26. juni 2009

Gestern Nacht in meinem gmx-Postfach diese irgendwie unwirkliche News, durchaus für möglich gehalten, dass es ein verzweifelter Promotion-Schlenker sein könnte… heieiei… Da hat er sich jahrelang unter Sauerstoffzelte gelegt und jetzt jünger an Jahren als die meisten gegangen. Irgendwie stimmig, in seiner ganzen Tragik. Man konnte sich nicht mehr vorstellen, dass es einen weiteren späteren Höhepunkt geben könnte. Unmöglich, ihn sich alt vorzustellen. Das Ergebnis der Obduktion ist ja eigentlich egal. Aber ob er für seine Beisetzung Vorkehrungen getroffen hat… Wahrscheinlich wollte er gar nicht unter die dunkle Erde. Einfrieren, auftauen. Konservieren. Balsamieren. Plastinieren… Ach je. Festhalten. Geht ihm bestimmt viel besser, da wo er jetzt ist. Und ewiger Ruhm. Trauer in Cinemascope. Wie bei Diana. Großer Abgang. Endlich Frieden. Peace, Michael.

26. juni 2009

Gestern Nacht in meinem gmx-Postfach diese irgendwie unwirkliche News, durchaus für möglich gehalten, dass es ein verzweifelter Promotion-Schlenker sein könnte… heieiei… Da hat er sich jahrelang unter Sauerstoffzelte gelegt und jetzt jünger an Jahren als die meisten gegangen. Irgendwie stimmig, in seiner ganzen Tragik. Man konnte sich nicht mehr vorstellen, dass es einen weiteren späteren Höhepunkt geben könnte. Unmöglich, ihn sich alt vorzustellen. Das Ergebnis der Obduktion ist ja eigentlich egal. Aber ob er für seine Beisetzung Vorkehrungen getroffen hat… Wahrscheinlich wollte er gar nicht unter die dunkle Erde. Einfrieren, auftauen. Konservieren. Balsamieren. Plastinieren… Ach je. Festhalten. Geht ihm bestimmt viel besser, da wo er jetzt ist. Und ewiger Ruhm. Trauer in Cinemascope. Wie bei Diana. Großer Abgang. Endlich Frieden. Peace, Michael.

25. Juni 2009

Zur Zeit blogge ich ja mehr so privat. Aber eben, als ich einen meiner kleinen privaten Blogeinträge an meinen einen privaten Leser las, dachte ich, diesen privaten Blogeintrag könnte ich eigentlich auch veröffentlichen. Von heute, 21:31 Uhr.
Quadrate
Worte sind Quadrate.
man muss sehr achtsam sein mit Worten.
Die Qualität, die Schwingung eines Wortes kann ein kreisendes Pulsieren auslösen oder eckige, lineare Bewegungen, wie Zuckungen, wie Scherben. Man muss sehr achtsam sein.
Es gibt in unserer Welt, in der Gegenwart unseres Jahrtausends viele quadratische Worte, die uns und anderen wehtun. Umständliche Worte, die nicht frei fließen. Zu sachliche Worte, die nicht genug atmen und wegen mangelnder Beatmung sich nicht und niemanden anderen bewegen. Die Wortatome fallen in Paralyse, die kleinen lebendigen Anteile ersticken… Es sind leblose Worte, die niemanden mehr berühren, niemanden streicheln. Man findet sie in Nachrichtensendungen. In Informationssendungen. Es ist das Gegenteil von Dichtung. Verdichtung ist das Surrogat der Lebensfunkens magischer Worte. Man muss sehr achtsam sein, bei der Schöpfung seiner Worte. Wertschöpfung ist glaube ich ein quadratisches Wort, weil Schöpfung an sich ein Wert ist. Oder? Immanent. Etwas zu erschaffen, zu schöpfen, in Hingabe zu erschaffen, ist immer wert. Wir können gar nicht anders, als etwas Wertvolles zu erschaffen. Es sei denn, wir hörten auf, uns zu bewegen. Zu kreisen. Aber wir können die besten Stoffe wählen. Die goldenen Stoffe. Darum müssen wir uns bemühen. Das edelste Metall. Den schönsten Kristall.

25. Juni 2009

Zur Zeit blogge ich ja mehr so privat. Aber eben, als ich einen meiner kleinen privaten Blogeinträge an meinen einen privaten Leser las, dachte ich, diesen privaten Blogeintrag könnte ich eigentlich auch veröffentlichen. Von heute, 21:31 Uhr.
Quadrate
Worte sind Quadrate.
man muss sehr achtsam sein mit Worten.
Die Qualität, die Schwingung eines Wortes kann ein kreisendes Pulsieren auslösen oder eckige, lineare Bewegungen, wie Zuckungen, wie Scherben. Man muss sehr achtsam sein.
Es gibt in unserer Welt, in der Gegenwart unseres Jahrtausends viele quadratische Worte, die uns und anderen wehtun. Umständliche Worte, die nicht frei fließen. Zu sachliche Worte, die nicht genug atmen und wegen mangelnder Beatmung sich nicht und niemanden anderen bewegen. Die Wortatome fallen in Paralyse, die kleinen lebendigen Anteile ersticken… Es sind leblose Worte, die niemanden mehr berühren, niemanden streicheln. Man findet sie in Nachrichtensendungen. In Informationssendungen. Es ist das Gegenteil von Dichtung. Verdichtung ist das Surrogat der Lebensfunkens magischer Worte. Man muss sehr achtsam sein, bei der Schöpfung seiner Worte. Wertschöpfung ist glaube ich ein quadratisches Wort, weil Schöpfung an sich ein Wert ist. Oder? Immanent. Etwas zu erschaffen, zu schöpfen, in Hingabe zu erschaffen, ist immer wert. Wir können gar nicht anders, als etwas Wertvolles zu erschaffen. Es sei denn, wir hörten auf, uns zu bewegen. Zu kreisen. Aber wir können die besten Stoffe wählen. Die goldenen Stoffe. Darum müssen wir uns bemühen. Das edelste Metall. Den schönsten Kristall.

20. Juni 2009

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76727102&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
Zauberkreis Musik: Cosmic
Was steht denn auf den hundert Blättern der Rose all?
Was sagt denn tausendfaches Schmettern der Nachtigall?
Auf allen Blättern steht, was stehet auf einem Blatt;
Aus jedem Lied weht, was gewehet im ersten hat:
Dass Schönheit in sich selbst beschrieben hat einen Kreis,
Und keinen andern auch das Lieben zu finden weiß.
Drum kreist um sich mit hundert Blättern die Rose all,
Und um sie tausendfaches Schmettern der Nachtigall
Friedrich Rückert
►watch on youtube

20. Juni 2009


Das netzbestrumpfte Bein. Und die Rocker. Und Mr. Spock. Und Blue Planet Pizza mit kostbaren Ozeanperlen. Und das Monster. Und Fight for Life. Und Sissi. Kann man doch nicht auseinanderschneiden. Kann man doch nicht trennen. Gehört doch zusammen. Gehören doch zusammen. Wenn einen sechzehn kleine (eigentlich siebzehn, aber die haben wir an die nette Bedienung verschenkt, die früher Popstar war) Postkarten so zum Lachen und zum Staunen bringen, ist das bestimmt große Kunst. Geht ja gar nicht anders. Dieser André Boitard ist außerdem ein ganz netter Junge. Also junger Mann. Studiert bestimmt fleißig und verdient sein eigenes Geld nebenher! Ein echtes Vorbild für Alt und Jung und Groß und Klein! Und das nächste mal bestelle ich die Vulkania von PJ. […]

06. Juni 2009

So kurz wie gestern bin ich glaube ich noch nie ausgegangen. Zwanzig Minuten nach zehn los und und ein bißchen nach elf schon wieder zuhause. Seltsames Publikum in der Lucas Carrieri Art Gallery. Schöne Galerie. Gutaussehende Menschen. Fotogen, gestylt. Ein bißchen zu sehr damit beschäftigt, eine gute Figur abzugeben. Seelenarme Atmosphäre. Jan aufgegabelt, um die Ecke nach Hause, Côtes du Rhône, Butterbrot. Das gute Kümmelbrot aus der Hofpfisterei mit irischer Butter und zarten Majoranblättern vom Balkon. Die wahren Werte. Von Höxchen auf Stöxchen und dazu die Kamera laufen lassen. Dabei Veruschkas Buch angeschaut. Und Jeff Buckleys Hallelujah gehört. Eigentlich hat nur noch eine gute Zigarette gefehlt. Muss mal welche holen.

[…]

06. Juni 2009

So kurz wie gestern bin ich glaube ich noch nie ausgegangen. Zwanzig Minuten nach zehn los und und ein bißchen nach elf schon wieder zuhause. Seltsames Publikum in der Lucas Carrieri Art Gallery. Schöne Galerie. Gutaussehende Menschen. Fotogen, gestylt. Ein bißchen zu sehr damit beschäftigt, eine gute Figur abzugeben. Seelenarme Atmosphäre. Jan aufgegabelt, um die Ecke nach Hause, Côtes du Rhône, Butterbrot. Das gute Kümmelbrot aus der Hofpfisterei mit irischer Butter und zarten Majoranblättern vom Balkon. Die wahren Werte. Von Höxchen auf Stöxchen und dazu die Kamera laufen lassen. Dabei Veruschkas Buch angeschaut. Und Jeff Buckleys Hallelujah gehört. Eigentlich hat nur noch eine gute Zigarette gefehlt. Muss mal welche holen.

[…]

04. Juni 2009


Ihr Berliner merkt euch mal Freitagabend, den 12. Juni vor. Ausländische Gäste sind selbstverständlich auch willkommen! Gaga Nielsen zeigt bewegte Bildchen! In aller Öffentlichkeit. Im Karvana. Und Cosmic singt dazu. Und Kira. Und Stefan. Und der Beamer!

02. Juni 2009

Gerade wieder den konstanten Einbruch bei meinen Besucherzahlen registriert. Haha! Vielleicht gibt es einen magischen Zusammenhang zwischen den mittlerweile seltenen Momenten, an denen ich mich überhaupt noch für die Zugriffsstatistik interessiere und den seltener werdenen Besuchen. Obwohl ja in Wahrheit nur die Besucher ohne Referrer zählen. Das sind meine wahren Freunde! Bleibt mir schön erhalten, ich schreibe weiter. Schon ein Witz, wenn ich bedenke, wie fasziniert ich früher verfolgt habe, wenn die Zugriffe anstiegen. Wenn ich bei irgendsoeinem Bloggertreffen war. Ich war ja immer in einer obskuren Nische, wenig geschleimt, wenig verlinkt, wenig für die Werbung getan, selbst keinen verlinkt, außer mal in einem Beitrag, wenig herumkommentiert – außer früher bei mks, das war nett – hab ich keine Zeit mehr dafür, leider, aber kaum war ich bei einer Lesung, wo man wusste, da liest der und der und die und die und da wollte man ja immer schon mal wissen, wie die eigentlich ausschauen, ob sie denn so sexy sind wie ihre Schreibe. Einige ja! Aber ja. Ich nenne jetzt keine Namen. Hihi. Aber das mit den Bloggerlesungen ist ja auch durch. Die Sau ist durchs Dorf getrieben! Wie komme ich da jetzt darauf? Ach ja – weil ich auf die Statistik geguckt habe, nach weiß nicht wievielen Wochen. Also: ich bin mittlerweile in den zweistelligen Bereich gesunken. Die goldene Ära von vierhundert Visits und Tausend Views ist vorbei. Okay – das war auch nur zu solchen fragwürdigen Hochzeiten. Hoch-Zeiten meine ich natürlich. Obwohl ja mittlerweile sogar einige Blogger geheiratet haben. Also welche, die sich durchs Bloggen kennengelernt haben. Aber da war ich zu keiner Hochzeit eingeladen. Soll jetzt aber keine Beschwerde sein. Gibt’s eigentlich auch schon die ersten Blogger-ScheidungenBabies? Für Klatsch bin ich ja immer zu haben. Klatsch und Pralinen!

02. Juni 2009

Gerade wieder den konstanten Einbruch bei meinen Besucherzahlen registriert. Haha! Vielleicht gibt es einen magischen Zusammenhang zwischen den mittlerweile seltenen Momenten, an denen ich mich überhaupt noch für die Zugriffsstatistik interessiere und den seltener werdenen Besuchen. Obwohl ja in Wahrheit nur die Besucher ohne Referrer zählen. Das sind meine wahren Freunde! Bleibt mir schön erhalten, ich schreibe weiter. Schon ein Witz, wenn ich bedenke, wie fasziniert ich früher verfolgt habe, wenn die Zugriffe anstiegen. Wenn ich bei irgendsoeinem Bloggertreffen war. Ich war ja immer in einer obskuren Nische, wenig geschleimt, wenig verlinkt, wenig für die Werbung getan, selbst keinen verlinkt, außer mal in einem Beitrag, wenig herumkommentiert – außer früher bei mks, das war nett – hab ich keine Zeit mehr dafür, leider, aber kaum war ich bei einer Lesung, wo man wusste, da liest der und der und die und die und da wollte man ja immer schon mal wissen, wie die eigentlich ausschauen, ob sie denn so sexy sind wie ihre Schreibe. Einige ja! Aber ja. Ich nenne jetzt keine Namen. Hihi. Aber das mit den Bloggerlesungen ist ja auch durch. Die Sau ist durchs Dorf getrieben! Wie komme ich da jetzt darauf? Ach ja – weil ich auf die Statistik geguckt habe, nach weiß nicht wievielen Wochen. Also: ich bin mittlerweile in den zweistelligen Bereich gesunken. Die goldene Ära von vierhundert Visits und Tausend Views ist vorbei. Okay – das war auch nur zu solchen fragwürdigen Hochzeiten. Hoch-Zeiten meine ich natürlich. Obwohl ja mittlerweile sogar einige Blogger geheiratet haben. Also welche, die sich durchs Bloggen kennengelernt haben. Aber da war ich zu keiner Hochzeit eingeladen. Soll jetzt aber keine Beschwerde sein. Gibt’s eigentlich auch schon die ersten Blogger-ScheidungenBabies? Für Klatsch bin ich ja immer zu haben. Klatsch und Pralinen!

31. Mai 2009


Scheiß-Autismus. Aber ich arbeite daran. Vielleicht überwinde(n) ich (wir) ihn bei Opus 29. Oder 30. Oder bei Riefenstahl. Da müssen dann eben alle ran!

31. Mai 2009


[…]
Hey Jan. Hast du vorhin bei mir geklingelt? Ich sage dir doch: ich mache nicht einfach so die Tür auf. Es sei denn ich habe einen Verdacht, wer es sein könnte. Und ich habe ein bißchen gebraucht, vorhin. Dann eine Minute später doch noch auf die Gegensprechanlage (was für ein umständliches Wortgebilde) gedrückt und niemand dran. Aber wenn du es warst: du hast nur ein einziges mal geklingelt. Ich habe Befürchtungen, dass Leute an der Tür sein könnten, von denen ich gerade ganz dringend nicht besucht werden möchte. Deswegen. Nimm halt dein tragbares Telefon mit und ruf mich vorher an. Ich dachte, du rufst noch mal an, wegen dem Essen, der Einladung von der du erzähltest, haste aber nicht – und ich hab dich heute Nachmittag auch nicht mehr am Telefon erwischt. Also! War mir aber auch ganz recht… Ich war nämlich voll und ganz mit meinem Haushalt beschäftigt! Die bekloppte Spülmaschine, die ich nur als Geschirrschrank benutze, wie du weißt, hatte eine Pfütze unten drin, wegen Verstopfung vom Abflussrohr in der Spüle. Aber ich habe die Angelegenheit in den Griff bekommen und im Zuge dessen alles Zeug, was da drin war, in meinem Spülmaschinengeschirrschrank, ausgeräumt und gründlich gereinigt! Zum Beispiel den alten Mixer von Braun, aus den Sechzigern von meiner Mama, funktioniert noch einwandfrei! Wie gerne haben wir immer die Quirldinger abgeschleckt. Weiß gar nicht, wie die heißen. Und den Fleischwolf! Also jetzt ist alles sauber und ich hoffe du hast ein schönes Essen bei deinen Freunden! Ich hänge hier ab, ganz relaxed und schiebe Bilder hin und her. Alles prima! Gruß, Gagaline

Ach ja, P.S. hier Bilder von vorgestern. Sieht ja wieder wer weiß wie kuschelig aus, wie wir da ins Objektiv gucken. Torsten kommt auch ganz gut. Er war ja schon ein bißchen betrunken… und die Mädels mit den Strümpfen…

31. Mai 2009


Scheiß-Autismus. Aber ich arbeite daran. Vielleicht überwinde(n) ich (wir) ihn bei Opus 29. Oder 30. Oder bei Riefenstahl. Da müssen dann eben alle ran!

31. Mai 2009


[…]
Hey Jan. Hast du vorhin bei mir geklingelt? Ich sage dir doch: ich mache nicht einfach so die Tür auf. Es sei denn ich habe einen Verdacht, wer es sein könnte. Und ich habe ein bißchen gebraucht, vorhin. Dann eine Minute später doch noch auf die Gegensprechanlage (was für ein umständliches Wortgebilde) gedrückt und niemand dran. Aber wenn du es warst: du hast nur ein einziges mal geklingelt. Ich habe Befürchtungen, dass Leute an der Tür sein könnten, von denen ich gerade ganz dringend nicht besucht werden möchte. Deswegen. Nimm halt dein tragbares Telefon mit und ruf mich vorher an. Ich dachte, du rufst noch mal an, wegen dem Essen, der Einladung von der du erzähltest, haste aber nicht – und ich hab dich heute Nachmittag auch nicht mehr am Telefon erwischt. Also! War mir aber auch ganz recht… Ich war nämlich voll und ganz mit meinem Haushalt beschäftigt! Die bekloppte Spülmaschine, die ich nur als Geschirrschrank benutze, wie du weißt, hatte eine Pfütze unten drin, wegen Verstopfung vom Abflussrohr in der Spüle. Aber ich habe die Angelegenheit in den Griff bekommen und im Zuge dessen alles Zeug, was da drin war, in meinem Spülmaschinengeschirrschrank, ausgeräumt und gründlich gereinigt! Zum Beispiel den alten Mixer von Braun, aus den Sechzigern von meiner Mama, funktioniert noch einwandfrei! Wie gerne haben wir immer die Quirldinger abgeschleckt. Weiß gar nicht, wie die heißen. Und den Fleischwolf! Also jetzt ist alles sauber und ich hoffe du hast ein schönes Essen bei deinen Freunden! Ich hänge hier ab, ganz relaxed und schiebe Bilder hin und her. Alles prima! Gruß, Gagaline

Ach ja, P.S. hier Bilder von vorgestern. Sieht ja wieder wer weiß wie kuschelig aus, wie wir da ins Objektiv gucken. Torsten kommt auch ganz gut. Er war ja schon ein bißchen betrunken… und die Mädels mit den Strümpfen…

29. Mai 2009

…und keine voreiligen Schlüsse ziehen. Keine voreiligen Schlussfolgerungen ziehen. Keine voreiligen Schlussstriche ziehen. Gestern wieder erfolgreich das Gegenteil praktiziert. Zweiteres. Aber man wird doch schlauer. Abwarten. (Erst mal) nicht diskutieren. Nicht debattieren. Mutmaßung Mutmaßung sein lassen. Heute Mittag löste sich ein querliegendes Teil und drehte sich wieder in die passendere Richtung. Ist mir in diesem Jahr mehrfach widerfahren. Nicht (sofort) (über)(re)agieren. Sich kontrollieren (ja, manchmal hart). Manchmal auch ein paar Tage (noch härter, aber jeder Tag kommt anders daher). Und schon winkt der Lohn. Wie oft setzt man Unfug voraus. Argh. Diese blöde Prägung in gewissen Lebensbereichen von einem schlechteren Ausgang auszugehen, nur weil er einem einst in einer scheinbar ähnlichen Konstellation widerfuhr. Ganz blödes Strickmuster. Faden ziehen, auftrennen. Aufregen kann man sich immer noch.

26. Mai 2009

Noch derselbe Tag. Aber besser. Auch furchtbar, nicht nur für den Leser, mit diesem vorangegangenen Beitrag empfangen zu werden. Auch für mich unangenehm. Und ich schreibe das, die immer wettert, dass man die Dinge nicht beschwören darf, nicht in Worten, weil man sie ruft. Und dennoch lasse ich den Absturz stehen und beschwöre die – na – wie nennt man das – wenn man am Boden lag und sich wieder berappelt, seine Gliedmaßen sortiert und weiter macht, sich wieder erhebt, das Rückgrat streckt – Wiederauferstehung ist ja doch etwas sehr pathetisch. Ah! Diese Gratwanderung! Wir wollen, wir müssen, wir wollen diskret sein, mit unseren zarten, zartesten Befindlichkeiten und dann stürzen wir ab und dürfen es nicht erzählen. Weil wir es uns selbst verbieten, weil wir ein Schutzbedürfnis haben. Und weil wir – zum Glück – noch ein, zwei, drei, vier Freunde haben, denen wir Vertrauen schenken. Aber Ihr wisst schon, Ihr, die Ihr meine bizarren Bilder trinkt, seht, lest – ich kompensiere. Sehr stark. Ich erlebe, ja auch das. Aber viel mehr noch kompensiere ich. Und transformiere meine Kompensation. Das ist das, was ich euch zeige. Meinen imaginierten, kultivierten Silberstreifen am Horizont, den es manchmal nur in meinem Herzen gibt. Ja, die Bilder sind alle echt. Die Menschen sind alle echt. Die Umarmungen sind echt. Die zusammengesteckten Köpfe sind echt. Was für ein Glück. Sekundenglück. Wisst ihr, wie wenig Zeit es braucht, um solche Bilder entstehen zu lassen? In einer halbe Stunde, einer schönen Stunde an einer schönen Bar kann man sich für einen Moment, und ich meine durchaus einen wertvollen Moment, sehr nahe kommen. Und dann greift jemand zur Kamera und alle haben Freude dabei. Das ist das was ihr dann seht. Ja, sehr schöne Momente. Aber nicht das ganze Leben.
Manchmal höre ich von Menschen, die das hier mitlesen, dass sie den Eindruck haben, ich sei sehr viel unterwegs. Es ist nicht so oft und es sind mitunter sehr schöne, aber kurze Momente. Aber nicht das ganze Leben. In Wahrheit gehöre ich zu den Menschen, die immer noch darauf warten, dass ihr Leben endlich anfängt. Ein bißchen hat es schon angefangen. Manchmal sogar ein bißchen sehr. Manchmal denke ich sogar ich bin undankbar. Manchmal denke ich, ich bin ein armes Würstchen. Manchmal denke ich, ich halte es nicht mehr aus. Manchmal denke ich, wie heute, was wäre die beste Art, den irdischen Lebenskampf zu beenden. Aber ich halte durch. Ein Skorpion-Aszendent gibt nie auf! Vor ein paar Tagen sage ich zu Cosmic: „Von wegen Hartnäckigkeit… auf einer Skala von eins bis zehn, liege ich bei zwölf.“ Das sage ich nicht etwa, um jemanden zu beeindrucken, eher als sachliche Information.
Vorhin lange mit Jan telefoniert. Er ist zurück aus New York, heute morgen. Das muss ja alles erst einmal verarbeitet werden. Was für ein schönes Gespräch. Aber da war ich sowieso schon viel besserer Stimmung. Einen großen Teller Tagliatelle, in Butter geschwenkt, viel Käse, Coke Zero! Die netten Kommentare. Dann wurde der Himmel wieder heller. Wir hatten hier in Berlin so einen eigentlich sehr schönen dramatischen Gewitterhimmel. Dunkel am frühen Nachmittag – im Mai – ! Ich wollte fast Licht anmachen, tat es aber doch nicht. Ein gutes Essen, ein bißchen Licht, eine kleine Mail. Ein Anruf. Und noch ein Anruf.
Oh ja, ich habe das Bedürfnis, persönliche Dinge zu vermitteln. Etwas, das noch atmet. Ohne indiskret zu werden – ja die Grenze… das ist ein kleiner Seiltanz. Dieser Tag endet nicht so traurig und trübsinnig wie er begann. Ich erzählte Cosmic gerade, dass er mit dieser kleinen Lesebrille, die er fast nie (in meiner Gegenwart) aufsetzt, und die ich deswegen fast nie an ihm sehe, eine Dimension bekommt, die ihn auf eine völlig andere Art anziehend macht, als man es sonst von ihm kennt. Und ich werde ihn mit dieser Brille fotografieren, so Gott will. Das ist die gute Nachricht. Und ich bin ein bißchen betrunken*. Und jetzt eine gute Nacht.
*Höfflin Cuvée Pfister II Trocken 2004 Kaiserstuhl/Baden Schambachhof

26. Mai 2009

Was für ein grauer, scheinbar sinnloser Tag. Wie schön wäre es, wenn er nur so grau wäre, um die Farben des nächsten schöner strahlen zu lassen. Einzige Aufheiterung war mir gerade ein Kommentar einer jungen Frau aus Chicago unter einem Foto, das vor zwei Jahren enstand, als ich Lübbenau besuchte, den Ort, in dem Nico während des zweiten Weltkrieges aufwuchs. Wie kommt die junge Frau darauf, sich gerade diese Bildstrecke näher anzusehen. Sie kommentierte noch eine Reihe anderer Bilder aus diesem Set. Vielleicht hat sie nach Lübbenau gesucht, weil sie da Verwandte hat. Oder nach Nico. Und nun findet sie mich statt Nico. Tja. Ja. I’m intense. Und das ist anstrengend. Ich weiß. Ich hasse mittelmäßiges Geplätscher und lauwarme Zuwendung. Nicht einmal beste Freundinnen dürfen mir lauwarm kommen. Aber die wissen das ja. Zum Glück. Danke dafür übrigens. Ich muss mich aus diesem trostlosen Grau herausziehen. Die Intensität von Melancholie ist dunkelblau, nicht grau und da kann ich immer hin. Immerhin. Wenn man sich tiefer in diese Farbe begibt, wird es schon leicht violett. Und dann wird es wieder wärmer. Dann ist schon rot dabei. Wie pulsierendes Blut. Kamera auf Trauer halten. Könnte man. Warum nicht. Es gibt eine Menge auszuprobieren. Ich will nichts wiederholen, nichts imitieren. Die Basis, der Plot, die Grundlage ist Intensität, kein profanes Drehbuch oder eine alberne Idee. Und wenn die Intensität hält, stark genug ist, halte ich die Kamera drauf.

21. Mai 2009



Anatomie Titus.
Vier Wochen her. Ah – Jan! Hast du Gelegenheit ins Netz zu gehen? Oder wirst du von einem New Yorker zum anderen weitergereicht? Heute ist deine Eröffnung, dein Opening. Ach, ich wäre doch gerne dabei, heute… oder habt ihr schon gestern gefeiert? Ist das wie bei uns hier, wo am Abend vorher der Wein fließt? Du bei deiner Gastgeberin Frau Rosendings… Oh Mann. Am Abend vor deinem Abflug stürzte mir mein ganzer Posteingang ab, unwiderruflich, als wir gerade telefonierten, weil ich immer nebenher noch herumspielen muss… dann würgte ich dich geradezu ab. Und am nächsten Tag bist du in deinen Flieger nach Newark (wo ich noch meinte, die Liberty sähe überraschend klein aus, aus dem Flieger und nicht weit weg so ein Ikea Bunker wie früher in Spandau…) und wir hatten nicht noch mal gesprochen. Ich fand auf dem Display einen Anruf von 10:25 oder so… vielleicht warst du das noch mal. Aber ich schlief noch. Bis Mittag… Ach Jan. Ich denke an dich in der großen Stadt! Und komme heil wieder. Und lass dich feiern. Und grüße Konstantin!

20. Mai 2009


Ich verstehe gar nicht, dass manche Leute Probleme haben, einen Beruf zu finden. Ich habe meine Aufgabe gefunden und bin sehr zufrieden mit meiner Lebensbestimmung! Täglich ernte ich dankbare Blicke für meine aufopferungsvolle Tätigkeit. Auch ein Trinkgeld ist hin und wieder drin! Mein neuer Patient (tödlicher Männerschnupfen) hat mir gestern sogar einen warmen Händedruck geschenkt. Also ich kann mich nicht beklagen! Sicher, der Pflegeberuf wird nicht üppig bezahlt, manchmal zahlt man sogar zu, aber die dankbaren, feuchten Augen meiner zufriedenen Patienten sind mir die Mühe wert!

20. Mai 2009


Ich verstehe gar nicht, dass manche Leute Probleme haben, einen Beruf zu finden. Ich habe meine Aufgabe gefunden und bin sehr zufrieden mit meiner Lebensbestimmung! Täglich ernte ich dankbare Blicke für meine aufopferungsvolle Tätigkeit. Auch ein Trinkgeld ist hin und wieder drin! Mein neuer Patient (tödlicher Männerschnupfen) hat mir gestern sogar einen warmen Händedruck geschenkt. Also ich kann mich nicht beklagen! Sicher, der Pflegeberuf wird nicht üppig bezahlt, manchmal zahlt man sogar zu, aber die dankbaren, feuchten Augen meiner zufriedenen Patienten sind mir die Mühe wert!

11. Mai 2009

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76656330&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
Du bist die Ruh | Der Frieden mild | Die Sehnsucht du | Und was sie stillt
Ich weihe dir | Voll Lust und Schmerz | Zur Wohnung hier | Dies Aug‘ und Herz
Kehr ein bei mir | Und schließe du | Still hinter dir | Die Pforte zu
Treib‘ andern Schmerz | Aus dieser Brust | Voll sei dies Herz | Von deiner Lust
Dies Augenzelt | Von deinem Glanz | Allein erhellt | Oh füll es ganz
F. Rückert

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06. Mai 2009

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76655446&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
Liebes verehrtes Publikum, es ist so weit: die große Stunde ist gekommen. Mein erster Tonfilm! Bitte nehmen Sie Platz. Lange habe ich, wie auch Greta, mit mir gerungen. Nein, es ist mir wahrlich nicht leicht gefallen, mich mit dieser völlig neuartigen und hochkomplizierten Technik anzufreunden. Dem Stummfilm verdanke ich (ebenso wie Greta) nun einmal alles. So sehe man es mir nach, dass ich diese große Liebe nicht leichtfertig hinter mir lassen konnte. Doch nun bin ich bereit für die neue Ära und zähle auf Ihr Wohlwollen!
►watch on youtube

06. Mai 2009

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76655446&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
Liebes verehrtes Publikum, es ist so weit: die große Stunde ist gekommen. Mein erster Tonfilm! Bitte nehmen Sie Platz. Lange habe ich, wie auch Greta, mit mir gerungen. Nein, es ist mir wahrlich nicht leicht gefallen, mich mit dieser völlig neuartigen und hochkomplizierten Technik anzufreunden. Dem Stummfilm verdanke ich (ebenso wie Greta) nun einmal alles. So sehe man es mir nach, dass ich diese große Liebe nicht leichtfertig hinter mir lassen konnte. Doch nun bin ich bereit für die neue Ära und zähle auf Ihr Wohlwollen!
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04. Mai 2009

der erste Mai

Weser, Rainer, Treptower, Spree, Barfuß, T-Shirt, Steinchen, Apfel, Wiese, Zero, Gras, Brille, Rückert, Wollschläger, Björn, Finnland, Riefenstahl, Ehrenmal, Wein, Cola, Pizza, Gerd, Kind, Salami, Zucchini, Zauber, Zwiebel, Schinken, Suzi, Friedrichshain, Reunion, Foto, Bewohner, Eis, Straße, Weser, Zauber, heim.

04. Mai 2009

der erste Mai

Weser, Rainer, Treptower, Spree, Barfuß, T-Shirt, Steinchen, Apfel, Wiese, Zero, Gras, Brille, Rückert, Wollschläger, Björn, Finnland, Riefenstahl, Ehrenmal, Wein, Cola, Pizza, Gerd, Kind, Salami, Zucchini, Zauber, Zwiebel, Schinken, Suzi, Friedrichshain, Reunion, Foto, Bewohner, Eis, Straße, Weser, Zauber, heim.

24. April 2009

URBAN JUNGLE

Mal den Farbfilm eingelegt. Für die einen sind es hundertzwei Fotos, für die anderen hundertvierzehn. Je nach dem! Ich mache das jetzt so: ich lade weiterhin alles, also wirklich alles bei Flickr hoch, vergebe brav die Filter und setze für die Interessierten unter meinen deutschen, koreanischen, honkongnesischen und singapurianischen Freunden einen diskreten Link. Der heißt dann Fortsetzung auf Englisch. Wer nicht weiß, was Fortsetzung auf Englisch heißt, muss halt nachschauen, bzw. sich einfach mal das Set bei Flickr genauer anschauen. Aber wie gesagt: Vorsicht. Links zu Ipernity sind in meinem Fall mit äußerster Vorsicht zu genießen. Alarmstufe Dings. Neulich zur Freundin am Telefon: „Komisch, ich kriege nie Leserbriefe von Kindern wo drin steht: „Tante Gaga, wann schreibst du denn mal wieder was?“

24. April 2009

URBAN JUNGLE

Mal den Farbfilm eingelegt. Für die einen sind es hundertzwei Fotos, für die anderen hundertvierzehn. Je nach dem! Ich mache das jetzt so: ich lade weiterhin alles, also wirklich alles bei Flickr hoch, vergebe brav die Filter und setze für die Interessierten unter meinen deutschen, koreanischen, honkongnesischen und singapurianischen Freunden einen diskreten Link. Der heißt dann Fortsetzung auf Englisch. Wer nicht weiß, was Fortsetzung auf Englisch heißt, muss halt nachschauen, bzw. sich einfach mal das Set bei Flickr genauer anschauen. Aber wie gesagt: Vorsicht. Links zu Ipernity sind in meinem Fall mit äußerster Vorsicht zu genießen. Alarmstufe Dings. Neulich zur Freundin am Telefon: „Komisch, ich kriege nie Leserbriefe von Kindern wo drin steht: „Tante Gaga, wann schreibst du denn mal wieder was?“

23. April 2009

Herrje
Vorsicht Rückfall
Während einiger Wochen gültig: Ihr Austausch mit anderen ist derzeit sehr emotional gefärbt. Dabei kann es leicht zu Auseinandersetzungen kommen. Anstatt eine logische Botschaft zu übermitteln, geben Sie nun eher Ihren unbewußten Impulsen Ausdruck. Vieles, was Sie jetzt sagen, ist von unbewußten Sprach- und Denkmustern geprägt, die aus Ihrer Kindheit stammen. Latent sind diese Muster zwar immer vorhanden, aber jetzt machen sie sich deutlicher bemerkbar, z.B. in Form einer unangebrachten Mitteilung oder Bemerkung. Ihre geistige Ausdruckskraft ist nun von alten Denk- und Verhaltensweisen beeinflußt, so daß Sie die gegenwärtige Situation leicht mißverstehen. Sie sollten jetzt also genau wissen, was Sie sagen und warum Sie es sagen. Fassen Sie nun lieber keine wichtigen Entschlüsse.
Die obige Deutung ist für Ihren heute ausgewählten Transit:
Merkur Opposition Mond
exakt um 15:07
aktuell ab 22. April 2009 bis Anfang Juni 2009

Betrifft nur Skorpion-Mond im letzten Drittel, hier 23 Grad, im Geburtshoroskop. Mich also. Demzufolge steht Merkur auf 23° Stier, an der Spitze meines siebten Hauses, meinem Deszendenten. Exakt. Impulsive Auseinandersetzungen zum Themenkomplex Gefühlshaushalt und siebtes Haus. Lebhaft. Kontrovers. Okay. Ich kenne zwei Mäenschen, deren Jupiter exakt auf meinen Deszendenten fällt. Dann steht Merkur in Konjunktion mit deren Jupiter und meinem Deszendenten. Aha. Bis Anfang Juni. Hm. Spannend. Ah – ! Merkur, die Sau wird wieder rückläufig, ab ersten Mai. Deshalb dauert der Aspekt so lange. Bis ersten Juni. Sie kennen das ja bereits. Am besten ich halte mein Maul und sehe gut aus. Aber ich kann ja nicht. Mein Maul halten. Die Wahrheit muss raus!

23. April 2009

Besonders verrückt, wenn man jemandem etwas erklärt und einem zwei Stunden später dämmert, dass man diese Art der Erklärung selbst nötig hätte. Hat. Relativierung. Der Blick vom Mond auf die Erde. Die Metaebene. Die der Bauch so gerne verschluckt. Und das Herz. Die man nicht haben will. Die Vernunft, die man nicht haben will. Und was ist das schon Vernunft. Eine Bilanz. Steuererklärung des Gefühls. Sehr geehrte Damen und Herren, als Anlage erhalten Sie meine Gefühlssteuererklärung 2008. Wie Sie unschwer erkennen können, habe ich meine Gefühle pünktlich und korrekt überwiesen und keinerlei abgabenpflichtige gefühlsmäßige Nebeneinkünfte erhalten. Mit freundlichen Grüßen. Ach die Sonne. Die schon wieder. Aber sie brennt die Dummheit eines Augenblickes wie diesem immer wieder weg. Für einen Moment. Ein Freund formulierte einst in einer Mail die grausame Wendung „bittere Bilanz“. Wie ich erschrak. In einem völlig anderen Zusammenhang als heute. Aber. Ich habe die Wahl. Man hat die Wahl. Die Wahl der Bewertung. Ein Scheitern nicht als Versagen zu bewerten. Sich kein Unzulänglichkeitszeugnis auszustellen. Beziehungsqualifikation: mangelhaft, Versetzung gefährdet. Vorbereitende Arbeiten zum Jahresabschluss. Soll und Haben. Das mit dem Soll ist mein kleines Problem. Will und Haben. Tja. Ja. Will und Haben. Alles im Plus. Ich glaube, ich will dieses Problem. Ich will es. Begreifen. Transformieren.

23. April 2009

Atmen. Tief. Einfach atmen. Konzentration auf diese eine wesentliche Körperfunktion. Ein. Aus. Ein. Aus. Ein. Aus. Tiefer. In den Bauch. Gegen den Abgrund. Das innere Fallen. Die Fallhöhe variiert. Mittlere Fallhöhe. Man könnte sich auch irgendwann entscheiden, liegen zu bleiben, am Boden. Dann wird man nie mehr fallen. Oder nur stehen, beinah regungslos, ungerührt, unberührt. Mit beiden Beinen fest auf dem Boden. Und nie mehr fliegen. Fliegen. Ein sanfter Gleitflug wäre schön. Keine Concorde. Kein Sturzflug. Ein sanfter Segelflug. Wie sehr ich das zu schätzen wüsste. Ganz besonders. Sehr. Atmen.

16. April 2009

Wie wo was? Was hier auf einmal los ist? Ich habe ja immer eine tolle astrologische Entschuldigung parat. Ich kann ja nichts dafür. praktisch nie. Die Sterne haben Schuld.
Saturn Konjunktion Uranus:
„Es ist kaum möglich, Kompromisse zu machen, um Ideen zu verwirklichen. Entscheidung zwischen Freiheit und Sicherheit. Es ist möglich, die Brüche im Leben als eine durchgehende Linie zu sehen und auf Basis des Alten Neues zu verwirklichen.“
Saturn Konjunktion Pluto:
„Dieser Transit macht den Menschen darauf aufmerksam, dass, wenn man Lebensumstände oder Beziehungen, die kein evolutionäres Wachstum mehr ermöglichen, nicht loslässt, man innerlich verhärtet und sich nicht weiterentwickeln kann. Es wird einem aufgezeigt, dass man den göttlichen Willen zu respektieren hat und nicht umhin kommen wird, sich danach zu richten. So stellt dieser Transit eine Lebensphase dar, in welcher man entweder alle Kräfte darauf konzentriert, sich von einschränkenden und erstarrten Strukturen zu trennen, oder man wird zusehends entmachtet und verliert die Gestaltungsmöglichkeiten in seinem Leben. So nimmt man jetzt meistens Abschied von Menschen oder sonstigen Umständen, an die man sich schon gewöhnt hat, weil man weiß, dass es an der Zeit ist, sich etwas anderem zu widmen und alle seine Kräfte auf eine neue Aufgabe zu konzentrieren. Möglicherweise setzt man aber gerade jetzt den Grundstein zu einer Sache, die einen noch lange im Leben begleiten und das eigene Schicksal stark bestimmen wird.“
Hört hört.

The Full Monty
Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt. Wenn Ihr armes kleines Herz nur Rollkragenpulloverbilder verträgt, klicken Sie besser nicht (niemals! Pfui! Finger weg!) auf diesen Link zu Gaga Nielsen’s Fine Art Nudes Flickr Restricted Photostream Edition. Alle anderen natürlich gerne. Auf eigene Gefahr!
Noch einmal zur Erinnerung, zum steten Gedenken: diese von mir innerhalb eines regulären Sonnenbades ohne jegliche Inszenierung, lediglich aus einer verspielten Anwandlung geborene Bildstrecke führte zur Sperrung meines flickr-accounts. Ich hatte nämlich nicht beachtet, dass bei flickr Bilder bestimmte Körperpartien mit einem Filter gekennzeichnet werden sollten, damit man merkt, dass der User ein Bewusstsein dafür hat, dass grenzwertige Aufnahmen (und dazu gehören hierzulande nun einmal auch sekundäre Geschlechtsmerkmale) nur eingeschränkt einem minderjährigen Publikum zugänglich sein sollten.
Parallel zu dieser, nicht für jedes Gemüt geeigneten ipernity-Bildstrecke, finden Sie in meinem gut moderierten und familienfreundlichen gähn flickr-account, der seit gestern wieder als ’safe‘ gilt – danke, Terrence! (Trent d’Arby?) die Motive aus derselben Strecke, die als tendenziell ungefährlich gelten und deshalb auch von unseren lieben Kleinen angeschaut werden dürfen, ohne dass deren zartes Gemüt schaden nehmen sollte. Sicher ist manches Kind bereits durch den Stillvorgang im Säuglingsalter tiefgehend durch den dauerhaften Eindruck einer weiblichen Brust traumatisiert und sollte deshalb sicherheitshalber bis zur Volljährigkeit nicht mehr ohne Not diesem Anblick ausgesetzt werden. Das verstehe ich natürlich.
Wobei ich persönlich ja insgeheim noch ganz andere Zensurwünsche hege. Ich hätte gerne eine ästhetische Bildzensur, wenn’s recht ist. Auch würde ich mich bereit erklären, an der Auswahl mitzuwirken. Man kann natürlich der Ansicht sein, es sei doch wohl Geschmackssache, wie das individuelle Idealbild der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale aussieht. Kann man. Allerdings wurde ich bereits, und zwar in flickr, ungefragt mit Profilbildern konfrontiert, die einen gut und gerne zur Petze hätten werden lassen können. (via ‚marked you as a contact‘). Aber ICH bin ja keine Petze, nicht wahr. Ein erster Schritt wäre auch, bevor man sich selbst fotografiert und die Wirkung des Bildausschnittes nicht auf dem Display einschätzen kann, einmal einen Blick in den Spiegel zu werfen. In den Ganzkörperspiegel wohlgemerkt. Genug erklärt. Und nun zum Wetter.

16. April 2009

Fliegendes Baumsperma. Welcher Baum ist das? TU-Mensa. Geldautomat. Nicht überzogen. Überraschung. Die schönen Risse im sonnenwarmen schwarzen Asphalt an der Ampel. Teer. Ich muss an den Geruch der frisch geteerten Straßen in meiner Kindheit denken. Wenn er noch heiß war. Und weich war. Wie Lava. Wir warteten darauf, dass er abkühlte und konnten kaum erwarten, barfuß darüber zu laufen. Und manchmal gab es noch einen Fußabdruck. Wenn er noch warm war. Weil wir es nicht erwarten konnten. Ich rieche das so gerne. Und die Risse. Ich mag überhaupt Risse. Aufgerissene Erde. Im regenarmen Utah. Wie die Zeichnung einer Giraffe. Oder in Island. Ein feiner, kilometerlanger Riss im Gras. Nie gesehen. Darunter Lava. Der mittelatlantische Rücken. Die Nahtstelle der Kontinentalplatten. Eurasien und Nordamerika. Continental Drift. Großartiger Song übrigens. Ich gehe über die Straße. Robert Palmer I didn’t mean to turn you on. Wie lange ist der jetzt schon tot? Alle Interpreten mit R. Vorher Rio. Schön, die Sonne.

16. April 2009

Wie wo was? Was hier auf einmal los ist? Ich habe ja immer eine tolle astrologische Entschuldigung parat. Ich kann ja nichts dafür. praktisch nie. Die Sterne haben Schuld.
Saturn Konjunktion Uranus:
„Es ist kaum möglich, Kompromisse zu machen, um Ideen zu verwirklichen. Entscheidung zwischen Freiheit und Sicherheit. Es ist möglich, die Brüche im Leben als eine durchgehende Linie zu sehen und auf Basis des Alten Neues zu verwirklichen.“
Saturn Konjunktion Pluto:
„Dieser Transit macht den Menschen darauf aufmerksam, dass, wenn man Lebensumstände oder Beziehungen, die kein evolutionäres Wachstum mehr ermöglichen, nicht loslässt, man innerlich verhärtet und sich nicht weiterentwickeln kann. Es wird einem aufgezeigt, dass man den göttlichen Willen zu respektieren hat und nicht umhin kommen wird, sich danach zu richten. So stellt dieser Transit eine Lebensphase dar, in welcher man entweder alle Kräfte darauf konzentriert, sich von einschränkenden und erstarrten Strukturen zu trennen, oder man wird zusehends entmachtet und verliert die Gestaltungsmöglichkeiten in seinem Leben. So nimmt man jetzt meistens Abschied von Menschen oder sonstigen Umständen, an die man sich schon gewöhnt hat, weil man weiß, dass es an der Zeit ist, sich etwas anderem zu widmen und alle seine Kräfte auf eine neue Aufgabe zu konzentrieren. Möglicherweise setzt man aber gerade jetzt den Grundstein zu einer Sache, die einen noch lange im Leben begleiten und das eigene Schicksal stark bestimmen wird.“
Hört hört.

The Full Monty
Sagen Sie nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt. Wenn Ihr armes kleines Herz nur Rollkragenpulloverbilder verträgt, klicken Sie besser nicht (niemals! Pfui! Finger weg!) auf diesen Link zu Gaga Nielsen’s Fine Art Nudes Flickr Restricted Photostream Edition. Alle anderen natürlich gerne. Auf eigene Gefahr!
Noch einmal zur Erinnerung, zum steten Gedenken: diese von mir innerhalb eines regulären Sonnenbades ohne jegliche Inszenierung, lediglich aus einer verspielten Anwandlung geborene Bildstrecke führte zur Sperrung meines flickr-accounts. Ich hatte nämlich nicht beachtet, dass bei flickr Bilder bestimmte Körperpartien mit einem Filter gekennzeichnet werden sollten, damit man merkt, dass der User ein Bewusstsein dafür hat, dass grenzwertige Aufnahmen (und dazu gehören hierzulande nun einmal auch sekundäre Geschlechtsmerkmale) nur eingeschränkt einem minderjährigen Publikum zugänglich sein sollten.
Parallel zu dieser, nicht für jedes Gemüt geeigneten ipernity-Bildstrecke, finden Sie in meinem gut moderierten und familienfreundlichen gähn flickr-account, der seit gestern wieder als ’safe‘ gilt – danke, Terrence! (Trent d’Arby?) die Motive aus derselben Strecke, die als tendenziell ungefährlich gelten und deshalb auch von unseren lieben Kleinen angeschaut werden dürfen, ohne dass deren zartes Gemüt schaden nehmen sollte. Sicher ist manches Kind bereits durch den Stillvorgang im Säuglingsalter tiefgehend durch den dauerhaften Eindruck einer weiblichen Brust traumatisiert und sollte deshalb sicherheitshalber bis zur Volljährigkeit nicht mehr ohne Not diesem Anblick ausgesetzt werden. Das verstehe ich natürlich.
Wobei ich persönlich ja insgeheim noch ganz andere Zensurwünsche hege. Ich hätte gerne eine ästhetische Bildzensur, wenn’s recht ist. Auch würde ich mich bereit erklären, an der Auswahl mitzuwirken. Man kann natürlich der Ansicht sein, es sei doch wohl Geschmackssache, wie das individuelle Idealbild der primären und sekundären Geschlechtsmerkmale aussieht. Kann man. Allerdings wurde ich bereits, und zwar in flickr, ungefragt mit Profilbildern konfrontiert, die einen gut und gerne zur Petze hätten werden lassen können. (via ‚marked you as a contact‘). Aber ICH bin ja keine Petze, nicht wahr. Ein erster Schritt wäre auch, bevor man sich selbst fotografiert und die Wirkung des Bildausschnittes nicht auf dem Display einschätzen kann, einmal einen Blick in den Spiegel zu werfen. In den Ganzkörperspiegel wohlgemerkt. Genug erklärt. Und nun zum Wetter.

15. April 2009


Lieber Jan,
good news. Die Bilder, die ich von dir gemacht habe, sind wieder für jeden zu sehen. Bis auf die natürlich, die ich nie hochgeladen habe. Zweihundert Bilder vielleicht? So ungefähr. Irgendwann werde ich es tun. Ganz sicher. Sogar die, die bei flickr nicht zu sehen wären. Dafür gibt es jetzt ja mein erotisches Bilderexil. Sie haben meinen Account jetzt reaktiviert, zurück im ’safe‘-Status, weil ich heute brav bestimmte Bilder mit diesem gewissen Filter versehen habe. Bis gerade eben habe ich an deinem kleinen Film geschnitten. Sequenzen, die wir vor fast einem Jahr gemacht haben. Und immer noch ist Coney Island Baby von Lou Reed die perfekte Tonspur (hinter deinen kleinen Bemerkungen, die man hören wird). Zunächst, als ich diese Aufnahmen, da wo wir auf meinem Balkon waren und du so unrasiert warst, jetzt wieder sah, erschienen sie mir zu privat, auch missverständlich und ich war seltsam berührt. Als ich die Musik von Lou Reed dazuhörte, war es plötzlich wieder genau richtig. So, wie es damals mein erster Impuls war. Dazwischen gibt es kleine Szenen, du bei Niedersätz, als du auf den Monitor siehst, wo dieser irre Fotograf auf seinem Bett wie einem Trampolin springt. Ein bißchen Einstein. Ein bißchen unterwegs. Das waren wir ja oft. Ein paar mal hast du es bedauert, dass ich Filmsequenzen beim Herunterladen vermurkst habe oder sogar absichtsvoll gelöscht. Wie damals bei Schubert, wo dieser dröhnende Schrank verrückte Kringel in das Gästebuch kritzelte und einen egomanen Monolog hielt. Die Erinnerung an die Szene schien mir dann lustiger als die Aufnahme davon. Aber ein paar Sachen sind ja geblieben und die werde ich irgendwie zusammenschneiden, für dich.
Alles Liebe, Jan. Happy Birthday.
(Ich ruf dich später an.)
Deine Gaga

14. April 2009

Es gibt immer Lösungen. Ja, ich kann es einfach nicht lassen und habe mir mein visionserotisches Elba gesucht. Und zum Einstand Achselhaare. Eigentlich dürfte es kaum Beschwerden geben, weil ich die neuen schlimmen Aufnahmen (Modotti goes Riefenstahl goes Gaga) wohlweislich nicht getagged habe. Sie sind vorgewarnt, ja? Wenn Sie hier auf Links klicken, müssen Sie damit rechnen, dass Sie auf meinem erotischen Exil-Account bei ipernity landen. Und ob Sie das wirklich sehen wollen, müssen Sie als erwachsener Mensch selbst entscheiden. SUN I folgt, wenn Ipernity brav ist. Ungemach ist nicht immer nur schlecht. Ich fühle mich gerade sehr inspiriert und sehe bereits die Ausstellungsankündigung vor meinem dritten Auge: „Gaga Nielsen – censored!“. Da gibt es dann alles zu sehen. Aber wirklich alles. Und meine Filme mit gekappten Audiospuren und nicht hochladbare Videos und hastenichgesehen. Das wird fein.
SUN II

14. April 2009

Es gibt immer Lösungen. Ja, ich kann es einfach nicht lassen und habe mir mein visionserotisches Elba gesucht. Und zum Einstand Achselhaare. Eigentlich dürfte es kaum Beschwerden geben, weil ich die neuen schlimmen Aufnahmen (Modotti goes Riefenstahl goes Gaga) wohlweislich nicht getagged habe. Sie sind vorgewarnt, ja? Wenn Sie hier auf Links klicken, müssen Sie damit rechnen, dass Sie auf meinem erotischen Exil-Account bei ipernity landen. Und ob Sie das wirklich sehen wollen, müssen Sie als erwachsener Mensch selbst entscheiden. SUN I folgt, wenn Ipernity brav ist. Ungemach ist nicht immer nur schlecht. Ich fühle mich gerade sehr inspiriert und sehe bereits die Ausstellungsankündigung vor meinem dritten Auge: „Gaga Nielsen – censored!“. Da gibt es dann alles zu sehen. Aber wirklich alles. Und meine Filme mit gekappten Audiospuren und nicht hochladbare Videos und hastenichgesehen. Das wird fein.
SUN II

10. April 2009




Gerammel bei Sevenstar, der schönsten Galerie von allen. Sechs Eulen für ein Glas Wein, vier für ein Bier. Nicht uninteressante Preise. Kommt eigentlich nur darauf an, auf welcher Seite des Tresens man steht. Ein paar Bilder. Jan bei Rudolf Springers hundertstem Geburtstag und dort hängengeblieben. Ein bisschen mit Konstantin geplaudert. Ein bißchen gefilmt. Da standen wir zu dritt und tranken eben mal nichts. Heim. Dort auch Wein. Und erstaunlich preisgünstig. Und dies und das. Die handgeklöppelten Kartoffelchips von Kettle in der grünen Tüte, Sea Salt, Rosemary & Garlic. Und die uralt-Stones-Abspiel-Liste. Ein paar von den Wachsdingern mit Docht nach draußen und angezündet. Man kann sagen, was man will, aber Wild Horses, Play with fire und Gimme Shelter nervt einfach nicht. Ein bißchen kühl noch, die Nacht da draußen. Ich hole zwei Ponchos aus dem Schrank. Zigaretten drehen verlernt man auch nicht. Später bleiben wir, weil ich auf die Schnelle etwas Bestimmtes nicht finde, bei Bob Marley hängen. Die guten alten Sachen, die man vor zwanzig, dreißig Jahren schon gehört hat. Auf meiner Compilation gibt es doch tatsächlich drei Versionen von Waiting in Vain. Die kann man auch ruhig hintereinander anhören. Und zwar mit Begeisterung. Wir beide notorisch Reggae-gelangweilt. Aber Bob Marley ist etwas anderes. Sofort nach Jamaica gewollt. War überhaupt kein Problem, da draußen in der kleinen Raucherlounge.

10. April 2009




Gerammel bei Sevenstar, der schönsten Galerie von allen. Sechs Eulen für ein Glas Wein, vier für ein Bier. Nicht uninteressante Preise. Kommt eigentlich nur darauf an, auf welcher Seite des Tresens man steht. Ein paar Bilder. Jan bei Rudolf Springers hundertstem Geburtstag und dort hängengeblieben. Ein bisschen mit Konstantin geplaudert. Ein bißchen gefilmt. Da standen wir zu dritt und tranken eben mal nichts. Heim. Dort auch Wein. Und erstaunlich preisgünstig. Und dies und das. Die handgeklöppelten Kartoffelchips von Kettle in der grünen Tüte, Sea Salt, Rosemary & Garlic. Und die uralt-Stones-Abspiel-Liste. Ein paar von den Wachsdingern mit Docht nach draußen und angezündet. Man kann sagen, was man will, aber Wild Horses, Play with fire und Gimme Shelter nervt einfach nicht. Ein bißchen kühl noch, die Nacht da draußen. Ich hole zwei Ponchos aus dem Schrank. Zigaretten drehen verlernt man auch nicht. Später bleiben wir, weil ich auf die Schnelle etwas Bestimmtes nicht finde, bei Bob Marley hängen. Die guten alten Sachen, die man vor zwanzig, dreißig Jahren schon gehört hat. Auf meiner Compilation gibt es doch tatsächlich drei Versionen von Waiting in Vain. Die kann man auch ruhig hintereinander anhören. Und zwar mit Begeisterung. Wir beide notorisch Reggae-gelangweilt. Aber Bob Marley ist etwas anderes. Sofort nach Jamaica gewollt. War überhaupt kein Problem, da draußen in der kleinen Raucherlounge.

08. April 2009


Abgedunkelt. Blick ins Licht. Weiche Decken. Weiche Kissen. Dann Schlaf. Neuer Morgen. Morgen. Morgen dann. Hinter dem Sari. Morgen. Morgen. Morgen. Morgen. Ein ganz neuer Morgen.

04. April 2009


frei nach Kafka
Decke auf den Balkon. Klapprechner. Kaffee. Rechner linke Ecke. Zu hell. (Stunde später) Rechner Stückchen mehr Richtung Fenster, in den Halbschatten. Na ja. Egal. Kaffee. Erst mal wieder hinlegen. Ach ja, die Sonne. Schön. Musik per Zufall. Eigentlich zu sentimental das Lied da. Aber schon schön. Und passt ja auch. Erschreckend geradezu. Wie Arsch auf Eimer. Ich wollte doch – ah ja. Jetzt ist der Schatten rechts. Also dann den Rechner auf die andere Seite. Das Kabel auch. So. Ja, jetzt könnte man mal langsam… Erst mal eine Coke. Die Olympus. Ist ja doch ein Unterschied. Jede Fluse von dem Frottee zu erkennen. Der Rücken hat ja noch gar keine Sonne abgekriegt. Ach, auch schön, die Beine so hoch und an den Rahmen der Balkontür gelehnt. Gut für die Durchblutung. (Stunden später) Ah ja. Eine Wolke. Mal beobachten. Neulich gelesen, man soll sich ein Glas Wasser auf den Kopf stellen, wenn man Schwierigkeiten hat, sich auf Nichts zu konzentrieren. Also beim Meditieren, falls man diesen Ehrgeiz haben sollte. Schon interessant, was manche Kulturen so als erstrebenswert… ah ja, die Sonne. Nun ist sie auch bald hinter den Dächern verschwunden. Dann ist ja bald das perfekte Licht, um mal was am Rechner zu machen. Aber erst mal ein kleines Nickerchen, nebenan im Schlafzimmer.

30. März 2009

Manchmal zitiert unser Konstantin richtig schöne Sachen in seinem weekly Kunstkontakter Newsletter:
„(…) Voltaire bemerkte einmal: „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – zu Null.“ Mittlerweile stehen die Nullen Schlange bei der Bezifferung der Verluste und des Rettungsbedarfs, den Banken und Wirtschaften geltend machen. „Finanz- und Wirtschaftseliten, Staranalysten, Manager, Politiker und ihre wirtschaftswissenschaftlichen Berater – international und national – haben die Katastrophe in Kauf genommen. Jetzt aber ist Zahltag, und zwar für uns, die Bürger. Sie beanspruchen die soziale Verpflichtung unseres Eigentums und das von Kindern und Kindeskindern. Sie leben unbeauftragt über unsere Verhältnisse“, meint dazu Gabriele Goettle in der TAZ. Es sei zu einer merkwürdig unskandalösen Tatsache geworden, dass die monströsen Geldmengen, die den Globus umkreisen, zu nichts anderem taugen sollen, als zu privatem Reichtum von Geldmessies zu werden. Die nämlich scheinen völlig ironiefrei Onkel Dagobert nachzueifern, der mit der Schubkarre durch seinen Geldspeicher fuhr.“

30. März 2009

Manchmal zitiert unser Konstantin richtig schöne Sachen in seinem weekly Kunstkontakter Newsletter:
„(…) Voltaire bemerkte einmal: „Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück – zu Null.“ Mittlerweile stehen die Nullen Schlange bei der Bezifferung der Verluste und des Rettungsbedarfs, den Banken und Wirtschaften geltend machen. „Finanz- und Wirtschaftseliten, Staranalysten, Manager, Politiker und ihre wirtschaftswissenschaftlichen Berater – international und national – haben die Katastrophe in Kauf genommen. Jetzt aber ist Zahltag, und zwar für uns, die Bürger. Sie beanspruchen die soziale Verpflichtung unseres Eigentums und das von Kindern und Kindeskindern. Sie leben unbeauftragt über unsere Verhältnisse“, meint dazu Gabriele Goettle in der TAZ. Es sei zu einer merkwürdig unskandalösen Tatsache geworden, dass die monströsen Geldmengen, die den Globus umkreisen, zu nichts anderem taugen sollen, als zu privatem Reichtum von Geldmessies zu werden. Die nämlich scheinen völlig ironiefrei Onkel Dagobert nachzueifern, der mit der Schubkarre durch seinen Geldspeicher fuhr.“

25. März 2009


Kleine Dinge. Die polierten Schuhe von Konstantin. Seine Tasche. Cosmic, der im kalten Neonlicht der Galerie die Sonnenbrille aufsetzt. Für meine Bilder. Ich freue mich, dass Konstantin so aufgeräumt wirkt. Und so elegant. Kleine Dinge. Essen im Toca Rouge, Wasserspinat in kleinen Teigpäckchen. Handflächen. Ein paar Muttermale. Dass ich Vollnarkose liebe. All die kleinen Dinge.

25. März 2009


Kleine Dinge. Die polierten Schuhe von Konstantin. Seine Tasche. Cosmic, der im kalten Neonlicht der Galerie die Sonnenbrille aufsetzt. Für meine Bilder. Ich freue mich, dass Konstantin so aufgeräumt wirkt. Und so elegant. Kleine Dinge. Essen im Toca Rouge, Wasserspinat in kleinen Teigpäckchen. Handflächen. Ein paar Muttermale. Dass ich Vollnarkose liebe. All die kleinen Dinge.

20. März 2009

Muss mich ein bisschen entschuldigen, wegen gestern…
nicht wegen der Beinbekleidung, obwohl ich mir daheim, aus der Nähe besehen, untenrum ein bißchen vorgekommen bin, wie ein Schweinerollbraten. Nicht meine Lieblingsstrümpfe, wie ich jetzt weiß! Also supernette Menschen waren da, wie zu erwarten. Aber ich hatte die ganzen wunderbaren Exponate ja schon in Frankfurt ausgiebigst studiert und machte eine saudumme Bemerkung zu kid37, als er eben erst fünf Minuten in der für ihn ja ganz neuen Ausstellung war: „man könnte ja mal langsam überlegen, wo man noch was trinken… äh….“ Ich war also nicht so ganz synchron mit den anderen, was ein bißchen dumm war, selber schuld. Irgendwie ergab es sich, dass ich auf einmal mit Cosmic im Sale e Tabacchi saß und bemerkte, dass ich mich gar nicht richtig verabschiedet hatte… mea maxima culpa. Und meine Fotos sind auch eine Schande. Nur eitle Motive von mir selber auf den Buchstabenfliesen und der Eingang von der Ausstellung und später ein paar im Sale e Tabacchi. Schande über mich. Ich Miststück. Dabei hätte man super Fotos machen können von kid37 und mek und Modeste, die wirklich hammermäßig aussah! Wortschnittchen hab ich auch gesehen und die ganz wunderbare Anousch und meine liebe Saoirse und auch gesprochen! Und Hotel Mama. Und last but not least 40sth. Ich mag euch alle sehr. Sehr. Aber gestern war irgendwie nicht mein leutseligster Tag. Manfred Krug hab ich auch nicht angebaggert, obwohl ich ihn sehr gerne habe. Also! Ja, kleine miese fadenscheinige Entschuldigung! Das gültet nicht. Ich weiß.

20. März 2009

Muss mich ein bisschen entschuldigen, wegen gestern…
nicht wegen der Beinbekleidung, obwohl ich mir daheim, aus der Nähe besehen, untenrum ein bißchen vorgekommen bin, wie ein Schweinerollbraten. Nicht meine Lieblingsstrümpfe, wie ich jetzt weiß! Also supernette Menschen waren da, wie zu erwarten. Aber ich hatte die ganzen wunderbaren Exponate ja schon in Frankfurt ausgiebigst studiert und machte eine saudumme Bemerkung zu kid37, als er eben erst fünf Minuten in der für ihn ja ganz neuen Ausstellung war: „man könnte ja mal langsam überlegen, wo man noch was trinken… äh….“ Ich war also nicht so ganz synchron mit den anderen, was ein bißchen dumm war, selber schuld. Irgendwie ergab es sich, dass ich auf einmal mit Cosmic im Sale e Tabacchi saß und bemerkte, dass ich mich gar nicht richtig verabschiedet hatte… mea maxima culpa. Und meine Fotos sind auch eine Schande. Nur eitle Motive von mir selber auf den Buchstabenfliesen und der Eingang von der Ausstellung und später ein paar im Sale e Tabacchi. Schande über mich. Ich Miststück. Dabei hätte man super Fotos machen können von kid37 und mek und Modeste, die wirklich hammermäßig aussah! Wortschnittchen hab ich auch gesehen und die ganz wunderbare Anousch und meine liebe Saoirse und auch gesprochen! Und Hotel Mama. Und last but not least 40sth. Ich mag euch alle sehr. Sehr. Aber gestern war irgendwie nicht mein leutseligster Tag. Manfred Krug hab ich auch nicht angebaggert, obwohl ich ihn sehr gerne habe. Also! Ja, kleine miese fadenscheinige Entschuldigung! Das gültet nicht. Ich weiß.

17. März 2009

Ausgeschlafen, aber wie. Ich empfehle das. Sehr. Ziemlich Harakiri, dass man diese bekannten Dinge so lange ignoriert. Viel schlafen. Keinen Alkohol trinken. Frisches Gemüse, frisches Obst. Wenig Zucker, Bewegung, Massagen, keine Drogen, keine Geschmacksverstärker aus dem Chemielabor im Essen, keine Reizüberflutung. Diese ganze langweilige Litanei, die Wunder über Wunder, bei konsequenter Umsetzung bereits in der Morgenstunde in rauschhafte Zustände zu führen vermag, von der Drogen- anwender träumen. Und ganz ohne Nachspiel. Kein Kater, kein Brechreiz, keine Erschöpfung, keine Kopfschmerzen. Leicht- füßiges Pulsieren, sogar am Tag DANACH (!) Und am nächsten. Es ist so banal, derartige Binsen, es ist fast schon peinlich. Diese trivialen Alterserkenntnisse, immer so spät. Vorhin in der S-Bahn am liebsten getanzt und gesungen, mich aber natürlich nicht getraut. Beim stinknormalen Gehen, Fuß vor Fuß, von A nach B, eine mysteriöse Spannkraft gespürt, die sich irgendwie beinahe sportlich angefühlt hat, ja mit der man von Hause aus mindestens Aerobic-Kurse leiten sollte. Leider habe ich keine Ahnung von Aerobic. Mal sehen, wie es morgen ist. Ich werde noch am 17. März schlafen gehen, das heißt spätestens um Mitternacht! Wer je einen Blick auf die Uhrzeiten meiner Einträge geworfen hat, könnte jetzt durchaus der Meinung sein, dass ich mich hier gerade ein wenig sehr weit aus dem Fenster lehne. Aber es ist mir ernst. Bitter Ernst! Ist doch auch eigentlich völlig scheißegal, ob ich morgen oder übermorgen oder überübermorgen mit meinen Backups, nach denen kein Schwein pfeift außer mir, weitermache. Hausgemachter Termin- Zeit- und Leistungsdruck. Was für eine üble Angewohnheit. Entstanden ohne Einwirkung Dritter, die Forderungen stellen würden. Blödsinn alles. Gesundheit und Schönheit geht vor! Eigentlich muss man es nur wieder so machen, wie als Kind. Total simpel! Deswegen sind die auch so munter, die Bälger! Kein Alk, keine Fluppen, ab und zu Spinat, Traubenzucker, viel draußen spielen, Limo trinken, früh in die Heia. Und beten natürlich. Gutenachtgebet nie vergessen. Gute Nacht.

14. März 2009

Ja natürlich, dieser Computerkram ist langweilig. Ich bitte um Vergebung. Diese Frage, die man sich dann stellt: was ist wert, archiviert zu werden, was ist lässlich? Das schiebt noch ganz andere Gedankengänge an. Für wen hebt man das auf. Für wen oder was archiviert man was. Will man später damit im Museum landen. Ich ja schon ;-)

Apropos Museum. Hier kommt die Einladung zur Eröffnung der Austellung @bsolut privat am 19. März um 19:00 im Museum für Kommunikation in Berlin. Ihr wisst schon, die Ausstellung. War ich doch vor einem Jahr in Frankfurt deswegen. Ich komme auf jeden Fall am 19. März und kid37 kommt auch. Und Manfred Krug kommt auch. Und kommt ihr doch bitte auch. Ach das wäre schön.

P.S. Gibt auch Essen und Trinken!