne aufgehen. Das Auf und Ab. Es ist gut, zu wissen, wie sich dunkel anfühlt. Lange Dunkelheit. Es ist gut, weil die Dunkelheit dann eine Information in den Zellen ist. Tief im Herzen. Die das Licht stärker spüren. Viel stärker als zuvor.

14. Juli 2011

Muss ein bißchen nachdenken, bis zum nächsten Eintrag. Die Gefahr haltlosen Geplappers ist stets gegeben. Wenn sich die Finger auf der Tastatur verselbständigen, obwohl man gar keine neue Partitur einstudiert hat. Ach na ja. Ich bin halt der Typ für Improvisation, der im Grunde selber nicht weiß, welches Lied am Ende gespielt worden sein wird. Was für eine vedrehte Grammatik. Nein, heute ist einfach kein Tag für große geisteswissenschaftliche Entdeckungen von meiner Seite. Ich muss mich erst wieder sammeln. Das Bild hat rein gar nichts mit dieser Randnotiz zu tun.

Hab gerade kein anderes zur Hand, das noch weniger nicht zum Eintrag passt. Aber der Leser liebt Bildmaterial. Ich ja auch! Stets geht einem das Herz auf, wenn man eine Abbildung vom Schreiber oder der Schreiberin sieht. Immer wieder halte ich Fürsprache für mehr persönliches Bildmaterial, aber die Kollegen sind oft immer noch sehr schüchtern. Wer wagt, gewinnt! Also meistens. Oft. Na gut, nicht immer. Aber man hat sich dann nichts zu Schulden kommen lassen, in dieser Hinsicht. So, Schluss für heute. Wird nicht gehaltvoller, die nächtliche Ansprache. Historisches Datum auch noch, sehe ich gerade. Über die französische Revolution schreibe ich heute bestimmt auch nichts mehr, zumal bei meinem Halbwissen. Aber André Heller hat einmal einen mir unvergesslichen Satz in einem uralten Siebziger Jahre-Liebeslied gesungen, das ich vielleicht auch nur deswegen so beeindruckend fand, weil ich es zum ersten mal in einer schummrigen Bar in Schöneberg hörte, irgendwann Mitte der Achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts. „Und du kommst so über mich, wie der 14. Juli über Paris“. Wenn man es so geschrieben liest, nicht sehr originell. Oder vielleicht eher betont originell wirken wollend. Wurscht. Mir hat es damals gut gefallen, in der schummrigen Domina-Bar. Gute Nacht.

14. Juli 2011

Muss ein bißchen nachdenken, bis zum nächsten Eintrag. Die Gefahr haltlosen Geplappers ist stets gegeben. Wenn sich die Finger auf der Tastatur verselbständigen, obwohl man gar keine neue Partitur einstudiert hat. Ach na ja. Ich bin halt der Typ für Improvisation, der im Grunde selber nicht weiß, welches Lied am Ende gespielt worden sein wird. Was für eine vedrehte Grammatik. Nein, heute ist einfach kein Tag für große geisteswissenschaftliche Entdeckungen von meiner Seite. Ich muss mich erst wieder sammeln. Das Bild hat rein gar nichts mit dieser Randnotiz zu tun.

Hab gerade kein anderes zur Hand, das noch weniger nicht zum Eintrag passt. Aber der Leser liebt Bildmaterial. Ich ja auch! Stets geht einem das Herz auf, wenn man eine Abbildung vom Schreiber oder der Schreiberin sieht. Immer wieder halte ich Fürsprache für mehr persönliches Bildmaterial, aber die Kollegen sind oft immer noch sehr schüchtern. Wer wagt, gewinnt! Also meistens. Oft. Na gut, nicht immer. Aber man hat sich dann nichts zu Schulden kommen lassen, in dieser Hinsicht. So, Schluss für heute. Wird nicht gehaltvoller, die nächtliche Ansprache. Historisches Datum auch noch, sehe ich gerade. Über die französische Revolution schreibe ich heute bestimmt auch nichts mehr, zumal bei meinem Halbwissen. Aber André Heller hat einmal einen mir unvergesslichen Satz in einem uralten Siebziger Jahre-Liebeslied gesungen, das ich vielleicht auch nur deswegen so beeindruckend fand, weil ich es zum ersten mal in einer schummrigen Bar in Schöneberg hörte, irgendwann Mitte der Achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts. „Und du kommst so über mich, wie der 14. Juli über Paris“. Wenn man es so geschrieben liest, nicht sehr originell. Oder vielleicht eher betont originell wirken wollend. Wurscht. Mir hat es damals gut gefallen, in der schummrigen Domina-Bar. Gute Nacht.

10. Juli 2011

http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=104087
Hier sollten eigentlich Erkenntnisse über das Erlangen geistiger Klarheit stehen. Ich hatte heute so einige, im Laufe dieses sonnigen Sonntags. Im Augenblick fehlt mir nur ein wenig die – äh ja – geistige Klarheit, um meine tollen Einsichten angemessen wiederzugeben, ohne mich allzusehr zu verheddern. Ich finde es angenehmer, wenn jemand einen klaren Gedanken auch klar ohne unnötiges Geschwurbel formulieren kann. Zumal bei diesem Thema. Ich bitte um Nachsicht.

Auf jeden Fall rührten die Gedankengänge daher, dass ich mich heute spürbar klareren Geistes fühlte, als die Tage zuvor. (Was mit Verlaub nur zum Teil an hormonellen Schwankungen liegt, ich kenne mich auch langsam gut genug.) Ich habe mich durch mehrmaliges Schlafen zunehmend innerlich von einem Störfaktor entfernt, eine mich eine Weile beschäftigende, unkonstruktive Kommunikation. Es fühlt sich von Nacht zu Nacht, von Tag zu Tag mehr an, als ob es mir endlich gelingt, meinen eigenen Sender wieder störungsfrei einzustellen. Damit hat es wesentlich zu tun.

Ich bin überzeugt, dass man geistige Klarheit nicht erlangen kann, wenn man störende Sender nicht aus dem eigenen Frequenzbereich entfernt. Genauer: man muss sich veritabel räumlich und geistig von dem entfernen, was den eigenen Weg beeinträchtigt, den Rückenwind nimmt. Sich fernhalten, oder die Störfaktoren fernhalten. Zum Beispiel von Menschen fernhalten, die einem den ureigenen Weg nicht zugestehen, steuernd einzuwirken versuchen. Um einen solchen störenden Einfluss zu überwinden, ist es ratsam, sich aus dem Einflussbereich zurückzuziehen. Man muss (sich) nicht daran (ab)arbeiten, das nützt meistens nichts. Keinen lauen Konsens suchen. Das macht einen nicht frei und glücklich. Es sei denn, man will vor allem Frieden mit Hinz und Kunz. Dann mag das eine Lösung sein. Aber man entfernt sich dann ganz sicher von der ureigenen Motivation, sofern diese – wie gesagt – nicht vorrangig aus Harmoniestreben besteht.

Zeitlich begrenzte, wenn auch rituell gebetsmühlenhaft wiederholte Meditationsübungen führen nicht zu einem klaren, ruhigen Geist, wenn die Eckdaten der Situation nicht geändert werden. Dann ist Meditation nur Kompensation. Ein Pflaster auf einer viel tieferen Wunde. Der unruhige Geist findet nicht tiefen Frieden in stundenweisen Verdr Meditationsübungen sondern in grundlegend zuträglichen, gesunden, entspannten Lebensbedingungen. Dann kann man sich das Meditationsstündchen sparen, weil der Zustand der Ruhe dann dauerhaft ist. Man kann es auch mit der langfristigen Nutzlosigkeit zeitlich begrenzter Diäten, phasenweiser Ernährungsumstellungen oder punktueller Fitnessübungen vergleichen. So lange das Dienliche als Ausnahmezustand zelebriert wird, nicht so selbstverständlich wie Atmen geschieht (damit hört man ja auch nicht mehr auf), handelt es sich um eine Ausnahmehandlung, die kein Teil der eigenen Natur werden kann.

Menschen, die eine grundlegende Veränderung in ihrer Lebensweise fest installiert haben, kommen in den Genuss einer dauerhaften Ernte. Wenn man in fünfzehn wachen Stunden wiederholte geistige ‚Verunreinigung‘, Vereinnahmung, Infiltration zulässt, wird es äußerst schwierig, eigentlich unmöglich, in einer einzigen sechzehnten Stunde des Rückzugs in einen inneren Raum geistiger Ruhe, diese fünfzehn Stunden Unfug-Overflow zu transformieren und zu peace of mind oder womöglich ‚weißem Licht‘ zu transzendieren. Das mag der Grund sein, warum viele Menschen, die mit großer Ernsthaftigkeit an Meditationstechniken arbeiten, keine wirkliche innere Ruhe finden, die nennenswert über die Meditationsstunde hinausginge, obwohl sie es mit großer Regelmäßigkeit, Disziplin und Ehrgeiz angehen. In einer unruhigen Welt dauerhaft geistige Klarheit zu finden, in dem Sinne, dass man in der Lage ist, glasklar die ureigenen Lebensimpulse und unverstellten Gedanken, Wahrnehmungen zu erleben, ist nur möglich, wenn man lernt, wie man sich schützt. Tapfer bei sich bleibt und Vereinnahmung in der Kommunikation mit anderen ohne schlechtes Gewissen weit von sich weist. Ich übe da auch noch. Mal sehen, ob ich es hinkriege. Und viel schlafen. Gute Nacht.

12. Juli 2011

Stark inspiriert durch die Lektüre der Bedienungsanleitung für das Erstellen von Wikipedia-Einträgen, vor ungefähr fünf Minuten, dachte ich mir, dass es doch sicher nach dem Geschmack vieler Leserinnen und Leser wäre, wenn man diese Empfehlungen leicht angepasst für Blogeinträge ausgibt. Somit können wir die folgende Anleitung als unsere persönliche kleine Hausordnung erachten:
„Hier kannst du einen neuen Wikipedia-Artikel Blog-Eintrag verfassen. Eine Anleitung für Anfänger findest du unter Wikipedia bei deinem Blog-Hoster: Dein erster Artikel Blogeintrag.
Beachte dabei: Der Artikel Blogeintrag sollte
* ein Mindestniveau erfüllen,
* enzyklopädische Relevanz besitzen
* und durch Quellen belegt sein.
Es passiert leider zu oft, dass schlechte Artikel gelöscht stinklangweilige Blogeinträge weggeklickt werden müssen. Wenn du das Erstellen oder Bearbeiten von Artikeln Blogeinträgen erst einmal ausprobieren möchtest, nutze bitte die „Spielwiese“ offline-Funktion.“

Quelle: Wikipedia!
Mir persönlich liegt natürlich vor allem die enzyklopädische Relevanz am Herzen, was meinen Lesern sicher nicht entgangen ist. Da ich mich als Wissenschaftsblog verstehe, habe ich hier natürlich auch eine Vorbildfunktion, der ich mich jederzeit zu stellen bereit bin.

12. Juli 2011

Stark inspiriert durch die Lektüre der Bedienungsanleitung für das Erstellen von Wikipedia-Einträgen, vor ungefähr fünf Minuten, dachte ich mir, dass es doch sicher nach dem Geschmack vieler Leserinnen und Leser wäre, wenn man diese Empfehlungen leicht angepasst für Blogeinträge ausgibt. Somit können wir die folgende Anleitung als unsere persönliche kleine Hausordnung erachten:
„Hier kannst du einen neuen Wikipedia-Artikel Blog-Eintrag verfassen. Eine Anleitung für Anfänger findest du unter Wikipedia bei deinem Blog-Hoster: Dein erster Artikel Blogeintrag.
Beachte dabei: Der Artikel Blogeintrag sollte
* ein Mindestniveau erfüllen,
* enzyklopädische Relevanz besitzen
* und durch Quellen belegt sein.
Es passiert leider zu oft, dass schlechte Artikel gelöscht stinklangweilige Blogeinträge weggeklickt werden müssen. Wenn du das Erstellen oder Bearbeiten von Artikeln Blogeinträgen erst einmal ausprobieren möchtest, nutze bitte die „Spielwiese“ offline-Funktion.“

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Mir persönlich liegt natürlich vor allem die enzyklopädische Relevanz am Herzen, was meinen Lesern sicher nicht entgangen ist. Da ich mich als Wissenschaftsblog verstehe, habe ich hier natürlich auch eine Vorbildfunktion, der ich mich jederzeit zu stellen bereit bin.

10. Juli 2011

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Hier sollten eigentlich Erkenntnisse über das Erlangen geistiger Klarheit stehen. Ich hatte heute so einige, im Laufe dieses sonnigen Sonntags. Im Augenblick fehlt mir nur ein wenig die – äh ja – geistige Klarheit, um meine tollen Einsichten angemessen wiederzugeben, ohne mich allzusehr zu verheddern. Ich finde es angenehmer, wenn jemand einen klaren Gedanken auch klar ohne unnötiges Geschwurbel formulieren kann. Zumal bei diesem Thema. Ich bitte um Nachsicht.

Auf jeden Fall rührten die Gedankengänge daher, dass ich mich heute spürbar klareren Geistes fühlte, als die Tage zuvor. (Was mit Verlaub nur zum Teil an hormonellen Schwankungen liegt, ich kenne mich auch langsam gut genug.) Ich habe mich durch mehrmaliges Schlafen zunehmend innerlich von einem Störfaktor entfernt, eine mich eine Weile beschäftigende, unkonstruktive Kommunikation. Es fühlt sich von Nacht zu Nacht, von Tag zu Tag mehr an, als ob es mir endlich gelingt, meinen eigenen Sender wieder störungsfrei einzustellen. Damit hat es wesentlich zu tun.

Ich bin überzeugt, dass man geistige Klarheit nicht erlangen kann, wenn man störende Sender nicht aus dem eigenen Frequenzbereich entfernt. Genauer: man muss sich veritabel räumlich und geistig von dem entfernen, was den eigenen Weg beeinträchtigt, den Rückenwind nimmt. Sich fernhalten, oder die Störfaktoren fernhalten. Zum Beispiel von Menschen fernhalten, die einem den ureigenen Weg nicht zugestehen, steuernd einzuwirken versuchen. Um einen solchen störenden Einfluss zu überwinden, ist es ratsam, sich aus dem Einflussbereich zurückzuziehen. Man muss (sich) nicht daran (ab)arbeiten, das nützt meistens nichts. Keinen lauen Konsens suchen. Das macht einen nicht frei und glücklich. Es sei denn, man will vor allem Frieden mit Hinz und Kunz. Dann mag das eine Lösung sein. Aber man entfernt sich dann ganz sicher von der ureigenen Motivation, sofern diese – wie gesagt – nicht vorrangig aus Harmoniestreben besteht.

Zeitlich begrenzte, wenn auch rituell gebetsmühlenhaft wiederholte Meditationsübungen führen nicht zu einem klaren, ruhigen Geist, wenn die Eckdaten der Situation nicht geändert werden. Dann ist Meditation nur Kompensation. Ein Pflaster auf einer viel tieferen Wunde. Der unruhige Geist findet nicht tiefen Frieden in stundenweisen Verdr Meditationsübungen sondern in grundlegend zuträglichen, gesunden, entspannten Lebensbedingungen. Dann kann man sich das Meditationsstündchen sparen, weil der Zustand der Ruhe dann dauerhaft ist. Man kann es auch mit der langfristigen Nutzlosigkeit zeitlich begrenzter Diäten, phasenweiser Ernährungsumstellungen oder punktueller Fitnessübungen vergleichen. So lange das Dienliche als Ausnahmezustand zelebriert wird, nicht so selbstverständlich wie Atmen geschieht (damit hört man ja auch nicht mehr auf), handelt es sich um eine Ausnahmehandlung, die kein Teil der eigenen Natur werden kann.

Menschen, die eine grundlegende Veränderung in ihrer Lebensweise fest installiert haben, kommen in den Genuss einer dauerhaften Ernte. Wenn man in fünfzehn wachen Stunden wiederholte geistige ‚Verunreinigung‘, Vereinnahmung, Infiltration zulässt, wird es äußerst schwierig, eigentlich unmöglich, in einer einzigen sechzehnten Stunde des Rückzugs in einen inneren Raum geistiger Ruhe, diese fünfzehn Stunden Unfug-Overflow zu transformieren und zu peace of mind oder womöglich ‚weißem Licht‘ zu transzendieren. Das mag der Grund sein, warum viele Menschen, die mit großer Ernsthaftigkeit an Meditationstechniken arbeiten, keine wirkliche innere Ruhe finden, die nennenswert über die Meditationsstunde hinausginge, obwohl sie es mit großer Regelmäßigkeit, Disziplin und Ehrgeiz angehen. In einer unruhigen Welt dauerhaft geistige Klarheit zu finden, in dem Sinne, dass man in der Lage ist, glasklar die ureigenen Lebensimpulse und unverstellten Gedanken, Wahrnehmungen zu erleben, ist nur möglich, wenn man lernt, wie man sich schützt. Tapfer bei sich bleibt und Vereinnahmung in der Kommunikation mit anderen ohne schlechtes Gewissen weit von sich weist. Ich übe da auch noch. Mal sehen, ob ich es hinkriege. Und viel schlafen. Gute Nacht.

09. Juli 2011

Ich kenne keine Mary-Jane. Wahrscheinlich macht man sich gleich verdächtig, wenn man nicht in das Gewinsel um verschwundene, abgemurkste kleine Mädchen mit großem Trauerflor einfällt. Am besten gleich Staatstrauer verhängen! Aber nur bei 1 – 11-jährigen Mädchen mit Puppengesicht. Danach sind sie nicht mehr so goldig und lieb. Auch gibt es weiterhin keine Veranlassung, Bildschlagzeilen zu fabrizieren, wenn Oma Kasuppke oder Tante Inge um die Ecke gebracht werden. Die haben ja ihr Leben schon mehr oder weniger hinter sich. Oder womöglich Männer. Alte Männer! Weg damit! Ist nicht schade drum. Aber kleine Mädchen. Ganz schlimm. Alle Räder müssen stillstehen und große Suchaktionen müssen eingeleitet werden, Geld spielt keine Rolle. Es geht um ein Mädchen. Es geht um Mary-Jane! Unschuld. So alte Männer, die haben doch auch meistens was auf dem Kerbholz, machen wir uns doch nichts vor. Und Tante Inge war schließlich alt genug, um darauf zu achten, mit wem sie Umgang pflegt. Aber so ein kleines süßes Mädchen. Das ist ein Fall für Interpol. Womöglich fehlt bei mir das Mutti-Gen.

09. Juli 2011

Ich kenne keine Mary-Jane. Wahrscheinlich macht man sich gleich verdächtig, wenn man nicht in das Gewinsel um verschwundene, abgemurkste kleine Mädchen mit großem Trauerflor einfällt. Am besten gleich Staatstrauer verhängen! Aber nur bei 1 – 11-jährigen Mädchen mit Puppengesicht. Danach sind sie nicht mehr so goldig und lieb. Auch gibt es weiterhin keine Veranlassung, Bildschlagzeilen zu fabrizieren, wenn Oma Kasuppke oder Tante Inge um die Ecke gebracht werden. Die haben ja ihr Leben schon mehr oder weniger hinter sich. Oder womöglich Männer. Alte Männer! Weg damit! Ist nicht schade drum. Aber kleine Mädchen. Ganz schlimm. Alle Räder müssen stillstehen und große Suchaktionen müssen eingeleitet werden, Geld spielt keine Rolle. Es geht um ein Mädchen. Es geht um Mary-Jane! Unschuld. So alte Männer, die haben doch auch meistens was auf dem Kerbholz, machen wir uns doch nichts vor. Und Tante Inge war schließlich alt genug, um darauf zu achten, mit wem sie Umgang pflegt. Aber so ein kleines süßes Mädchen. Das ist ein Fall für Interpol. Womöglich fehlt bei mir das Mutti-Gen.

08. Juli 2011

Also das war so:
Ich bin irgendwie im Haus meiner Eltern, das aber ganz anders ausschaut als in echt und ich übernachte in einem Zimmer, das wie ein Schlafsaal für mehrere eingerichtet ist, mit lauter Matratzen auf dem Boden. Die Chinesin von Germany’s Next Topmodel ist auch da. Es ist früh und ich bin schon vor ihr wach, sie schläft noch. Ich stehe auf und suche meinen dunkelroten Kosmetik-/Schminkkoffer, der vor dem Schlafengehen noch da war und neben der Matratze von Sihe, oder wie sie heißt, gestanden hat. Den Koffer gibt es in echt, der ist aber überhaupt kein Kosmetikkoffer sondern von meiner Oma geerbt, ein alter kleiner dunkelroter Koffer aus den Dreißiger Jahren, ungefähr so groß wie ein DIN A 3 Blatt und der steht in meinem Schlafzimmer, mit irgendwelchem alten Zeug drin. Wahrscheinlich Reliquien, Briefe, Bilder, hochwichtige Eintrittskarten für Popkonzerte.
Auf jeden Fall ist der Koffer weg! Ich komme aus der Dusche und bin deswegen ganz nervös und spreche das chinesische „Topmodel“ an, ob sie weiß, wo der Koffer geblieben ist. Sie sagt, sie hat ihn weggeschmissen, weil sie es nicht ausstehen kann, wenn Frauen sich schminken! Als Topmodel (!) Das muss man sich mal vorstellen. In der Serie hat sie immer so schüchtern und lieb getan und nun entpuppt sie sich als kleine rigorose Hexe, die anderen Vorschriften machen will. Ich denke, es schlägt Dreizehn! Ich gehe aus dem blöden, halbdunklen Zimmer, sie liegt immer noch verschlafen im Bett rum. Auf dem Flur suche ich in den Einbauschränken, ob sie den Koffer vielleicht da versteckt hat, die blöde Kuh. Ich bin ja so enttäuscht! Immer hat sie auf mitfühlend und sensibel gemacht und jetzt nimmt sie mir meinen geliebten Schminkkoffer weg. So eine Sauerei! Ich finde den Koffer nicht und gehe wieder in das blöde Zimmer, wo sie immer noch verpennt herumliegt. Ich beuge mich zu ihr runter und schüttle sie an den Schultern, damit sie begreift, was für eine Katastrophe sie mir angetan hat und schimpfe mit ihr: „Das ist so gemein! Du kannst dir das ja leisten, weil du bist naturhübsch! Aber ich! Und außerdem war da auch noch meine Armani-Körpermilch drin und die war total teuer!“ Sie ist einfach eiskalt und zeigt überhaupt kein Mitgefühl und macht nur „pah“. Blöde Kuh! Dann bin ich Gottseidank aufgewacht. Ganz schlimmer Traum!

08. Juli 2011

Also das war so:
Ich bin irgendwie im Haus meiner Eltern, das aber ganz anders ausschaut als in echt und ich übernachte in einem Zimmer, das wie ein Schlafsaal für mehrere eingerichtet ist, mit lauter Matratzen auf dem Boden. Die Chinesin von Germany’s Next Topmodel ist auch da. Es ist früh und ich bin schon vor ihr wach, sie schläft noch. Ich stehe auf und suche meinen dunkelroten Kosmetik-/Schminkkoffer, der vor dem Schlafengehen noch da war und neben der Matratze von Sihe, oder wie sie heißt, gestanden hat. Den Koffer gibt es in echt, der ist aber überhaupt kein Kosmetikkoffer sondern von meiner Oma geerbt, ein alter kleiner dunkelroter Koffer aus den Dreißiger Jahren, ungefähr so groß wie ein DIN A 3 Blatt und der steht in meinem Schlafzimmer, mit irgendwelchem alten Zeug drin. Wahrscheinlich Reliquien, Briefe, Bilder, hochwichtige Eintrittskarten für Popkonzerte.
Auf jeden Fall ist der Koffer weg! Ich komme aus der Dusche und bin deswegen ganz nervös und spreche das chinesische „Topmodel“ an, ob sie weiß, wo der Koffer geblieben ist. Sie sagt, sie hat ihn weggeschmissen, weil sie es nicht ausstehen kann, wenn Frauen sich schminken! Als Topmodel (!) Das muss man sich mal vorstellen. In der Serie hat sie immer so schüchtern und lieb getan und nun entpuppt sie sich als kleine rigorose Hexe, die anderen Vorschriften machen will. Ich denke, es schlägt Dreizehn! Ich gehe aus dem blöden, halbdunklen Zimmer, sie liegt immer noch verschlafen im Bett rum. Auf dem Flur suche ich in den Einbauschränken, ob sie den Koffer vielleicht da versteckt hat, die blöde Kuh. Ich bin ja so enttäuscht! Immer hat sie auf mitfühlend und sensibel gemacht und jetzt nimmt sie mir meinen geliebten Schminkkoffer weg. So eine Sauerei! Ich finde den Koffer nicht und gehe wieder in das blöde Zimmer, wo sie immer noch verpennt herumliegt. Ich beuge mich zu ihr runter und schüttle sie an den Schultern, damit sie begreift, was für eine Katastrophe sie mir angetan hat und schimpfe mit ihr: „Das ist so gemein! Du kannst dir das ja leisten, weil du bist naturhübsch! Aber ich! Und außerdem war da auch noch meine Armani-Körpermilch drin und die war total teuer!“ Sie ist einfach eiskalt und zeigt überhaupt kein Mitgefühl und macht nur „pah“. Blöde Kuh! Dann bin ich Gottseidank aufgewacht. Ganz schlimmer Traum!

06. Juli 2011

Experimentelle Hausaufgabe: sich testweise weitgehende Verantwortung für das eigene Gedeihen und Verderben unterstellen. Nach einiger Zeit hat sich mir gezeigt, man kann da viel machen. Immerhin kann man den physischen und atmosphärischen Stoffwechsel beeinflussen. Optimieren. Nicht in jedem Fall vielleicht zu ekstatischem Erfolg führen, aber unbedingt zuträglich verändern. Körperlich, menschlich, materiell, ideell.
In Nordamerika ist mir etwas aufgefallen, das mir gut gefallen hat. Und zwar sowohl im angloamerikanischen Südwesten als auch bei den Natives. Ich hatte mit Menschen zu tun, die ihr Leben durch eigene Arbeit aufrechtzuerhalten versuchten und das auf unterschiedlichem Level hinbekamen. So unterschiedlich das weiße vom roten Amerika in religiösen Ritualen und Traditionen ist, so sehr fällt die Gemeinsamkeit auf. Der (Sports-)Geist von einem eigenständigen Leben. Das Selbstverständnis, sich in keiner Opferposition sehen zu wollen, lieber in der des unabhängigen Machers. Ich habe nicht hunderttausend Menschen getroffen, aber mir ist kein einziger Jammerlappen über den Weg gelaufen. Fällt mir ein, weil mir gerade wieder auffällt, wie energiezehrend Zeitgenossen sind, die alle möglichen Rahmenbedingungen, Familiensozialisation, böses Schicksal für diverse unwirtliche Lebensumstände verantwortlich machen. Da scheint mir die deutsche Seele doch anfälliger zu sein, als die amerikanische. Hier sind mir schon jede Menge Jammerlappen begegnet und es ist kein Ende abzusehen. Der düstere Prophet betet den eigenen Untergang herbei. Klappt auch meistens. Nicht schön. Früher fand ich Sportler ein bißchen langweilig. Inzwischen schätze ich Sportsgeist über alles. In allen Lebenslagen. Wenn man die eigene Kraft komplett ausgelotet hat, mit aller Kraft versucht hat, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen und wenn man dann ausrutscht, dann hat es nicht sollen sein. Aber das weiß man erst dann. An dem Punkt lasse ich das doofe gemeine Schicksal gelten. Aber vorher nicht. Ich hätte immer nagenden Zweifel, wenn ich nicht alles versucht hätte, ob ich das Blatt nicht hätte wenden können. Muss doch ein blödes Gefühl sein. Noch blöder als nach den größten Mühen zu scheitern. Ich weiß, dass viele gar nicht so weit denken. Heidi Klum hat neulich etwas Interessantes gesagt (nicht in der Modelsendung). Verschiedene prominente Frauen wurden gefragt, was sie von ihrem Vater gelernt hätten, was ihnen besonders viel bedeuten würde. Klum sagte, sie sei froh, dass ihr Vater mit ihr von Kindesbeinen an Schach gespielt hätte, weil es dadurch für sie zur Normalität wurde, fünf Schritte vorauszudenken, während viele andere nur an den jeweils nächsten Schritt denken würden. Das hätte ihr vor allem in geschäftlicher Hinsicht immens geholfen. Ich finde es wert, darüber nachzudenken. Nicht nur in geschäftlicher Hinsicht. Mir schläft gerade der rechte Fuß ein. Ich lege den Rest auch mal schlafen.

05. Juli 2011

Keine Lust auf Debatten. Eigentlich nur auf intelligentes Geblödel, empathische Zustimmung, visionäres Gedankengut und übertriebene Komplimente. Alles andere nervt. Und ab und zu ein paar exquisite Lästereien, von wegen Salz in der Suppe. Und für den großen kosmischen Ausgleich. Was mich persönlich auch noch sehr langweilt, wenn jemand nicht den Horizont hat, das Konzept von Genugtuung (schreibt man das wirklich mit zwei u? Sieht ja komisch aus) zu begreifen. Greift bedauerlicherweise um sich. Vermutlich von dieser – für mich persönlich – ausgesprochen langweiligen Buddhisten-Mode her rührend (oder schreibt man das zusammen?). Schnarch.

05. Juli 2011

Keine Lust auf Debatten. Eigentlich nur auf intelligentes Geblödel, empathische Zustimmung, visionäres Gedankengut und übertriebene Komplimente. Alles andere nervt. Und ab und zu ein paar exquisite Lästereien, von wegen Salz in der Suppe. Und für den großen kosmischen Ausgleich. Was mich persönlich auch noch sehr langweilt, wenn jemand nicht den Horizont hat, das Konzept von Genugtuung (schreibt man das wirklich mit zwei u? Sieht ja komisch aus) zu begreifen. Greift bedauerlicherweise um sich. Vermutlich von dieser – für mich persönlich – ausgesprochen langweiligen Buddhisten-Mode her rührend (oder schreibt man das zusammen?). Schnarch.

03. Juli 2011


auf dem Weg Atelier zurück nach Hause gedacht: romantische Bestürzung. Ich öffnete nach Monaten die Tür der kleinen Kammer und erschrak. Über die Intensität des winzigen Raumes. So etwas kommt in Filmen vor. Wie die Szene, als Meryl Streep in „Die Brücken am Fluss“ nach dem Tod des Fotografen, der von Clint Eastwood gespielt wurde, viele Jahre später einen Karton mit Reliquien der gemeinsamen Zeit erhält. Mit seinem silbernen Armreif. Und einem Buch mit den Bildern der wenigen schönen Tage bei den Bridges of Madison County. Ich holte tief Luft und begann das Laub der vergangenen Monate auf dem Balkon zu entfernen. Ein bißchen Lüften. Den Wasserstein entfernen, der immer einen Rand bildet, wenn man die Spülung mehrere Monate nicht betätigt hat. Das alte Telefon ausgepackt und dazugestellt. Und zwei T-Shirts in blauem Geschenkpapier dazugelegt. Und ein Heft vom September 2009 der Friedrichshainer Chronik. Und das zweite Paket mit den Fotografien. Und vier leere, mit schwarzem und Silberstift beschriftete Flaschen dazugestellt. Dann habe ich die Tür wieder verschlossen. Die Kinoqualität des Ganzen wurde mir erst bewusst, als ich die Treppe hinunterging und dachte, dass sicher nicht sehr viele Menschen so etwas machen. In dieser Dimension. Und die es tun, machen es vielleicht zum öffentlichen Raum. Ich sollte Führungen anbieten. Mit Eintritt und einem guten Getränk zur Begrüßung. Und im Nebenraum läuft ein Filmprojektor.

03. Juli 2011


auf dem Weg Atelier zurück nach Hause gedacht: romantische Bestürzung. Ich öffnete nach Monaten die Tür der kleinen Kammer und erschrak. Über die Intensität des winzigen Raumes. So etwas kommt in Filmen vor. Wie die Szene, als Meryl Streep in „Die Brücken am Fluss“ nach dem Tod des Fotografen, der von Clint Eastwood gespielt wurde, viele Jahre später einen Karton mit Reliquien der gemeinsamen Zeit erhält. Mit seinem silbernen Armreif. Und einem Buch mit den Bildern der wenigen schönen Tage bei den Bridges of Madison County. Ich holte tief Luft und begann das Laub der vergangenen Monate auf dem Balkon zu entfernen. Ein bißchen Lüften. Den Wasserstein entfernen, der immer einen Rand bildet, wenn man die Spülung mehrere Monate nicht betätigt hat. Das alte Telefon ausgepackt und dazugestellt. Und zwei T-Shirts in blauem Geschenkpapier dazugelegt. Und ein Heft vom September 2009 der Friedrichshainer Chronik. Und das zweite Paket mit den Fotografien. Und vier leere, mit schwarzem und Silberstift beschriftete Flaschen dazugestellt. Dann habe ich die Tür wieder verschlossen. Die Kinoqualität des Ganzen wurde mir erst bewusst, als ich die Treppe hinunterging und dachte, dass sicher nicht sehr viele Menschen so etwas machen. In dieser Dimension. Und die es tun, machen es vielleicht zum öffentlichen Raum. Ich sollte Führungen anbieten. Mit Eintritt und einem guten Getränk zur Begrüßung. Und im Nebenraum läuft ein Filmprojektor.

17. Mai 2011

Vokabeln lernen mit Gaga Nielsen!
Heute:
Trittbrettfahrer: freeloader, copycat
Also ich muss sagen, diese beiden Vokabeln lohnen an sich nicht, eingeübt zu werden, da das schöne deutsche Wort „Trittbrettfahrer“ den Sachverhalt doch weit angemessener, da plastischer beschreibt, auch in seiner innewohnenden Plumpheit. Ich plädiere daher dafür, „Trittbrettfahrer“ in den Anglo-Dingsbums-Sprachraum zu exportieren.
Auch eine schöne Sache, um die überholte facebook-Formulierung „hmhmhm ist ein gemeinsamer Freund – Freundesanfrage schicken?“ upzugraden.
„hmhmhm ist ein gemeinsamer Freund, der zwar bis jetzt keine Veranlassung hatte, mit dir Kontakt aufzunehmen, aber du könntest es ja mal durch die kalte Küche versuchen, denn hmhmhm hat tolle Connections, die dich interessieren könnten und macht sich bestimmt gut auf deiner Freundesliste, die du damit zahlenmäßig pushen kannst. Außerdem hast du dann die Möglichkeit, seine privaten Fotos vom letzten Badeurlaub auf Sylt (FKK) anzuschauen, die zwar nicht das Geringste mit dir und deinem kleinen Leben zu tun haben, aber du hast doch zu viel Tagesfreizeit und kannst dir öfter mal einen runterh und auch sonst ist nicht viel los in deinem kleinen Kaff – also: „Trittbrettfahren?“

09. Juni 2011


Ah ja, bloggen. Ein neuer Eintrag soll her. Viele Eindrücke im Kopf, weniger im Herz. Zeug geträumt, halleluja. Nicht zu beschreiben. Kennt man vielleicht: so intim, einem selber so entlarvend erscheinend, dass man die Assoziationsketten fürchtet, schriebe man es auf. Ich habe noch niemals vorher von der freiwilligen Selbstkastration eines Mannes geträumt. Um Gottes Willen. Ich will das gar nicht weiter ausführen. Nur, dass er sehr gelassen, um nicht zu sagen besonnen darüber sprach. Und zwar nachdem es bereits erfolgt und bestens verheilt war. Als Konsequenz vielfältigster Lebenserfahrungen. Wie um eine Geißel loszuwerden, eine chronische Erkrankung, die zuverlässig zu beschwerlichen Komplikationen im menschlichen Miteinander führte. Insbesondere mit Frauen. Ich bin fassungslos aufgewacht, auch weil ich den unwahrscheinlich erscheinenden Wahrheitsgehalt erkannte.
Dann letzte Nacht von einem Aufenthalt in einer Wohnung eines vergangenen Geliebten geträumt. Er war mit seiner (nur im Traum) aktuellen Mitbewohnerin zu einem Wochenend-Trip verreist. Es wurde in der Wohnung in der Abwesenheit der beiden eine Party gefeiert, ich war irgendwie auch dabei. An das Fest keine Erinnerung, offenbar völlig unwichtig. Als die beiden zurückkehrten, suchte ich meinen Wohnungsschlüssel im Flokati-Teppich und fand ihn fast nicht mehr. Ich beobachtete das Sonnenlicht, durch die Fenster des Schlafzimmers, in dem ein Ehebett stand, ordentlich gemachtes Doppelbett, geradezu spießig in Anbetracht des eher hippiesken Umfeldes der beiden. Im Traum dachte ich noch, beim Blick ins Grüne durch das Fenster, erstaunlich, was für gute Wohnungen man sich heutzutage leisten kann, ohne nennenswerte Einkünfte. Ich fand den Schlüssel dann doch noch an einer Stelle im Teppich und war erleichtert, dass ich nicht den teuren Schlüsseldienst rufen musste, immerhin war Sonntag.

Als ich wach meine Gedanken sortierte, fiel es mir komisch auf, dass die Frau in dem Traum, mit der er da wohnte, ja nur die Frau unmittelbar nach mir war, mit der er auch schon seit vielen Jahren nicht mehr in einer Paarbeziehung lebt. Nicht ganz auf dem neuesten Stand, der Traumdrehbuchautor. Und dann fiel mir ein, dass die tatsächliche Frau seiner Gegenwart, die in dem Traum mit ihm hätte zurückkommen müssen, keinerlei Rolle spielte. Und dass ich sie aus der leidenschaftsbefreiten Distanz verrauchter Gefühle mittlerweile sogar attraktiver empfinde, als ihn selbst. Kein Traumgedanke, wirklich. Nachvollziehbar anziehend. Die Frau vorher dagegen eine graue Maus, die sich zeitweise abmühte, bunt zu wirken, um besser neben ihn, den schrägen Paradiesvogel zu passen, aber man kaufte es ihr nicht so recht ab. Egal wie sie sich anstrengte, sie wirkte immer wie für Faschingsdienstag verkleidet.
Dieser schöne Blogeintrag sollte eigentlich noch weiter gehen, mit etwas ganz anderem. Ich tippte noch eine schöne Episode, die ich wirklich erlebte, neulich in der S-Bahn. Ganz ungeträumt. Aber die Buchstaben sind abgestürzt, weil ich auf eine falsche Taste gekommen bin, und jetzt ist es spät und ich will schlafen gehen. Die Geschichte kann ich ja immer noch erzählen. Läuft nicht weg.
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=104087

09. Juni 2011


Ah ja, bloggen. Ein neuer Eintrag soll her. Viele Eindrücke im Kopf, weniger im Herz. Zeug geträumt, halleluja. Nicht zu beschreiben. Kennt man vielleicht: so intim, einem selber so entlarvend erscheinend, dass man die Assoziationsketten fürchtet, schriebe man es auf. Ich habe noch niemals vorher von der freiwilligen Selbstkastration eines Mannes geträumt. Um Gottes Willen. Ich will das gar nicht weiter ausführen. Nur, dass er sehr gelassen, um nicht zu sagen besonnen darüber sprach. Und zwar nachdem es bereits erfolgt und bestens verheilt war. Als Konsequenz vielfältigster Lebenserfahrungen. Wie um eine Geißel loszuwerden, eine chronische Erkrankung, die zuverlässig zu beschwerlichen Komplikationen im menschlichen Miteinander führte. Insbesondere mit Frauen. Ich bin fassungslos aufgewacht, auch weil ich den unwahrscheinlich erscheinenden Wahrheitsgehalt erkannte.
Dann letzte Nacht von einem Aufenthalt in einer Wohnung eines vergangenen Geliebten geträumt. Er war mit seiner (nur im Traum) aktuellen Mitbewohnerin zu einem Wochenend-Trip verreist. Es wurde in der Wohnung in der Abwesenheit der beiden eine Party gefeiert, ich war irgendwie auch dabei. An das Fest keine Erinnerung, offenbar völlig unwichtig. Als die beiden zurückkehrten, suchte ich meinen Wohnungsschlüssel im Flokati-Teppich und fand ihn fast nicht mehr. Ich beobachtete das Sonnenlicht, durch die Fenster des Schlafzimmers, in dem ein Ehebett stand, ordentlich gemachtes Doppelbett, geradezu spießig in Anbetracht des eher hippiesken Umfeldes der beiden. Im Traum dachte ich noch, beim Blick ins Grüne durch das Fenster, erstaunlich, was für gute Wohnungen man sich heutzutage leisten kann, ohne nennenswerte Einkünfte. Ich fand den Schlüssel dann doch noch an einer Stelle im Teppich und war erleichtert, dass ich nicht den teuren Schlüsseldienst rufen musste, immerhin war Sonntag.

Als ich wach meine Gedanken sortierte, fiel es mir komisch auf, dass die Frau in dem Traum, mit der er da wohnte, ja nur die Frau unmittelbar nach mir war, mit der er auch schon seit vielen Jahren nicht mehr in einer Paarbeziehung lebt. Nicht ganz auf dem neuesten Stand, der Traumdrehbuchautor. Und dann fiel mir ein, dass die tatsächliche Frau seiner Gegenwart, die in dem Traum mit ihm hätte zurückkommen müssen, keinerlei Rolle spielte. Und dass ich sie aus der leidenschaftsbefreiten Distanz verrauchter Gefühle mittlerweile sogar attraktiver empfinde, als ihn selbst. Kein Traumgedanke, wirklich. Nachvollziehbar anziehend. Die Frau vorher dagegen eine graue Maus, die sich zeitweise abmühte, bunt zu wirken, um besser neben ihn, den schrägen Paradiesvogel zu passen, aber man kaufte es ihr nicht so recht ab. Egal wie sie sich anstrengte, sie wirkte immer wie für Faschingsdienstag verkleidet.
Dieser schöne Blogeintrag sollte eigentlich noch weiter gehen, mit etwas ganz anderem. Ich tippte noch eine schöne Episode, die ich wirklich erlebte, neulich in der S-Bahn. Ganz ungeträumt. Aber die Buchstaben sind abgestürzt, weil ich auf eine falsche Taste gekommen bin, und jetzt ist es spät und ich will schlafen gehen. Die Geschichte kann ich ja immer noch erzählen. Läuft nicht weg.
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=104087

29. Mai 2011

Skymaster im Start! Viking! Sunderland! Berlin Airlift! Candy Drop over Berlin! Gerade die historische Luftbrücken-Doku da unten geguckt. Hab gar nicht gewusst, dass bei der Berliner Luftbrücke 1948 nicht nur normale Flieger im Einsatz waren, sondern auch ein ganz modernes Wasser-Flugzeug, die britische „Sunderland“. Das kann man alles sehr schön in der alten Dokumentation sehen. Großartige Filmbilder vom Flug der Sunderland vom Hamburger Hafen über die Elbe durch den Luftkorridor nach Berlin („inzwischen nimmt die Besatzung an Bord ein eiliges Lönch ein, denn bei mehreren Flügen pro Tag und Flugzeug ist keine Zeit zu verlieren!“). Interessant, in welchem Ausmaß die schon recht gewaltige Bild-Ästhetik von Leni Riefenstahl bei Kameraführung und Schnitt Schule gemacht und Einzug gehalten hat. Ein schöner Sonntag-Nachmittagsfilm. Ich bin drauf gekommen, als ich beim Kleiderschrank-Ausmisten dem hörenswerten Gespräch von Bettina Rust mit dem außerordentlich sympathischen Edzard Reuter lauschte, der erzählte, wie er als junger Mann, nach der Rückkehr aus der Emigration, seinen Vater Ernst Reuter begleitete, als die Rosinenbomber im drei-Minuten(!)-Takt landeten, um das ausgehungerte Berlin zu versorgen. Aus irgendeinem Grund rührt mich das ganze Luftbrücken-Dings dermaßen, dass mir doch tatsächlich die Tränen gekommen sind, und ich mich gefragt habe, warum mich das so aufwühlt. Liegt wohl an Berlin. Rosinenbomber für Mannheim oder Buxtehude wären auch schön, aber nur irgendsoein historischer Fakt von vielen. Schon komisch.

29. Mai 2011

Skymaster im Start! Viking! Sunderland! Berlin Airlift! Candy Drop over Berlin! Gerade die historische Luftbrücken-Doku da unten geguckt. Hab gar nicht gewusst, dass bei der Berliner Luftbrücke 1948 nicht nur normale Flieger im Einsatz waren, sondern auch ein ganz modernes Wasser-Flugzeug, die britische „Sunderland“. Das kann man alles sehr schön in der alten Dokumentation sehen. Großartige Filmbilder vom Flug der Sunderland vom Hamburger Hafen über die Elbe durch den Luftkorridor nach Berlin („inzwischen nimmt die Besatzung an Bord ein eiliges Lönch ein, denn bei mehreren Flügen pro Tag und Flugzeug ist keine Zeit zu verlieren!“). Interessant, in welchem Ausmaß die schon recht gewaltige Bild-Ästhetik von Leni Riefenstahl bei Kameraführung und Schnitt Schule gemacht und Einzug gehalten hat. Ein schöner Sonntag-Nachmittagsfilm. Ich bin drauf gekommen, als ich beim Kleiderschrank-Ausmisten dem hörenswerten Gespräch von Bettina Rust mit dem außerordentlich sympathischen Edzard Reuter lauschte, der erzählte, wie er als junger Mann, nach der Rückkehr aus der Emigration, seinen Vater Ernst Reuter begleitete, als die Rosinenbomber im drei-Minuten(!)-Takt landeten, um das ausgehungerte Berlin zu versorgen. Aus irgendeinem Grund rührt mich das ganze Luftbrücken-Dings dermaßen, dass mir doch tatsächlich die Tränen gekommen sind, und ich mich gefragt habe, warum mich das so aufwühlt. Liegt wohl an Berlin. Rosinenbomber für Mannheim oder Buxtehude wären auch schön, aber nur irgendsoein historischer Fakt von vielen. Schon komisch.

25. Mai 2011

http://static.photobucket.com/player.swf
Sometimes, I feel the fear of uncertainty stinging clear. And I can’t help but ask myself how much I’ll let the fear take the wheel and steer. It’s driven me before and it seems to have a vague haunting mass appeal. But lately I’m beginning to find that I should be the one behind the wheel.
Whatever tomorrow brings, I’ll be there with open arms and open eyes, yeah whatever tomorrow brings, I’ll be there, I’ll be there.
So if I decide to waiver my chance to be one of the hive, will I choose water over wine and hold my own and drive? It’s driven me before and it seems to be the way that everyone else gets around. But lately I’m beginning to find that when I drive myself my light is found.
Whatever tomorrow brings, I’ll be there with open arms and open eyes, yeah whatever tomorrow brings, I’ll be there I’ll be there. Would you choose water over wine… hold the wheel and drive? Whatever tomorrow brings, I’ll be there with open arms and open eyes, yeah whatever tomorow brings, I´ll be there, I’ll be there.
INCUBUS

22. Mai 2011


Arbeit schändet nicht! Diese ehrenwerte Haltung vertritt auch Sascha Lobo, der sich nicht zu schade ist, tatkräftig mit anzupacken und seinen Mann zu stehen! Sicher hat er vor lauter Arbeit vergessen, auf seiner Homepage zu erwähnen, dass er nicht nur Autor, Blogger und Vortragsredner ist, sondern allem voran Stuckateur, in dem hoch angesehenen Meisterbetrieb Norman Kainz, welcher derzeit die Fassade des Hauses gegenüber von meiner Wohnung, Joachim- Ecke Auguststraße restauriert, wo früher das Prominentenlokal „Al Contadino sotto le stelle“ (Brad Pitt und so) drin war. Ich ziehe meinen Hut vor Sascha Lobo! Nur jemand, der weiß, was echte Handwerksarbeit bedeutet, konnte mit Fug (!) und Recht ein Buch mit dem Titel „Wir nennen es Arbeit“ schreiben. Seiner Bescheidenheit ist es zuzuschreiben, dass er nicht damit hausieren geht, auf welche ehrenwerte Art er sein täglich Brot verdient. Ich mochte ihn ja schon immer!
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649

22. Mai 2011


Arbeit schändet nicht! Diese ehrenwerte Haltung vertritt auch Sascha Lobo, der sich nicht zu schade ist, tatkräftig mit anzupacken und seinen Mann zu stehen! Sicher hat er vor lauter Arbeit vergessen, auf seiner Homepage zu erwähnen, dass er nicht nur Autor, Blogger und Vortragsredner ist, sondern allem voran Stuckateur, in dem hoch angesehenen Meisterbetrieb Norman Kainz, welcher derzeit die Fassade des Hauses gegenüber von meiner Wohnung, Joachim- Ecke Auguststraße restauriert, wo früher das Prominentenlokal „Al Contadino sotto le stelle“ (Brad Pitt und so) drin war. Ich ziehe meinen Hut vor Sascha Lobo! Nur jemand, der weiß, was echte Handwerksarbeit bedeutet, konnte mit Fug (!) und Recht ein Buch mit dem Titel „Wir nennen es Arbeit“ schreiben. Seiner Bescheidenheit ist es zuzuschreiben, dass er nicht damit hausieren geht, auf welche ehrenwerte Art er sein täglich Brot verdient. Ich mochte ihn ja schon immer!
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22. Mai 2011

Berlin ganz sonnig und ruhig. Sonntag. Joachim Ecke August. Balkon. Großes Badetuch. Kaffee, Buch. Festplatte macht Soundtrack. Klapprechner drinnen. Kleiner Gruß in große Welt.

Eurovision Song Contest – Studio Berlin! – 14. Mai 2011

Diese ganzen Europäer mit ihren umgehängten Fahnen. So sweet. „Let the Eurovision Song Contest begin!“ Bißchen wie WM auch. Gerade erst entdeckt, den offiziellen Channel. Gibt es den schon länger? Man kann alle möglichen Videos von den Proben der letzten Tage für das große Ereignis morgen angucken. Schon toll. Unser Beitrag muss sich aber nicht verstecken. Coole Choreographie, ohne Häkelborten und Schnörkelkram. Und dann am Ende der Knall. Rumms. Ha! Eindeutig das Hippste, was am Start ist. Dagegen sind die anderen Beiträge schon irgendwie (da ist mein neues Lieblingswort wieder!) frumpy. Was auch für schöne Backgroundsängerinnen, Schokoladenhaut an silbernen Kapuzen. Als ich die Anzüge ohne die Choreo gesehen hatte, dachte ich oh je, oh je, wie bei Woody Allens „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten“. Wie albern, aber es wirkt mit der Inszenierung der Bewegungen völlig anders. Ich sehe mir das auf jeden Fall an.

13. Mai 2011


So so. comme ci comme ça. ετσι κετσι „etsi ketsi“. Sonne kommt, Sonne geht. Wolke kommt, Wolke geht. Ein bißchen die Ruhe nutzen. Man muss die Synchronisation nur hinkriegen. Wenn die Welle nach oben geht, da sein. Wenn sie zurückflutet, ausruhen. Damit kämpfen wir wahrscheinlich alle unser Leben lang. Ob Surfer das besser hinkriegen, nicht nur im Wasser? Zum Beispiel kann man beschließen, dass ein begrenzter Gefängnisaufenthalt eine extreme Erfahrung ist, die man wie ein Abenteuer willkommen heißt. Sich dem aussetzt wie einem dieser Vision-Quest-Wochenenden. Überlebenstraining, Sinnfindung und Visionssuche im Schlamm. Der Trick ist wahrscheinlich, dass man den Spieß umdreht und das Unwirtliche willkommen heißt. Der Fratze ins Gesicht lacht. Einen Versuch ist es unbedingt wert. Ach, da ist sie wieder die Sonne. Seit gestern treibt sie das Spielchen. Dauernd Sonne ist schlimm. Man sieht die Buchstaben auf dem Monitor gar nicht richtig! Vorher so viel Sonne, wie im Sommer schon. Ich hab mich gar nicht eingecremt und trotzdem keinen Sonnenbrand. Die Haut wird nur so ein bißchen knuspriger, wenn man es vorteilhaft ausdrücken wollte. Vielleicht liegt das am Tomatenmark. Ich habe gelesen, dass da was drin ist, was den zelleigenen Sonnenschutzfaktor auffällig erhöht. Im Kühlschrank ist nur noch mexikanischer Thunfisch-Salat und Chilisauce. Das ist doch ein bißchen wenig. Ich muss mal einkaufen gehen.

Die Bilder sind Erinnerung, dass Jupiter bei mir zuhause ist, war. Dankbare. Ganz lange war er da, ein ganzes Jahr. Nicht nur im Badezimmer auf den Bildern. Ich spür ihn immer noch. Er ist gar nicht weg. Jemand mit Saturn im vierten Haus im Geburtshoroskop entwickelt vielleicht eine besondere Affenliebe zu seinem Zuhause, dem selbst erschaffenen. Bei mir ist das ganz bestimmt so. Ich wohne in Zimmern voller Erinnerungen. Nicht ererbte. Selber gestrickte, gehäkelte. Nach einer Zeitrechnung, die mit mir begann.
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649

17. Mai 2011

Vokabeln lernen mit Gaga Nielsen!
Heute:
Trittbrettfahrer: freeloader, copycat
Also ich muss sagen, diese beiden Vokabeln lohnen an sich nicht, eingeübt zu werden, da das schöne deutsche Wort „Trittbrettfahrer“ den Sachverhalt doch weit angemessener, da plastischer beschreibt, auch in seiner innewohnenden Plumpheit. Ich plädiere daher dafür, „Trittbrettfahrer“ in den Anglo-Dingsbums-Sprachraum zu exportieren.
Auch eine schöne Sache, um die überholte facebook-Formulierung „hmhmhm ist ein gemeinsamer Freund – Freundesanfrage schicken?“ upzugraden.
„hmhmhm ist ein gemeinsamer Freund, der zwar bis jetzt keine Veranlassung hatte, mit dir Kontakt aufzunehmen, aber du könntest es ja mal durch die kalte Küche versuchen, denn hmhmhm hat tolle Connections, die dich interessieren könnten und macht sich bestimmt gut auf deiner Freundesliste, die du damit zahlenmäßig pushen kannst. Außerdem hast du dann die Möglichkeit, seine privaten Fotos vom letzten Badeurlaub auf Sylt (FKK) anzuschauen, die zwar nicht das Geringste mit dir und deinem kleinen Leben zu tun haben, aber du hast doch zu viel Tagesfreizeit und kannst dir öfter mal einen runterh und auch sonst ist nicht viel los in deinem kleinen Kaff – also: „Trittbrettfahren?“

16. Mai 2011

Genug gealbert. Ach was, nie genug gealbert. Regentag ohne Regen, hier in Berlin. Gut zum Bilder angucken. Im Archiv blättern. Solche Sachen. Letztes Jahr war es um diese Zeit auch so. Das Wetter. Wolke jagt Sonne, Sonne jagt Wolke. Damals war ich unterwegs. Eine Wanderung, den Tag vorher ein Auftritt, ich zeigte meine Visuals. Etwas, was ich noch zwei, drei Jahre vorher nicht gedacht hätte. Es entwickelte sich einfach so. Aus Spieltrieb. Ich habe plötzlich gesehen, wie sich die Grenzen zwischen Privatem und Öffentlichem auflösen können, ohne dass das eine oder das andere dabei verliert. Da gab es nicht viel zu überlegen. Es war selbstverständlich. Eine Besonderheit dieser Konstellation. Die Öffentlichkeit war ein natürlicher Lebensraum, ohne Abstriche. Als ob sich der eigene Lebensraum erweitert. Die eigenen vier Wände durchlässig werden, ohne den Schutz zu verlieren. So konnte ich begreifen, dass ich tatsächlich eine Art Liebesbeziehung mit dem was man Öffentlichkeit nennt, der Welt habe. Da war keine Furcht, etwas zu verlieren, kein Argwohn zu spüren. Es hatte etwas mit sich verströmen zu tun, nicht mit aufdrängen. Ich glaube immer noch, dass man sich nicht fürchten muss, das Beste was man in sich trägt, zu zeigen. Den Rest kann man ja trotzdem für sich behalten. Unbehagen muss nicht durch mehrdimensionale Dokumentation geehrt werden. Die Sinnhaftigkeit der Beschäftigung damit beginnt erst bei der Transformation. Den Weg aus dem Unbehagen zu finden. Zum Behagen. Komisches Wort. Muss mal gucken, wo das herkommt. Das Behagen. Ja, man muss gucken, wo es herkommt. Ich gehe mal gucken.


http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649

15. Mai 2011

Als Bloggerin habe ich auch einen gewissen Bildungsauftrag und sehe mich in der Pflicht, herausragende historische Ereignisse in Wort und Bild für die Nachgeborenen festzuhalten. Da ich das unermessliche Glück hatte, bei meinem gestrigen Einkauf in der Parfümeriewaren- sowie Unterwäscheabteilung zwei Gutscheine zu erhalten, stellt sich nun die Frage, wie die zweimal 10 € sinnvoll angelegt werden können. Wir erinnern uns: Lena erhielt 107 Punkte = jeweils 10 € pro Gutschein. Ich spiele mit dem Gedanken, eventuell in der Lebensmittelabteilung tropische Früchte oder Bohnenkaffee zu erstehen. Oder vielleicht doch lieber in der Kosmetikabteilung Vorräte des täglichen Bedarfs? Es wird ja nicht schlecht. Ich muss auf jeden Fall darüber schlafen. Oder Strümpfe. Oder Socken. Oder eine neue Zahnbürste. Danke Europa.
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649

Eurovision Song Contest – Studio Berlin! – 14. Mai 2011

Diese ganzen Europäer mit ihren umgehängten Fahnen. So sweet. „Let the Eurovision Song Contest begin!“ Bißchen wie WM auch. Gerade erst entdeckt, den offiziellen Channel. Gibt es den schon länger? Man kann alle möglichen Videos von den Proben der letzten Tage für das große Ereignis morgen angucken. Schon toll. Unser Beitrag muss sich aber nicht verstecken. Coole Choreographie, ohne Häkelborten und Schnörkelkram. Und dann am Ende der Knall. Rumms. Ha! Eindeutig das Hippste, was am Start ist. Dagegen sind die anderen Beiträge schon irgendwie (da ist mein neues Lieblingswort wieder!) frumpy. Was auch für schöne Backgroundsängerinnen, Schokoladenhaut an silbernen Kapuzen. Als ich die Anzüge ohne die Choreo gesehen hatte, dachte ich oh je, oh je, wie bei Woody Allens „Was Sie schon immer über Sex wissen wollten“. Wie albern, aber es wirkt mit der Inszenierung der Bewegungen völlig anders. Ich sehe mir das auf jeden Fall an.

13. Mai 2011


So so. comme ci comme ça. ετσι κετσι „etsi ketsi“. Sonne kommt, Sonne geht. Wolke kommt, Wolke geht. Ein bißchen die Ruhe nutzen. Man muss die Synchronisation nur hinkriegen. Wenn die Welle nach oben geht, da sein. Wenn sie zurückflutet, ausruhen. Damit kämpfen wir wahrscheinlich alle unser Leben lang. Ob Surfer das besser hinkriegen, nicht nur im Wasser? Zum Beispiel kann man beschließen, dass ein begrenzter Gefängnisaufenthalt eine extreme Erfahrung ist, die man wie ein Abenteuer willkommen heißt. Sich dem aussetzt wie einem dieser Vision-Quest-Wochenenden. Überlebenstraining, Sinnfindung und Visionssuche im Schlamm. Der Trick ist wahrscheinlich, dass man den Spieß umdreht und das Unwirtliche willkommen heißt. Der Fratze ins Gesicht lacht. Einen Versuch ist es unbedingt wert. Ach, da ist sie wieder die Sonne. Seit gestern treibt sie das Spielchen. Dauernd Sonne ist schlimm. Man sieht die Buchstaben auf dem Monitor gar nicht richtig! Vorher so viel Sonne, wie im Sommer schon. Ich hab mich gar nicht eingecremt und trotzdem keinen Sonnenbrand. Die Haut wird nur so ein bißchen knuspriger, wenn man es vorteilhaft ausdrücken wollte. Vielleicht liegt das am Tomatenmark. Ich habe gelesen, dass da was drin ist, was den zelleigenen Sonnenschutzfaktor auffällig erhöht. Im Kühlschrank ist nur noch mexikanischer Thunfisch-Salat und Chilisauce. Das ist doch ein bißchen wenig. Ich muss mal einkaufen gehen.

Die Bilder sind Erinnerung, dass Jupiter bei mir zuhause ist, war. Dankbare. Ganz lange war er da, ein ganzes Jahr. Nicht nur im Badezimmer auf den Bildern. Ich spür ihn immer noch. Er ist gar nicht weg. Jemand mit Saturn im vierten Haus im Geburtshoroskop entwickelt vielleicht eine besondere Affenliebe zu seinem Zuhause, dem selbst erschaffenen. Bei mir ist das ganz bestimmt so. Ich wohne in Zimmern voller Erinnerungen. Nicht ererbte. Selber gestrickte, gehäkelte. Nach einer Zeitrechnung, die mit mir begann.
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649

11. Mai 2011

„(…) ein bißchen Hundertwasser »Regentag« an der Wand oder Marylin Monroe von Warhol – das schon, das ist hübsch, das stört nicht. »Man wurde doch so schön abgelenkt durch die besinnliche Musik«, war die Antwort auf meinen Hinweis auf Furtwänglers Rolle im Dritten Reich. Kunst ist, wenn man vorher zum Friseur geht. Verstörung billigt man ihr nicht zu. Adornos Diktum »Wahr sind nur solche Kunstwerke, die sich selber nicht verstehen« wäre für diese Menschen – wahre Repräsentanten des Landes – gleichsam in chinesischen Schriftzeichen verfasst. (…)“
Fritz J. Raddatz, Unruhestifter, S. 360

10. Mai 2011

Neue Post gekriegt! Im Auftrag der Senatsverwaltung hat mir Dr. Leps geschrieben, ganz schön ausführlich. Es ging um den Berliner Forschungs-Atomreaktor, der mich neulich bewegte, an unseren Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zu schreiben.
Hier der Link zu meinem Brief und der Antwort von vor vier Wochen.
Gerade also kam die Mail von Dr. Leps, in der er sich zunächst mit folgenden Worten für die etwas verzögerte Antwort entschuldigt, was ich durchaus zu würdigen weiß. Hier der Original-Wortlaut:
: :
Betreff: Ihre Post an Wowi
Datum: Tue, 10. May 2011 19:19:31
unverhofft kommt oft!
Geben Sie’s zu… mit einer Antwort haben Sie nicht mehr gerechnet… Ich will besser gar nicht versuchen zu beschreiben, welche Odyssee der Vorgang hinter sich hat…
Mit Entschuldugung namens des Senats
und freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Dr. Leps
Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz
Abt. II, Integrativer Umweltschutz

: :
Und als Anlage eine ausführliche Antwort mit vielen, zum Teil überraschenden Erklärungen. Man steckt ja nicht drin, in den Container-Kisten. Weil die Antwort derart umfangreich ist, poste ich sie extra als Kommentar zu diesem Eintrag. Wie es sich gehört, habe ich mich sogleich für die Antwort bedankt und zwar mit dem folgenden Schreiben:
: :

Re: Ihre Post an Wowi
Datum:Tue, 10. May 2011 20:28:04
Lieber Dr. Leps,
vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Ich dachte mir schon, dass Sie sich Mühe mit der Antwort geben werden und wollte Ihnen auch die Bearbeitungszeit zugestehen.
Das ist ja alles sehr erhellend und in gewisser Weise auch beruhigend. Fänden Sie es aber nicht noch beruhigender, wenn das Risiko auf Null Komma Null heruntergefahren würde?
Es wird doch schon genug im Lande herumgeforscht mit diesen heiklen Substanzen, zumal das Ganze, das werden Sie zugeben, nun nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Ich bin ja sehr für Forschung, aber da gibt es doch bestimmt gesündere Forschungsgebiete, auf denen sich unsere Berliner Forscher tummeln können.
Denken Sie bitte darüber nach. Berlin soll doch weiterhin auch in der Wissenschaft als eine Stadt gelten, die für zukunftsweisende Wissenschaft steht. Schauen Sie mal, es gibt im Feld der Energiegewinnung so viele andere Technologien, wo Ihr Fachwissen nützlich eingebracht werden kann.
Ich denke mir, dass es für so einen Wissenschaftler doch auch ein schönes Gefühl sein muss, wenn an seinem Forschungsgebiet nicht dauernd herumgemäkelt wird, sondern er mit stolz geschwellter Brust von sich sagen kann: „mein Forschungsgebiet ist ohne Tadel!“
Sicher wissen Sie, dass Otto Hahn mit seiner und Lise Meitners Erfindung der Kernspaltung und ihrer potenziellen Nutzung für Kriegszwecke nicht restlos glücklich war. Das Bedauerliche an dem Ganzen ist ja nur, dass es sich nicht so leicht auseinanderdividieren lässt, will sagen, ein funktionierendes Kernkraftwerk unter ungünstigen Umständen zur Bombe mutieren kann. Aber das wissen Sie ja selbst.
Und dass die Entsorgung der Brennstoffe ein grundsätzliches Problem der Erdbewohner ist, wissen Sie ja auch. Insofern fände ich es vorbildlich, wenn Berlin an dieser Stelle eine Zäsur macht, um ein publicityträchtiges Statement für das Ende einer Ära zu setzen. Diese Atomkraft-Geschichte gehört in die Experimentierära des letzten Jahrhunderts und Sie wollen doch ein moderner Wissenschaftler sein! Kein altbackener. In der Mode würde man sagen: „Atomkraft ist
frumpy!“

Also, geben Sie sich einen Ruck und zeigen Sie mir und den anderen Berlinern, dass wir auch im Bereich der Wissenschaft die tollste, modernste Stadt des ganzen Erdkreises sind. Ich möchte stolz auf meine Senatsverwaltung für Wissenschaften sein.
Mit freundlichen Grüßen
aus Berlin Mitte!
Ihre
Gaga Nielsen


ATOMKRAFT IST FRUMPY!

10. Mai 2011

Neue Post gekriegt! Im Auftrag der Senatsverwaltung hat mir Dr. Leps geschrieben, ganz schön ausführlich. Es ging um den Berliner Forschungs-Atomreaktor, der mich neulich bewegte, an unseren Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit zu schreiben.
Hier der Link zu meinem Brief und der Antwort von vor vier Wochen.
Gerade also kam die Mail von Dr. Leps, in der er sich zunächst mit folgenden Worten für die etwas verzögerte Antwort entschuldigt, was ich durchaus zu würdigen weiß. Hier der Original-Wortlaut:
: :
Betreff: Ihre Post an Wowi
Datum: Tue, 10. May 2011 19:19:31
unverhofft kommt oft!
Geben Sie’s zu… mit einer Antwort haben Sie nicht mehr gerechnet… Ich will besser gar nicht versuchen zu beschreiben, welche Odyssee der Vorgang hinter sich hat…
Mit Entschuldugung namens des Senats
und freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Dr. Leps
Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz
Abt. II, Integrativer Umweltschutz

: :
Und als Anlage eine ausführliche Antwort mit vielen, zum Teil überraschenden Erklärungen. Man steckt ja nicht drin, in den Container-Kisten. Weil die Antwort derart umfangreich ist, poste ich sie extra als Kommentar zu diesem Eintrag. Wie es sich gehört, habe ich mich sogleich für die Antwort bedankt und zwar mit dem folgenden Schreiben:
: :

Re: Ihre Post an Wowi
Datum:Tue, 10. May 2011 20:28:04
Lieber Dr. Leps,
vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Ich dachte mir schon, dass Sie sich Mühe mit der Antwort geben werden und wollte Ihnen auch die Bearbeitungszeit zugestehen.
Das ist ja alles sehr erhellend und in gewisser Weise auch beruhigend. Fänden Sie es aber nicht noch beruhigender, wenn das Risiko auf Null Komma Null heruntergefahren würde?
Es wird doch schon genug im Lande herumgeforscht mit diesen heiklen Substanzen, zumal das Ganze, das werden Sie zugeben, nun nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Ich bin ja sehr für Forschung, aber da gibt es doch bestimmt gesündere Forschungsgebiete, auf denen sich unsere Berliner Forscher tummeln können.
Denken Sie bitte darüber nach. Berlin soll doch weiterhin auch in der Wissenschaft als eine Stadt gelten, die für zukunftsweisende Wissenschaft steht. Schauen Sie mal, es gibt im Feld der Energiegewinnung so viele andere Technologien, wo Ihr Fachwissen nützlich eingebracht werden kann.
Ich denke mir, dass es für so einen Wissenschaftler doch auch ein schönes Gefühl sein muss, wenn an seinem Forschungsgebiet nicht dauernd herumgemäkelt wird, sondern er mit stolz geschwellter Brust von sich sagen kann: „mein Forschungsgebiet ist ohne Tadel!“
Sicher wissen Sie, dass Otto Hahn mit seiner und Lise Meitners Erfindung der Kernspaltung und ihrer potenziellen Nutzung für Kriegszwecke nicht restlos glücklich war. Das Bedauerliche an dem Ganzen ist ja nur, dass es sich nicht so leicht auseinanderdividieren lässt, will sagen, ein funktionierendes Kernkraftwerk unter ungünstigen Umständen zur Bombe mutieren kann. Aber das wissen Sie ja selbst.
Und dass die Entsorgung der Brennstoffe ein grundsätzliches Problem der Erdbewohner ist, wissen Sie ja auch. Insofern fände ich es vorbildlich, wenn Berlin an dieser Stelle eine Zäsur macht, um ein publicityträchtiges Statement für das Ende einer Ära zu setzen. Diese Atomkraft-Geschichte gehört in die Experimentierära des letzten Jahrhunderts und Sie wollen doch ein moderner Wissenschaftler sein! Kein altbackener. In der Mode würde man sagen: „Atomkraft ist
frumpy!“

Also, geben Sie sich einen Ruck und zeigen Sie mir und den anderen Berlinern, dass wir auch im Bereich der Wissenschaft die tollste, modernste Stadt des ganzen Erdkreises sind. Ich möchte stolz auf meine Senatsverwaltung für Wissenschaften sein.
Mit freundlichen Grüßen
aus Berlin Mitte!
Ihre
Gaga Nielsen


ATOMKRAFT IST FRUMPY!

09. Mai 2011

Seltsames Gefühl manchmal, für jemanden in die Sterne zu schauen. Man sieht alle möglichen Spannungsaspekte und Konstellationen und kann gar nicht die ganze Flut von Eindrücken in ein paar Sätzen rüberbringen. Man konzentriert sich auf die auffälligsten Aspekte und doch sind da noch so viele andere, die weitere Farben in das Szenario bringen. Den ganzen kunterbunten Film muss man dann selber erleben, und was daraus machen. Aber wenn man mich direkt und gezielt fragt, antworte ich auch möglichst gezielt. Das kann dann große Überraschungen in sich tragen. Wer fragt, muss mit allem rechnen. Man kann es dann vom Tisch wischen oder berücksichtigen. Oder abgleichen, inwiefern es zum eigenen Gefühl passt. Auf jeden Fall immer inspirierend. Ich äußere mich nur dezidiert zu Aspekten, die ich sehr eindringlich studiert habe. An mir oder anderen, d. h. real, nicht nur über Fachliteratur. Wenn man das Prinzip verstanden hat, kann man auch Analogien übertragen, seine Transfer-Fähigkeiten anwenden.
Interessant auch, wenn man sich einem anderen Horoskop nähert und plötzlich eine Analogie im eigenen sieht, die einem in dem Moment erst richtig bewusst wird, wo man sie einem anderen kommuniziert. Ich habe heute Mittag versucht, den Unterschied zwischen der Auswirkung eines mit Vorsicht zu genießenden Pluto-Sonne-Konjunktions-Transits mit dem innewohnenden Potenzial von Dominanz-Bestrebungen bis zum Größenwahn, den Polaritäten im Guten wie im Bösen. Macht, Ermächtigung, Machtmissbrauch, im Vergleich zum gewaltfreien Pluto-Sonne-Trigon-Transit zu vermitteln. Auch da geht es um Machtzuwachs, Ermächtigung, jedoch ohne die Gefahr der Grenzüberschreitung zum gewaltsamen oder manipulativ Erzwungenen. Man kann versuchen, eine attraktive Position an sich zu reißen, weil die Position lockt oder man kann in eine attraktive Position gebeten werden, weil andere einen aufgrund des erkannten Potenzials dafür ausersehen. Ausersehen? Sagt man so? Dafür in Betracht ziehen. Weil das Potenzial unübersehbar ist, nicht, weil man aufgeregt herumwedelt, mit dem Finger schnippt und kräht „ICH! ICH! ICH!“ Das ist der grundlegende Unterschied, wie ich glaube. Bei dieser Erklärerei habe ich erst realisiert, dass mich ein Pluto-Sonne-Trigon in den kommenden Jahren betreffen wird. Ich bin ein bißchen aufgeregt deswegen. Es ist keiner dieser alle Nase lang wiederkehrenden Transite. So ein bißchen, wie wenn man zur Wahrsagerin geht und sie einem etwas Großartiges in Aussicht stellt, dass man es kaum glauben mag.
Ich greife vorzugsweise bei Erklärungen auf eigene Erfahrungswerte zurück. Als ich es erklärte, habe ich erst begriffen, dass ich in mehreren zentralen Lebens-Aspekten mit Zuversicht in die Zukunft schauen darf. Wäre ich mein Gegenüber gewesen, wäre es mir sofort ins Auge gesprungen. Das war ein guter Moment. Pluto beschäftigt mich ganz schön in der letzten Zeit, weil er auch gerade brutale Quadrate an mir durchexerziert, meine Waage-dominierten Kontakte provoziert. Aber auch das geht vorbei. Was Schlimmeres kann meiner Venus dann kaum mehr widerfahren. Man kann die Provokation auch als Herausforderung sehen und versuchen damit zu arbeiten. Die Substanz dessen zu realisieren, was dann übrigbleibt. Das ist das Gold. Alles andere war Talmi.

Good News*
* für alle Jungfrauen und Stiere der ersten und zweiten Dekade. 3. dann später!

08. Mai 2011


Let’s move on. Destination unknown.


SUN IN THE NINTH HOUSE
„The ninth house is where we search for truth: experiences that broaden the mind and help us form our philosophy of life. Here we expand our consciousness, synthesize meaning from facts and experience, adjust personal attitudes to collective ideas, and understand how things are integrated into systems. This house rules higher education, religious and ethical understanding, spiritual visions, in-laws, long journeys (…) Many planets in the ninth are usually an indication of being unwilling to accept the conventional limits within which we were raised. With the Sun in the ninth house, your interests lie in the synthesizing of ideas and information into philosophy, religion or higher education, or informing the public of these things, such as through publishing. You are direct and candid and tend to brush past appearances to settle on the truth within. There is probably long distance travel in your life, and/or relationships with those who have been foreign born. You may counsel or be a teacher to others. Don’t avoid conditions that tie you down but are necessary for self-discipline: this level of freedom will prove expensive.“

09. Mai 2011



…da war ich ein Licht in schimmernden Gärten, und hatte Spiel und Tanz zu Gefährten und der Liebe Wein, der trunken macht… da war der weiße Flieder aufgebrochen, und über alle Mauern hing er schwer. Und über alle Mauern tropften leise, von bleichen Trauben Perlen groß und klar, und war ein Duften rings,durch das die Weise der Nachtigall wie Gold geflochten war … Wenn die Abendsonne in die scharlachroten Hagebutten fällt, und die Birke ihren weißen Stamm an das letzte Licht hinhält, und die Menschen einen langen Schatten, einen Riesen als Begleiter haben, sticht die Sehnsucht ihren Spaten in die Stille und fängt langsam an zu graben… Etwas wünschen und verlangen, etwas hoffen muß das Herz, etwas zu verlieren bangen, und um etwas fühlen Schmerz.
Georg Trakl . Börries von Münchhausen . Max Dauthendey . Friedrich Rückert

09. Mai 2011

Seltsames Gefühl manchmal, für jemanden in die Sterne zu schauen. Man sieht alle möglichen Spannungsaspekte und Konstellationen und kann gar nicht die ganze Flut von Eindrücken in ein paar Sätzen rüberbringen. Man konzentriert sich auf die auffälligsten Aspekte und doch sind da noch so viele andere, die weitere Farben in das Szenario bringen. Den ganzen kunterbunten Film muss man dann selber erleben, und was daraus machen. Aber wenn man mich direkt und gezielt fragt, antworte ich auch möglichst gezielt. Das kann dann große Überraschungen in sich tragen. Wer fragt, muss mit allem rechnen. Man kann es dann vom Tisch wischen oder berücksichtigen. Oder abgleichen, inwiefern es zum eigenen Gefühl passt. Auf jeden Fall immer inspirierend. Ich äußere mich nur dezidiert zu Aspekten, die ich sehr eindringlich studiert habe. An mir oder anderen, d. h. real, nicht nur über Fachliteratur. Wenn man das Prinzip verstanden hat, kann man auch Analogien übertragen, seine Transfer-Fähigkeiten anwenden.
Interessant auch, wenn man sich einem anderen Horoskop nähert und plötzlich eine Analogie im eigenen sieht, die einem in dem Moment erst richtig bewusst wird, wo man sie einem anderen kommuniziert. Ich habe heute Mittag versucht, den Unterschied zwischen der Auswirkung eines mit Vorsicht zu genießenden Pluto-Sonne-Konjunktions-Transits mit dem innewohnenden Potenzial von Dominanz-Bestrebungen bis zum Größenwahn, den Polaritäten im Guten wie im Bösen. Macht, Ermächtigung, Machtmissbrauch, im Vergleich zum gewaltfreien Pluto-Sonne-Trigon-Transit zu vermitteln. Auch da geht es um Machtzuwachs, Ermächtigung, jedoch ohne die Gefahr der Grenzüberschreitung zum gewaltsamen oder manipulativ Erzwungenen. Man kann versuchen, eine attraktive Position an sich zu reißen, weil die Position lockt oder man kann in eine attraktive Position gebeten werden, weil andere einen aufgrund des erkannten Potenzials dafür ausersehen. Ausersehen? Sagt man so? Dafür in Betracht ziehen. Weil das Potenzial unübersehbar ist, nicht, weil man aufgeregt herumwedelt, mit dem Finger schnippt und kräht „ICH! ICH! ICH!“ Das ist der grundlegende Unterschied, wie ich glaube. Bei dieser Erklärerei habe ich erst realisiert, dass mich ein Pluto-Sonne-Trigon in den kommenden Jahren betreffen wird. Ich bin ein bißchen aufgeregt deswegen. Es ist keiner dieser alle Nase lang wiederkehrenden Transite. So ein bißchen, wie wenn man zur Wahrsagerin geht und sie einem etwas Großartiges in Aussicht stellt, dass man es kaum glauben mag.
Ich greife vorzugsweise bei Erklärungen auf eigene Erfahrungswerte zurück. Als ich es erklärte, habe ich erst begriffen, dass ich in mehreren zentralen Lebens-Aspekten mit Zuversicht in die Zukunft schauen darf. Wäre ich mein Gegenüber gewesen, wäre es mir sofort ins Auge gesprungen. Das war ein guter Moment. Pluto beschäftigt mich ganz schön in der letzten Zeit, weil er auch gerade brutale Quadrate an mir durchexerziert, meine Waage-dominierten Kontakte provoziert. Aber auch das geht vorbei. Was Schlimmeres kann meiner Venus dann kaum mehr widerfahren. Man kann die Provokation auch als Herausforderung sehen und versuchen damit zu arbeiten. Die Substanz dessen zu realisieren, was dann übrigbleibt. Das ist das Gold. Alles andere war Talmi.

Good News*
* für alle Jungfrauen und Stiere der ersten und zweiten Dekade. 3. dann später!

08. Mai 2011

Vokabeln lernen mit Gaga Nielsen!
Heute:
– chubby: mopsig
– frumpy: altbacken
– fugly: potthässlich (Herk.: fucking ugly)
Wenn ich ab und zu eine kleine Pause bei meinen hochwissenschaftlichen Forschungen mache, entspanne ich mich gerne ein wenig im Fashion Spot-Läster-Forum. Stets lerne ich neue Vokabeln, welche wir in der Schule leider nicht durchgenommen haben.

09. Mai 2011



…da war ich ein Licht in schimmernden Gärten, und hatte Spiel und Tanz zu Gefährten und der Liebe Wein, der trunken macht… da war der weiße Flieder aufgebrochen, und über alle Mauern hing er schwer. Und über alle Mauern tropften leise, von bleichen Trauben Perlen groß und klar, und war ein Duften rings,durch das die Weise der Nachtigall wie Gold geflochten war … Wenn die Abendsonne in die scharlachroten Hagebutten fällt, und die Birke ihren weißen Stamm an das letzte Licht hinhält, und die Menschen einen langen Schatten, einen Riesen als Begleiter haben, sticht die Sehnsucht ihren Spaten in die Stille und fängt langsam an zu graben… Etwas wünschen und verlangen, etwas hoffen muß das Herz, etwas zu verlieren bangen, und um etwas fühlen Schmerz.
Georg Trakl . Börries von Münchhausen . Max Dauthendey . Friedrich Rückert

08. Mai 2011

Vokabeln lernen mit Gaga Nielsen!
Heute:
– chubby: mopsig
– frumpy: altbacken
– fugly: potthässlich (Herk.: fucking ugly)
Wenn ich ab und zu eine kleine Pause bei meinen hochwissenschaftlichen Forschungen mache, entspanne ich mich gerne ein wenig im Fashion Spot-Läster-Forum. Stets lerne ich neue Vokabeln, welche wir in der Schule leider nicht durchgenommen haben.

08. Mai 2011


Let’s move on. Destination unknown.


SUN IN THE NINTH HOUSE
„The ninth house is where we search for truth: experiences that broaden the mind and help us form our philosophy of life. Here we expand our consciousness, synthesize meaning from facts and experience, adjust personal attitudes to collective ideas, and understand how things are integrated into systems. This house rules higher education, religious and ethical understanding, spiritual visions, in-laws, long journeys (…) Many planets in the ninth are usually an indication of being unwilling to accept the conventional limits within which we were raised. With the Sun in the ninth house, your interests lie in the synthesizing of ideas and information into philosophy, religion or higher education, or informing the public of these things, such as through publishing. You are direct and candid and tend to brush past appearances to settle on the truth within. There is probably long distance travel in your life, and/or relationships with those who have been foreign born. You may counsel or be a teacher to others. Don’t avoid conditions that tie you down but are necessary for self-discipline: this level of freedom will prove expensive.“

08. Mai 2011

„(…) Ebenso vergnügt erzählt Grass eigene Absurditäten: wie er nach dem Abend zu Ehren von Nicolas Born in der Akademie und einem – natürlich programmierten – Streit mit Handke zu einer Sauftour durch Berlin aufbrach, im Auto mit Ingrid Krüger (tut so, als sei das eine Art Sekretärin von ihm und nicht, wie es der Wahrheit entspricht, seine Westberliner Geliebte, mit der er ein Kind hat). Die fährt ihn volltrunken an den Baum, das Auto zu Schrott (wer zahlt das neue?), er verwundet, sie kreischend, ihn offenbar tot wähnend – »Oh Gott, was habe ich der deutschen Literatur angetan!« – er wütend, blutend, von der Erde hochkrabbelnd und sich das mit der ‚deutschen Literatur‘ verbittend – »Es geht um mich, nicht um die Literatur« – beschwatzt die auftauchenden Polizisten (»Die haben mich natürlich erkannt«) – und geht noch zwei weitere Stunden saufen – »Das Auto haben wir einfach stehen lassen, Totalschaden«. (…)“

Fritz J. Raddatz, Unruhestifter, S. 335

07. Mai 2011


Venus Quincunx Saturn
„You have difficulty seeing what you are actually responsible for in relationships. Consequently, you take on more responsibilities than necessary in order to insure the continuation of your relationships. Do people like you for you or because of what you do for them? You are easily confused on this point. If you are busy doing things for people, they never get a chance to know the real you.“

Venus 15° Libra Quincunx Saturn 16° Pisces

07. Mai 2011

Es waren zwei Kinder, die spielten am Fluss. Sie bauten ein Floß und ließen es schaukeln. Auf Kieseln und Wellen, flußauf und flußab, durch Schilf und durch Gras, bei Regen und Wind. Es war so ein Spaß. Da kam eine Dürre, der Fluss wurde kleiner, das Flußbett, das blieb. Nur noch ein Rinnsal, das Rinnsal bald trocken. Erst Schlamm, dann nur Erde. Die Erde hat Risse, das Floß an der Seite, am trockenen Ufer, da war niemand mehr.

Der Junge, jetzt älter, erinnert das Spiel. Das Spielen auf Wellen, das Fließen des Fusses. Das Mädchen, auch älter, sieht ihn von Weitem, erkennt seinen Haarschopf und winkt mit der Hand. Er zeigt auf das Floß und bückt sich zur Tasche, im trockenen Flußbett, sie schaut ihn nur an. Die Füße im Flussbett, zerissene Erde. Er nimmt eine Flasche und zeigt ihr ein Rinnsal, im trockenen Flußbett, das sofort versiegt. Sie schüttelt den Kopf und packt seine Schultern, so fest sie nur kann. „Das ist nur ein Rinnsal, das ist doch kein Fluss! Das Floß braucht ein Flussbett, das Flussbett braucht Wasser, so viel wie wir hatten, siehst du das nicht?“ Der Junge wird wütend, die Flasche zerspringt. Die Splitter am Bein, der Hand und im Herzen. Der Haut und in Haaren, das Spiel geht nicht weiter, es gibt kein Zurück. Der Junge ruft zornig: „Du hinderst den Fluss!“ Der Fluss ist ein Flussbett seit Tagen und Jahren, die Flasche des Jungen, sie bringt ihm kein Glück. Es gibt keinen Zauber, der Fluss will nicht fließen, er findet kein Wasser, das ist sein Geschick. Der Junge alleine, zuhause mit Wasser, es gibt eine Rinne, da spielt er sein Glück. Ein Floß, ein paar Hölzer, da fließt es, das Rinnsal, ein ganz kleines Bächlein, beinah ein Fluss. Die Rinne ist kleiner, sie braucht nur ganz wenig, doch wichtig war einer, ein anderer Fluss.

07. Mai 2011

Es waren zwei Kinder, die spielten am Fluss. Sie bauten ein Floß und ließen es schaukeln. Auf Kieseln und Wellen, flußauf und flußab, durch Schilf und durch Gras, bei Regen und Wind. Es war so ein Spaß. Da kam eine Dürre, der Fluss wurde kleiner, das Flußbett, das blieb. Nur noch ein Rinnsal, das Rinnsal bald trocken. Erst Schlamm, dann nur Erde. Die Erde hat Risse, das Floß an der Seite, am trockenen Ufer, da war niemand mehr.

Der Junge, jetzt älter, erinnert das Spiel. Das Spielen auf Wellen, das Fließen des Fusses. Das Mädchen, auch älter, sieht ihn von Weitem, erkennt seinen Haarschopf und winkt mit der Hand. Er zeigt auf das Floß und bückt sich zur Tasche, im trockenen Flußbett, sie schaut ihn nur an. Die Füße im Flussbett, zerissene Erde. Er nimmt eine Flasche und zeigt ihr ein Rinnsal, im trockenen Flußbett, das sofort versiegt. Sie schüttelt den Kopf und packt seine Schultern, so fest sie nur kann. „Das ist nur ein Rinnsal, das ist doch kein Fluss! Das Floß braucht ein Flussbett, das Flussbett braucht Wasser, so viel wie wir hatten, siehst du das nicht?“ Der Junge wird wütend, die Flasche zerspringt. Die Splitter am Bein, der Hand und im Herzen. Der Haut und in Haaren, das Spiel geht nicht weiter, es gibt kein Zurück. Der Junge ruft zornig: „Du hinderst den Fluss!“ Der Fluss ist ein Flussbett seit Tagen und Jahren, die Flasche des Jungen, sie bringt ihm kein Glück. Es gibt keinen Zauber, der Fluss will nicht fließen, er findet kein Wasser, das ist sein Geschick. Der Junge alleine, zuhause mit Wasser, es gibt eine Rinne, da spielt er sein Glück. Ein Floß, ein paar Hölzer, da fließt es, das Rinnsal, ein ganz kleines Bächlein, beinah ein Fluss. Die Rinne ist kleiner, sie braucht nur ganz wenig, doch wichtig war einer, ein anderer Fluss.

07. Mai 2011


Venus Quincunx Saturn
„You have difficulty seeing what you are actually responsible for in relationships. Consequently, you take on more responsibilities than necessary in order to insure the continuation of your relationships. Do people like you for you or because of what you do for them? You are easily confused on this point. If you are busy doing things for people, they never get a chance to know the real you.“

Venus 15° Libra Quincunx Saturn 16° Pisces

05. Mai 2011

Ich muss lachen. An porentiefer sophistication kann man halt nicht arbeiten. Die hat man oder eben nicht. Nix Royals. Kleine Gute-Laune-Bemerkung für meinen privaten Zettelkasten. Off-Kommentar vor dem Schönheitsschlaf. Von wegen aufgesetzt.
Und sonst viele Bildchen in der Schleife, die wieder den Mythos nähren werden, ich ginge ja doch dauernd unter Leute. Was nicht stimmt. Sie müssen im Grunde nur die Daten prüfen. Das Datum jedes einzelnen Fotos wird akribisch von mir beim Hochladen in Richtung Entstehungsdatum korrigiert, zurückdatiert. Eh voilà: ich gehe praktisch nie vor die Tür. Aber wenn! Großes Traritrara. Kennt man ja von mir. Ich muss eben immer alles übertreiben. Sogar die Verweigerung.
Mal gucken, welches alte Bildchen zu diesem verschwurbelten Eintrag passt. Moment…

hihi

05. Mai 2011

Ich muss lachen. An porentiefer sophistication kann man halt nicht arbeiten. Die hat man oder eben nicht. Nix Royals. Kleine Gute-Laune-Bemerkung für meinen privaten Zettelkasten. Off-Kommentar vor dem Schönheitsschlaf. Von wegen aufgesetzt.
Und sonst viele Bildchen in der Schleife, die wieder den Mythos nähren werden, ich ginge ja doch dauernd unter Leute. Was nicht stimmt. Sie müssen im Grunde nur die Daten prüfen. Das Datum jedes einzelnen Fotos wird akribisch von mir beim Hochladen in Richtung Entstehungsdatum korrigiert, zurückdatiert. Eh voilà: ich gehe praktisch nie vor die Tür. Aber wenn! Großes Traritrara. Kennt man ja von mir. Ich muss eben immer alles übertreiben. Sogar die Verweigerung.
Mal gucken, welches alte Bildchen zu diesem verschwurbelten Eintrag passt. Moment…

hihi