mist. ich hab gar keinen würfel.
12. dezember 2006
ein jammer, wie all die hart abgerungenen bild- und wortbeiträge nach unten rutschen und versinken. ob es wohl sehr viele merken würden, wenn man einfach keck recycelt und als neu präsentiert? vielleicht gäbe es sogar einen sehr schönen und willkommenen kuscheleffekt. ach so warm, ach so vertraut. man fühlt sich daheim, hier bleibt man gerne. oder ein irgendwie kreativer mix du: geschmackvolle sätze von verschiedenen einträgen bunt durcheinanderwürfeln.
wobei eine systematische vorgehensweise meinem wohlstrukturierten geist mehr entgegenkäme. denkbar wäre ein surrogat aus erstem, mittlerem und letzten satz. muß man natürlich schon ein wenig zählen. die rechte beschäftigung für lange dunkle herbstabende. dreimal würfeln. erste zahl tag, zweite zahl monat, dritte zahl jahr. der eintrag wird genommen. orakelhaft wird sich in nur drei sätzen vergangenes und künftiges offenbaren! magie!
ach, das kommt nur davon, wenn keiner meiner altersinfantilität einhalt gebietet. besonders tragisch: kein branntwein mehr im haus.
10. dezember 2006

keine sexy sachen zu berichten. nichts extraordinäres erlebt. lang- weilige grippe erfolgreich abgewehrt. will jemand wissen wie? ich war in der apotheke (nicht die von neulich mit dem fenchelzeugs, andere im zoo) und hab die frau apothekerin gefragt, was der neueste stand der wissenschaft ist, mit so mitteln. was würden sie denn nehmen? hab ich sie gefragt. hab ich dann alles gekauft.
gripp-heel, so homöopathische tabletten, die man einmal die stunde einwirft und hochdosierte vitaminampullen, die laut waschzettel nach den folgeerscheinungen einer chemoptherapie indiziert sind. das klingt ein wenig brutal, das gefällt mir. außerdem habe ich dann noch diese salbeihalsbonbons und ein erkältungsbad geholt. aspirin ist ja grundnahrungsmittel. kaum taschentücher gebraucht.
mittwoch spät abends ging es mit triefender nase los, donnerstag mit halsweh aufgewacht, mit salzwasser gegurgelt. tagsüber aspirin und zwei tassen hustentee, am abend das zeug geholt, freitag spürbare abwehrkämpfe im körper, kopfweh, müde aber wenig rotz, kaum gehustet, gestern noch schlapp aber besser, heute spürbar erholt, gegen zwei aufgestanden, schönes erkältungsbad, aber mehr aus spaß am eintauchen und herumplantschen, ampulle vier. noch drei ampullen im kühlschrank. schmeckt sehr gut. orthomol immun.
und erkenntnisse über dinge der vergangenheit. die letzten teile in einem großen, verworrenen puzzle mit zweitausendzwei teilen.
10. dezember 2006

keine sexy sachen zu berichten. nichts extraordinäres erlebt. lang- weilige grippe erfolgreich abgewehrt. will jemand wissen wie? ich war in der apotheke (nicht die von neulich mit dem fenchelzeugs, andere im zoo) und hab die frau apothekerin gefragt, was der neueste stand der wissenschaft ist, mit so mitteln. was würden sie denn nehmen? hab ich sie gefragt. hab ich dann alles gekauft.
gripp-heel, so homöopathische tabletten, die man einmal die stunde einwirft und hochdosierte vitaminampullen, die laut waschzettel nach den folgeerscheinungen einer chemoptherapie indiziert sind. das klingt ein wenig brutal, das gefällt mir. außerdem habe ich dann noch diese salbeihalsbonbons und ein erkältungsbad geholt. aspirin ist ja grundnahrungsmittel. kaum taschentücher gebraucht.
mittwoch spät abends ging es mit triefender nase los, donnerstag mit halsweh aufgewacht, mit salzwasser gegurgelt. tagsüber aspirin und zwei tassen hustentee, am abend das zeug geholt, freitag spürbare abwehrkämpfe im körper, kopfweh, müde aber wenig rotz, kaum gehustet, gestern noch schlapp aber besser, heute spürbar erholt, gegen zwei aufgestanden, schönes erkältungsbad, aber mehr aus spaß am eintauchen und herumplantschen, ampulle vier. noch drei ampullen im kühlschrank. schmeckt sehr gut. orthomol immun.
und erkenntnisse über dinge der vergangenheit. die letzten teile in einem großen, verworrenen puzzle mit zweitausendzwei teilen.
07. dezember 2006
WEIT IM NORDEN. vielleicht die schären. oder finnland. finlandia. sibe- lius. da gibt es diesen film mit michel piccoli und lea — lea – ah. ich komm nicht drauf. doch: massari. lea massari. eine recht un- spektakuläre französisch-italienische coproduktion von deville, 1973. la femme en bleu. wieder einer dieser filme, über den ich mich mit niemandem unterhalten kann, weil ihn kaum einer kennt. nicht, dass er viel anlass gäbe, sich darüber zu unterhalten. das ist eher so eine atmosphärische sache, die sehr viel mit der intensität von piccoli zu tun hat. die trägt sogar eine schwache geschichte. viele dieser für ihn typischen, hintersinnig amüsiert-autoritären blicke, die ich ohne jegliche unterwerfung liebe. auf einer cassette hinter der deutschen synchronfassung von les choses de la vie. piccoli als musikwissenschaftler, arbeitet über finlandia. und am ende die abblende, er vor einem plakat. close up auf die buchstaben. f i n – – – – – – . wie ich darauf achtete, dass zwei filme etwas miteinander zu tun haben. muß ich mal wieder anschauen. wunderbare musik auch. diese finlandia.
tag

nacht.
06. dezember 2006
schöner nikolaus. nix zu meckern. all die schönen gänsehautmomen- te. die schönen und der eine schlimme. begreife ich gar nicht, wie man den film nicht mögen kann. mir ein rätsel. es sei denn, man ist im letzten sommer konsequent mit einem sack über dem kopf und bohnen in den ohren durch die welt gelaufen.
07. dezember 2006
WEIT IM NORDEN. vielleicht die schären. oder finnland. finlandia. sibe- lius. da gibt es diesen film mit michel piccoli und lea — lea – ah. ich komm nicht drauf. doch: massari. lea massari. eine recht un- spektakuläre französisch-italienische coproduktion von deville, 1973. la femme en bleu. wieder einer dieser filme, über den ich mich mit niemandem unterhalten kann, weil ihn kaum einer kennt. nicht, dass er viel anlass gäbe, sich darüber zu unterhalten. das ist eher so eine atmosphärische sache, die sehr viel mit der intensität von piccoli zu tun hat. die trägt sogar eine schwache geschichte. viele dieser für ihn typischen, hintersinnig amüsiert-autoritären blicke, die ich ohne jegliche unterwerfung liebe. auf einer cassette hinter der deutschen synchronfassung von les choses de la vie. piccoli als musikwissenschaftler, arbeitet über finlandia. und am ende die abblende, er vor einem plakat. close up auf die buchstaben. f i n – – – – – – . wie ich darauf achtete, dass zwei filme etwas miteinander zu tun haben. muß ich mal wieder anschauen. wunderbare musik auch. diese finlandia.
tag

nacht.
06. dezember 2006
schöner nikolaus. nix zu meckern. all die schönen gänsehautmomen- te. die schönen und der eine schlimme. begreife ich gar nicht, wie man den film nicht mögen kann. mir ein rätsel. es sei denn, man ist im letzten sommer konsequent mit einem sack über dem kopf und bohnen in den ohren durch die welt gelaufen.
03. dezember 2006
30. november 2006
fein
(der opa
29. november 2006

californication
die esche vor meinem balkonfenster. schöner leiser regen heute. ach, ich bin schon zufrieden, wenn die sonne nicht scheint. das ist gar nicht kokett gemeint. obwohl ich früher immer gedacht habe, ich wäre ein faules schwein, muss ich mir heute eingestehen, dass ich unfassbar leistungsorientiert bin. ich will immer etwas tun und die zeit optimal nutzen. das geht so weit, dass ich in einen mentalen zwiespalt gerate, wenn die sonne scheint und ich eigentlich größere lust auf dinge habe, die sich in innenräumen abspielen.
sofort denke ich: du musst raus! die sonne scheint! genieße die sonnenstrahlen, genieße die prachtvolle natur! schau, wie es die anderen machen! faul sein, entspannt sein! jetzt ist die zeit dafür! wer weiß wie lange noch! dann kriege ich fast schon einen komplex, dass ich so oft nicht in der verfassung bin, die präsentierten jahreszeiten durch ansprechende freizeitgestaltung zu würdigen. aber wenn es so wie heute ist, schön bewölkt, weile ich heiter und entspannt in meinem schattenreich und male mir mein eigenes wetter.
28. november 2006
kommt davon, wenn man bei rückläufigem merkur heiratet. selber schuld. hab mir ja neulich noch gedacht, ob ich vielleicht mal eine mail hinschicken soll, zur vorwarnung oder was. aber man will sich ja auch nicht ungefragt einmischen. dann denken die womöglich noch, man möchte sich interessant machen und sucht kontakt. da haben wir den salat. wäre auch mal eine interessante hausaufgabe für gunter sachs. wieviel höher die scheidungsrate bei unter rückläufigem merkur ge- schlossenen verbindungen ist.
28. november 2006
habe mir gerade so gedacht, „du dauerst mich“ ist eigentlich auch eine treffende formulierung. gerade an jemanden gedacht. und komischer- weise, ohne groß über die formulierung nachzudenken, mit diesem verstaubten satz, den keiner mehr in seinem aktiven wortschatz führt. ich habe ihn noch nie ausgesprochen. nur in gedanken. er ist weicher, nicht so abgedroschen und weniger kalt als das ironisch vergewaltigte „du tust mir leid“. tiefgreifender, auch gedacht. darin schwingt tieferes gefühl. echtes bedauern. verblassende resignation. ein langsames abblenden. und am ende nur noch ein kleiner dunkler punkt am horizont. weit entfernt.
28. november 2006
kommt davon, wenn man bei rückläufigem merkur heiratet. selber schuld. hab mir ja neulich noch gedacht, ob ich vielleicht mal eine mail hinschicken soll, zur vorwarnung oder was. aber man will sich ja auch nicht ungefragt einmischen. dann denken die womöglich noch, man möchte sich interessant machen und sucht kontakt. da haben wir den salat. wäre auch mal eine interessante hausaufgabe für gunter sachs. wieviel höher die scheidungsrate bei unter rückläufigem merkur ge- schlossenen verbindungen ist.
28. november 2006
schon bekloppt. als ich das letzte wort hinten auf die leinwand schreibe, schießen mir die tränen in die augen. in der letzten u-bahn song for a future generation auf die ohren. zufallsmodus aus. kommt jetzt alles hintereinander. kommen die beatles. help. augen zu. seh ich mich. seh mich wie eine puppe tanzen. in einem hellen kurzen kleid. total fröhlich. augen auf. augen zu. tanzt immer noch die puppe. immer weiter. die ganzen beatleslieder lang. bis ich zu hause war. war schön. muß ich morgen gleich nochmal probieren.

26. november 2006
ich kann mir seit ein paar jahren leider kein urteil mehr erlauben, wie dieser herr schmidt seinen beruf ausübt, weil ich irgendwie nie dazu komme, mir seine sendungen anzuschauen (er hat doch eine oder?) aber so interviews mit ihm lese ich eigentlich immer recht gerne.
(…) Ich habe kürzlich im Klappentext eines Buches ein Zitat von Jorge Luis Borges gelesen, darin hieß es: Und wenn ich nochmal von vorne anfangen könnte, würde ich versuchen, weniger perfekt zu sein. Ich würde von März bis Oktober barfuß gehen, viel in Flüssen schwimmen und vor allem mit Kindern spielen. Darum geht es, das ist es eigentlich. Allerdings kommt es darauf an, wer einen solchen Satz formuliert. Hätte ihn, sagen wir mal, Claudia Roth gesagt, hätte ich ihn ihr womöglich um die Ohren gehauen.
Es gibt Leute, die sagen: Ein Kinderspielplatz ist der langweiligste Platz auf der Welt.
Das ist ein Klischee. Hört man häufig von den Besuchsvätern der Generation Umhängetasche. Warum machen die nicht in Berlin irgendwas mit Medien?
Helfen Sie uns: Was könnte Ihre Nehmerqualitäten richtig heraus- fordern?
Wenn die ersten Schichten der Fassade rasierklingenartig herunter- gezogen werden. Meine ganzen Attitüden sichtbar werden, die dann in diesem Pointenzwang enden. Aber ich sage Ihnen, so einfach wäre es nicht. Ich habe mir im Laufe der Zeit einen ziemlichen Panzer zugelegt.
Herr Schmidt, während unseres Gesprächs blicken Sie immer wieder auf den Fernseher in Ihrem Büro. Das Gerät ist ausgeschaltet, warum schauen Sie trotzdem hin?
Weil ich mich im Glas der Scheibe kontrolliere.
Sie sind zufrieden?
Eigentlich kenne ich mich auswendig, mittlerweile habe ich mich auch mit mir selber arrangiert. Was soll ich machen? Ich mag mich.
Also gucken Sie immer wieder gerne hin?
Ich kann mich dem nicht entziehen. Schon als Kind habe ich in den Spiegel geschaut. Meine Oma sagte immer: Pass auf, der kommt einmal raus und holt dich!
25. november 2006
25. november 2006
24. november 2006

22. november 2006
wieder so ein kinobesuch, den man am besten gar nicht weiter erwähnt. der zweite in vier tagen. wenigstens der sessel heute war sehr bequem und nette landschaft und wetter, da oben auf der leinwand. außerdem angenehme fünf kinobesucher (mit mir), die sich ordnungsgemäß ruhig verhalten haben und es tatsächlich geschafft haben, anderthalb stunden nicht zu rascheln, zu essen und zu knistern. dank dieser unerwarteten rücksichtnahme wäre es mir sogar beinah haarscharf gelungen, die recht erholsame tiefschlafphase zu erreichen. doch auch sekundenschlaf hat schönes und gutes. danke dafür! (auch an herrn thome, wieder einmal)
20. november 2006
so gar keine lust
(das einzige vielleicht: beim aufwachen einen namen hinübergerettet (ins jenseits hätte ich jetzt fast geschrieben) alban t(h)alach. was soll ich jetzt damit anfangen. keine ahnung was noch war, in dem nächtlichen gewaber. nur dieser name, alban thalach. hab mir dann geschwind eine eselsbrücke im kopf gebaut, weil nichts zu schreiben bei der hand, aus dem alban und kathi thalbach. hat funktioniert. ja freilich: ich habe es gegoogelt. soll ich eine pilgerfahrt ins altmühltal veranstalten? da interessieren mich höchstens die alten versteine- rungen in dings – na – eichstätt. obwohl – so dringend dann auch wieder nicht. talach ist auch irgendein walisisches wort und alban heißen da auch viele. aber in wales war ich schon. war schon nett da, bei dylan thomas in laugharne usw. muß ich jetzt aber nicht nochmal hin. wo muß ich denn hin. wo muß ich denn überhaupt hin. ha ha. gute frage. sehr gute frage. sehr, sehr gute frage.)
mal früh schlafen gehen, ist vielleicht keine schlechte idee. gut für den teint auch. man möchte ja auch über vierzig noch hübsch sein. oder gerade. oder erst recht. oder überhaupt. so lange die knochen noch mitmachen. und alles. zum beispiel für die leute, die einen in der s-bahn sehen. für die will ich hübsch sein. jawohl. morgen, in der großen stadt. aua jetzt ist mir der linke fuß eingeschlafen
21. november 2006
20. november 2006
so gar keine lust
(das einzige vielleicht: beim aufwachen einen namen hinübergerettet (ins jenseits hätte ich jetzt fast geschrieben) alban t(h)alach. was soll ich jetzt damit anfangen. keine ahnung was noch war, in dem nächtlichen gewaber. nur dieser name, alban thalach. hab mir dann geschwind eine eselsbrücke im kopf gebaut, weil nichts zu schreiben bei der hand, aus dem alban und kathi thalbach. hat funktioniert. ja freilich: ich habe es gegoogelt. soll ich eine pilgerfahrt ins altmühltal veranstalten? da interessieren mich höchstens die alten versteine- rungen in dings – na – eichstätt. obwohl – so dringend dann auch wieder nicht. talach ist auch irgendein walisisches wort und alban heißen da auch viele. aber in wales war ich schon. war schon nett da, bei dylan thomas in laugharne usw. muß ich jetzt aber nicht nochmal hin. wo muß ich denn hin. wo muß ich denn überhaupt hin. ha ha. gute frage. sehr gute frage. sehr, sehr gute frage.)
mal früh schlafen gehen, ist vielleicht keine schlechte idee. gut für den teint auch. man möchte ja auch über vierzig noch hübsch sein. oder gerade. oder erst recht. oder überhaupt. so lange die knochen noch mitmachen. und alles. zum beispiel für die leute, die einen in der s-bahn sehen. für die will ich hübsch sein. jawohl. morgen, in der großen stadt. aua jetzt ist mir der linke fuß eingeschlafen
06. November 2006
15. november 2005
gerade musste ich an wolf biermann denken, an sein kuckuck. an dieses wunderbare lied. wer mag das kennen. auf der suche nach ein paar alten aufnahmen von ihm bin ich gerade über seinen geburtstag gestolpert, heute. heute schreiben keine frauen, dass sie wolf biermann aufregend finden. ich tue es. ich liebe die hörbare aggression, wenn er seine gitarre schlägt. ihre melancholie, sein rauhes flüstern.
ich denke nicht so sehr an den wolf biermann in den köpfen eines aufgeklärten publikums, obgleich ich ihn achte. ich denke an den verliebten wolf, der ein paar der schönsten liebeslieder in deutscher sprache geschrieben hat, die ich kenne. den liebe ich.

lieder, die man gehört haben sollte, bevor man tot umfällt.
*nur bei zweitausendeins
19. november 2006

die farben bleiben mein geheimnis, so lange ich keine völlig authentische tageslichtaufnahme hinbekomme. je länger ich die grauumsetzung sehe, umso mehr lust bekomme ich auf grau. steingrau. blaugrau. himmelgrau. grau. ich finde grau durchaus erotisch. grau, schwarz, dunkelblau. wie kindlich harmlos dagegen kommt so ein hellrot daher, dunkelrot ist ein anderes kapitel.
18. november 2006

exil
16. november 2006
ich muß wirklich sagen: diese bloggerei rentiert sich. man lernt andere reiche und berühmte leute kennen, die bereit sind, ihren wohlstand zu teilen. eine feine sache. ich persönlich lege ja bei buchpräsenten großen wert auf eine handgeschriebene widmung, da das voraussichtlich den wert um das anderthalbfache steigert. man muß freilich darauf achten, dass die geschenke von auserwählten ausnahmepersönlichkeiten kommen, sonst bringt das nix!

„und nu sitz ich hier in einem kaffee – tasse kaffee kann ich mir heute auf eigne faust leisten. die musik spielt, was ich gerne höre: zigeunerbaron oder aida – kommt ja nicht so drauf an. neben mir ein mann mit einem mädchen. er ist was feineres – aber nicht sehr – und sie hat ein gesicht wie eine schildkröte und ist nicht mehr ganz jung und hat einen busen wie ein schwimmgürtel. ich höre immer auf das gespräch – so was interessiert mich immer, man kann nie wissen, ob man nicht lernt dabei.“
[ oh isa ]
15. november 2006
der beste wolf von allen ist siebzig.
danke für das frühstück und die ermutigung. danke für die elbe bei dresden und den hugenottenfriedhof. danke für das einschlaf- und aufwachlied. und überhaupt und sowieso.
wolf, der du die erotischsten lieder deutscher sprache verfasst hast, die ich kenne, der die schönste gitarre schlägt, der mir immer bessere stimmung macht, als ich sie vorher hatte, wenn ich deine rauhe stimme höre und deine zarten, frechen texte.
unbedingt gucken
15. november 2006
Legen Sie die Leiche auf den Rücken, stützen Sie ihren Kopf auf einen kleinen Bock. Schneiden Sie beherzt vom Schlüsselbein aus nach unten, wie ein großes umgekehrtes Y. Haut und Fettgewebe lassen sich jetzt nach außen klappen. Knacken sie mit einer Knochenschere seitlich die Rippen durch, so dass sich der Brustkorb wie ein Käfiggitter abheben lässt. Darm an den Enden abbinden, abschneiden, herausheben; ebenso Herz, Lunge und die anderen Organe abtrennen und außerhalb des Körpers untersuchen.
13. dezember. ich freue mich.
15. november 2006
15. november 2006
der beste wolf von allen ist siebzig.
danke für das frühstück und die ermutigung. danke für die elbe bei dresden und den hugenottenfriedhof. danke für das einschlaf- und aufwachlied. und überhaupt und sowieso.
wolf, der du die erotischsten lieder deutscher sprache verfasst hast, die ich kenne, der die schönste gitarre schlägt, der mir immer bessere stimmung macht, als ich sie vorher hatte, wenn ich deine rauhe stimme höre und deine zarten, frechen texte.
unbedingt gucken
14. november 2006
serendipity. ah!
12. november 2006
einundsechzig.
12. november 2006
11. november 2006
09. november 2006

hin und wieder habe ich einen hellen moment. ja wirklich. dann tappe ich mitten hinein in den gedankenstrom, den ich gar nicht zu haben glaubte und streiche einfach darüber. streiche alles weg. streiche sie weg. die bedenken und die bedachtlosigkeiten. und alle risse.
06. November 2006
04. november 2006
29. oktober 2006

na bitte geht doch
01. november 2006
29. oktober 2006
pepi prohaska: supa
(eh kloa)
29. oktober 2006

na bitte geht doch
29. oktober 2006
ein bißchen zu sehr gefreut über einen hinweis (aber dennoch danke), der zu einer grotesken verwurstung und überhöhung zum „hörspiel“ ein paar letzter kinski-telefonate führt. zu meiner beruhigung sträubt sich auch im kinskiforum so manches nackenhaar („diese idioten vom wdr sollten mal lieber das komplette interview auf der nachtschiene ausstrahlen, ohne dumme kommentare und ätzende soundeffekte.“ „diese ständigen musikalischen unterbrechungen, mit denen wohl künstlich verstörung erzeugt werden soll“), eingedenk der bemühten aufbereitung von diesem geschwätz, untermalt von dem hinterletzten nervtötenden heimorgelgewummer im verein mit mutmaßlich irgendwie künstlerisch gedachten klingklong- einschüben sowie dummfrechen, denkbar plump plazierten verhackstückungen von kinskis stimme der villon-aufnahmen. von der akustischen kriechspur des beim geringsten anlass devot aufkichernden hauptverursachers ‚lorenz lorenz‘ („das ist mein künstlername“) gar nicht anzufangen. unerträglich. mutmaßlich wurde geld gebraucht.
nicht weniger ärgerlich, die immer wieder eitel betonte und zudem falsche behauptung von lorenz (oder schröter oder wie er auch immer heißt), kinski hätte sich wegen und während der telefonate mit ihm die krankheit zugezogen, an der er wochen später gestorben sei (er starb an einem herzinfarkt). kinski war in hörbar schlechter gesundheitlicher verfassung, auf die er mit den worten „vor ein paar tagen erkältet“ erklärend bezug nimmt. dass die erkältung von der telefoniererei nicht besser geworden ist, verwundert nun auch nicht. aber nein: herr schröter möchte offenkundig um jeden preis irgendwie mit dem schicksal von kinski verwoben sein, auf dass etwas vom glanze kinskis ihn streifen möge.
wie man sieht, kinskis charisma verstrahlt selbst anhand von ein paar sequenzen genervten gesabbels ein hörspielpreisgremium. das groteske werk ist tatsächlich für einen preis nominiert. nicht zu fassen. man fragt sich, welch kläglicher natur die sonst nominierten darbietungen sein mögen. oder lieber nicht. wenn man dann noch am ende im abspann hört, welcher stattliche stab hier hochtrabend für „dramaturgie“ und „regie“ und weiß der geier nicht alles bei diesem hochstilisierten quark verantwortlich zeichnet, versteht man die welt nicht mehr. man könnte herrn schröter einen preis dafür geben, dass es ihm gar trefflich gelungen ist, auf sich aufmerksam zu machen.
kinski hätte sich im grabe umgedreht, so viel ist sicher. ansonsten schön, ihn mal wieder zu hören. sofern es gelingt, die konzentration aufzubringen, die man in hohem maße braucht, um die dummdreisten geräuscheffekte auszublenden.
29. oktober 2006

wie inhaliert?
seit ich heute nachmittag an dem ding da oben herummache, zerbreche ich mir den kopf, ob ich eine schwerwiegende bildungslücke habe, dass ich nicht auf anhieb weiß, wie ein triptychon mit mehr als drei teilen genannt wird. wenn wir dieses wunderbare internet nicht hätten. nun kann ich elegant und beiläufig erzählen, dass ich gerade an einem polyptychon dilettiere arbeite.
unlängst las ich bei meinem leibarzt in der bunten, dass keith richards jungen menschen empfiehlt, die finger von den drogen zu lassen, und zwar mit der begründung, dass die drogenqualität heute nicht mehr so gut wäre wie früher. da war die bunte ganz schön empört. (oder war es frau im spiegel?)
um aber endlich einmal mit dem vorurteil aufzuräumen, dass man solche sachen wie da oben sieht, wenn man haschisch oder mari- huana raucht: nein, liebe kinder, das stimmt nicht. solche sachen sieht man, wenn man lsd nimmt (ihr wisst schon, das ist die droge über die die beatgruppe ‚the beatles‘ mal angeblich so ein lied geschrieben hat. lucy in the sky with diamonds heißt es. wenn euch das jetzt nichts sagt, könnt ihr es ja daheim in eurem internet nachschauen oder mutti und vati fragen). solche unterschiede sind wichtig!
29. oktober 2006

wie inhaliert?
seit ich heute nachmittag an dem ding da oben herummache, zerbreche ich mir den kopf, ob ich eine schwerwiegende bildungslücke habe, dass ich nicht auf anhieb weiß, wie ein triptychon mit mehr als drei teilen genannt wird. wenn wir dieses wunderbare internet nicht hätten. nun kann ich elegant und beiläufig erzählen, dass ich gerade an einem polyptychon dilettiere arbeite.
unlängst las ich bei meinem leibarzt in der bunten, dass keith richards jungen menschen empfiehlt, die finger von den drogen zu lassen, und zwar mit der begründung, dass die drogenqualität heute nicht mehr so gut wäre wie früher. da war die bunte ganz schön empört. (oder war es frau im spiegel?)
um aber endlich einmal mit dem vorurteil aufzuräumen, dass man solche sachen wie da oben sieht, wenn man haschisch oder mari- huana raucht: nein, liebe kinder, das stimmt nicht. solche sachen sieht man, wenn man lsd nimmt (ihr wisst schon, das ist die droge über die die beatgruppe ‚the beatles‘ mal angeblich so ein lied geschrieben hat. lucy in the sky with diamonds heißt es. wenn euch das jetzt nichts sagt, könnt ihr es ja daheim in eurem internet nachschauen oder mutti und vati fragen). solche unterschiede sind wichtig!
28. oktober 2006

jupiter in scorpio
alternate title: „the pirate“: many of my paintings use to have more than one title, since I always choose them after the painting is finished. that’s the point, when I try to realize what I’ve actually done. I paint without any consciousness about what I’m doin. so it’s similiar to a journey in a foreign land. you never know, what happens next. I was quite surprised to recognize a pirate.
the first title ‚jupiter in scorpio‘ refers to the point, that, twoday on 28th of october the planet jupiter is exactly for one year in scorpio, which means quite good energy to me. not for everyone but certainly for me. it’s explosive and gives the scorpio-sign lots of fire.
the colors represent the encounter of the energy of jupiter, which is mainly prospering and flourishing and includes any powerful and optimistic color, with the deep going passionate energy of scorpio, which means always the combination of red an black (or black and white). but this year jupiter painted the white all colored and gay. a really friendly year for any scorpio.
25. oktober 2006
was ich dir sagen will
(, bruderherz)
vor ein paar nächten, zwei oder drei, kam die erinnerung. ich saß vor meinem rechner und spielte mit einer hand voll tonspuren von brian eno und david byrne. und ich dachte, wie gut eine gitarrenspur wäre. so kamen die gedanken zu dir. mir fiel ein, dass ich doch irgendwelche aufnahmen von dir haben muss. ich konnte es mir selbst nicht sicher beantworten, was ich genau von dir habe, weil ich es nie fertigbrachte, die kassetten nach deinem unfall zu hören. es war so schwer. zu schwer. unmachbar schwer, dich noch einmal zu hören, vielleicht sogar deine stimme, deine stratocaster und dir nicht mehr sagen zu können, was es mir bedeutet. es ist sogar jetzt noch schwer, das zu schreiben.
ich bin also aufgestanden und habe nachgeschaut, wo die kassetten überhaupt sind. als ich sie fand, war ich schon ziemlich aufgeregt. es sind vier stück. auf einer kassette ist eine aufnahme von deinem letzten auftritt mit deiner band. märz 1987. es ist unglaublich aber wahr. ich habe diese aufnahme nie gehört. in fast zwanzig jahren habe ich es nicht fertig gebracht und dann weggeschoben, ins vergessen. noch zwei kassetten mit aufnahmen von dir mit der gruppe. irgendeine davon hast du mir selbst gegeben, die habe ich natürlich damals schon gehört. sofort. aber seither nicht mehr. ich erinnere ganz dunkel eine liedzeile: „es ist 3:35 und ich liebe dich“. oder :33? vielleicht auch eine andere uhrzeit. aber es war irgendwas mit drei uhr.
und dann eine kassette ganz ohne cover, nur mit deiner schrägen handschrift. „tascam erster versuch“ steht drauf. weiter nichts. ich habe also wirklich eine cassette mit der allerersten aufnahme, die du jemals mit deiner tascam gemacht hast. dem vierspur-tonbandgerät, auf das du so stolz warst. und ich ging mit der kassette schlafen. machte das licht aus in meinem schlafzimmer, wo das einzige tapedeck in meiner wohnung steht. ich war so aufgeregt. war das vorgestern? vorvorgestern? ich lag wie aufgebahrt in meinem eigenen bett und suchte im dunkeln nervös mit der linken hand nach der playtaste, die ich nicht sofort fand, da ich sehr selten kassetten zuhause höre.
das band lief. es begann mit einer rhythmusspur. ein seltsam tackerndes geräusch wie sehr kurz aufeinanderfolgendes peitschenknallen. langatmig. dann seltsame stimmaufnahmen, die ganz gruselig rüberkamen, weil du offenbar mit dem pitch gespielt hast. unverständliche langgezogene laute, in verzerrter zeitlupe. was tue ich mir hier an, dachte ich, während ich stocksteif in meinem bett lag. elektrisiert und angespannt zugleich. endlich war diese aufnahme zu ende und die rückseite der cassette begann. wieder verschiedene rhythmusexperimente. dann ein zupfen, wie ein bass, ein paar minuten. ein anderer rhythmus, für mich nicht identifizierbarer herkunft.
dann ein paar minuten akustische rhythmusgitarre. man hört, dass es alles keine aufnahmen für die nachwelt sein sollten, nur versuche, um dich mit dem aufnahmegerät vertraut zu machen. ein paar überraschend bluesige akkorde gitarre, die wie eine dobro klingt. wohl nur eine fingerübung, so untypisch für dich. da hast du irgendwas gemacht mit einem effektgerät, du hattest ja keine dobro. dann plötzlich ein keyboard. du hattest ein keyboard? ich kann mich gar nicht erinnern. ein zartes geklimper, wie ein einschlaflied. ganz schön. und dann ein kurzer wah wah akkord. das habe ich so sehr geliebt, wenn du mit dem wah wah gespielt hast.
kleine pausen zwischen den einzelnen sequenzen. und dann ein warmer ton. so warm. ich bin zu doof im nachhinein zu identifizieren, ob ich da deine les paul oder die stratocaster höre. aber mir wurde plötzlich sehr sehr warm ums herz. und du spieltest länger. ein ton, der mich an neil youngs aufnahmen für dead man erinnert. ganz stark. jetzt konnte ich schlafen. dachte ich.
aber ich lag wach. lange wach. ich konnte nicht schlafen. immer wieder geisterte die idee durch meinen kopf, dass ich irgendetwas damit machen möchte. obwohl es doch nur unvollkommene aufnahmeexperimente sind. rhythmusverschiebungen noch und noch, mitten im spiel. und doch. ich konnte sowieso nicht einschlafen. ich schaute auf die uhr, es war halbsechs uhr morgens. in meinem schlafzimmer war es noch dunkel und um die dunkelheit zu bewahren, hatte ich den einzigen vorhang den ich habe, zugezogen.
ich stand auf und holte mein notebook mit dem aufnahmeprogramm und das mikrofon. bestimmt schütteln jetzt viele den kopf, weil man längst analoge kassettenaufnahmen professionell rippen kann, aber ich habe das noch nie gemacht und wollte jetzt und sofort eine tonspur deiner gitarre haben. es dämmerte hinter dem dunklen fenster, ich saß mit gekreuzten beinen auf dem teppich vor dem rechner und nur der monitor warf ein sanftes blaues licht. ich spulte das band zurück und packte das mikro auf den ständer in lautsprecherhöhe, setzte mich mucksmäuschenstill vor den rechner und drückte mit der maus auf record. ich sah der wachsenden tonspur zu und wusste, das ist genau das, was in diesem moment richtig ist. diesem heiligen pulsieren des diagramms zuzuschauen. und an dich zu denken. und zu fühlen, dass du das gut finden würdest, was ich da gerade mache, voller andacht.
dann ging ich schlafen. dann konnte ich schlafen.
und so entstand in den nächsten stunden und nächten dieses kleine stück, mit der über zwanzig jahre alten ersten aufnahme deiner gitarre und ein paar schrägen tonspuren deiner kleinen schwester. ich schrieb vor einigen jahren ein paar worte für dich, weil du mir im halbschlaf begegnet warst. und deswegen heißt es halb im schlaf.
hör es dir einfach an
http://www.ipernity.com/mp/3616991.5b4f6887.mp3.swf?e=mp3
25. oktober 2006
was ich dir sagen will
(, bruderherz)
vor ein paar nächten, zwei oder drei, kam die erinnerung. ich saß vor meinem rechner und spielte mit einer hand voll tonspuren von brian eno und david byrne. und ich dachte, wie gut eine gitarrenspur wäre. so kamen die gedanken zu dir. mir fiel ein, dass ich doch irgendwelche aufnahmen von dir haben muss. ich konnte es mir selbst nicht sicher beantworten, was ich genau von dir habe, weil ich es nie fertigbrachte, die kassetten nach deinem unfall zu hören. es war so schwer. zu schwer. unmachbar schwer, dich noch einmal zu hören, vielleicht sogar deine stimme, deine stratocaster und dir nicht mehr sagen zu können, was es mir bedeutet. es ist sogar jetzt noch schwer, das zu schreiben.
ich bin also aufgestanden und habe nachgeschaut, wo die kassetten überhaupt sind. als ich sie fand, war ich schon ziemlich aufgeregt. es sind vier stück. auf einer kassette ist eine aufnahme von deinem letzten auftritt mit deiner band. märz 1987. es ist unglaublich aber wahr. ich habe diese aufnahme nie gehört. in fast zwanzig jahren habe ich es nicht fertig gebracht und dann weggeschoben, ins vergessen. noch zwei kassetten mit aufnahmen von dir mit der gruppe. irgendeine davon hast du mir selbst gegeben, die habe ich natürlich damals schon gehört. sofort. aber seither nicht mehr. ich erinnere ganz dunkel eine liedzeile: „es ist 3:35 und ich liebe dich“. oder :33? vielleicht auch eine andere uhrzeit. aber es war irgendwas mit drei uhr.
und dann eine kassette ganz ohne cover, nur mit deiner schrägen handschrift. „tascam erster versuch“ steht drauf. weiter nichts. ich habe also wirklich eine cassette mit der allerersten aufnahme, die du jemals mit deiner tascam gemacht hast. dem vierspur-tonbandgerät, auf das du so stolz warst. und ich ging mit der kassette schlafen. machte das licht aus in meinem schlafzimmer, wo das einzige tapedeck in meiner wohnung steht. ich war so aufgeregt. war das vorgestern? vorvorgestern? ich lag wie aufgebahrt in meinem eigenen bett und suchte im dunkeln nervös mit der linken hand nach der playtaste, die ich nicht sofort fand, da ich sehr selten kassetten zuhause höre.
das band lief. es begann mit einer rhythmusspur. ein seltsam tackerndes geräusch wie sehr kurz aufeinanderfolgendes peitschenknallen. langatmig. dann seltsame stimmaufnahmen, die ganz gruselig rüberkamen, weil du offenbar mit dem pitch gespielt hast. unverständliche langgezogene laute, in verzerrter zeitlupe. was tue ich mir hier an, dachte ich, während ich stocksteif in meinem bett lag. elektrisiert und angespannt zugleich. endlich war diese aufnahme zu ende und die rückseite der cassette begann. wieder verschiedene rhythmusexperimente. dann ein zupfen, wie ein bass, ein paar minuten. ein anderer rhythmus, für mich nicht identifizierbarer herkunft.
dann ein paar minuten akustische rhythmusgitarre. man hört, dass es alles keine aufnahmen für die nachwelt sein sollten, nur versuche, um dich mit dem aufnahmegerät vertraut zu machen. ein paar überraschend bluesige akkorde gitarre, die wie eine dobro klingt. wohl nur eine fingerübung, so untypisch für dich. da hast du irgendwas gemacht mit einem effektgerät, du hattest ja keine dobro. dann plötzlich ein keyboard. du hattest ein keyboard? ich kann mich gar nicht erinnern. ein zartes geklimper, wie ein einschlaflied. ganz schön. und dann ein kurzer wah wah akkord. das habe ich so sehr geliebt, wenn du mit dem wah wah gespielt hast.
kleine pausen zwischen den einzelnen sequenzen. und dann ein warmer ton. so warm. ich bin zu doof im nachhinein zu identifizieren, ob ich da deine les paul oder die stratocaster höre. aber mir wurde plötzlich sehr sehr warm ums herz. und du spieltest länger. ein ton, der mich an neil youngs aufnahmen für dead man erinnert. ganz stark. jetzt konnte ich schlafen. dachte ich.
aber ich lag wach. lange wach. ich konnte nicht schlafen. immer wieder geisterte die idee durch meinen kopf, dass ich irgendetwas damit machen möchte. obwohl es doch nur unvollkommene aufnahmeexperimente sind. rhythmusverschiebungen noch und noch, mitten im spiel. und doch. ich konnte sowieso nicht einschlafen. ich schaute auf die uhr, es war halbsechs uhr morgens. in meinem schlafzimmer war es noch dunkel und um die dunkelheit zu bewahren, hatte ich den einzigen vorhang den ich habe, zugezogen.
ich stand auf und holte mein notebook mit dem aufnahmeprogramm und das mikrofon. bestimmt schütteln jetzt viele den kopf, weil man längst analoge kassettenaufnahmen professionell rippen kann, aber ich habe das noch nie gemacht und wollte jetzt und sofort eine tonspur deiner gitarre haben. es dämmerte hinter dem dunklen fenster, ich saß mit gekreuzten beinen auf dem teppich vor dem rechner und nur der monitor warf ein sanftes blaues licht. ich spulte das band zurück und packte das mikro auf den ständer in lautsprecherhöhe, setzte mich mucksmäuschenstill vor den rechner und drückte mit der maus auf record. ich sah der wachsenden tonspur zu und wusste, das ist genau das, was in diesem moment richtig ist. diesem heiligen pulsieren des diagramms zuzuschauen. und an dich zu denken. und zu fühlen, dass du das gut finden würdest, was ich da gerade mache, voller andacht.
dann ging ich schlafen. dann konnte ich schlafen.
und so entstand in den nächsten stunden und nächten dieses kleine stück, mit der über zwanzig jahre alten ersten aufnahme deiner gitarre und ein paar schrägen tonspuren deiner kleinen schwester. ich schrieb vor einigen jahren ein paar worte für dich, weil du mir im halbschlaf begegnet warst. und deswegen heißt es halb im schlaf.
hör es dir einfach an
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24. oktober 2006
gruß nach san diego
24. oktober 2006
manchmal wüsste ich spaßeshalber ganz gerne, wieviele von den stillen mitlesern mich im grunde nicht ausstehen können. vielleicht bin ich ja auch nur ganz normal paranoid.
und dann stehen ja sonne und mars ab heute im skorpion. und herr mond. jupiter sowieso. und merkur. und morgen auch noch die gute alte venus. da wirft man dann schon mal den blick auf die eine oder andere leiche im keller.
19. oktober 2006



sonnenbrillenunfug. und plötzlich die geschichten. die geschichte jeder sonnenbrille. man setzt sie auf und die geschichte ist da. manche haben keine besondere. manche eine sehr besondere. da ist diese pilotenbrille mit den braungetönten gläsern, die mir eigentlich viel zu groß ist. sie gehörte meinem großvater, dessen hand ich hielt, als er starb. er wurde einundachtzig jahre alt und war in seinen letzten lebensjahren sehr zugempfindlich im gesicht und an den augen. vielleicht habe ich das ja von ihm. bei mir tränen auch immer gleich die augen, wenn ein leichter wind weht oder es zu kalt draußen ist, besonders das rechte. wenn jemand stirbt, bleiben diese dinge zurück. sonnenbrillen.
eine brille mit riesigen insektengläsern, wie man sie von bildern der knef oder bardot aus den siebzigern kennt. die erste sonnenbrille, die ich mir selbst gekauft habe. irgendwann in den siebzigern. ich war wohl in der siebten klasse. ich müsste also dreizehn gewesen sein. achtundsiebzig könnte hinkommen.
und dann ist da die erste brille, die sich mein bruder gekauft hatte, auch eine pilotenbrille, auch siebziger. mit so komischen biegsamen drahtbügeln. sportbrille nannte man das damals. damit die brille beim rennen nicht runterfällt. dabei kann ich mich überhaupt nicht erinnern, dass mein bruder jemals großartig sport getrieben hätte. eher im gegenteil. er war genauso ein stubenhocker wie ich, wenn er nicht gerade auf seinem zündapp-mokick unterwegs zu einem freund oder in den übungsraum war.
verschiedene brillenmodelle, die man einfach mal so mitnimmt, weil einem die, die man schon hatte, plötzlich unmodern vorkamen. oder brillen, die man unterwegs gekauft hat, weil man unerwartet von heftiger sonne überrascht wurde. oder weil es einfach spaß macht, brillen aufzusetzen und auszuprobieren.
zwischen all den brillen eine schwarze augenklappe. ich trug sie vor zehn jahren zur hochzeit meiner freundin elena. ich hatte vor, ausgiebig zu filmen und wusste, dass es auf dauer sehr anstrengend werden würde, beim stundenlangen fokussieren das linke auge zuzukneifen, deshalb beschloss ich, mir die ganze sache mit einer verwegenen augenklappe zu erleichtern und machte aus der not eine tugend, indem ich passend zur augenklappe in dunklen nadelstreifen und schwarzen overkneestiefeln im vornehmen charlottenburger standes- amt einlief. erich von stroheim wäre stolz gewesen.
und dann diese porsche-sonnenbrille. dieses riesending. das gleiche modell, das yoko ono jahrelang nach dem tod von john lennon trug. sie gehörte auch meinem bruder. er hatte sie auf, als er gegen diesen baum fuhr. auf der rechten seite ist eine kleiner kratzer, drei der dreizehn kleinen schrauben fehlen, mehr nicht. und ich habe die ganzen brillen aufgesetzt und fotos gemacht, aus einer verspielten laune. und als ich die yoko-brille aufhatte, war er plötzlich ganz nah.
19. oktober 2006



sonnenbrillenunfug. und plötzlich die geschichten. die geschichte jeder sonnenbrille. man setzt sie auf und die geschichte ist da. manche haben keine besondere. manche eine sehr besondere. da ist diese pilotenbrille mit den braungetönten gläsern, die mir eigentlich viel zu groß ist. sie gehörte meinem großvater, dessen hand ich hielt, als er starb. er wurde einundachtzig jahre alt und war in seinen letzten lebensjahren sehr zugempfindlich im gesicht und an den augen. vielleicht habe ich das ja von ihm. bei mir tränen auch immer gleich die augen, wenn ein leichter wind weht oder es zu kalt draußen ist, besonders das rechte. wenn jemand stirbt, bleiben diese dinge zurück. sonnenbrillen.
eine brille mit riesigen insektengläsern, wie man sie von bildern der knef oder bardot aus den siebzigern kennt. die erste sonnenbrille, die ich mir selbst gekauft habe. irgendwann in den siebzigern. ich war wohl in der siebten klasse. ich müsste also dreizehn gewesen sein. achtundsiebzig könnte hinkommen.
und dann ist da die erste brille, die sich mein bruder gekauft hatte, auch eine pilotenbrille, auch siebziger. mit so komischen biegsamen drahtbügeln. sportbrille nannte man das damals. damit die brille beim rennen nicht runterfällt. dabei kann ich mich überhaupt nicht erinnern, dass mein bruder jemals großartig sport getrieben hätte. eher im gegenteil. er war genauso ein stubenhocker wie ich, wenn er nicht gerade auf seinem zündapp-mokick unterwegs zu einem freund oder in den übungsraum war.
verschiedene brillenmodelle, die man einfach mal so mitnimmt, weil einem die, die man schon hatte, plötzlich unmodern vorkamen. oder brillen, die man unterwegs gekauft hat, weil man unerwartet von heftiger sonne überrascht wurde. oder weil es einfach spaß macht, brillen aufzusetzen und auszuprobieren.
zwischen all den brillen eine schwarze augenklappe. ich trug sie vor zehn jahren zur hochzeit meiner freundin elena. ich hatte vor, ausgiebig zu filmen und wusste, dass es auf dauer sehr anstrengend werden würde, beim stundenlangen fokussieren das linke auge zuzukneifen, deshalb beschloss ich, mir die ganze sache mit einer verwegenen augenklappe zu erleichtern und machte aus der not eine tugend, indem ich passend zur augenklappe in dunklen nadelstreifen und schwarzen overkneestiefeln im vornehmen charlottenburger standes- amt einlief. erich von stroheim wäre stolz gewesen.
und dann diese porsche-sonnenbrille. dieses riesending. das gleiche modell, das yoko ono jahrelang nach dem tod von john lennon trug. sie gehörte auch meinem bruder. er hatte sie auf, als er gegen diesen baum fuhr. auf der rechten seite ist eine kleiner kratzer, drei der dreizehn kleinen schrauben fehlen, mehr nicht. und ich habe die ganzen brillen aufgesetzt und fotos gemacht, aus einer verspielten laune. und als ich die yoko-brille aufhatte, war er plötzlich ganz nah.
18. oktober 2006
ärgerlich. sehr, sehr ärgerlich.
in der letzten halben stunde habe ich sämtliche bücherregale nach einem meiner größten schätze durchforstet: „immer schön sein“ von gwinny von heid oder so ähnlich. ein schönheitsratgeber aus den fünfziger jahren, den ich als teenager in einem aufwasch mit erbau- lichen schriften wie „heirate mich, chéri“, „eine liebesheirat“, „süßer vogel jugend“, „bonjour tristesse“ sowie dem „tagebuch der anne frank“ erfolgreich meiner frau mama abgeschwatzt habe.
nun suche ich dieses hilfreiche werk und kann es nicht mehr finden. ich sehe noch den umschlag vor mir: weiß, hochglänzend, im praktischen taschenbuchformat, auf der vorderseite die zeichnung einer jungen frau mit flottem kurzhaarschnitt, modernen hosen und blau-weiß geringeltem pullover. was für ein verlust!
schmerzlich muß ich mich nun von der idee verabschieden, meinen leserinnen das eine oder andere kapitel auf dem wege des abend- lichen vorlesens zugänglich zu machen. das ist wie gesagt: sehr, sehr ärgerlich. nun stehen freilich auch noch andere sachen zur auswahl, die ggf. zur abendunterhaltung in meinem schönen heim beitragen könnten. als da wären: „fibel für den umgang im betrieb“, „blut und bier“ und die heilige schrift. ach stimmt: „das große wilhelm-busch-buch“ habe ich selbstverständlich auch noch.
leider kann ich nicht, wie andere das sehr wohl können, hier eine umfrage einbauen, sonst wäre das jetzt natürlich im nächsten absatz kundenfreundlich im angebot.
die fibel für den umgang im betrieb ist einer meiner momentanen favoriten, speziell das kapitel „der betriebsausflug“. aber das kann sich minütlich ändern, da ich heute etwas unpässlich bin.
16. oktober 2006

http://www.ipernity.com/mp/7292714.2070c73d.mp3.swf gaga liest: everybody needs a rock v. byrd baylor
17. oktober 2005

still alive and well.
16. oktober 2006

http://www.ipernity.com/mp/7292714.2070c73d.mp3.swf gaga liest: everybody needs a rock v. byrd baylor
14. oktober 2006
beim archiv verschieben wurden mal eben die letzten kommentare aus der seitenleiste da unten gefeudelt. sieht ja nun sehr aufgeräumt aus. man kann es nicht anders sagen. sie dürfen gerne ein wenig neuen schmutz hereinbringen
14. oktober 2006
beim archiv verschieben wurden mal eben die letzten kommentare aus der seitenleiste da unten gefeudelt. sieht ja nun sehr aufgeräumt aus. man kann es nicht anders sagen. sie dürfen gerne ein wenig neuen schmutz hereinbringen
14. oktober 2006
smirnoff schmeckt mir persönlich zu sehr nach moskovskaya. zu blumig. schade eigentlich. mit smirnoff verbinde ich die angenehme erinnerung an eine szene in alan rudolphs choose me, ein film aus den achtzigern mit keith carradine, auf den ich damals ungeheuer abgefahren bin (also carradine – nicht zu verwechseln mit dem kung fu-schauspieler-bruder, der hieß david). wie altbacken der film einem heute vorkommt. damals fand ich diese barszenen in los angeles mit lesley ann warren hinterm tresen, in schwarz-rot und mit kecker fliege zum hemd aufregend. aber 1986 schien ohnehin alles mögliche aufregend. ich fand warren damals tatsächlich gut, auch wie sie spielte. heute kommt mir ihr betont laszives geschaue affektiert und eine spur zu gewollt vor. der plot geradenach platt und beliebig. wie sich der blick auf manches doch wandelt. tja.
13. oktober 2006
manchmal kotzt mich mein eigenes herumgealbere an. ha ha. kein scherz. aber wer die eigene leichtigkeit geißelt, dem muß wohl zu wohl sein. ich sollte froh sein. lamento ist so leicht. so einfach. nichts einfacher als das. auch keine marktlücke. aber: ich weine gerne. ab und zu. es entspannt genauso wie ein lachen, vorausgesetzt, es entbehrt echter tragik. ein wenig weinen, sehr nett. mein gott, ich sollte froh sein. so verdammt verdammt froh, dass ich es nicht mehr muss.
12. oktober 2006
heute habe ich leider keine guten nachrichten.
falls sie sich gerade an den komischen namen der verfasserin gewöhnt haben sollten: sie müssen sich wieder umgewöhnen. nun. ja, ich werde meinen namen kurzfristig ändern. und: ja, man darf gratulieren. künftig werde ich daniela düsentrieb heißen. ein name, der mir, wie ich seit heute nacht weiß, bestimmt ist wie kein anderer. frau julie würde sagen die stimmen haben es befohlen – aber ich, die ich einstmals frau gaga genannt wurde, sage: ich habe eine botschaft empfangen. im traum wurde mir letzte nacht eine zukunftsweisende erfindung in den schoß gelegt! wie oft habe ich mir schon insgeheim so bei mir gedacht: geheime kräfte wohnen in mir! geheime mächte wollen mir ihr höheres wissen übermitteln! ich bin auserwählt! und heute nacht erhielt ich den letzten beweis. aber der reihe nach.
im traume gesellte ich mich mit ein paar wackeren recken um einen hölzernen tisch um wichtige überseegeschäfte zu besprechen! ich erinnere nun nicht mehr recht den verhandlungsgegenstand, aber es ging um harte dollars! und ich saß knallharten geschäftspartnern gegenüber. ach nein, nicht gegenüber. der tisch war irgendwie oval und alle saßen so im halbrund nebeneinander. die herren aus amerika wirkten sehr gut informiert und man spürte, dass sie mit den neuesten technologien auf du und du waren! nun wurde irgendeine technische angelegenheit erörtert, an die ich mich nicht weiter erinnern kann. auf jeden fall war das auge der nächtlichen traumkamera strikt auf einen der herren aus amerika gerichtet. etwa ende dreißig, kurzgeschnittenes mittelblondes haar, von kräftiger statur. recht gutaussehend, scharfsinniger gesichtsausdruck, bohrender blick. gelächelt wurde nicht.
bei all dem gerede rückte nun immer mehr die tischplatte in den mittelpunkt, oder vielmehr der bereich des tisches des erwähnten herrn, der ohne unterlass alles notierte, was ihm wichtig erschien. und das war eine ganze menge! plötzlich sah ich, dass sich auf seinem notizblock, wie von zauberhand, die soeben mit schwarzer tinte oder kugelschreiber geschriebenen handschriftlichen krakel in schärfste druckbuchstabentypen verwandelten. faszinierend! ich konnte mich gar nicht sattsehen. er schmierte irgendein zeug auf seinen block, in einer sauklaue, die meiner nicht unähnlich war und dann! dann sah ich es! er knipste in sekundenschnelle auf das obere ende von seinem stift, wischte kurz über das handgeschriebene, wie die kassiererin im supermarkt, wenn sie den preis einscannt und schon verwandelte sich alles in leserlich gedrucktes. toll toll toll!
nun merkte der herr natürlich, dass ich mich seit einer weile mehr für sein wundergerät, als für die gemeinsame geschäftsangelegenheit interessierte und ich fragte kurzerhand, was das denn für ein tolles schreibgerät sei und wie teuer? sogleich führte er mir noch weitere kunststücke des schreiberlings vor. zum beispiel konnte das schlaue gerät bekannte markenlogos identifizieren und ausspucken, wenn man nur annäherend eine ähnliche figur zusammenkrakelte. als beweis machte er irgendeinen kringel und schon wurde ein perfekter mercedes-stern auf’s papier gedruckt! als zweites beispiel für weltberühmte markenlogos schrieb er dann irgendwie etwas kurzes mit ‚g‘ und prompt spuckte der kleine zauberstab einen gaga-kringel wie da oben rechts in der ecke aus!
von da an war es mir klar: hierbei handelt es sich um eine erfindung, die eine unermessliche bereicherung für jeden menschen darstellt. natürlich ist so eine sensationelle wundermaschine nicht ganz billig. ich fragte ja, wie bereits erwähnt, auch nach dem kostenpunkt. meiner erinnerung nach lag der preis bei 1798,- dollar. zuerst bin ich natürlich auch ein wenig erschrocken, weil man sich ja nicht so ohne weiteres einen neuen kugelschreiber für 1798,- dollar zulegen möchte. je länger ich aber darüber nachdenke, um so unbezahlbarer scheint mir dieses phantastische gerät zu sein, das auch in ihrem haushalt nicht fehlen sollte. erste bestellungen nehme ich natürlich auch gerne per e-mail entgegen, bis mein online-shop startklar ist. zusätzliche versandkosten werden übrigens nicht erhoben. greifen sie zu!
12. oktober 2006
heute habe ich leider keine guten nachrichten.
falls sie sich gerade an den komischen namen der verfasserin gewöhnt haben sollten: sie müssen sich wieder umgewöhnen. nun. ja, ich werde meinen namen kurzfristig ändern. und: ja, man darf gratulieren. künftig werde ich daniela düsentrieb heißen. ein name, der mir, wie ich seit heute nacht weiß, bestimmt ist wie kein anderer. frau julie würde sagen die stimmen haben es befohlen – aber ich, die ich einstmals frau gaga genannt wurde, sage: ich habe eine botschaft empfangen. im traum wurde mir letzte nacht eine zukunftsweisende erfindung in den schoß gelegt! wie oft habe ich mir schon insgeheim so bei mir gedacht: geheime kräfte wohnen in mir! geheime mächte wollen mir ihr höheres wissen übermitteln! ich bin auserwählt! und heute nacht erhielt ich den letzten beweis. aber der reihe nach.
im traume gesellte ich mich mit ein paar wackeren recken um einen hölzernen tisch um wichtige überseegeschäfte zu besprechen! ich erinnere nun nicht mehr recht den verhandlungsgegenstand, aber es ging um harte dollars! und ich saß knallharten geschäftspartnern gegenüber. ach nein, nicht gegenüber. der tisch war irgendwie oval und alle saßen so im halbrund nebeneinander. die herren aus amerika wirkten sehr gut informiert und man spürte, dass sie mit den neuesten technologien auf du und du waren! nun wurde irgendeine technische angelegenheit erörtert, an die ich mich nicht weiter erinnern kann. auf jeden fall war das auge der nächtlichen traumkamera strikt auf einen der herren aus amerika gerichtet. etwa ende dreißig, kurzgeschnittenes mittelblondes haar, von kräftiger statur. recht gutaussehend, scharfsinniger gesichtsausdruck, bohrender blick. gelächelt wurde nicht.
bei all dem gerede rückte nun immer mehr die tischplatte in den mittelpunkt, oder vielmehr der bereich des tisches des erwähnten herrn, der ohne unterlass alles notierte, was ihm wichtig erschien. und das war eine ganze menge! plötzlich sah ich, dass sich auf seinem notizblock, wie von zauberhand, die soeben mit schwarzer tinte oder kugelschreiber geschriebenen handschriftlichen krakel in schärfste druckbuchstabentypen verwandelten. faszinierend! ich konnte mich gar nicht sattsehen. er schmierte irgendein zeug auf seinen block, in einer sauklaue, die meiner nicht unähnlich war und dann! dann sah ich es! er knipste in sekundenschnelle auf das obere ende von seinem stift, wischte kurz über das handgeschriebene, wie die kassiererin im supermarkt, wenn sie den preis einscannt und schon verwandelte sich alles in leserlich gedrucktes. toll toll toll!
nun merkte der herr natürlich, dass ich mich seit einer weile mehr für sein wundergerät, als für die gemeinsame geschäftsangelegenheit interessierte und ich fragte kurzerhand, was das denn für ein tolles schreibgerät sei und wie teuer? sogleich führte er mir noch weitere kunststücke des schreiberlings vor. zum beispiel konnte das schlaue gerät bekannte markenlogos identifizieren und ausspucken, wenn man nur annäherend eine ähnliche figur zusammenkrakelte. als beweis machte er irgendeinen kringel und schon wurde ein perfekter mercedes-stern auf’s papier gedruckt! als zweites beispiel für weltberühmte markenlogos schrieb er dann irgendwie etwas kurzes mit ‚g‘ und prompt spuckte der kleine zauberstab einen gaga-kringel wie da oben rechts in der ecke aus!
von da an war es mir klar: hierbei handelt es sich um eine erfindung, die eine unermessliche bereicherung für jeden menschen darstellt. natürlich ist so eine sensationelle wundermaschine nicht ganz billig. ich fragte ja, wie bereits erwähnt, auch nach dem kostenpunkt. meiner erinnerung nach lag der preis bei 1798,- dollar. zuerst bin ich natürlich auch ein wenig erschrocken, weil man sich ja nicht so ohne weiteres einen neuen kugelschreiber für 1798,- dollar zulegen möchte. je länger ich aber darüber nachdenke, um so unbezahlbarer scheint mir dieses phantastische gerät zu sein, das auch in ihrem haushalt nicht fehlen sollte. erste bestellungen nehme ich natürlich auch gerne per e-mail entgegen, bis mein online-shop startklar ist. zusätzliche versandkosten werden übrigens nicht erhoben. greifen sie zu!
04. oktober 2006
werte genossinnen und genossen,
heute präsentiere ich euch ein kampflied zu ehren des commandante che guevara. genosse biermann und ich tragen das lied gemeinsam vor und wir hoffen, ihr stimmt alle recht zahlreich mit ein!
HASTA LA VICTORIA SIEMPRE!
[ bedienungsanleitung: nach sonnenuntergang unter hinreichender gabe alkohol- haltiger flüssigarznei zuzuführen. ]
06. oktober 2006
experiment fenchel II: ich nehme jetzt meine tropfen und dann mache ich mir spaghetti mit scharfer knoblauch-tomatensoße und in butter gerösteten fenchelkäfern. die kommen dann über den parmesan. hoffentlich wird mir nicht schlecht davon. ich muß jetzt sowieso langsam meine ernährung umstellen, da ich ja niemals wieder sushi essen kann.
10. oktober 2006
wie könnte man das phänomen auf männlicher seite bezeichnen, das ich weiblicherseits gerne als schleichende vermutterung benennen möchte und welches den zustand skizziert, wenn innerhalb einer paarbeziehung eine konstellation prägnant wird, die jeder außen- stehende flugs als eltern-kind-schema identifiziert? auf gut deutsch: notorisches muttersöhnchen drängt zur mutterfrau und wird schicksalshaft immer wieder zum sohn anstatt zum manne. schleichende verrockzipfelung?
10. oktober 2006
wie könnte man das phänomen auf männlicher seite bezeichnen, das ich weiblicherseits gerne als schleichende vermutterung benennen möchte und welches den zustand skizziert, wenn innerhalb einer paarbeziehung eine konstellation prägnant wird, die jeder außen- stehende flugs als eltern-kind-schema identifiziert? auf gut deutsch: notorisches muttersöhnchen drängt zur mutterfrau und wird schicksalshaft immer wieder zum sohn anstatt zum manne. schleichende verrockzipfelung?
09. oktober 2006
(verwurst-verwurst)

ursprünglich zu anschauungszwecken des einen* (!) makels, den ich mir öffentlich einzugestehen traue, bei der geschätzten frau smartass gepostet. aber weil es die einzige aufnahme ist, wo ich den anblick nicht abscheulich finde, auch hier. und weil jemand so einen unglaublichen kommentar geschrieben hat. und weil mir gerade nix weiter einfällt. bin ja in der rekonvaleszenz. da darf ich das.
*zur beruhigung: auch mir sind gewellte körperpartien keine unbekannte größe – jedoch zu sehr im stetigen wandel begriffen, als dass ich es als gaga-immanent verinnerlicht hätte (da geht noch was)
09. oktober 2006
09. oktober 2006
(verwurst-verwurst)

ursprünglich zu anschauungszwecken des einen* (!) makels, den ich mir öffentlich einzugestehen traue, bei der geschätzten frau smartass gepostet. aber weil es die einzige aufnahme ist, wo ich den anblick nicht abscheulich finde, auch hier. und weil jemand so einen unglaublichen kommentar geschrieben hat. und weil mir gerade nix weiter einfällt. bin ja in der rekonvaleszenz. da darf ich das.
*zur beruhigung: auch mir sind gewellte körperpartien keine unbekannte größe – jedoch zu sehr im stetigen wandel begriffen, als dass ich es als gaga-immanent verinnerlicht hätte (da geht noch was)
07. oktober 2006
07. oktober 2006
07. oktober 2006
06. oktober 2006
schwarzer tee und vanillekipferl
(keine experimente)
06. oktober 2006
experiment fenchel II: ich nehme jetzt meine tropfen und dann mache ich mir spaghetti mit scharfer knoblauch-tomatensoße und in butter gerösteten fenchelkäfern. die kommen dann über den parmesan. hoffentlich wird mir nicht schlecht davon. ich muß jetzt sowieso langsam meine ernährung umstellen, da ich ja niemals wieder sushi essen kann.
05. oktober 2006
metoclopramiddihydrochlorid-monohydrat. „und wenn es am montag noch nicht besser ist, bringen sie mir eine stuhlprobe – äh schwester grmblgrmbl geben sie frau gaga ein röhrchen für die stuhlprobe mit, für alle fälle!“
ich mache jetzt kein foto von dem röhrchen. auch nicht ohne stuhl- probe. aber wenn man das dings sieht, braucht man selbst bei krankheitsbedingt eingeschränkter gehirnfunktion nicht allzu lange, um herauszufinden, wofür der zierliche plastikzylinder mit dem schraubverschluss in ansprechendem goldbraun gedacht sein könnte, so dass man eigentlich nicht viel falsch machen kann. gesetzt den fall.
aber dann soll ich ja erst mal auch noch fencheltee trinken. habe ich mir dann auch gleich im apothekenfachgeschäft besorgt. herr apo- theker: „ja bitte? was darf’s denn sein?“ ich: „ich soll fencheltee trinken“ apotheker: „welchen hätten sie denn gerne?“ ich: na den, der am besten wirkt!“ apotheker: es gibt teebeutel oder lose.“ ich: „ist denn der lose nicht der bessere?“ apotheker zuckt mit den schultern. ich wieder: „bei pfefferminztee ist da zum beispiel ein riesen geschmacksunterschied, der beuteltee schmeckt komplett anders als der lose!“ apotheker: „na, dann sollten sie den losen nehmen“. ich: „o.k. dann den losen“. habe ich mich ja wieder super selber beraten. kann ich eigentlich sehr zufrieden mit mir sein.
das fenchelteezeugs sieht ja sehr possierlich aus, ein bißchen wie kleine kartoffelkäfer. zehn bis fünfzehn minuten ziehen. beim tüteaufmachen war so mein erster gedanke, das zeug macht sich bestimmt ganz gut auf einem leckeren krustenbrot, also auf der kruste. aber so als tee. na ja. obwohl, es gibt schlimmere. meins isses nicht. ich denke, ich schmiere mir später mal ein schönes butterbrot und mache mir die kleinen kartoffelkäfer über die butter drüber. schön tief reingequetscht. jetzt, wo mir der onkel doktor medizin verschrieben hat, kommt bestimmt auch der appetit wieder. wär ja noch schöner. später dann butterbrotfoto. aber jetzt erst mal ein kleines nickerchen.
26. september 2006
http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76463757&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
►watch on youtube
[ ich habe, nur zur sicherheit (ich bin jungfrau), schon mal grimme-preis 2007 als suchbegriff eingegeben, damit die damen und herren gar nicht lange herum- suchen müssen. schließlich gilt gerade in der hart arbeitenden film- und fernseh- branche: zeit ist geld! oder wie man in hollywood sagt: time is money! (das ist englisch und heißt dasselbe) da können sich die jungen leute aus film, funk und fernsehen doch sicher nicht auch noch stundenlang damit aufhalten, umständlich irgendwelche preisträger herauszuforschen ]
05. oktober 2006
metoclopramiddihydrochlorid-monohydrat. „und wenn es am montag noch nicht besser ist, bringen sie mir eine stuhlprobe – äh schwester grmblgrmbl geben sie frau gaga ein röhrchen für die stuhlprobe mit, für alle fälle!“
ich mache jetzt kein foto von dem röhrchen. auch nicht ohne stuhl- probe. aber wenn man das dings sieht, braucht man selbst bei krankheitsbedingt eingeschränkter gehirnfunktion nicht allzu lange, um herauszufinden, wofür der zierliche plastikzylinder mit dem schraubverschluss in ansprechendem goldbraun gedacht sein könnte, so dass man eigentlich nicht viel falsch machen kann. gesetzt den fall.
aber dann soll ich ja erst mal auch noch fencheltee trinken. habe ich mir dann auch gleich im apothekenfachgeschäft besorgt. herr apo- theker: „ja bitte? was darf’s denn sein?“ ich: „ich soll fencheltee trinken“ apotheker: „welchen hätten sie denn gerne?“ ich: na den, der am besten wirkt!“ apotheker: es gibt teebeutel oder lose.“ ich: „ist denn der lose nicht der bessere?“ apotheker zuckt mit den schultern. ich wieder: „bei pfefferminztee ist da zum beispiel ein riesen geschmacksunterschied, der beuteltee schmeckt komplett anders als der lose!“ apotheker: „na, dann sollten sie den losen nehmen“. ich: „o.k. dann den losen“. habe ich mich ja wieder super selber beraten. kann ich eigentlich sehr zufrieden mit mir sein.
das fenchelteezeugs sieht ja sehr possierlich aus, ein bißchen wie kleine kartoffelkäfer. zehn bis fünfzehn minuten ziehen. beim tüteaufmachen war so mein erster gedanke, das zeug macht sich bestimmt ganz gut auf einem leckeren krustenbrot, also auf der kruste. aber so als tee. na ja. obwohl, es gibt schlimmere. meins isses nicht. ich denke, ich schmiere mir später mal ein schönes butterbrot und mache mir die kleinen kartoffelkäfer über die butter drüber. schön tief reingequetscht. jetzt, wo mir der onkel doktor medizin verschrieben hat, kommt bestimmt auch der appetit wieder. wär ja noch schöner. später dann butterbrotfoto. aber jetzt erst mal ein kleines nickerchen.
04. oktober 2006
ich bin ja nicht so schnell völlig sprachlos, aber die suchanfrage von 15:41 verschlägt selbst mir die sprache. unerhörte, neuartige, bizarre sexualfetisch-phantasien? weit gefehlt. es geht schon noch obszöner. ich meine: wirklich obszön
„lustige abschiedstexte“
wie wäre es damit:
„jetzt kommen die lustigen tage, schätzel ade. und dass ich es dir gleich sage, es tut mir gar nicht weh. und im sommer da blüht der rote, rote mohn und ein lustiges blut kommt überall davon. schätzel ade, ade! schätzel ade!“
[in hellmuth karaseks erinnerungen gefunden (…) „ich weiß noch genau, wie ich über manche wanderschafts- und frühlingslieder erschrocken war, erschrocken und mit ihnen auch wieder auf geheime weise schaudernd einverstanden, wenn zum beispiel die jungen burschen, die sich auf die wanderschaft machten, ihrer lieb- sten übermütig und frech und ohne mit der wimper zu zucken den laufpass gaben“ auf der flucht, s. 26]
04. oktober 2006
radikalität des alters
kann ich nur bestätigen. auch das mit der schamlosigkeit ist mir zunehmend weniger fremd. noch bin ich ja ein junger hüpfer, im vergleich zu frau mitscherlich, aber die ersten anzeichen sind bereits deutlich spürbar! macht euch also auf etwas gefasst, liebe kinder.
04. oktober 2006
werte genossinnen und genossen,
heute präsentiere ich euch ein kampflied zu ehren des commandante che guevara. genosse biermann und ich tragen das lied gemeinsam vor und wir hoffen, ihr stimmt alle recht zahlreich mit ein!
HASTA LA VICTORIA SIEMPRE!
[ bedienungsanleitung: nach sonnenuntergang unter hinreichender gabe alkohol- haltiger flüssigarznei zuzuführen. ]
30. september 2006
(huch)
ich muß es irgendwie hinkriegen, ein paar gefällige beiträge zu verfassen, damit die anderen auch glauben, dass es sich irgendwie unheimlich lohnt, hier zu lesen. mal überlegen. ganz schön schwer! scheiße! da geht es schon wieder los: das darf mir nicht mehr passieren! die unflätigen wörter und das gefluche, das muß ein ende haben! das schickt sich nun mal nicht. außerdem bin ich ja langsam in einem alter, wo man es schaffen sollte, seinem unmut in etwas gepflegterer form ausdruck zu verleihen. mist. wie schaffe ich das bloß. auch meine bockigen anwandlungen machen keinen guten eindruck. ich weiß das ja alles! nun bin ich aber nun einmal schon länger aus dem elternhaus ausgezogen und es fehlt eben die führende hand. ein problem stellt natürlich auch dar, dass meine kommentatoren mir keinerlei einhalt gebieten. dabei könnte das ungemein helfen! ich werde außerdem sofort nach einer internetausgabe des bewährten knigge forschen. da gibt es bestimmt feste richtlinien, damit ich mich in zukunft einer angemessenen ausdrucksweise befleißigen kann.
30. september 2006
30. september 2006
(huch)
ich muß es irgendwie hinkriegen, ein paar gefällige beiträge zu verfassen, damit die anderen auch glauben, dass es sich irgendwie unheimlich lohnt, hier zu lesen. mal überlegen. ganz schön schwer! scheiße! da geht es schon wieder los: das darf mir nicht mehr passieren! die unflätigen wörter und das gefluche, das muß ein ende haben! das schickt sich nun mal nicht. außerdem bin ich ja langsam in einem alter, wo man es schaffen sollte, seinem unmut in etwas gepflegterer form ausdruck zu verleihen. mist. wie schaffe ich das bloß. auch meine bockigen anwandlungen machen keinen guten eindruck. ich weiß das ja alles! nun bin ich aber nun einmal schon länger aus dem elternhaus ausgezogen und es fehlt eben die führende hand. ein problem stellt natürlich auch dar, dass meine kommentatoren mir keinerlei einhalt gebieten. dabei könnte das ungemein helfen! ich werde außerdem sofort nach einer internetausgabe des bewährten knigge forschen. da gibt es bestimmt feste richtlinien, damit ich mich in zukunft einer angemessenen ausdrucksweise befleißigen kann.
30. september 2006
27. september 2006
„dazu wird eine meistens weiße dirndlbluse (mit puffärmeln oder schmalen ärmeln, lang- oder kurzärmelig) getragen, die nur bis kurz unter die brust reicht„
da hatte ich doch eben eine ganz kleine irritation bei „die nur bis kurz unter die brust reicht“ ah ja: von oben gesehen. aber auch so interessant. nur bis kurz unter die brust. wäre ich von selber nie drauf gekommen. die landbevölkerung hat eben pfiffig gespart, wo es möglich war. aber halt! die bluse von meinem roten kinderdirndl ist bis zum bauchnabel gegangen. und das, obwohl meine armen eltern auch immer eisern gespart haben. womöglich auf das dirndl. manche dinge weiß man erst sehr viel später einzuordnen zu schätzen.
27. september 2006
meineherrn – dieses geflenne, dieses geweine „der sommer geht, wie ist es traurig“ „dieser herrlichste aller sommer, muß er nun wirklich sterben?“ „ach je, es wird schon (!) herbst, wie unendlich schade“ „warum nur, ach warum nur ist der sommer auf einmal vorbei?“ „sommer meines lebens“.
weinerliche beschwörungen, als ob mutter im sterben liegt. oder han- delt es sich etwa um erste lyrische gehversuche? o.k. gelegenheits- lyriker: irgendwann in der letzten zeit mal in den kalender geschaut? gibt es irgendetwas langweiligeres als dieses tägliche, immergleiche einlullende sommergesäusel? uninspirierend, dröge, plätschernd. der komische sommer da, war der erste sommer, in dem ich nicht die geringste lust hatte, in irgendeinen dieser heillos verpissten seen oder flüsse einzutauchen. menschenverseuchte freiflächen. der sommer, in dem ich vorzugsweise hinter abgedunkelten fenstern in innenräumen abkühlung suchte, auf der flucht vor stickigsten außentemperaturen. infolgedessen tatenlos bis zum überdruss. lähmend, langweilend, regungslos machend. und dieses von mir, langjähriger und geübter sonnenanbeterin. der sommer, in dem ich die hohe qualität unserer sonstigen wetterlage begriffen habe.
wer dreißig grad aufwärts bei hoher luftfeuchtigkeit und gleichförmig plätschernde sonneneinstrahlung so über alle maßen liebt, und nun aufgrund biologisch mehr als vertretbaren laubfalls, abschiedsbriefe verfassen muß, lebt hier vielleicht in den falschen breiten. dieser sommer hatte die penetranz von fahrstuhlmusik. die james last- party-edition unter den sommern.
[ endlich herbst ]
27. september 2006
„dazu wird eine meistens weiße dirndlbluse (mit puffärmeln oder schmalen ärmeln, lang- oder kurzärmelig) getragen, die nur bis kurz unter die brust reicht„
da hatte ich doch eben eine ganz kleine irritation bei „die nur bis kurz unter die brust reicht“ ah ja: von oben gesehen. aber auch so interessant. nur bis kurz unter die brust. wäre ich von selber nie drauf gekommen. die landbevölkerung hat eben pfiffig gespart, wo es möglich war. aber halt! die bluse von meinem roten kinderdirndl ist bis zum bauchnabel gegangen. und das, obwohl meine armen eltern auch immer eisern gespart haben. womöglich auf das dirndl. manche dinge weiß man erst sehr viel später einzuordnen zu schätzen.
27. september 2006
meineherrn – dieses geflenne, dieses geweine „der sommer geht, wie ist es traurig“ „dieser herrlichste aller sommer, muß er nun wirklich sterben?“ „ach je, es wird schon (!) herbst, wie unendlich schade“ „warum nur, ach warum nur ist der sommer auf einmal vorbei?“ „sommer meines lebens“.
weinerliche beschwörungen, als ob mutter im sterben liegt. oder han- delt es sich etwa um erste lyrische gehversuche? o.k. gelegenheits- lyriker: irgendwann in der letzten zeit mal in den kalender geschaut? gibt es irgendetwas langweiligeres als dieses tägliche, immergleiche einlullende sommergesäusel? uninspirierend, dröge, plätschernd. der komische sommer da, war der erste sommer, in dem ich nicht die geringste lust hatte, in irgendeinen dieser heillos verpissten seen oder flüsse einzutauchen. menschenverseuchte freiflächen. der sommer, in dem ich vorzugsweise hinter abgedunkelten fenstern in innenräumen abkühlung suchte, auf der flucht vor stickigsten außentemperaturen. infolgedessen tatenlos bis zum überdruss. lähmend, langweilend, regungslos machend. und dieses von mir, langjähriger und geübter sonnenanbeterin. der sommer, in dem ich die hohe qualität unserer sonstigen wetterlage begriffen habe.
wer dreißig grad aufwärts bei hoher luftfeuchtigkeit und gleichförmig plätschernde sonneneinstrahlung so über alle maßen liebt, und nun aufgrund biologisch mehr als vertretbaren laubfalls, abschiedsbriefe verfassen muß, lebt hier vielleicht in den falschen breiten. dieser sommer hatte die penetranz von fahrstuhlmusik. die james last- party-edition unter den sommern.
[ endlich herbst ]
26. september 2006
http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76463757&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
►watch on youtube
[ ich habe, nur zur sicherheit (ich bin jungfrau), schon mal grimme-preis 2007 als suchbegriff eingegeben, damit die damen und herren gar nicht lange herum- suchen müssen. schließlich gilt gerade in der hart arbeitenden film- und fernseh- branche: zeit ist geld! oder wie man in hollywood sagt: time is money! (das ist englisch und heißt dasselbe) da können sich die jungen leute aus film, funk und fernsehen doch sicher nicht auch noch stundenlang damit aufhalten, umständlich irgendwelche preisträger herauszuforschen ]
24. september 2006
17. september 2006
Ein neues Zeitalter bricht an! Aufmerksamen Lesern wird nicht entgangen sein, dass ich nicht müde werde, den Untergang des von mir über alle maßen geliebten Stummfilms anzuprangern! Welchen Ruhm könnte ich heute als Gaga Nielsen in diesem künstlerisch hochstehenden Genre ernten. Doch jammern bringt uns alle nicht weiter! Daher habe ich gestern Abend beschlossen: selbst ist die Frau! Meine Kamera, hat die da nicht auch irgendsoeine Filmfunktion drin? Gesagt, getan! Man sehe mir die Tonspur nach, das lässt sich ohne weiteres abstellen, rechts unten einfach auf das Megaphon draufklicken. Fertig ist der Stummfilm!
http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76463240&color=6a6a6a&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
►watch on youtube
Na bitte.
24. september 2006
23. september 2006
23. september 2006
23. september 2006
22. september 2006
21. september 2006
und diese sache mit dem sockenorakel erkläre ich morgen. wie eine linke schwarze falke-nordic-socke heute morgen endgültig (!!!) mein schicksal besiegelte – sie dürfen schon mal raten. ha ha! wer drauf- kommt kriegt von mir ein paar geschickt. tolle socken*, ganz tolle socken.
*anatomisch geformtes plüschpolster von der ferse bis über die zehen!
21. september 2006
schau schau. unser wurstblättchen wird doch wohl nicht anständig werden wollen und trumpft pünktlich zum sechzigsten mit der renitenten uschi obermaier auf. mal schauen, ob irgendwas neues drinsteht. als langjährige verehrerin habe ich selbstverständlich die erstausgabe von uschis wildem leben und werde jede abweichung gnadenlos entlarven! ich bin schon mächtig gespannt auf die morgige folge mit uschis persönlichem schönheitsrezept! (womöglich die religion?)










weil du heut ge burtstag hast, steh ich mit einem strauß vor deiner tür. wär so gern dein liebster gast, mach auf und nimm die blumen von mir. schon vor deinem haus, packe ich die rosen aus gelbe, rote, weiße. nur für dich.