24. mai 2007

sehr ungewöhnliches gespräch. sie erzählt davon, wie sie sich zum ersten mal in einem film sieht. bewegte bilder von sich. befremden. ich kenne das spiel ja schon länger. ich spiele damit. als ich noch nicht spielte, entdeckte – nein. falsch. jahre, nachdem ich bereits damit spielte, entdeckte ich – nach einer längeren pause – und dann klar, dass ich mich am meisten mochte, am ehesten ertrug, sogar gern hatte, wenn ich aufhörte zu spielen, aufhörte, irgendwie sein zu wollen. aufhörte, an reizvolle blicke zu denken. oder wenn schon zu spielen, dann total. unmissverständlich. erkennbar und absichtsvoll zu übertreiben.
schade eigentlich. man kann sich immer erst über etwas wirklich austauschen, wenn das gegenüber mit derselben erfahrung gespielt hat. das erleben des einen gegenüber der theoretischen anschauung des anderen schafft ein ungleichgewicht, das auf beiden seiten ein wenig im sande verläuft. es sei denn, man wäre brennend am anderen interessiert. lichterloh. verliebt oder so. ich kenne das, dieses sehr höfliche, sehr respektvolle zuhören des anderen, ohne sinnliches begreifen. man erkennt noch den guten willen aber bleibt einsam. nur manchmal, in selteneren momenten. ja. schön dann. so wie heute.

22. mai 2007

was passiert eigentlich mit all den gedanken, die man für sich behält. abwarten. um die spannenden ist es manchmal schade. die können nicht alle raus, nein das geht nicht. viel zu eitel. wie sieht das denn aus.

22. mai 2007


überraschend an dieser romy-dvd, die am neuen spiegel klebt, ist das lange interview mit robert lebeck. das andere hat man alles schon mal gesehen. aber dieses gespräch in seiner unzerschnittenen ausführlichkeit ist sehr charmant.
wie er sich aufregt, dass sie die stiefel im bett nicht auszog; ja und überhaupt: jene unsitte hierzulande, im gegensatz zur arabischen welt, wohnungen mit straßenschuhen zu betreten. wie schön er sich da aufregt. ich mag ihn gerne. oder wie er nach einem foto auf dem tisch sucht und es nicht finden kann und in seinen bart brummelt „ich hatte mir doch alles hier so hergelegt“.

22. mai 2007

was passiert eigentlich mit all den gedanken, die man für sich behält. abwarten. um die spannenden ist es manchmal schade. die können nicht alle raus, nein das geht nicht. viel zu eitel. wie sieht das denn aus.

22. mai 2007

ein neuer eintrag wäre nicht schlecht. etwas tiefgang vielleicht. diffuse andeutungen mit interpretationsspielraum. hm. hätte was.

16. mai 2007

find ich gut. mach ich mit!
sag ich mal so in meinem jugendlichen leichtsinn
ja ok. ich weiß. bei mir klappt das ja immer nicht so richtig mit den mitmachspielchen. aber man soll nie aufgeben!
ich meine jetzt nicht kellerfotos, weil ich hab gar keinen keller. also wünsch dir was! z.b.: ich wünsche mir, dass du dich mal als domi dompteurin verkleidest und tolle fotos davon machst! oder: ich wünsche mir, dass du mal deine schminksachen fotografierst. oder: ich wünsche mir, dass du ausführlich deine meinung über prominente die gesundheitsreform und die nahostpolitik schreibst!

16. mai 2007

find ich gut. mach ich mit!
sag ich mal so in meinem jugendlichen leichtsinn
ja ok. ich weiß. bei mir klappt das ja immer nicht so richtig mit den mitmachspielchen. aber man soll nie aufgeben!
ich meine jetzt nicht kellerfotos, weil ich hab gar keinen keller. also wünsch dir was! z.b.: ich wünsche mir, dass du dich mal als domi dompteurin verkleidest und tolle fotos davon machst! oder: ich wünsche mir, dass du mal deine schminksachen fotografierst. oder: ich wünsche mir, dass du ausführlich deine meinung über prominente die gesundheitsreform und die nahostpolitik schreibst!

08. mai 2007

soll ich mir morgen einen modernen rekorder kaufen, der so alte videokassetten auf computer machen kann, damit ihr filme anschauen könnt, wo ich noch jung war?
so ende zwanzig bis anfang mitte dreißig
(eigentlich wollte ich hier eine supertolle, irgendwie professionell wirkende umfrage einbauen, aber es hat nicht sollen sein! trotzdem möchte ich euch die antwortmöglichkeiten nicht vorenthalten. not macht erfinderisch! ich schreibe meine antworten jetzt einfach hier rein und ihr könnt dann schreiben, für welche antwort ihr seid! einfach die nummer sagen! aber auch freie oder mehrere antworten sind möglich! zum beispiel eine kombination aus nr. 5 und nr. 7!)
antwort nr. 1
bloß nicht! es gibt schon genug langweilige aufnahmen von dir! du scheinst dich ja unheimlich interessant zu finden hä?
antwort nr. 2
ja super! unbedingt! ich kann es kaum erwarten und gar nicht genug kriegen! bitte, bitte mach schnell!
antwort nr. 3
ich finde dich und deine filme irgendwie süß und könnte mir auch vorstellen, später einmal geld dafür zu bezahlen!
antwort nr. 4
ich hasse deine filme!
antwort nr. 5
ich bin ein international bekannter filmproduzent und habe ein angebot, das sie unbedingt interessieren wird! über ihre vorstellungen was die gage betrifft, werden wir uns sicher bald einig!
antwort nr. 6
ich kenne mich mit meinem computer noch nicht so gut aus und kann deine filme leider nicht anschauen aber bestimmt sind sie ganz toll!
antwort nr. 7
ich möchte dich erst persönlich kennenlernen, bevor ich mir ein urteil bilde und lade dich hiermit zu einem 5-gängigen menü in einem sehr guten restaurant deiner wahl ein.
antwort nr. 8
ich als geschäftsführer vom saturn am alexanderplatz betrachte es als ehre, ihnen als werbe- und treuegeschenk unser absolutes spitzenprodukt unter den modernen dvd-spielern zu überreichen. ich freue mich auf ihre aufnahmen mit diesem ganz hervorragenden gerät. bei künftigen einkäufen gewähre ich ihnen mindestens 50 % treuerabatt!

08. mai 2007

soll ich mir morgen einen modernen rekorder kaufen, der so alte videokassetten auf computer machen kann, damit ihr filme anschauen könnt, wo ich noch jung war?
so ende zwanzig bis anfang mitte dreißig
(eigentlich wollte ich hier eine supertolle, irgendwie professionell wirkende umfrage einbauen, aber es hat nicht sollen sein! trotzdem möchte ich euch die antwortmöglichkeiten nicht vorenthalten. not macht erfinderisch! ich schreibe meine antworten jetzt einfach hier rein und ihr könnt dann schreiben, für welche antwort ihr seid! einfach die nummer sagen! aber auch freie oder mehrere antworten sind möglich! zum beispiel eine kombination aus nr. 5 und nr. 7!)
antwort nr. 1
bloß nicht! es gibt schon genug langweilige aufnahmen von dir! du scheinst dich ja unheimlich interessant zu finden hä?
antwort nr. 2
ja super! unbedingt! ich kann es kaum erwarten und gar nicht genug kriegen! bitte, bitte mach schnell!
antwort nr. 3
ich finde dich und deine filme irgendwie süß und könnte mir auch vorstellen, später einmal geld dafür zu bezahlen!
antwort nr. 4
ich hasse deine filme!
antwort nr. 5
ich bin ein international bekannter filmproduzent und habe ein angebot, das sie unbedingt interessieren wird! über ihre vorstellungen was die gage betrifft, werden wir uns sicher bald einig!
antwort nr. 6
ich kenne mich mit meinem computer noch nicht so gut aus und kann deine filme leider nicht anschauen aber bestimmt sind sie ganz toll!
antwort nr. 7
ich möchte dich erst persönlich kennenlernen, bevor ich mir ein urteil bilde und lade dich hiermit zu einem 5-gängigen menü in einem sehr guten restaurant deiner wahl ein.
antwort nr. 8
ich als geschäftsführer vom saturn am alexanderplatz betrachte es als ehre, ihnen als werbe- und treuegeschenk unser absolutes spitzenprodukt unter den modernen dvd-spielern zu überreichen. ich freue mich auf ihre aufnahmen mit diesem ganz hervorragenden gerät. bei künftigen einkäufen gewähre ich ihnen mindestens 50 % treuerabatt!

5. mai 2007





die dritte dimension in den köpfen der anderen. nur ich weiß, dass man kletternde mädchenbeine aus dem selben fenster fotografieren kann, durch das ich den fernsehturm sehe. die blätter ein fenster weiter rechts. ich habe vor einigen jahren gesehen, wie so ein kleiner felsen gebaut wird. damals, als ich befürchtete, dass mir ein großes haus vor die nase gesetzt wird. aber es wurde ein vielgeliebter spielplatz. quak quak. viel kindergeplapper höre ich durch das fenster. hat mich noch nie genervt.

29. april 2007


bin gerade damit beschäftigt, bekleidungslos in der sonne zu altern und abermals festzustellen, dass es sich bei jongs altem schinken angst vor’m fliegen, weit weniger um einen, wie reklametechnisch plattgewurstet, erotischen bestseller handelt, als weit mehr um ein libertäres manifest. falls jemand interesse hat an radikalen selbstbetrachtungen im klima der endsechziger und frühsiebziger aus der sicht einer politisch reflektierenden freidenkerin.

29. april 2007


bin gerade damit beschäftigt, bekleidungslos in der sonne zu altern und abermals festzustellen, dass es sich bei jongs altem schinken angst vor’m fliegen, weit weniger um einen, wie reklametechnisch plattgewurstet, erotischen bestseller handelt, als weit mehr um ein libertäres manifest. falls jemand interesse hat an radikalen selbstbetrachtungen im klima der endsechziger und frühsiebziger aus der sicht einer politisch reflektierenden freidenkerin.

22. april 2007

ich schätze, dass mindestens jeder zweite meiner leser bisher keinerlei probleme beim hochladen der eigenen werke auf jutub feststellen konnte. glückliche leser! glückliche ahnungslose nichtbenutzer der filmfunktion der digitalkamera!
aber sollte es eines tages doch einmal soweit sein, möchte ich hiermit gutgemeinten rat loswerden und inständig bitten, nicht dem herdentrieb zu folgen. auch ich war einst ein verirrtes schäflein, das es nicht besser wusste.
bis zu dem tag, es ist noch gar nicht lange her, als ich wieder einmal versuchte, ein recht hübsch anzusehendes filmlein auf meinem bis dahin sorgsam gepflegten gagavision channel einzustellen. nach etwa eineinhalb stunden hochladerei durfte ich mir endlich das ergebnis ansehen. ich rechnete ohnehin schon mit einem wenig brillianten ergebnis, da meine ansprüche im laufe der letzten acht monate immer bescheidener wurden. kost ja nix! was will man erwarten! was soll ich sagen. ich ließ also das jüngste opus abspielen und rieb mir die äuglein.
schemenhaft konnte ich bruchstückweise anhand wechselnder rechteckiger farbflecke das geschehen identifizieren. ich kannte die bilder ja zum glück schon, das half ungemein! dann kam die szene mit dem schwenk auf das hölzerne friedhofschild. die lettern waren nicht etwa schwer leserlich sondern komplett verschwunden. überhaupt haben sich die leute von jutub viel mühe gemacht, indem sie dafür gesorgt haben, dass bei jeder konvertierung zum flashformat über alle bilder der windows movie maker-effekt ‚pixel‘ gelegt wird. das ist eine feine sache, so spart man sich eine menge arbeit. schließlich hat man schon genug zu tun mit dem ganzen geschneide und den vielen übergangseffekten.
undankbares geschöpf, wollte ich in nun wissen, ob es auch noch andere filmverleiher in meinem internet gibt, die vielleicht noch tollere effekte draufhaben. gleich auf eine seite gestoßen, wo sich jemand schon vor über einem jahr die mühe gemacht hat, sich alle möglichen jutubs anzuschauen und auch was darüber zu schreiben.
da hat er doch glatt herausgefunden, dass es zweieinhalb seiten gibt, wo man seine filme im ursprünglichen zustand hochladen kann und auch noch herzeigen. da habe ich natürlich nicht lange gefackelt und seitdem sind herr jutub und ich – na ja – ich will nicht sagen geschiedene leute – aber die leidenschaft ist doch stark abgekühlt.
mein neuer hat zwar auch keinen tollen namen, aber zeigt meine filmchen wirklich so, wie ich sie gemacht habe. und wenn man will, kann man sich auch eine konvertierte flashversion anschauen, die komischerweise aber immer noch dreissigtausendmal besser aussieht als die vom jutub.
was also jetzt noch verschwommen und verwackelt daherkommt, habe ich ganz alleine verbrochen. bei den ersten drei dingern sind schon furchtbare sachen drin. aber ich habe dazugelernt! besonders stolz bin ich, dass ich seit opus 5 den 90 grad-drehen effekt entdeckt habe. seither muss man den bildschirm nicht mehr umdrehen. tolle sache das!
ich lerne natürlich immer weiter dazu und werde es noch weit bringen! schließlich hat auch josef von sternberg irgendwann einmal klein angefangen. die ersten filme der berühmten regisseure werden natürlich alle im giftschrank verwahrt, keiner soll sie je zu gesicht bekommen. aber ich bin mutig! ich stehe zu meiner entwicklung! bitte sehr:

nr. 5 hat die pixelpocken auch gut überwunden.

22. april 2007

ich schätze, dass mindestens jeder zweite meiner leser bisher keinerlei probleme beim hochladen der eigenen werke auf jutub feststellen konnte. glückliche leser! glückliche ahnungslose nichtbenutzer der filmfunktion der digitalkamera!
aber sollte es eines tages doch einmal soweit sein, möchte ich hiermit gutgemeinten rat loswerden und inständig bitten, nicht dem herdentrieb zu folgen. auch ich war einst ein verirrtes schäflein, das es nicht besser wusste.
bis zu dem tag, es ist noch gar nicht lange her, als ich wieder einmal versuchte, ein recht hübsch anzusehendes filmlein auf meinem bis dahin sorgsam gepflegten gagavision channel einzustellen. nach etwa eineinhalb stunden hochladerei durfte ich mir endlich das ergebnis ansehen. ich rechnete ohnehin schon mit einem wenig brillianten ergebnis, da meine ansprüche im laufe der letzten acht monate immer bescheidener wurden. kost ja nix! was will man erwarten! was soll ich sagen. ich ließ also das jüngste opus abspielen und rieb mir die äuglein.
schemenhaft konnte ich bruchstückweise anhand wechselnder rechteckiger farbflecke das geschehen identifizieren. ich kannte die bilder ja zum glück schon, das half ungemein! dann kam die szene mit dem schwenk auf das hölzerne friedhofschild. die lettern waren nicht etwa schwer leserlich sondern komplett verschwunden. überhaupt haben sich die leute von jutub viel mühe gemacht, indem sie dafür gesorgt haben, dass bei jeder konvertierung zum flashformat über alle bilder der windows movie maker-effekt ‚pixel‘ gelegt wird. das ist eine feine sache, so spart man sich eine menge arbeit. schließlich hat man schon genug zu tun mit dem ganzen geschneide und den vielen übergangseffekten.
undankbares geschöpf, wollte ich in nun wissen, ob es auch noch andere filmverleiher in meinem internet gibt, die vielleicht noch tollere effekte draufhaben. gleich auf eine seite gestoßen, wo sich jemand schon vor über einem jahr die mühe gemacht hat, sich alle möglichen jutubs anzuschauen und auch was darüber zu schreiben.
da hat er doch glatt herausgefunden, dass es zweieinhalb seiten gibt, wo man seine filme im ursprünglichen zustand hochladen kann und auch noch herzeigen. da habe ich natürlich nicht lange gefackelt und seitdem sind herr jutub und ich – na ja – ich will nicht sagen geschiedene leute – aber die leidenschaft ist doch stark abgekühlt.
mein neuer hat zwar auch keinen tollen namen, aber zeigt meine filmchen wirklich so, wie ich sie gemacht habe. und wenn man will, kann man sich auch eine konvertierte flashversion anschauen, die komischerweise aber immer noch dreissigtausendmal besser aussieht als die vom jutub.
was also jetzt noch verschwommen und verwackelt daherkommt, habe ich ganz alleine verbrochen. bei den ersten drei dingern sind schon furchtbare sachen drin. aber ich habe dazugelernt! besonders stolz bin ich, dass ich seit opus 5 den 90 grad-drehen effekt entdeckt habe. seither muss man den bildschirm nicht mehr umdrehen. tolle sache das!
ich lerne natürlich immer weiter dazu und werde es noch weit bringen! schließlich hat auch josef von sternberg irgendwann einmal klein angefangen. die ersten filme der berühmten regisseure werden natürlich alle im giftschrank verwahrt, keiner soll sie je zu gesicht bekommen. aber ich bin mutig! ich stehe zu meiner entwicklung! bitte sehr:

nr. 5 hat die pixelpocken auch gut überwunden.

19. april 2007

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76469391&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
►watch on youtube
es gibt wenig orte, die mir so vertraut sind. nicht der friedhof. da war ich erst einmal im winter, vor vielleicht sechs oder sieben jahren. wie traurig und kalt er da war. diesmal war es schön. in der vormittagssonne. was ich kenne und liebe, wie kaum einen anderen ort hier, hier in berlin, ist der jagen. ‚der jagen‘. mit der sandgrube, dem sandberg, dem froschteich. nebenan im wald, ein kleines, verbotenes moor, das ich diesmal nicht besuchte. man muss wissen, wann man darf. kann. oder meint zu dürfen.

19. april 2007

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76469391&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
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es gibt wenig orte, die mir so vertraut sind. nicht der friedhof. da war ich erst einmal im winter, vor vielleicht sechs oder sieben jahren. wie traurig und kalt er da war. diesmal war es schön. in der vormittagssonne. was ich kenne und liebe, wie kaum einen anderen ort hier, hier in berlin, ist der jagen. ‚der jagen‘. mit der sandgrube, dem sandberg, dem froschteich. nebenan im wald, ein kleines, verbotenes moor, das ich diesmal nicht besuchte. man muss wissen, wann man darf. kann. oder meint zu dürfen.

07. april 2007

ich schwankte seit gestern zwischen I cover the waterfront, einer aufnahme von lester young und nat king cole von 1946, einem remix von eric e.t torngren von waiting in vain (meinem ganz persönlichen lieblingslied von herrn marley, im gegensatz zu dem langweiligen geweine von no woman no cry, bei dem mir schon immer die füße eingeschlafen sind), und dem geliebten modern dance von lou reed. gerne hätte ich auch django reinhardts nuages mit dem burlesken anfang genommen, das war aber eine ganze minute zu kurz. ebenso wie lalo schifrins mission impossible. auch bardots contact und juliette grécos j’ai le coeur aussi grande hintereinander waren eine weile sehr im rennen, ebenso benjamin biolays duett mit catherine deneuves tochter, seiner süßen frau, chiara mastroianni, des lendemains qui chantent. hilde hat es gemacht. der titel wurde vor vierzig jahren aufgenommen. an der stelle, wo der kleine elephant seinen rüssel über den trockenen boden schwenkt und das flußpferd das maul aufreißt, bin ich immer ein wenig gerührt.
http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76466604&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
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01. april 2007


ich ahne natürlich, dass meine tieraufnahmen und zoobesuche langsam etwas langweilig werden, da meine geschätzten leser von früher an etwas abwechslungsreichere kost gewöhnt sind. aber darauf kann ich eben keine rücksicht nehmen. im gegenteil. das ist eine ganz ausgezeichnete gelegenheit, um meinen nervtötendsten charakterzug zu demonstrieren. aus unerfindlichen gründen fand es bereits meine mutter höchst beklagenswert, dass ich dazu neige, dinge nach ihrem dafürhalten, grundsätzlich immer und ganz entschieden zu übertreiben.
wenn ich also eine jahreskarte für den zoo gekauft habe, werde ich so lange so oft in den zoo gehen und selbstverständlich außerdem zum halben eintrittspreis in den tierpark, bis ich beide anlagen so gut kenne, dass ich ohne weiteres dort anfangen könnte zu arbeiten. was daran so schlimm sein soll, weiß ich jetzt aber auch nicht. ich finde tiere angenehm beruhigend. eine versuchsreihe mit backmohn hat bislang leider keinen vergleichbaren erfolg erzielt.

01. april 2007


ich ahne natürlich, dass meine tieraufnahmen und zoobesuche langsam etwas langweilig werden, da meine geschätzten leser von früher an etwas abwechslungsreichere kost gewöhnt sind. aber darauf kann ich eben keine rücksicht nehmen. im gegenteil. das ist eine ganz ausgezeichnete gelegenheit, um meinen nervtötendsten charakterzug zu demonstrieren. aus unerfindlichen gründen fand es bereits meine mutter höchst beklagenswert, dass ich dazu neige, dinge nach ihrem dafürhalten, grundsätzlich immer und ganz entschieden zu übertreiben.
wenn ich also eine jahreskarte für den zoo gekauft habe, werde ich so lange so oft in den zoo gehen und selbstverständlich außerdem zum halben eintrittspreis in den tierpark, bis ich beide anlagen so gut kenne, dass ich ohne weiteres dort anfangen könnte zu arbeiten. was daran so schlimm sein soll, weiß ich jetzt aber auch nicht. ich finde tiere angenehm beruhigend. eine versuchsreihe mit backmohn hat bislang leider keinen vergleichbaren erfolg erzielt.

31. märz 2007

gestern auch. vor dem schild steht eine mutter mit ihrer tochter. die kopfbedeckung eines lämmchens sieht aus wie die des verschleierten mädchens. burka mit brille sieht eigentlich ganz interessant aus. der mann wartet auf dem parkplatz im auto, bis die beiden wohl mit der botschaft zurückkehren, dass es für heute zwei stunden zu spät für knut ist.

völkerfreundschaft

29. märz 2007

bestimmt habt ihr euch auch schon das eine oder andere mal gefragt, was knut eigentlich am nachmittag macht, wenn die ganzen besucher weg sind, außer mit schuhen kämpfen zu üben. ich will euch nicht länger auf die folter spannen und deswegen gibt es heute weltexklusive bilder von unserem heutigen ausflug rund um den zoo!
es war wieder ganz prima wetter und wir sind ein bißchen herumgelaufen. also draußen! ich meine: richtig draußen! da ist eine menge los gewesen. knut hat ganz schön geguckt. besonders die schweinchen auf dem sofa vor dem elefantentor haben ihn brennend interessiert. die mussten sich die ganze zeit angucken und fotografieren lassen. deswegen war es besonders interessant für ihn, wie die so damit umgehen. er hat sich dann noch ein bißchen mit den beiden unterhalten und tipps geben lassen. ich habe mich da aber lieber nicht eingemischt.
dann sind wir weiter zu den großen buddhas und an dem chinarestaurant vorbei, wo seit ungefähr dreißig jahren ein vergilbtes reklameplakat mit harald juhnke vor einem großen teller pekingente klebt. er macht immer noch werbung dafür, obwohl er doch gar nichts mehr essen kann. das ist beinah ein kleines wunder und ich konnte es knut nicht so richtig erklären, wenn ich ganz ehrlich bin.
beim bild von eberhard diepgen an einem anderen geschäft wollte er auch wissen, wieso der da hängt. na ja. was soll man sagen. hm. dann sind wir weiter mit dem fahrrad und auf einmal wollte knut unbedingt anhalten, weil er ein großes plakat mit lou reed drauf gesehen hat. ich fand es ziemlich interessant, dass er ihn kennt und er hat mich gefragt, ob ich evtl. karten besorgen kann. klar, kein problem! ich hätte ja vermutet, dass ihm walk on the wild side am besten gefällt, schon alleine wegen dem refrain, aber nein! er mag am allerliebsten perfect day. das haben wir dann ganz spontan gemeinsam gesum gebrummt, auch weil es gerade so gut gepasst hat und sind dabei noch weiter in der schönen nachmittagsfrühlingssonne herumgelaufen, bis es zeit für ein nickerchen und abendbrot war.
einfach prima!

28. märz 2007

im futtereimer vom nachttierhaus zimtschnecken!


wenn ich so weiter mache, kann ich am 27. märz 2008 auf 365 zoobesuche zurückblicken. bestimmt kriege ich dann irgendeine tolle ehrung. wowi wird mir eine goldene giraffe umhängen! und schon heute kann ich sagen: mit stolz werde ich sie tragen!
ich blöde kuh! gestern habe ich total vergessen, dass man mit jahreskarte getränke und proviant zum halben preis bekommt. zwei euro statt einem habe ich für mein eis am stiel gezahlt und mir gar nichts dabei gedacht. geschmeckt hat es aber trotzdem!

27. märz 2007

mein erstes mal. weil da ganz schön viele große und kleine kinder waren, und ich fast gar nichts gesehen habe, bin ich bald um die ecke getapst, zu lars und tosca. da war prima sonne, die schön gegen das wuschelige fell geschienen hat. leider habe ich nicht genau gewusst, wer von den drei großen eisbären lars und tosca sind. ich hab mir dann einfach die beiden ausgesucht, die mir am besten gefallen haben. am ende bin ich dann nochmal, weil es nicht weit weg war, dahin wo die vielen menschen sind. dann bin ich ein bißchen näher rangekommen – wie man sieht! aber anfassen und streicheln kann man nicht! ist ja auch kein streichelzoo! er ist ein bißchen kleiner, als ich mir vorgestellt habe. also schön klein. wenn er mal groß ist, sieht er immer noch super aus, das sieht man jetzt schon, finde ich!
p.s.! bitte habt verständnis, dass ich mich im moment nicht mit der gesundheitsreform und der rentenpolitik befassen kann, was mich natürlich auch leidenschaftlich bewegt! aber manchmal muss man einfach prioritäten setzen!

20. märz 2007

gestern viel freude bereitet. lieber freundin cd „edle tropfen – edle klänge edition nr. 4“ als präsent überreicht. wäre mir freilich nicht halb so leicht gefallen, die trennung von den herrlichen aufnahmen in erwägung zu ziehen, wenn sich nur ein exemplar in meinem besitze befunden hätte. aber wir sind ja nicht bei armen leuten! gerne kaufe ich auch einmal zwei packungen von solch bewährten leckereien.
meine bevorzugte sorte ist williams christbirne. dazu höre ich gerne no. 8, antonio vivaldi, konzert für oboe, streicher u. b.c. in a-moll rv 461 – allegro. zu zwetschgenwasser bevorzuge ich dagegen klar no. 15, friedrich smetana; die moldau.

23. märz 2007

meine lieben kleinen und großen eisbärfreunde. ich stelle mir gerade vor, wie meine neuen neununddreißigtausend (gut, das ist jetzt ein kleines bißchen geschwindelt, aber ich wette, ihr hättet es mir fast geglaubt!) besucher hier herumirren, auf der suche nach der schönsten liebeserklärung. das ist ja nun alles nicht so leicht zu erklären, aber ich will es versuchen.
bei den leuten im internet, die so blogs schreiben, haben ganz viele eine blogroll. das ist so eine liste mit links zu seiten, die man gut leiden kann. was ein blog ist, das wisst ihr jetzt ja alle, weil ihr ja von knuts blog zu mir kommt.
ihr müsst wissen, dass es auch ganz viele menschen gibt, die so eine seite haben. in wahrheit ist es sogar so, dass die menschen das mit den blogs sogar noch ein bißchen vor den bären erfunden haben. ich glaube, man kann sogar sagen, dass sich unser kleiner eisbär das ein bißchen von uns abgeguckt hat.
und weil er eben total schnell lernt und ein ziemlich cooler eisbär ist, weiß er eben auch, dass bei einer richtigen, echten blogroll nicht die geschichte verlinkt wird, in der es gerade mal zufällig um einen selber geht und man gut dabei wegkommt, sondern halt die hauptseite oder wie man das nennen soll, also die seite, wo man eben die adresse ohne zeugs eingibt und immer das neueste lesen kann. und deswegen ist die liebeserklärung auch schon wieder ein bißchen nach hinten gerutscht. ihr müsst also umblättern!
ich verstehe natürlich, dass ihr euch nicht so dringend für meinen anderen krempel interessiert, wie z. b. welche pralinen mir gut schmecken. ich bin ja auch schon groß und verstehe eine ganze menge!
weil ich es euch nicht so schwer machen will, klebe ich da jetzt so einen link zu der liebeserklärung und den anderen knutsachen hin. mittlerweile ist die natürlich auch nichts mehr so besonderes, weil ja jeder normale mensch dringend eine liebeserklärung an unseren kleinen bär loswerden muss.
ich hoffe, ihr seid nicht zu sehr enttäuscht, dass ich auch manchmal über langweilige menschensachen schreibe. zum beispiel, dass ich gerne bade! (genau wie knut!)
es ist natürlich verführerisch keine große sache für mich, hier zu versprechen, dass ich ab sofort mehrmals täglich über meine künftig irgendwie fest geplanten begegnungen mit unserem liebling schreiben werde, um euch bei der stange zu halten – aber man soll ja nicht lügen! es kommt, wie es kommt! schaut doch einfach ganz unverbindlich 3 x pro tag vorbei!
in den menschenblogs machen wir öfter bei denen kommentare, die wir gut leiden können und dann schreiben die auch was und dann ist das wie eine richtige unterhaltung! das hat der kleine knut am anfang auch noch gemacht aber jetzt schafft er es bestimmt nicht mehr, da hätte er auch viel zu tun! ich schreibe aber trotzdem manchmal noch wichtige kommentare und glaube fest daran, dass er sie liest. (also meine bestimmt!) ich fühle es einfach. tief drinnen, im herzen!
ich habe übrigens in die sterne von knut geguckt und kann euch sagen: alles wird gut! jupiter steht im eisbär!

20. märz 2007

gestern viel freude bereitet. lieber freundin cd „edle tropfen – edle klänge edition nr. 4“ als präsent überreicht. wäre mir freilich nicht halb so leicht gefallen, die trennung von den herrlichen aufnahmen in erwägung zu ziehen, wenn sich nur ein exemplar in meinem besitze befunden hätte. aber wir sind ja nicht bei armen leuten! gerne kaufe ich auch einmal zwei packungen von solch bewährten leckereien.
meine bevorzugte sorte ist williams christbirne. dazu höre ich gerne no. 8, antonio vivaldi, konzert für oboe, streicher u. b.c. in a-moll rv 461 – allegro. zu zwetschgenwasser bevorzuge ich dagegen klar no. 15, friedrich smetana; die moldau.

19. märz 2007


gar nicht das gefühl, etwas verpasst zu haben. achtundvierzig stunden nicht hier gewesen. obwohl die kiste nur zwei meter von mir entfernt war und alles einwandfrei funktioniert. dasselbe gefühl von ultimativem luxus, wie genug geld auf dem konto zu haben und trotzdem keine klamotten zu kaufen, weil man keine lust darauf hat oder nicht zu verreisen, weil man gerade gerne ist, wo man sowieso ist. in der mitte der stadt und trotzdem nicht vor die tür zu gehen. gewissheit über gelegenheiten und ereignisse und am liebsten daheim zu trinken. hypnotisches make up aufzulegen und gut gelaunt zu hause zu bleiben. die haare an den beinen lassen, obwohl noch wachsstreifen da sind. weil man sich gut genug ist. k.d. lang singt my old addiction.

13. märz 2007

h&m hat vor ein paar tagen neue bildchen am bahnhof angeklebt. kein mädchen drauf, sondern der da (und zwar gleich das erste bild, wo er so am boden sitzt). jedesmal klappt mir fast die kinnlade herunter, wenn die s-bahn hält und mich dieser übernächtigte schlafzimmerblick streift. heute beschlossen, ernsthaft zu untersuchen, ob es sich um ein berufsmodell handelt oder um einen über nacht berühmt gewordenen schauspieler. womöglich ein schriftsteller! ein einsamer dichter, der auf diese weise endlich langersehnten kontakt zur außenwelt sucht!
hat so etwas verwirrendes, irgendwie bekanntes, wie der immer zu mir in die s-bahn rüberguckt. wo hab ich das schon mal gesehen. vielleicht sieht er auch jemandem ähnlich, der mir gerade sowas von überhaupt nicht einfällt.
also gut. nach langweiligem herumgebl interessiertem studium von viel madonna und ihrern krempel tollen frühlingsmode auf den umständ toll anspruchsvoll aufbereiteten h&m-seiten habe ich das bild gefunden und weiß jetzt, dass es kein schauspieler ist, sondern ein total bekannter italienischer fußballer, nämlich herr maldini (39). gut, das konnte ich nicht wissen, das war vor meiner zeit. auf den bildern seiner fußballkarriere gefällt er mir nicht ganz so gut, wie auf den h&m-bildchen.
beim nachhausegehen dann sinniert: wieder mal typisch. kaum finde ich eine reklame gut, weiß ich nicht, wofür genau geworben wird, weil alles mögliche an der kampagne interessanter ist als das dings, um das es geht. keine ahnung, was der typ auf dem plakat anhat. dabei ist es doch ein reklamebild für anziehsachen. leider, leider wird man wohl nicht seine kräftigen unterarme und den schönen wolfsblick mit eingepackt kriegen, wenn man die sachen kauft.
solche typen müssten da unten im blöden hackbarths rumhängen. man muss es einfach lobend erwähnen, wenn 1 mal in vierzig jahren kein glattrasierter langweiler auf so einem bild ist. und so groß. also das bild am bahnhof. obwohl herr maldini sogar eine einigermaßen ordentliche größe erreicht hat, für einen italiener: 1,86. zwar nicht riesengroß aber geht in ordnung.

13. märz 2007

h&m hat vor ein paar tagen neue bildchen am bahnhof angeklebt. kein mädchen drauf, sondern der da (und zwar gleich das erste bild, wo er so am boden sitzt). jedesmal klappt mir fast die kinnlade herunter, wenn die s-bahn hält und mich dieser übernächtigte schlafzimmerblick streift. heute beschlossen, ernsthaft zu untersuchen, ob es sich um ein berufsmodell handelt oder um einen über nacht berühmt gewordenen schauspieler. womöglich ein schriftsteller! ein einsamer dichter, der auf diese weise endlich langersehnten kontakt zur außenwelt sucht!
hat so etwas verwirrendes, irgendwie bekanntes, wie der immer zu mir in die s-bahn rüberguckt. wo hab ich das schon mal gesehen. vielleicht sieht er auch jemandem ähnlich, der mir gerade sowas von überhaupt nicht einfällt.
also gut. nach langweiligem herumgebl interessiertem studium von viel madonna und ihrern krempel tollen frühlingsmode auf den umständ toll anspruchsvoll aufbereiteten h&m-seiten habe ich das bild gefunden und weiß jetzt, dass es kein schauspieler ist, sondern ein total bekannter italienischer fußballer, nämlich herr maldini (39). gut, das konnte ich nicht wissen, das war vor meiner zeit. auf den bildern seiner fußballkarriere gefällt er mir nicht ganz so gut, wie auf den h&m-bildchen.
beim nachhausegehen dann sinniert: wieder mal typisch. kaum finde ich eine reklame gut, weiß ich nicht, wofür genau geworben wird, weil alles mögliche an der kampagne interessanter ist als das dings, um das es geht. keine ahnung, was der typ auf dem plakat anhat. dabei ist es doch ein reklamebild für anziehsachen. leider, leider wird man wohl nicht seine kräftigen unterarme und den schönen wolfsblick mit eingepackt kriegen, wenn man die sachen kauft.
solche typen müssten da unten im blöden hackbarths rumhängen. man muss es einfach lobend erwähnen, wenn 1 mal in vierzig jahren kein glattrasierter langweiler auf so einem bild ist. und so groß. also das bild am bahnhof. obwohl herr maldini sogar eine einigermaßen ordentliche größe erreicht hat, für einen italiener: 1,86. zwar nicht riesengroß aber geht in ordnung.

11. märz 2007

da die konkurrenz ja nun nicht schläft, habe ich heute meine bewerbungsmappe für das erste kennenlernen fertiggestellt:

http://widget-92.slide.com/widgets/slideticker.swf
auf den bildern kann man gut erkennen, dass ich schon erfahrung gesammelt habe. davon verspreche ich mir einen kleinen wettbewerbsvorteil und komme so vielleicht in die engere auswahl für den besuch in der baumhöhle. auch werde ich, um mich von meinen konkurrentinnen abzuheben, darauf verzichten, koseworte zu benutzen. lieber ein bißchen strenger, das macht mich interessant!

07. märz 2007

hey, auch wenn ihr denkt, dass ich mich nur für mich selber interessiere und keine anderen blogs lese, weil ich keine blogroll habe, so möchte ich mich heute doch einmal ausdrücklich zu einem männlichen blogger bekennen, der mein herz im sturm erobert hat. warum soll man nicht einfach auch mal zu seinen intimsten gefühlen stehen und sagen: jawohl, ich habe mich verliebt. und ich habe sogar hoffnung, dass meine gefühle eines tages ein wenig erwidert werden könnten, denn das tollste ist: er wohnt gar nicht weit von mir weg! wir müssten also keine fernbeziehung führen und könnten uns sogar mehrmals wöchentlich besuchen. und wenn ich so in meinen kalender schaue, muss ich euch sagen: der frühling steht schon vor der tür!
ach ja, fast hätte ich es vergessen. das ist sein blog. ich weiß natürlich, dass das ganz schön riskant ist, einen so attraktiven blogger, auf den man ein auge geworfen hat und der außerdem auch noch so viele fotos und filme von sich zeigt, zu verlinken. da holt man sich die weibliche konkurrenz ja quasi selber ins haus. auch neige ich ein wenig zur eifersucht und bin deswegen doppelt blöd, dass ich das mache. ach, was soll’s! man muß auch einfach mal auf seinen glücksstern vertrauen!

07. märz 2007

hey, auch wenn ihr denkt, dass ich mich nur für mich selber interessiere und keine anderen blogs lese, weil ich keine blogroll habe, so möchte ich mich heute doch einmal ausdrücklich zu einem männlichen blogger bekennen, der mein herz im sturm erobert hat. warum soll man nicht einfach auch mal zu seinen intimsten gefühlen stehen und sagen: jawohl, ich habe mich verliebt. und ich habe sogar hoffnung, dass meine gefühle eines tages ein wenig erwidert werden könnten, denn das tollste ist: er wohnt gar nicht weit von mir weg! wir müssten also keine fernbeziehung führen und könnten uns sogar mehrmals wöchentlich besuchen. und wenn ich so in meinen kalender schaue, muss ich euch sagen: der frühling steht schon vor der tür!
ach ja, fast hätte ich es vergessen. das ist sein blog. ich weiß natürlich, dass das ganz schön riskant ist, einen so attraktiven blogger, auf den man ein auge geworfen hat und der außerdem auch noch so viele fotos und filme von sich zeigt, zu verlinken. da holt man sich die weibliche konkurrenz ja quasi selber ins haus. auch neige ich ein wenig zur eifersucht und bin deswegen doppelt blöd, dass ich das mache. ach, was soll’s! man muß auch einfach mal auf seinen glücksstern vertrauen!

03. märz 2007

»die muse oder der dämon ist in mir. aber dieser teil meines ichs verschwindet oft unter familiären verpflichtungen und anderen auf- gaben. ich muss die schranken und barrieren, die mich einsperren, niederreißen. ich muss die stimmen vertreiben, die mich ermahnen, nettes zu schreiben, die familie nicht in verlegenheit zu bringen, immer an die sache der juden zu denken und nur gutes über israel zu äußern. nichts fesselt die fantasie so sehr wie familiäre loyalität oder politische korrektheit.«
[ erica jong ]

22. februar 2007

ob man auch peinliche leser hat, obwohl man sich selber eigentlich schon ganz o.k. findet? manchmal frage ich mich, wer die alle sind. das geht bestimmt nicht nur mir so. ob ich schüchterne leser habe? ich mag schüchterne menschen eigentlich sehr gerne. ich war ja selber sehr schüchtern, als ich noch jung und unschuldig war. schon alleine deswegen.
ich könnte euch jetzt aber keine so richtigen tipps geben, wie man das überwindet. bei mir ist irgendwann der trotz und der eigensinn stärker geworden als alles andere und seit einer weile denke ich mir vor allem, dass das leben ganz schön kurz ist. auf jeden fall zu kurz, um die verwirklichung, das äußern der eigenen vorstellungen und werte für irgendwann mal später, wenn man groß und stark ist, aufzuheben. oder alt und weise. oder graumeliert. das geht alles so furchtbar schnell (vorbei).
irgendwann lade ich euch alle ein, meine lieben. die rechnung geht dann auf mich. ich habe viel bekommen und will euch etwas geben!

01. märz 2007

ich dann morgen d.jane. finde ich ungemein praktisch und kommt meiner faulheit entgegen. in ruhe musik aussuchen, die einem selber gefällt und sich dann in lustiger gesellschaft von der eigenen playlist überraschen lassen.
seit stunden ziehe ich mir altes zeug auf die festplatte. sachen, die ich eigentlich immer mochte, auf cd habe, aber lange nicht unbedingt hören musste. zum beispiel thin lizzy. gerade läuft rosalie. ich habe thin lizzy ungefähr 79 live gesehen. ich erinnere mich deutlich an die gespannte schwarze lederhose an phil lynotts beinen. die liveplatte mit the boys are back in town und dancing in the moonlight ungefähr 1047 mal gehört. don’t believe a word.
schon ulkig, was man sich für musik überlegt, wenn es nicht nur für einen selber ist. ich denke bei unterschiedlichen sachen an ganz bestimmte der frauen und muß jetzt schon grinsen. vor ein paar stunden war donna summer live dran. auch sehr geil. und die greatest hits von sophia loren. bing, bang, bong etc. da kann man wirklich nicht meckern! billy idol. ha ha. „hey little sister, what have you done“
hier liegen noch sieben platten. ich muß mal hinne machen!

24. februar 2007

ohgottohgottohgott
ich muß mich jetzt outen. bevor es das fernsehen macht.
ich schaue dsds.
zu meiner entschuldigung kann ich vorbringen, dass ich die erste staffel meistens geschaut habe, weil es halt schon irgendwie interessant ist, wie die leute falsch singen aber auch manchmal richtig und die folgenden staffeln überhaupt nicht, wegen: langweilig. dann aber bin ich beim zappen neulich in die castings gerutscht und konnte mich der faszination nicht erwehren.
tatsächlich sind in dieser staffel (oder wie das heißt) eineinhalb dabei, die ich mag und denen ich alles gute wünsche.
und einmal habe ich sogar schon angerufen. jetzt habe ich sowieso schon alles zugegeben und es ist eh schon wurscht. ich habe neulich für den sänger aus offenbach angerufen, den kann ich gut leiden. den altenpfleger, der auch ziemlich gut singen kann und dem ich alles gute wünsche.
neulich, ja neulich. aber heute. heute kam es ganz dick. ich bin ja grundsätzlich und schon aus prinzip sehr für max buskohl oder wie der heißt. (skorpion!). und die olle franziska war mir am anfang zu perfekt glatt und kontrolliert aber sie hat es doch auch verdient. na ja und dann die kleine elfe lauren dingens. die ist ja schon auch niedlich und hat sowas gewisses vertraut abgründiges für ihre sechzehn jahre.
um endlich auf den punkt zu kommen: weil ich in meinem rausch voller mitgefühl für diesen und jenen ins telefon tippte und weil es eh schon wurscht war, tippte ich nochmal für diesen mark aus offenbach und plötzlich war da so eine ansage: „sie sind im gewinnspiel, bitte nennen sie ihren namen und ihre adresse und ihre telefonnummer“ oder so ähnlich. vor lauter schreck ist mir die postleitzahl nicht mehr eingefallen. na ja.
auf alle fälle: wenn es jetzt gleich heißt, dass ich zehntausend mark gewonnen habe, wisst ihr schon mal bescheid und wir müssen doch nicht mehr drei jahre warten mit der tollen feier!

24. februar 2007

ohgottohgottohgott
ich muß mich jetzt outen. bevor es das fernsehen macht.
ich schaue dsds.
zu meiner entschuldigung kann ich vorbringen, dass ich die erste staffel meistens geschaut habe, weil es halt schon irgendwie interessant ist, wie die leute falsch singen aber auch manchmal richtig und die folgenden staffeln überhaupt nicht, wegen: langweilig. dann aber bin ich beim zappen neulich in die castings gerutscht und konnte mich der faszination nicht erwehren.
tatsächlich sind in dieser staffel (oder wie das heißt) eineinhalb dabei, die ich mag und denen ich alles gute wünsche.
und einmal habe ich sogar schon angerufen. jetzt habe ich sowieso schon alles zugegeben und es ist eh schon wurscht. ich habe neulich für den sänger aus offenbach angerufen, den kann ich gut leiden. den altenpfleger, der auch ziemlich gut singen kann und dem ich alles gute wünsche.
neulich, ja neulich. aber heute. heute kam es ganz dick. ich bin ja grundsätzlich und schon aus prinzip sehr für max buskohl oder wie der heißt. (skorpion!). und die olle franziska war mir am anfang zu perfekt glatt und kontrolliert aber sie hat es doch auch verdient. na ja und dann die kleine elfe lauren dingens. die ist ja schon auch niedlich und hat sowas gewisses vertraut abgründiges für ihre sechzehn jahre.
um endlich auf den punkt zu kommen: weil ich in meinem rausch voller mitgefühl für diesen und jenen ins telefon tippte und weil es eh schon wurscht war, tippte ich nochmal für diesen mark aus offenbach und plötzlich war da so eine ansage: „sie sind im gewinnspiel, bitte nennen sie ihren namen und ihre adresse und ihre telefonnummer“ oder so ähnlich. vor lauter schreck ist mir die postleitzahl nicht mehr eingefallen. na ja.
auf alle fälle: wenn es jetzt gleich heißt, dass ich zehntausend mark gewonnen habe, wisst ihr schon mal bescheid und wir müssen doch nicht mehr drei jahre warten mit der tollen feier!

20. februar 2007


nichts was mich gerade direkt beträfe, aber man macht sich halt so seine gedanken. glaubt doch keiner, dass böse drogen böse sein sollen, so lange schöne menschen aus film, funk und fernsehen trotz wiederkehrenden gebrauchs dermaßen gut und lasziv auszusehen verstehen. wilde, feurige blicke werfen, siegerposen mit spannkraft, samtschimmernde haut.
dabei möchte man zu den meldungen graugesichtiges erwarten, erbärmliches, blutunterlaufenes, geschwüre, pickel, ekzeme. nichts da. gut sehen sie alle aus. da soll so ein junger mensch nicht neugierig werden.
wer liest schon dieses trostlose buch über nicos letzte jahre, das vereiterte offene bein. immerhin: herr wecker sah damals ordentlich fertig aus, zuletzt. und dieser angeblich dreiundreißigjährige robbie williams wirkt schon seit zehn jahren wie ein auf den hund gekommener mittvierziger.
aber wie machen, wie verstoffwechseln das die damen. wie geht das, frau mosscampbellversace? so viel kann licht, make up, chemikalische strahlkraft.
die großen verführer auf den bildern sind selbst verführt. ‚gute‘ drogen fokussieren auf erotische kräfte. wer den hemmungs- losesten blick einfängt, macht das beste geschäft. vielleicht, weil eine wilde gesinnung das seltenste gut ist.
wie sollen die zurechtgestutzten heranwachsenden plötzlich wieder lernen, ohne synthetische hilfsmittel so animalisch wild wie die raubtierikonen auf den bildern zu sein, wenn die natürlichen krallen von kindesbeinen an beschnitten wurden?
kaum einer sagt, wie das geht, die verschüttete wildnis, das verbotene feuer zurückzuerobern. die substanz hilft der sehnsucht auf die sprünge. sie hilft, sich selbst die erlaubnis zu erteilen und zu glauben, es käme von einem mittel, das man sich einverleibte.
es bräuchte ein hochdiszipliniertes unterrichtsfach, das geschichte und technik der ekstase heißt. unterricht bei dämmerung. prüfung zur nacht.

22. februar 2007

ob man auch peinliche leser hat, obwohl man sich selber eigentlich schon ganz o.k. findet? manchmal frage ich mich, wer die alle sind. das geht bestimmt nicht nur mir so. ob ich schüchterne leser habe? ich mag schüchterne menschen eigentlich sehr gerne. ich war ja selber sehr schüchtern, als ich noch jung und unschuldig war. schon alleine deswegen.
ich könnte euch jetzt aber keine so richtigen tipps geben, wie man das überwindet. bei mir ist irgendwann der trotz und der eigensinn stärker geworden als alles andere und seit einer weile denke ich mir vor allem, dass das leben ganz schön kurz ist. auf jeden fall zu kurz, um die verwirklichung, das äußern der eigenen vorstellungen und werte für irgendwann mal später, wenn man groß und stark ist, aufzuheben. oder alt und weise. oder graumeliert. das geht alles so furchtbar schnell (vorbei).
irgendwann lade ich euch alle ein, meine lieben. die rechnung geht dann auf mich. ich habe viel bekommen und will euch etwas geben!

20. februar 2007


nichts was mich gerade direkt beträfe, aber man macht sich halt so seine gedanken. glaubt doch keiner, dass böse drogen böse sein sollen, so lange schöne menschen aus film, funk und fernsehen trotz wiederkehrenden gebrauchs dermaßen gut und lasziv auszusehen verstehen. wilde, feurige blicke werfen, siegerposen mit spannkraft, samtschimmernde haut.
dabei möchte man zu den meldungen graugesichtiges erwarten, erbärmliches, blutunterlaufenes, geschwüre, pickel, ekzeme. nichts da. gut sehen sie alle aus. da soll so ein junger mensch nicht neugierig werden.
wer liest schon dieses trostlose buch über nicos letzte jahre, das vereiterte offene bein. immerhin: herr wecker sah damals ordentlich fertig aus, zuletzt. und dieser angeblich dreiundreißigjährige robbie williams wirkt schon seit zehn jahren wie ein auf den hund gekommener mittvierziger.
aber wie machen, wie verstoffwechseln das die damen. wie geht das, frau mosscampbellversace? so viel kann licht, make up, chemikalische strahlkraft.
die großen verführer auf den bildern sind selbst verführt. ‚gute‘ drogen fokussieren auf erotische kräfte. wer den hemmungs- losesten blick einfängt, macht das beste geschäft. vielleicht, weil eine wilde gesinnung das seltenste gut ist.
wie sollen die zurechtgestutzten heranwachsenden plötzlich wieder lernen, ohne synthetische hilfsmittel so animalisch wild wie die raubtierikonen auf den bildern zu sein, wenn die natürlichen krallen von kindesbeinen an beschnitten wurden?
kaum einer sagt, wie das geht, die verschüttete wildnis, das verbotene feuer zurückzuerobern. die substanz hilft der sehnsucht auf die sprünge. sie hilft, sich selbst die erlaubnis zu erteilen und zu glauben, es käme von einem mittel, das man sich einverleibte.
es bräuchte ein hochdiszipliniertes unterrichtsfach, das geschichte und technik der ekstase heißt. unterricht bei dämmerung. prüfung zur nacht.

19. februar 2007


MARILYN OUT OF SPACE
gestern nacht. milton greene und marilyn. kritzelei. was wäre zu zweit? ein paar handgriffe vor dem fernseher, später erinnerung. herumzukitzeln oder herumzukritzeln.
ach was. so ist es gut. selbstvergessen, ohne blöde erwachsen- enspiele. mann und frau, messer und fluch. vorbei vorbei, und so ist es gut.

18. februar 2007


»als meine mutter hereinkam, um uns gute nacht zu sagen, sah sie, wie ich das bild von louisa may alcott auf der rückseite von BETTY UND IHRE SCHWESTERN küsste, und bemerkte ironisch: „sie ist tot.“ wahrscheinlich war sie eifersüchtig, dass ich außer ihr noch jemand anderen liebte. die grimmige, neidische liebe meiner mutter ließ keinen raum für andere weibliche mentorinnen. aber ihr zynischer kommentar machte das schreiben für mich nur noch wundersamer: die toten kommunizierten noch immer! selbst aus ihrem grab heraus konnten sie mich noch auf magische reisen entführen.«
[ E. JONG, den dämon verführen ]

11. februar 2007


„was ich da vortrage, ist eine milde faschismustheorie. ich beschreibe die faschismen des alltags, die sich in flachen wellen abspielen. tag für tag versuchen journalisten, neue erreger in die arena einzuschleusen, und sie beobachten, ob der skandal, den sie auslösen wollen, zu blühen beginnt. man darf nicht vergessen, dass in jeder modernen nation jeden tag zwanzig bis dreißig erregungsvorschläge lanciert werden, von denen naturgemäß die meisten nicht zu dem gewünschten ergebnis führen. die moderne gesellschaft ist zwar eine sehr skandalisierungsfreudige lebens- form, aber sie nimmt nicht jeden skandalisierungsvorschlag auf. die meisten erregungsvorschläge werden abgelehnt oder mit mäßigem interesse studiert.“
p. sloterdijk

11. februar 2007


„was ich da vortrage, ist eine milde faschismustheorie. ich beschreibe die faschismen des alltags, die sich in flachen wellen abspielen. tag für tag versuchen journalisten, neue erreger in die arena einzuschleusen, und sie beobachten, ob der skandal, den sie auslösen wollen, zu blühen beginnt. man darf nicht vergessen, dass in jeder modernen nation jeden tag zwanzig bis dreißig erregungsvorschläge lanciert werden, von denen naturgemäß die meisten nicht zu dem gewünschten ergebnis führen. die moderne gesellschaft ist zwar eine sehr skandalisierungsfreudige lebens- form, aber sie nimmt nicht jeden skandalisierungsvorschlag auf. die meisten erregungsvorschläge werden abgelehnt oder mit mäßigem interesse studiert.“
p. sloterdijk

02. februar 2007

das ulkige ist, dass ich immer heimlich bete, wenn die stöcke fliegen, dass ich keinen abkriege. wenn es dann aber doch so weit ist, traue ich mich nicht, nein zu sagen und beim abarbeiten macht es mir dann auf einmal doch spaß.
ab zehn fragen aufwärts erschrecke ich schon ganz schön, aber DAS HIER war ja mal sehr überschaubar. ich hätte sogar noch was siebtes gewusst, war mir aber dann doch ein bißchen zu intim.
ach stimmt, ich könnte ja auch mal werfen üben! zum beispiel zu saoirse, doc rollinger und 40sth.

02. februar 2007

das ulkige ist, dass ich immer heimlich bete, wenn die stöcke fliegen, dass ich keinen abkriege. wenn es dann aber doch so weit ist, traue ich mich nicht, nein zu sagen und beim abarbeiten macht es mir dann auf einmal doch spaß.
ab zehn fragen aufwärts erschrecke ich schon ganz schön, aber DAS HIER war ja mal sehr überschaubar. ich hätte sogar noch was siebtes gewusst, war mir aber dann doch ein bißchen zu intim.
ach stimmt, ich könnte ja auch mal werfen üben! zum beispiel zu saoirse, doc rollinger und 40sth.

28. januar 2007

bitte macht sehr viele sichtbare absätze (= 1 leerzeile), wenn ihr lange texte schreibt, sonst lese ich nur quer. es ist mir einfach zu anstrengend, egal bei wem. ich möchte gar nicht wissen, wieviel gutes mir deshalb schon entgangen ist.
ähnlich anstrengend ist eine allzu breite textlaufweite. dauernd mit den augen von links nach rechts zu rollen strengt auch furchtbar an. schließlich will ich vor allem faul herumliegen und mich erholen.
und bei heller schrift auf dunklem hintergrund markiere ich zum lesen immer den kompletten text, damit ich dunkle schrift auf hellem hintergrund habe. dadurch sehe ich diese seiten, die mutmaßlich aus ästhetischen erwägungen diese farbzuordnung haben, immer in einer ziemlich hässlichen darstellung, die bestimmt nicht angedacht ist. macht das noch jemand?

28. januar 2007

komme gerade schwer ins grübeln, wie unrepräsentativ meine gesamte sinneswahrnehmung der welt sein könnte. wenn es bei der organischen sehfähigkeit beginnt, wo hört das auf. hört es überhaupt auf. das erklärt vielleicht so manches.
ich denke gerade sehr scharf darüber nach, wieviele menschen ich kenne, die ohne sehhilfe gut sehen können. mir ist gar nicht dauernd bewusst, wie wenige es sind – beinah niemand. es ist mir deshalb nicht dauernd bewusst, weil heutzutage mindestens zwei drittel, wenn nicht mehr, kontaktlinsen tragen. sogar mein bruder war kurzsichtig, obwohl er genetisch auch gute augen hätte haben sollen (es gibt in meiner familie sowohl mütterlicher-, als auch väterlicherseits soweit ich es rekonstruieren kann, nur alters- weitsichtigkeit, lesebrille im reiferen lebensalter ab etwa 50, wenn die arme beim lesen immer länger werden).
mein geruchssinn sei zum ausgleich dafür unterentwickelt, dachte ich sehr lange. das scheint aber auch nicht pauschal zu stimmen. ich nehme bestimmte gerüche überdeutlich wahr und andere wiederum verschwindend, die andere stark wahrnehmen. sehen, riechen, schmecken, hören. dass das alles subjektiv gefärbt ist, ist schon klar.
wenn man alleine bedenkt, wie häufig es angeblich bei männern ein verdrehtes unterscheidungsvermögen gibt, was rot und grün angeht (die sog. mir sehr faszinierend erscheinende farbenblindheit – sieht man dann nicht auch andere farben komplementär?). aber wie stark mögen die unterschiede bei den anderen sinnen sein. wahrscheinlich kann ich mich niemals angemessen mit irgendwem verständigen, der nicht ähnlich verteilte sinneswahrnehmungen hat. schade.
vielleicht ist das überhaupt ein grund für viele missverständnisse zwischen menschen. wir sind eben nicht aus demselben holz geschnitzt. auf jeden fall muss man sich über mehr als nur bildungsstand und sozialisation austauschen. nicht zur abgrenzung sondern zur verständigung.
verdammt, ich überlege immer noch, ob ich jemanden außerhalb meiner familie kenne, der ohne brille sehen kann. ah. zwei meiner freundinnen haben keinen angeborenen sehfehler. die eine hat schon eine weile eine lesebrille, altersbedingt und die andere drückt sich noch.
und ich war in den achtziger jahren mal in einen mann verliebt, der keine brille aufhatte. aber vielleicht kontaktlinsen. nein, ich glaube nicht. leider bin ich ihm niemals nah genug gekommen, um es zu wissen. der rest der männer, die ich näher kannte, trug brille oder haftschalen (blödes wort – gibt es eigentlich auch kontaktschalen oder haftlinsen?).
na ja. spätestens vor dem schlafengehen wusste man dann ja bescheid. obwohl es heutzutage auch linsen gibt, die man über nacht trägt und nach einer woche wegschmeißt.

28. januar 2007

komme gerade schwer ins grübeln, wie unrepräsentativ meine gesamte sinneswahrnehmung der welt sein könnte. wenn es bei der organischen sehfähigkeit beginnt, wo hört das auf. hört es überhaupt auf. das erklärt vielleicht so manches.
ich denke gerade sehr scharf darüber nach, wieviele menschen ich kenne, die ohne sehhilfe gut sehen können. mir ist gar nicht dauernd bewusst, wie wenige es sind – beinah niemand. es ist mir deshalb nicht dauernd bewusst, weil heutzutage mindestens zwei drittel, wenn nicht mehr, kontaktlinsen tragen. sogar mein bruder war kurzsichtig, obwohl er genetisch auch gute augen hätte haben sollen (es gibt in meiner familie sowohl mütterlicher-, als auch väterlicherseits soweit ich es rekonstruieren kann, nur alters- weitsichtigkeit, lesebrille im reiferen lebensalter ab etwa 50, wenn die arme beim lesen immer länger werden).
mein geruchssinn sei zum ausgleich dafür unterentwickelt, dachte ich sehr lange. das scheint aber auch nicht pauschal zu stimmen. ich nehme bestimmte gerüche überdeutlich wahr und andere wiederum verschwindend, die andere stark wahrnehmen. sehen, riechen, schmecken, hören. dass das alles subjektiv gefärbt ist, ist schon klar.
wenn man alleine bedenkt, wie häufig es angeblich bei männern ein verdrehtes unterscheidungsvermögen gibt, was rot und grün angeht (die sog. mir sehr faszinierend erscheinende farbenblindheit – sieht man dann nicht auch andere farben komplementär?). aber wie stark mögen die unterschiede bei den anderen sinnen sein. wahrscheinlich kann ich mich niemals angemessen mit irgendwem verständigen, der nicht ähnlich verteilte sinneswahrnehmungen hat. schade.
vielleicht ist das überhaupt ein grund für viele missverständnisse zwischen menschen. wir sind eben nicht aus demselben holz geschnitzt. auf jeden fall muss man sich über mehr als nur bildungsstand und sozialisation austauschen. nicht zur abgrenzung sondern zur verständigung.
verdammt, ich überlege immer noch, ob ich jemanden außerhalb meiner familie kenne, der ohne brille sehen kann. ah. zwei meiner freundinnen haben keinen angeborenen sehfehler. die eine hat schon eine weile eine lesebrille, altersbedingt und die andere drückt sich noch.
und ich war in den achtziger jahren mal in einen mann verliebt, der keine brille aufhatte. aber vielleicht kontaktlinsen. nein, ich glaube nicht. leider bin ich ihm niemals nah genug gekommen, um es zu wissen. der rest der männer, die ich näher kannte, trug brille oder haftschalen (blödes wort – gibt es eigentlich auch kontaktschalen oder haftlinsen?).
na ja. spätestens vor dem schlafengehen wusste man dann ja bescheid. obwohl es heutzutage auch linsen gibt, die man über nacht trägt und nach einer woche wegschmeißt.

28. januar 2007

bitte macht sehr viele sichtbare absätze (= 1 leerzeile), wenn ihr lange texte schreibt, sonst lese ich nur quer. es ist mir einfach zu anstrengend, egal bei wem. ich möchte gar nicht wissen, wieviel gutes mir deshalb schon entgangen ist.
ähnlich anstrengend ist eine allzu breite textlaufweite. dauernd mit den augen von links nach rechts zu rollen strengt auch furchtbar an. schließlich will ich vor allem faul herumliegen und mich erholen.
und bei heller schrift auf dunklem hintergrund markiere ich zum lesen immer den kompletten text, damit ich dunkle schrift auf hellem hintergrund habe. dadurch sehe ich diese seiten, die mutmaßlich aus ästhetischen erwägungen diese farbzuordnung haben, immer in einer ziemlich hässlichen darstellung, die bestimmt nicht angedacht ist. macht das noch jemand?

25. januar 2007

tage wie dieser oder so ähnlich. schwer enttäuscht im kaufhaus in der puppenabenteilung. keine kleinen lammlederanoraks, keine fell- stiefelchen für michaela. hässlicher babykrempel mit schleimigen applikationen. man schämt sich schon beim hinschauen.
gut versteckt schwarzrote inlineskater. immerhin. sogar in ihrer größe. der eine geht ohne die radkufe als stiefel für den winter. und ein weicher roter schal mit fransen. die komische mütze dazu kann sie als poncho anziehen. aus der alten schwarzen baumwollsocke, die das sockenmonster wie üblich in der waschmaschine übrig gelassen hat, ein schönes warmes strickkleid bis übers bein gemacht, für die große schneeballschlacht. wir hatten nämlich schnee heute. ist zwar schon wieder weg aber er kommt ja vielleicht noch mal und dann geht’s natürlich zur abhärtung gleich raus.
saublöd vorhin bei butter lindner. hole ich immer den rothschildwein für die gesundheit. stehe ewig mit zwei auf den glastresen gepackten flaschen und den scharfen nüssen, vier verkäufer hinterm tresen, stehe mir ungefähr zehn minuten, gefühlte hundert, die beine in den bauch, längst schon die scheine in der hand. die sehen immer nur die, die neu zur tür von links rein kommen.
ich überlege schon, ob ich einfach gehe, merkt ja keine sau. kann ich mein geld behalten. man will ja auch die hochwichtigen verkaufsverhandlungen mit den neuen kunden nicht durch unqualifizierte zwischenrufe unterbrechen. dann langt’s mir. ich teile der langweiligen kompanie gut hörbar mit, dass ich mich ganz ausgezeichnet ignoriert fühle, zumal hier in dem laden, in dem ich regelmäßig einkaufe. ich kann meinen wein auch woanders kaufen! rufe ich erbost und irgendwie entgegen meiner absicht.
erst fünf minuten vorher noch mit dem gedanken gespielt, einen trotzigen abgang zu machen und als kindisch verworfen. gucken mich vier verkäufer und innen mit offenem mund an. nicht, dass mich einer zurückgehalten hätte. kenne ich sonst nicht, von dem laden, die sind eigentlich immer sehr zuvorkommend. das personal wechselt aller- dings in einem rhythmus, den ich noch nicht ganz durchschaut habe. an manchen tagen sind ganz zauberhaft zuvorkommende junge frauen und männer im verkauf. aber heute halt nicht. blöderweise dann im spar nebenan ein gesöff erstanden, dass man lieber nicht weiter erwähnt.
daheim die drei gekauften apfelsinen auf den küchentisch geknallt. gegrübelt, ob ich sonst über gebühr verwöhnt und hofiert werde in dem laden und deswegen so ungehalten war. beschlossen, dass da heute einfach blöde verkäufer waren. die guten werfen einem während man wartet, einen geistesgegenwärtigen blick zu, um ihre wahrnehmung aus dem augenwinkel zu zeigen.
tage, an denen einem dauernd das messer ausrutscht und man sich morgens den kaffee über die nackten beine gießt. dabei war der eigentlich erst gegen abend so. ich sollte dringend meine astrologin konsultieren.
im fernsehen dann allerletzter, aber wirklich hinterletzter versuch altmans shortcuts irgend etwas abzugewinnen. noch langweiliger als vor zig jahren beim ersten anlauf. was für ein haltloses geschwätz. und die gruselige synchronisation. ton weg, musik an. mozarts requiem, leonard bernstein. oh je. hat mich auch nur gerade geritten, weil gerade frisch geliefert. kam gar nicht gut heute. der blöde film nervt sogar ohne ton. fernseher ganz aus. andere musik an.

dann selten dämlich und ungeschickt in der küche rumgebrutzelt. abgehackte bewegungen. leicht versalzen. das gegenteil von was man als virtuos bezeichnet. dabei kann ich das eigentlich. beim griff zu den zwiebeln mehr so zufällig hinter den ungelesenen bücherstapel geschaut. schon irgendwie toll gestreift, so eine apfelsine. komischer abend irgendwie. na ja, hauptsache gesund.
schon schön

25. januar 2007

es ist wichtig, dass michaela frühzeitig lernt, sich zu wehren. heute haben wir geübt, wie man schöne feste schneebälle macht, damit man ordentlich treffen kann, wenn die großen kinder einen bewerfen. das hat schon recht gut geklappt. ich selber war als kind ein kleiner angsthase und wollte nicht getroffen werden, deswegen bin ich meistens davongelaufen. eigentlich hat sich daran nicht viel geändert. ich ducke mich immer noch, wenn stöckchen sachen geflogen kommen. aber michaela ist aus anderem holz geschnitzt und lässt sich nichts gefallen!
schlacht

25. januar 2007

tage wie dieser oder so ähnlich. schwer enttäuscht im kaufhaus in der puppenabenteilung. keine kleinen lammlederanoraks, keine fell- stiefelchen für michaela. hässlicher babykrempel mit schleimigen applikationen. man schämt sich schon beim hinschauen.
gut versteckt schwarzrote inlineskater. immerhin. sogar in ihrer größe. der eine geht ohne die radkufe als stiefel für den winter. und ein weicher roter schal mit fransen. die komische mütze dazu kann sie als poncho anziehen. aus der alten schwarzen baumwollsocke, die das sockenmonster wie üblich in der waschmaschine übrig gelassen hat, ein schönes warmes strickkleid bis übers bein gemacht, für die große schneeballschlacht. wir hatten nämlich schnee heute. ist zwar schon wieder weg aber er kommt ja vielleicht noch mal und dann geht’s natürlich zur abhärtung gleich raus.
saublöd vorhin bei butter lindner. hole ich immer den rothschildwein für die gesundheit. stehe ewig mit zwei auf den glastresen gepackten flaschen und den scharfen nüssen, vier verkäufer hinterm tresen, stehe mir ungefähr zehn minuten, gefühlte hundert, die beine in den bauch, längst schon die scheine in der hand. die sehen immer nur die, die neu zur tür von links rein kommen.
ich überlege schon, ob ich einfach gehe, merkt ja keine sau. kann ich mein geld behalten. man will ja auch die hochwichtigen verkaufsverhandlungen mit den neuen kunden nicht durch unqualifizierte zwischenrufe unterbrechen. dann langt’s mir. ich teile der langweiligen kompanie gut hörbar mit, dass ich mich ganz ausgezeichnet ignoriert fühle, zumal hier in dem laden, in dem ich regelmäßig einkaufe. ich kann meinen wein auch woanders kaufen! rufe ich erbost und irgendwie entgegen meiner absicht.
erst fünf minuten vorher noch mit dem gedanken gespielt, einen trotzigen abgang zu machen und als kindisch verworfen. gucken mich vier verkäufer und innen mit offenem mund an. nicht, dass mich einer zurückgehalten hätte. kenne ich sonst nicht, von dem laden, die sind eigentlich immer sehr zuvorkommend. das personal wechselt aller- dings in einem rhythmus, den ich noch nicht ganz durchschaut habe. an manchen tagen sind ganz zauberhaft zuvorkommende junge frauen und männer im verkauf. aber heute halt nicht. blöderweise dann im spar nebenan ein gesöff erstanden, dass man lieber nicht weiter erwähnt.
daheim die drei gekauften apfelsinen auf den küchentisch geknallt. gegrübelt, ob ich sonst über gebühr verwöhnt und hofiert werde in dem laden und deswegen so ungehalten war. beschlossen, dass da heute einfach blöde verkäufer waren. die guten werfen einem während man wartet, einen geistesgegenwärtigen blick zu, um ihre wahrnehmung aus dem augenwinkel zu zeigen.
tage, an denen einem dauernd das messer ausrutscht und man sich morgens den kaffee über die nackten beine gießt. dabei war der eigentlich erst gegen abend so. ich sollte dringend meine astrologin konsultieren.
im fernsehen dann allerletzter, aber wirklich hinterletzter versuch altmans shortcuts irgend etwas abzugewinnen. noch langweiliger als vor zig jahren beim ersten anlauf. was für ein haltloses geschwätz. und die gruselige synchronisation. ton weg, musik an. mozarts requiem, leonard bernstein. oh je. hat mich auch nur gerade geritten, weil gerade frisch geliefert. kam gar nicht gut heute. der blöde film nervt sogar ohne ton. fernseher ganz aus. andere musik an.

dann selten dämlich und ungeschickt in der küche rumgebrutzelt. abgehackte bewegungen. leicht versalzen. das gegenteil von was man als virtuos bezeichnet. dabei kann ich das eigentlich. beim griff zu den zwiebeln mehr so zufällig hinter den ungelesenen bücherstapel geschaut. schon irgendwie toll gestreift, so eine apfelsine. komischer abend irgendwie. na ja, hauptsache gesund.
schon schön

21. januar 2007


heute ist der tag gekommen, an dem ich endlich von michaela erzählen muss. leider weiß ich nicht mehr genau, wann ich sie gekriegt habe. ich glaube mit fünf oder so zum geburtstag. aber dass ich mich mächtig gefreut habe, weiß ich noch genau. sie hat mir gleich sehr gut gefallen, weil sie kein baby mehr war, mit dem man immer nur fläschchen geben und windeln wechseln spielen kann, und ich war auch gleich in ihre blonden haare und die stupsnase mit den treuen kulleraugen verliebt.
was mich gerade ein bißchen durcheinander bringt ist, zusammenzukriegen, wieso michaela michaela heißt. als kind hat mir das lied von bata illic supergut gefallen und ich hätte gedacht, vielleicht deswegen, aber das lied ist erst zweiundsiebzig rausgekommen und ich glaube nicht, dass ich meine michaela so spät gekriegt habe. auf jeden fall hat mir der name gut gefallen.
leider ist dann ziemlich bald was ganz dummes passiert. michaela hat beim spielen einen blöden unfall gehabt. sie ist irgendwie aus- gerutscht oder was und runtergefallen. dabei hat sie sich das bein gebrochen. genau genommen sogar den oberschenkel. wenn man es ganz genau nimmt, sogar noch mehr. also warum lange um den heißen brei reden: das rechte bein war ganz ab. natürlich wurde gleich der notarzt gerufen und operiert. aber das gewebe war wohl nicht mehr gut genug durchblutet und deswegen ist das bein nicht mehr angewachsen. es wurde dann noch zwei oder dreimal transplantiert aber es wollte einfach nicht mehr festwachsen. das hat mir natürlich großen kummer bereitet. ich habe extra dicke verbände angelegt und alles und immer eine strumpfhose drüber, damit es schön hält. aber es hat alles nix geholfen. mist.
irgendwann habe ich dann mit michaela gesprochen und habe ihr beigebracht, dass das bein nicht mehr anwachsen will und dass sie aber trotzdem nicht traurig sein soll, weil sie die schönste für mich ist. und sie war ja auch wirklich die schönste, trotz abm bein. sie hat mir sehr aufmerksam und tapfer zugehört und sehr verständig gewirkt.
von da an habe ich mir besonders viel mühe gegeben, ihr schöne kleider zu machen. meine mama habe ich darum gebeten, ein großes seidentuch für michaela zu spenden, damit ich ihr ein schönes langes kleid machen kann, wo man nicht sieht, dass sie bloß ein bein hat. es war so ein großes glänzendes tuch mit verschiedenem grün drin, mit großen urwaldblättern drauf.
in den siebziger jahren war es mal mode, dass man große stofftücher als partykleid anzieht. so rückenfrei und die beiden stoffzipfel vorne über kreuz und im nacken gebunden. so ein partykleid habe ich dann für michaela gemacht und es hat ihr super gestanden. weil sie so toll ausgesehen hat und ich auch gerade einen fotoapparat gekriegt habe, habe ich dann sensationelle mode- photos mit ihr gemacht, vor dem rhododendronbusch im garten.
ich habe gleich gemerkt, dass sie dafür talent hat. und seitdem hat sie auch gewusst, dass sie sich nicht schämen muss, weil sie nur ein bein hat. wir haben auch so ganz raffinierte bilder gemacht, die ich leider nicht mehr finde, wo ein schlitz im kleid ist und das eine bein vorguckt. ganz schön sexy!
blöderweise haben wir uns in den achtziger jahren dann irgendwie aus den augen verloren. ich bin ausgezogen und michaela ist im haus bei meinen eltern geblieben. obwohl ich sie sehr geliebt habe, waren dann wohl auf einmal mehr so jungens wichtiger. wir haben uns dann sehr lange nicht mehr gesehen, aber ich habe sie nie vergessen.
vor dreieinhalb jahren musste ich immer öfter an sie denken und machte mir große sorgen, wie es ihr wohl ergangen ist, in all den jahren und wo sie überhaupt ist. ich bin dann kurzerhand zu meinen eltern gefahren und habe den ganzen dachboden auf den kopf gestellt. vor meinem kinderzimmer unterm dach ist so ein vorraum, in dem aller möglicher krempel und alte möbel und zeug herumstehen. da war die spielzeugtruhe aus meinem kinderzimmer mit dem dunkelroten lederdeckel und ich habe die truhe aufgemacht und es war ein fürchterliches durcheinander. aber ich habe ihren blonden haarschopf gesehen. dann habe ich sie vorsichtig herausgenommen und ihr gut zugeredet. sie war ein bißchen struppig aber sonst ganz munter. ich war total froh, dass ich sie gefunden habe. sie hat gar nichts angehabt.
daheim habe ich sie dann schön lange gebadet und die haare gewaschen (mit shampoo) und gekämmt und ihr aus so einem indischen hippietuch ein neues kleid gemacht. sie mag zur zeit so ein bißchen urwaldlook, deswegen wollte sie auch unbedingt die kette mit den holzzähnen umhaben. am liebsten sitzt sie im schlafzimmer auf dem holztiger und schaut zu, was ich so mache. ich glaube, es macht ihr nichts mehr aus, dass sie nicht so wie die anderen ist. zum beispiel darf jetzt jeder sehen, dass sie nur ein bein hat. das erfüllt mich natürlich mit großem stolz auf meine kleine tapfere kriegerin.
wollte ich nur mal erzählt haben.
[mehr bildchen]

21. januar 2007


heute ist der tag gekommen, an dem ich endlich von michaela erzählen muss. leider weiß ich nicht mehr genau, wann ich sie gekriegt habe. ich glaube mit fünf oder so zum geburtstag. aber dass ich mich mächtig gefreut habe, weiß ich noch genau. sie hat mir gleich sehr gut gefallen, weil sie kein baby mehr war, mit dem man immer nur fläschchen geben und windeln wechseln spielen kann, und ich war auch gleich in ihre blonden haare und die stupsnase mit den treuen kulleraugen verliebt.
was mich gerade ein bißchen durcheinander bringt ist, zusammenzukriegen, wieso michaela michaela heißt. als kind hat mir das lied von bata illic supergut gefallen und ich hätte gedacht, vielleicht deswegen, aber das lied ist erst zweiundsiebzig rausgekommen und ich glaube nicht, dass ich meine michaela so spät gekriegt habe. auf jeden fall hat mir der name gut gefallen.
leider ist dann ziemlich bald was ganz dummes passiert. michaela hat beim spielen einen blöden unfall gehabt. sie ist irgendwie aus- gerutscht oder was und runtergefallen. dabei hat sie sich das bein gebrochen. genau genommen sogar den oberschenkel. wenn man es ganz genau nimmt, sogar noch mehr. also warum lange um den heißen brei reden: das rechte bein war ganz ab. natürlich wurde gleich der notarzt gerufen und operiert. aber das gewebe war wohl nicht mehr gut genug durchblutet und deswegen ist das bein nicht mehr angewachsen. es wurde dann noch zwei oder dreimal transplantiert aber es wollte einfach nicht mehr festwachsen. das hat mir natürlich großen kummer bereitet. ich habe extra dicke verbände angelegt und alles und immer eine strumpfhose drüber, damit es schön hält. aber es hat alles nix geholfen. mist.
irgendwann habe ich dann mit michaela gesprochen und habe ihr beigebracht, dass das bein nicht mehr anwachsen will und dass sie aber trotzdem nicht traurig sein soll, weil sie die schönste für mich ist. und sie war ja auch wirklich die schönste, trotz abm bein. sie hat mir sehr aufmerksam und tapfer zugehört und sehr verständig gewirkt.
von da an habe ich mir besonders viel mühe gegeben, ihr schöne kleider zu machen. meine mama habe ich darum gebeten, ein großes seidentuch für michaela zu spenden, damit ich ihr ein schönes langes kleid machen kann, wo man nicht sieht, dass sie bloß ein bein hat. es war so ein großes glänzendes tuch mit verschiedenem grün drin, mit großen urwaldblättern drauf.
in den siebziger jahren war es mal mode, dass man große stofftücher als partykleid anzieht. so rückenfrei und die beiden stoffzipfel vorne über kreuz und im nacken gebunden. so ein partykleid habe ich dann für michaela gemacht und es hat ihr super gestanden. weil sie so toll ausgesehen hat und ich auch gerade einen fotoapparat gekriegt habe, habe ich dann sensationelle mode- photos mit ihr gemacht, vor dem rhododendronbusch im garten.
ich habe gleich gemerkt, dass sie dafür talent hat. und seitdem hat sie auch gewusst, dass sie sich nicht schämen muss, weil sie nur ein bein hat. wir haben auch so ganz raffinierte bilder gemacht, die ich leider nicht mehr finde, wo ein schlitz im kleid ist und das eine bein vorguckt. ganz schön sexy!
blöderweise haben wir uns in den achtziger jahren dann irgendwie aus den augen verloren. ich bin ausgezogen und michaela ist im haus bei meinen eltern geblieben. obwohl ich sie sehr geliebt habe, waren dann wohl auf einmal mehr so jungens wichtiger. wir haben uns dann sehr lange nicht mehr gesehen, aber ich habe sie nie vergessen.
vor dreieinhalb jahren musste ich immer öfter an sie denken und machte mir große sorgen, wie es ihr wohl ergangen ist, in all den jahren und wo sie überhaupt ist. ich bin dann kurzerhand zu meinen eltern gefahren und habe den ganzen dachboden auf den kopf gestellt. vor meinem kinderzimmer unterm dach ist so ein vorraum, in dem aller möglicher krempel und alte möbel und zeug herumstehen. da war die spielzeugtruhe aus meinem kinderzimmer mit dem dunkelroten lederdeckel und ich habe die truhe aufgemacht und es war ein fürchterliches durcheinander. aber ich habe ihren blonden haarschopf gesehen. dann habe ich sie vorsichtig herausgenommen und ihr gut zugeredet. sie war ein bißchen struppig aber sonst ganz munter. ich war total froh, dass ich sie gefunden habe. sie hat gar nichts angehabt.
daheim habe ich sie dann schön lange gebadet und die haare gewaschen (mit shampoo) und gekämmt und ihr aus so einem indischen hippietuch ein neues kleid gemacht. sie mag zur zeit so ein bißchen urwaldlook, deswegen wollte sie auch unbedingt die kette mit den holzzähnen umhaben. am liebsten sitzt sie im schlafzimmer auf dem holztiger und schaut zu, was ich so mache. ich glaube, es macht ihr nichts mehr aus, dass sie nicht so wie die anderen ist. zum beispiel darf jetzt jeder sehen, dass sie nur ein bein hat. das erfüllt mich natürlich mit großem stolz auf meine kleine tapfere kriegerin.
wollte ich nur mal erzählt haben.
[mehr bildchen]

16. januar 2007

baden vor dem schlafengehen ist toll. komisch, mache ich ganz selten. und man riecht so gut. als ob man in ein frisch bezogenes bett kriecht, obwohl es überhaupt gar nicht frisch bezogen ist.
ich geh dann mal, mit dem buch mit dem (sau)blöden titel von der mir irgendwie unsympathischen witwe. vielleicht ändert sich das noch und sie wird mir sympathisch. bisher merkwürdig kalt sezierender tonfall. hat mich noch nicht wirklich tief berührt. ich lese vom wunsch der autopsie und dieser beizuwohnen, trotz erkennbarer todesursache. wiederholtes befremden. vielleicht auch unzulänglich übersetzt. ich meine den tonfall. wer weiß.
es gibt ja einige bücher zu dem thema, zum beispiel connie palmens i.m. ischa meijer in margine. in memoriam oder keine zeit zum abschiednehmen von beatrix gerstberger. mal schauen. aber schon spannend. das ist das thema ja immer. immanent. eh kloa

18. januar 2007

„Wenn wir über einen Todesfall informiert werden, setzen wir uns mit den Angehörigen des Verstorbenen in Verbindung. (…) Bei Horn- häuten besteht der Vorteil, daß sie noch bis zu 76 Stunden nach dem Tod entfernt werden können. (…) Oft ist für eine positive Zusage entscheidend, daß mit einer Organspende einem Lebenden geholfen werden kann. (…) Wenn sich die Hinterbliebenen positiv entscheiden, werden die Spenderorgane entfernt und in die Hornhautbank gebracht. Der Transport erfolgt in kleinen Plastikgefäßen. Dem Verstorbenen werden Glasprothesen eingesetzt. Sie unterscheiden sich äußerlich kaum von den natürlichen Augen und haben auch die gleiche Farbe.“

werden die spenderorgane entfernt.

18. januar 2007

„Wenn wir über einen Todesfall informiert werden, setzen wir uns mit den Angehörigen des Verstorbenen in Verbindung. (…) Bei Horn- häuten besteht der Vorteil, daß sie noch bis zu 76 Stunden nach dem Tod entfernt werden können. (…) Oft ist für eine positive Zusage entscheidend, daß mit einer Organspende einem Lebenden geholfen werden kann. (…) Wenn sich die Hinterbliebenen positiv entscheiden, werden die Spenderorgane entfernt und in die Hornhautbank gebracht. Der Transport erfolgt in kleinen Plastikgefäßen. Dem Verstorbenen werden Glasprothesen eingesetzt. Sie unterscheiden sich äußerlich kaum von den natürlichen Augen und haben auch die gleiche Farbe.“

werden die spenderorgane entfernt.

16. januar 2007

ausgeschlafen

uranus konjunktion IC. sehnsuchtsbefreit. überhaupt. das ist nicht persönlich gemeint. vielleicht ist das uranus opposition IC. mein altes buch der transite von robert hand hatte dazu keinen text. er hörte in der vierten auflage von 1990 jeweils nach den pluto- und MC-passagen mit den AC-transiten auf.
also mache ich mir selbst einen reim. ich kann das ja ganz gut. mir etwas zusammenreimen. ein dicker wattepanzer schützt meine weichteile. ich habe gelernt, mich selbst zu beschützen. ich suche keinen beschützer mehr. eher suche ich mir eine schutzbefohlene kreatur. das steht mir auch viel besser. elektrizität im kopf. und im herzen. nicht auf einen mann – auch nicht den plural – fixiert. nicht darauf reduziert. so frei war ich noch nie. noch nie im leben.

16. januar 2007

baden vor dem schlafengehen ist toll. komisch, mache ich ganz selten. und man riecht so gut. als ob man in ein frisch bezogenes bett kriecht, obwohl es überhaupt gar nicht frisch bezogen ist.
ich geh dann mal, mit dem buch mit dem (sau)blöden titel von der mir irgendwie unsympathischen witwe. vielleicht ändert sich das noch und sie wird mir sympathisch. bisher merkwürdig kalt sezierender tonfall. hat mich noch nicht wirklich tief berührt. ich lese vom wunsch der autopsie und dieser beizuwohnen, trotz erkennbarer todesursache. wiederholtes befremden. vielleicht auch unzulänglich übersetzt. ich meine den tonfall. wer weiß.
es gibt ja einige bücher zu dem thema, zum beispiel connie palmens i.m. ischa meijer in margine. in memoriam oder keine zeit zum abschiednehmen von beatrix gerstberger. mal schauen. aber schon spannend. das ist das thema ja immer. immanent. eh kloa

16. januar 2007

ausgeschlafen

uranus konjunktion IC. sehnsuchtsbefreit. überhaupt. das ist nicht persönlich gemeint. vielleicht ist das uranus opposition IC. mein altes buch der transite von robert hand hatte dazu keinen text. er hörte in der vierten auflage von 1990 jeweils nach den pluto- und MC-passagen mit den AC-transiten auf.
also mache ich mir selbst einen reim. ich kann das ja ganz gut. mir etwas zusammenreimen. ein dicker wattepanzer schützt meine weichteile. ich habe gelernt, mich selbst zu beschützen. ich suche keinen beschützer mehr. eher suche ich mir eine schutzbefohlene kreatur. das steht mir auch viel besser. elektrizität im kopf. und im herzen. nicht auf einen mann – auch nicht den plural – fixiert. nicht darauf reduziert. so frei war ich noch nie. noch nie im leben.