Am kommenden Dienstag, 25. August 2026, bereise ich erstmalig das Elbsandsteingebirge, das ich erst ein Mal, vor ungefähr dreißig Jahren durch ein Zugfenster auf dem Weg von Berlin nach Prag bestaunte. Für diese Premiere habe ich mir einen Tagesausflug ausgeguckt. Ich fahre mit dem tschechischen EC RJ 387 um 7.28 Uhr ab Berlin Hauptbahnhof von Gleis 3 los und treffe – ohne Umsteigen – um 9.35 Uhr im sächsischen Bad Schandau ein. Der Bahnhof Bad Schandau liegt auf der linken Elbseite. Dann muss ich vom Bahnsteig hinunter zum Fähranleger direkt am Bahnhof, um die Elbe zu überqueren. Da gibt es eine Bahnhofsfähre, die regelmäßig direkt zum Elbkai auf der anderen Seite übersetzt. Vom Elbkai muss ich ca. fünfzehn Minuten zu Fuß, 750 Meter in die Rudolf-Sendig-Straße laufen, bis ich am Personenaufzug von 1904 bin (im Film „The Grand Budapest Hotel“ zu sehen), der mich dann komfortabel nach oben zum höher gelegenen Ort Ostrau bringt.

Von dort wandere ich zum Großen Schrammtor (siehe Foto). Zurück entweder denselben Weg oder eine Rundwanderung. Das überlege ich mir noch. Dauert entweder 3,5 oder 5,5 Stunden. Um 18.21 Uhr fahre ich am selben Tag wieder zurück nach Berlin, auch ein tschechischer EC, RJ 386 von Gleis 2, kein Umsteigen, Ankunft Berlin 20.29 Uhr. Der Spaß kostet hin und zurück 57,98 €. Deutschlandticket gilt für den Zug nicht, es gibt leider keine Regionalbahn auf der Strecke. Ist aber auch Wurst, weil mein Deutschlandticket sowieso erst ab 1. September gilt. Nach Heringsdorf nehme ich auch keine Regionalbahnen, sondern fahre mit einem ICE. Wettervorhersage für Dienstag ist gut, hoffe das Wetter hält. Für meine Woche in Heringsdorf vom 28. August bis 4. September sieht es leider vorwiegend durchwachsen aus. Aber ich bin schon zufrieden, wenn nur ein längerer Sonnenabschnitt am Strand dabei ist. War im Grunde vergangenes Jahr auf Sylt nicht viel anders. Aber der eine herrliche, wolkenlose Spätsommertag am Roten Kliff hats rausgerissen. Ein unvergesslich schöner Sommertag war das, mit indigoblauem, wolkenlosen Himmel, leichtem Wind, herrlicher Sonne und Baden im Meer. Die Wettervorhersage für meinen Geburtstag am 1. September ist leider auch kein Kaiserwetter. Allerdings auch wieder beruhigend, dass die verschiedenen Wettervorhersage-Seiten grob zwar ähnliche Tendenz zeigen, aber bei einzelnen Tagen riesige Unterschiede. Vielleicht hab ich Glück und der Wind dreht sich. Werde auf jeden Fall ein Regencape einpacken. Auch blauweiß, zufällig. Hatte ich schon, nicht extra jetzt neu gekauft. Ich will gleich auch noch am Tauentzien nach dunkelblau-weißen Turnschuhen gucken. Bin gespannt, ob ich was finde. Man soll ja wohl eher nicht mit normalen Straßenschuhen auf ein Boot, hab ich mal gehört.
Georg Nägle
Viel Spaß!
Gaga Nielsen
Werde ausführlichst Bericht erstatten!
Lydia Gebel

Aber was machst du, wenn irgendein Zug ausfällt oder ein Zug sich verspätet oder du den Weg nicht findest? Oder irgendein sonstiges unerwartetes Ereignis den Plan crasht??
Gaga Nielsen
Hab doch Puffer einkalkuliert. Ich muss natürlich die beiden Züge zeitig erwischen, weil Superspezialpreis mit Zugbindung, aber das traue ich mir zu, da ich daheim zwei Wecker neben dem Bett habe. Also hin schaffe ich schon mal. Ich denke mir, ich könnte es schaffen, um zehn Uhr am historischen Fahrstuhl zu sein. Und wenn ich beim Wandern rumtrödle, die größere Rundwanderung machen würde und länger brauchen würde, als die angegebenen fünfeinhalb Stunden, müsste es immer noch hinhauen.
Wenn ich nicht trödle, mich nicht verlaufe, wäre ich noch vor sechzehn Uhr wieder am Fahrstuhl, fahre runter zum Elbufer und kann dann noch ausführlich Eis essen gehen! Oder auch mehr. So denke ich mir das. Ich habe natürlich Pläne aus Papier bei mir und es soll viele Schilder dort geben, weil es ja ein ganz beliebter und berühmter Wanderweg ist!
Wenn ich stolpere und Hilfe brauche und keiner da ist, kann ich ausnahmsweise mein dienstliches Smartphone benutzen, darf ich auch privat, hab ich dabei, aber nur für Notfälle will ich es nehmen. Hab keinen Spaß, damit herumzudaddeln, mir sind die ganzen Schaltflächen zu klein. Bin froh, dass ich wenigsten Gesichtserkennung aktiviert habe, sonst bräuchte ich im Durchschnitt 3 – 5 Minuten, um ein Passwort mit acht Zeichen mit Groß- und Kleinschreibung und Zahlen und Sonderzeichen einzugeben. Werde ich verrückt! Ich hasse das!
Aber keine Sorge – ich habe nicht vor, Selfies in riskanten Positionen an Schluchten und Abgründen zu machen. Nur ein paar ungefährliche, mit festem Boden unter den Füßen vor hübschem Felsgestein.
Wenn ein Zug ausfällt oder sich verspätet, vertrau ich entspannt darauf, dass damit ja automatisch die Zugbindung entfällt und ich jeden beliebigen nächsten nehmen kann. Finde ich eigentlich immer gut, so Verspätungen, aus eben diesem Grund
Da ich dort mit niemandem verabredet bin, kann ich nicht zu spät kommen und das Große Schrammtor ist 24 Stunden zugänglich, dort gibt es keine Absperrung.
Der Zug zurück, den ich gewählt habe, ist nicht der letzte, da gibt es noch zwei oder drei weitere, die später nach Berlin fahren.
Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Danke für Dein Interesse!