14. März 2009

Ja natürlich, dieser Computerkram ist langweilig. Ich bitte um Vergebung. Diese Frage, die man sich dann stellt: was ist wert, archiviert zu werden, was ist lässlich? Das schiebt noch ganz andere Gedankengänge an. Für wen hebt man das auf. Für wen oder was archiviert man was. Will man später damit im Museum landen. Ich ja schon ;-)

Apropos Museum. Hier kommt die Einladung zur Eröffnung der Austellung @bsolut privat am 19. März um 19:00 im Museum für Kommunikation in Berlin. Ihr wisst schon, die Ausstellung. War ich doch vor einem Jahr in Frankfurt deswegen. Ich komme auf jeden Fall am 19. März und kid37 kommt auch. Und Manfred Krug kommt auch. Und kommt ihr doch bitte auch. Ach das wäre schön.

P.S. Gibt auch Essen und Trinken!

15. März 2009


Sanfte Klapse nützen nichts. Ich brauche einen gewaltigen Arschtritt. Phänomenal, was für eine Kluft zwischen den Erkenntnissen eines kühlen Verstandes und des heißen Herzens liegen kann. Und alles in derselben Inkarnation. In mir. Und das letzte Wort hat immer das Herz. Bis ich tot bin.

17. März 2009

Ausgeschlafen, aber wie. Ich empfehle das. Sehr. Ziemlich Harakiri, dass man diese bekannten Dinge so lange ignoriert. Viel schlafen. Keinen Alkohol trinken. Frisches Gemüse, frisches Obst. Wenig Zucker, Bewegung, Massagen, keine Drogen, keine Geschmacksverstärker aus dem Chemielabor im Essen, keine Reizüberflutung. Diese ganze langweilige Litanei, die Wunder über Wunder, bei konsequenter Umsetzung bereits in der Morgenstunde in rauschhafte Zustände zu führen vermag, von der Drogen- anwender träumen. Und ganz ohne Nachspiel. Kein Kater, kein Brechreiz, keine Erschöpfung, keine Kopfschmerzen. Leicht- füßiges Pulsieren, sogar am Tag DANACH (!) Und am nächsten. Es ist so banal, derartige Binsen, es ist fast schon peinlich. Diese trivialen Alterserkenntnisse, immer so spät. Vorhin in der S-Bahn am liebsten getanzt und gesungen, mich aber natürlich nicht getraut. Beim stinknormalen Gehen, Fuß vor Fuß, von A nach B, eine mysteriöse Spannkraft gespürt, die sich irgendwie beinahe sportlich angefühlt hat, ja mit der man von Hause aus mindestens Aerobic-Kurse leiten sollte. Leider habe ich keine Ahnung von Aerobic. Mal sehen, wie es morgen ist. Ich werde noch am 17. März schlafen gehen, das heißt spätestens um Mitternacht! Wer je einen Blick auf die Uhrzeiten meiner Einträge geworfen hat, könnte jetzt durchaus der Meinung sein, dass ich mich hier gerade ein wenig sehr weit aus dem Fenster lehne. Aber es ist mir ernst. Bitter Ernst! Ist doch auch eigentlich völlig scheißegal, ob ich morgen oder übermorgen oder überübermorgen mit meinen Backups, nach denen kein Schwein pfeift außer mir, weitermache. Hausgemachter Termin- Zeit- und Leistungsdruck. Was für eine üble Angewohnheit. Entstanden ohne Einwirkung Dritter, die Forderungen stellen würden. Blödsinn alles. Gesundheit und Schönheit geht vor! Eigentlich muss man es nur wieder so machen, wie als Kind. Total simpel! Deswegen sind die auch so munter, die Bälger! Kein Alk, keine Fluppen, ab und zu Spinat, Traubenzucker, viel draußen spielen, Limo trinken, früh in die Heia. Und beten natürlich. Gutenachtgebet nie vergessen. Gute Nacht.

15. März 2009


Man muß dankbar sein. Keine Amputation. Die erste Seite mit diesem BMI-Rechner-Krempel, die diese wichtige Sache abfragt und in Erinnerung bringt. Man vergisst dieses Dinge ja immer wieder, wie froh zu sein, dass man keine amputierten Körperteile missen muss (Zähne nicht berücksichtigt) Und auch sonst. Ich unterziehe mich derzeit erfolgreich der brandneuen „keine-Zeit-zum-Kochen-und-Essen-wegen-Computerkack-Frühjahrsdiät“.
Da war ich doch gerade neugierig, ob es schon Früchte getragen hat und habe die leicht eingestaubte Waage wieder hervorgeholt. Ich praktiziere seit etwa drei Jahren den Trick: prinzipiell nie wiegen, außer an hohen kirchlichen Feiertagen. Also ca. 1 – 3 x pro Jahr. D. h. man spürt ja, wenn man gerade in Form ist, dass die Waage kein Schreckensergebnis zeigen dürfte und dann wiege ich mich! Z. B. nach längeren Krankheiten, wo man sowieso fast nur schläft, oder eben jetzt. Ich bin im Moment so absorbiert von dem, was mir alles durch den Kopf geht und diesem unausgesetzten Datensicherungsscheiß, dass mir der Appetit vergangen ist. Noch nicht mal Lust auf Rotwein. Wie Klumpenheidi sagt: „Meine Kinder sind mein work out“. Da kann ich nur erwidern: „Mein Trojaner ist mein work out“. Aber jetzt genug davon. Kann ja keiner mehr hören. Ab morgen hier nur noch Schöngeistiges. Lyrik! Womöglich gereimt.
(kleiner Scherz. Obwohl…)

15. März 2009


Sanfte Klapse nützen nichts. Ich brauche einen gewaltigen Arschtritt. Phänomenal, was für eine Kluft zwischen den Erkenntnissen eines kühlen Verstandes und des heißen Herzens liegen kann. Und alles in derselben Inkarnation. In mir. Und das letzte Wort hat immer das Herz. Bis ich tot bin.

15. März 2009


Man muß dankbar sein. Keine Amputation. Die erste Seite mit diesem BMI-Rechner-Krempel, die diese wichtige Sache abfragt und in Erinnerung bringt. Man vergisst dieses Dinge ja immer wieder, wie froh zu sein, dass man keine amputierten Körperteile missen muss (Zähne nicht berücksichtigt) Und auch sonst. Ich unterziehe mich derzeit erfolgreich der brandneuen „keine-Zeit-zum-Kochen-und-Essen-wegen-Computerkack-Frühjahrsdiät“.
Da war ich doch gerade neugierig, ob es schon Früchte getragen hat und habe die leicht eingestaubte Waage wieder hervorgeholt. Ich praktiziere seit etwa drei Jahren den Trick: prinzipiell nie wiegen, außer an hohen kirchlichen Feiertagen. Also ca. 1 – 3 x pro Jahr. D. h. man spürt ja, wenn man gerade in Form ist, dass die Waage kein Schreckensergebnis zeigen dürfte und dann wiege ich mich! Z. B. nach längeren Krankheiten, wo man sowieso fast nur schläft, oder eben jetzt. Ich bin im Moment so absorbiert von dem, was mir alles durch den Kopf geht und diesem unausgesetzten Datensicherungsscheiß, dass mir der Appetit vergangen ist. Noch nicht mal Lust auf Rotwein. Wie Klumpenheidi sagt: „Meine Kinder sind mein work out“. Da kann ich nur erwidern: „Mein Trojaner ist mein work out“. Aber jetzt genug davon. Kann ja keiner mehr hören. Ab morgen hier nur noch Schöngeistiges. Lyrik! Womöglich gereimt.
(kleiner Scherz. Obwohl…)

15. März 2009


„Ich kann auf Bedarf noch mehr Kindertotenlieder vertonen“
Der Satz amüsiert mich gerade. Mal eben so hingeworfen wie „Ich kann bei Bedarf noch mehr Kaffee kochen“. Manchmal bleibt mein Blick zwischen dem schnellen Öffnen, Speichern und wieder Schließen der Mails doch an einem Satz hängen. Backup-Flashback. Dann ist plötzlich der Augenblick wieder da, als es geschrieben wurde. Und ich könnte noch einmal ganz frisch darauf antworten. Zeit ist schon ein seltsames Phänomen. Die schlafende Zeit, die schlafende Vergangenheit hängt an Worten und Bildern und wird wachgekitzelt durch die erneute Aufmerksamkeit, Konzentration. Man muss aufpassen, dass man sich nicht darin verliert, die Gegenwart darüber vergisst, versäumt. Versehentlich zu sehr in Vergangenes eintaucht, auch wenn sie mir lebendiger, lebender zu sein scheint, als manche glauben.

14. März 2009

Ja natürlich, dieser Computerkram ist langweilig. Ich bitte um Vergebung. Diese Frage, die man sich dann stellt: was ist wert, archiviert zu werden, was ist lässlich? Das schiebt noch ganz andere Gedankengänge an. Für wen hebt man das auf. Für wen oder was archiviert man was. Will man später damit im Museum landen. Ich ja schon ;-)

Apropos Museum. Hier kommt die Einladung zur Eröffnung der Austellung @bsolut privat am 19. März um 19:00 im Museum für Kommunikation in Berlin. Ihr wisst schon, die Ausstellung. War ich doch vor einem Jahr in Frankfurt deswegen. Ich komme auf jeden Fall am 19. März und kid37 kommt auch. Und Manfred Krug kommt auch. Und kommt ihr doch bitte auch. Ach das wäre schön.

P.S. Gibt auch Essen und Trinken!

14. März 2009

Das kann dauern.

Nichts einfacher als back ups von Bildern, Filmen, Texten. Externe Festplatte, drag & drop. Zack. Aber E-Mails aus dem T-online-Postfach. Scheißdreck. Jede einzeln anklicken und als txt. speichern. Wird man irre. Ja, ja, man kann das ganze Postfach mit allen Einstellungen und Ordnern exportieren, ist dann eine seltsame Datei, in der man die Texte der Mail gar nicht findet. Kann man auch wieder importieren. Aber will ich gar nicht. Ich will aufräumen. Meinen Rechner reinkarnieren. Altes überflüssiges Zeug loswerden. Keine komischen versteckten Dateianhänge von Mails im Cache finden. Alles weg. Weg, weg, weg. Aber die schönen Stränge erhalten. Das sind ja dann leider oder zum Glück auch sehr lange. Und das dauert. Das dauert. Bitte um Entschuldigung.

11. märz 2009


dipl.-fachinformatikerin prof. dr. vir. troj. nielsen im fachgespräch: „und wenn ich meine back ups habe, dann mache ich alles platt und dann lache ich nur noch! har har!“ darauf freue ich mich schon. muss man den ganzen anwenderweichteilekrempel zwar neu installieren, neue schlimme geheimwörter etc. pp. aber dann kann man doch ganz anders und frisch ans werk! ohne gerödel und gebläse. frühjahrsputz! hier kurzfristig kleinschreibung wegen blöder barbiepuppentastatur am kleinen klapprechner. aber dann. der frühling kann kommen.

09. März 2009

Lebenszeichen. Ja danke, ich bin gesund und wohlauf. Und auch mein neuer Lebensgefährte, der Trojaner fühlt sich bei mir schon ganz wie zuhause. So einen anhänglichen Gefährten kann man lange suchen. Ein ganz treues Geschöpf.
Ja, ganz recht. Mein Freund ist ein stolzer Trojaner. Ich zicke jetzt ja schon fast zwei Wochen herum und habe versucht, ihn vor die Tür zu setzen, aber er will nicht mehr ohne mich sein. Ja, bin ich denn ein Unmensch? Und eines muss man sagen: mit so einem Trojaner wird es nie langweilig! Jeden Tag denkt er sich eine neue Überraschung für mich aus! Immer neue aufregende Sachen im Freizeitmenü (vulgo: Taskmanager). Aber seit gestern Abend übertrifft er sich: Rechner fährt hoch, er lässt mir gerade noch Gelegenheit zu sehen, dass nach viel Gebläse und Gerödel kein Internetzugang mehr zustande kommt und zeigt mir dann ein Schild mit der Ankündigung, dass der Rechner aus Gründen in einer Minute herunterfährt. Danke, sehr aufmerksam! Aber das macht er nicht nur, wenn er am Netz hängt, wie ich erst dachte. Nein, nein, das passiert jetzt immer. Manchmal lässt er mir sogar noch zehn Minuten Zeit, bis er das Schild hervorholt und ich kann noch ein bisschen back up machen. Schnell mal wieder drei Ordnerhäppchen mit dreissigtausend Fotos in Sicherheit bringen. Er ist schon sehr besitzergreifend, wenn es um meine Freizeit geht. Nun ja, es hat ihn halt richtig erwischt und er möchte mich ganz für sich alleine haben, mein Trojaner! Manche Typen sind ja sogar auf den Computer eifersüchtig. Aber dafür ist er auch immer da und reagiert auf jede Bewegung, die ich mache. So eine enge Beziehung hat eben immer zwei Seiten, man kann nicht alles haben.
Im Augenblick schläft er ja schon in seinem Vaio-Bett (so was ähnliches wie ein Futon), er war heute den ganzen Tag so aktiv, dass er sich schon früh hinlegen musste und da habe ich mich endlich wieder mal mit meinem anderen Freund Samsung, (den ich schon viel länger kenne als meinen Trojaner) verabredet und wir beide haben zur Abwechslung mal einen Ausflug ins Internet gemacht, der kennt das ja gar nicht. Sonst hat er immer mehr mit Film zu tun und hält Ordnung bei meinen Filmschnipseln und organisiert die Premieren usw. Also wir waren heute zum ersten Mal zusammen im Internet und es hat ihm super gefallen. Ich denke, wir machen das jetzt öfter. Immer wenn mein Trojaner schläft. Das erzähle ich ihm gar nicht. Er muss ja auch nicht alles wissen. Schließlich kennt er sowieso schon mehr als die meisten. Der Schlawiner!
P.S.: ja, Galgenhumor. Es ist furchtbar.
P.P.S.: bitte keine Tipps und Ratschläge, ich habe in den letzten zwei Wochen jedes Trojaner-Forum besucht und eine Menge gelernt. Zum Beispiel, dass bei so einem innigen Austausch nur noch tabula rasa hilft. System neu aufsetzen. Aber vorher halt back up. Wenn er mich lässt, der Kleine, wie gesagt.
P.P.P.S.: aber sonst geht’s mir gut! Lieber kranker Computer und gesunder Körper als umgekehrt. Nichts Schlimmeres soll mir widerfahren.
P.P.P.P.S.: Finger weg von Surfausflügen mit Google über IE. Schön beim Feuerfuchs bleiben.
P.P.P.P.P.S.: Gute Nacht.

09. März 2009

Lebenszeichen. Ja danke, ich bin gesund und wohlauf. Und auch mein neuer Lebensgefährte, der Trojaner fühlt sich bei mir schon ganz wie zuhause. So einen anhänglichen Gefährten kann man lange suchen. Ein ganz treues Geschöpf.
Ja, ganz recht. Mein Freund ist ein stolzer Trojaner. Ich zicke jetzt ja schon fast zwei Wochen herum und habe versucht, ihn vor die Tür zu setzen, aber er will nicht mehr ohne mich sein. Ja, bin ich denn ein Unmensch? Und eines muss man sagen: mit so einem Trojaner wird es nie langweilig! Jeden Tag denkt er sich eine neue Überraschung für mich aus! Immer neue aufregende Sachen im Freizeitmenü (vulgo: Taskmanager). Aber seit gestern Abend übertrifft er sich: Rechner fährt hoch, er lässt mir gerade noch Gelegenheit zu sehen, dass nach viel Gebläse und Gerödel kein Internetzugang mehr zustande kommt und zeigt mir dann ein Schild mit der Ankündigung, dass der Rechner aus Gründen in einer Minute herunterfährt. Danke, sehr aufmerksam! Aber das macht er nicht nur, wenn er am Netz hängt, wie ich erst dachte. Nein, nein, das passiert jetzt immer. Manchmal lässt er mir sogar noch zehn Minuten Zeit, bis er das Schild hervorholt und ich kann noch ein bisschen back up machen. Schnell mal wieder drei Ordnerhäppchen mit dreissigtausend Fotos in Sicherheit bringen. Er ist schon sehr besitzergreifend, wenn es um meine Freizeit geht. Nun ja, es hat ihn halt richtig erwischt und er möchte mich ganz für sich alleine haben, mein Trojaner! Manche Typen sind ja sogar auf den Computer eifersüchtig. Aber dafür ist er auch immer da und reagiert auf jede Bewegung, die ich mache. So eine enge Beziehung hat eben immer zwei Seiten, man kann nicht alles haben.
Im Augenblick schläft er ja schon in seinem Vaio-Bett (so was ähnliches wie ein Futon), er war heute den ganzen Tag so aktiv, dass er sich schon früh hinlegen musste und da habe ich mich endlich wieder mal mit meinem anderen Freund Samsung, (den ich schon viel länger kenne als meinen Trojaner) verabredet und wir beide haben zur Abwechslung mal einen Ausflug ins Internet gemacht, der kennt das ja gar nicht. Sonst hat er immer mehr mit Film zu tun und hält Ordnung bei meinen Filmschnipseln und organisiert die Premieren usw. Also wir waren heute zum ersten Mal zusammen im Internet und es hat ihm super gefallen. Ich denke, wir machen das jetzt öfter. Immer wenn mein Trojaner schläft. Das erzähle ich ihm gar nicht. Er muss ja auch nicht alles wissen. Schließlich kennt er sowieso schon mehr als die meisten. Der Schlawiner!
P.S.: ja, Galgenhumor. Es ist furchtbar.
P.P.S.: bitte keine Tipps und Ratschläge, ich habe in den letzten zwei Wochen jedes Trojaner-Forum besucht und eine Menge gelernt. Zum Beispiel, dass bei so einem innigen Austausch nur noch tabula rasa hilft. System neu aufsetzen. Aber vorher halt back up. Wenn er mich lässt, der Kleine, wie gesagt.
P.P.P.S.: aber sonst geht’s mir gut! Lieber kranker Computer und gesunder Körper als umgekehrt. Nichts Schlimmeres soll mir widerfahren.
P.P.P.P.S.: Finger weg von Surfausflügen mit Google über IE. Schön beim Feuerfuchs bleiben.
P.P.P.P.P.S.: Gute Nacht.

06. März 2009


Der alte Westen. Fischgratparkett, Ben Wargin, Schotter, drapiertes Obst. Alte Werte, nicht nur an den Wänden. Idealer Drehort für die Szene einer ersten Begegnung in einem französischen Autorenfilm. Einsame Galeriebesucherin trifft auf interessanten Fotografen. Irgendwie so. Man nippt am Weißwein, der Blick schweift leicht abwesend zum oberen Rand der Leinwand, kein Gedanke an bildende Kunst. Man hält einen gewissen Abstand. Wir sind ja nicht in irgendeiner verkrachten Newcomer-Galerie in der Linienstraße. Obwohl bei Hofmann-von Sell wäre das auch noch möglich. Aber die Aufgänge. Die haben nicht diese Aufgänge. Diese roten Teppiche in verspiegelten Eingangshallen der hochherrschaftlichen Charlottenburger Altbauten. Und die Damen. Schmuck. Kostüme. KuDamm-Seitenstraßen-Boutiquen-Gürtel. Unerwartet hanseatische Eleganz. Ein bißchen zu gediegen vielleicht. Aber man hat das Gefühl, sich mit Käufern in einem Raum zu befinden. In Mitte ein eher seltenes Vergnügen. Man spürt das. Man spürt Geld.

04. März 2009


Ich bin leider aus – äh geschäftlichen Gründen zeitweise ein bißchen unter Zeitdruck, da kann es schon vorkommen, dass ich so husch husch vor der Lesung das Buch nicht mehr finde, das der Autor gelegenheitshalber mal signieren könnte (Wertsteigerung, Finanzkrise). Aber wozu habe ich beim Mittagessen die BZ abgestaubt. Auch auf einer Zeitung kann man, wenn man sich ein bißchen Mühe gibt, ordentlich seinen Namen und eine kleine Widmung vermerken. Danke BZ! Wenigstens finde ich in meinem Bilderarchiv eine Seite aus dem saublöd weggeräumten Buch. Da!

Helge Timmerberg ist ja schon irgendwie ganz okay. Geht so. Ach was! Helge Timmerberg ist super. Mein Güte, ist der sympathisch! Damit habe ich ja gar nicht gerechnet. Ernsthaft. Aus irgendeinem Grund habe ich ihn mir ein bißchen eitel vorgestellt. Aber wenn einer von uns beiden eitel ist, dann bin ich das. Ich hatte den Eindruck, er kann mich auch irgendwie ziemlich gut leiden. Aber ich kann mich natürlich irren. Man bildet sich ja auch gerne schnell mal was ein. Ich besonders! Aber trotzdem! Immerhin hat er mich grüßen lassen. Euch kann ich es ja erzählen! Also, das war so…

In der Pause musste er an mir vorbei und fasste so an meinen Unterarm und meinte: „Du hast mich gerettet.“ (mein Stuhl war direkt vor ihm, es bestand daher keine Gefahr, dass er von der Bühne fallen würde bzw. war abgesichert, dass ich ihn im Notfall auffangen können würde. Hab ich dann natürlich auch gemacht. Ehrensache! Na also. Jeden Tag eine gute Pfadfindertat! Und das war nicht das letzte Mal. Hat Helge auch gemeint. ( N a bitte )

[mehr Bildchen von Helge]

04. März 2009

Interessantes Phänomen, dass die erfolgreichsten Projekte äußerst selten in ihrer Planungsphase breit kommuniziert werden, sondern sehr viel später, im greifbaren Vollendungsstadium. Ich bin da ja auch sehr abergläubisch. Es scheint ein Naturgesetz zu sein, dass viel heiße Luft im Vorfeld auch im Ergebnis zu heißer Luft führt. Konkrete Arbeit an einem Projekt führt dagegen – zwangsläufig – zu konkreten Ergebnissen. Sehr einfach eigentlich. Substanz lässt sich nicht herbeireden. Erfolg beruht auf Substanz. Konkreter Arbeit. Greifbaren Daten. Kalenderdaten. Abgestimmten Vereinbarungen. Verabredungen. Taten. Visionäre Kraft, die zu lange im Traumstadium, in Beschwörungsformeln, in Gerede verharrt, ist für die Katz. Vision ohne Aktionsplan verpufft. Im Äther. Vision braucht Materie. Den dreidimensionalen Raum. Diese Welt. Einen Landeplatz mit Koordinaten. Ein irdisches Zuhause.

04. März 2009

Interessantes Phänomen, dass die erfolgreichsten Projekte äußerst selten in ihrer Planungsphase breit kommuniziert werden, sondern sehr viel später, im greifbaren Vollendungsstadium. Ich bin da ja auch sehr abergläubisch. Es scheint ein Naturgesetz zu sein, dass viel heiße Luft im Vorfeld auch im Ergebnis zu heißer Luft führt. Konkrete Arbeit an einem Projekt führt dagegen – zwangsläufig – zu konkreten Ergebnissen. Sehr einfach eigentlich. Substanz lässt sich nicht herbeireden. Erfolg beruht auf Substanz. Konkreter Arbeit. Greifbaren Daten. Kalenderdaten. Abgestimmten Vereinbarungen. Verabredungen. Taten. Visionäre Kraft, die zu lange im Traumstadium, in Beschwörungsformeln, in Gerede verharrt, ist für die Katz. Vision ohne Aktionsplan verpufft. Im Äther. Vision braucht Materie. Den dreidimensionalen Raum. Diese Welt. Einen Landeplatz mit Koordinaten. Ein irdisches Zuhause.

04. März 2009


Ich bin leider aus – äh geschäftlichen Gründen zeitweise ein bißchen unter Zeitdruck, da kann es schon vorkommen, dass ich so husch husch vor der Lesung das Buch nicht mehr finde, das der Autor gelegenheitshalber mal signieren könnte (Wertsteigerung, Finanzkrise). Aber wozu habe ich beim Mittagessen die BZ abgestaubt. Auch auf einer Zeitung kann man, wenn man sich ein bißchen Mühe gibt, ordentlich seinen Namen und eine kleine Widmung vermerken. Danke BZ! Wenigstens finde ich in meinem Bilderarchiv eine Seite aus dem saublöd weggeräumten Buch. Da!

Helge Timmerberg ist ja schon irgendwie ganz okay. Geht so. Ach was! Helge Timmerberg ist super. Mein Güte, ist der sympathisch! Damit habe ich ja gar nicht gerechnet. Ernsthaft. Aus irgendeinem Grund habe ich ihn mir ein bißchen eitel vorgestellt. Aber wenn einer von uns beiden eitel ist, dann bin ich das. Ich hatte den Eindruck, er kann mich auch irgendwie ziemlich gut leiden. Aber ich kann mich natürlich irren. Man bildet sich ja auch gerne schnell mal was ein. Ich besonders! Aber trotzdem! Immerhin hat er mich grüßen lassen. Euch kann ich es ja erzählen! Also, das war so…

In der Pause musste er an mir vorbei und fasste so an meinen Unterarm und meinte: „Du hast mich gerettet.“ (mein Stuhl war direkt vor ihm, es bestand daher keine Gefahr, dass er von der Bühne fallen würde bzw. war abgesichert, dass ich ihn im Notfall auffangen können würde. Hab ich dann natürlich auch gemacht. Ehrensache! Na also. Jeden Tag eine gute Pfadfindertat! Und das war nicht das letzte Mal. Hat Helge auch gemeint. ( N a bitte )

[mehr Bildchen von Helge]

02. März 2009


Letzten Freitag feierte der Berliner Kunstkontakter seinen dritten Geburtstag. Und ich habe zu viel Wein getrunken. Nach vier Wochen ohne Alkohol scheint man weniger zu vertragen oder ich habe einfach nicht daran gedacht, dass man auch wieder aufhören muss. Nur einen kurzen Moment und dabei mag ich Grauburgunder gar nicht so, aber der war gut, scheiß drauf. Fünf Gläser vielleicht? Deswegen ging es mir gestern nicht gut, um es beschönigend zu formulieren. Irgendwie war der ganze Abend leicht verschwommen. Als ob man alles durch ein Wasserbecken sieht. Und spürt. Alles.

02. März 2009


Letzten Freitag feierte der Berliner Kunstkontakter seinen dritten Geburtstag. Und ich habe zu viel Wein getrunken. Nach vier Wochen ohne Alkohol scheint man weniger zu vertragen oder ich habe einfach nicht daran gedacht, dass man auch wieder aufhören muss. Nur einen kurzen Moment und dabei mag ich Grauburgunder gar nicht so, aber der war gut, scheiß drauf. Fünf Gläser vielleicht? Deswegen ging es mir gestern nicht gut, um es beschönigend zu formulieren. Irgendwie war der ganze Abend leicht verschwommen. Als ob man alles durch ein Wasserbecken sieht. Und spürt. Alles.

24. Februar 2009

http://www.flickr.com/photos/55635466@N00/sets/72157614356869066/
seiner
zeit.
Hoffentlich kriege ich die Erlaubnis, die Bilder herzuzeigen! Annie Leibovitz zeigt ja zum Beispiel noch viel mehr her. Dagegen ist das gar nichts. Also kid37 zum Beispiel rekelt sich hier nicht nackt in der Badewanne. Und Mequito liegt nicht auf mit Kate Moss in zerwühlten Laken. Auch kann man deutlich erkennen, dass Jan nicht die Hände auf den nackten Bauch einer schwangeren Frau legt. Ich räume wieder mal meinen Rechner auf. Das war am 19. Juli 2008. Und schön. Richtig schön. Ich umringt von berühmten und gutaussehenden Männern! Mehr kann man nicht wollen. Also kaum.

24. Februar 2009

http://www.flickr.com/photos/55635466@N00/sets/72157614356869066/
seiner
zeit.
Hoffentlich kriege ich die Erlaubnis, die Bilder herzuzeigen! Annie Leibovitz zeigt ja zum Beispiel noch viel mehr her. Dagegen ist das gar nichts. Also kid37 zum Beispiel rekelt sich hier nicht nackt in der Badewanne. Und Mequito liegt nicht auf mit Kate Moss in zerwühlten Laken. Auch kann man deutlich erkennen, dass Jan nicht die Hände auf den nackten Bauch einer schwangeren Frau legt. Ich räume wieder mal meinen Rechner auf. Das war am 19. Juli 2008. Und schön. Richtig schön. Ich umringt von berühmten und gutaussehenden Männern! Mehr kann man nicht wollen. Also kaum.

22. Februar 2009


Dieses Bild von Johnny Depp und Kate Moss. Und das von Susan Sontag. Und die schwangere Demi mit Bruce Willis‘ Händen auf ihrem Bauch. Vielleicht das schönste Bild, das Annie Leibovitz gemacht hat. So viele. Im c|o schoben sich die Massen. Ich blieb eine Weile bei diesen intimen Bildern hängen und flüchtete dann. Auf der Treppe nach unten kam mir Jan entgegen, der später Gelegenheit hatte, dieses sehr schöne Bild von Annie zu machen. Kurz vor dem Ausgang lief mir Gerald in die Arme, der ein wenig verloren aussah und dem ich noch zurief, dass ich auf dem Weg zu Lulu und Jimi bin. Das war eine gute Idee. Ja. Lulu und Jimi war eine gute Idee. Liebenswert, märchenhaft, grotesk. Oskar Roehler sympathisch, zurückhaltend, unprätentiös. Jemand, mit dem man sich lange unterhalten kann. Sollte. Das nächste mal. Und dann hat er bestimmt auch mehr Licht. War schön.

[…]

19. Februar 2009

„(…) Tochter eines bankrotten Fabrikanten und Jimi, einem Schwarzen mit viel Aus-, aber wenig Ansehen. Lulus entsetzliche Mutter versucht mit allen Mitteln (…)“
Mal sehen, was Herr Roehler da verzapft hat morgen erzählt. Aber Hauptsache: Udo Kier! Wenn ich meinen Hintern morgen ins Tilsiter kriege. Und vorher Frau Leibovitz. Womöglich.

Da kann übrigens jeder hin. Man muss es halt wissen! Mal sehen, wie ich morgen drauf bin – im persönlichen Tageshoroskop von morgen heißt es ja, Mond Quadrat Venus, exakt um 21:44:
„Sie genießen heute abend die Gesellschaft Ihrer Mitmenschen und finden alle sozialen Kontakte interessant – besonders die rein gesellschaftlichen, deren einziger Zweck darin besteht, die Menschen untereinander bekannt zu machen. Die meisten Menschen empfinden unter diesem Einfluß besonders große Zuneigung zu den von ihnen geliebten Menschen. Sie möchten ihre Lieben unterstützen und beschützen. Doch sollten Sie jetzt darauf achten, nicht allzu herrschsüchtig zu sein und die Freiheit anderer nicht zu beschneiden. Unter diesem Einfluß können Sie sehr gefühlvoll sein, und es könnten Erinnerungen aus vergangenen Zeiten in Ihnen aufsteigen. Das einzige Problem besteht darin, sich vor allzu reichlichem Essen und Trinken in acht zu nehmen.“

Solcherlei im Großen und Ganzen angenehme Vorschau wird natürlich gerne genommen – das bißchen Herrschsucht – was soll’s! Außerdem, was soll das Gewinsel – einer muss schließlich entscheiden, wo es lang geht! Wenn alle immer nur herumeiern, muß eben gelegentlich ein Machtwort gesprochen werden. „Freiheit anderer beschneiden“ – so ein Blödsinn! Ich habe doch kaum soziale Kontakte, wie soll ich da die Freiheit anderer beschneiden. Man könnte denken, das Horoskop-Programm kennt mich nicht. Nachdem meine Rekonvaleszenz ordnungsgemäß absolviert wurde, könnte ich es eventuell morgen sogar wagen, nach dreiwöchiger Abstinenz ein Glas Wein zu trinken. Gegen 21:44 sollte dann auch der Film zu Ende sein und Herr Roehler gesprächig werden! Aber vielleicht haben wir uns ja auch gar nichts zu sagen. Ich lasse mich überraschen. Schlimmstenfalls stelle ich morgen Abend fest, dass es zu Hause doch am schönsten ist!

16. Februar 2009

Ah ja. Auf meinem Küchentisch liegt dieses Buch. Wenn ich daran denke, schlage ich das Tagesdatum auf, lese das Zitat (an…) und manchmal, am Ende eines Tages, aber nicht oft, schreibe ich etwas hinein oder kritzle. Zwei drei Wörter, einen Halbsatz. Ein paar rhythmische Fragmente. Oder probiere den eingetrockneten Kugelschreiber mit ein paar Kringeln aus, um einen Einkaufszettel zu schreiben. Heute ist der 16. Februar und da steht Gaga Nielsen. Ich wurde in dem Werk ja mit drei ‚Zitaten’ verwurstet und gerade den ersten dahingeplapperten Eintrag haben sie auch genommen. Na ja.
Und nun dämmert mir das gerade. Heute vor fünf Jahren schrieb ich zum ersten mal so etwas wie einen Blogeintrag. Damals auf einer selbstgestrickten html-Seite ohne Kommentarfunktion. Twoday gab’s entweder noch nicht oder ich kannte es noch nicht und die anderen Hoster waren mir vom Layout zu unmanipulierbar. Schrecklich geblümte Anbieter wie 20six. Bei Antville kam man nicht mehr rein, da war schon dieses exclusive Gedöns mit zu vererbenden Blogs oder dann halt gar nicht und bei http://blogger.de schien es, als müsste man ein persönliches Bewerbungsschreiben hinschicken, war mir – äh – zu persönlich. Dann frickelte ich mir ein gutes Jahr einen ab mit Formatierungen, die bei firefox und dem IE niemals identisch aussahen, zum Brechen. Und dann hatte ich plötzlich doch Lust auf so ein fertiges Baukästchen mit Kommentarfunktion und schob die alten Einträge hierher und ließ mutig die Kommentarfunktion auf, die ich ja vorher gar nicht haben wollte. Keiner sollte durch mein Wohnzimmer – ach was – mein Boudoir trampeln! Und dann saß ich gespannt vor dem ersten Eintrag mit offenen Kommentaren und da kam gar nichts Schlimmes! Nur nette Begrüßungen. Es gab sogar Pralinen und Trüffel aus der Schweiz! Schon alleine deswegen hat es sich gelohnt. Also ich kann das Bloggen empfehlen, nachdem ich es jetzt fünf Jahre ausprobiert habe! Immerhin doch ein halbes Jahrzehnt. Da klingt gleich voluminöser. Ein Zwanzigstel Jahrhundert! Muss jetzt nicht gratuliert werden, fiel mir nur auf, wo mir nie solche Sachen auffallen.
Ein Foto vom Februar 2004 gefunden. So viel hat sich nicht geändert. Ich sitze immer noch in dieser Ecke auf meinem Bodenkissen vor meinem vaio mit Blick nach Süden zur Auguststraße. Unfug. Viel hat sich geändert. Viel. Wenn man bedenkt, wenn ich bedenke, wen ich alles nicht getroffen hätte, wenn ich mit diesem Bloggen nicht angefangen hätte. Sogar Menschen, die nichts damit zu haben oder hatten, weil sie zur selben Zeit an einem Ort waren, an den ich durch die Existenz meines Blogs geführt wurde.

Eigentlich wollte ich über etwas anderes schreiben, das mir mehr, intensiver durch den Kopf geht. Ich habe in den letzten Monaten, Wochen und gerade in den letzten Tagen entdeckt, dass es sehr gut ist, Scheuklappen aufzusetzen. Unkonstruktive Gedanken auszublenden. Eine Binsenweisheit. Möglichst keine Energie in Dekonstruktion zu leiten. Das ist nicht neu, auch nicht für mich, aber man muss es verinnerlichen. Wer einer Sache, die er ablehnt, die irgendwie schief zu laufen scheint, Energie zufließen lässt, führt dieser Sache Energie zu und lädt damit Unfug auf. Wäre doch schade.

16. Februar 2009

Ah ja. Auf meinem Küchentisch liegt dieses Buch. Wenn ich daran denke, schlage ich das Tagesdatum auf, lese das Zitat (an…) und manchmal, am Ende eines Tages, aber nicht oft, schreibe ich etwas hinein oder kritzle. Zwei drei Wörter, einen Halbsatz. Ein paar rhythmische Fragmente. Oder probiere den eingetrockneten Kugelschreiber mit ein paar Kringeln aus, um einen Einkaufszettel zu schreiben. Heute ist der 16. Februar und da steht Gaga Nielsen. Ich wurde in dem Werk ja mit drei ‚Zitaten’ verwurstet und gerade den ersten dahingeplapperten Eintrag haben sie auch genommen. Na ja.
Und nun dämmert mir das gerade. Heute vor fünf Jahren schrieb ich zum ersten mal so etwas wie einen Blogeintrag. Damals auf einer selbstgestrickten html-Seite ohne Kommentarfunktion. Twoday gab’s entweder noch nicht oder ich kannte es noch nicht und die anderen Hoster waren mir vom Layout zu unmanipulierbar. Schrecklich geblümte Anbieter wie 20six. Bei Antville kam man nicht mehr rein, da war schon dieses exclusive Gedöns mit zu vererbenden Blogs oder dann halt gar nicht und bei http://blogger.de schien es, als müsste man ein persönliches Bewerbungsschreiben hinschicken, war mir – äh – zu persönlich. Dann frickelte ich mir ein gutes Jahr einen ab mit Formatierungen, die bei firefox und dem IE niemals identisch aussahen, zum Brechen. Und dann hatte ich plötzlich doch Lust auf so ein fertiges Baukästchen mit Kommentarfunktion und schob die alten Einträge hierher und ließ mutig die Kommentarfunktion auf, die ich ja vorher gar nicht haben wollte. Keiner sollte durch mein Wohnzimmer – ach was – mein Boudoir trampeln! Und dann saß ich gespannt vor dem ersten Eintrag mit offenen Kommentaren und da kam gar nichts Schlimmes! Nur nette Begrüßungen. Es gab sogar Pralinen und Trüffel aus der Schweiz! Schon alleine deswegen hat es sich gelohnt. Also ich kann das Bloggen empfehlen, nachdem ich es jetzt fünf Jahre ausprobiert habe! Immerhin doch ein halbes Jahrzehnt. Da klingt gleich voluminöser. Ein Zwanzigstel Jahrhundert! Muss jetzt nicht gratuliert werden, fiel mir nur auf, wo mir nie solche Sachen auffallen.
Ein Foto vom Februar 2004 gefunden. So viel hat sich nicht geändert. Ich sitze immer noch in dieser Ecke auf meinem Bodenkissen vor meinem vaio mit Blick nach Süden zur Auguststraße. Unfug. Viel hat sich geändert. Viel. Wenn man bedenkt, wenn ich bedenke, wen ich alles nicht getroffen hätte, wenn ich mit diesem Bloggen nicht angefangen hätte. Sogar Menschen, die nichts damit zu haben oder hatten, weil sie zur selben Zeit an einem Ort waren, an den ich durch die Existenz meines Blogs geführt wurde.

Eigentlich wollte ich über etwas anderes schreiben, das mir mehr, intensiver durch den Kopf geht. Ich habe in den letzten Monaten, Wochen und gerade in den letzten Tagen entdeckt, dass es sehr gut ist, Scheuklappen aufzusetzen. Unkonstruktive Gedanken auszublenden. Eine Binsenweisheit. Möglichst keine Energie in Dekonstruktion zu leiten. Das ist nicht neu, auch nicht für mich, aber man muss es verinnerlichen. Wer einer Sache, die er ablehnt, die irgendwie schief zu laufen scheint, Energie zufließen lässt, führt dieser Sache Energie zu und lädt damit Unfug auf. Wäre doch schade.

04. Februar 2009


Die Nacht der Entscheidung. Toller Anfang was! Heute Nacht entscheidet sich, ob ich durchschlafe oder durchhuste. „Dann schreib doch einfach nur: „bin krank““. „Och nö, zu dings …. faul.“ Habe außerdem mein Pulver gerade bei einem hochwichtigen Kommentar verschossen. Es geht bald weiter. Und ich habe ja auch noch was Schönes in der Schublade. Als ich nämlich Veruschka, die wunderbare Vera von Lehndorff traf. Das war wirklich schön, am letzten Donnerstag. Aber das erzähle ich euch ein andermal. Ich gehe dann mal wieder in meine Quarantäne, damit ich niemanden hier anstecke.

04. Februar 2009


Die Nacht der Entscheidung. Toller Anfang was! Heute Nacht entscheidet sich, ob ich durchschlafe oder durchhuste. „Dann schreib doch einfach nur: „bin krank““. „Och nö, zu dings …. faul.“ Habe außerdem mein Pulver gerade bei einem hochwichtigen Kommentar verschossen. Es geht bald weiter. Und ich habe ja auch noch was Schönes in der Schublade. Als ich nämlich Veruschka, die wunderbare Vera von Lehndorff traf. Das war wirklich schön, am letzten Donnerstag. Aber das erzähle ich euch ein andermal. Ich gehe dann mal wieder in meine Quarantäne, damit ich niemanden hier anstecke.

28. Januar 2009


Gestern im Einstein. Schöner Augenblick zu dritt. Denke gerade an César et Rosalie und diesen mit Jeanne Moreau und Oscar Werner. Aber das hat nichts zu bedeuten. Oder etwas ganz anderes. Die Brechungen, die Brüche in der Realität übertreffen die phantasievollsten Autorenideen an subtiler Verstrickung. In neunzig Minuten beschleunigter Lebensdramaturgie muss es irgendwann ein bißchen knallen. Im Leben passiert das oft etwas leiser. Auf Katzenpfoten schleichen sich Wendungen heran. Nicht immer Samtpfoten. Manchmal aber doch. Ich denke einfach gerne an Filme. Mein, dein, unser aller Leben, dieser vergängliche, für mich wunderbar pathetische Filmstreifen. Aneinandergereihte Bilder mit Ton. Manchmal ein wenig ruckelnd. Manchmal Filmriss. Melodram. Merkwürdig seltener Happy End. Aber man muss vielleicht auch mehr daran glauben. Es förmlich einladen. Denn wer setzt sich schon in der großen, roten Samtrobe an einen ungedeckten Tisch.

24. Januar 2009

RAUSCH UND TERROR


Was hat dieser gepflegte Studienrat mit Rausch und Terror zu schaffen, wird man sich fragen. Je nun! Bei diesem freundlichen älteren Herrn handelt es sich um den gelernten Betonbauer Michael Baumann, der in einer gewissen Zeit – sagen wir: gewisse Erfahrungen gemacht hat. Auch hat ihn der Monat Juni immer sehr beschäftigt. Genau genommen der zweite Juni. Des weiteren bestand ein stetiges reges Interesse an der wissenschaftlichen Erforschung durch schonungslosen praktischen Selbstversuch, die Wirkung bestimmter Medikamente betreffend, die geeignet sind, sich ein wenig zu entspannen. Im Grunde suchen wir doch alle nur Entspannung. Da ist keiner ausgenommen. Ich fand den Vortrag von Herrn Baumann, der in diesem Bereich Pionierarbeit geleistet hat, sehr lehrreich und auf unterhaltsame Weise dargebracht, so dass man keine größeren Probleme gehabt haben sollte, der Vorlesung zu folgen und einen pädagogisch wertvollen Gewinn für sich daraus ziehen konnte. Nochmals Danke an Herrn Baumann!

24. Januar 2009

RAUSCH UND TERROR


Was hat dieser gepflegte Studienrat mit Rausch und Terror zu schaffen, wird man sich fragen. Je nun! Bei diesem freundlichen älteren Herrn handelt es sich um den gelernten Betonbauer Michael Baumann, der in einer gewissen Zeit – sagen wir: gewisse Erfahrungen gemacht hat. Auch hat ihn der Monat Juni immer sehr beschäftigt. Genau genommen der zweite Juni. Des weiteren bestand ein stetiges reges Interesse an der wissenschaftlichen Erforschung durch schonungslosen praktischen Selbstversuch, die Wirkung bestimmter Medikamente betreffend, die geeignet sind, sich ein wenig zu entspannen. Im Grunde suchen wir doch alle nur Entspannung. Da ist keiner ausgenommen. Ich fand den Vortrag von Herrn Baumann, der in diesem Bereich Pionierarbeit geleistet hat, sehr lehrreich und auf unterhaltsame Weise dargebracht, so dass man keine größeren Probleme gehabt haben sollte, der Vorlesung zu folgen und einen pädagogisch wertvollen Gewinn für sich daraus ziehen konnte. Nochmals Danke an Herrn Baumann!

22. Januar 2009


komplex

Komplexität (v. lat.: complectari = umarmen, umfassen; Partizip Perfekt: complexum) bezeichnet allgemein die Eigenschaft eines Systems oder Modells, dass sein Gesamtverhalten nicht beschrieben werden kann, selbst wenn man vollständige Informationen über seine Einzelkomponenten und ihre Wechselwirkungen besitzt.

Das Nachlesen einer Wikipedia-Erklärung eines vertrauten Begriffes hat für mich zuweilen die Divinationskraft, die für andere Menschen Tarotkarten und ähnliche Orakeleien haben mögen. Mit Adjektiven geizende Begriffsklärungen. Die wollen gar nicht mehr. Die wollen gar nicht wichtig sein.

15. Januar 2009


Kleiner Tipp für alle, die es irgendwie zur Bühne drängt: gründen Sie einfach einen Zirkus oder eine Partei! Dann können Sie nämlich ohne weiteres nach Herzenslust plakatieren. Überall! Hier abgebildet*) sehen Sie ein Beispiel, wie man es nicht machen soll. Zur Abschreckung! DAS nennt man wildes Plakatieren und gilt als strafgebührenpflichtige Ordnungswidrigkeit. Als Blogger hat man gerade auch den jüngeren Lesern gegenüber einen gewissen Bildungs- und Erziehungsauftrag, dem hiermit Genüge getan wird.


Ganz offenkundig hat der hier**) abgebildete Kriminelle kein Bewusstsein für seine schwerwiegende Tat. Man könnte beinah denken, die mutwillige Sabotage erfüllt ihn mit Genugtuung.

Ich bin für eine massive Verschärfung des Strafmaßes für derlei Querulantentum. Diese vermummten Haschrebellen gehören vier bis sechs Monate ins Arbeitslager (Steinbruch!), da werden die Flausen ausgetrieben!
*) mit einem Schauspieler zu pädagogischen Zwecken nachgestellte Szene
**) mit einem Schauspieler zu pädagogischen Zwecken nachgestellte Szene

15. Januar 2009


Kleiner Tipp für alle, die es irgendwie zur Bühne drängt: gründen Sie einfach einen Zirkus oder eine Partei! Dann können Sie nämlich ohne weiteres nach Herzenslust plakatieren. Überall! Hier abgebildet*) sehen Sie ein Beispiel, wie man es nicht machen soll. Zur Abschreckung! DAS nennt man wildes Plakatieren und gilt als strafgebührenpflichtige Ordnungswidrigkeit. Als Blogger hat man gerade auch den jüngeren Lesern gegenüber einen gewissen Bildungs- und Erziehungsauftrag, dem hiermit Genüge getan wird.


Ganz offenkundig hat der hier**) abgebildete Kriminelle kein Bewusstsein für seine schwerwiegende Tat. Man könnte beinah denken, die mutwillige Sabotage erfüllt ihn mit Genugtuung.

Ich bin für eine massive Verschärfung des Strafmaßes für derlei Querulantentum. Diese vermummten Haschrebellen gehören vier bis sechs Monate ins Arbeitslager (Steinbruch!), da werden die Flausen ausgetrieben!
*) mit einem Schauspieler zu pädagogischen Zwecken nachgestellte Szene
**) mit einem Schauspieler zu pädagogischen Zwecken nachgestellte Szene

04. Januar 2009

Toll! Noch kein einziges Foto in diesem Jahr gemacht, aber jeden Tag gebloggt. Möglicherweise doch ein spannendes Jahr mit unvorhersehbaren Veränderungen. Ich hege ja große Sympathien für die eigenen Unwägbarkeiten. Man sollte nie aufhören, sich selbst zu überraschen. Das hält die Eigenliebe jung und frisch wie am ersten Tag!

03. Januar 2009

„Was nehmen Sie denn so?“
„Ich bin preisgünstiger, als Sie vielleicht denken. Sie können mit folgenden Naturalien bezahlen: Herz. Haut. Seele. Erotik. Lachen. Ekstase. Massage“.
„Das kommt jetzt doch etwas überraschend… gelten diese Konditionen für jeden?“
„Nein, nicht für jeden. Aber für Sie mache ich diesen Sonderpreis.“
„Äh – – – kann man sich eine Naturalie aussuchen, oder…? „
„Wenn Sie sich für Naturalien-Währung entscheiden, dann leider nur in der vollständigen Kombination.“
„Ach… oh – – – herrje -„
„Zu teuer? Entschieden zu teuer? Na gut, weil Sie’s sind: Weltherrschaftruhm wäre im einmaligen Ausnahmefall auch okay.“
„!?!!???!!!“
„Schwierig? Können Sie nicht gewährleisten? Okay. Dann Geld. 500 Euro pro Abend. Bar auf die Hand.“

„Aber Sie wissen doch, die Finanzkrise…!“

„Sie meinen wohl Ihre persönliche Finanzkrise? Haha! Sehr gut!“
„Ja aber… bedenken Sie doch – was ist mit höheren ideellen Werten wie Freundlichkeit? Freundschaft? Solidarität? Geist? Intellektuellem Austausch? Inspiration? Mitgefühl? Lob? Einem Gedicht? Gemeinschaftsgefühl? Oder – ich hab’s:
W E L T F R I E D E N ? ! ?“

„Oder Bratkartoffeln? Haha!“
„Ja aber – – – ???“
Das setze ich alles voraus. Bitte werfen Sie einen Blick in meine Geschäftsbedingungen. Das wollen Sie mir doch nicht ernsthaft als Bezahlung… Sie Schlingel!“
[Eröffnungs-Dialog aus meinem 2009 erfolgreich aufzuführenden Theaterstück „Jetzt gerade!„]

02. Januar 2009

Ist wirklich schon der zweite Januar… Diesem jungen Jahr begegne ich noch etwas vorsichtig. Es kommt mir vor, als wäre das neue 365-Tage-Paket gerade erst aus dem Tiefkühlfach geholt worden und müsste ganz langsam auftauen. Ach wird schon. Bis sich Zimmertemperatur einstellt, befasse ich mich mit abseitigen Dingen wie einem Sammelsurium von Bildern, die alle ein Motiv zeigen. Hinter dem Vorhang.

02. Januar 2009

Ist wirklich schon der zweite Januar… Diesem jungen Jahr begegne ich noch etwas vorsichtig. Es kommt mir vor, als wäre das neue 365-Tage-Paket gerade erst aus dem Tiefkühlfach geholt worden und müsste ganz langsam auftauen. Ach wird schon. Bis sich Zimmertemperatur einstellt, befasse ich mich mit abseitigen Dingen wie einem Sammelsurium von Bildern, die alle ein Motiv zeigen. Hinter dem Vorhang.

30. Dezember 2008

I haven’t fucked much with the past, but I’ve fucked plenty with the future. Over the skin of silk are scars from the splinters of stations and walls I’ve caressed. A stage is like each bolt of wood, like a log of helen, is my pleasure. I would measure the success of a night by the way by the way by the amount of piss and seed I could exude over the columns that nestled the P.A. Some nights I’d surprise everybody by skipping off with a skirt of green net sewed over with flat metallic circles which dazzled and flashed. The lights were violet and white. I had an ornamental veil, but I couldn’t bear to use it. When my hair was cropped, I craved covering, but now my hair itself is a veil, and the scalp inside is a scalp of a crazy and sleepy Comanche lies beneath this netting of the skin. I wake up. I am lying peacefully I am lying peacefully and my knees are open to the sun. I desire him, and he is absolutely ready to seize me. In heart I am a Moslem; in heart I am an American; in heart I am Moslem, in heart I’m an American artist, and I have no guilt. I seek pleasure. I seek the nerves under your skin. The narrow archway; the layers; the scroll of ancient lettuce. We worship the flaw, the belly, the belly, the mole on the belly of an exquisite whore. He spared the child and spoiled the rod. I have not sold myself to God.
Patti Smith, Babelogue

30. Dezember 2008

I haven’t fucked much with the past, but I’ve fucked plenty with the future. Over the skin of silk are scars from the splinters of stations and walls I’ve caressed. A stage is like each bolt of wood, like a log of helen, is my pleasure. I would measure the success of a night by the way by the way by the amount of piss and seed I could exude over the columns that nestled the P.A. Some nights I’d surprise everybody by skipping off with a skirt of green net sewed over with flat metallic circles which dazzled and flashed. The lights were violet and white. I had an ornamental veil, but I couldn’t bear to use it. When my hair was cropped, I craved covering, but now my hair itself is a veil, and the scalp inside is a scalp of a crazy and sleepy Comanche lies beneath this netting of the skin. I wake up. I am lying peacefully I am lying peacefully and my knees are open to the sun. I desire him, and he is absolutely ready to seize me. In heart I am a Moslem; in heart I am an American; in heart I am Moslem, in heart I’m an American artist, and I have no guilt. I seek pleasure. I seek the nerves under your skin. The narrow archway; the layers; the scroll of ancient lettuce. We worship the flaw, the belly, the belly, the mole on the belly of an exquisite whore. He spared the child and spoiled the rod. I have not sold myself to God.
Patti Smith, Babelogue

29. Dezember 2008


Auch schön hier – man darf sich wiederholen. Die Gefühle wiederholen sich ja auch unbestellt. Und man hört ein schönes Lied ja nicht nur einmal gerne. Zumal dieses. Ich liebe das sehr. Und wie dieser kleine Film gemacht ist. So einfach. Minimalistisch. Reduziert auf die Gesichter. Man sieht das manchmal, dass andere etwas Ähnliches versuchen. Aber es funktioniert nicht bei jedem. Wenn nur noch ein Gesicht im Fokus liegt, muss es mehr erzählen, als die Situation zeigt. Ein solches Gesicht braucht keine schnellen Schnitte, keinen Schwenk, keine Action. Nichts. Man fühlt sich bestens unterhalten. Je ruhiger die Kamera ist, umso besser. Die Bewegung des Herzens reicht aus.

26. Dezember 2008


Haha! Ich bin neun Jahre zu alt für mein Gewicht. Das ist das Ergebnis des BMI-Rechners. Ich wiege mich ungefähr ein bis zweimal im Jahr. Als ich heute aus der Dusche gekommen bin, kam ich mir irgendwie weniger vor und bin neugierhalber auf die Waage gestiegen. BMI-Auswertung: Ihr Body-Mass-Index: 20 (Untergewicht). Nach der BMI-Klassifikation der DGE fällt Ihr BMI in die Kategorie „Untergewicht“. Beobachten Sie Ihren Körper sorgfältig und nehmen Sie am besten auch Ihre Ernährung unter die Lupe. Essen Sie vielleicht zu wenig? (Womöglich?) Wenn Sie intensiv Sport treiben (Null) oder Ihr Körper einer dauerhaften Anstrengung (nein, aber mein Innerstes rotiert wie ein Hubschrauber) ausgesetzt ist, achten Sie auf den erhöhten Kalorienbedarf. Wenn man das Alter von 43 zum Beispiel auf 34 reduziert und die anderen Werte (181 cm/66,7 kg) beibehält, sieht es auf einmal so aus: Ihr Body-Mass-Index: 20 (Idealgewicht). BMI-Auswertung: Gratulation! Mit einem Wert von 20 ist ihr BMI ideal und sie haben genau das richtige Gewicht für Ihre Körpergröße. Dann bin ich eben 34. Mir doch wurscht. Jeder wie er es braucht. Mir geht ja der Hype um das junge Gemüse am Arsch vorbei, aber Mitte dreissig geht gerade noch. Ab da wird es ja überhaupt erst interessant. Und zwar in jeder Hinsicht. Nicht wahr.

26. Dezember 2008

Manchmal erscheinen mir meine alten Einträge viel besser. Sinnvoller. Jammer jammer. „Weniger sinnlos“ klingt nicht gut. Es ist ja nicht sinnlos. Wahrscheinlich begreift man es morgen. Oder übermorgen. Oder im nächsten Jahr. Spätestens im nächsten Jahr. Aber lieber noch vorher. Viel lieber noch vorher.

24. Dezember 2008

Ich und meine sakrale Vision. Die Wandlung des Profanen zum Sakralen. Sakrale Erhöhung. Provokation zur Transformation. Komm her, du profane Welt und werde heilig. Heilend. Vom Alltag zurück zum Kult. Aus den Niederungen in die Erhöhung. Und das funktioniert mit allem. Mit allem. Sogar mit der Waschmaschine. Mit dem Zähneputzen. Mit dem Kartoffelschälen. Mit der Sprache. Als wäre es zum ersten Mal. Mit der Waschmaschine tanzen und mit der Zahnpasta flirten. Und die Kartoffel küssen. Geht alles. Als wäre es zum letzten Mal. Und heilig sprechen. Immer heilig sprechen. Miteinander. Als wäre es das letzte Mal. Immer. Alles.

*vor dem heiligen Bezirk liegend

26. Dezember 2008

Manchmal erscheinen mir meine alten Einträge viel besser. Sinnvoller. Jammer jammer. „Weniger sinnlos“ klingt nicht gut. Es ist ja nicht sinnlos. Wahrscheinlich begreift man es morgen. Oder übermorgen. Oder im nächsten Jahr. Spätestens im nächsten Jahr. Aber lieber noch vorher. Viel lieber noch vorher.

26. Dezember 2008


Haha! Ich bin neun Jahre zu alt für mein Gewicht. Das ist das Ergebnis des BMI-Rechners. Ich wiege mich ungefähr ein bis zweimal im Jahr. Als ich heute aus der Dusche gekommen bin, kam ich mir irgendwie weniger vor und bin neugierhalber auf die Waage gestiegen. BMI-Auswertung: Ihr Body-Mass-Index: 20 (Untergewicht). Nach der BMI-Klassifikation der DGE fällt Ihr BMI in die Kategorie „Untergewicht“. Beobachten Sie Ihren Körper sorgfältig und nehmen Sie am besten auch Ihre Ernährung unter die Lupe. Essen Sie vielleicht zu wenig? (Womöglich?) Wenn Sie intensiv Sport treiben (Null) oder Ihr Körper einer dauerhaften Anstrengung (nein, aber mein Innerstes rotiert wie ein Hubschrauber) ausgesetzt ist, achten Sie auf den erhöhten Kalorienbedarf. Wenn man das Alter von 43 zum Beispiel auf 34 reduziert und die anderen Werte (181 cm/66,7 kg) beibehält, sieht es auf einmal so aus: Ihr Body-Mass-Index: 20 (Idealgewicht). BMI-Auswertung: Gratulation! Mit einem Wert von 20 ist ihr BMI ideal und sie haben genau das richtige Gewicht für Ihre Körpergröße. Dann bin ich eben 34. Mir doch wurscht. Jeder wie er es braucht. Mir geht ja der Hype um das junge Gemüse am Arsch vorbei, aber Mitte dreissig geht gerade noch. Ab da wird es ja überhaupt erst interessant. Und zwar in jeder Hinsicht. Nicht wahr.

24. Dezember 2008

Ich und meine sakrale Vision. Die Wandlung des Profanen zum Sakralen. Sakrale Erhöhung. Provokation zur Transformation. Komm her, du profane Welt und werde heilig. Heilend. Vom Alltag zurück zum Kult. Aus den Niederungen in die Erhöhung. Und das funktioniert mit allem. Mit allem. Sogar mit der Waschmaschine. Mit dem Zähneputzen. Mit dem Kartoffelschälen. Mit der Sprache. Als wäre es zum ersten Mal. Mit der Waschmaschine tanzen und mit der Zahnpasta flirten. Und die Kartoffel küssen. Geht alles. Als wäre es zum letzten Mal. Und heilig sprechen. Immer heilig sprechen. Miteinander. Als wäre es das letzte Mal. Immer. Alles.

*vor dem heiligen Bezirk liegend

24. Dezember 2008


Ich wünsche euch auch etwas. Euch und mir. Ich wünsche allen empfindsamen Kreaturen spürbares Wohlwollen. Und tiefen Respekt. Und warme Intensität. Und große Leichtigkeit. Und freundliche Selbstachtung. Und lustiges Lachen. Und lachende Lust. Und alles was rockt! Und Nougat und Marzipan! Und Komplimente! Und dann ist Frieden.

24. Dezember 2008


Ich wünsche euch auch etwas. Euch und mir. Ich wünsche allen empfindsamen Kreaturen spürbares Wohlwollen. Und tiefen Respekt. Und warme Intensität. Und große Leichtigkeit. Und freundliche Selbstachtung. Und lustiges Lachen. Und lachende Lust. Und alles was rockt! Und Nougat und Marzipan! Und Komplimente! Und dann ist Frieden.

23. Dezember 2008

Ich möchte erklären, warum ich in meinem letzten Beitrag nur einen Link zu einem älteren Eintrag setzte. Zu meiner ersten, einzigen und letzten Begegnung mit Kerstin Schlitter, der Fotografin. Kerstin starb am letzten Donnerstag im Alter von nur achtunddreißig Jahren nach schwerer Krankheit.
Ich wusste nichts davon und erfuhr es gestern Nacht durch einen Freund. Jetzt muss ich daran denken, wie wir aufeinander aufmerksam wurden. Das Thema war der Tod. Sie beschäftigte sich ähnlich intensiv wie ich damit, im Gegensatz zu mir allerdings mit der Konsequenz, dass sie im letzten Jahr eine Ausbildung zur Sterbebegleiterin machte. Zum Nachlesen.

Kerstin, 13. Juli 2007

23. Dezember 2008

Meine eine Freundin spielt jetzt endlich wieder auf dem Instrument, das sie mal richtig gelernt hat. Damals, bevor ihr die kids… na ja. Sie spielt wirklich schön und tritt jetzt auch wieder auf. Deswegen kommt es vor, dass die Veranstalter Werbung für ihre Veranstaltung machen und da steht dann auch ihr Name drauf. Das ist ihr irgendwie unangenehm. „Ich will eigentlich nur spielen und will gar nicht, dass die Leute… ich finde das ja ganz furchtbar, wenn dann mein Name auf so einem Plakat steht, ganz oben!“
Ich schaue mal eben nach, ob ich ein Foto finde, wo man ungefähr den Gesichtsausdruck (totale Verständnislosigkeit) sieht, den ich aufgesetzt habe, als mir das zu Ohren kam. Moment.
Ich jedenfalls zu meiner lieben Freundin S: „hä? hö? wie? nee? warum? Also ICH! Also von MIR aus, können die den ganzen Kudamm rauf und runter Gaga Nielsen dranschreiben, an alle Fassaden! Fände ich total super! Freue ich mich! Kann gar nicht groß genug sein!“
…: „echt??? (strahlt mich dabei an, als wäre ich ein irgendwie total niedliches Marsmännchen) das kann ich mir für mich ja überhaupt nicht vorstellen! Das wäre ja ganz furchtbar! Oh nein!“
ich (GAGA NIELSEN!): „Doch! Super! Je mehr berühmt, desto besser! In der Abendschau sollen sie es bringen! Überall! Gaga Nielsen! Und Autogramme geben würde ich auch immer gerne! Ich wäre auch total nett zu meinem Volk meinen Fans! Immer! Gefällt mir super! Berühmt ist toll! Ich bin da eben dafür geboren. Da kann man auch nichts dafür. *Es ist, wie es ist!“
Aber im Ernst. Wenn man in irgendeinem künstlerischen Bereich herumturnt, noch dazu auf einer Bühne, will man doch mit dem was man da tut, namentlich in Verbindung gebracht werden oder? Man arbeitet ja auch an seiner Marke. Ich bin ja schon ganz leicht beleidigt, wenn jemand den Namen unter einem Foto nicht ausschreibt. Da ist ja der Verwechslung Tür und Tor geöffnet! Da kann ich die Verwertungsrechte ja gleich an Google abtreten! Ich glaube, meine Freundin ist da die einzige Ausnahme. Weltweit. In Wahrheit ist sie das Marsmännchen.
*Merkur in Löwe: der Merkur steht astrologisch für Verstandeskraft (!!!), Vermittlung und Kommunikation, Berechnung. Das Zeichen Löwe symbolisiert Selbstsicherheit, Herrsch Weltherrschaft (!!!), Tatendrang, Offenheit und Repräsentation. Merkur in Löwe steht für Selbstbewußtsein in Gedanke und Tat, Denken in großartigen Dimensionen(!!!), Ehrgeiz, Organisationstalent, Selbstüberschätzung, Selbstherrlichkeit (!) und Stolz (!!!).

23. Dezember 2008

Meine eine Freundin spielt jetzt endlich wieder auf dem Instrument, das sie mal richtig gelernt hat. Damals, bevor ihr die kids… na ja. Sie spielt wirklich schön und tritt jetzt auch wieder auf. Deswegen kommt es vor, dass die Veranstalter Werbung für ihre Veranstaltung machen und da steht dann auch ihr Name drauf. Das ist ihr irgendwie unangenehm. „Ich will eigentlich nur spielen und will gar nicht, dass die Leute… ich finde das ja ganz furchtbar, wenn dann mein Name auf so einem Plakat steht, ganz oben!“
Ich schaue mal eben nach, ob ich ein Foto finde, wo man ungefähr den Gesichtsausdruck (totale Verständnislosigkeit) sieht, den ich aufgesetzt habe, als mir das zu Ohren kam. Moment.
Ich jedenfalls zu meiner lieben Freundin S: „hä? hö? wie? nee? warum? Also ICH! Also von MIR aus, können die den ganzen Kudamm rauf und runter Gaga Nielsen dranschreiben, an alle Fassaden! Fände ich total super! Freue ich mich! Kann gar nicht groß genug sein!“
…: „echt??? (strahlt mich dabei an, als wäre ich ein irgendwie total niedliches Marsmännchen) das kann ich mir für mich ja überhaupt nicht vorstellen! Das wäre ja ganz furchtbar! Oh nein!“
ich (GAGA NIELSEN!): „Doch! Super! Je mehr berühmt, desto besser! In der Abendschau sollen sie es bringen! Überall! Gaga Nielsen! Und Autogramme geben würde ich auch immer gerne! Ich wäre auch total nett zu meinem Volk meinen Fans! Immer! Gefällt mir super! Berühmt ist toll! Ich bin da eben dafür geboren. Da kann man auch nichts dafür. *Es ist, wie es ist!“
Aber im Ernst. Wenn man in irgendeinem künstlerischen Bereich herumturnt, noch dazu auf einer Bühne, will man doch mit dem was man da tut, namentlich in Verbindung gebracht werden oder? Man arbeitet ja auch an seiner Marke. Ich bin ja schon ganz leicht beleidigt, wenn jemand den Namen unter einem Foto nicht ausschreibt. Da ist ja der Verwechslung Tür und Tor geöffnet! Da kann ich die Verwertungsrechte ja gleich an Google abtreten! Ich glaube, meine Freundin ist da die einzige Ausnahme. Weltweit. In Wahrheit ist sie das Marsmännchen.
*Merkur in Löwe: der Merkur steht astrologisch für Verstandeskraft (!!!), Vermittlung und Kommunikation, Berechnung. Das Zeichen Löwe symbolisiert Selbstsicherheit, Herrsch Weltherrschaft (!!!), Tatendrang, Offenheit und Repräsentation. Merkur in Löwe steht für Selbstbewußtsein in Gedanke und Tat, Denken in großartigen Dimensionen(!!!), Ehrgeiz, Organisationstalent, Selbstüberschätzung, Selbstherrlichkeit (!) und Stolz (!!!).

23. Dezember 2008

Ich möchte erklären, warum ich in meinem letzten Beitrag nur einen Link zu einem älteren Eintrag setzte. Zu meiner ersten, einzigen und letzten Begegnung mit Kerstin Schlitter, der Fotografin. Kerstin starb am letzten Donnerstag im Alter von nur achtunddreißig Jahren nach schwerer Krankheit.
Ich wusste nichts davon und erfuhr es gestern Nacht durch einen Freund. Jetzt muss ich daran denken, wie wir aufeinander aufmerksam wurden. Das Thema war der Tod. Sie beschäftigte sich ähnlich intensiv wie ich damit, im Gegensatz zu mir allerdings mit der Konsequenz, dass sie im letzten Jahr eine Ausbildung zur Sterbebegleiterin machte. Zum Nachlesen.

Kerstin, 13. Juli 2007

22. Dezember 2008

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76565678&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
►watch on youtube
Man muß sich das so vorstellen: ich gehe mit meiner kleinen Kamera über der Schulter in ein Café und ich rechne mit dem Schlimmsten. Und es ist noch schlimmer. Nein, nein, sehr schön – Kerzenbeleuchtung. Sehr atmosphärisch. Ein Teelicht unter einer Teekanne. Drei Kerzen auf dem Tisch an der Bühne. Mich hat zwar keiner gebeten, es zu dokumentieren, schon gar nicht zu filmen, geht ja auch gar nicht, in so einer dunklen Höhle, aber dann nimmt Cosmic seine Gitarre, seine Martin. Ich habe schon aufgehört, zu versuchen, zu fotografieren. Aber dann nimmt er seine Gitarre. Seine Martin. Das ist ja so eine Gitarre, mit der auch Neil Young spielt. Und dann höre ich den ersten Akkord, eine Armlänge von der Gitarre entfernt. In der dunklen Höhle. Und ich kenne die Lieder ja mittlerweile auch. Aber dann höre ich diese Gitarre. Und dann fängt er an zu singen. Und dann habe ich diesen Reflex. Und dann gibt es fürchterlich verrauschte Bilder, die aussehen, als hätte jemand mit einem Handy aufgenommen. Und ich schäme mich ein bisschen für die grottige Bildqualität, die man auch mit den tollsten Vermorphungen nicht wirklich vorzeigbar gebacken bekommt. Eigentlich. Und eigentlich auch keine Zeit oder Lust, eine total andere Bildspur zu erfinden. So groß wollte man das ja auch nicht anlegen. Und dann klebt man ein bißchen Vorspann und Abspann dran und freut sich trotzdem. Dass man es noch einmal hören kann. Obwohl der Abend längst vorbei ist. Die Martin. Und deine Stimme. Und überhaupt.
AM HIMMEL STEH’N DIE GOLD’NEN STERNE UND SINGEN ALL DIE NACHT ENTLANG; DAMIT DER MENSCH VON IHNEN LERNE, DER GOLD’NEN ZITHER GOLDENEN KLANG. SO LASST DAS WEH, DAS EUCH BETROFFEN UND SEID ZU NEUER LUST BEREIT…
Text: Friedrich Rückert (1788-1866)
Musik: cosmic & poetryclub

22. Dezember 2008

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76565678&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
►watch on youtube
Man muß sich das so vorstellen: ich gehe mit meiner kleinen Kamera über der Schulter in ein Café und ich rechne mit dem Schlimmsten. Und es ist noch schlimmer. Nein, nein, sehr schön – Kerzenbeleuchtung. Sehr atmosphärisch. Ein Teelicht unter einer Teekanne. Drei Kerzen auf dem Tisch an der Bühne. Mich hat zwar keiner gebeten, es zu dokumentieren, schon gar nicht zu filmen, geht ja auch gar nicht, in so einer dunklen Höhle, aber dann nimmt Cosmic seine Gitarre, seine Martin. Ich habe schon aufgehört, zu versuchen, zu fotografieren. Aber dann nimmt er seine Gitarre. Seine Martin. Das ist ja so eine Gitarre, mit der auch Neil Young spielt. Und dann höre ich den ersten Akkord, eine Armlänge von der Gitarre entfernt. In der dunklen Höhle. Und ich kenne die Lieder ja mittlerweile auch. Aber dann höre ich diese Gitarre. Und dann fängt er an zu singen. Und dann habe ich diesen Reflex. Und dann gibt es fürchterlich verrauschte Bilder, die aussehen, als hätte jemand mit einem Handy aufgenommen. Und ich schäme mich ein bisschen für die grottige Bildqualität, die man auch mit den tollsten Vermorphungen nicht wirklich vorzeigbar gebacken bekommt. Eigentlich. Und eigentlich auch keine Zeit oder Lust, eine total andere Bildspur zu erfinden. So groß wollte man das ja auch nicht anlegen. Und dann klebt man ein bißchen Vorspann und Abspann dran und freut sich trotzdem. Dass man es noch einmal hören kann. Obwohl der Abend längst vorbei ist. Die Martin. Und deine Stimme. Und überhaupt.
AM HIMMEL STEH’N DIE GOLD’NEN STERNE UND SINGEN ALL DIE NACHT ENTLANG; DAMIT DER MENSCH VON IHNEN LERNE, DER GOLD’NEN ZITHER GOLDENEN KLANG. SO LASST DAS WEH, DAS EUCH BETROFFEN UND SEID ZU NEUER LUST BEREIT…
Text: Friedrich Rückert (1788-1866)
Musik: cosmic & poetryclub