Heutiger Eintrag quick & dirty – copypaste meine Eindrücke (Chat) von soeben, zur Arte-Bachmann-Doku „Dichten für die Wahrheit“ zu ihrem Hundertsten, die ab heute in der arte-Mediathek verfügbar ist (nicht zu verwechseln mit der am 25.06. ins Kino kommenden Bachmann-Doku „Jemand, der einmal ich war“, in der Hüller mitwirkt):
„Leider keine „Jahrhundert-Doku“ nach meinem Ermessen (…) die Bachmanndoku ist zu Ende, fand sie etwas abgehoben und auch etwas dogmatisch Richtung feministischer Herausarbeitung von Bachmanns Verdiensten in der Richtung, wobei sich Bachmann nie als Feministin begriff. Zum hundertsten Geburtstag hätte ich eine leicht konsumierbare Doku gut gefunden, die Bachmann jüngeren Generationen nah bringen könnte, so wurde unendlich viel vorausgesetzt, was man schon mal wissen musste, anstatt sich chronologisch den Eckdaten ihres Werdegangs und damit folgendem Ruhm zu widmen, dass man als junger Zuschauer nachvollziehen kann, wieso so viel Gewese um gerade diese Dichterinnenbiographie gemacht wird. Na ja. Der schon hochbetagte Peter Handke kam zu Wort, war ganz nett ihm zuzuhören, er hatte sie gelegentlich mal bei der Gruppe 47 getroffen, mit ihr getanzt. Aber insgesamt dramaturgisch eher Bildungsfernsehen, wo Literaturwissenschaftler ihre Einordnungen zur Kenntnis geben.“