


sonnenbrillenunfug. und plötzlich die geschichten. die geschichte jeder sonnenbrille. man setzt sie auf und die geschichte ist da. manche haben keine besondere. manche eine sehr besondere. da ist diese pilotenbrille mit den braungetönten gläsern, die mir eigentlich viel zu groß ist. sie gehörte meinem großvater, dessen hand ich hielt, als er starb. er wurde einundachtzig jahre alt und war in seinen letzten lebensjahren sehr zugempfindlich im gesicht und an den augen. vielleicht habe ich das ja von ihm. bei mir tränen auch immer gleich die augen, wenn ein leichter wind weht oder es zu kalt draußen ist, besonders das rechte. wenn jemand stirbt, bleiben diese dinge zurück. sonnenbrillen.
eine brille mit riesigen insektengläsern, wie man sie von bildern der knef oder bardot aus den siebzigern kennt. die erste sonnenbrille, die ich mir selbst gekauft habe. irgendwann in den siebzigern. ich war wohl in der siebten klasse. ich müsste also dreizehn gewesen sein. achtundsiebzig könnte hinkommen.
und dann ist da die erste brille, die sich mein bruder gekauft hatte, auch eine pilotenbrille, auch siebziger. mit so komischen biegsamen drahtbügeln. sportbrille nannte man das damals. damit die brille beim rennen nicht runterfällt. dabei kann ich mich überhaupt nicht erinnern, dass mein bruder jemals großartig sport getrieben hätte. eher im gegenteil. er war genauso ein stubenhocker wie ich, wenn er nicht gerade auf seinem zündapp-mokick unterwegs zu einem freund oder in den übungsraum war.
verschiedene brillenmodelle, die man einfach mal so mitnimmt, weil einem die, die man schon hatte, plötzlich unmodern vorkamen. oder brillen, die man unterwegs gekauft hat, weil man unerwartet von heftiger sonne überrascht wurde. oder weil es einfach spaß macht, brillen aufzusetzen und auszuprobieren.
zwischen all den brillen eine schwarze augenklappe. ich trug sie vor zehn jahren zur hochzeit meiner freundin elena. ich hatte vor, ausgiebig zu filmen und wusste, dass es auf dauer sehr anstrengend werden würde, beim stundenlangen fokussieren das linke auge zuzukneifen, deshalb beschloss ich, mir die ganze sache mit einer verwegenen augenklappe zu erleichtern und machte aus der not eine tugend, indem ich passend zur augenklappe in dunklen nadelstreifen und schwarzen overkneestiefeln im vornehmen charlottenburger standes- amt einlief. erich von stroheim wäre stolz gewesen.
und dann diese porsche-sonnenbrille. dieses riesending. das gleiche modell, das yoko ono jahrelang nach dem tod von john lennon trug. sie gehörte auch meinem bruder. er hatte sie auf, als er gegen diesen baum fuhr. auf der rechten seite ist eine kleiner kratzer, drei der dreizehn kleinen schrauben fehlen, mehr nicht. und ich habe die ganzen brillen aufgesetzt und fotos gemacht, aus einer verspielten laune. und als ich die yoko-brille aufhatte, war er plötzlich ganz nah.
18. oktober 2006
ärgerlich. sehr, sehr ärgerlich.
in der letzten halben stunde habe ich sämtliche bücherregale nach einem meiner größten schätze durchforstet: „immer schön sein“ von gwinny von heid oder so ähnlich. ein schönheitsratgeber aus den fünfziger jahren, den ich als teenager in einem aufwasch mit erbau- lichen schriften wie „heirate mich, chéri“, „eine liebesheirat“, „süßer vogel jugend“, „bonjour tristesse“ sowie dem „tagebuch der anne frank“ erfolgreich meiner frau mama abgeschwatzt habe.
nun suche ich dieses hilfreiche werk und kann es nicht mehr finden. ich sehe noch den umschlag vor mir: weiß, hochglänzend, im praktischen taschenbuchformat, auf der vorderseite die zeichnung einer jungen frau mit flottem kurzhaarschnitt, modernen hosen und blau-weiß geringeltem pullover. was für ein verlust!
schmerzlich muß ich mich nun von der idee verabschieden, meinen leserinnen das eine oder andere kapitel auf dem wege des abend- lichen vorlesens zugänglich zu machen. das ist wie gesagt: sehr, sehr ärgerlich. nun stehen freilich auch noch andere sachen zur auswahl, die ggf. zur abendunterhaltung in meinem schönen heim beitragen könnten. als da wären: „fibel für den umgang im betrieb“, „blut und bier“ und die heilige schrift. ach stimmt: „das große wilhelm-busch-buch“ habe ich selbstverständlich auch noch.
leider kann ich nicht, wie andere das sehr wohl können, hier eine umfrage einbauen, sonst wäre das jetzt natürlich im nächsten absatz kundenfreundlich im angebot.
die fibel für den umgang im betrieb ist einer meiner momentanen favoriten, speziell das kapitel „der betriebsausflug“. aber das kann sich minütlich ändern, da ich heute etwas unpässlich bin.
16. oktober 2006

http://www.ipernity.com/mp/7292714.2070c73d.mp3.swf gaga liest: everybody needs a rock v. byrd baylor
17. oktober 2005

still alive and well.
16. oktober 2006

http://www.ipernity.com/mp/7292714.2070c73d.mp3.swf gaga liest: everybody needs a rock v. byrd baylor
14. oktober 2006
beim archiv verschieben wurden mal eben die letzten kommentare aus der seitenleiste da unten gefeudelt. sieht ja nun sehr aufgeräumt aus. man kann es nicht anders sagen. sie dürfen gerne ein wenig neuen schmutz hereinbringen
14. oktober 2006
beim archiv verschieben wurden mal eben die letzten kommentare aus der seitenleiste da unten gefeudelt. sieht ja nun sehr aufgeräumt aus. man kann es nicht anders sagen. sie dürfen gerne ein wenig neuen schmutz hereinbringen
14. oktober 2006
smirnoff schmeckt mir persönlich zu sehr nach moskovskaya. zu blumig. schade eigentlich. mit smirnoff verbinde ich die angenehme erinnerung an eine szene in alan rudolphs choose me, ein film aus den achtzigern mit keith carradine, auf den ich damals ungeheuer abgefahren bin (also carradine – nicht zu verwechseln mit dem kung fu-schauspieler-bruder, der hieß david). wie altbacken der film einem heute vorkommt. damals fand ich diese barszenen in los angeles mit lesley ann warren hinterm tresen, in schwarz-rot und mit kecker fliege zum hemd aufregend. aber 1986 schien ohnehin alles mögliche aufregend. ich fand warren damals tatsächlich gut, auch wie sie spielte. heute kommt mir ihr betont laszives geschaue affektiert und eine spur zu gewollt vor. der plot geradenach platt und beliebig. wie sich der blick auf manches doch wandelt. tja.
13. oktober 2006
manchmal kotzt mich mein eigenes herumgealbere an. ha ha. kein scherz. aber wer die eigene leichtigkeit geißelt, dem muß wohl zu wohl sein. ich sollte froh sein. lamento ist so leicht. so einfach. nichts einfacher als das. auch keine marktlücke. aber: ich weine gerne. ab und zu. es entspannt genauso wie ein lachen, vorausgesetzt, es entbehrt echter tragik. ein wenig weinen, sehr nett. mein gott, ich sollte froh sein. so verdammt verdammt froh, dass ich es nicht mehr muss.
12. oktober 2006
heute habe ich leider keine guten nachrichten.
falls sie sich gerade an den komischen namen der verfasserin gewöhnt haben sollten: sie müssen sich wieder umgewöhnen. nun. ja, ich werde meinen namen kurzfristig ändern. und: ja, man darf gratulieren. künftig werde ich daniela düsentrieb heißen. ein name, der mir, wie ich seit heute nacht weiß, bestimmt ist wie kein anderer. frau julie würde sagen die stimmen haben es befohlen – aber ich, die ich einstmals frau gaga genannt wurde, sage: ich habe eine botschaft empfangen. im traum wurde mir letzte nacht eine zukunftsweisende erfindung in den schoß gelegt! wie oft habe ich mir schon insgeheim so bei mir gedacht: geheime kräfte wohnen in mir! geheime mächte wollen mir ihr höheres wissen übermitteln! ich bin auserwählt! und heute nacht erhielt ich den letzten beweis. aber der reihe nach.
im traume gesellte ich mich mit ein paar wackeren recken um einen hölzernen tisch um wichtige überseegeschäfte zu besprechen! ich erinnere nun nicht mehr recht den verhandlungsgegenstand, aber es ging um harte dollars! und ich saß knallharten geschäftspartnern gegenüber. ach nein, nicht gegenüber. der tisch war irgendwie oval und alle saßen so im halbrund nebeneinander. die herren aus amerika wirkten sehr gut informiert und man spürte, dass sie mit den neuesten technologien auf du und du waren! nun wurde irgendeine technische angelegenheit erörtert, an die ich mich nicht weiter erinnern kann. auf jeden fall war das auge der nächtlichen traumkamera strikt auf einen der herren aus amerika gerichtet. etwa ende dreißig, kurzgeschnittenes mittelblondes haar, von kräftiger statur. recht gutaussehend, scharfsinniger gesichtsausdruck, bohrender blick. gelächelt wurde nicht.
bei all dem gerede rückte nun immer mehr die tischplatte in den mittelpunkt, oder vielmehr der bereich des tisches des erwähnten herrn, der ohne unterlass alles notierte, was ihm wichtig erschien. und das war eine ganze menge! plötzlich sah ich, dass sich auf seinem notizblock, wie von zauberhand, die soeben mit schwarzer tinte oder kugelschreiber geschriebenen handschriftlichen krakel in schärfste druckbuchstabentypen verwandelten. faszinierend! ich konnte mich gar nicht sattsehen. er schmierte irgendein zeug auf seinen block, in einer sauklaue, die meiner nicht unähnlich war und dann! dann sah ich es! er knipste in sekundenschnelle auf das obere ende von seinem stift, wischte kurz über das handgeschriebene, wie die kassiererin im supermarkt, wenn sie den preis einscannt und schon verwandelte sich alles in leserlich gedrucktes. toll toll toll!
nun merkte der herr natürlich, dass ich mich seit einer weile mehr für sein wundergerät, als für die gemeinsame geschäftsangelegenheit interessierte und ich fragte kurzerhand, was das denn für ein tolles schreibgerät sei und wie teuer? sogleich führte er mir noch weitere kunststücke des schreiberlings vor. zum beispiel konnte das schlaue gerät bekannte markenlogos identifizieren und ausspucken, wenn man nur annäherend eine ähnliche figur zusammenkrakelte. als beweis machte er irgendeinen kringel und schon wurde ein perfekter mercedes-stern auf’s papier gedruckt! als zweites beispiel für weltberühmte markenlogos schrieb er dann irgendwie etwas kurzes mit ‚g‘ und prompt spuckte der kleine zauberstab einen gaga-kringel wie da oben rechts in der ecke aus!
von da an war es mir klar: hierbei handelt es sich um eine erfindung, die eine unermessliche bereicherung für jeden menschen darstellt. natürlich ist so eine sensationelle wundermaschine nicht ganz billig. ich fragte ja, wie bereits erwähnt, auch nach dem kostenpunkt. meiner erinnerung nach lag der preis bei 1798,- dollar. zuerst bin ich natürlich auch ein wenig erschrocken, weil man sich ja nicht so ohne weiteres einen neuen kugelschreiber für 1798,- dollar zulegen möchte. je länger ich aber darüber nachdenke, um so unbezahlbarer scheint mir dieses phantastische gerät zu sein, das auch in ihrem haushalt nicht fehlen sollte. erste bestellungen nehme ich natürlich auch gerne per e-mail entgegen, bis mein online-shop startklar ist. zusätzliche versandkosten werden übrigens nicht erhoben. greifen sie zu!
12. oktober 2006
heute habe ich leider keine guten nachrichten.
falls sie sich gerade an den komischen namen der verfasserin gewöhnt haben sollten: sie müssen sich wieder umgewöhnen. nun. ja, ich werde meinen namen kurzfristig ändern. und: ja, man darf gratulieren. künftig werde ich daniela düsentrieb heißen. ein name, der mir, wie ich seit heute nacht weiß, bestimmt ist wie kein anderer. frau julie würde sagen die stimmen haben es befohlen – aber ich, die ich einstmals frau gaga genannt wurde, sage: ich habe eine botschaft empfangen. im traum wurde mir letzte nacht eine zukunftsweisende erfindung in den schoß gelegt! wie oft habe ich mir schon insgeheim so bei mir gedacht: geheime kräfte wohnen in mir! geheime mächte wollen mir ihr höheres wissen übermitteln! ich bin auserwählt! und heute nacht erhielt ich den letzten beweis. aber der reihe nach.
im traume gesellte ich mich mit ein paar wackeren recken um einen hölzernen tisch um wichtige überseegeschäfte zu besprechen! ich erinnere nun nicht mehr recht den verhandlungsgegenstand, aber es ging um harte dollars! und ich saß knallharten geschäftspartnern gegenüber. ach nein, nicht gegenüber. der tisch war irgendwie oval und alle saßen so im halbrund nebeneinander. die herren aus amerika wirkten sehr gut informiert und man spürte, dass sie mit den neuesten technologien auf du und du waren! nun wurde irgendeine technische angelegenheit erörtert, an die ich mich nicht weiter erinnern kann. auf jeden fall war das auge der nächtlichen traumkamera strikt auf einen der herren aus amerika gerichtet. etwa ende dreißig, kurzgeschnittenes mittelblondes haar, von kräftiger statur. recht gutaussehend, scharfsinniger gesichtsausdruck, bohrender blick. gelächelt wurde nicht.
bei all dem gerede rückte nun immer mehr die tischplatte in den mittelpunkt, oder vielmehr der bereich des tisches des erwähnten herrn, der ohne unterlass alles notierte, was ihm wichtig erschien. und das war eine ganze menge! plötzlich sah ich, dass sich auf seinem notizblock, wie von zauberhand, die soeben mit schwarzer tinte oder kugelschreiber geschriebenen handschriftlichen krakel in schärfste druckbuchstabentypen verwandelten. faszinierend! ich konnte mich gar nicht sattsehen. er schmierte irgendein zeug auf seinen block, in einer sauklaue, die meiner nicht unähnlich war und dann! dann sah ich es! er knipste in sekundenschnelle auf das obere ende von seinem stift, wischte kurz über das handgeschriebene, wie die kassiererin im supermarkt, wenn sie den preis einscannt und schon verwandelte sich alles in leserlich gedrucktes. toll toll toll!
nun merkte der herr natürlich, dass ich mich seit einer weile mehr für sein wundergerät, als für die gemeinsame geschäftsangelegenheit interessierte und ich fragte kurzerhand, was das denn für ein tolles schreibgerät sei und wie teuer? sogleich führte er mir noch weitere kunststücke des schreiberlings vor. zum beispiel konnte das schlaue gerät bekannte markenlogos identifizieren und ausspucken, wenn man nur annäherend eine ähnliche figur zusammenkrakelte. als beweis machte er irgendeinen kringel und schon wurde ein perfekter mercedes-stern auf’s papier gedruckt! als zweites beispiel für weltberühmte markenlogos schrieb er dann irgendwie etwas kurzes mit ‚g‘ und prompt spuckte der kleine zauberstab einen gaga-kringel wie da oben rechts in der ecke aus!
von da an war es mir klar: hierbei handelt es sich um eine erfindung, die eine unermessliche bereicherung für jeden menschen darstellt. natürlich ist so eine sensationelle wundermaschine nicht ganz billig. ich fragte ja, wie bereits erwähnt, auch nach dem kostenpunkt. meiner erinnerung nach lag der preis bei 1798,- dollar. zuerst bin ich natürlich auch ein wenig erschrocken, weil man sich ja nicht so ohne weiteres einen neuen kugelschreiber für 1798,- dollar zulegen möchte. je länger ich aber darüber nachdenke, um so unbezahlbarer scheint mir dieses phantastische gerät zu sein, das auch in ihrem haushalt nicht fehlen sollte. erste bestellungen nehme ich natürlich auch gerne per e-mail entgegen, bis mein online-shop startklar ist. zusätzliche versandkosten werden übrigens nicht erhoben. greifen sie zu!
04. oktober 2006
werte genossinnen und genossen,
heute präsentiere ich euch ein kampflied zu ehren des commandante che guevara. genosse biermann und ich tragen das lied gemeinsam vor und wir hoffen, ihr stimmt alle recht zahlreich mit ein!
HASTA LA VICTORIA SIEMPRE!
[ bedienungsanleitung: nach sonnenuntergang unter hinreichender gabe alkohol- haltiger flüssigarznei zuzuführen. ]
06. oktober 2006
experiment fenchel II: ich nehme jetzt meine tropfen und dann mache ich mir spaghetti mit scharfer knoblauch-tomatensoße und in butter gerösteten fenchelkäfern. die kommen dann über den parmesan. hoffentlich wird mir nicht schlecht davon. ich muß jetzt sowieso langsam meine ernährung umstellen, da ich ja niemals wieder sushi essen kann.
10. oktober 2006
wie könnte man das phänomen auf männlicher seite bezeichnen, das ich weiblicherseits gerne als schleichende vermutterung benennen möchte und welches den zustand skizziert, wenn innerhalb einer paarbeziehung eine konstellation prägnant wird, die jeder außen- stehende flugs als eltern-kind-schema identifiziert? auf gut deutsch: notorisches muttersöhnchen drängt zur mutterfrau und wird schicksalshaft immer wieder zum sohn anstatt zum manne. schleichende verrockzipfelung?
10. oktober 2006
wie könnte man das phänomen auf männlicher seite bezeichnen, das ich weiblicherseits gerne als schleichende vermutterung benennen möchte und welches den zustand skizziert, wenn innerhalb einer paarbeziehung eine konstellation prägnant wird, die jeder außen- stehende flugs als eltern-kind-schema identifiziert? auf gut deutsch: notorisches muttersöhnchen drängt zur mutterfrau und wird schicksalshaft immer wieder zum sohn anstatt zum manne. schleichende verrockzipfelung?
09. oktober 2006
(verwurst-verwurst)

ursprünglich zu anschauungszwecken des einen* (!) makels, den ich mir öffentlich einzugestehen traue, bei der geschätzten frau smartass gepostet. aber weil es die einzige aufnahme ist, wo ich den anblick nicht abscheulich finde, auch hier. und weil jemand so einen unglaublichen kommentar geschrieben hat. und weil mir gerade nix weiter einfällt. bin ja in der rekonvaleszenz. da darf ich das.
*zur beruhigung: auch mir sind gewellte körperpartien keine unbekannte größe – jedoch zu sehr im stetigen wandel begriffen, als dass ich es als gaga-immanent verinnerlicht hätte (da geht noch was)
09. oktober 2006
09. oktober 2006
(verwurst-verwurst)

ursprünglich zu anschauungszwecken des einen* (!) makels, den ich mir öffentlich einzugestehen traue, bei der geschätzten frau smartass gepostet. aber weil es die einzige aufnahme ist, wo ich den anblick nicht abscheulich finde, auch hier. und weil jemand so einen unglaublichen kommentar geschrieben hat. und weil mir gerade nix weiter einfällt. bin ja in der rekonvaleszenz. da darf ich das.
*zur beruhigung: auch mir sind gewellte körperpartien keine unbekannte größe – jedoch zu sehr im stetigen wandel begriffen, als dass ich es als gaga-immanent verinnerlicht hätte (da geht noch was)
07. oktober 2006
07. oktober 2006
07. oktober 2006
06. oktober 2006
schwarzer tee und vanillekipferl
(keine experimente)
06. oktober 2006
experiment fenchel II: ich nehme jetzt meine tropfen und dann mache ich mir spaghetti mit scharfer knoblauch-tomatensoße und in butter gerösteten fenchelkäfern. die kommen dann über den parmesan. hoffentlich wird mir nicht schlecht davon. ich muß jetzt sowieso langsam meine ernährung umstellen, da ich ja niemals wieder sushi essen kann.
05. oktober 2006
metoclopramiddihydrochlorid-monohydrat. „und wenn es am montag noch nicht besser ist, bringen sie mir eine stuhlprobe – äh schwester grmblgrmbl geben sie frau gaga ein röhrchen für die stuhlprobe mit, für alle fälle!“
ich mache jetzt kein foto von dem röhrchen. auch nicht ohne stuhl- probe. aber wenn man das dings sieht, braucht man selbst bei krankheitsbedingt eingeschränkter gehirnfunktion nicht allzu lange, um herauszufinden, wofür der zierliche plastikzylinder mit dem schraubverschluss in ansprechendem goldbraun gedacht sein könnte, so dass man eigentlich nicht viel falsch machen kann. gesetzt den fall.
aber dann soll ich ja erst mal auch noch fencheltee trinken. habe ich mir dann auch gleich im apothekenfachgeschäft besorgt. herr apo- theker: „ja bitte? was darf’s denn sein?“ ich: „ich soll fencheltee trinken“ apotheker: „welchen hätten sie denn gerne?“ ich: na den, der am besten wirkt!“ apotheker: es gibt teebeutel oder lose.“ ich: „ist denn der lose nicht der bessere?“ apotheker zuckt mit den schultern. ich wieder: „bei pfefferminztee ist da zum beispiel ein riesen geschmacksunterschied, der beuteltee schmeckt komplett anders als der lose!“ apotheker: „na, dann sollten sie den losen nehmen“. ich: „o.k. dann den losen“. habe ich mich ja wieder super selber beraten. kann ich eigentlich sehr zufrieden mit mir sein.
das fenchelteezeugs sieht ja sehr possierlich aus, ein bißchen wie kleine kartoffelkäfer. zehn bis fünfzehn minuten ziehen. beim tüteaufmachen war so mein erster gedanke, das zeug macht sich bestimmt ganz gut auf einem leckeren krustenbrot, also auf der kruste. aber so als tee. na ja. obwohl, es gibt schlimmere. meins isses nicht. ich denke, ich schmiere mir später mal ein schönes butterbrot und mache mir die kleinen kartoffelkäfer über die butter drüber. schön tief reingequetscht. jetzt, wo mir der onkel doktor medizin verschrieben hat, kommt bestimmt auch der appetit wieder. wär ja noch schöner. später dann butterbrotfoto. aber jetzt erst mal ein kleines nickerchen.
26. september 2006
http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76463757&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
►watch on youtube
[ ich habe, nur zur sicherheit (ich bin jungfrau), schon mal grimme-preis 2007 als suchbegriff eingegeben, damit die damen und herren gar nicht lange herum- suchen müssen. schließlich gilt gerade in der hart arbeitenden film- und fernseh- branche: zeit ist geld! oder wie man in hollywood sagt: time is money! (das ist englisch und heißt dasselbe) da können sich die jungen leute aus film, funk und fernsehen doch sicher nicht auch noch stundenlang damit aufhalten, umständlich irgendwelche preisträger herauszuforschen ]
05. oktober 2006
metoclopramiddihydrochlorid-monohydrat. „und wenn es am montag noch nicht besser ist, bringen sie mir eine stuhlprobe – äh schwester grmblgrmbl geben sie frau gaga ein röhrchen für die stuhlprobe mit, für alle fälle!“
ich mache jetzt kein foto von dem röhrchen. auch nicht ohne stuhl- probe. aber wenn man das dings sieht, braucht man selbst bei krankheitsbedingt eingeschränkter gehirnfunktion nicht allzu lange, um herauszufinden, wofür der zierliche plastikzylinder mit dem schraubverschluss in ansprechendem goldbraun gedacht sein könnte, so dass man eigentlich nicht viel falsch machen kann. gesetzt den fall.
aber dann soll ich ja erst mal auch noch fencheltee trinken. habe ich mir dann auch gleich im apothekenfachgeschäft besorgt. herr apo- theker: „ja bitte? was darf’s denn sein?“ ich: „ich soll fencheltee trinken“ apotheker: „welchen hätten sie denn gerne?“ ich: na den, der am besten wirkt!“ apotheker: es gibt teebeutel oder lose.“ ich: „ist denn der lose nicht der bessere?“ apotheker zuckt mit den schultern. ich wieder: „bei pfefferminztee ist da zum beispiel ein riesen geschmacksunterschied, der beuteltee schmeckt komplett anders als der lose!“ apotheker: „na, dann sollten sie den losen nehmen“. ich: „o.k. dann den losen“. habe ich mich ja wieder super selber beraten. kann ich eigentlich sehr zufrieden mit mir sein.
das fenchelteezeugs sieht ja sehr possierlich aus, ein bißchen wie kleine kartoffelkäfer. zehn bis fünfzehn minuten ziehen. beim tüteaufmachen war so mein erster gedanke, das zeug macht sich bestimmt ganz gut auf einem leckeren krustenbrot, also auf der kruste. aber so als tee. na ja. obwohl, es gibt schlimmere. meins isses nicht. ich denke, ich schmiere mir später mal ein schönes butterbrot und mache mir die kleinen kartoffelkäfer über die butter drüber. schön tief reingequetscht. jetzt, wo mir der onkel doktor medizin verschrieben hat, kommt bestimmt auch der appetit wieder. wär ja noch schöner. später dann butterbrotfoto. aber jetzt erst mal ein kleines nickerchen.
04. oktober 2006
ich bin ja nicht so schnell völlig sprachlos, aber die suchanfrage von 15:41 verschlägt selbst mir die sprache. unerhörte, neuartige, bizarre sexualfetisch-phantasien? weit gefehlt. es geht schon noch obszöner. ich meine: wirklich obszön
„lustige abschiedstexte“
wie wäre es damit:
„jetzt kommen die lustigen tage, schätzel ade. und dass ich es dir gleich sage, es tut mir gar nicht weh. und im sommer da blüht der rote, rote mohn und ein lustiges blut kommt überall davon. schätzel ade, ade! schätzel ade!“
[in hellmuth karaseks erinnerungen gefunden (…) „ich weiß noch genau, wie ich über manche wanderschafts- und frühlingslieder erschrocken war, erschrocken und mit ihnen auch wieder auf geheime weise schaudernd einverstanden, wenn zum beispiel die jungen burschen, die sich auf die wanderschaft machten, ihrer lieb- sten übermütig und frech und ohne mit der wimper zu zucken den laufpass gaben“ auf der flucht, s. 26]
04. oktober 2006
radikalität des alters
kann ich nur bestätigen. auch das mit der schamlosigkeit ist mir zunehmend weniger fremd. noch bin ich ja ein junger hüpfer, im vergleich zu frau mitscherlich, aber die ersten anzeichen sind bereits deutlich spürbar! macht euch also auf etwas gefasst, liebe kinder.
04. oktober 2006
werte genossinnen und genossen,
heute präsentiere ich euch ein kampflied zu ehren des commandante che guevara. genosse biermann und ich tragen das lied gemeinsam vor und wir hoffen, ihr stimmt alle recht zahlreich mit ein!
HASTA LA VICTORIA SIEMPRE!
[ bedienungsanleitung: nach sonnenuntergang unter hinreichender gabe alkohol- haltiger flüssigarznei zuzuführen. ]
30. september 2006
(huch)
ich muß es irgendwie hinkriegen, ein paar gefällige beiträge zu verfassen, damit die anderen auch glauben, dass es sich irgendwie unheimlich lohnt, hier zu lesen. mal überlegen. ganz schön schwer! scheiße! da geht es schon wieder los: das darf mir nicht mehr passieren! die unflätigen wörter und das gefluche, das muß ein ende haben! das schickt sich nun mal nicht. außerdem bin ich ja langsam in einem alter, wo man es schaffen sollte, seinem unmut in etwas gepflegterer form ausdruck zu verleihen. mist. wie schaffe ich das bloß. auch meine bockigen anwandlungen machen keinen guten eindruck. ich weiß das ja alles! nun bin ich aber nun einmal schon länger aus dem elternhaus ausgezogen und es fehlt eben die führende hand. ein problem stellt natürlich auch dar, dass meine kommentatoren mir keinerlei einhalt gebieten. dabei könnte das ungemein helfen! ich werde außerdem sofort nach einer internetausgabe des bewährten knigge forschen. da gibt es bestimmt feste richtlinien, damit ich mich in zukunft einer angemessenen ausdrucksweise befleißigen kann.
30. september 2006
30. september 2006
(huch)
ich muß es irgendwie hinkriegen, ein paar gefällige beiträge zu verfassen, damit die anderen auch glauben, dass es sich irgendwie unheimlich lohnt, hier zu lesen. mal überlegen. ganz schön schwer! scheiße! da geht es schon wieder los: das darf mir nicht mehr passieren! die unflätigen wörter und das gefluche, das muß ein ende haben! das schickt sich nun mal nicht. außerdem bin ich ja langsam in einem alter, wo man es schaffen sollte, seinem unmut in etwas gepflegterer form ausdruck zu verleihen. mist. wie schaffe ich das bloß. auch meine bockigen anwandlungen machen keinen guten eindruck. ich weiß das ja alles! nun bin ich aber nun einmal schon länger aus dem elternhaus ausgezogen und es fehlt eben die führende hand. ein problem stellt natürlich auch dar, dass meine kommentatoren mir keinerlei einhalt gebieten. dabei könnte das ungemein helfen! ich werde außerdem sofort nach einer internetausgabe des bewährten knigge forschen. da gibt es bestimmt feste richtlinien, damit ich mich in zukunft einer angemessenen ausdrucksweise befleißigen kann.
30. september 2006
27. september 2006
„dazu wird eine meistens weiße dirndlbluse (mit puffärmeln oder schmalen ärmeln, lang- oder kurzärmelig) getragen, die nur bis kurz unter die brust reicht„
da hatte ich doch eben eine ganz kleine irritation bei „die nur bis kurz unter die brust reicht“ ah ja: von oben gesehen. aber auch so interessant. nur bis kurz unter die brust. wäre ich von selber nie drauf gekommen. die landbevölkerung hat eben pfiffig gespart, wo es möglich war. aber halt! die bluse von meinem roten kinderdirndl ist bis zum bauchnabel gegangen. und das, obwohl meine armen eltern auch immer eisern gespart haben. womöglich auf das dirndl. manche dinge weiß man erst sehr viel später einzuordnen zu schätzen.
27. september 2006
meineherrn – dieses geflenne, dieses geweine „der sommer geht, wie ist es traurig“ „dieser herrlichste aller sommer, muß er nun wirklich sterben?“ „ach je, es wird schon (!) herbst, wie unendlich schade“ „warum nur, ach warum nur ist der sommer auf einmal vorbei?“ „sommer meines lebens“.
weinerliche beschwörungen, als ob mutter im sterben liegt. oder han- delt es sich etwa um erste lyrische gehversuche? o.k. gelegenheits- lyriker: irgendwann in der letzten zeit mal in den kalender geschaut? gibt es irgendetwas langweiligeres als dieses tägliche, immergleiche einlullende sommergesäusel? uninspirierend, dröge, plätschernd. der komische sommer da, war der erste sommer, in dem ich nicht die geringste lust hatte, in irgendeinen dieser heillos verpissten seen oder flüsse einzutauchen. menschenverseuchte freiflächen. der sommer, in dem ich vorzugsweise hinter abgedunkelten fenstern in innenräumen abkühlung suchte, auf der flucht vor stickigsten außentemperaturen. infolgedessen tatenlos bis zum überdruss. lähmend, langweilend, regungslos machend. und dieses von mir, langjähriger und geübter sonnenanbeterin. der sommer, in dem ich die hohe qualität unserer sonstigen wetterlage begriffen habe.
wer dreißig grad aufwärts bei hoher luftfeuchtigkeit und gleichförmig plätschernde sonneneinstrahlung so über alle maßen liebt, und nun aufgrund biologisch mehr als vertretbaren laubfalls, abschiedsbriefe verfassen muß, lebt hier vielleicht in den falschen breiten. dieser sommer hatte die penetranz von fahrstuhlmusik. die james last- party-edition unter den sommern.
[ endlich herbst ]
27. september 2006
„dazu wird eine meistens weiße dirndlbluse (mit puffärmeln oder schmalen ärmeln, lang- oder kurzärmelig) getragen, die nur bis kurz unter die brust reicht„
da hatte ich doch eben eine ganz kleine irritation bei „die nur bis kurz unter die brust reicht“ ah ja: von oben gesehen. aber auch so interessant. nur bis kurz unter die brust. wäre ich von selber nie drauf gekommen. die landbevölkerung hat eben pfiffig gespart, wo es möglich war. aber halt! die bluse von meinem roten kinderdirndl ist bis zum bauchnabel gegangen. und das, obwohl meine armen eltern auch immer eisern gespart haben. womöglich auf das dirndl. manche dinge weiß man erst sehr viel später einzuordnen zu schätzen.
27. september 2006
meineherrn – dieses geflenne, dieses geweine „der sommer geht, wie ist es traurig“ „dieser herrlichste aller sommer, muß er nun wirklich sterben?“ „ach je, es wird schon (!) herbst, wie unendlich schade“ „warum nur, ach warum nur ist der sommer auf einmal vorbei?“ „sommer meines lebens“.
weinerliche beschwörungen, als ob mutter im sterben liegt. oder han- delt es sich etwa um erste lyrische gehversuche? o.k. gelegenheits- lyriker: irgendwann in der letzten zeit mal in den kalender geschaut? gibt es irgendetwas langweiligeres als dieses tägliche, immergleiche einlullende sommergesäusel? uninspirierend, dröge, plätschernd. der komische sommer da, war der erste sommer, in dem ich nicht die geringste lust hatte, in irgendeinen dieser heillos verpissten seen oder flüsse einzutauchen. menschenverseuchte freiflächen. der sommer, in dem ich vorzugsweise hinter abgedunkelten fenstern in innenräumen abkühlung suchte, auf der flucht vor stickigsten außentemperaturen. infolgedessen tatenlos bis zum überdruss. lähmend, langweilend, regungslos machend. und dieses von mir, langjähriger und geübter sonnenanbeterin. der sommer, in dem ich die hohe qualität unserer sonstigen wetterlage begriffen habe.
wer dreißig grad aufwärts bei hoher luftfeuchtigkeit und gleichförmig plätschernde sonneneinstrahlung so über alle maßen liebt, und nun aufgrund biologisch mehr als vertretbaren laubfalls, abschiedsbriefe verfassen muß, lebt hier vielleicht in den falschen breiten. dieser sommer hatte die penetranz von fahrstuhlmusik. die james last- party-edition unter den sommern.
[ endlich herbst ]
26. september 2006
http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76463757&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
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[ ich habe, nur zur sicherheit (ich bin jungfrau), schon mal grimme-preis 2007 als suchbegriff eingegeben, damit die damen und herren gar nicht lange herum- suchen müssen. schließlich gilt gerade in der hart arbeitenden film- und fernseh- branche: zeit ist geld! oder wie man in hollywood sagt: time is money! (das ist englisch und heißt dasselbe) da können sich die jungen leute aus film, funk und fernsehen doch sicher nicht auch noch stundenlang damit aufhalten, umständlich irgendwelche preisträger herauszuforschen ]
24. september 2006
17. september 2006
Ein neues Zeitalter bricht an! Aufmerksamen Lesern wird nicht entgangen sein, dass ich nicht müde werde, den Untergang des von mir über alle maßen geliebten Stummfilms anzuprangern! Welchen Ruhm könnte ich heute als Gaga Nielsen in diesem künstlerisch hochstehenden Genre ernten. Doch jammern bringt uns alle nicht weiter! Daher habe ich gestern Abend beschlossen: selbst ist die Frau! Meine Kamera, hat die da nicht auch irgendsoeine Filmfunktion drin? Gesagt, getan! Man sehe mir die Tonspur nach, das lässt sich ohne weiteres abstellen, rechts unten einfach auf das Megaphon draufklicken. Fertig ist der Stummfilm!
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Na bitte.
24. september 2006
23. september 2006
23. september 2006
23. september 2006
22. september 2006
21. september 2006
und diese sache mit dem sockenorakel erkläre ich morgen. wie eine linke schwarze falke-nordic-socke heute morgen endgültig (!!!) mein schicksal besiegelte – sie dürfen schon mal raten. ha ha! wer drauf- kommt kriegt von mir ein paar geschickt. tolle socken*, ganz tolle socken.
*anatomisch geformtes plüschpolster von der ferse bis über die zehen!
21. september 2006
schau schau. unser wurstblättchen wird doch wohl nicht anständig werden wollen und trumpft pünktlich zum sechzigsten mit der renitenten uschi obermaier auf. mal schauen, ob irgendwas neues drinsteht. als langjährige verehrerin habe ich selbstverständlich die erstausgabe von uschis wildem leben und werde jede abweichung gnadenlos entlarven! ich bin schon mächtig gespannt auf die morgige folge mit uschis persönlichem schönheitsrezept! (womöglich die religion?)
21. september 2006
schau schau. unser wurstblättchen wird doch wohl nicht anständig werden wollen und trumpft pünktlich zum sechzigsten mit der renitenten uschi obermaier auf. mal schauen, ob irgendwas neues drinsteht. als langjährige verehrerin habe ich selbstverständlich die erstausgabe von uschis wildem leben und werde jede abweichung gnadenlos entlarven! ich bin schon mächtig gespannt auf die morgige folge mit uschis persönlichem schönheitsrezept! (womöglich die religion?)
20. september 2006
es gibt ja eigentlich wenige seiten, wo man den impuls einen kom- mentar zu hinterlassen, so gar nicht befriedigen kann. noch dazu ist es mir überwiegend wurst, da ich die seiten, wo es mich dann und wann juckt, an zehn fingern (wenn das mal nicht zu hoch gegriffen ist!) abzählen kann. aber wenn ich dann schon mal meiner begeisterung ausdruck verleihen will und es geht nicht und es sind immer wieder die zwei selben. das macht einen manchmal ganz kirre! gestern wieder. stattkatze. argh! dabei hat sie ja recht. es wäre nicht wirklich schön. ein einbruch in ein reservat. kein ort für beiläufiges geschnatter und gelärm. ach. bilder. ich meine bilder. dichte. diese vogelfrau. so großartig. immer wieder. ja, das ist alles nicht neu. aber auch einer alten liebe sollte man hin und wieder etwas schönes sagen.
19. september 2006
soeben ein wenig bei kollegin nielsen recherchiert. nach lektüre der folgenden unerquicklichen zeilen: (…) “ heute kaum noch möglich, asta nielsen in einem ihrer zahlreichen filme zu bewundern, denn von ihren über siebzig filmen sind nur dreißig erhalten geblieben, und die heutigen medien bieten dieser unvergleichlichen künstlerin keinen raum mehr“ bin ich nunmehr zu dem schluss gelangt, dass dieser schmerzliche verlust, wenn auch nicht behoben, so doch ein wenig gemildert werden kann.
was läge also näher, als die verlorenen werke mit mir in der hauptrolle zu rekonstruieren. im grunde muß jetzt nur noch eine auswahl getroffen und die reihenfolge festgelegt werden! die nachfolgenden titel stehen an. wobei meine teure zeit nun leider nicht zulässt, im einzelnen herauszuforschen, was erhalten und was verloren ist. demzufolge lasse ich mich einfach von den mich ansprechenden titeln leiten. doppelt hält besser! und selbstverständlich interessiert mich gelegenheitshalber auch, was mein aufgewecktes publikum favorisiert!
Abgründe (Afgrunden) 1910
mein thema, ganz oben!
Heisses Blut (Det hede blod) 1911
selbstverständlich in der engeren auswahl.
Nachtfalter (Natsvaermeren) 1911
aber wie für mich gemacht!
Der schwarze Traum (Den sorte drøm) 1911
alleine der titel: ein traum!
Ballettänzerin (Ballettdanserinden) 1911
gestrichen. tüllröcke stehen mir nicht. ich will schließlich gut aussehen!
In dem großen Augenblick 1911
unverzichtbar!
Zigeunerblut (Die Vagabundin) 1911
im grunde eine variation von opus 1/the passenger! mein ding!
Der fremde Vogel (Den fremede fugl) 1911
aber ganz unbedingt!
Die Verräterin (Den store elskov) 1912
hat die welt nicht schon genug probleme?
Die arme Jenny (Proletarpigen) 1912
bei aller liebe zum proletariat. lieber nicht.
Die Macht des Goldes (Guldets magt) 1912
wie langweilig. über geld spricht man nicht.
Zu Tode gehetzt (Jaget til døde) 1912
alleine der titel verursacht mir beklemmungen. das geht ja nun gar nicht!
Der Totentanz (Dødedansen) 1912
das klingt heimelig, das klingt vertraut. drehbeginn 31. oktober!
Die Kinder des Generals 1912
das muß ein druckfehler sein. die nielsens hatten noch nie viel mit dem militär am hut! ersatzlos gestrichen!
Wenn die Maske fällt (Når masken falder) 1912
ohne meinen lidstrich? niemals!
Das Mädchen ohne Vaterland 1912
nun gut, auch asta musste hin und wieder des schnöden mammons wegen – nein. bedaure. dafür ist mir meine zeit zu schade!
Jugend und Tollheit (Ungdom og dårskab) 1913
aber gar keine frage!
Komödianten (Komedianter) 1913
je nun
Die Sünden der Väter (Foedrenes synd) 1913
aufarbeiten können andere. ich habe zu tun.
Der Tod in Sevilla (Spansk elskov) 1913
der titel lässt sich ja ganz gut an aber muß es wirklich sevilla sein? meine spanische phase ist schon länger vorbei. wie wäre es mit tod in klagenfurt? oder noch besser: tod in eberswalde? das spricht auch ein bodenständiges publikum an und ich könnte preisgünstig mit der s-bahn hinfahren.
Die Suffragette (Stemmeretsdamen) 1913
unsinn. ich will ja schließlich keinen dokumentarfilm über mich drehen.
S 1 (S.I.) 1913
der titel ist natürlich wahnsinnig überzeugend. S 1! die geburtstunde der filmischen avantgarde. im prinzip ist hier alles möglich. ein traum! ganz oben!
Die Filmprimadonna (Filmprimadonnaen) 1913
ein muß, mein absoluter favorit!
Engelein (Den lille engel) 1914
kenne ich. den gibt es noch. neulich erst wieder mit ringelnatz auf hiddensee gesehen. einer reicht.
Das Kind ruft 1914
das klingt ein wenig anstrengend. ach nein.
Zapatas Bande (Zapatas bande) 1914
wo die revolution ruft, bin ich freilich dabei! das renitente, das liegt mir!
Das Feuer (Ilden) 1914
muß man noch fragen? gewiss ist doch vom feuer der leidenschaft die rede!
Die Tochter der Landstrasse 1915
so gar nicht.
Vordertreppe und Hintertreppe 1915
vordertreppe gut und schön. aber hintertreppe?
Die falsche Asta Nielsen 1915
unfug!
Engeleins Hochzeit 1916
herrje. ich kann mich gar nicht entscheiden, welcher teil des filmtitels der langweiligere ist. indiskutabel.
Aschenbrödel (Askepot) 1916
ein kleiner scherz?
Die ewige Nacht (Den evige nat) 1916
diesen film habe ich bereits abgedreht. ich danke.
Das Liebes-ABC (Kaerlighedens ABC) 1916
wer’s mag
Dora Brandes (Dora Brandes) 1916
wer soll das sein?
Weisse Rosen (De hvide roser) 1917
muß darf ich in der rolle eine hornbrille tragen?
Das Waisenhauskind (Vaisenhusbarnet) 1917
ach gott.
Der erste Patient (Den første patient) 1917
ich denke, so ein weißer, auf figur gearbeiteter kittel steht mir ganz vorzüglich!
Die Börsenkönigin (Børsdronningen) 1918
siehe guldets magt
Das Eskimobaby (Ivigtut) 1918
ist der titel nicht verboten? mit der zensur will ich nichts zu schaffen haben! das gibt nur schlechte presse!
Im Lebenswirbel (I livets hvirvel) 1918
ach gott. jetzt habe ich gelesen lendenwirbel
Die Rose der Wildnis 1918
ein kleines schaffenstief?
Der Fackelträger (Mod Lyset) 1919
wie langweilig
Graf Sylvains Rache 1920
rache ist natürlich ein herrliches sujet – aber graf sylvain? das klingt mir doch ein wenig konstruiert
Nach dem Gesetz (Efter loven) 1919
ich als staatsanwältin? ich weiß nicht. ich möchte lieber etwas figurbetontes tragen.
Das Ende vom Liede 1919
diesen film werde ich ganz sicher machen.
Rausch (Elskovsrus) 1919
das klingt mir nach vielversprechender requisite. man darf mit mir rechnen.
Brigantenrache (Røverpigen)1922
einmal rache genügt
Der Reigen 1920
schnitzler? ach nein. diese literarischen adaptionen schränken mich zu sehr ein.
Kurfürstendamm (Kurfürstendam) 1920
man weiß, was man schuldig ist
Steuermann Holk (Styrmand Holk) 1920
ich im matrosenkostüm? macht das nicht ein wenig blass?
Hamlet (Hamlet) 1921
ein glück, dass ich nicht beim tonfilm bin! alleine der text. das kann sich doch kein mensch merken!
Irrende Seelen/Sklaven der Sinne 1921
ein zweiteiler? apropos: ich ziehe mich nicht aus! steht übrigens auch in allen meinen verträgen.
Die Geliebte Roswolskys 1921
das klingt so gar nicht. und dann roswolsky – kein guter titel! kassengift!
Fräulein Julie (Frøken Julie) 1922
fräulein?
Vanina (Vanina) 1922
pardon?
Der Absturz (Mod afgrunden) 1923
kommt gar nicht in frage! ich bin abergläubisch!
Die Tänzerin Navarro 1923
das kommt mir spanisch vor. kein interesse.
Erdgeist 1923
muß ich mich da irgendwie schmutzig machen? ich bin ja sehr erdverbunden, aber alles in grenzen!
I.N.R.I. 1923
ich glaube nicht, dass mich mein publikum in dieser rolle sehen möchte
Das Haus am Meer (Huset ved havet) 1924
ich bin interessiert. wo und wann wird gedreht?
Lebende Buddhas (Levende Buddha) 1925
ist das nicht eher eine rolle für günter strack?
Die Frau im Feuer 1924
das klingt aber nicht sehr heiter. nur so ein gefühl!
Die Schmetterlingsschlacht 1924
was soll das vorstellen?
Hedda Gabler (Hedda Gabler) 1925
hedda gabler? das sehe ich nicht.
Athleten (Atleter) 1925
ich wüsste nicht, wer hier noch regie führen sollte.
Die freudlose Gasse 1925
bereits der titel stimmt betrübt. das ist nichts für mein publikum!
Die Gesunkenen 1926
diese tiefgehende rolle überlasse ich großzügig fräulein winslett.
Laster der Menschheit (Laster) 1927
daraus lässt sich sicher etwas machen!
Dirnentragödie 1927
wie vulgär!
Kleinstadtsünder (Den farlige leg) 1927
ich drehe nicht mit rühmann!
Das gefährliche Alter (Den farlige alder) 1927
falls es sich hier um eine billige anspielung handeln sollte. vergessen sie es.
Unmögliche Liebe / Vera Holgk und ihre Töchter 1932
unmöglich? dieses wort kenne ich nicht!
19. september 2006
soeben ein wenig bei kollegin nielsen recherchiert. nach lektüre der folgenden unerquicklichen zeilen: (…) “ heute kaum noch möglich, asta nielsen in einem ihrer zahlreichen filme zu bewundern, denn von ihren über siebzig filmen sind nur dreißig erhalten geblieben, und die heutigen medien bieten dieser unvergleichlichen künstlerin keinen raum mehr“ bin ich nunmehr zu dem schluss gelangt, dass dieser schmerzliche verlust, wenn auch nicht behoben, so doch ein wenig gemildert werden kann.
was läge also näher, als die verlorenen werke mit mir in der hauptrolle zu rekonstruieren. im grunde muß jetzt nur noch eine auswahl getroffen und die reihenfolge festgelegt werden! die nachfolgenden titel stehen an. wobei meine teure zeit nun leider nicht zulässt, im einzelnen herauszuforschen, was erhalten und was verloren ist. demzufolge lasse ich mich einfach von den mich ansprechenden titeln leiten. doppelt hält besser! und selbstverständlich interessiert mich gelegenheitshalber auch, was mein aufgewecktes publikum favorisiert!
Abgründe (Afgrunden) 1910
mein thema, ganz oben!
Heisses Blut (Det hede blod) 1911
selbstverständlich in der engeren auswahl.
Nachtfalter (Natsvaermeren) 1911
aber wie für mich gemacht!
Der schwarze Traum (Den sorte drøm) 1911
alleine der titel: ein traum!
Ballettänzerin (Ballettdanserinden) 1911
gestrichen. tüllröcke stehen mir nicht. ich will schließlich gut aussehen!
In dem großen Augenblick 1911
unverzichtbar!
Zigeunerblut (Die Vagabundin) 1911
im grunde eine variation von opus 1/the passenger! mein ding!
Der fremde Vogel (Den fremede fugl) 1911
aber ganz unbedingt!
Die Verräterin (Den store elskov) 1912
hat die welt nicht schon genug probleme?
Die arme Jenny (Proletarpigen) 1912
bei aller liebe zum proletariat. lieber nicht.
Die Macht des Goldes (Guldets magt) 1912
wie langweilig. über geld spricht man nicht.
Zu Tode gehetzt (Jaget til døde) 1912
alleine der titel verursacht mir beklemmungen. das geht ja nun gar nicht!
Der Totentanz (Dødedansen) 1912
das klingt heimelig, das klingt vertraut. drehbeginn 31. oktober!
Die Kinder des Generals 1912
das muß ein druckfehler sein. die nielsens hatten noch nie viel mit dem militär am hut! ersatzlos gestrichen!
Wenn die Maske fällt (Når masken falder) 1912
ohne meinen lidstrich? niemals!
Das Mädchen ohne Vaterland 1912
nun gut, auch asta musste hin und wieder des schnöden mammons wegen – nein. bedaure. dafür ist mir meine zeit zu schade!
Jugend und Tollheit (Ungdom og dårskab) 1913
aber gar keine frage!
Komödianten (Komedianter) 1913
je nun
Die Sünden der Väter (Foedrenes synd) 1913
aufarbeiten können andere. ich habe zu tun.
Der Tod in Sevilla (Spansk elskov) 1913
der titel lässt sich ja ganz gut an aber muß es wirklich sevilla sein? meine spanische phase ist schon länger vorbei. wie wäre es mit tod in klagenfurt? oder noch besser: tod in eberswalde? das spricht auch ein bodenständiges publikum an und ich könnte preisgünstig mit der s-bahn hinfahren.
Die Suffragette (Stemmeretsdamen) 1913
unsinn. ich will ja schließlich keinen dokumentarfilm über mich drehen.
S 1 (S.I.) 1913
der titel ist natürlich wahnsinnig überzeugend. S 1! die geburtstunde der filmischen avantgarde. im prinzip ist hier alles möglich. ein traum! ganz oben!
Die Filmprimadonna (Filmprimadonnaen) 1913
ein muß, mein absoluter favorit!
Engelein (Den lille engel) 1914
kenne ich. den gibt es noch. neulich erst wieder mit ringelnatz auf hiddensee gesehen. einer reicht.
Das Kind ruft 1914
das klingt ein wenig anstrengend. ach nein.
Zapatas Bande (Zapatas bande) 1914
wo die revolution ruft, bin ich freilich dabei! das renitente, das liegt mir!
Das Feuer (Ilden) 1914
muß man noch fragen? gewiss ist doch vom feuer der leidenschaft die rede!
Die Tochter der Landstrasse 1915
so gar nicht.
Vordertreppe und Hintertreppe 1915
vordertreppe gut und schön. aber hintertreppe?
Die falsche Asta Nielsen 1915
unfug!
Engeleins Hochzeit 1916
herrje. ich kann mich gar nicht entscheiden, welcher teil des filmtitels der langweiligere ist. indiskutabel.
Aschenbrödel (Askepot) 1916
ein kleiner scherz?
Die ewige Nacht (Den evige nat) 1916
diesen film habe ich bereits abgedreht. ich danke.
Das Liebes-ABC (Kaerlighedens ABC) 1916
wer’s mag
Dora Brandes (Dora Brandes) 1916
wer soll das sein?
Weisse Rosen (De hvide roser) 1917
muß darf ich in der rolle eine hornbrille tragen?
Das Waisenhauskind (Vaisenhusbarnet) 1917
ach gott.
Der erste Patient (Den første patient) 1917
ich denke, so ein weißer, auf figur gearbeiteter kittel steht mir ganz vorzüglich!
Die Börsenkönigin (Børsdronningen) 1918
siehe guldets magt
Das Eskimobaby (Ivigtut) 1918
ist der titel nicht verboten? mit der zensur will ich nichts zu schaffen haben! das gibt nur schlechte presse!
Im Lebenswirbel (I livets hvirvel) 1918
ach gott. jetzt habe ich gelesen lendenwirbel
Die Rose der Wildnis 1918
ein kleines schaffenstief?
Der Fackelträger (Mod Lyset) 1919
wie langweilig
Graf Sylvains Rache 1920
rache ist natürlich ein herrliches sujet – aber graf sylvain? das klingt mir doch ein wenig konstruiert
Nach dem Gesetz (Efter loven) 1919
ich als staatsanwältin? ich weiß nicht. ich möchte lieber etwas figurbetontes tragen.
Das Ende vom Liede 1919
diesen film werde ich ganz sicher machen.
Rausch (Elskovsrus) 1919
das klingt mir nach vielversprechender requisite. man darf mit mir rechnen.
Brigantenrache (Røverpigen)1922
einmal rache genügt
Der Reigen 1920
schnitzler? ach nein. diese literarischen adaptionen schränken mich zu sehr ein.
Kurfürstendamm (Kurfürstendam) 1920
man weiß, was man schuldig ist
Steuermann Holk (Styrmand Holk) 1920
ich im matrosenkostüm? macht das nicht ein wenig blass?
Hamlet (Hamlet) 1921
ein glück, dass ich nicht beim tonfilm bin! alleine der text. das kann sich doch kein mensch merken!
Irrende Seelen/Sklaven der Sinne 1921
ein zweiteiler? apropos: ich ziehe mich nicht aus! steht übrigens auch in allen meinen verträgen.
Die Geliebte Roswolskys 1921
das klingt so gar nicht. und dann roswolsky – kein guter titel! kassengift!
Fräulein Julie (Frøken Julie) 1922
fräulein?
Vanina (Vanina) 1922
pardon?
Der Absturz (Mod afgrunden) 1923
kommt gar nicht in frage! ich bin abergläubisch!
Die Tänzerin Navarro 1923
das kommt mir spanisch vor. kein interesse.
Erdgeist 1923
muß ich mich da irgendwie schmutzig machen? ich bin ja sehr erdverbunden, aber alles in grenzen!
I.N.R.I. 1923
ich glaube nicht, dass mich mein publikum in dieser rolle sehen möchte
Das Haus am Meer (Huset ved havet) 1924
ich bin interessiert. wo und wann wird gedreht?
Lebende Buddhas (Levende Buddha) 1925
ist das nicht eher eine rolle für günter strack?
Die Frau im Feuer 1924
das klingt aber nicht sehr heiter. nur so ein gefühl!
Die Schmetterlingsschlacht 1924
was soll das vorstellen?
Hedda Gabler (Hedda Gabler) 1925
hedda gabler? das sehe ich nicht.
Athleten (Atleter) 1925
ich wüsste nicht, wer hier noch regie führen sollte.
Die freudlose Gasse 1925
bereits der titel stimmt betrübt. das ist nichts für mein publikum!
Die Gesunkenen 1926
diese tiefgehende rolle überlasse ich großzügig fräulein winslett.
Laster der Menschheit (Laster) 1927
daraus lässt sich sicher etwas machen!
Dirnentragödie 1927
wie vulgär!
Kleinstadtsünder (Den farlige leg) 1927
ich drehe nicht mit rühmann!
Das gefährliche Alter (Den farlige alder) 1927
falls es sich hier um eine billige anspielung handeln sollte. vergessen sie es.
Unmögliche Liebe / Vera Holgk und ihre Töchter 1932
unmöglich? dieses wort kenne ich nicht!
17. september 2006
Ein neues Zeitalter bricht an! Aufmerksamen Lesern wird nicht entgangen sein, dass ich nicht müde werde, den Untergang des von mir über alle maßen geliebten Stummfilms anzuprangern! Welchen Ruhm könnte ich heute als Gaga Nielsen in diesem künstlerisch hochstehenden Genre ernten. Doch jammern bringt uns alle nicht weiter! Daher habe ich gestern Abend beschlossen: selbst ist die Frau! Meine Kamera, hat die da nicht auch irgendsoeine Filmfunktion drin? Gesagt, getan! Man sehe mir die Tonspur nach, das lässt sich ohne weiteres abstellen, rechts unten einfach auf das Megaphon draufklicken. Fertig ist der Stummfilm!
http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76463240&color=6a6a6a&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
►watch on youtube
Na bitte.
11. september 2006
die sonne ist untergegegangen über tonga, der dickste könig der welt ist tot.
(nur mal so jetzt – ja ja interessiert keine sau)
13. september 2006
FUCK
13. september 2006
FUCK
12. september 2006
07. september 2006

text, ach text. wieviel sommer passt in ein leben. in einen tag. wieviel leben in einen sommertag. akkuladung für dreihundertvierundsechzig tage. sequenz und ewigkeit. regenwind. wind and rain and wild desire. albträume auch. haut häuten. knochen schütteln. wind pustet alles weg. taumeln, rotieren, gegen den wind, gegen den wind. wolken rasen. einmal um mich selbst, zweimal dreimal. neun nächte. ach. und ach. und am ende das streicheln eines so kurzen und so ewigen sommertages. sommerwind. haus sommerwind. nordwind. innen hart, außen weich. und umgekehrt. gut für mich. und am ende rückenwind. die letzten werden die ersten sein.

score
11. september 2006
noch gar nicht spät und schon so dunkel
11. september 2006
die sonne ist untergegegangen über tonga, der dickste könig der welt ist tot.
(nur mal so jetzt – ja ja interessiert keine sau)
11. september 2006
noch gar nicht spät und schon so dunkel
11. september 2006

affig
11. september 2006
die filme von herrn almodóvar waren mir bislang ja nicht wirklich zugänglich. aber den habe jetzt sogar ich verstanden. und pénelope cruz ist ja ein kapitel für sich (…) „als tochter von eduardo abbas, einem automechaniker und encarna salma, einer friseurin geboren. sie war schon als kind eine leidenschaftliche schauspielerin, die zur erhei- terung ihrer familie fernsehwerbung nachspielte“. zum ersten mal einen film mit der dame gesehen. ein ganz zauberhaftes weib. ich musste dauernd an die loren denken. dieses schnörkellos anpak- kende und dabei so appettitlich. und wenn sie dann auch noch das lied selber gesungen hat: meine verehrung. die männer: alles schweine. har har. wie im richtigen leben. prost.
11. september 2006
die filme von herrn almodóvar waren mir bislang ja nicht wirklich zugänglich. aber den habe jetzt sogar ich verstanden. und pénelope cruz ist ja ein kapitel für sich (…) „als tochter von eduardo abbas, einem automechaniker und encarna salma, einer friseurin geboren. sie war schon als kind eine leidenschaftliche schauspielerin, die zur erhei- terung ihrer familie fernsehwerbung nachspielte“. zum ersten mal einen film mit der dame gesehen. ein ganz zauberhaftes weib. ich musste dauernd an die loren denken. dieses schnörkellos anpak- kende und dabei so appettitlich. und wenn sie dann auch noch das lied selber gesungen hat: meine verehrung. die männer: alles schweine. har har. wie im richtigen leben. prost.
09. september 2006

samstag: badetag
07. september 2006
07. september 2006

text, ach text. wieviel sommer passt in ein leben. in einen tag. wieviel leben in einen sommertag. akkuladung für dreihundertvierundsechzig tage. sequenz und ewigkeit. regenwind. wind and rain and wild desire. albträume auch. haut häuten. knochen schütteln. wind pustet alles weg. taumeln, rotieren, gegen den wind, gegen den wind. wolken rasen. einmal um mich selbst, zweimal dreimal. neun nächte. ach. und ach. und am ende das streicheln eines so kurzen und so ewigen sommertages. sommerwind. haus sommerwind. nordwind. innen hart, außen weich. und umgekehrt. gut für mich. und am ende rückenwind. die letzten werden die ersten sein.

score
05. september 2006
lieber dr. heger,
ich weiß – oder ahne (ich mag irren), sie werden es nicht gerne hören. aber ihr merdinger dings – also ihr „merdinger bühl“ und ganz besonders der von 2004 knallt dermaßen geil rein, dass mir als vergleich jetzt eher „aber sowas von geil bekifft“ als „gut besoffen“ einfällt. herrlich. kompliment. meine verehrung. ich bin platt. aber wie. tolle sache. das.
wieso nur habe ich diesen herrlichen tropfen seit jahren derart ver- nachlässigt? es ist mir ein rätsel. seinerzeit war das etikett noch gutbürgerlich weinrot ohne schick formatiertes. billiger war er auch. bei karstadt in steglitz oder war’s wertheim? irgendwas um die sieben dingens. oder achtfuffzig. irgendwas in der richtung. ich rede hier gerade beschwingt delirierend von d-mark-zeiten. und heute: (ich finde jetzt den preis nicht mehr aber dasselbe ungefähr in der zeitgenössischen währung – is ja auch wurscht). auf jeden fall. was wollte ich sagen: – siehe oben.
(oh gott oh gott oh gott – – – und dann seufzt mir noch dieser elende benjamin biolay seine rose kennedy ins ohr. die geile sau, die)
07. september 2006
06. september 2006
05. september 2006
lieber dr. heger,
ich weiß – oder ahne (ich mag irren), sie werden es nicht gerne hören. aber ihr merdinger dings – also ihr „merdinger bühl“ und ganz besonders der von 2004 knallt dermaßen geil rein, dass mir als vergleich jetzt eher „aber sowas von geil bekifft“ als „gut besoffen“ einfällt. herrlich. kompliment. meine verehrung. ich bin platt. aber wie. tolle sache. das.
wieso nur habe ich diesen herrlichen tropfen seit jahren derart ver- nachlässigt? es ist mir ein rätsel. seinerzeit war das etikett noch gutbürgerlich weinrot ohne schick formatiertes. billiger war er auch. bei karstadt in steglitz oder war’s wertheim? irgendwas um die sieben dingens. oder achtfuffzig. irgendwas in der richtung. ich rede hier gerade beschwingt delirierend von d-mark-zeiten. und heute: (ich finde jetzt den preis nicht mehr aber dasselbe ungefähr in der zeitgenössischen währung – is ja auch wurscht). auf jeden fall. was wollte ich sagen: – siehe oben.
(oh gott oh gott oh gott – – – und dann seufzt mir noch dieser elende benjamin biolay seine rose kennedy ins ohr. die geile sau, die)
03. september 2006
ich hätte gerne ein dings
(vorsicht wimperntusche)
03. september 2006
langsam ankommen
– – – ganz langsam – – –
03. september 2006
home sweet home

[ work in progress ]
von wegen fortschritt. man kann natürlich alles übertreiben. dafür bin ich ja bekannt. das hat meine mutter schon immer ausgiebig be- jammert. aber ich arbeite daran. ich versuche mich ja zu beschränken. es müssen nicht immer siebenhundert bilder sein. nein, das muß nicht sein! sechshundertsiebenundneunzig tun es ja vielleicht unter umständen auch. ggf. schaffe ich es sogar auf läppische 647 zu reduzieren! oder wie oder was. ich glaube, ich spinne. man könnte denken, ich kriege dafür bezahlt. ich räume da jetzt noch mal radikal durch. fernseher aus. musik aus. internet aus! [ ach nein, bitte bitte nicht, winsel winsel, das internet darf schon noch ein bißchen anbleiben, oder? na gut, von mir aus, weil du’s bist. und die musik? was ist mit der musik…? mit musik geht alles besser! das ist ein altes, weises sprichwort! das haben schon unsere urväter gewusst! kann das denn falsch sein? heul doch.] und jetzt etwas konzentration bitte.
03. september 2006
ich hätte gerne ein dings
(vorsicht wimperntusche)
22. august 2006

so! das wichtigste habe ich in mein neues kleines reiseköfferchen* gepackt. jetzt nur noch so nebensächlichkeiten wie anziehsachen, unterhosen und waschzeug. morgen früh geht’s los! bin natürlich schon mächtig aufgeregt! sehr angenehm auch für ältere herrschaften: nach föhr muss man nur einmal umsteigen, in dagebüll, weil man muß ja irgendwie rauf auf das schiff! aber das kriege ich bestimmt hin.
seid brav!
*incl. schleichwerbung
03. september 2006
langsam ankommen
– – – ganz langsam – – –
22. august 2006

so! das wichtigste habe ich in mein neues kleines reiseköfferchen* gepackt. jetzt nur noch so nebensächlichkeiten wie anziehsachen, unterhosen und waschzeug. morgen früh geht’s los! bin natürlich schon mächtig aufgeregt! sehr angenehm auch für ältere herrschaften: nach föhr muss man nur einmal umsteigen, in dagebüll, weil man muß ja irgendwie rauf auf das schiff! aber das kriege ich bestimmt hin.
seid brav!
*incl. schleichwerbung
05. juli 2006
sicherheitshalber werde ich mir eine mit zahlencode verschließbare eisenschatulle besorgen, um den morgen in auftrag zu gebenden neuen reisepass für dritte als auch für zweite unzugänglich auf- zubewahren. sicher ist sicher. nicht, dass ich etwa sorge hätte, dass jemand das kostspielige dokument zum zwecke des datenmiss- brauchs entwenden wollte. es geht mir lediglich darum, sicher zu stellen, dass keine empfindsame kreatur mit dem anblick meines biometrischen passbildes konfrontiert wird und dabei größeren schaden nimmt. da meine haftpflichtversicherung für einen solchen schadensfall nicht gerüstet ist, gilt es vorsorge zu treffen.
kleiner hinweis für die herren, die demnächst in dieselbe prekäre lage kommen, sich so ablichten lassen zu sollen: vergessen sie nicht, ihr schwarzweiß gestreiftes sträflingshemd mitzubringen. eine applizierte zwei- bis dreistellige nummer auf der brust macht sich auch recht gut. man war nämlich so großzügig, keine bekleidungsvorschriften zu erlassen. auch ganz wichtig: nicht rasieren und wenn das vögelchen kommt, an was denken, was schlechte laune macht. (zum beispiel an gestern, 23:26). dann gibt es immerhin eine gute chance, zu einem natürlich wirkenden verbrecherfoto mit angeberfaktor zu kommen.
für uns frauen habe ich leider nur den gut gemeinten rat, zum fototermin einen blickdichten müllsack mit guck- und atemlöchern bereit zu halten. der wird dann nämlich unmittelbar im anschluss nach präsentation der fertigen lichtbilder benötigt, um das verlassen des fotogeschäfts erhobenen hauptes zu gewährleisten.
20. august 2006
renate brausewetter tot!
„der tonfilm ist der mörder vom stummfilm!“ das waren ihre worte. wahre worte! wie gerne hätte auch ich meinen weg beim stummfilm gemacht – perdu!
19. august 2006
20. august 2006
renate brausewetter tot!
„der tonfilm ist der mörder vom stummfilm!“ das waren ihre worte. wahre worte! wie gerne hätte auch ich meinen weg beim stummfilm gemacht – perdu!
19. august 2006
19. august 2006
19. august 2006
18. august 2006
17. august 2006
zu nieblum will ich begraben sein
am saum zwischen marsch und geest
dort holt mich wohl einmal die nordsee heim
die immer meine mutter gewest
holt mich in ihre tiefe heim
die immer meine mutter gewest
ich hör den wind nicht rauschen
dass ich nicht dächte dein
muss immer nur hegen und lauschen
die augen schließen und lauschen
in sein gebraus hinein
er kommt über dich gestrichen
und trägt so herben duft
mit tönen heimatlichen
erfüllt sich rings die luft
die boote zerren am pflocke
die brandung schlürft und zischt
und fernher summt eine glocke
von amrum über den gischt
(…)
christian morgenstern
17. august 2006

aufgeräumt. mit allem hätte ich gerechnet, aber nicht damit. ich fühle mich so unglaublich aufgeräumt. einfach so. nach fast einundvierzig jahren. man wünscht sich spektakulärere zustände herbei, andere adjektive. aber keines trifft es so genau wie dieses. ich muss das festhalten. so lange es geht. was für ein geschenk. wer weiß wie flüchtig. vorgestern schon hatte ich dieses gefühl. von einem weiten glatten horizont um mich herum. sanfter wind. streichelweich auf der haut. und es tut nicht mehr weh. nichts. nichts. kein fataler magne- tismus zu einer anderen kreatur. kein fehlen. und dann will man es nicht beschwören und verschreien. aber soll man es einfach unter den tisch fallen lassen, wenn sich das nackte eigene leben plötzlich gut anfühlt? es ist leicht, nur das ergebnis zu sehen. ein unbeschwert lächelndes gesicht. aber was für ein weg. bilder von vor wenigen jahren. ich sehe trauer, entwertung. das hat mich so lange begleitet. keine worte dafür. an alle, denen es nicht gut geht: durchhalten, nicht aufgeben. es gibt einen horizont. einen ganz weiten. ich kann ihn sehen.
18. august 2006
18. august 2006

immer gut betrinken. unbedingt. nach mitternacht einen reißverschluss reparieren, beten, dass die nadel hält (leder) und dabei gut betrinken. nicht oft. nicht jeden tag. aber gut. das ist wichtig. nicht aus getue, nicht aus dünkel. aus respekt vor dem handwerk. des winzers und meinem. gottesdienst. und big news: es schmeckt so viel besser und fühlt sich genauso an.
[ trau schau wem ]
17. august 2006
zu nieblum will ich begraben sein
am saum zwischen marsch und geest
dort holt mich wohl einmal die nordsee heim
die immer meine mutter gewest
holt mich in ihre tiefe heim
die immer meine mutter gewest
ich hör den wind nicht rauschen
dass ich nicht dächte dein
muss immer nur hegen und lauschen
die augen schließen und lauschen
in sein gebraus hinein
er kommt über dich gestrichen
und trägt so herben duft
mit tönen heimatlichen
erfüllt sich rings die luft
die boote zerren am pflocke
die brandung schlürft und zischt
und fernher summt eine glocke
von amrum über den gischt
(…)
christian morgenstern
17. august 2006
so ist’s recht, so ist’s fein. so wird man gerne willkommen geheißen:
»Großer Konzertabend mit dem Männergesangverein Föhr-West!! Der Männergesangverein Föhr-West präsentiert, unter der Leitung von Roluf Hennig, einen bunten Liederstrauß von bekannten und schönen Chormelodien. Erleben Sie einen traditionsreichen und über die Grenzen der Insel hinaus bekannten und beliebten Männerchor in einem glanzvollen Konzert. In den Pausen sind jeweils kleine Überraschungen geplant: der Blumenmann, Die Johnnys, Das Quintett ohne Fünf, die vier Zylinder sowie Stine und Meta. Nach den Gesangsgruppen kommt noch das neue Theaterstück der Föhrer Landbühne zur Aufführung. Ab 20:00 Uhr in der Strandkorbhalle in Utersum! Kein Eintritt, aber viel Unterhaltung!!«
ich fühl mich jetzt schon ein bißchen daheim. ein jammer, dass ich nicht schon einen tag früher komme, dann könnte ich noch an der kirchenführung mit pastor jeß teilnehmen. sehr interessant und gern besucht! na ja. man kann nicht alles haben.
17. august 2006
17. august 2006

aufgeräumt. mit allem hätte ich gerechnet, aber nicht damit. ich fühle mich so unglaublich aufgeräumt. einfach so. nach fast einundvierzig jahren. man wünscht sich spektakulärere zustände herbei, andere adjektive. aber keines trifft es so genau wie dieses. ich muss das festhalten. so lange es geht. was für ein geschenk. wer weiß wie flüchtig. vorgestern schon hatte ich dieses gefühl. von einem weiten glatten horizont um mich herum. sanfter wind. streichelweich auf der haut. und es tut nicht mehr weh. nichts. nichts. kein fataler magne- tismus zu einer anderen kreatur. kein fehlen. und dann will man es nicht beschwören und verschreien. aber soll man es einfach unter den tisch fallen lassen, wenn sich das nackte eigene leben plötzlich gut anfühlt? es ist leicht, nur das ergebnis zu sehen. ein unbeschwert lächelndes gesicht. aber was für ein weg. bilder von vor wenigen jahren. ich sehe trauer, entwertung. das hat mich so lange begleitet. keine worte dafür. an alle, denen es nicht gut geht: durchhalten, nicht aufgeben. es gibt einen horizont. einen ganz weiten. ich kann ihn sehen.
15. august 2006

gestern in mexico friedrichsfelde
alle bildchen gucken
13. august 2006
süddeutsche – faz – zeitmagazin – alles gut und schön. aber werden dort die fragen beantwortet, die einen wirklich umtreiben? zum bei- spiel: „wachsen haare und fingernägel nach dem tod weiter?“ wie oft schon hat mir diese frage unruhige nächte bereitet. seit kindheits- tagen beschäftigt mich diese sache nun schon und keiner konnte mir bislang eindeutig antworten. jetzt in meinem einundvierzigsten jahr lichtet sich der nebel. dank der investigativen wochenschrift „einkauf aktuell„, die man mir ohne umständlichen zahlungsverkehr zuverlässig im abonnement zustellt, wurde die frage abschließend geklärt:

freuen sie sich mit mir auf die kommenden ausgaben mit den schwer- punkten:
► viele früchte: einmachen für anfänger (19. August)
► onomastik (26. August)
13. august 2006
süddeutsche – faz – zeitmagazin – alles gut und schön. aber werden dort die fragen beantwortet, die einen wirklich umtreiben? zum bei- spiel: „wachsen haare und fingernägel nach dem tod weiter?“ wie oft schon hat mir diese frage unruhige nächte bereitet. seit kindheits- tagen beschäftigt mich diese sache nun schon und keiner konnte mir bislang eindeutig antworten. jetzt in meinem einundvierzigsten jahr lichtet sich der nebel. dank der investigativen wochenschrift „einkauf aktuell„, die man mir ohne umständlichen zahlungsverkehr zuverlässig im abonnement zustellt, wurde die frage abschließend geklärt:

freuen sie sich mit mir auf die kommenden ausgaben mit den schwer- punkten:
► viele früchte: einmachen für anfänger (19. August)
► onomastik (26. August)
13. august 2006

orakel (?)
was mit kaffeesatz funktioniert, müsste doch eigentlich auch mit vanille-schokoladen-quark mit erdbeeren, wodka und gehackten mandeln klappen, oder?
13. august 2006

selten haben mich bilder derart glücklich gemacht. nicht wegen der ausnehmend schönen motive, sondern einfach nur, weil sie überhaupt möglich waren. mir ist gestern mein fotoapparat auf den holzfußboden geknallt. mit einen satten bums. ich war in meinem kabuff und wollte endlich mit reichlicher verspätung strom und gas ablesen. bis gestern nachmittag hatte ich die angewohnheit, sobald ich in mein atelier komme, den fotoapparat an den knauf der badezimmertür zu hängen. die tür wird nicht bewegt, sondern steht immer offen an die wand geklappt und ich vergesse meine kamera nicht wenn ich gehe, weil sie so auffällig da rumhängt. und dann hab ich mich gebückt, um an den in fußbodennähe angeschraubten gaszähler zu kommen, mache eine blöde bewegung mit der linken schulter und rumms. mir war gleich sauschlecht. ich hab sie wie ein rohes ei aufgehoben und erst mal weich gebettet. mich in gedanken demütigst tausendmal entschuldigt und mit dem schlimmsten gerechnet. aber nicht, dass ich den mut gehabt hätte, ihren gesundheitszustand gleich zu überprüfen.
nein nein. erst mal hundertausend sachen gemacht, die ich sowieso machen wollte. zum beispiel die zwischenwand zum nachbarbalkon in alpina aprikose 16 überstreichen, damit mein vermieter ruhig gestellt ist. er war nicht sehr erbaut, dass ich das feuerwehrauto-orange-rot unlängst in einem hellen maisgelb überpinselt habe, weil der perma- nente rote fleck durch die balkontür blockaden bei mir ausgelöst hat. am liebsten wäre mir ja weiß, aber ich dachte, das komische gelb, das ich gerade dahatte, wäre ein kompromiss und so ähnlich wie der stuck an der fassade. das war aber kein maisgelb sondern alpina aprikose 16. nachdem ich meinem sonst überaus entgegenkommenden ver- mieter mitgeteilt habe, dass ich das atelier wegen blockade-wegen- auf-roten-fleck-gucken-müssen kündigen müsste, wenn er an der zwischenwand auf sein komisches rot bestünde, haben wir uns auf den kompromiss geeinigt, dass es auch ok wäre, wenn ich das teil in genau der farbe von dem fassadenstuck streiche. habe ich dann gestern endlich gemacht. dann noch schön pinsel ausgewaschen, abgespült und aufgeräumt. und dann tief durchgeatmet und gebetet.
dann habe ich mich ganz sachte neben meine kamera auf die weiche matte gesetzt und tief geatmet. ganz vorsichtig angefasst und den objektivdeckel abgenommen. gestreichelt. noch mal tief durchgeatmet. und mutig angemacht. kein rattern. kein komisches geräusch. hoff- nung. es gibt hoffnung. auf das display geguckt. keine verschiebung, normales bild. und abgedrückt. bin ich froh. bin ich froh.

weil du heut ge burtstag hast, steh ich mit einem strauß vor deiner tür. wär so gern dein liebster gast, mach auf und nimm die blumen von mir. schon vor deinem haus, packe ich die rosen aus gelbe, rote, weiße. nur für dich.




