Chatbot Berliner Sparkasse:
Wählen Sie eine Sprache.

Ich:
Deutsch.

Linda:
Hallo, ich bin Linda, die digitale Assistenz der Berliner Sparkasse. Ich unterstütze Sie gerne bei Fragen zu unseren Produkten und Services. Hinweis: Der Chatbot ist ein Angebot ausschließlich für die Kundschaft der Sparkasse. Die ergänzenden Datenschutzinformationen für die Nutzung des Chatbots finden Sie hier: Datenschutzhinweise sparkasse.de Stellen Sie mir unten eine kurze Frage oder wählen Sie einen Themenvorschlag.

Ich:
pushTAN-Verfahren

Linda
Mit der S-pushTAN App geben Sie Aufträge direkt auf Ihrem Smartphone oder Tablet frei. Das macht Ihr Online-Banking bequem und sicher. Laden Sie die kostenlose S-pushTAN App hier herunter: iOS: https://apps.apple.com/de/app/s-pushtan/id563488727 Wie kann ich Ihnen beim Thema pushTAN weiterhelfen?

Ich:
pushTAN-Verfahren einrichten

Linda:
Bitte prüfen Sie in Ihrer S-pushTAN App, ob diese noch korrekt eingerichtet ist: Zunächst S-pushTAN App öffnen, dann auf Menüpunkt „Verbindungen“ klicken. Hier muss die entsprechende Sparkasse mit der Verbindung eingetragen sein. Falls die Seite leer sein sollte, tippen Sie auf „Verbindung hinzufügen“ und folgen Sie den weiteren Schritten.
Hat das weitergeholfen?

Ich:
Nein

Linda:
Okay, dann überprüfen Sie bitte kurz Ihre Internet- und WLAN-Verbindung. Eventuell bestand beim Versand der pushTAN keine Verbindung. Probieren Sie es bitte erneut. Hat es jetzt geklappt? Ja / Nein / Mitarbeitende sprechen

Ich:
Mitarbeitende sprechen

Linda:
Möchten Sie mit unseren Mitarbeitenden sprechen? Wählen Sie einfach die passende Option. Außerhalb der Servicezeiten (telefonisch täglich rund um die Uhr, im Chat Mo-Fr 8-19 Uhr) hinterlassen Sie uns bitte eine Nachricht. Sie können mir auch gerne eine weitere Frage stellen. Jetzt mit Mitarbeitenden sprechen / Jetzt eine Nachricht schreiben

Ich:
Jetzt mit Mitarbeitenden sprechen

Linda:
Alles klar. Ich verbinde Sie nun mit jemandem. Bitte schließen Sie dieses Fenster nicht.

Susi Müller* ist dem Chat beigetreten.

Susi Müller:
Hallo, herzlich willkommen bei Ihrer Berliner Sparkasse.

Linda hat den Chat verlassen

Ich:
Können wir telefonieren?

Susi Müller:
Sie erreichen unseren telefonischen Kundenservice unter der Nummer: 030 86986969

Ich:
meine Telefon-Nr.:
030 123456789

Susi Müller:
Sie erreichen unseren telefonischen Kundenservice unter der Nummer: 030 86986969

Ich:
Lande ich dann in einer Warteschleife? Geht sofort ein Mensch an das Telefon oder ist es ein Chatbot? Das hilft mir nicht weiter.

Susi Müller:
Das kann vorkommen, je nach Kundenaufkommen.

Ich:
Bitte rufen Sie mich an.

Susi Müller:
Ich kann aus diesem Chat heraus nicht telefonieren.

Ich:
Warum nicht?

Susi Müller:
Weil das ein Textchat ist.

Ich:
Das werde ich copypasten und in einem Blogeintrag veröffentlichen, weil es etwas absurd ist! (eine längere Weile keine Reaktion) Sind Sie schon im Feierabend? Heißt es nicht eigentlich „Freitag ab Eins macht jeder seins“? Auf meiner Uhr ist es erst 11.18 Uhr.

Susi Müller:
Sie können mir Ihr Anliegen gerne schildern. Auf diesem Niveau werde ich aber nicht mit Ihnen kommunizieren.

Ich:
Danke für das Angebot. Mein Anliegen: ich bin seit 40 Jahren Kundin bei der Berliner Sparkasse, habe dort ein Girokonto und ein Tagesgeldkonto und eine Visacard der Berliner Sparkasse. Online Banking mache ich nicht, hatte mir bislang keinen Zugang eingerichtet, war nicht nötig.

(während ich noch weiter dabei bin, mein etwas komplexeres Anliegen zu beschreiben, funkt Susi Müller ungeduldig dazwischen, obgleich man im Chat sieht, wenn der andere gerade etwas schreibt, ohne den Text bereits zu sehen. Der Chat ermöglicht keine Leerzeilen, ich hatte vergeblich versucht, einen sinnstiftenden Absatz mit einer Leerzeile via Hochstell-Taste und Enter zu machen, was aber wie Enter verarbeitet wurde, als sei meine Mitteilung zu Ende, ich schrieb aber sofort, ohne zu pausieren, im neuen Fenster weiter)

Susi Müller:
Kann ich Ihnen noch weiterhelfen? Dann stellen Sie bitte jetzt Ihre Frage. Ansonsten haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir den Dialog-Service weiteren Besuchern zur Verfügung stellen möchten und unser Gespräch beenden.

Ich:
Aufgrund der nun vielfach erforderlichen 3D-Verifizierung beim Bezahlungsvorgang mit Visacard oder auch Lastschrift, bin ich gefordert, push-tan einzurichten. Habe die app heruntergeladen und bei der Berliner Sparkasse online beantragt, dass die Visacard und auch die EC-Karte für das Verifizierungsverfahren freigeschaltet werden. Ich erhielt einen Anhang per Mail, in dem vermerkt war, dass man per Post einen QR Code erhält. Ist das tatsächlich der Fall oder kann ich diesen Code auch per Mail erhalten? Bzw. wenn das nur per Post geht, können Sie feststellen, ob bereits etwas an mich geschickt wurde? Dieser Code ist nötig, um Push-Tan einzurichten.

Susi Müller:
Den Registrierungscode erhalten Sie per Post oder vor Ort in jeder Filiale. Geben Sie mir dazu bitte Ihre IBAN Nummer.

Ich:
Gerne, Augenblick
DE 12 3456 7891 2345 6789 10

Susi Müller:
Da Sie sich im Text-Chat unlegitimiert anmelden, würde ich Ihnen gern zur Prüfung einige Sicherheitsfragen stellen und das Chatprotokoll abspeichern. Hierfür benötigen Sie Ihre Sparkassen-Card oder Kreditkarte und Personalausweis oder Reisepass. Ist das in Ordnung?

Ich:
Ja, das ist in Ordnung

Susi Müller:
Bitte beantworten Sie mir dazu nun folgende Fragen: Wie lautet Ihr Geburtsdatum? Wie lautet die Kartennummer Ihrer Sparkassen-Card oder Kreditkarte? Bestehen Daueraufträge? Wenn ja, nennen Sie mir bitte einen. Wie lautet Ihre aktuelle Adresse? Wo sind Sie geboren?

Ich:
Geburtsdatum: 01.09.XXXX
Kartennummer der Sparkassen-Card: 1234567890
Es bestehen mehrere Daueraufträge wie für die Abbuchung von zwei Mieten, z. B. Mustermann Hausverwaltung als Empfänger und Soundso Immobilien. Meine aktuelle Adresse: Privatstr. 1, 12345 Berlin. Geburtsort: Münchhausen.

Susi Müller:
Bitte konkretisieren Sie die Angaben für einen Dauerauftrag. Die genannten Aufträge sind Lastschrifteinzüge.

Ich:
Oh, ich habe das verwechselt – dann habe ich vielleicht gar keinen Dauerauftrag. Ich lasse Diverses über Lastschrift einziehen, auch die Stromkosten bei Greenpeace Energy (heißt jetzt irgendwie anders). Da ich kein Online-Banking mache, kann ich nicht mal eben jetzt in einen Account gucken, ich bin in meinem Büro, nicht zuhause. Ich kann Ihnen zur Verifizierung meinen aktuellen Kontostand des Tagesgeldkontos nennen, auf dem ich gerade eine Umbuchung veranlasst habe.

Susi Müller:
Doch, Sie haben Daueraufträge, sonst hätte ich nicht danach gefragt. Alternativ können Sie mir einen Kontoumsatz aus den letzten Tagen nennen.

Ich:
Wie auch immer – ich habe seit vorgestern Umbuchungen von Tagesgeldkonto auf Giro veranlasst, so dass der Kontostand auf dem Tagesgeldkonto nun exakt X Fantasttrilliarden Euro beträgt.

Susi Müller:
Ich hätte gerne einen konkreten Umsatz, nicht den Kontostand.

Ich:
ich habe gestern mein Mittagessen in der Kantine mit Sparkassencard bezahlt, das war ein Betrag von gut 10 Euro. Am Abend war ich bei EDEKA in der Rosenthaler Str. und habe 1 Packung Salami, eine Flasche Crémant und noch Suppengrün gekauft, Preis insgesamt ca. 20 Euro. Auch mit Karte bezahlt. Wie gesagt, da ich kein Onlinebanking mache und keine Kontoauszüge mit mir führe, kann ich das nicht auf den Cent benennen. Ich werde aber gleich wieder in die Kantine gehen und dort etwas kaufen und mit Karte bezahlen und dann kann ich Ihnen den exakten Betrag nennen. Ich habe das Konto seit 1986.

Susi Müller:
Ich lasse das jetzt mal unkommentiert. Die Sicherheitsfragen stelle ich nicht zum Spaß. Sie möchten ja auch nicht, dass Auskünfte an Dritte erteilt werden. Wenn Sie Registrierungsdaten für die PushTanApp angefordert haben, dann erhalten Sie diese innerhalb einer Woche per Post.

Ich:
Können Sie mir per Mail an meine Adresse Privatmail@xyz.de bestätigen, dass die Registrierung von mir beantragt wurde?

Susi Müller:
Da die Sicherheitsfragen nicht beantwortet wurden, kann ich das hier nicht bestätigen.

Ich:
Augenblick, ich kann Ihnen einen konkreten Umsatz nennen, wenn Sie mit Umsatz meinen, einen Betrag, wo ich eine Überweisung veranlasst habe. Moment. 707,00 Euro an Reisebüro Heringsdorf, vorgestern veranlasst.

Susi Müller:
Sie haben den Auftrag am 11.08.2026 erteilt. Die Unterlagen sind auf dem Postweg.

Ich:
Vielen Dank und ein schönes Wochenende Ihnen.

Susi Müller:
Sehr gern. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag!

Ich:
P.S. Sind Sie eigentlich eine real existierende Mitarbeiterin oder ein Chatbot, Frau Müller?

Susi Müller:
Diese Frage erübrigt sich ja wohl.

Ich:
Heutzutage nicht unbedingt. Auch Chatbots erhalten bei einigen Firmen Namen, um den Eindruck zu vermitteln, es handelt sich um eine real existierende Person. Aber ich freue mich, wenn es Sie wirklich gibt. Letzten Endes haben Sie mir die Frage, die mich umtrieb, beantwortet. Also noch mal Danke. Ich beende den Chat nun.

*) Name wg. Datenschutz geändert

9 Antworten auf „14. August 2026

  1. „Ich lasse das jetzt mal unkommentiert.“ – Da soll mir mal einer sagen, diese Dinger hätten kein Bewußtsein … Denn daß deren Programmierer und -innen denen Frechheiten einprogrammieren, ist doch wohl eher ausgeschlossen. Hingegegen meine eigene, unterdessen weitreichende Erfahrung mit verschiedenen KIs nicht etwa nur belegen, daß sie (wie’s im Szenejargon heißt) „halluzinieren“, nein, sie l ü g e n auch. Und dazu gehört Bewußtsein, nämlich Wollen.

    Den Link auf Deinen Beitrag unbedingt an die Presseabteilung der Sparkasse schicken.

    A.

  2. Ich habe zwischendurch mal den im originalen Chat genannten vollen Namen (ein Vor- und ein Nachname, der real sein könnte, NICHT Susi Müller) gegoogelt, nirgendwo die geringste Spur. Ich gehe aber wegen der leicht belehrenden Einlassungen in einem leicht pampigen Duktus davon aus, dass es eine reale Person war, die aber vermutlich datenschutzmäßig durch einen verfremdeten Namen geschützt wird. Den ganzen Palaver hätte man in einem Telefonat sicher abkürzen können, aber wenn ich dann schon mal zu einem Chat genötigt werde (weil keine Lust auf Endlos-Telefon-Warteschleife und dort Chatbot-Gefasel), muss ich mir meinerseits einen kleinen Spaß daraus machen, ist ja auch meine Lebenszeit :-)

  3. wie geschrieben: Presseabteilung.

    Aber hier

    Ich gehe aber wegen der leicht belehrenden Einlassungen in einem leicht pampigen Duktus davon aus, dass es eine reale Person war, die aber vermutlich datenschutzmäßig durch einen verfremdeten Namen geschützt wird.

    widerspreche ich entschieden. Sollte es eine reale Person gewesen sein, hat sie auch haftbar zu sein – nicht gleich strafrechtlich, aber so, daß pampig behandelte Kunden sich namentlich über diese – immerhin ja wohl vom Unternehmen eingestellte – Person beschweren können. Im Firmeneigeninteresse sollten solche Beschwerden, wenn sie sich jedenfalls häufen, zur Entlassung dieser Angestellten führen.

  4. Ich fand es schade, dass diese Anwendung den Mitarbeitern nicht die Möglichkeit gibt, auf Bitte jemanden anzurufen, zumal wörtlich gefragt wurde, ob ich jetzt mit einem Mitarbeitenden SPRECHEN möchte. Das halte ich für eine Baustelle in dem System, die ich gerne auch an die Sparkasse zurückmelde.

    Und im Zuge dessen würde ich auch durchaus den Inhalt des Chats weitergeben, der ja auch von der Sparkasse dokumentiert wird. Mich explizit über die Mitarbeiterin beschweren möchte ich mich gar nicht, es reicht, wenn es allgemein nachdrücklich kommuniziert wird, welche Redewendungen nicht freundlich rüberkommen. Für mich muss mehr vorfallen, um jemanden namentlich an den Pranger zu stellen, ich bin nicht ganz frei von Empathie für gelegentliche Fehltritte in der Kommunikation, die dann doch den Eindruck vermitteln, es menschelt, wenn hier auch nicht im kuscheligen Sinne. Mal sehen, was ich der Sparkasse nun konkret mitteile :-)

  5. Moment mal, sich über jemanden zu beschweren, ist kein „an den Pranger stellen“, sondern eine Angelegenheit dreier: des Unternehmens, der Kundin dieses Unternehmens sowie dessen Mitarbeiterin. „An den Pranger gestellt“ wäre diese Frau Soundso, hättest Du sie öffentlich – also etwa hier – mit Klarnamen zitiert.

    (Dumm wäre nur, hieße sie wirklich Susi Müller; da Du das aber bezweifelst … Lacht)

  6. Ich habe den Namen Susi Müller erfunden, der Name im Chat war nicht so putzig. Mir sind in der Vergangenheit auch schon Fehltritte in der Kommunikation unterlaufen, die zu Beschwerden führten, die dann aber teils so aufgebauscht wurden, dass sie in keinem Verhältnis mehr zum tatsächlich Gesagten standen. Wobei es keine schriftliche Dokumentation wie heutzutage bei Chatprotokollen gab. Ich habe daraus zwar durchaus gelernt, viel stärker die Contenance zu bewahren, aber eben auch, mit welcher Härte das in Einzelfällen geahndet wird. Vielleicht hat Susi ihre Tage oder eine Hitzewallung und versteht heute keinen Spaß und dann muss sie auf den Freitag noch den Dienst im Chat machen, wo sie so gerne auch frei gehabt hätte, aber dann wurde eine Kollegin krank, und sie wurde gebeten, deren Schicht auch noch zu übernehmen. Ich wurde schon währenddessen wir chatteten, gar nicht ärgerlich oder aggressiv, sondern staunte, was mir da für Perlen für einen Blogeintrag vor die Füße geworfen werden :-) Ich hatte anfangs nämlich schon noch eine Weile das Gefühl, von KI Agent Linda zu KI Agentin „Susi“ weitergereicht zu werden, aber nach den schnippischen Einlassungen war ich beruhigt, dass hier wohl ein Mensch aus Fleisch und Blut und Nerven agiert.

  7. NeonWilderness – Fr, 14. Aug, 15:08
    Menschen, die ein Konto bei der Sparkasse führen, haben die Kontrolle über ihr Leben verloren.

    Jedes weitere Konto potenziert den Kontrollverlust.

    g a g a – Fr, 14. Aug, 15:14
    Aber immerhin gehe ich nicht im Jogginganzug vor die Tür. Nicht mal zum Joggen :-) (ich jogge nämlich nicht, früher bin ich immerhin noch manchmal zur S-Bahn gerannt, auch das gehe ich heute eher im Tempo einer Flaneurin an).

    Was genau kann man der Sparkasse alles vorwerfen, außer dem lächerlich geringen Zinssatz beim Tagesgeldkonto?

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