15. november 2005

gerade musste ich an wolf biermann denken, an sein kuckuck. an dieses wunderbare lied. wer mag das kennen. auf der suche nach ein paar alten aufnahmen von ihm bin ich gerade über seinen geburtstag gestolpert, heute. heute schreiben keine frauen, dass sie wolf biermann aufregend finden. ich tue es. ich liebe die hörbare aggression, wenn er seine gitarre schlägt. ihre melancholie, sein rauhes flüstern.
ich denke nicht so sehr an den wolf biermann in den köpfen eines aufgeklärten publikums, obgleich ich ihn achte. ich denke an den verliebten wolf, der ein paar der schönsten liebeslieder in deutscher sprache geschrieben hat, die ich kenne. den liebe ich.

lieder, die man gehört haben sollte, bevor man tot umfällt.
*nur bei zweitausendeins

30. november 2005

das nenne ich einen sinnvollen beitrag. nach dem topflappenabsatz wird es wirklich interessant (wobei der freilich unabdingbar für den spannungsbogen dieser kleinen novelle von herrn paulsen ist).
leider ist es mir nicht möglich, in allen intimen einzelheiten zu erhellen, in welcher beziehung ich zu iggy pop stehe. das würde den rahmen meiner kleinen feinsinnigen seite entschieden sprengen. iggy pop ist natürlich gott. (aber das gehört ja eigentlich zur allgemeinbildung)

[ heavy rotation: american cesar ]

30. november 2005

das nenne ich einen sinnvollen beitrag. nach dem topflappenabsatz wird es wirklich interessant (wobei der freilich unabdingbar für den spannungsbogen dieser kleinen novelle von herrn paulsen ist).
leider ist es mir nicht möglich, in allen intimen einzelheiten zu erhellen, in welcher beziehung ich zu iggy pop stehe. das würde den rahmen meiner kleinen feinsinnigen seite entschieden sprengen. iggy pop ist natürlich gott. (aber das gehört ja eigentlich zur allgemeinbildung)

[ heavy rotation: american cesar ]

30. november 2005

steine steine steine mein lieb, und steine. all meine wahrheiten sind mir ja steine geworden. steine im weg und stein in der kehle und stein auf der seele und stein in der brust, in den leeren, den wehrenden händen. steine steine steine, mein lieb und steine. warf ich und traf mich und straf mich alleine, dass ich kein weg find, über die augen, rinnt mir der saft, rot dieser hass, wie blind macht das, liebe macht spaß. komm wisch ab das, und weine: steine steine steine, mein lieb und steine.
und meine worte, die alle nicht trafen und all die stummen und dummen und braven, steine steine steine, mein lieb und steine. dort wo wir uns finden, mein lieb untern linden, wo wir uns fassen und uns nicht lassen und uns verpassen, mang all die massen, bin ich alleine. zu wessen glück sag: schlafen die steine. dort wo graue furcht ist und laues hassen. die pflastersteine, sie träumen noch tief in den straßen. steine steine steine, mein lieb und steine

wolf biermann

28. november 2005

jupiter konj. mars
[ heftig ]
interessante mischung aus mordlust und konstruktivem kraftüber- schuss. ich mache alles doppelt so schnell wie sonst, gebe knappe und durchaus passende, gerne auch mal zickige antworten und strotze vor gesundheit. ha! unglaublich: ich bin um irgendwas gegen halb- sechs (?) aufgewacht, völlig ausgeschlafen und wollte unbedingt auf- stehen. so geschehen. gut um auszumisten. tabula rasa. (sowieso: merkur rückläufig bis 4. dez. – sehr gut dafür). wirklich verblüffend, dieses angenehme kochen zu spüren. pure elektrizität. ich hätte lust ein paar türen krachend zuzuschlagen, wäre ich nicht halbwegs zivi- lisiert. es gibt ja einen unterschied zwischen destruktiver und konstruk- tiver aggression. viele begreifen das nicht. aber so manche begreifen ja so manches nicht.
tabula rasa!