Schon August. Ich halte nichts von meinem Wochenende für so bemerkenswert, berichtenswert, dass ich ausführlichst werden wollte. Hauptsächlich gelesen, mal auf dem Balkon, mal im Wohnzimmer, mal in der Küche, mal im Bad, mal im Bett. Außer: heute Mittag, nachdem ich auf youtube aus dem Augenwinkel den Hinweis in der Seitenleiste entdeckte, eine vermeintliche Doku über das Studio 54 in der Mediathek von arte aufgerufen. Es entpuppte sich als alter Spielfilm. Komisch, wenn man eine Doku erwartet und sich dann über die Dramaturgie mit kitschigen Spielszenen wundert. Der Auftakt war eine von einer weiblichen Stimme aus dem Off erzählte Einleitung, wie es mit dem Studio 54 begann, hätte also auch eine Doku sein können. Die Stimme widerte mich so an, dass ich mich zwingen musste, nicht abzuschalten, in Minute drei oder vier kamen erste Spielszenen, sterbenslangweilig für mich, dann wieder die Stimme. Ich schaltete ab. Checkte dann noch mal, was ich da aufgerufen hatte und merkte, es gab einen Film und aber auch eine Doku, aber irgendwie interessierte mich die dann auch nicht mehr, zumal sich die Sonne auf dem Balkon zeigte. Ich fand die Stimme der Sprecherin aus dem Off so widerwärtig blasiert und affektiert, dass ich wissen wollte, wie die Sprecherin heißt und aussieht. Ich checkte IMDB, diverse Plattformen für Synchronarbeit, nur die deutschen Stimmen der Rollen gefunden. Ich griff mein Buch „Dieses unruhige Ich“ und las weiter. Mein heutiger Sonntag.
Ina Weisse
Wie findest du eigentlich die Gedichte von Bachmann?
Gaga Nielsen
Oft großartig, berühren mich in ihrer metaphysischen Qualität und privaten Intensität, was ich nicht so sehr von ihrer Prosa sagen kann.
P.S. das hier zum Beispiel…
Ingeborg Bachmann: Eine Art Verlust*