Reisegarderobe Heringsdorf – Nachmittag am Badestrand. Für den eventuell einzigen Tag, an dem sich die Sonne mehrere Stunden zeigt. Könnte der zweite September sein. Man soll sich auch nicht verrückt machen, in dem man im Vorhinein zu oft die Wettervorhersage frequentiert. Eine Hitzewelle steht jedenfalls nicht mehr an, was auch bedeutet, jeder Sonnenstrahl wird umarmt und willkommen geheißen. Und da es Saisonende ist, habe ich vielleicht auch den einen oder anderen Strandabschnitt für mich.

Vergangenes Jahr auf Sylt war ich perplex, wie wenige Menschen an den Abschnitten der Westküste weilten, wo keine Strandkörbe stehen, sogar am Roten Kliff. Sogenannte Hundestrände sind mir ganz angenehm, weil die Hundehalter/innen meistens stramm mit ihrem Wauwau am Meeressaum entlanglaufen, sich so gut wie nie niederlassen. Hat mich amüsiert, wie konsequent die Kampener Strandflaneure mit Hund einen monochromen Kleidungsstil pflegten, der die Farben von Sand und Meer zitiert. Babykaschmir-Pullover und Vikunja-Schals beim ersten spätsommerlichen Auftritt. Hamptons Style à la Ralph Lauren und Hilfiger. Der meist edle Hund ebenfalls sandfarben. Fifty shades of greige and beige.