27. juli 2007

ahhh
im nächsten leben reiße ich uschi auf. natürlich sehe ich dann ein wenig anders aus. als kerl mache ich mich bestimmt auch ganz gut. wenn nicht besser. ich bin ein klein wenig verliebt in dieses forum.

26. juli 2007

gerne würde ich vermitteln, was einem alles durch den kopf geht, wenn man einen bilderrahmen wasserdicht macht. oder überlegt, was es anderen bedeuten wird, wenn sie das sehen. wenn sie ihn vielleicht umdrehen, die rückseite lesen. auch hinten wasserfest. von oben, von der seite. auf berliner friedhöfen regnet es ja. es ist jetzt so geworden, dass ich es kaum hergeben mag. aber ich vertraue darauf, dass keiner das grab auf dem kleinen friedhof im wald schändet. man muß an das gute glauben, sonst fühlt es sich nicht gerufen und gemeint. ich freue mich schon auf die patina, die es bekommen wird. irgendeine feuchtigkeit wird doch durchsickern. irgendwann.

22. juli 2007

gerade sehr fasziniert das gealterte, von der sonne gegerbte gesicht von stephanie von monaco betrachtet. ich will jetzt eigentlich gar kein bild suchen, wo man das sieht. wahrscheinlich fände ich nur ein unfreundliches, auf dem ihre gegenwärtige ausstrahlung weniger rüberkommt als die falten.
so sah sie früher aus. ihr wurden alle genetischen voraussetzungen eines fotomodells in die wiege gelegt. sie ist derselbe jahrgang wie ich, deshalb liegt es nah, dass man den alterungsprozess vergleicht. sie wirkte gerade in der sendung, als es um eine von ihr initiierte aids-spenden-gala ging, beeindruckend ungeschminkt, etwas verbraucht, witzig und sehr interessant gealtert. die falten, die von vielen sonnenbädern kommen müssen, denn mit 42 muss man nicht unbedingt schon so verknittert aussehen, geben ihr etwas interessant autoritäres. das was mich an wirklich alten menschen oft beeindruckt. zum beispiel finde ich eigentlich diese plisseefalten oberhalb vom mund (die sie hat) normalerweise furchtbar greisenhaft und unsexy. bei ihr stören die umso weniger, je länger man sie ansieht und ihr zuhört. sie wirkt reif. auf eine respekt gebietende art. und das finde ich sehr sexy. gefällt mir.
ein beweis auch für die binse, dass es wirklich keinen unterschied macht, ob man sich das zeug aus der blauen dose oder dior ins gesicht schmiert.
würde mich nur interessieren, wie männer ihrer, also auch meiner generation darauf reagieren. abstoßungsreaktion wegen massiver hautalterung? interesse? in unserem alter muß man sich entweder an die tiefen nasiolabialfalten gewöhnen oder ins schönheitsinstitut, zum aufpolstern mit hyaluronsäure (wie ich gerade interessiert gelesen habe). beim fotografieren licht nur noch ausgezirkelt frontal.

25. juli 2007


WIE HAB ICH DAS GEFÜHLT, WAS ABSCHIED HEISST. wie weiß ich’s noch. ein dunkles, unverbundnes grausames etwas, das ein schönverbundnes noch einmal zeigt und hinhält und zerreißt.

24. juli 2007

was die welt im innersten zusammenhält
wasdiewelt
[ give karma ]
sollen sich andere mit hässlichen alten männern befassen. das ganze elend der welt wäre halb so schlimm, wenn man der langweiligen, nutzlosen, paranoiden, verklemmten altmännerriege die aufmerksamkeit entzöge. und zwar auf allen ebenen. keine energie mehr zuführen. nicht materiell und nicht mental. verachtung ist schon zu viel der aufmerksamkeit.

22. juli 2007

gerade sehr fasziniert das gealterte, von der sonne gegerbte gesicht von stephanie von monaco betrachtet. ich will jetzt eigentlich gar kein bild suchen, wo man das sieht. wahrscheinlich fände ich nur ein unfreundliches, auf dem ihre gegenwärtige ausstrahlung weniger rüberkommt als die falten.
so sah sie früher aus. ihr wurden alle genetischen voraussetzungen eines fotomodells in die wiege gelegt. sie ist derselbe jahrgang wie ich, deshalb liegt es nah, dass man den alterungsprozess vergleicht. sie wirkte gerade in der sendung, als es um eine von ihr initiierte aids-spenden-gala ging, beeindruckend ungeschminkt, etwas verbraucht, witzig und sehr interessant gealtert. die falten, die von vielen sonnenbädern kommen müssen, denn mit 42 muss man nicht unbedingt schon so verknittert aussehen, geben ihr etwas interessant autoritäres. das was mich an wirklich alten menschen oft beeindruckt. zum beispiel finde ich eigentlich diese plisseefalten oberhalb vom mund (die sie hat) normalerweise furchtbar greisenhaft und unsexy. bei ihr stören die umso weniger, je länger man sie ansieht und ihr zuhört. sie wirkt reif. auf eine respekt gebietende art. und das finde ich sehr sexy. gefällt mir.
ein beweis auch für die binse, dass es wirklich keinen unterschied macht, ob man sich das zeug aus der blauen dose oder dior ins gesicht schmiert.
würde mich nur interessieren, wie männer ihrer, also auch meiner generation darauf reagieren. abstoßungsreaktion wegen massiver hautalterung? interesse? in unserem alter muß man sich entweder an die tiefen nasiolabialfalten gewöhnen oder ins schönheitsinstitut, zum aufpolstern mit hyaluronsäure (wie ich gerade interessiert gelesen habe). beim fotografieren licht nur noch ausgezirkelt frontal.

22. juli 2007


sehr beliebt.

krah krah. die viecher bevorzugen immer die ecken. auch an den beiden eckhäusern gegenüber. liegt wahrscheinlich am überblick. so können sie von ost nach west die augustraße bis zur rosenthaler in die eine richtung, und bis zur großen hamburger in die andere richtung überblicken. und von nord nach süd die joachimstraße bis zur linienstraße, und in die andere richtung bis zur gipsstraße. bis zum eingang der höfe alles unter kontrolle.

18. juli 2007

und dann ich mit meinen bildern aus lübbenau [die noch nicht zu sehen sind]. gerade noch habe ich ohne überdimensionale erwartungen eine dvd eingelegt. eine privat hergestellte dvd mit einer slideshow und musik. dass da sogar musik drauf ist, wusste ich vorher gar nicht.
ein liebenswerter mensch mitte fünfzig, mit dem ich seit gut fünfzehn jahren arbeitstechnisch zu tun habe, hat mir per post eine dvd geschickt. er war im letzten jahr auf der route 66 unterwegs und er wusste, dass mich das interessiert, weil ich einen kleinen teil davon kenne. den abschnitt, der von arizona nach new mexico führt, vorbei am grand canyon.
schon bei der planung war er aufgeregt wie ein kleiner junge, weil er als halbwüchsiger, mitte der sechziger, ein jahr in chicago verbrachte und über all die jahre hinweg einen sehr engen freund gewonnen hatte, der ihm nah wie ein bruder stand, und mit dem er in den letzten vierzig jahren nur per brief, später per e-mail kommunizierte. der sohn, der familie, die ihn damals aufnahm.
seither hegte er den jugendtraum, einmal in seinem leben die route 66 über die ganze strecke von chicago nach los angeles (it winds from…) zu bereisen und bei dieser gelegenheit seinen amerika- nischen bruder, wie er ihn selbst nannte, endlich wiederzusehen.
ich wurde also schon vor der reise immer ein bißchen auf dem laufenden gehalten. seine japanische ehefrau, mit der er seit einem vierteljahrhundert zusammen ist, und die ich nur von telefon kenne, schien längere zeit nicht so recht von dem plan überzeugt zu sein. ich riet ihm, ihr spaßeshalber vorzuschlagen, dass ich an ihrer statt mitfahren würde, wenn sie partout keine lust haben sollte. die idee fand er ganz ausgezeichnet.
da hier im letzten jahr eher keine berichte zu lesen waren, die sich mit einer mehrwöchigen reise entlang der route 66 befassen, kann man davon ausgehen, dass die reise mit der ehefrau stattfand.
warum ich das alles überhaupt erwähne, liegt daran, dass ich überhaupt nicht mit so einer derart liebevoll und aufwändig gemachten dvd gerechnet habe, und noch weniger damit, was ein paar fotos mit überblendungen und musik bei mir auslösen können.
er hat ganz großartige fotografien gemacht. bilder, die man nicht im internet sehen wird. von urlaubsgeknipse kann überhaupt nicht die rede sein. mit viel liebe zum detail hat er begegnungen festgehalten, die nur dort und nirgendwo sonst sein konnten. und zwischen all den meilen ein wunderbares bild, das eine lachende frau mit asiatischen gesichtszügen zeigt, die eine lebensgroße elvispuppe am straßenrand umarmt.
wunderbare musik unterlegt, die einen sofort mitnimmt. musik für unterwegs, die man on the road in einem sehr breiten, sehr bequemen wagen auf dem highway hört. die fenster weit auf.
musik, die man zuhause vor dem rechner kaum begreift, und die man eigentlich nur mit haut und herz versteht, wenn man durch dieses land fährt. ich hatte gerade das gefühl, ich bin dort unterwegs und es hat mich seltsam warm berührt, wie mich dieses amerika an diesem einen punkt, wo alles noch heil, gut und friedlich ist, am schlafittchen packt. als ob ein paar gene dort furchtbar gerne zu hause wären.

16. juli 2007

clickclickclick
schade, dass keiner von uns beiden die preisschilder fotografiert hat. tolle preise. aber man steht eigentlich nicht davor und sagt sachen wie „sauerei, warum ist das so teuer!“ sondern mehr so „oh 60.000 € …cool.“ oder bei dem schild mit 40.000 €, als wir blitzmerkten, dass es dafür ein ganzes set von zehn kleinformatigen werken gibt: „das ist ja ein schnäppchen! – dann nehmen wir die – ich will das schildkrötenbild von tatjana und welches willst du?“ peter lindbergh ist schon eine coole sau ein gutes vorbild.

15. juli 2007


unbedingt und OmU wegen marianne. ich kann mir gar nicht denken, wie man sie synchronisieren will. vielleicht hannelore hoger oder die gute kathi thalbach. weiß jemand, wer marianne als maggie in der deutschen synchronfassung spricht? dazu schöne musik von ghinzu aus belgien. da es scheinbar keinen eigenen soundtrack zum film gibt, habe ich ins blaue hinein mal blow bestellt.
da fällt mir ein, dass ich noch vor zwei tagen (es ging bei einem beisammensein in kompetenter gesellschaft um die persönlichen anfänge des internetlesens und -schreibens) erwähnte, dass ich mich vor sechs jahren wunderte, als jemand auf seiner privaten seite vermerkte, dass er nun tatsächlich auch einmal im kino war. ich könnte jetzt lügen, aber ich habe mich damals gefragt, ob das nicht ein zeichen fortgeschrittener sozialer isolation im besorgnis erregenden verbund mit verkennung eines überhaupt vorhandenen publikums sei. scheinbar hat sich bei mir seitdem irgendetwas geändert.

14. juli 2007

von einem blind date zu sprechen, wenn wir beide und unsere kameras aufeinandertreffen, würde es wohl nicht treffen, das war uns schon vorher klar. und ich bin ja auch kein maulwurf, nicht wahr.
ich kann mich nicht erinnern, dass mich jemand in den letzten fünfundzwanzig jahren so ausgiebig fotografiert hätte. ich erinnere mich an manch albern motivierte fotografiererei mit meinem bruder. er hatte zum beispiel die idee, mich in möglichst unspektakulären allerweltsklamotten, jeans, holzfällerhemd und beinahe zu sexy wirkenden, hochhackigen lederstiefeletten, in grotesk übertriebenen playmate-bunnyposen mit rot angemalter schnute, dümmeligem augenaufschlag und viel gefummel auf der wohnzimmercouch abzufotografieren, was im ergebnis einigermaßen lustig aussah. ich war vierzehneinhalb und er sechzehn. das war das vorletzte mal, dass jemand auf die idee kam, mich unter einem anderen vorzeichen, als dem des zufalls abzulichten.
einige jahre später hatte ich einen freund, der viel fotografierte, auch gerne sich selbst. mich hat er nur einmal vor seinen scheinwerfer gestellt. das ergebnis war, dass alle über die drei (mehr hatte er nicht gemacht), für mich alle gleich aussehenden portraitfotos mit merkwürdig seitlich von oben gesetztem licht meinten, ich sähe interessant diabolisch aus. ich fand die bilder recht gewöhnungsbedürftig, weil ich enttäuscht war, dass nur mein kopf darauf war und ich auf allen bildern für meinen geschmack unsexy außerirdisch aussah. er fand den blick gut, der alte skorpion. mir dagegen gefielen seine selbstportraits ungleich besser. auf einem lag er unbekleidet, wie ein junger gott dahingegossen, inmitten eines ästhetischen durcheinanders von aufgeblätterten fotobänden, verstreuten fotografien, weingläsern und gauloisetabak auf dem boden.
das gestern fühlte sich schon etwas anders an als beiläufiges auslösen im bekanntenkreis. gut hat es sich angefühlt. auf die auf film gebannten bilder bin ich sehr gespannt. und auf deine digitalen in farbe. ich so klein, zwischen den beiden riesigen keith richards-fotografien von peter lindbergh im obergeschoss, wo die schöne, blonde galeristin von camerawork dankenswerterweise keinerlei anstalten machte, uns vom fotografieren abzuhalten.
und auf die treppenbilder im gestrüpp des alten rangierbahnhofs. oder die mit der schwarzen federboa, nachdem ich gerade das weinglas umgekippt hatte. und dann auf die, wo ich nicht mehr gewusst habe, wie ich mir jetzt gleich nochmal durch die haare fahren soll. ich meine: wann zum geier, interessiert sich jemand für genau diese eine bewegung, wie ich mir durch die haare fahre?
und das nächste mal bist du dran.
DANKE KERSTIN.
freitag, der 13. (1)freitag, der 13. (2)freitag, der 13. (4)freitag, der 13. (3)freitag, der 13. (14)freitag, der 13. (7)freitag, der 13. (9)freitag, der 13. (11)
freitag, der 13. (10)
freitag, der 13. (12)freitag, der 13. (13)
freitag, der 13. (8)freitag, der 13. (16)
freitag, der 13. (17)freitag, der 13. (15)freitag, der 13. (5)

12. juli 2007





schon lustig, wie die mitteljunge, blonde businessfrau mit dem mobiltelephon in der hand, nach einer pause auf einer bank, an mir vorbeigeht und sieht, dass ich die pfützen meine. ja. ich meine wirklich die pfützen. und dann grinst sie ganz kurz, ein bisschen überrascht, aber ganz freundlich in meine richtung, nur eine kleine sekunde. so ganz leicht. als ob sie in einem flüchtigen augenblick ein paar steine leichter geworden wäre.

12. juli 2007





schon lustig, wie die mitteljunge, blonde businessfrau mit dem mobiltelephon in der hand, nach einer pause auf einer bank, an mir vorbeigeht und sieht, dass ich die pfützen meine. ja. ich meine wirklich die pfützen. und dann grinst sie ganz kurz, ein bisschen überrascht, aber ganz freundlich in meine richtung, nur eine kleine sekunde. so ganz leicht. als ob sie in einem flüchtigen augenblick ein paar steine leichter geworden wäre.

4. juli 2007

siebzehnuhrzehn stand auf dem telegramm, das mir die uniformierten beamten zeigten, eine abordnung aus dem rathaus schöneberg, diese unglücklichen drei figuren, die nicht wussten, dass ich es ja schon wusste, zwei tage danach.
mit einem telegramm in der hand, das die regierung der deutschen demokratischen republik an die regierung der bundesrepublik deutschland, vertreten durch das rathaus schöneberg gesandt hatte, dem damaligen sitz der berliner landesregierung. weil nicht alle tage ein dreiundzwanzigjähriger westberliner im hoheitsgebiet der deutschen demokratischen republik sein leben verlor. da standen sie betreten vor mir und holten schwer luft und sie taten mir so leid. und ich sagte, bevor einer auch nur mucks machen konnte, „ich weiß. sie müssen nichts sagen.“
heute vor zwanzig jahren waren wir verabredet. miles davis in der waldbühne, du erinnerst dich. du warst auf dem weg zu mir und kamst nicht. wie ich da an der bühne stand und seine jacke aus goldlamé anstarrte, ich glaube, er hatte eine schwarze hose an. bestimmt mit irgendeinem extravaganten detail. der coole miles war ja so ein pfau und liebte schräge klamotten, die er selbst entwarf und die auch gerne mal ins kitschige drifteten.
wie ich da stand und immer wieder alle möglichkeiten im kopf durchging, warum wir uns verpasst hatten. du warst ja auch nicht so sehr pünktlich und das schien mir am ehesten eine erklärung. die verabredung bei mir zuhause nicht mehr hingekriegt, deshalb ging ich dann ja auch alleine los zur waldbühne, weil ich wusste, du würdest in dem fall ohnehin gleich dorthin fahren, um bloß nichts zu verpassen. und ich hätte es genauso gemacht.
in der waldbühne findet man sich vielleicht nicht so sehr schnell, weil sie so groß ist, aber ich wusste ganz sicher, du würdest ganz, ganz vorne stehen. du hättest dich schon durchgeboxt. aber du warst nicht da. dann ging ich alleine in mein wohnzimmer, die dominabar in der winterfeldtstraße, weil ich wusste, dass du wusstest, dass ich im zweifel dort wäre. und du kamst wieder nicht.
wie orientierungslos und lustlos ich da saß. und irgendwann sehr spät ging. ich blieb immer sehr lang und du warst eine nachteule wie ich. es war immer möglich, dass wir uns erst gegen drei uhr nachts irgendwo getroffen hätten. ich ging nach hause, ich konnte ja nach hause laufen, weil ich in der leberstraße wohnte. der früheren sedanstraße, die bescheidene straße in diesem arbeiterviertel, der ‚roten insel‘. wo marlene geboren ist und ein paar häuser weiter die kleine hilde aufwuchs.
mit einem gefühl der leere und diffuser verlassenheit lief ich nach hause, trotz des bestimmt schönen konzertes, bei dem auch irgendwann chuck berry auftrat. die lange potsdamer straße bis zum kleistpark, links in die kolonnenstraße, über die julius leberbrücke, nach hause.
wie wenig ich den auftritt erinnere. natürlich hat er stücke von you’re under arrest gespielt und der zuletzt erschienenen tutu. wie du dich auf ihn gefreut hattest. ich glaube, du hast ihn vorher schon einmal gesehen, bei einem früheren konzert, vielleicht zwei jahre davor. das habe ich erst später gewusst, als ich in deinen sachen eine alte konzertkarte fand.
jetzt muss ich aufhören, weil ich mir etwas zu essen machen will. du musst wissen, es gibt jetzt bratwürste aus „ökologischem anbau“ hätte ich fast geschrieben, na eben so vertretbare herkunft. die esse ich eigentlich sehr gerne. die hätten dir auch geschmeckt! dazu muss ich natürlich recht viel bier trinken!
in dem untersten eintrag, dem ältesten von den verlinkten, war ich immerhin schon so weit, dass ich erklären konnte, warum ich an meiner albernen vita nicht weiterschrieb. das war schon ein kleiner schritt. und jetzt sehe ich, wie oft ich seitdem von dir erzählt habe. ich weiß, dass du es liebst, wenn ich immer wieder von dir rede. du warst so publikumsverliebt. das hat mich so an dir amüsiert, wie du dein spiegelbild verstohlen in jeder reflektierenden scheibe suchtest. wie ich das kenne. wenn du mich heute sehen könntest, würdest du sehen, dass ich dir ähnlicher geworden bin. du würdest mich immer noch mögen. und ich dich. alter angeber.


http://gaga.twoday.net/stories/2848556
http://gaga.twoday.net/stories/2826918/#2832245
http://gaga.twoday.net/stories/2516871/comments/2521814
http://gaga.twoday.net/stories/1946018
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http://gaga.twoday.net/stories/1164093/#1169700
http://gaga.twoday.net/stories/1145204
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http://gaga.twoday.net/stories/842694
http://gaga.twoday.net/stories/812947/#813879
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6. juli 2007

(…) jedes mal warnte mich meine mutter vor den konsequenzen. „wenn du die nadeln nicht herausnimmst, bleiben die löcher für immer, und beim trinken fließt dir das getränk aus der backe.“
rocko schamoni, dorfpunks

4. juli 2007

siebzehnuhrzehn stand auf dem telegramm, das mir die uniformierten beamten zeigten, eine abordnung aus dem rathaus schöneberg, diese unglücklichen drei figuren, die nicht wussten, dass ich es ja schon wusste, zwei tage danach.
mit einem telegramm in der hand, das die regierung der deutschen demokratischen republik an die regierung der bundesrepublik deutschland, vertreten durch das rathaus schöneberg gesandt hatte, dem damaligen sitz der berliner landesregierung. weil nicht alle tage ein dreiundzwanzigjähriger westberliner im hoheitsgebiet der deutschen demokratischen republik sein leben verlor. da standen sie betreten vor mir und holten schwer luft und sie taten mir so leid. und ich sagte, bevor einer auch nur mucks machen konnte, „ich weiß. sie müssen nichts sagen.“
heute vor zwanzig jahren waren wir verabredet. miles davis in der waldbühne, du erinnerst dich. du warst auf dem weg zu mir und kamst nicht. wie ich da an der bühne stand und seine jacke aus goldlamé anstarrte, ich glaube, er hatte eine schwarze hose an. bestimmt mit irgendeinem extravaganten detail. der coole miles war ja so ein pfau und liebte schräge klamotten, die er selbst entwarf und die auch gerne mal ins kitschige drifteten.
wie ich da stand und immer wieder alle möglichkeiten im kopf durchging, warum wir uns verpasst hatten. du warst ja auch nicht so sehr pünktlich und das schien mir am ehesten eine erklärung. die verabredung bei mir zuhause nicht mehr hingekriegt, deshalb ging ich dann ja auch alleine los zur waldbühne, weil ich wusste, du würdest in dem fall ohnehin gleich dorthin fahren, um bloß nichts zu verpassen. und ich hätte es genauso gemacht.
in der waldbühne findet man sich vielleicht nicht so sehr schnell, weil sie so groß ist, aber ich wusste ganz sicher, du würdest ganz, ganz vorne stehen. du hättest dich schon durchgeboxt. aber du warst nicht da. dann ging ich alleine in mein wohnzimmer, die dominabar in der winterfeldtstraße, weil ich wusste, dass du wusstest, dass ich im zweifel dort wäre. und du kamst wieder nicht.
wie orientierungslos und lustlos ich da saß. und irgendwann sehr spät ging. ich blieb immer sehr lang und du warst eine nachteule wie ich. es war immer möglich, dass wir uns erst gegen drei uhr nachts irgendwo getroffen hätten. ich ging nach hause, ich konnte ja nach hause laufen, weil ich in der leberstraße wohnte. der früheren sedanstraße, die bescheidene straße in diesem arbeiterviertel, der ‚roten insel‘. wo marlene geboren ist und ein paar häuser weiter die kleine hilde aufwuchs.
mit einem gefühl der leere und diffuser verlassenheit lief ich nach hause, trotz des bestimmt schönen konzertes, bei dem auch irgendwann chuck berry auftrat. die lange potsdamer straße bis zum kleistpark, links in die kolonnenstraße, über die julius leberbrücke, nach hause.
wie wenig ich den auftritt erinnere. natürlich hat er stücke von you’re under arrest gespielt und der zuletzt erschienenen tutu. wie du dich auf ihn gefreut hattest. ich glaube, du hast ihn vorher schon einmal gesehen, bei einem früheren konzert, vielleicht zwei jahre davor. das habe ich erst später gewusst, als ich in deinen sachen eine alte konzertkarte fand.
jetzt muss ich aufhören, weil ich mir etwas zu essen machen will. du musst wissen, es gibt jetzt bratwürste aus „ökologischem anbau“ hätte ich fast geschrieben, na eben so vertretbare herkunft. die esse ich eigentlich sehr gerne. die hätten dir auch geschmeckt! dazu muss ich natürlich recht viel bier trinken!
in dem untersten eintrag, dem ältesten von den verlinkten, war ich immerhin schon so weit, dass ich erklären konnte, warum ich an meiner albernen vita nicht weiterschrieb. das war schon ein kleiner schritt. und jetzt sehe ich, wie oft ich seitdem von dir erzählt habe. ich weiß, dass du es liebst, wenn ich immer wieder von dir rede. du warst so publikumsverliebt. das hat mich so an dir amüsiert, wie du dein spiegelbild verstohlen in jeder reflektierenden scheibe suchtest. wie ich das kenne. wenn du mich heute sehen könntest, würdest du sehen, dass ich dir ähnlicher geworden bin. du würdest mich immer noch mögen. und ich dich. alter angeber.


http://gaga.twoday.net/stories/2848556
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3. juli 2007

so ein neues telefon ist schon ulkig, vor allem wenn man sich überhaupt nicht für telefonapparate und was die alles können, interessiert. eine überraschung jagt die nächste!
ich habe im telefongeschäft ja das billigste gerät ohne schnur gewählt, mit der wichtigen vorgabe: „das muß nix können! kein sms, kein anrufbeantworter, keine hundert nummern speichern!“
heute früh war das ladesymbol dann nicht mehr animiert, wie es im fachjargon so schön heißt, also habe ich mutig, mutig den telefonnetzstecker mit der basistation verknebelt und habe die sache erst einmal ein paar stunden ruhen lassen. so ein neuer apparat muß meine alte leitung ja auch erst mal ein bißchen kennenlernen und sich an die neue umgebung gewöhnen!
mit dem plan, irgendwann später ganz nach vorschrift und bedienungsanleitung (140 seiten!) die lebensnotwichtigen konfigurationen abzuarbeiten, verließ ich wohlgemut das haus. nach meiner rückkehr musste dann erst einmal ordentlich der kühlschrank eingeräumt und zur stärkung eine kleine mahlzeit eingenommen werden. auch das braucht seine zeit!
wenn ich jetzt nicht lügen will, muß ich schon zugeben: ich habe mich ein wenig gedrückt, weil so eine bedienungsanleitung auch immer ein bißchen nach arbeit aussieht, und man dann ja auch nicht mehr die ausrede hat, dass man nicht telefonieren kann, weil das telefon kaputt ist oder noch nicht angeschlossen!
da man stets prioritäten setzen soll, habe ich mich zunächst an die abarbeitung des tagesordnungspunktes „mal ins internet schauen! wichtige informationen einholen! posteingang prüfen!“ gesetzt. als ich gerade mein internet so aufmache, kommt auf einmal ein ganz fremdes geräusch links aus der ecke! da leuchtet der neue apparat ganz aufgeregt und man könnte meinen, das telefon klingelt!
dabei ist doch noch gar nichts angemeldet, gedrückt und programmiert! das sollte schließlich der höhepunkt meines tagwerkes werden! ich also schnell (aber vorsichtig!) das gerät aus der ladeschale gehoben und erst mal geguckt, wo man da überhaupt so überall draufdrücken könnte.
tatsächlich habe ich eine nützliche taste erwischt und es war auch wirklich jemand dran. meine liebe freundin musste sich dann aber noch etwas mit dem gespräch gedulden, weil ich dringend die komische klebefolie von dem apparat noch abziehen wollte – womöglich hört sie mich sonst gar nicht.
ich wollte die möglichkeit sicherstellen, bei erneut erfolgloser telefonverbindung das ganze teil im lieferzustand zurückzugeben und damit einen recht guten eindruck zu hinterlassen – man wusste ja damals noch nicht, ob ich je wieder telefonieren würde können! das erste telefonat wurde zu beiderseitiger zufriedenheit absolviert, wobei ich ein kleines, kleines rauschen zu hören meine, das ich früher nicht im ohr hatte. allerdings soll es in mecklenburg-vorpommern wohl auch gerade geregnet haben.
nachdem also das erste telefonat ohne bedienungsanleitung und größere beanstandungen abtelefoniert werden konnte, habe ich mir das kleine gerät etwas näher angeschaut. immerzu leuchtet dieses viereck. vielleicht eine kombinierte taschentelefonlampe? das leuchtfenster geht gar nicht mehr aus und dann auch noch mit text und ein buntes bildchen – so ähnlich wie „sie haben ….(bild)“. was hab ich? was will der? mir wurde heiß und kalt! hoffentlich hab ich jetzt kein sms-zeug da drin! das kann und werde ich nicht beantworten! das interessiert mich nicht! die tastendrückerei bei dem ganzen e-mail-getippe reicht mir schon vollauf!
todesmutig die bedienungsanleitung durchgeblättert. „sie haben …“ kann u. a. heißen „eine anrufliste“. ach du grüne neune! ich will keine anrufliste! dann kann man ja nicht mehr behaupten, man wusste ja schließlich nicht, dass der andere einen gerne anrufen wollte – schön wäre es gewesen! aber es hat nun einmal nicht sollen sein! irgendwann klappt’s bestimmt! meine devise!
weiter gedrückt, schlimmste befürchtungen! womöglich kommen gleich nummern, die man theoretisch zurückrufen könnnte! ich will das gar nicht wissen! in der anrufliste stand dann „unbekannt“ hat angerufen. da war ich ja wohl mehr als erleichtert! unbekannt! muß ich etwa unbekannt zurückrufen? nö. wo sind wir denn. ich habe ja so eine leise befürchtung, dass der apparat leute erkennen können würde, wenn ich denen ihre nummern da irgendwie einspeichern täte. das erscheint mir sehr gefährlich. sicher lässt sich der schaden begrenzen, wenn ich ihm einfach keine informationen gebe, nichts herausrücke!
jetzt muss ich mich nur noch daran gewöhnen, dass die auflegetaste genau auf der seite ist, wo bei dem alten gigateil die abnehmetaste war und umgedreht. dann könnte es demnächst auch mit dem einen oder anderen telefonat klappen. ich bin ja schließlich lernfähig und nicht von gestern!

3. juli 2007

so ein neues telefon ist schon ulkig, vor allem wenn man sich überhaupt nicht für telefonapparate und was die alles können, interessiert. eine überraschung jagt die nächste!
ich habe im telefongeschäft ja das billigste gerät ohne schnur gewählt, mit der wichtigen vorgabe: „das muß nix können! kein sms, kein anrufbeantworter, keine hundert nummern speichern!“
heute früh war das ladesymbol dann nicht mehr animiert, wie es im fachjargon so schön heißt, also habe ich mutig, mutig den telefonnetzstecker mit der basistation verknebelt und habe die sache erst einmal ein paar stunden ruhen lassen. so ein neuer apparat muß meine alte leitung ja auch erst mal ein bißchen kennenlernen und sich an die neue umgebung gewöhnen!
mit dem plan, irgendwann später ganz nach vorschrift und bedienungsanleitung (140 seiten!) die lebensnotwichtigen konfigurationen abzuarbeiten, verließ ich wohlgemut das haus. nach meiner rückkehr musste dann erst einmal ordentlich der kühlschrank eingeräumt und zur stärkung eine kleine mahlzeit eingenommen werden. auch das braucht seine zeit!
wenn ich jetzt nicht lügen will, muß ich schon zugeben: ich habe mich ein wenig gedrückt, weil so eine bedienungsanleitung auch immer ein bißchen nach arbeit aussieht, und man dann ja auch nicht mehr die ausrede hat, dass man nicht telefonieren kann, weil das telefon kaputt ist oder noch nicht angeschlossen!
da man stets prioritäten setzen soll, habe ich mich zunächst an die abarbeitung des tagesordnungspunktes „mal ins internet schauen! wichtige informationen einholen! posteingang prüfen!“ gesetzt. als ich gerade mein internet so aufmache, kommt auf einmal ein ganz fremdes geräusch links aus der ecke! da leuchtet der neue apparat ganz aufgeregt und man könnte meinen, das telefon klingelt!
dabei ist doch noch gar nichts angemeldet, gedrückt und programmiert! das sollte schließlich der höhepunkt meines tagwerkes werden! ich also schnell (aber vorsichtig!) das gerät aus der ladeschale gehoben und erst mal geguckt, wo man da überhaupt so überall draufdrücken könnte.
tatsächlich habe ich eine nützliche taste erwischt und es war auch wirklich jemand dran. meine liebe freundin musste sich dann aber noch etwas mit dem gespräch gedulden, weil ich dringend die komische klebefolie von dem apparat noch abziehen wollte – womöglich hört sie mich sonst gar nicht.
ich wollte die möglichkeit sicherstellen, bei erneut erfolgloser telefonverbindung das ganze teil im lieferzustand zurückzugeben und damit einen recht guten eindruck zu hinterlassen – man wusste ja damals noch nicht, ob ich je wieder telefonieren würde können! das erste telefonat wurde zu beiderseitiger zufriedenheit absolviert, wobei ich ein kleines, kleines rauschen zu hören meine, das ich früher nicht im ohr hatte. allerdings soll es in mecklenburg-vorpommern wohl auch gerade geregnet haben.
nachdem also das erste telefonat ohne bedienungsanleitung und größere beanstandungen abtelefoniert werden konnte, habe ich mir das kleine gerät etwas näher angeschaut. immerzu leuchtet dieses viereck. vielleicht eine kombinierte taschentelefonlampe? das leuchtfenster geht gar nicht mehr aus und dann auch noch mit text und ein buntes bildchen – so ähnlich wie „sie haben ….(bild)“. was hab ich? was will der? mir wurde heiß und kalt! hoffentlich hab ich jetzt kein sms-zeug da drin! das kann und werde ich nicht beantworten! das interessiert mich nicht! die tastendrückerei bei dem ganzen e-mail-getippe reicht mir schon vollauf!
todesmutig die bedienungsanleitung durchgeblättert. „sie haben …“ kann u. a. heißen „eine anrufliste“. ach du grüne neune! ich will keine anrufliste! dann kann man ja nicht mehr behaupten, man wusste ja schließlich nicht, dass der andere einen gerne anrufen wollte – schön wäre es gewesen! aber es hat nun einmal nicht sollen sein! irgendwann klappt’s bestimmt! meine devise!
weiter gedrückt, schlimmste befürchtungen! womöglich kommen gleich nummern, die man theoretisch zurückrufen könnnte! ich will das gar nicht wissen! in der anrufliste stand dann „unbekannt“ hat angerufen. da war ich ja wohl mehr als erleichtert! unbekannt! muß ich etwa unbekannt zurückrufen? nö. wo sind wir denn. ich habe ja so eine leise befürchtung, dass der apparat leute erkennen können würde, wenn ich denen ihre nummern da irgendwie einspeichern täte. das erscheint mir sehr gefährlich. sicher lässt sich der schaden begrenzen, wenn ich ihm einfach keine informationen gebe, nichts herausrücke!
jetzt muss ich mich nur noch daran gewöhnen, dass die auflegetaste genau auf der seite ist, wo bei dem alten gigateil die abnehmetaste war und umgedreht. dann könnte es demnächst auch mit dem einen oder anderen telefonat klappen. ich bin ja schließlich lernfähig und nicht von gestern!

2. juli 2007

seit fünf tagen oder was geht mein telefon nicht mehr, auf dem display immer ’störung‘. nach hochwissenschaftlicher analyse und rücksprache mit fachpersonal über die fehlerursache (niemals nicht die leitung, weil internet geht ja und grünes lämpchen leuchtet ordentlich), wegen erhärtetem verdacht neues endgerät geholt. heute mittag leichtsinnig meiner freundin, mit der ich immer am telefon volkslieder etc. singe, ein abendliches duett in aussicht gestellt.
dass in der bedienungsanleitung schon wieder steht, dass man die akkubatterien beim ersten mal, bevor man das telefon überhaupt ans telefonnetz anschließt, 14 stunden aufladen soll, hatte ich so gar nicht mehr in erinnerung. ist ja auch schon acht jahre her, mit dem letzten telefon. zum trost musste ich mir dann dringend dsl sechzehntausend bestellen. dann kann ich nämlich noch schneller verbotene bilder und schlimme filme hochladen und früher schlafen gehen! womöglich vor mitternacht! auch sehr gut für den teint (wg. großaufnahmen!). also schon alleine deswegen brauche ich praktisch aus gründen der gesundheitsvorsorge dsl sechzehndings.
erst zwei stunden rum. auch wieder typisch. niemand telefoniert so selten wie ich, aber wenn man dann schon mal nicht kann, wird es plötzlich ganz dringend. auch so ein phänomen. dasselbe mit der wohnung. was muss jemand wie ich in der mitte von berlin-mitte wohnen, wo ich nie in die kneipen etc. drumherum gehe. aber ich könnte. jawohl, ich könnte. und wie ich könnte. ha!

29. juni 2007



ein bißchen verboten fühlt es sich natürlich schon an, das mit dem hochladen. also wegen dem anbieter mit dem isländisch klingenden namen, wo man jetzt nicht mehr mitmachen darf. aber ich bin nun einmal ein kleiner trotzkopf. immerhin bin ich so lieb und mache extra keinen link zu den großen bildchen wegen der versuchung!
ihr glaubt doch nicht im ernst, dass ich meine bilder wegen irgendeinem politisch hehren communitydingens dort eingestellt habe. viertausendfünfhundertachtzig bilder schmeißt man nicht mal so eben in die tonne oder lädt sie woanders hoch, wo man morgen im zweifel vor demselben problemchen steht. die zeit habe ich gar nicht. mein interesse bei den exilhostern, wie sie auch alle heißen mögen, von früher bekannte (in meinem fall ohnehin spärliche) kontakte aufzugabeln, ist gleich null. mein bauch macht an dieser stelle einfach was er will und es fühlt sich richtig an. wie das meistens so ist mit dem bauch.
eigenartig, dass man keine konsequenten löschungen der alten accounts beobachtet. ein sentimentales hintertürchen? aber ich will nicht böse sein. natürlich hüpft man leichtfüßiger von da nach dort, wenn es nur um eine handvoll schnappschüsse geht. diskutieren möchte ich das auch nicht, stellt gerade mein innerer diktator fest. ist ihm wohl zu aufgeplustert. manchmal wirken bilder besser, wenn ein bißchen text drunter und drüber steht.

SAUEREY

29. juni 2007



ein bißchen verboten fühlt es sich natürlich schon an, das mit dem hochladen. also wegen dem anbieter mit dem isländisch klingenden namen, wo man jetzt nicht mehr mitmachen darf. aber ich bin nun einmal ein kleiner trotzkopf. immerhin bin ich so lieb und mache extra keinen link zu den großen bildchen wegen der versuchung!
ihr glaubt doch nicht im ernst, dass ich meine bilder wegen irgendeinem politisch hehren communitydingens dort eingestellt habe. viertausendfünfhundertachtzig bilder schmeißt man nicht mal so eben in die tonne oder lädt sie woanders hoch, wo man morgen im zweifel vor demselben problemchen steht. die zeit habe ich gar nicht. mein interesse bei den exilhostern, wie sie auch alle heißen mögen, von früher bekannte (in meinem fall ohnehin spärliche) kontakte aufzugabeln, ist gleich null. mein bauch macht an dieser stelle einfach was er will und es fühlt sich richtig an. wie das meistens so ist mit dem bauch.
eigenartig, dass man keine konsequenten löschungen der alten accounts beobachtet. ein sentimentales hintertürchen? aber ich will nicht böse sein. natürlich hüpft man leichtfüßiger von da nach dort, wenn es nur um eine handvoll schnappschüsse geht. diskutieren möchte ich das auch nicht, stellt gerade mein innerer diktator fest. ist ihm wohl zu aufgeplustert. manchmal wirken bilder besser, wenn ein bißchen text drunter und drüber steht.

SAUEREY

24. juni 2007


sehr verliebt. alte liebe rostet nicht! ich sage jetzt nicht, was irgendwann in einer schönen nacht in den achtzigern geschehen ist. aber patti hat dazu gesungen. wenn ich noch einmal auf die welt komme, möchte ich ein junge sein und patti an der hand nehmen und mit ihr im regen tanzen. so wie heute. just a perfect day, feed animals in the zoo
es gibt übrigens spätestens seit heute einen handfesten grund, grün zu wählen: jürgen trittin ist patti smith-fan. in der u-bahn zurück standen wir ärmel an ärmel. wenn mal alle politiker so attraktiv wären. genau das gegenteil vom sonstigen „den hab ich mir irgendwie größer vorgestellt“-syndrom. der ist richtig groß. bestimmt einsneunzig.

24. juni 2007


sehr verliebt. alte liebe rostet nicht! ich sage jetzt nicht, was irgendwann in einer schönen nacht in den achtzigern geschehen ist. aber patti hat dazu gesungen. wenn ich noch einmal auf die welt komme, möchte ich ein junge sein und patti an der hand nehmen und mit ihr im regen tanzen. so wie heute. just a perfect day, feed animals in the zoo
es gibt übrigens spätestens seit heute einen handfesten grund, grün zu wählen: jürgen trittin ist patti smith-fan. in der u-bahn zurück standen wir ärmel an ärmel. wenn mal alle politiker so attraktiv wären. genau das gegenteil vom sonstigen „den hab ich mir irgendwie größer vorgestellt“-syndrom. der ist richtig groß. bestimmt einsneunzig.

18. juni 2007


du hast mich zu tode fotografiert! empörte sich meine hochverehrte exmodel-freundin ilona mit grabes-marlene-stimme stets auf’s neue, als ich ihr in paris mit der kamera hinterherrannte und wir uns dabei jedesmal kaputtlachten. darüber lachen wir heute noch. das war ja immer marlenes spruch „man hat mich zu tode fotografiert“. mich fotografiert bestimmt keiner zu tode, das besorge ich schon selbst. aber ein wenig abwechslung vor meiner kamera wäre auch nicht schlecht. freiwillige vor! alter vor schönheit!
nein im ernst: es ist ja nur eine andere art zu atmen, das mit dem fotografieren. das leben ein- und ausatmen. so lange es geht.

18. juni 2007


du hast mich zu tode fotografiert! empörte sich meine hochverehrte exmodel-freundin ilona mit grabes-marlene-stimme stets auf’s neue, als ich ihr in paris mit der kamera hinterherrannte und wir uns dabei jedesmal kaputtlachten. darüber lachen wir heute noch. das war ja immer marlenes spruch „man hat mich zu tode fotografiert“. mich fotografiert bestimmt keiner zu tode, das besorge ich schon selbst. aber ein wenig abwechslung vor meiner kamera wäre auch nicht schlecht. freiwillige vor! alter vor schönheit!
nein im ernst: es ist ja nur eine andere art zu atmen, das mit dem fotografieren. das leben ein- und ausatmen. so lange es geht.

11. juni 2007


KEINE BRATWURST

ja, das ist keine bratwurst. in meinem alter leiste ich mir schon mal vier dicke biobratwürste. heute. mit viel senf. früher hätte ich genauso viele schrippen dazu verdrückt, aber die zeiten sind vorbei, meine lieben. nur an hohen kirchlichen feiertagen.
man muß die sache ganz schön schlau angehen, wenn man so unsportlich ist wie ich und nicht in größe vierundvierzig herumwackeln will. groß ist daher die freude, wenn ich das tanzbein schwingen kann. das ist bewegung nach meinem geschmack. die anderen sachen gehen ja alle auf die gelenke, was man so hört. dauerlauf und hüpfgymnastik. schwimmen ja, aber am liebsten an einem recht leeren meeresstrand. ein paar krabben dürfen mich schon besuchen.
ich weiß auch nicht, woher das kommt, dieses ständige rückzugsbedürfnis. kaum war ich mal vor der tür und habe mich ein wenig unter menschen vergnügt, habe ich das dringende bedürfnis, das alles erst mal ordentlich abzuspeichern. und ich meine nicht fotos.
das zwölfte haus, sagt die astrologin in mir, nicht wahr. mond im skorpion ende zwölf im haus von neptun, anfang eins. da hauchen esoterisch geschulte „du bist ja so durchlässig!“. ach ja der mond. der mond, der mond. der gute alte mond. ich gucke alle jubeljahre, wo der überhaupt steht und verpenne sämtliche vollmonde.
dann muss ich schlafen. viel schlafen. viele tage nächte viel schlafen. das dauert dann eine ganze weile, bis ich wieder lust habe, mich mit irgendwem zu treffen. noch ist ja das andere große erlebnis nicht vollständig verarbeitet! nicht, dass ich im anschluss permanent über meine spektakulären ausgeh-erlebnisse nachgrübeln würde. och nö.
ich warte eigentlich eher darauf, bis die grobe leinwand im kopf wieder frei ist. und die eindrücke bis zum horizont gespült sind. platz für neue tage und nächte. immer alles auf anfang. immer.

13. juni 2007

ja ja. das sommerloch. die beiträge werden ein bißchen schwüler und träger. dann werden langweilige pausen gemacht. sehr langweilige pausen. aber warum sollte es hier anders sein.
nein, noch ist es nicht so weit. noch eine weile nicht. ich mache ja sowieso immer meine kleinen gedankenpausen. besonders beim schreiben. zum beispiel: ich lese ein buch. ich will aber nicht schreiben, welches buch, dann müsste ich erklären, wie ich darauf komme. ein durchaus interessantes buch [nicht „fleisch ist mein gemüse“]. man muss sich nicht dafür schämen. aber eines führt zum anderen. und dann würde ich zu viel schreiben. unausgegorenes zeug.
ja doch. ich bin schon abergläubisch. was sagt denn meine etymologische pdf-datei: nix sagt die. aber wikipedia sagt etwas:
Das Wort leitet sich ab vom althochdeutschen ubarfengida, „was über den wahren Glauben hinaus, daran neben vorbei geht“ [1]. Aber- bezeichnet ursprünglich nicht „gegen“, sondern „darüber hinaus“, „auf der anderen Seite liegend“. Diese etymologische Wurzel erhielt sich in aberwitzig (mit Witz: „verstandesgemäß“: „über den Verstand hinausgehend“, im ursprünglichen Sinne also „transzendent“). Aberglaube bezeichnete also „den Glauben an das Übersinnliche“ und wurde erst im Kontext der Aufklärung zum „Glauben an die falschen übersinnlichen Kräfte“, „Irrglauben“.
am meisten ertappe ich meinen erstaunlich tief sitzenden aberglauben, wenn ich etwas konkreteres, genehmes erwarten kann und einen teufel tun werde, bevor es wirklich eintritt, darüber zu sprechen. na gut, mit zweieinhalb menschen, die die dynamik nicht mental bremsen. und ich selbst manchmal fünf minuten vorher. vielleicht sollte man noch nicht einmal zugeben, dass man so tickt.
wenn ich dann nicht mehr an mich halten kann, und meine tagesverfassung und die angelegenheit einschätzen kann und endlich mein maul aufmache, ist die überraschung nicht selten groß. das wirkt dann alles ungeheuer plötzlich. ist es aber gar nicht.
ich befinde mich damit sicher in guter gesellschaft.

13. juni 2007

ja ja. das sommerloch. die beiträge werden ein bißchen schwüler und träger. dann werden langweilige pausen gemacht. sehr langweilige pausen. aber warum sollte es hier anders sein.
nein, noch ist es nicht so weit. noch eine weile nicht. ich mache ja sowieso immer meine kleinen gedankenpausen. besonders beim schreiben. zum beispiel: ich lese ein buch. ich will aber nicht schreiben, welches buch, dann müsste ich erklären, wie ich darauf komme. ein durchaus interessantes buch [nicht „fleisch ist mein gemüse“]. man muss sich nicht dafür schämen. aber eines führt zum anderen. und dann würde ich zu viel schreiben. unausgegorenes zeug.
ja doch. ich bin schon abergläubisch. was sagt denn meine etymologische pdf-datei: nix sagt die. aber wikipedia sagt etwas:
Das Wort leitet sich ab vom althochdeutschen ubarfengida, „was über den wahren Glauben hinaus, daran neben vorbei geht“ [1]. Aber- bezeichnet ursprünglich nicht „gegen“, sondern „darüber hinaus“, „auf der anderen Seite liegend“. Diese etymologische Wurzel erhielt sich in aberwitzig (mit Witz: „verstandesgemäß“: „über den Verstand hinausgehend“, im ursprünglichen Sinne also „transzendent“). Aberglaube bezeichnete also „den Glauben an das Übersinnliche“ und wurde erst im Kontext der Aufklärung zum „Glauben an die falschen übersinnlichen Kräfte“, „Irrglauben“.
am meisten ertappe ich meinen erstaunlich tief sitzenden aberglauben, wenn ich etwas konkreteres, genehmes erwarten kann und einen teufel tun werde, bevor es wirklich eintritt, darüber zu sprechen. na gut, mit zweieinhalb menschen, die die dynamik nicht mental bremsen. und ich selbst manchmal fünf minuten vorher. vielleicht sollte man noch nicht einmal zugeben, dass man so tickt.
wenn ich dann nicht mehr an mich halten kann, und meine tagesverfassung und die angelegenheit einschätzen kann und endlich mein maul aufmache, ist die überraschung nicht selten groß. das wirkt dann alles ungeheuer plötzlich. ist es aber gar nicht.
ich befinde mich damit sicher in guter gesellschaft.

13. juni 2007


wie schlecken? da beißt man rein und in drei minuten ist es weg. deswegen heißt es ja auch sehr korrekt: lass uns doch mal ein eis essen! oder zwei. oder drei. heute gibt es bei mir mibell zitronenhörnchen aus dem multipack. zwei bis drei sind schon o.k. in der schachtel sind immer sechs drin (so groß wie 1 cornetto!) sehr begeistert mich das preis-leistungsverhältnis von eis im multipack. zum beispiel das eis von gestern kaufe ich stets im 10er-potpourri zu 3,99 (so groß wie magnum!). ein reeller preis!

11. juni 2007


KEINE BRATWURST

ja, das ist keine bratwurst. in meinem alter leiste ich mir schon mal vier dicke biobratwürste. heute. mit viel senf. früher hätte ich genauso viele schrippen dazu verdrückt, aber die zeiten sind vorbei, meine lieben. nur an hohen kirchlichen feiertagen.
man muß die sache ganz schön schlau angehen, wenn man so unsportlich ist wie ich und nicht in größe vierundvierzig herumwackeln will. groß ist daher die freude, wenn ich das tanzbein schwingen kann. das ist bewegung nach meinem geschmack. die anderen sachen gehen ja alle auf die gelenke, was man so hört. dauerlauf und hüpfgymnastik. schwimmen ja, aber am liebsten an einem recht leeren meeresstrand. ein paar krabben dürfen mich schon besuchen.
ich weiß auch nicht, woher das kommt, dieses ständige rückzugsbedürfnis. kaum war ich mal vor der tür und habe mich ein wenig unter menschen vergnügt, habe ich das dringende bedürfnis, das alles erst mal ordentlich abzuspeichern. und ich meine nicht fotos.
das zwölfte haus, sagt die astrologin in mir, nicht wahr. mond im skorpion ende zwölf im haus von neptun, anfang eins. da hauchen esoterisch geschulte „du bist ja so durchlässig!“. ach ja der mond. der mond, der mond. der gute alte mond. ich gucke alle jubeljahre, wo der überhaupt steht und verpenne sämtliche vollmonde.
dann muss ich schlafen. viel schlafen. viele tage nächte viel schlafen. das dauert dann eine ganze weile, bis ich wieder lust habe, mich mit irgendwem zu treffen. noch ist ja das andere große erlebnis nicht vollständig verarbeitet! nicht, dass ich im anschluss permanent über meine spektakulären ausgeh-erlebnisse nachgrübeln würde. och nö.
ich warte eigentlich eher darauf, bis die grobe leinwand im kopf wieder frei ist. und die eindrücke bis zum horizont gespült sind. platz für neue tage und nächte. immer alles auf anfang. immer.

10. juni 2007


heute war ja wieder eine lesung, bei der ich nicht war. fast hätte es geklappt! heute sogar erst beginn 21:00 uhr. für mich jedoch leider zu früh. schade, schade! bei den querverweisen waren zum teil fotos und da war einer dabei, der eigentlich recht fotogen war und den ich noch nicht kenne! tja. hätte interessant werden können. es hat wieder einmal nicht sollen sein! man muß sich in sein schicksal fügen!

9. juni 2007

sowarladydi
S-BAHN 7

text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text ein sehr geheimnisvolles wort. mit dem x da in der mitte. je länger man es anschaut, umso komischer kommt es einem vor. aber so ist das ja mit allen wörtern. sieht so asterix- und obelixmäßig aus. hat mal wer so ein schlaues wörterherkunftswörterbuch zur hand?

9. juni 2007

sowarladydi
S-BAHN 7

text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text text ein sehr geheimnisvolles wort. mit dem x da in der mitte. je länger man es anschaut, umso komischer kommt es einem vor. aber so ist das ja mit allen wörtern. sieht so asterix- und obelixmäßig aus. hat mal wer so ein schlaues wörterherkunftswörterbuch zur hand?

8. juni 2007

seit ich mich schreibend im netz tummle, habe ich immer das gefühl, überwiegend mit menschen zu tun zu haben, die sich der jungen generation zurechnen. wahrscheinlich kommt mir das irgendwie bekannt vor. jegliche altersidentifikation wird noch virtuos in koketterie verpackt. noch geht es. ich nicht ausgenommen.
was mich hin und wieder geradezu verstört ist, wenn irgendwer über irgendwelche musikgruppen schreibt, hinweise gibt, von denen ich noch nie gehört habe, und da ich froh bin, wenn man bequem an neue eindrücke herangeführt wird (ich höre ungern wortlastige radiosendungen, überhaupt mag ich kein gerede zwischen musik, das über die genaue ansage des interpreten und des titels hinausgeht und ausgerechnet das wird gerne vernuschelt, wenn es überhaupt erwähnt wird.
musiklastige sender wiederum spielen mir zu viel zeug von richtungen, die mir nicht gefallen, zu einseitig, zu modisch, zu spartenmäßig, zu wenig queerbeet, zu mainstream, zu independent, zu wenig independent; also radio ist nicht mehr meins, deswegen höre ich seit jahren kein radio mehr.
ich kenne keinen radiomacher, der meinen kraut- und rüben-geschmack durch alle richtungen und epochen teilt. jürgen kuttner sollte vielleicht lieber musiksendungen machen, seinen geschmack verstand ich damals, als ich immer wieder mal versuchte, mich an fritz zu gewöhnen, noch am ehesten; aber der spielte in seinen gesprächssendungen mit jugendlichem publikum auch allzu oft dasselbe. und ich meine nicht den abspann mit der winterreise – ich weiß nicht mal, ob es die sendung noch gibt.
in den achtzigern mochte ich alan bangs nightflight und mora morenz‘ sendung auf dem anarchischen radio einhundert. das war’s seitdem mit regelmäßigem interesse an radioprogramm) –
was mich also verstört, (abstößt wäre ehrlicher, klingt aber brutaler) ist, was da so alles hochgejubelt wird, dann klicke ich mal auf ein demo und mir klappen gleich wieder die ohren zu. ich bin ja u. a. eine britpop-hasserin. bübchen-pop-gruppen. gesang kurz nach dem stimmbruch. pilzköpfiger easy-listening-dreck, der nicht begreifen will, dass john lennon anders inkarnieren wird. was es da alles gibt. da tritt bei mir immer eine art spontanverachtung ein, die durchaus auf diejenigen abfärbt, die jene empfehlung gegeben haben. dann kommt mein kleiner hass. warum hören menschen freiwillig musik ohne witz und drama? ohne tod und teufel? ohne narben und risiko? ohne schwanz und eier?
kennt wer eine neuere gruppe, die man nicht unbedingt kennt, wenn man sich nicht hauptberuflich durch den ganzen independent-kram hören kann, die schöne, dreckige musik macht und dennoch zu filigranerem fähig ist? mit echtem männergesang? stimmen, die nach erwachsenen männern (oder wenigstens einem) klingen und nicht nach blassen buben mit ponyfrisur in schlafanzugartigen klamotten? weiß auch nicht, wie ich jetzt gerade darauf komme. schwelender unmut! vielleicht sollte ich mich mal durch diese hunderttausend metalrichtungen hören. da blicke ich ja auch nicht durch. wann und wie soll man sich durch das ganze zeug denn durcharbeiten.
dass keiner mit madrugada kommt. mit der ersten platte hatte ich es und rannte neunundneunzig? zum konzert in ein kellerartiges etablissement. das war nicht verkehrt. ein zweites konzert, vielleicht ein dreiviertel jahr später in einer größeren halle, im kesselhaus war derart gelangweilt und lieblos dargebracht, mit einem vor überheblichkeit strotzenden sänger mit verendetem charisma, abgedroschendsten und altbackensten zitaten aus der ära der psychedelischen musik (die aber das sehr junge publikum sehr zu beeindrucken schien), dass ich mit meiner begleitung nach der hälfte ging. aber ich mochte die stimmung von industrial silence, der platte. die gitarren und auch die stimme von dem demutsfernen arschloch.
die radiosendung von bob dylan, der alten gießkanne würde ich vielleicht ab und zu hören, wenn ich wüsste, wo die läuft und ob es einen stream gibt. seine sprechstimme ertrage ich gerade noch. und er legt bestimmt spannende sachen auf. bin ich mir eigentlich sicher.

8. juni 2007

seit ich mich schreibend im netz tummle, habe ich immer das gefühl, überwiegend mit menschen zu tun zu haben, die sich der jungen generation zurechnen. wahrscheinlich kommt mir das irgendwie bekannt vor. jegliche altersidentifikation wird noch virtuos in koketterie verpackt. noch geht es. ich nicht ausgenommen.
was mich hin und wieder geradezu verstört ist, wenn irgendwer über irgendwelche musikgruppen schreibt, hinweise gibt, von denen ich noch nie gehört habe, und da ich froh bin, wenn man bequem an neue eindrücke herangeführt wird (ich höre ungern wortlastige radiosendungen, überhaupt mag ich kein gerede zwischen musik, das über die genaue ansage des interpreten und des titels hinausgeht und ausgerechnet das wird gerne vernuschelt, wenn es überhaupt erwähnt wird.
musiklastige sender wiederum spielen mir zu viel zeug von richtungen, die mir nicht gefallen, zu einseitig, zu modisch, zu spartenmäßig, zu wenig queerbeet, zu mainstream, zu independent, zu wenig independent; also radio ist nicht mehr meins, deswegen höre ich seit jahren kein radio mehr.
ich kenne keinen radiomacher, der meinen kraut- und rüben-geschmack durch alle richtungen und epochen teilt. jürgen kuttner sollte vielleicht lieber musiksendungen machen, seinen geschmack verstand ich damals, als ich immer wieder mal versuchte, mich an fritz zu gewöhnen, noch am ehesten; aber der spielte in seinen gesprächssendungen mit jugendlichem publikum auch allzu oft dasselbe. und ich meine nicht den abspann mit der winterreise – ich weiß nicht mal, ob es die sendung noch gibt.
in den achtzigern mochte ich alan bangs nightflight und mora morenz‘ sendung auf dem anarchischen radio einhundert. das war’s seitdem mit regelmäßigem interesse an radioprogramm) –
was mich also verstört, (abstößt wäre ehrlicher, klingt aber brutaler) ist, was da so alles hochgejubelt wird, dann klicke ich mal auf ein demo und mir klappen gleich wieder die ohren zu. ich bin ja u. a. eine britpop-hasserin. bübchen-pop-gruppen. gesang kurz nach dem stimmbruch. pilzköpfiger easy-listening-dreck, der nicht begreifen will, dass john lennon anders inkarnieren wird. was es da alles gibt. da tritt bei mir immer eine art spontanverachtung ein, die durchaus auf diejenigen abfärbt, die jene empfehlung gegeben haben. dann kommt mein kleiner hass. warum hören menschen freiwillig musik ohne witz und drama? ohne tod und teufel? ohne narben und risiko? ohne schwanz und eier?
kennt wer eine neuere gruppe, die man nicht unbedingt kennt, wenn man sich nicht hauptberuflich durch den ganzen independent-kram hören kann, die schöne, dreckige musik macht und dennoch zu filigranerem fähig ist? mit echtem männergesang? stimmen, die nach erwachsenen männern (oder wenigstens einem) klingen und nicht nach blassen buben mit ponyfrisur in schlafanzugartigen klamotten? weiß auch nicht, wie ich jetzt gerade darauf komme. schwelender unmut! vielleicht sollte ich mich mal durch diese hunderttausend metalrichtungen hören. da blicke ich ja auch nicht durch. wann und wie soll man sich durch das ganze zeug denn durcharbeiten.
dass keiner mit madrugada kommt. mit der ersten platte hatte ich es und rannte neunundneunzig? zum konzert in ein kellerartiges etablissement. das war nicht verkehrt. ein zweites konzert, vielleicht ein dreiviertel jahr später in einer größeren halle, im kesselhaus war derart gelangweilt und lieblos dargebracht, mit einem vor überheblichkeit strotzenden sänger mit verendetem charisma, abgedroschendsten und altbackensten zitaten aus der ära der psychedelischen musik (die aber das sehr junge publikum sehr zu beeindrucken schien), dass ich mit meiner begleitung nach der hälfte ging. aber ich mochte die stimmung von industrial silence, der platte. die gitarren und auch die stimme von dem demutsfernen arschloch.
die radiosendung von bob dylan, der alten gießkanne würde ich vielleicht ab und zu hören, wenn ich wüsste, wo die läuft und ob es einen stream gibt. seine sprechstimme ertrage ich gerade noch. und er legt bestimmt spannende sachen auf. bin ich mir eigentlich sicher.

4. juni 2007

noch ein stündchen lesen. bei funzelbeleuchtung, auf der alten matratze. bis die augendeckel zuklappen und das buch seitwärts aus der hand rutscht. auf den teppich. wenn das buch fertig gefallen ist, merke ich dann manchmal noch, dass ich die lampe ausmachen könnte. mal schauen.

2. juni 2007


jetzt, wo es langsam schwierig wird, die grauen schläfen zu überfärben, werde ich meinen look ändern. ich habe mir überlegt, ich gehe als gaga lagerfeld. das wirkt interessant und jedes weißes haar wird mit warmen handschlag begrüßt. auch gefallen mir die anziehsachen von karl, welche meinen typ unterstreichen. so weiße hemden mit steifem kragen und ein dunkler anzug. ein paar handschuhe, etwas puder auf’s haar. so bin ich für alle anlässe richtig angezogen und wirke stets adrett. karl ist ja auch jungfrau, da sind solche dinge wichtig.

1. juni 2007

ich hasse 20:00 uhr-anfangszeiten! können sachen nicht um 23:00 uhr anfangen? 20:00 uhr! zwanzig uhr ist bei mir brotzeit, kaffeetrinken, beine hochlegen, gemeine einträge schreiben und mir besinnliche gedanken über die weltpolitik und im besonderen meine abendgarderobe machen.
dann etwas später, nicht wahr, zu gegebener stunde, ein zeitlich unbegrenztes vollbad nehmen, sowie mich unter auflegen eines ca. dreistündigen makeups langsam, gaaanz langsam (in der ruhe liegt die kraft!) auf den definitiv mehrere stunden hernach beginnenden abend in festlicher gala einstimmen, ja freuen, ich möchte sagen warten. ihn freudig erwarten!
aber nicht mit mir. ich streike. ich mache den firlefanz nicht mehr mit. man ist ja schon sehr dankbar, wenn leute einen „so ab 20:00 uhr“ einladen. dann komme ich gerne auch schon mal zeitiger, so gegen 22:30. das muß wohl irgendetwas mit dieser neumodischen biologie zu tun haben, von der jetzt alle reden. kann ich mir gar nicht anders erklären.
ich bin ja eine alte schlafmütze und nachteule, aber wo ich mal äh – wichtige geschäfte in übersee hatte, wollte ich dauernd schon um sechs uhr früh aufstehen und um sechs uhr am abend schon wieder schlafen gehen, und da war der immer viel herumerzählte, hochanstrengende und unheimlich bedeutende jetlag, den ich trotz ernsthaftester bemühungen nicht hatte und deswegen natürlich überhaupt nicht mitreden kann, schon längst überfällig.
wenn ich also mal nach amerika ziehe, später, wenn ich groß bin, werde ich eine frühaufsteherin. auch könnte ich dann vielleicht sogar, wenn ich mich anstrenge, bäckerin werden, wo man ja schon beizeiten aus den federn muss.

2. juni 2007


jetzt, wo es langsam schwierig wird, die grauen schläfen zu überfärben, werde ich meinen look ändern. ich habe mir überlegt, ich gehe als gaga lagerfeld. das wirkt interessant und jedes weißes haar wird mit warmen handschlag begrüßt. auch gefallen mir die anziehsachen von karl, welche meinen typ unterstreichen. so weiße hemden mit steifem kragen und ein dunkler anzug. ein paar handschuhe, etwas puder auf’s haar. so bin ich für alle anlässe richtig angezogen und wirke stets adrett. karl ist ja auch jungfrau, da sind solche dinge wichtig.

30. mai 2007

gerade wen von meiner streng geheimen blogroll geschmissen. klingt ein bißchen dramatisch, sehe ich gerade. nein. ist es gar nicht. ich bin auch nicht beleidigt. hat nur ein bißchen platz weggenommen und ich hab’s gerne aufgeräumt.
hat zu wenig geschrieben für meinen geschmack. ich hätte auch schreiben können: hat zu wenig für meinen geschmack geschrieben. aber das wäre nicht korrekt. ich hab da auch nur zweimal kommentiert.
bin ich froh, dass ich keine blogroll zum angucken habe. ich hätte ja magengeschwüre, wenn ich da jemanden wegnehmen würde, ohne, dass man sich vorher gekloppt hat. ich alte opportunistin ich.

1. juni 2007

ich hasse 20:00 uhr-anfangszeiten! können sachen nicht um 23:00 uhr anfangen? 20:00 uhr! zwanzig uhr ist bei mir brotzeit, kaffeetrinken, beine hochlegen, gemeine einträge schreiben und mir besinnliche gedanken über die weltpolitik und im besonderen meine abendgarderobe machen.
dann etwas später, nicht wahr, zu gegebener stunde, ein zeitlich unbegrenztes vollbad nehmen, sowie mich unter auflegen eines ca. dreistündigen makeups langsam, gaaanz langsam (in der ruhe liegt die kraft!) auf den definitiv mehrere stunden hernach beginnenden abend in festlicher gala einstimmen, ja freuen, ich möchte sagen warten. ihn freudig erwarten!
aber nicht mit mir. ich streike. ich mache den firlefanz nicht mehr mit. man ist ja schon sehr dankbar, wenn leute einen „so ab 20:00 uhr“ einladen. dann komme ich gerne auch schon mal zeitiger, so gegen 22:30. das muß wohl irgendetwas mit dieser neumodischen biologie zu tun haben, von der jetzt alle reden. kann ich mir gar nicht anders erklären.
ich bin ja eine alte schlafmütze und nachteule, aber wo ich mal äh – wichtige geschäfte in übersee hatte, wollte ich dauernd schon um sechs uhr früh aufstehen und um sechs uhr am abend schon wieder schlafen gehen, und da war der immer viel herumerzählte, hochanstrengende und unheimlich bedeutende jetlag, den ich trotz ernsthaftester bemühungen nicht hatte und deswegen natürlich überhaupt nicht mitreden kann, schon längst überfällig.
wenn ich also mal nach amerika ziehe, später, wenn ich groß bin, werde ich eine frühaufsteherin. auch könnte ich dann vielleicht sogar, wenn ich mich anstrenge, bäckerin werden, wo man ja schon beizeiten aus den federn muss.

31. mai 2007

vorhin die tunte angeklickt. da steht gleich vorne drauf, so in der mitte, wo man als erstes hinschaut „Schliemann: Siegerin im Liebesduell (mit bildchen) Während Nadja Schliemann strahlend ihren Verlobten Nathael Keil präsentiert, ist dessen Ex-Freundin am Boden zerstört. TUNTE traf Brigitta W. zum Gespräch. mehr„
herzschmerzeifersucht! gleich mal draufgeklickt! das geht uns alle an, da dürfen wir nicht länger wegsehen. die wissen schon, wie sie einen mich kriegen (kann ja jeder selber gucken).
man weiß gar nicht, für wen man sich zuerst schämen soll. für die beleidigte plaudertasche brigitta b. oder lieber für schliemann im trophäenstolz? oder doch besser kunsttöpfer keil, der „nadja, laut einem engen vertrauten, schon von weitem im fernseher immer irgendwie super fand“? dingsonline? die redaktion, die aber so was von expertenmäßig an meiner schamgrenze herumgrabbelt? für mich selber? oh je. ich glaube fast für mich selber.
wobei ich als alte voyeurin wiederum doch dazu stehe, dass mich gerade die lebenshöhen- und tiefen der prominenz meiner generation nicht ganz uninteressiert lassen (nichts gegen lange haare aber gepflegt müssen sie sein!). zumal mit bildmaterial. da kenn ich mich aus! schließlich möchte man auch mal studieren, was die kollegen so neues produzieren. schöne scharfe farbaufnahmen. paarfotografie. man lernt nie aus.
was wollte ich eigentlich sagen? ah ja. die meinungen scheinen ja irgendwie recht stark auseinanderzugehen, bzw. die öffentlich kommunizierte meinung darüber, ob man die veröffentlichung privater details, zumal pikanter natur, womöglich sogar selber steuern kann oder weniger bis überhaupt gar nicht.
die einen sagen so. die anderen sagen so.
wenn also wer sagt: „das ist mein!neuer!mann!, das dürfen sie ruhig schreiben“, ist das ja schon irgendwie auch eine ermunterung. dann darf man dann aber auch nicht weinen, wenn die sache zu ende ist und genauso groß aufgezogen wird.
die einen sagen so. die anderen sagen so.
mir fällt gerade ein, dass ewig und drei tage nicht öffentlich bekannt war, dass romy und bruno ein inniges paar waren. die haben das hingekriegt.
ich sage ja so.

31. mai 2007

vorhin die tunte angeklickt. da steht gleich vorne drauf, so in der mitte, wo man als erstes hinschaut „Schliemann: Siegerin im Liebesduell (mit bildchen) Während Nadja Schliemann strahlend ihren Verlobten Nathael Keil präsentiert, ist dessen Ex-Freundin am Boden zerstört. TUNTE traf Brigitta W. zum Gespräch. mehr„
herzschmerzeifersucht! gleich mal draufgeklickt! das geht uns alle an, da dürfen wir nicht länger wegsehen. die wissen schon, wie sie einen mich kriegen (kann ja jeder selber gucken).
man weiß gar nicht, für wen man sich zuerst schämen soll. für die beleidigte plaudertasche brigitta b. oder lieber für schliemann im trophäenstolz? oder doch besser kunsttöpfer keil, der „nadja, laut einem engen vertrauten, schon von weitem im fernseher immer irgendwie super fand“? dingsonline? die redaktion, die aber so was von expertenmäßig an meiner schamgrenze herumgrabbelt? für mich selber? oh je. ich glaube fast für mich selber.
wobei ich als alte voyeurin wiederum doch dazu stehe, dass mich gerade die lebenshöhen- und tiefen der prominenz meiner generation nicht ganz uninteressiert lassen (nichts gegen lange haare aber gepflegt müssen sie sein!). zumal mit bildmaterial. da kenn ich mich aus! schließlich möchte man auch mal studieren, was die kollegen so neues produzieren. schöne scharfe farbaufnahmen. paarfotografie. man lernt nie aus.
was wollte ich eigentlich sagen? ah ja. die meinungen scheinen ja irgendwie recht stark auseinanderzugehen, bzw. die öffentlich kommunizierte meinung darüber, ob man die veröffentlichung privater details, zumal pikanter natur, womöglich sogar selber steuern kann oder weniger bis überhaupt gar nicht.
die einen sagen so. die anderen sagen so.
wenn also wer sagt: „das ist mein!neuer!mann!, das dürfen sie ruhig schreiben“, ist das ja schon irgendwie auch eine ermunterung. dann darf man dann aber auch nicht weinen, wenn die sache zu ende ist und genauso groß aufgezogen wird.
die einen sagen so. die anderen sagen so.
mir fällt gerade ein, dass ewig und drei tage nicht öffentlich bekannt war, dass romy und bruno ein inniges paar waren. die haben das hingekriegt.
ich sage ja so.

30. mai 2007

wenn sich der mond jetzt nicht gerade wie eine splitterfasernackte 25-watt-glühbirne in mein fenster geschoben hätte, hätte ich wieder nicht gemerkt, dass vollmond ist. sieht jedenfalls irgendwie so aus. ziemlich rund. könnt ihr mir ruhig glauben.

30. mai 2007

gerade wen von meiner streng geheimen blogroll geschmissen. klingt ein bißchen dramatisch, sehe ich gerade. nein. ist es gar nicht. ich bin auch nicht beleidigt. hat nur ein bißchen platz weggenommen und ich hab’s gerne aufgeräumt.
hat zu wenig geschrieben für meinen geschmack. ich hätte auch schreiben können: hat zu wenig für meinen geschmack geschrieben. aber das wäre nicht korrekt. ich hab da auch nur zweimal kommentiert.
bin ich froh, dass ich keine blogroll zum angucken habe. ich hätte ja magengeschwüre, wenn ich da jemanden wegnehmen würde, ohne, dass man sich vorher gekloppt hat. ich alte opportunistin ich.

30. mai 2007

wenn man die – have a little faith in me – die das wohin – gedankenschwurbel – wo war ich – ah. man muß unbedingt nachschauen, was andere besser machen. das ist ein total geheimer supertrick. sich nicht mit den defiziten der anderen aufhalten. man soll ja auch keine vitaminarme kost zu sich nehmen. ist dasselbe. quasi.
(untrunken und genau.)

29. mai 2007

dings mirabellenschnaps
wie weit ist eigentlich die heutige wissenschaft mit der rechtschreibkorrektur von meinem internet? der fuchs unterkringelt ja so gut wie alle meine wörter rot aber weiter passiert nix. vielleicht hab ich die ja auch abgestellt, das mach ich ja gerne. ist ja eigentlich auch schön, weil wenn man sich dauernd blöde wörter ausdenkt oder komische benutzt, so wie ich, kann er die ja gar nicht kennen und will dann immerzu ähnliche sachen schreiben, die er kennt. er, der alte rechtschreibkorrektur.
eigentlich kann ich ihn nicht leiden. komisch, ich denke immer der, obwohl ich schon weiß, dass es eine sie ist. eine kesse politesse von der buchstabenpolizei. die kommt mir ja eigentlich nicht ins haus. aber manchmal, so wie jetzt gerade, würde es mir schon gut gefallen, wenn so stadtbekannte großschreibewörter mit großem buchstaben am anfang stramm dastehen würden, ohne dass ich extra wo drauftippen muss. nicht, dass ich faul wäre. na ja. man kann nicht alles haben. prost.

29. mai 2007

dings mirabellenschnaps
wie weit ist eigentlich die heutige wissenschaft mit der rechtschreibkorrektur von meinem internet? der fuchs unterkringelt ja so gut wie alle meine wörter rot aber weiter passiert nix. vielleicht hab ich die ja auch abgestellt, das mach ich ja gerne. ist ja eigentlich auch schön, weil wenn man sich dauernd blöde wörter ausdenkt oder komische benutzt, so wie ich, kann er die ja gar nicht kennen und will dann immerzu ähnliche sachen schreiben, die er kennt. er, der alte rechtschreibkorrektur.
eigentlich kann ich ihn nicht leiden. komisch, ich denke immer der, obwohl ich schon weiß, dass es eine sie ist. eine kesse politesse von der buchstabenpolizei. die kommt mir ja eigentlich nicht ins haus. aber manchmal, so wie jetzt gerade, würde es mir schon gut gefallen, wenn so stadtbekannte großschreibewörter mit großem buchstaben am anfang stramm dastehen würden, ohne dass ich extra wo drauftippen muss. nicht, dass ich faul wäre. na ja. man kann nicht alles haben. prost.

26. mai 2007

50–
ich stelle immer wieder einen unwiderstehlichen drang an mir fest, zu behaupten, ich sei älter als ich bin. gerade wollte ich mir einreden, ich wäre dreiundvierzig, dabei bin ich noch nicht mal genau zweiundvierzig. noch drei monate warten!
neulich habe ich mir im drogeriemarkt rossmann meine erste zahncreme 40plus gekauft, was ja sogar stimmt. aber es gibt auch sachen für 50plus. da fühlt man sich ein wenig ausgeschlossen. 50plus hat so einen gewissen autoritären sexappeal. wenn man über vierzig ist, darf man ja schon sagen, dass man sich im fünften lebensjahrzehnt befindet. das ist natürlich super und vorläufig besser als nichts.

27. mai 2007

27.05.07
weißabgleich verhauen. unscharf. dämmerlicht, wenn man gerade merkt, man müsste eine lampe anmachen. habe vor dem gehen auf die rückseite geschaut. da steht ein datum anfang februar. ich wusste nicht, wie ich daran weitermache. zwei gute farben auf der falschen leinwand. alles überpinselt. also die beiden farben. farbe wie leckermäulchen-vanillequark. stunde um stunde.
man sieht ewig nicht, wo das alles hin will und soll. dann ganz plötzlich. vorher darf man nicht aufhören. sonst passiert es nicht. wenn der weg nach einer kreuzung klar ist, kann man gut eine verschnaufpause machen. vorher nicht. man kann schon, aber es ist keine gute.
was dabei für ein scheiß durch den kopf geht. kann man gar nicht schreiben („sieht teuer aus“). kraut- und rübenmusik von den zweitausenddings lieblingsdateien. vorher immer die farbflecken vom holz schrubben. beim feudeln macht sich torfrock gut.
man möchte dringend und sofort in ordentlich abgeschrabbelten biker-klamotten mit ledernen pulswärmern und einem flens in der hand auf ein schleswig-holsteinisches wikinger-open air und dann wikingerbeerdigung und ’n lüttn du. und willi die ratte. und hildegard die spinne. und schafanpflocker auf’m deich.

26. mai 2007

50–
ich stelle immer wieder einen unwiderstehlichen drang an mir fest, zu behaupten, ich sei älter als ich bin. gerade wollte ich mir einreden, ich wäre dreiundvierzig, dabei bin ich noch nicht mal genau zweiundvierzig. noch drei monate warten!
neulich habe ich mir im drogeriemarkt rossmann meine erste zahncreme 40plus gekauft, was ja sogar stimmt. aber es gibt auch sachen für 50plus. da fühlt man sich ein wenig ausgeschlossen. 50plus hat so einen gewissen autoritären sexappeal. wenn man über vierzig ist, darf man ja schon sagen, dass man sich im fünften lebensjahrzehnt befindet. das ist natürlich super und vorläufig besser als nichts.

26. mai 2007

rumpelt ja ordentlich
da waren gerade so rettungskräfte und polizisten im fernsehen, weil es in hamburg gebrannt hat und die haben bericht erstattet. danach war ein feuerwehrmann aus niedersachsen dran. der hamburger polizist hat mir eigentlich ganz gut gefallen.