Ich wusste ja gar nicht, dass Nabokov SO schreibt… (lese derzeit „Gelächter im Dunkel“, dt. Ausgabe v. 1962 (Rowohlt), bin stetiglich begeistert, die gelegentlichen, aber (ausreichend) seltenen, ungelenken Übersetzungs*-Schnitzer übersehend). Meine Güte, so schlicht und ergreifend auf den Punkt, so erbarmungslos und unbeschönigend aus dem Nähkästchen geplaudert. Diese Adjektive, die man nicht auszusprechen wagt. Grandios. Wenn ich damit durch bin, lese ich noch mal en detail, was Alban Nikolai Herbst zur Lektüre des Buches vermerkte. Aber erst danach. Dann erst kann ich qualifiziert mitreden:-)

Einstweilen mache ich meine kleinen Eselsohren bei den gnadenlosesten Stellen. Ich kam durch ein Geschichtsbuch über Berlin darauf, in dem erwähnt wurde, dass drei Bücher Nabokovs in Berlin spielen. Das ist eines davon.

*) übersetzt aus dem Englischen v. Renate Gerhardt u. Hans-Heinrich Wellmann

6 Antworten auf „05. Juli 2021

  1. Tony Richardson hat die Geschichte in die Sixties transponiert und aus dem Kunsthändler Albinus einen Filmemacher gemacht. Der Film ist komplett auf youtube, werde ich mal nebenher laufen lassen (NICHT „neben“ der Lektüre, wohlgemerkt!). Ich betrachte Filme grundsätzlich solitär und gehe in keinster Weise von einer Umsetzung aus, die innere Verwandtschaft mit der Virtuosität von Nabokovs Bildern und seinem speziellen Ton hat. Man kann Literatur und Film nicht auf derselben olympischen Treppe einstufen.

    (indirekter*) Link zum Film:
    https://gaga.twoday.net/stories/1022684874/#1022684877
    der direkte Link führte gerade zu einer Sperrung meiner fb-Seite, huiuiui… der Film hat eine Altersbeschränkung auf youtube.

  2. Untermalende Filmmusik mit flottem Spinett war 1969 ganz stark in Mode. Also ganz, ganz stark. Man kann es aber auch überstrapazieren.

  3. na ja… die männliche Hauptrolle ist mit einem veritablen Schauspieler besetzt, Thomas Nicol Williamson, der ganz gut spielt, aber Anna Karina ist mit ihren damals 29 Jahren nicht nur zehn Jahre zu alt für die Rolle, sondern wirkt sogar noch älter, wie eine mindestens 39-jährige, die mit albernen Versatzstücken wie Augenaufschlag einer Zwölfjährigen und piepsiger Stimmlage, versucht mädchenhafter zu wirken als sie ist. Hat den Charme von Schulmädchenreport. Leider keine Empfehlung, es sei denn, man möchte Sechziger-Jahre-Einrichtungsstil, -Frisuren, Mary Quant-Kleidchen und bis zum Erbrechen albern interpretiertes Spinett sehen und hören. Klamauk.

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