24. Juni 2013

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Na gut, das meinte ich jetzt nicht mit letztem Aufbäumen. Meine Füße haben sich höchstens gegen die neuen Stiefel aufgebäumt, das sind die aus dem Karton. Und die falsche Bärenfellmütze hat sich dagegen aufgebäumt, dass sie in dem ganzen Jahr in noch keinem Set aufgetaucht ist. Dabei hatte sie ihren großen Auftritt am 11. Februar 2012, kurz bevor ich mit den Daily Shots angefangen hatte. Aber ich konnte ja schlecht rückwärts faken. Das muss schon alles Hand und Fuß haben, was hier behauptet wird. Das ist ja auch später für die Geschichtsforscher wichtig. An welchem Tag und in welchem Jahr hat Gaga Nielsen nun tatsächlich ihre falsche Bärenfellmütze aufgehabt? Das könnte beispielsweise die 100.000-Euro-Frage bei Günter Jauch werden, wenn der dann noch lebt. Ich glaube ja, Günter Jauch lebt ewig. Und ewig grüßt das Murmeltier. Nur so ein Gefühl. Aber ich auch!!!

24. Juni 2013


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Guten Morgen. Schnell noch einen Februartag bloggen, bevor ich los muss. Heute schwarzer Satin mit kompliziert gefälteltem Kragen und: Stiefel gekauft. Ich sehe das an dem Schuhkarton unterm Arm. Ein bemerkenswertes Ereignis, weil ich bis dato ewig keine Schuhe, auch keine anderen Kleidungsstücke mehr gekauft hatte, nachdem ich im Herbst Zweitausendelf von heute auf morgen entschieden hatte, ein striktes Sparprogramm anzuleiern, um aus dem Minus vor der Zahl auf dem Kontoauszug ein Plus zu zaubern. Der Zauber hat funktioniert, aber die Stiefel waren keine nice to have-Luxus-Anschaffung, sondern der Ersatz für die geliebten flachen schwarzen Stiefel, die ich bis dahin auf vielen Bildern zu Kleidern und Röcken trug. Ich habe noch zwei oder drei Paar mit höheren Absätzen, aber meine Füße sind mir zu schade, mich allzu oft für viele Stunden in Hackenschuhe zu begeben, so schön sie auch aussehen. Also galt es, nicht allzu plump wirkende, flache schwarze Lederstiefel zu finden. Den schönen Karton nahm ich statt der hässlichen Plastiktüte im Geschäft mit. Die alten Stiefel musste ich wegschmeissen. Es war kein sehr gutes Leder, zu dünn und weich, das sich auflöste. Deswegen waren sie auch so bequem, weil sie so nachgiebig waren am Fuß. Da hat nichts gedrückt, nach zehn Stunden noch nicht. Und es war Platz für meine Reebok-Easytone-Sohle, die ich gerne auch in andere Schuhe lege. In die neuen Stiefel passt sie leider nicht. Sehr schade. Nun müssen sie eingelaufen werden. Mussten. Ist ja schon eine Weile her, der vierte Februar. Ich bin heute so früh am Rechner, weil ich viel vor habe heute. Unter anderem Strom und Gas in meinem Atelier ablesen, das ist wieder fällig, und mit meiner Kamera mit der Audioaufnahme ein paar Lieder aus den Achtzigern von meinem letzten verbliebenen Kassettenrekorder aufnehmen. Also die alten Kassetten einlegen und dann die Aufnahme direkt aus dem Raum machen. Alles andere ist mir zu kompliziert, obwohl das auch nicht unaufwändig klingt, haha. Es sind Lieder auf zwei Kassetten von einer Band, die mir sehr am Herzen lag. Besonders der Sänger. Von 1983 und 1984. Die Songs gab es weder auf Vinyl noch gibt es sie auf CD, nur auf diesen uralten Kassetten. Ich hoffe, es wird nicht zu verrauscht. Und auf der Rückfahrt noch einkaufen. Und dann zuhause die Tonspuren separiert nach Songs mit diskreter Ein- und Ausblendung abspeichern. Und weiter Februar bloggen. Ich gehe dann mal los.

23. Juni 2013

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Endlich, endlich Februar! Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer Schritt für Gaga Nielsen. Selten habe ich den Februar so herbeigesehnt. Vor allem hier in meinem Blog. Das magische Datum, der sechzehnte Februar glitzert schon am Horizont. Danach muss ich nie mehr Fotos von mir posten. Nie, nie, nie mehr! Wir sind uns natürlich einig, dass Februar der überflüssigste Monat im gesamten Kalender ist, aber man kann was daraus machen, indem man sich ein spektakuläres Ereignis hineinlegt. Das war bei mir zwar eher Zufall, dass ich ausgerechnet am sechzehnten Februar 2012 auf die Idee mit den lückenlosen Fotos von mir gekommen bin, aber in der Rückschau war es doch gut gewählt. Ich musste somit unter allen Umständen den Überlebenswillen bis allermindestens sechzehnten Februar Zweitausenddreizehn aufrechterhalten, denn ein Jahr wollte ich unbedingt durchhalten! Und ich habe es geschafft! Ich habe es sogar noch länger geschafft, weil ich ja vertraglich (mit mir selber) verpflichtet war, die Bilder auch noch präsentabel abzuliefern, also zu bloggen! Das war fast noch anstrengender, als die Bilder zu machen! Danke an alle, die diese mitunter auch recht eintönige Reise mit Interesse begleitet haben! Aber was schreibe ich – noch ist es ja nicht vorbei, aber ich befinde mich schnurstracks auf der Zielgeraden. Nur noch fünfzehn Tage. Aber mehr als fünfzehn Anziehsachen! An den ungefähr letzten drei Tagen habe ich durchgezählt und gemerkt, dass ich noch mehr unfotografierte Sachen als Tage übrig habe. Besonders in Sachen Mützen, Hüte und Schuhe war noch Nachholbedarf. Es wurde dann etwas eng, aber ich habe zuletzt einfach getrickst, indem ich mich am letzten Tag mindestens dreimal umgezogen habe. Aber das muss ja nun niemand erfahren. Das bleibt ganz unter uns, versprechen Sie es!!!

22. Juni 2013

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Mesdames. Schal: Samt. Goldstickerei: Nähmaschine. Rock: Schweinsvelours. Pullover: Baumwolle. Armband: Bernstein. Von da. Selber zum Geburtstag geschenkt. Der Tisch auf dem kleinen Markt mit dem Bernsteinschmuck steht in der Straße, in der Thomas Mann sein Sommerhaus auf der Kurischen Nehrung in Nida hatte. Da steht es immer noch. Nur Thomas Mann ist nicht mehr drin. Wie die alten Fischerhäuser gebaut, sehr lauschig. Moment, wo sind die Bilder von dem Haus an, ich gucke mal. Hier.

22. Juni 2013

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Ja tut mir ja nun selber leid, dass ich abermals genötigt bin, mich im kartoffelsackartigen, hochgeschlossenen Büßergewand aus kratziger Wolle zu präsentieren, aber ich kann das erklären. Wir hatten am 16. Januar 2013 ausnahmsweise unter achtunddreißig Grad. In solcher Not greift man zum erstbesten Kleidungsstück, das den bitteren Frost abhält. Der Tag ist ja nun auch schon gleich wieder vorbei und ich versichere: Schlimmeres wird nicht kommen!

22. Juni 2013


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Oh, ein Miniset. Mit Minirock. Der ist so sandbeige. Der Anhänger ist aus zwei Kettengliedern von einer kaputten Armbanduhr, die ich zur Konfirmation ungefähr 1977 oder 1978 geschenkt gekriegt habe und die irgendwann kaputt war. Wie üblich auseinandermontiert und die brauchbaren Teile aufgehoben und weiterverarbeitet. Das eckige Metallteil über den Kettengliedern war ein Bestandteil von einem Bilderwechselrahmen. Ich glaube, es war hinten an die Rückwand genietet, um das Bild aufzuhängen. Armbanduhren habe ich gar keine mehr. Schon seit Jahren nicht. Ich muss und will nicht dauernd an die Uhrzeit erinnert werden und so ein ständiges Ding am Handgelenk stört mich auch. Ich mag Schmuck immer nur ein paar Stunden, dann geht mir das Gebaumel und das Fremdkörpergefühl gegen den Strich. Wenn ich unterwegs wissen muss, wie spät es ist, gucke ich auf die Uhr an einer S-Bahn- oder U-Bahn-Haltestelle. Ein Handy habe ich ja immer noch nicht und will auch keines. Demzufolge besitze ich auch kein Smartphone und will auch keines! Obwohl ich es mir leisten könnte, wie ich betonen möchte, nachdem ich gestern meinen Kontoauszug geholt habe! Ganz selten gibt es eine Situation, wo mir ein Mobiltelephon wünschenswert erscheint. Nämlich, wenn die S-Bahn mitten in der Fahrt steckenbleibt, und ich gerne Bescheid sagen würde, dass ich später komme. Na ja. Aber das passiert ungefähr einmal im Jahr. Nicht, dass die S-Bahn Verspätung hat oder ein Zug ausfällt, das kommt ja gerne schon mal öfter vor, sondern, dass ich so dringend Bescheid sagen müsste. Meistens kommt es auf zehn oder fünfzehn Minuten später nicht an. Also: total schnurzpiepegal!

22. Juni 2013

WILMA……..!!!!!!!!






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Zu dem Kleid aus Eigenproduktion könnte ich auch wieder einen Schlag aus meiner Jugend erzählen. Wobei „Jugend“ vielleicht etwas hoch gegriffen oder tief gestapelt ist, je nach dem. Ich war bereits siebenunddreißig, als es sich begab, dass ich und mein seinerzeitiger, zeitweiser Lebensgefährte, nennen wir ihn Fred, zu einer Party bei Geröllheimers eingeladen waren. Barney Geröllheimer und seine Betty hatten damals eine schicke Höhle in Steintal, mit allen Schikanen und großem Garten, wo es sich gut Feste feiern ließ. Nun wurde zu einer Party geladen, um den Geburtstag eines befreundeten, männlichen Zwillingspaares auszurichten. Eine lange Tafel aus einer großen Steinplatte wurde als Esstisch auf den imposanten Festplatz gestellt, und mit Rosenblüten und allerlei dekorativem Grünzeug bestreut. Drumherum die Gäste mit Tischkarten, von der Gastgeberin Betty von langer Hand fest platziert. Wahnsinnig interessanterweise war mein Wilma-Schild nicht neben dem von Fred, was mich etwas irritierte und ja, ich möchte sagen: störte. Zumal Fred und ich damals nicht das zauberhafte Heim hatten, das man aus unserer Fernsehserie kennt. Nein, wir wohnten getrennt. Er in Felsenheim, ich hunderte Meilen entfernt im Neandertal. So oft saß man also nicht beisammen an einem Tisch, was Betty nebenbei gewusst haben musste. Ich hatte aber schon eine ganze Weile das Gefühl, dass Betty ein Auge auf Fred geworfen hatte. Rein zufällig wollte es das Schicksal, dass sie neben Fred saß, ich ungefähr drei bis vier Meter entfernt, schräg gegenüber, gerade noch in Hörweite. Nun gut. Nachdem ein paar Stunden ein eher unaufwändiges, kärgliches Mahl, das mit der Tischdekoration leider nicht mithalten konnte, gereicht wurde und die letzten Krümel verzehrt, wurde bei Einbruch der Dunkelheit allerlei Fackelwerk entzündet und Schaumbad in das aufblasbare Wasserbassin auf der Terrasse gelassen. Auf der Gartenwiese gab es ein Lagerfeuer und Trommelzauber. Die bereits etwas angetrunkene Betty, die mir unter vier Augen per elektronischen Rauchzeichen bereits kund getan hatte, dass sie sich ihre Einkünfte mit Tantra-Behandlungen aufbessert, suchte offenkundig immer wieder die Nähe von Fred, wobei sie – wahrscheinlich der Fairness halber – darauf achtete, dass ich auch manchmal daneben stand, so konnte sie es sporadisch einrichten, dass sie sich zwischen Fred und mich quetschte, um uns beide scheinbar gleichermaßen inniglich in den Arm zu nehmen. Wie gebannt blitzen ihre Augen dabei allerdings immer in die Richtung von Fred, den sie ein bßchen fester als mich an sich drückte. Man spürt das ja genau, wenn es etwas enger wird. Ich konnte mich ganz schlecht entziehen und wollte ihr auch nicht ohne Weiteres die von ihr angepeilte Idealsituation bereiten, dass sie in inniger Umschlungenheit mit Fred enden würde. Jedenfalls habe ich es irgendwie geschafft, mich Betty zu entziehen und am Ende, was sich aber noch Stunden hinzog, lag Fred in der Nacht dann doch neben mir im Zelt. Was genau dazwischen passiert ist, weiß ich nicht und will es auch nicht wissen. Ich hatte dann auch zu tun, da man (also Betty) mich nachdrücklich gebeten hatte, die Gäste an der Feuerstelle wild zu bemalen. Ich in dem Kleid. Ich war dann rund um die Uhr so beschäftigt, dass ich nicht mehr sehen konnte, was an anderer Stelle geschah. Wie das Ganze ausging, habe ich dann vielleicht irgendwie auch bis heute verdrängt. Und investigative Befragung im Anschluss war auch meine Sache nicht. Am nächsten Tag ist Fred dann wieder nach Felsenheim und ich in den Norden nach Neandertal. Betty habe ich nie mehr gesehen. Was aus Barney, dem das Ganze übrigens herzlich wurscht war, jedenfalls hat er so getan, er war ja auch ein großer Tantrafreund und Esoteriker, weiß ich auch nicht. Es ist mir jedenfalls auch herzlich wurscht. Ich könnte es natürlich googeln, aber ich bin in diesem Fall zu faul. Interessiert mich nicht die Bohne, was aus Geröllheimers wurde!!!!

22. Juni 2013


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Oh, ein Miniset. Mit Minirock. Der ist so sandbeige. Der Anhänger ist aus zwei Kettengliedern von einer kaputten Armbanduhr, die ich zur Konfirmation ungefähr 1977 oder 1978 geschenkt gekriegt habe und die irgendwann kaputt war. Wie üblich auseinandermontiert und die brauchbaren Teile aufgehoben und weiterverarbeitet. Das eckige Metallteil über den Kettengliedern war ein Bestandteil von einem Bilderwechselrahmen. Ich glaube, es war hinten an die Rückwand genietet, um das Bild aufzuhängen. Armbanduhren habe ich gar keine mehr. Schon seit Jahren nicht. Ich muss und will nicht dauernd an die Uhrzeit erinnert werden und so ein ständiges Ding am Handgelenk stört mich auch. Ich mag Schmuck immer nur ein paar Stunden, dann geht mir das Gebaumel und das Fremdkörpergefühl gegen den Strich. Wenn ich unterwegs wissen muss, wie spät es ist, gucke ich auf die Uhr an einer S-Bahn- oder U-Bahn-Haltestelle. Ein Handy habe ich ja immer noch nicht und will auch keines. Demzufolge besitze ich auch kein Smartphone und will auch keines! Obwohl ich es mir leisten könnte, wie ich betonen möchte, nachdem ich gestern meinen Kontoauszug geholt habe! Ganz selten gibt es eine Situation, wo mir ein Mobiltelephon wünschenswert erscheint. Nämlich, wenn die S-Bahn mitten in der Fahrt steckenbleibt, und ich gerne Bescheid sagen würde, dass ich später komme. Na ja. Aber das passiert ungefähr einmal im Jahr. Nicht, dass die S-Bahn Verspätung hat oder ein Zug ausfällt, das kommt ja gerne schon mal öfter vor, sondern, dass ich so dringend Bescheid sagen müsste. Meistens kommt es auf zehn oder fünfzehn Minuten später nicht an. Also: total schnurzpiepegal!

22. Juni 2013

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Mesdames. Schal: Samt. Goldstickerei: Nähmaschine. Rock: Schweinsvelours. Pullover: Baumwolle. Armband: Bernstein. Von da. Selber zum Geburtstag geschenkt. Der Tisch auf dem kleinen Markt mit dem Bernsteinschmuck steht in der Straße, in der Thomas Mann sein Sommerhaus auf der Kurischen Nehrung in Nida hatte. Da steht es immer noch. Nur Thomas Mann ist nicht mehr drin. Wie die alten Fischerhäuser gebaut, sehr lauschig. Moment, wo sind die Bilder von dem Haus an, ich gucke mal. Hier.

21. Juni 2013

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Mir fällt was dazu ein. An dem Tag war ich bei meiner Zahnärztin und hatte Lust, mich optisch etwas anzupassen, um gewissermaßen meine mentale, totale und vollumfängliche Bereitschaft zur Mitarbeit zu signalisieren. Es gab dann auch gleich eine Bemerkung von meiner Zahnärztin, dass ich eigentlich hier anfangen könnte, so wie ich heute aussehe, was mich natürlich unheimlich gefreut hat. Sie bräuchten sowieso jemanden für den Empfang, es müsste aber auch hin und wieder bei der Zahnbehandlung assistiert werden, ob ich mir das wohl vorstellen könnte? Ich habe gleich ehrlich zugegeben, dass ich noch nie als Zahnarzthelferin gearbeitet habe und auch keine Ausbildung oder dergleichen in der Richtung besitze, aber unheimlich arbeitswillig und wissbegierig wäre, und angeboten, dass ich mich umgehend im Abendstudium, auf eigene Kosten (!!!), über Youtube-Videos weiterbilden würde. Heutzutage kann man ja eigentlich alles über Youtube herauskriegen: Kinder kriegen, Fahrrad reparieren, Zahnbehandlung! Da sehe ich kein großes Problem, habe ich mehrfach versichert. Sie müsste dann doch noch mal „ganz stark“ darüber nachdenken, hat sie gemeint, und irgendwie so komisch dabei gegrient, und mich dann lediglich wie üblich, auf den Behandlungsstuhl gebeten. Wir haben dann irgendwie gar nicht mehr darüber gesprochen, obwohl ich seitdem noch mal dort war, ich glaube wegen einer kaputten Füllung. Insgeheim glaube ich, dass meine mündliche Bewerbung nicht für voll genommen wurde. Sie wollten mich einfach nicht in ihrem Team. Wahrscheinlich bin ich einfach schon zu alt für den Neueinstieg in den Zahnarzthelferinnen-Beruf. Werden sie schon sehen, was sie davon haben, ob sie nochmal so eine Top-Bewerberin wie mich finden würden, die sogar die eigene, tiptop Profi-Berufskleidung mitbringt!

21. Juni 2013

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Mir fällt was dazu ein. An dem Tag war ich bei meiner Zahnärztin und hatte Lust, mich optisch etwas anzupassen, um gewissermaßen meine mentale, totale und vollumfängliche Bereitschaft zur Mitarbeit zu signalisieren. Es gab dann auch gleich eine Bemerkung von meiner Zahnärztin, dass ich eigentlich hier anfangen könnte, so wie ich heute aussehe, was mich natürlich unheimlich gefreut hat. Sie bräuchten sowieso jemanden für den Empfang, es müsste aber auch hin und wieder bei der Zahnbehandlung assistiert werden, ob ich mir das wohl vorstellen könnte? Ich habe gleich ehrlich zugegeben, dass ich noch nie als Zahnarzthelferin gearbeitet habe und auch keine Ausbildung oder dergleichen in der Richtung besitze, aber unheimlich arbeitswillig und wissbegierig wäre, und angeboten, dass ich mich umgehend im Abendstudium, auf eigene Kosten (!!!), über Youtube-Videos weiterbilden würde. Heutzutage kann man ja eigentlich alles über Youtube herauskriegen: Kinder kriegen, Fahrrad reparieren, Zahnbehandlung! Da sehe ich kein großes Problem, habe ich mehrfach versichert. Sie müsste dann doch noch mal „ganz stark“ darüber nachdenken, hat sie gemeint, und irgendwie so komisch dabei gegrient, und mich dann lediglich wie üblich, auf den Behandlungsstuhl gebeten. Wir haben dann irgendwie gar nicht mehr darüber gesprochen, obwohl ich seitdem noch mal dort war, ich glaube wegen einer kaputten Füllung. Insgeheim glaube ich, dass meine mündliche Bewerbung nicht für voll genommen wurde. Sie wollten mich einfach nicht in ihrem Team. Wahrscheinlich bin ich einfach schon zu alt für den Neueinstieg in den Zahnarzthelferinnen-Beruf. Werden sie schon sehen, was sie davon haben, ob sie nochmal so eine Top-Bewerberin wie mich finden würden, die sogar die eigene, tiptop Profi-Berufskleidung mitbringt!

19. Juni 2013


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Ja, nein, ich weiß: ja: Scheisse! Überlege gerade, ob Scheiße mit „Eszett“, wie der Berliner sagt, den Sachverhalt besser zum Ausdruck bringt. Natürlich kann ich nicht erwarten, dass der Leser, pardon – die Leserinnen und Leser goutieren, dass ich mich ausgerechnet am bislang wärmsten Tag des Jahres Zweitausenddreizehn bemüßigt fühle, hier nun das dritte Set mit Warmhalte-Kleidung einzukleben. Aber was soll ich denn machen??!!!??. Ich kann kein Foto von mir hier und jetzt bei fünfunddreißig Grad in der Wohnung posten, weil ich nämlich nichts anhabe!!!! So, nun ist es raus! Wie heißt nochmal die junge Frau, die dafür berühmt ist, dass sie nichts anzieht? Also ich bin es jedenfalls nicht. Ich bin ja auch nicht mehr jung, haha! Außerdem muss ich in meinem knallharten, hochbezahlten Domina-Job repräsentative Berufskleidung anziehen, sonst beschweren sich gleich die Kunden. Kennt man ja! In Deutschland wird sich ja immer gerne beschwert, da muss man stets auf der Hut sein! Also gut, um auf die zu anderen klimatischen Verhältnissen wahrscheinlich hochrespektable Alltagskleidung aus diesem Set zurückzukommen: so eine bordeauxrote Federboa ist natürlich ein Kleidungsstück, das man zu dieser Stunde nicht für Geld und gute Worte anziehen würde, Außer vielleicht für eine Million Dollar! Ein unmoralisches Angebot. Das war doch dieser Film mit Demi Moore, die jetzt durch ihre im Abgang leicht verbittert schmeckenden Nachtret-Aktionen auf sich aufmerksam macht. Sie muss sich schon auch mal überlegen, auf wen das eigentlich ein negativeres Licht wirft, wenn Sie die materialisierte Männlichkeit von ihrem Ehemaligen in das Licht der Superscheinwerfer rückt. Erstaunliche Reaktionen für eine lebenserfahrene Frau Anfang Fünfzig. Aber was halte ich mich mit Demi Moore auf! Das muss die Hitze sein. Man agiert da einfach auf einem anderen Level. Ich wollte jetzt den Begriff Niveau vermeiden. Also kurzum: was soll ich machen: meinen Lesern heute nichts bieten und die nun einmal anstehenden Bildstrecken auf Eis legen (haha), bis es abgekühlt hat, und bei der Vorstellung einer kuscheligen Federboa um den Hals und im Bronchialbereich Freude aufkommt, oder den Blogeintrag leer lassen? Entscheiden Sie selbst! Ich für meinen Teil, habe mich wie immer bemüht, es irgendwie halbwegs richtig zu machen, mit dem Bloggen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Außerdem bin ich aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht hochbegabt im Sinne der pathologischen Definition. Bitte erkennen Sie meine Bemühungen im Rahmen meiner Möglichkeiten dennoch an. Jeder, wie er kann!

20. Juni 2013

Früher, als ich Kind war, hat man alle Elektrogeräte ausgeschaltet, wenn ein Gewitter begann. Den Stecker aus Fernsehapparat und Radiogeräten und der Stereo-Truhe gezogen. Licht ausgemacht, Kerzen entfacht. Kein Besteck angefasst und keine Türklinken. Keine Schere in die Hand genommen. Heute ist das nicht mehr so, oder? Schon lange nicht mehr. Vielleicht war das nur die vererbte Vorsicht der Großeltern, die keine ausreichenden Blitzableiter hatten. Hier ging es gerade los. Ich finde Gewitter und Donner urgemütlich. Vorausgesetzt, man ist drinnen, in Sicherheit. Schon klar. Und mein Computer ist an, wie man sieht. Aber der Fernseher ist aus! D. h., ich habe ihn jetzt nicht extra angemacht, nur weil es gewittert, sondern ich habe ihn seit, wie bereits erwähnt, dem Finale von Germany’s Next Topfmodel (das Logo mit dem skzizzierten Model macht immer ein f zwischen dem p und dem m) nicht mehr angeschaltet. Ansonsten betreibe ich aktuell diverse Glühbirnen-Lampen. Moment, ich zähle mal durch – vier Stück. Was schon wieder vorbei? Ist ja so ruhig gerade. Das kann aber noch mal ein bißchen mehr losgehen. Es darf ruhig ein bißchen mehr rocken, da oben! Aber bitte keine Toten und Verletzten.DANKE!

19. Juni 2013


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So wollte ich dann doch nicht schließen. Ein etwas luftigeres Kleidchen aus einer Art Baumwolldamast. Eingewebte monochrome Muster sind immer eine schöne Art, ein wenig Understatement zu zelebrieren. Und noch einmal die Perlen hervorgeholt. Könnte ich glatt morgen anziehen. Irgendwas zwischen fünfunddreißig und siebenunddreißig Grad. Und dann Gewitter. Ob ich meinen Totenkopfschirm von Zara einstecke?

Sicher ziehe ich morgen etwas komplett anderes an. Das Gute ist ja: ich bin fertig mit dem Dokukram. Ich kann anziehen, was ich will, ohne Rücksicht auf den Entertainmentfaktor. Obwohl ich den nicht ganz außer Acht lasse. Man muss ja auch noch immer an die Leute denken, die man trifft, die nicht bloggen, ja noch nicht mal Blogs lesen! Also, die Menschen da draußen. Denen muß man ja auch ein bißchen was bieten. Blogleser sind natürlich anspruchsvoller, weil sie quasi jeden Tag kontrollieren, ob man noch angemessene Qualität bietet, oder ob es Zeit ist, den Link von der Blogroll zu entfernen. Man hat sozusagen immer Erwartungen zu erfüllen, will man nicht ins soziale Abseits geraten. Und das will ich nicht! Ich will mein soziales Abseits immer noch selber steuern, in autonomer Herrschaft! Die Wahl haben. Das Allerwichtigste überhaupt. Kein‚ Kiek und kein Ei. Aber die Wahl.

19. Juni 2013


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Ja, nein, ich weiß: ja: Scheisse! Überlege gerade, ob Scheiße mit „Eszett“, wie der Berliner sagt, den Sachverhalt besser zum Ausdruck bringt. Natürlich kann ich nicht erwarten, dass der Leser, pardon – die Leserinnen und Leser goutieren, dass ich mich ausgerechnet am bislang wärmsten Tag des Jahres Zweitausenddreizehn bemüßigt fühle, hier nun das dritte Set mit Warmhalte-Kleidung einzukleben. Aber was soll ich denn machen??!!!??. Ich kann kein Foto von mir hier und jetzt bei fünfunddreißig Grad in der Wohnung posten, weil ich nämlich nichts anhabe!!!! So, nun ist es raus! Wie heißt nochmal die junge Frau, die dafür berühmt ist, dass sie nichts anzieht? Also ich bin es jedenfalls nicht. Ich bin ja auch nicht mehr jung, haha! Außerdem muss ich in meinem knallharten, hochbezahlten Domina-Job repräsentative Berufskleidung anziehen, sonst beschweren sich gleich die Kunden. Kennt man ja! In Deutschland wird sich ja immer gerne beschwert, da muss man stets auf der Hut sein! Also gut, um auf die zu anderen klimatischen Verhältnissen wahrscheinlich hochrespektable Alltagskleidung aus diesem Set zurückzukommen: so eine bordeauxrote Federboa ist natürlich ein Kleidungsstück, das man zu dieser Stunde nicht für Geld und gute Worte anziehen würde, Außer vielleicht für eine Million Dollar! Ein unmoralisches Angebot. Das war doch dieser Film mit Demi Moore, die jetzt durch ihre im Abgang leicht verbittert schmeckenden Nachtret-Aktionen auf sich aufmerksam macht. Sie muss sich schon auch mal überlegen, auf wen das eigentlich ein negativeres Licht wirft, wenn Sie die materialisierte Männlichkeit von ihrem Ehemaligen in das Licht der Superscheinwerfer rückt. Erstaunliche Reaktionen für eine lebenserfahrene Frau Anfang Fünfzig. Aber was halte ich mich mit Demi Moore auf! Das muss die Hitze sein. Man agiert da einfach auf einem anderen Level. Ich wollte jetzt den Begriff Niveau vermeiden. Also kurzum: was soll ich machen: meinen Lesern heute nichts bieten und die nun einmal anstehenden Bildstrecken auf Eis legen (haha), bis es abgekühlt hat, und bei der Vorstellung einer kuscheligen Federboa um den Hals und im Bronchialbereich Freude aufkommt, oder den Blogeintrag leer lassen? Entscheiden Sie selbst! Ich für meinen Teil, habe mich wie immer bemüht, es irgendwie halbwegs richtig zu machen, mit dem Bloggen. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen! Außerdem bin ich aller Wahrscheinlichkeit nach auch nicht hochbegabt im Sinne der pathologischen Definition. Bitte erkennen Sie meine Bemühungen im Rahmen meiner Möglichkeiten dennoch an. Jeder, wie er kann!

17. Juni 2013


Promenade Sentimentale. Vladimir Cosma. Na wunderbar. Wie es passt. Das perlende Klavier beim Regenspaziergang der Diva. Wenn ich die Musik höre, denke ich an 1986 und einen Liebhaber, der den Film – für meine Begriffe – über Gebühr mochte. Aber diese Regenszenen mochte ich auch. Die Operndiva im blauen Licht unter dem Regenschirm in Paris. Mein Liebhaber war sehr filmaffin. Umso mehr wundert es mich heute, worin er die Qualität des Drehbuchs sah. Das Licht in einigen Szenen ja. Gut. Das ja. Aber in Gänze? Die hektischen Verfolgungszenen mit den affektierten Kleinkriminellen, diesen Posern? Dass er visuellen Effekten so ein Gewicht beimaß, mag daran gelegen haben, dass er selbst Licht setzte. Ich merke gerade, die Sache mit der Halbwertzeit, die ich manchmal erwähne, vielleicht ist sie bei ihm gerade vorbei, überschritten. Ich kann nur mit großem Respekt über ihn schreiben. Es war mehr eine Art Affäre der Zufälligkeiten mit Seriencharakter. Ich weiß gar nicht, ob er auch einmal bei Serienproduktionen gearbeitet hat. Damals nicht. Er fuhr durch die Weltgeschichte, da gab es ein paar große Namen. Als wir uns im Frühjahr Sechsundachtzig immer wieder begegneten, musste er zwischendurch nach Prag, soweit ich es erinnere, weil von Trotta ihn für Dreharbeiten engagiert hatte, für ihren Rosa Luxemburg-Film. Oder war es ein anderes osteuropäisches Land, eine andere Stadt? Er spielte Saxophon. hatte lange blonde Haare, sehr braungebrannt und sehnig. Mit seinem dunkelroten Jeep fuhr er über den Kudamm Richtung Grunewald, bis zur Havel. Und packte Pfeil und Bogen aus, irgendwo da im Wald, in der Nähe der Havelchausse. Es ist schön, wenn man so einem schrägen Vogel begegnet, wenn man selber gerade nach Berlin gekommen ist und niemanden kennt. Wir trafen uns im Dschungel. Ja, im Dschungel.

Er sprach mich an. Ich trug einen knallroten Overall. April 1986. Blixa stolzierte mit stoischem Blick vorbei, die Treppe nach oben, wo er den Überblick hatte. Aber er – nein, den Namen will ich dann doch nicht schreiben – das ist zu – – – nah, zu nackt – er schaute nicht ins Leere, sondern mich an. Ich glaube, wir waren danach noch in der Weißen Maus am Ludwigkirchplatz und vielleicht noch später im MauMau, und vorher noch am Kudamm in einem Argentinischen Steakhaus. Und an das Blue Note erinnere ich mich. Und die Blaue Stunde, die er mir genau erklärte, als die Vögel zu zwitschern begannen. Einmal, es war sein Geburtstag, und er trug auf nackter, gebräunter Haut, verwegen einen cremeweißen Smoking und Türkisschmuck. Und zeigte mir seine neue Tätowierung am Oberarm, die er sich zu seinem achtunddreißisten Geburtstag am achten Mai selbst geschenkt hatte. Und dass im Schlafzimmer neben seinem Saxophon sämtliche Stonesplatten lagen und er the Girl from Ipanema übte. Und die Dreizimmer-Altbau-Wohnung in Wilmersdorf, wo er viele Jahre mit einer Cutterin lebte, bis es auseinanderging. Später begegnete mir ihr Name dauernd auf dem Tatort-Abspann. Vom Balkon schaute man auf einen Platz und im Badezimmer hatte er alles modernisiert und umgebaut. Es gab weißen Marmor, organische Formen und ein großes Wandmosaik mit Filmstills seiner liebsten Filme. Wenn er von seinem eigenen Drehbuch erzählte, wurde er beinah schüchtern. Und im Café am Savignyplatz trafen wir beim Frühstück seine Filmfreunde, Kameraleute, Cutterinnen, Freunde aus gemeinsamen Produktionen. Und ich fühlte mich so jung und wäre gerne älter gewesen und erfahrener. Was hat ihn an mir fasziniert? Das fragte ich mich und freute mich, ohne es zu wissen, ohne es zu erfragen. Schöner Frühling. Dann reiste er ab, nach Südfrankreich. Ein Dreh bei einer gut bezahlten Hallervorden-Produktion. Einer dieser blödsinnigen Filme vor schöner Kulisse. In guter, launiger Arbeitsatmosphäre. Das war nicht das erste Mal. Er arbeitete gerne mit ihm und seinem Team. Irgendwann ist er zurückgekehrt. Bestimmt. Er liebte Berlin über alles. Ich habe ihn nie mehr gesehen. Die Tätowierung war das chinesische Symbol für Ratte, das Jahr, in dem er geboren war. Und wie komme ich darauf? Ah ja. Wegen der Perlen. Wegen dem perlenden Klavier in diesem Stück aus dem Diva-Film. Und der Zuchtperlen. Die man mir vielleicht nicht zutrauen würde. Ich bin nicht verrückt danach. Aber ich mag sie. Sie sind sogar echt. Eine Bekannte hatte einen Freund, der einen dieser asiatischen Import-Möbel- und so weiter-Wohnaccessoiresläden in der Kantstraße eröffnet hatte und günstig an diese Perlen aus Asien kam. Sie verscherbelte dann einige, mit einem samtausgeschlagenen Musterköfferchen unter dem Arm, in ihrem Bekanntenkreis. Auch lange her. Irgendwann in den Neunzigern. Ich halte sie schon in Ehren, wenn sich auch selten die Gelegenheit ergibt, so etwas zu tragen. Nicht, weil sie mir zu schade wären, sondern weil man dem Styling viel Aufmerksamkeit entgegenbringen muss, damit es gleichwohl angemessen aber nicht bieder oder gar betulich wirkt. Am ersten Januar hatte ich wohl die Zeit dafür. Und für das weiße Spitzenleibchen. Es war einmal ein Kleid. Aber kein Brautkleid. So etwas habe ich nie besessen. Es war ein Etuikleid und mir irgendwann zu eng um die Hüften. Ich mochte die Spitze so, dass ich es nicht vollständig weggeben wollte, und ein Oberteil daraus gemacht habe. Was wurde nur aus dem unteren Teil? Wo ich doch kostbare Stoffreste niemals wegwerfen könnte? Seltsam, ich weiß es nicht mehr. Versunken im ewigen Archiv. Nicht mehr erinnerbar.
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17. Juni 2013

Eine kleine Mickymaus
zieht sich schnell
die Hose aus,
zieht sie wieder an,
und du bist dran!


Ich muss das unbedingt loswerden. Ich meine, ich muss es LOS (!) WERDEN. Ich bin gerade durch die Gipshöfe (Ostberlin, vormals DDR) gelaufen, wo zwei Knirpse auf dem Mäuerchen gesessen haben, mit Stullendosen auf dem Schoß und mit einem mal höre ich diesen imperalistisch indoktirinierten, schmutzigen kleinen Abzählreim. Die beiden waren ungefähr Fünf. Ich meine, es hat nur ungefähr die zehn Sekunden, wo ich vorbeigelaufen bin gebraucht, dass mir seitdem der blöde Abzählreim wie ein Ohrwurm durch den Kopf tickert. Dass ich das blogge, ist jetzt der Gegenzauber. Ich habe es hiermit quasi aktiv externalisiert, falls es den Begriff gibt.

Da fällt mir übrigens noch ein anderer Kinderkram ein, den ich kürzlich gelernt habe. Also, was für einen halbwüchsigen kleinen Berliner sein aktuell schlimmstes Schimpfwort für einen bestimmten doofen Lehrer ist. Ich finde es ja eher putzig, als richtig gemein, was so Zehn- bis Zwölfjährige als richtig böse empfinden, also ganz, ganz schlimm: „(…) der Soundso ist ein Pillermann mit Arschbeleuchtung!“ Goldig irgendwie. Man kann nicht böse sein. Vielleicht sind das aber auch die moderaten Flüche von Kids aus eher gesitteten Bezirken. Der Junge geht in einer bürgerlichen, um nicht zu sagen großbürgerlichen Ecke im Südwesten (also alten Westen) von Berlin zur Schule. In Neukölln wird man für solche sissymäßigen Schimpfwörter bestimmt ausgelacht oder verdroschen. Für mich ist das auch nur deswegen bloggenswert, weil ich sonst ja praktisch Null Kontakt zu Kindern und ihrem Sprachgebrauch habe. Also mehr so ein historisch motivierter Eintrag. Bevor es wieder mit Klamotten im neuen Jahr weitergeht!

13. Juni 2013


Zum Teil. Nicht ganz, also neu. Ich glaube, die runden Metallplättchen waren vom Kugellager, also dem Drehkreuz von einem drehbaren, ausrangierten Couchtisch. Irgendeine Fundsache. Ich habe schon immer gerne Sachen auseinander- und wieder zusammenmontiert. In diesem Fall stark zweckentfremdet mit Bastschnur, die von einem Bastgewebe übrig war. Mit zehn oder elf, mit einem kleinen Schraubenzieher die Musikkassetten von meinem ersten Kassettenrekorder auseinandermontiert, wenn der Bandsalat immer wieder kam, bei einer bestimmten Kassette, und geguckt, ob alles noch richtig drin liegt. Ordnung gemacht, wieder zugeschraubt. Dutzende Male die teuren Kassetten, die vom Taschengeld gekauft waren, mit Tesafilm repariert, wenn das Band gerissen war. Dann ordentlich ein paar mal hin- und hergespult, bis es wieder gleichmäßig aufgerollt ausgesehen hat, das kleine Tonband. Da durfte nichts überstehen, keinen Millimeter, dann war der nächste Salat schon vorprogrammiert. Auf meiner ersten Kassette waren bestimmt so Sachen wie „Seasons in the Sun“ und „Jeans on“. Und „Bett im Kornfeld“. An die drei kann ich mich genau erinnern. Und „Sunny“ von Boney M. Also wie gesagt, ich war da ungefähr zehn oder elf. Bevor ich ein Gerät, das nicht mehr ging, weggeschmissen habe, habe ich es fast immer noch mal aufgeschraubt und geguckt, ob ich es sozusagen intuitiv reparieren kann, einfach indem ich gucke, wo es rein optisch auf halbacht hängt. Manchmal hat das funktioniert. Gerade bei Lautsprechern musste man meistens – uns so ist es ja immer noch – nur eine kleine Drahtverbindung neu zusammenzwirbeln. Ja, ja, ich habe da schon mit Isolierband gearbeitet und der Stecker war auch immer draußen. Ist noch immer gut gegangen. In den Wohnungen, die ich seit ich seit 1985 bewohnt habe, also in den letzten achtundzwanzig Jahren, habe ich jede Lampe selber angeschlossen. Nur den Herd nicht, der war immer schon drin. Und die Waschmaschine auch nicht, ich hatte keine Lust, mich mit der Waschmaschine über Gebühr zu beschäftigen, außerdem war das im Lieferservice drin, das Anschließen. Aber Lampen anschrauben ist ja nun wirklich eine Routinesache, keine Raketenwissenschaft. Schon länger nichts mehr auseinandergeschraubt. Meinen alten Fernseher habe ich lieber so gelassen, weil ich mich fachlich etwas in die Materie eingelesen hatte und mir die Spannung, die auf der Platine oder wie das heißt, u. U. liegt, eben wo das Ganze zusammenläuft, suspekt war und ich nicht wollte, dass die Glasröhre implodiert oder gar explodiert und mir um die Ohren fliegt. Dafür hab ich jetzt den schönen neuen weißen HD-Fernseher, der wie ein weißer Blderrahmen in der Ecke steht und den ich seit der Finalshow von Germany’s Next Topmodel nicht mehr angeschaltet habe. Mir fällt einfach keine Sendung ein, die ich akut auf so einem großen Monitor anschauen müsste. Dafür ist mehr Zeit, um meine Sachen hochzuladen und zu bloggen. Auf jeden Fall ein Gewinn für den Leser, dass der schöne Fernseher nie angemacht wird. Wobei das eigentlich Quatsch ist, weil ich das ja auch nur nebenher, neben dem Bloggen geguckt habe. Jede Sekunde muss genutzt werden! Ich glaube, vor zwei Wochen war das Finale. Ah ja, ziemlich genau vor Heidis Geburtstag, und die hat ja am ersten Juni. Heute gibt es keinen neuen Eintrag mehr!!!!!!
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17. Juni 2013

Eine kleine Mickymaus
zieht sich schnell
die Hose aus,
zieht sie wieder an,
und du bist dran!


Ich muss das unbedingt loswerden. Ich meine, ich muss es LOS (!) WERDEN. Ich bin gerade durch die Gipshöfe (Ostberlin, vormals DDR) gelaufen, wo zwei Knirpse auf dem Mäuerchen gesessen haben, mit Stullendosen auf dem Schoß und mit einem mal höre ich diesen imperalistisch indoktirinierten, schmutzigen kleinen Abzählreim. Die beiden waren ungefähr Fünf. Ich meine, es hat nur ungefähr die zehn Sekunden, wo ich vorbeigelaufen bin gebraucht, dass mir seitdem der blöde Abzählreim wie ein Ohrwurm durch den Kopf tickert. Dass ich das blogge, ist jetzt der Gegenzauber. Ich habe es hiermit quasi aktiv externalisiert, falls es den Begriff gibt.

Da fällt mir übrigens noch ein anderer Kinderkram ein, den ich kürzlich gelernt habe. Also, was für einen halbwüchsigen kleinen Berliner sein aktuell schlimmstes Schimpfwort für einen bestimmten doofen Lehrer ist. Ich finde es ja eher putzig, als richtig gemein, was so Zehn- bis Zwölfjährige als richtig böse empfinden, also ganz, ganz schlimm: „(…) der Soundso ist ein Pillermann mit Arschbeleuchtung!“ Goldig irgendwie. Man kann nicht böse sein. Vielleicht sind das aber auch die moderaten Flüche von Kids aus eher gesitteten Bezirken. Der Junge geht in einer bürgerlichen, um nicht zu sagen großbürgerlichen Ecke im Südwesten (also alten Westen) von Berlin zur Schule. In Neukölln wird man für solche sissymäßigen Schimpfwörter bestimmt ausgelacht oder verdroschen. Für mich ist das auch nur deswegen bloggenswert, weil ich sonst ja praktisch Null Kontakt zu Kindern und ihrem Sprachgebrauch habe. Also mehr so ein historisch motivierter Eintrag. Bevor es wieder mit Klamotten im neuen Jahr weitergeht!

16. Juni 2013


Gott ja – ein ganz gewöhnliches Straßen-Outfit eben. Es darf auch einmal etwas schlichter sein. Man muss nicht immer auftrumpfen, und um jeden Preis extravagant wirken wollen. Natürlich sind die Anforderungen in Mitte höher als woanders, das liegt in der Natur der Sache. Aber man muss auch nicht alles mitmachen. Dieses einfache Kleid zum Beispiel, habe ich mir selbst genäht. Also nicht ganz, aber fast. Das Oberteil war ein ausrangierter BH und im Schlussverkauf gab es preisgünstig diesen Stoffrest, den ich dann eben einfach unten dran genäht habe. Um das Ganze noch etwas aufzupeppen, damit es nicht allzu bescheiden wirkt, habe ich mit goldfarbenem Garn und Zickzackstich etwas Dekor mit der Nähmaschine eingestickt. Ist zwar nicht ganz gerade geworden, aber immerhin ein Einzelstück. Preiswerter Schick, der das Portemonnaie nicht über Gebühr belastet. Wenn man sich einbildet, immer noch weiter in Mitte wohnen zu wollen, muss man eben schauen, wie man das Haushaltsbudget anderweitig entlastet. Ich denke, ich bin da auf einem guten Weg und werde einfach öfter mal etwas bescheidenere Kleidung in Betracht ziehen. Für Schuhe hat das Budget leider nicht mehr gerreicht. Man muss Abstriche machen. Markenkleidung allein macht auch nicht selig!

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16. Juni 2013


Der schwarze Pullover aus Baumwollripp mit den Armpuscheln musste natürlich unbedingt mit rein. Ich gestehe, das da, und das letzte Outfit waren meine echten Anziehsachen, also welche, die ich den ganzen Tag über angehabt habe, nicht nur für die fünf Minuten Fotos machen. Obwohl die verdammte Wintersonnwende nun schon eine geschlagene Woche her war, wollte sich einfach kein Sommerwetter einstellen! In der Not griff ich dann eben doch wieder zu blöden langärmligen Sachen. Was soll man da machen!

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16. Juni 2013


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Bin wieder auf Sendung. Das hier ist das Modell von vor- bzw. vorvorgestern in Marineblau. Aufmerksame Beobachterinnen sehen sofort, dass hier die Satinschärpe fehlt. Ich musste sie leider wegoperieren, weil der Blauton meines Erachtens nicht gestimmt hat. Das war kein Marine- sondern ein etwas dunkleres Königsblau. Und das hat einfach nicht ausgesehen. Also weg damit! Ich bin gerade ein bißchen irritiert von der Geräuschkulisse, ich brauche Ruhe beim Bloggen! Seit wann haben wir hier einen Übungsraum für Garagenbands? Der Drummer ist ja nicht schlecht, aber mir ist um die Zeit noch nicht nach so Grungezeugs. Ach, jetzt Pause. Biertrinken was? Bei mir Kaffee. Neuerdings immer mit Sahnehäubchen. Aber nicht aus der Sprühdose. Nicht wegen Treibgas. Gucken Sie mal auf das Kleingedruckte. Ansonsten wäre ich da ja unbedingt dafür gewesen. So Rumsprühen macht auch einfach Spaß. Man hätte tolle Muster in die Kaffeetasse sprühen können. Na ja. Hat nicht sollen sein. Also wenn mal eine Firma so eine Sprühsahne erfindet, in der nur Sahne drin ist. Ich bin dabei!

15. Juni 2013


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Mir ist jetzt überraschend doch ein bißchen festlich. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen: ich würde in dieser Minute sogar in ein Weihnachtslied einstimmen, sollte einer der Bloggerkollegen, den ersten Schritt machen. Man kennt mich ja eigentlich als eine eiskalte Ignorantin der Jahres-Endzeit-Feierlichkeiten, aber vielleicht entspricht es einfach nicht meinem persönlichen Zyklus. Jetzt, so mitten im Juni wäre ich eigentlich so weit. Dass ich da an und für sich doch irgendeine Freude daran haben könnte, also am Weihnachtslieder singen (bei der Deko bin ich mir da auch jetzt äußerst, um nicht zu sagen: komplett unschlüssig), habe ich neulich erst, Anfang März (oder war es schon Anfang April) gemerkt: plötzlich wurde aus einem Regenguss ein kleiner Schneesturm. Ich befand mich seinerzeit im Kaufhof-Galeria-Kaufhaus am Alexanderplatz und hatte gerade einen neuen schicken Regenschirm erstanden, als mir kurz vor dem Eingang zur U8, da wo es so die Treppe runtergeht (also noch oben auf dem Alexanderplatz), ein herrlicher Männerchor mit „Stille Nacht, Heilige Nacht!“ entgegenwehte. Ich war ein bißchen ergriffen, zumal der Vortrag doch recht unerwartet kam. Einige dem Branntwein nicht abgeneigte Mitbürger, mit stattlichen Dreitage-Bärten, sangen in Anbetracht der unerwarteten weißen Pracht dieses herrliche Weihnachtslied. Mir wurde richtig warm ums Herz. Aus irgendeinem Grund funktioniert es leider nicht im Dezember. Das muss dieser Biorhythmus sein. Man hört da ja soviel davon.

Es ist mir an dieser Stelle wichtig, auch noch einmal darauf hinzuweisen, dass ich das lange Festkleid aus schwarzem Samt mit apart geklöppeltem Spitzensaum nur für Sie, meine lieben Blog-Leserinnen und -Leser angezogen habe. Ich hoffe, Sie wissen es zu würdigen. Ich erstand es meiner Erinnerung nach in diesem Atelier für besondere Festkleidung. Leider war es mir am Oberteil etwas zu eng, so dass ich einen schwarzen Samtkeil einsetzen musste. Damals hat meine Nähmaschine noch funktioniert, goldene Zeiten! Dass es mir eigentlich zu klein ist, habe ich schon in der zauberhaften Umkleidekabine, die wie ein charmanter, mit rotem Satin ausgeschlagener Sarg gestaltet war, gemerkt. Wenn ich mir das alles nicht einbilde. Ich hatte mich nun mal verliebt. Aus irgendeinem Grund hat es mich an die Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn erinnert. Kaum war ich in der Kabine, wähnte ich mich in der Visconti-Verfilmung mit Romy und Helmut Berger. Und wer hätte da je widerstehen können? Also ich schon mal nicht!

15. Juni 2013


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Nein, das ist nicht dasselbe Kleid wie gestern, am 22. Dezember. Ich gehe aber davon aus, dass Sie beim Studieren meiner Einträge qualifiziert vorgehen und stets auch auf die Bilderschau klicken, das schwarze, rechteckige Bild mit dem weißen Dreieck in der Mitte. Und daher wissen Sie natürlich, dass es gar nicht dasselbe Kleid sein kann, weil es Königin-Beatrix-blau ist. (Gestern: König Barbarossa-Rot!) Aber der Schnitt ist derselbe, das gebe ich zu. Ich erwarb dieses Modell noch in zwei weiteren Farben. Ich konnte mich eben nicht entscheiden! Who killed Bambi? hat es mir wieder einmal nicht leicht gemacht. Es gibt das Modell also viermal in meinem Kleiderschrank. Und Sie dürfen es exclusiv, ja ich möchte sagen, in einer Weltpremiere erstmalig bewundern! Gekauft habe ich es schon länger, aber mir fehlen ja immer die Gelegenheiten, die Sachen zu tragen. Verabredungen hab ich auch keine, also wozu so einen Fummel anziehen? Zum Aldi-Einkauf? Das ist mir viel zu kalt an den Füßen. Diese Supermärkte sind ja immer stark klimatisiert, was auch vollkommen korrekt ist. Da möchte ich mich unter keinen Umständen verkühlen. Das kann ich mir nicht leisten!



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15. Juni 2013

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Wintersonnwende. Die Tage werden wieder länger! Wir wollen unserem Schöpfergott danken. Zum Zeichen religiöser Inbrunst, habe ich mir mein Sonnenamulett umgebunden: Punktlandung! Nun kann nichts mehr schief gehen. Ich schwöre bei Anubis, es war mir nicht bewusst, als ich zum heiligen Symbole griff. Gottes Hand hat mich geleitet. Wo ich das Dings schon umhatte, ist es mir wie Schuppen aus den Haaren gefallen! Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde usw. usf. So lasset uns beten. Inshallah.

14. Juni 2013

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Nur einmal, zur Erinnerung, wollte ich die Schuhe festhalten. Die Plateausandaletten. Weil sie schon kaputt waren, auch wenn man es nicht sieht, auf den Bildern. Ich hab sie nur ein- oder zweimal angehabt. Das dritte mal hat sie eine Bekannte getragen, der ich sie für eine Kostümparty geliehen hatte, wo sich alle Sechziger- und Siebziger-Jahre-Sachen angezogen haben. Die Schuhe waren aus schwarzem Satin, also ganz aus Stoff, die Kanten der Querriemen so umgeklebt, und genau da hat sich der Schuh zuerst aufgelöst. Ich habe nochmal nachgeklebt, notdürftig, aber das hat nichts gegen die bröckelnde Plateausohle ausrichten können, die wie aus einem Block gegossen war. Irgendein komischer, zunehmend poröser Kunststoff, der dem Zahn der Zeit nicht gewachsen war. Letztendlich ist ja doch alles organisch und nichts bleibt für die Ewigkeit. Es gibt ja auf der Erde nichts, was nicht aus ihr kommt. Kein Fitzelchen. Nachdem ich nach dem Fotos machen die Sandaletten ausgezogen habe, waren lauter schwarze Kunstoff-Krümel auf dem Teppich, von der Sohle und den Absätzen und wenn man die Schuhe ein bisschen geschüttelt hat, hat es noch mehr Krümel geregnet. Lauter kleine Krater waren in der Oberfläche vom Plateau. Fast schon rührend, wenn Plastik sich auflöst und zerbröselt, wie eine welkende Blume. Nichts ist für die Ewigkeit. Man muss es immer wieder begreifen. Und genau anhand dessen zum hunderttausendsten Mal lernen, das kurze Glück des Daseins zu empfinden. Das banale Glück eines heilen Schuhs, der nur dafür da sein kann, einen an die leichtesten Momente des Lebens zu erinnern. Unnütz allein, wie er gebaut ist. In seiner zauberhaft unpraktischen Verspieltheit. Völlig plemplem.

13. Juni 2013


Zum Teil. Nicht ganz, also neu. Ich glaube, die runden Metallplättchen waren vom Kugellager, also dem Drehkreuz von einem drehbaren, ausrangierten Couchtisch. Irgendeine Fundsache. Ich habe schon immer gerne Sachen auseinander- und wieder zusammenmontiert. In diesem Fall stark zweckentfremdet mit Bastschnur, die von einem Bastgewebe übrig war. Mit zehn oder elf, mit einem kleinen Schraubenzieher die Musikkassetten von meinem ersten Kassettenrekorder auseinandermontiert, wenn der Bandsalat immer wieder kam, bei einer bestimmten Kassette, und geguckt, ob alles noch richtig drin liegt. Ordnung gemacht, wieder zugeschraubt. Dutzende Male die teuren Kassetten, die vom Taschengeld gekauft waren, mit Tesafilm repariert, wenn das Band gerissen war. Dann ordentlich ein paar mal hin- und hergespult, bis es wieder gleichmäßig aufgerollt ausgesehen hat, das kleine Tonband. Da durfte nichts überstehen, keinen Millimeter, dann war der nächste Salat schon vorprogrammiert. Auf meiner ersten Kassette waren bestimmt so Sachen wie „Seasons in the Sun“ und „Jeans on“. Und „Bett im Kornfeld“. An die drei kann ich mich genau erinnern. Und „Sunny“ von Boney M. Also wie gesagt, ich war da ungefähr zehn oder elf. Bevor ich ein Gerät, das nicht mehr ging, weggeschmissen habe, habe ich es fast immer noch mal aufgeschraubt und geguckt, ob ich es sozusagen intuitiv reparieren kann, einfach indem ich gucke, wo es rein optisch auf halbacht hängt. Manchmal hat das funktioniert. Gerade bei Lautsprechern musste man meistens – uns so ist es ja immer noch – nur eine kleine Drahtverbindung neu zusammenzwirbeln. Ja, ja, ich habe da schon mit Isolierband gearbeitet und der Stecker war auch immer draußen. Ist noch immer gut gegangen. In den Wohnungen, die ich seit ich seit 1985 bewohnt habe, also in den letzten achtundzwanzig Jahren, habe ich jede Lampe selber angeschlossen. Nur den Herd nicht, der war immer schon drin. Und die Waschmaschine auch nicht, ich hatte keine Lust, mich mit der Waschmaschine über Gebühr zu beschäftigen, außerdem war das im Lieferservice drin, das Anschließen. Aber Lampen anschrauben ist ja nun wirklich eine Routinesache, keine Raketenwissenschaft. Schon länger nichts mehr auseinandergeschraubt. Meinen alten Fernseher habe ich lieber so gelassen, weil ich mich fachlich etwas in die Materie eingelesen hatte und mir die Spannung, die auf der Platine oder wie das heißt, u. U. liegt, eben wo das Ganze zusammenläuft, suspekt war und ich nicht wollte, dass die Glasröhre implodiert oder gar explodiert und mir um die Ohren fliegt. Dafür hab ich jetzt den schönen neuen weißen HD-Fernseher, der wie ein weißer Blderrahmen in der Ecke steht und den ich seit der Finalshow von Germany’s Next Topmodel nicht mehr angeschaltet habe. Mir fällt einfach keine Sendung ein, die ich akut auf so einem großen Monitor anschauen müsste. Dafür ist mehr Zeit, um meine Sachen hochzuladen und zu bloggen. Auf jeden Fall ein Gewinn für den Leser, dass der schöne Fernseher nie angemacht wird. Wobei das eigentlich Quatsch ist, weil ich das ja auch nur nebenher, neben dem Bloggen geguckt habe. Jede Sekunde muss genutzt werden! Ich glaube, vor zwei Wochen war das Finale. Ah ja, ziemlich genau vor Heidis Geburtstag, und die hat ja am ersten Juni. Heute gibt es keinen neuen Eintrag mehr!!!!!!
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12. Juni 2013

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Bin ich froh, dass die Strecke dermaßen unspektakulär ist, dass mir rein gar nichts dazu einfällt. Mir fallen gleich die Augen zu, aber ich durfte ja blöderweise noch nicht schlafen gehen. Aber jetzt gleich. Ich hoffe stark, es geht in der zweiten Dezemberwoche nicht so ereignislos weiter wie da oben. Das geht schließllich niemanden en detail an, dass ich die ganzen Tussi-Klamotten fast nur zu Ausgehzwecken aus dem Schrank hole, die so gut wie nie praktiziert werden. Ja früher, gut früher! Da war ich ein wilder Feger, keine Frage. Im reiferen Alter überlegt man sich eben genauer, wohin man geht. Man kann sich ja auch so Vieles vorstellen. Und meistens hat man komplett recht, mit seiner Vorstellung. Das merkt man, wenn man es dann doch wieder einmal ausprobiert. So will ich den Eintrag aber auch nicht beenden. Das ist noch kein Sahnehäubchen auf dem Tages-Kakao. Ich sage mal so: ich will nicht ausschließen, dass einem auch im reiferen Alter unerwartete Erlebnisse und Begegnungen widerfahren können, die sich jenseits der eigenen Vorstellungskraft befinden, weil man sie eben einfach noch nicht erlebt hat! Ja, ich glaube, so kann ich heute mein kleines Tagebuch schließen. Und zu Bett gehen. Ich will nur noch das fast geleere Glas bis zur Neige trinken. Und dann: Gute Nacht.

12. Juni 2013

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Ich weiß nicht wann, aber das hatten wir schon. Und schon wieder verknautscht. Als hätten es gerne zwei Stunden Schlaf mehr sein dürfen. Kommt leider immer noch vor. Ich werde nur sehr langsam auch praktisch klüger. Theoretisch geht immer viel schneller. Schade. Man schaut sich zu, wie man falsch agiert und macht es trotzdem. Aber das Falsche muss irgendeinen Reiz bergen. In meinem Fall – wie jetzt gerade eben in diesem Augenblick, keinesfalls eine Form von Protest, sondern wie so oft, das Gefühl, den Tag noch nicht bis zur Neige ausgekostet zu haben, als wäre noch ein kleiner elektrisierender letzter Schluck im Glas, den man sich nicht entgehen lassen sollte. Das noch nicht empfundene Sahnehäubchen eines vollendeten Tagwerks. Wer kennt das nicht. Wer das nicht kennt, ist mir suspekt! Solche Leute kenne ich nicht und will ich auch gar nicht kennen! Garten-Nazis sagt man doch auch gerne, wenn sich der Disziplinierungsterror im Vorgarten artikuliert. Und wie nennen wir die freiweillig von Kindesbeinen an strebsamen, unterwürfigen Früh-zu-Bett-Geher-und -Aufsteher? Ich rede hier nicht von Leuten, die so einen seltsam verschobenen Tag-Wach-Rhythmus haben, dass sie von selber um sechs Uhr mit dem Vogelgezwitscher aufwachen, da kann man nichts dafür, das ist ein natürlicher Defekt! Ein Handicap, über das man sich wie über andere Behinderungen niemals lustig machen sollte. Aber diese Leute, die früh schlafen gehen, um ‚zeitig‘ auf den Beinen zu sein. Mir fällt gar kein Begriff dafür ein. Ja, ich möchte sagen: mir fehlen die Worte! Ich rege mich gerade so auf, dass ich unbedingt etwas trinken muss, um mich etwas zu beruhigen. Es darf auch ruhig kein alkoholfreies Getränk sein. Ich bin das wahnsinnig tolerant, im Gegensatz zu diesen reaktionären Früh-zu-Bettgeher-Nazi-Faschisten!!!! Prost! Ich gehe jetzt extra nicht schlafen, obwohl ich schon ganz schön müde bin! Extra nicht!! Aus Fleiß!!!

12. Juni 2013

Real Stuff. Die knallharte Realität. Turbowarmes Fleeceteil von Puma. Oder Nike? Ich verwechsle die beiden Marken auch gerne mal. Adidas kann man sich einfach am besten merken. Drei Sreifen irgendwo, fertig. Bis Drei zählen kann ich immer. Bei den Pumasachen ist ja auch irgendwo immer ein kleiner Puma drauf.

Ist da ein Puma drauf, sieht das wer? Doch, sieht so aus, als ob da oben links so ein Tier drauf herumspringt. Muss aus einer Winter- oder Ski- oder Snowboarder- oder was-weiß-ich-Kollektion sein, weil die ziemlich dicke Jacke mit dem Reißverschluss sogar so eine Art angesetzten fingerlosen Handschuh an den beiden Ärmeln hat. Sieht man aber nur, wenn man die Finger so durchsteckt. Kann ich jetzt nicht so richtig beschreiben. Kann man auch anders anziehen. Immer sehr durchdacht, die Sachen von den Sportklamottenherstellern. Da profitieren auch nicht ausübende Sportlerinnen wie ich ungemein davon. Danke Nike. Äh – Puma -. Und natürlich Reebok und Adidas sowieso. Mann! Macht mir nicht endlich mal jemand ein lukratives Angebot? Man hört da manchmal davon. Aber okay, ich bin nicht wirklich geeignet, da man ja mittlerweile weiß, dass ungefähr dreiundachtzig Prozent meines Kleiderschranks in den letzten beiden Dekaden des vergangenen Jahrtausends erworben wurden. So eine unqualifizierte Kundin braucht natürlich kein Markenhersteller. Das einzige Top-Marken-Produkt, wo ich jederzeit, ja ich möchte sagen: unausgesetzt Bereitschaft zum wiederholten Konsum unter aktiven Beweis stellen würde, ist streng genommen Veuve Clicquot. Vorrangig aus Gründen der Gesundheitsvorsorge. Die Witwe ist ja wie sonst kein Schampus histaminfrei, was meinem anspruchsvollen Organismus unheimlich zuträglich ist – und in der Konsequenz die gebeutelte Solidargemeinschaft der Kassenmitglieder nicht mit durch unqualifizierten Champagner-Genuss verursachten Spätfolgen belasten würde. Klingt doch alles logisch und durchdacht oder? Aber die melden sich ja nicht! Irgendetwas läuft hier nicht rund!!!!

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12. Juni 2013

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Irgendwie verknautscht. Nicht nur die Klamotten. So ist das in einem Jahr mit dreihundertfünfundsechzig Tagen konsequenter Bildbegleitung. Kommt vor. Muss ja. Sogar Madonna sieht in diesen Tagen mitunter mitgenommen aus. Und sie kennt nun weiß Gott alle Tricks und Helferlein. Noch bin ich ja auch nicht jenseits jeglicher frauenspezifischer Zyklen. Vielleicht bald, wer weiß. Wer weiß das schon. Vielleicht läuft der Countdown. Auch egal. Wünsche, die man in den ersten vier Lebensdekaden als Frau haben kann, könnte, sind abgehakt. Tatsächlich. Gut, das war bei mir noch nie so dringend und brennend. Kinder Kriegen, Kleinfamilie (Hilfe), Großfamilie (dreimal Hilfe). Eher sogar gefürchtet. Phasenweise (sehr sporadisch in Relation zur bisherigen Lebensdauer) damit gedanklich kokettiert. Immer abhängig vom Grad der Nähe, Verliebtheit oder sogar Liebe zu einem potenziellen Mitstreiter. Vorsichtig ausgedrückt. Aber jetzt. Gerade noch erinnerbare Vergangenheit. Kapitel beendet. Märchenbuch zugeklappt und beiseite gelegt. Ins Regal geschoben, irgendwo ganz oben, hinten, an einer Wand, nicht in greifbarer Nähe. Wie das dicke Pippi-Langstrumpf-Buch. Es hatte seine Zeit. Man erinnert sich mitunter gerne. Erinnerung, an die, die man war. Vor langer, langer Zeit. Friedlich. Wer weiß, wer mich je beerbt. Ich weiß es nicht. Aber wenn das ein wichtiger Gedanke wäre, ist – warum sollte es ein einzelnes Wesen sein, mit irgendwelchen nahen oder fernen Verwandtschaftsgraden? Warum nicht die Welt? Ich möchte viel lieber der Welt ein Erbe hinterlassen. Für jeden zugänglich. Für niemanden besitzbar. Denn gehört hat es nur mir. Nur wer etwas erschaffen hat, kann es je in seinem tiefsten, allumfassenden Aspekt besessen haben. Alles andere ist überlassen. Verwaltet. Eine Leihgabe. Die Welt wird und soll diese Erinnerung verwalten. Nicht mehr und auch nicht weniger.

11. Juni 2013


Ah ja, hier kommt mein anderer Norwegerpullover, auch mit praktischem Reißverschluss. Erinnert mich ein bißchen an die zünftige Skifahrer-Kleidung aus den Dreißiger- bis Fünfziger Jahren, mein Look da oben. Nur die Ski-Schuhe fehlen – und Leni Riefenstahl! Oder unverfänglicher: Liselotte Pulver und Paul Hubschmidt. Die Zürcher Verlobung heißt das Filmkunstwerk, das mir spontan dazu einfällt. Und meine Frisur stimmt natürlich überhaupt nicht. Die langen, untoupierten Zotteln: viel zu Siebziger. Ondulierte Locken und Lockenwickler sind eben einfach nicht mein Ding. Nur der Vollständigkeit halber, ein paar Bilder von damals, als die Sachen noch neu waren. Die Mütze ist freilich auch von da.
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11. Juni 2013



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Weiß nicht, ob die Norwegerpullover mit den komplizierten Wikingermustern heutzutage an einer Maschine gestrickt werden oder noch von Hand. Im Juli oder August vor zehn Jahren war ich dort, am Nordpolarmeer, auf Andøya, wo ein Forschungsszentrum für Pottwale, die größten Säugetiere der Erde ist. Da her ist der Pullover. Und noch einen anderen hab ich gekauft. Die waren nicht billig, aber keiner sah aus wie der andere. Vielleicht doch von Hand gestrickt. In den langen Mittsommernächten. Oder vielleicht doch eher in den langen dunklen, arktischen Wintern. Die Mittsommernacht ist nicht ganz hell und nicht ganz dunkel. Eher wie ein unfassbar langer Sonnenuntergang in schummrigen Farben, der nicht mehr aufhört. Und statt ganz dunkel, wird es nach ein paar Stunden wieder taghell. Aber man kann schon gut schlafen. Die Ferienhäuser haben extra dicke, lichtundurchlässige Vorhänge, da kann man ganz dunkel machen, wenn man es braucht. Ich bin mit dem Zug hingefahren, von Berlin. Erst bis Stralsund, dann Übersetzen nach Malmö und zweieinhalb Tage Zugfahrt, zwei unendliche Tage durch nicht enden wollende, menschenleere, unbesiedelte schwedische Wald- und Sumpflandschaften, immer nach Norden, über die norwegische Grenze, pfeilgerade Richtung Nordpol, über den Polarkreis, bis zum nördlichsten Zugbahnhof Europas, in Narvik. Nicht am Nordpol, aber in der Arktis, im Nordpolarkreis, ist die Insel Andøya. Am meisten hat mich das Skelett eines gestrandeten Pottwals an einem einsamen Strand beeindruckt. In den Sand gegraben, von Moos bewachsen. Was für ein Grab. Und überhaupt das Moos. Die verwunschenen Mooswälder, mit den Moorbirken. Und ich fand im Wald, an einem Birkenstamm ein Stück von einem Elchgeweih. Ich habe den norwegischen Busfahrer gefragt, ob das von einem Elch sein könnte. Ich hatte es gehoffft. Er nickte „Yes, Elk. Three Years.“ Ein gleichermaßen zappeliger wie gelangweilter zehn- oder elfjähriger Junge, im Schlepptau seiner deutschen Eltern, sah mein Fundstück und wollte mich mit einer geschäftsmäßigen und demutslosen Ansprache überreden, es ihm einfach zu überlassen. Ich lehnte strikt ab und beharrte: „Nein, das ist mein Elch. Nicht deiner. Ich habe ihn gefunden und er gehört zu mir. Wenn du selbst einen findest, dann gehört der dir.“ Er zog eine beleidigte Schnute.

10. Juni 2013

ENDLICH SCHWANGER!!


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Ha. Jetzt ist aber einigen Lesern der Schreck in die Glieder gefahren. Ich war am 24. November 2012 ungefähr fünfzehn Minuten schwanger. Dann habe ich das Walla-Walla-Kleid wieder ausgezogen und schon war das Wochenbett vorbei! Probieren Sie es doch auch mal. Tut gar nicht weh. Es ist einfach eine wahnsinnig tolle Erfahrung. Die Geburt war auch erstaunlich schmerzfrei. Natürlich ist das auch immer ein ziemliches Gezerre mit dem Gummizug, bis das Ganze dann Richtung Füße endlich rauskommt, aber wenn es erst mal geschafft ist, ist man unendlich glücklich und erleichtert. Einen Namen habe ich leider nicht dafür. Vielleicht fällt Ihnen ja einer ein. Ich kann mich allerdings noch dunkel erinnern, dass an dem wichtigen Abend – oder meinethalben auch am Abend vorher „The Voice of Germany“ gelaufen ist. War das die erste oder schon die zweite Staffel? Ich merke mir solche Sachen einfach nicht mehr. Und da war so ein Nordafrikaner, der schon mal mit Sting auf Tournee war, im Battle, und er hat sogar ein Lied von Sting gesungen, das war ziemlich klasse. Moment, es ist auf youtube oder clipfish – bitte einen Augenblick warten, nicht wegklicken! Ah ja, Momo Djender singt vs Vinh Khuat Desert Rose von Sting. Jedenfalls hat mir das so super gefallen, dass ich es gerippt habe. Na gut, das gab es ja in der Version sowieso nicht zum Kaufen, also bin ich auf jeden Fall entschuldigt! Das Lied hab ich an dem Abend ungefähr dreissig mal gehört und dazu getanzt. Auch während meiner Schwangerschaft! Dem Kleinend hat das auch sehr gut getan, ein bißchen Bewegung. Der Sänger Momo Djender ist noch mal eine Runde weiter gekommen, aber nur eine. Und ich bin auch wieder allein. Es hat nun einmal nicht sollen sein.

10. Juni 2013


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Ich habe mir natürlich auch hier stundenlang den Kopf zerbrochen, welchen ansprechenden Text könnte ich zu diesen Bildern bieten? Dann ist die Schwangerschaft dazwischen gekommen, man wird dann ja auch so ein bißchen dement, aber jetzt habe ich mich gut erholt und bin wieder bei klarem Verstand. Und deswegen weiß ich jetzt auch, was ich an dieser Stelle unbedingt mitteilen muss. Also: Sie sehen ja da diese Kuppel und links davon unten links im Bild ist so ein Dach. Sie werden vielleicht sagen: Na und? Ein Dach? Was soll schon Besonderes an einem Ziegeldach sein? Aber ich sage Ihnen: das ist ES. Unter diesem Dach, meine Herrschaften (und natürlich dürfen sich auch die Damen unter den Lesern angesprochen fühlen) haben vor – es ist noch keine 168 Stunden her – Brangelina gegessen. So, nun sind Sie im Bilde. Okay, ich gebe zu, das ist jetzt wahnsinnig schlecht zu erkennen, aber Sie müssen da auch einfach auf meine Fachkompetenz vertrauen. Mit diesem Wissen entlasse ich Sie nun in diese Nacht.

10. Juni 2013


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Ich weiß natürlich genau, welche Frage jetzt kommt: wie hat sie es nur so schnell geschaffft, die Baby-Pfunde loszuwerden, in nur vierundzwanzig Stunden? Was ist ihr verdammtes Geheimnis?! Hat sie heimlich Kontakt zu Heidis Personal Trainer? Natürlich sieht man noch ein kleines Bäuchlein, aber das ist ja auch ganz normal, da sollte man sich nicht den Kopf zerbrechen. Okay, ich gebe zu, es war nicht ganz einfach, mich so kurz danach in das Korsagenkleid zu zwängen, aber ganz unter uns: das war es vorher auch nicht! Und das Allerwichtigste ist doch: Hauptsache gesund!

10. Juni 2013

ENDLICH SCHWANGER!!


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Ha. Jetzt ist aber einigen Lesern der Schreck in die Glieder gefahren. Ich war am 24. November 2012 ungefähr fünfzehn Minuten schwanger. Dann habe ich das Walla-Walla-Kleid wieder ausgezogen und schon war das Wochenbett vorbei! Probieren Sie es doch auch mal. Tut gar nicht weh. Es ist einfach eine wahnsinnig tolle Erfahrung. Die Geburt war auch erstaunlich schmerzfrei. Natürlich ist das auch immer ein ziemliches Gezerre mit dem Gummizug, bis das Ganze dann Richtung Füße endlich rauskommt, aber wenn es erst mal geschafft ist, ist man unendlich glücklich und erleichtert. Einen Namen habe ich leider nicht dafür. Vielleicht fällt Ihnen ja einer ein. Ich kann mich allerdings noch dunkel erinnern, dass an dem wichtigen Abend – oder meinethalben auch am Abend vorher „The Voice of Germany“ gelaufen ist. War das die erste oder schon die zweite Staffel? Ich merke mir solche Sachen einfach nicht mehr. Und da war so ein Nordafrikaner, der schon mal mit Sting auf Tournee war, im Battle, und er hat sogar ein Lied von Sting gesungen, das war ziemlich klasse. Moment, es ist auf youtube oder clipfish – bitte einen Augenblick warten, nicht wegklicken! Ah ja, Momo Djender singt vs Vinh Khuat Desert Rose von Sting. Jedenfalls hat mir das so super gefallen, dass ich es gerippt habe. Na gut, das gab es ja in der Version sowieso nicht zum Kaufen, also bin ich auf jeden Fall entschuldigt! Das Lied hab ich an dem Abend ungefähr dreissig mal gehört und dazu getanzt. Auch während meiner Schwangerschaft! Dem Kleinend hat das auch sehr gut getan, ein bißchen Bewegung. Der Sänger Momo Djender ist noch mal eine Runde weiter gekommen, aber nur eine. Und ich bin auch wieder allein. Es hat nun einmal nicht sollen sein.

09. Juni 2013


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Ja, also gut. Ich gebe zu, da habe ich mich eventuell ein wenig aus dem Fenster gelehnt, mit der Aussage „Da kommen noch ganz andere Sachen. Der November ist noch nicht vorbei.“. Ich hatte beim relativierenden Kommentieren zwei künftige Outfits im Kopf, die ich in allernähester Zukunft, also im November (ja, wir haben JUNI, ich weiß, aber Sie wissen schon hier läuft das alles ein bißchen anders, in meiner kleinen Parallelwelt) verortet hatte. Nun möchte ich auch nicht den Fehler begehen, und das exakte Datum angeben, wann mit den ‚ganz anderen Sachen‘ zu rechnen ist. Schließlich soll der Leser stetig wiederkehren und Ausschau nach meinen atemraubenden Domina-Outfits halten! Sie denken jetzt vielleicht: „Na ja, das ist jetzt wieder einer dieser üblichen Scherze von Gaga Nielsen, kennt man ja. Übertreibt gerne mal, blöde Bemerkungen hier und da, selbst für den Laien leicht zu durchschauen.“ So so, Sie denken also, ich möchte hier nur ein wenig auftrumpfen, um Leser für mein langweiliges Blog zu generieren? Na, dann denken Sie mal schön weiter. Was glauben Sie eigentlich, womit ich mein Geld verdiene, hä? In dem Kommentar da neulich, zu Frau Arboretum habe ich mich natürlich ein bißchen naiv gestellt, damit ich nicht in den Verdacht komme, irgendwie im Thema zu stehen. Ich bin ja schließlich nicht blöd. Beate Uhse, dass ich nicht lache! Natürlich haben wir unseren Fachhandel für gewisse Spezialteile. Aber bevor ich mich jetzt völlig verplaudere, und um Kopf und Kragen rede, schließe ich mit der Aufforderung: Schauen Sie auch morgen wieder vorbei! Eines nicht allzu fernen Tages werden Sie Gottes Lohn für Ihre Ausdauer empfangen. Bis dahin gibt es eben noch ein wenig Zuckerbrot, Pullover und Peitsche. Sie schaffen das. Durchhalten.

09. Juni 2013


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Leoparden-Lätzchen. Ich gebe zu, ich bin der Typ, der sich beim Essen mal öfter bekleckert. Mit so einem gefleckten Lätzchen fallen die verschiedenfarbigen Flecken nicht gleich so auf. Gerade Brauntöne sind da sehr dankbar, auch wenn man die Schokoladenfinger abschmiert. So ein weißer Pullover ist ja saugefährlich, wie wir alle wissen. Wie schnell sieht man nicht mehr adrett und appetitlich aus. Hier kann man einfach vorbeugen!

08. Juni 2013

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Ich erzähle noch schnell von meinem Einkaufsausflug. Mein persönlich präferierter Aldi in der Brunnenstraße hat zugehabt, wegen Betriebsversammlung. Bin ich Richtung Moritzplatz mit der U8, gehofft dass der Moritzplatz-Aldi in der Oranienstraße aufhat. Ja, war. In der U-Bahn habe ich mir einen Stehplatz ganz am Ende vom Abteil gesucht, direkt an der Tür, so dass ich mit der linken Seite im nicht einsehbaren Bereich war. Also, dass die aktuell nicht-Schokoladenseite für niemanden zu sehen ist. Ich hab sogar die Brille in der U-Bahn abgesetzt. Ich rede jetzt wieder von meinem heute beim ersten Eintrag erwähnten kleinen, auf hohem Niveau befindlichen Schönheitsproblem, mit der frisch verkrusteten Laser-Wunde. Es war sowieso so voll, dass man stehen musste, es wirkte also keineswegs irgendwie unnatürlich. Das war mir natürlich auch wichtig! Mein Verhalten sollte ganz natürlich rüberkommen. Am Alexanderplatz glaube ich, ist dann ein Pärchen zugestiegen und es war kein Platz zum Aufrücken nach hinten, was ich auch gar nicht wollte, weil mein Platz ja total super für mich war. Die Frau von dem Pärchen wollte dann – sie konnte ja auch gar nicht anders – auch an der Tür stehen bleiben, direkt vor mir, aber sie hat noch ein bißchen Platz gebraucht, damit die Tür wieder zugeht und ich habe es nicht gemerkt, ich dachte, sie wäre gerade auch noch so drin und bin ein bißchen beharrlich auf meiner Ideal-Position in der Ecknische geblieben. Da guckt sie mich groß an und schiebt sich ein bißchen nach hinten, in meine Richtung und sagt: „Mein Ärmel wird sonst aber in der Tür eingeklemmt!“. War mir dann auch leicht peinlich und habe entschuldigend pariert „Das ist nicht vorgesehen!“. „Eben!“ sie darauf. Sind wir friedlich weitergefahren. Am Moritzplatz bitte ich „Ob ich wohl aussteigen dürfte?“ „Aber sicher doch!“ sie wieder. Und „Aber nicht den Mann mitnehmen!“ sie meinte wohl ihren, der auch irgendwie leicht verhakt in der Tür hing. Und ergänzte: „Und den anderen auch nicht! Alle beide nicht! Die bleiben hier!“ Und grinst mich an. Ich: „Ich bin hier nicht zum Männer abschleppen, da besteht überhaupt keine Gefahr! Versprochen!“ Sie so: „Na denn is jut!“. Dann ging die Tür wieder zu, ich hab noch das Gekicher von den Fahrgästen gehört. Dann die Treppe im U-Bahnhof nach oben, Ausgang Ritterstraße Aufbauhaus, ist mir ein Plakat aufgefallen, in fetten schwarzen Buchstaben über dem Gesicht von Judy Winter, die eine schwarze Sonnenbrille aufhat: „Teufel … Diva“ und dann irgendwas mit Hildegard Knef. War ich gleich neugierig und interessiert. Judy Winter scheint wieder auf die Bühne zu gehen mit einem neuen Stück, wo sie dann ja offensichtlich Hilde gibt. Eine super Kombination bestimmt. Gucke ich mir irgendwann an. Super Plakat auch. Also dann Einkaufen, hab alles gekriegt, nur das Klopapier habe ich doch nicht genommen, der Riesenpack mit den zehn Rollen war mir zu sperrig. Das sieht auch einfach nicht aus, so schwer bepackt und dann noch Klorollen unter dem Arm. Das ist auch einfach eine Frage der Silhouette, gerade wenn man zu Fuß unterwegs ist. Und mit Dior-Brille. Auf jeden Fall war die Kassiererin sehr nett, ich habe den Einkauf komplett brillenfrei absolviert, keiner hat mich komisch angestarrt, so muss es sein. Bei der Rückfahrt beim Aussteigen Weinmeisterstraße ist mir dann noch ein zweites Plakat aufgefallen. Es gibt da irgendwo am Alex eine Barbie-Welt-Ausstellung, wahrscheinlich ganz in Pink und da kriegen viele Pickel. Mir ist das eigentlich eher schnurz, ich finde sowas auch kurios, in jeder Hinsicht, aber dann habe ich mir das Plakat genauer angeschaut und die blonde Barbie auf dem in Pink und Lila gehaltenen Plakat hat rechts oben so eine Art Sprechblase, also von Hause aus gehört die zum Plakat, und da war genau in der Größe von der Sprechblase ein Aufkleber drübergeklebt, ganz fein gemacht, in der Typo vom Plakat, auch schön in Lila und Pink, also als ob es so gehört, hat da gestanden:
♥♥SEXISTISCHE♥
KACKSCHEISSE!

so zweizeilig formatiert, damit es auch perfekt in die Sprechblase reinpasst Das war so liebevoll gemacht, da habe ich mich total mitgefreut, wie schön das aussieht. Auch irgendwie viel lustiger und attraktiver als ohne den Aufkleber. Keine Ahnung, was da sonst drin steht, in der Sprechblase. Aber sexistische Kackscheisse ist auf jeden Fall lustig. Ich hab schon davon gehört, dass es feministischen Protest gibt und von dem Ausdruck, aber dass das so putzig gemacht ist, hat mich schon sehr entzückt. Also unbedingt genauer hingucken, wenn Sie mal so ein lilapinkes-Barbie-Plakat wo kleben sehen. Total süß. Dann bin ich heim. Das war mein Einkaufsausflug. Ich war dann auch ein bißchen erschöpft und hab mich hingelegt. Natürlich nicht ohne vorher noch die Sachen in den Kühlschrank zu packen und mit dem neu gekauften zwei-Kilo-Beutel Fee eine Maschine Wäsche anzuwerfen. Nach zwei Stunden Nickerchen bin ich erholt wieder aufgestanden und habe ein bißchen November gebloggt. Heute gibt es keine alkoholischen Getränke. Ich muss noch die Reste von gestern organisch abbauen. Dafür ist Schlaf auch unwahrscheinlich gut geeignet, habe ich gehört. Ich muss natürlich schon wieder zurückdatieren, weil es in Wahrheit schon nach halbeins ist, wo ich das blogge und nicht erst eine Minute vor Mitternacht am achten Juni. Aber das kennt man ja schon von mir. Ich möchte den Tag ordentlich abschließen. Gute Nacht aus Berlin!