ORGANIC. Messe-Check-in-Counter-Infoschild, Scanner-Kabel, Tücher-Bügel, Pinnwand-Kärtchen, Edding, Jalousien-Verpackung, 50 x 100 x 6 cm, 10./11./12. Juni 2018, Staatl. Museen v. Gaganien

Was sich so alles in (m)einem Haushalt findet. Diese Tücher-Bügel waren ein totaler Fehlkauf. Sahen untransformiert aus wie das Olympia-Logo von 1972. Ich habe ja sehr viele Tücher und Flatterschals. Ich war der Meinung, die könnte man intelligent und platzsparend und geschickt (und auch noch schick!) auf diesen Chrombügeln mit mehren Ringen aufbewahren. Die Idee ist, dass man durch die Ringe die Tücher und Schals steckt, die dann versetzt, aber überlappend runterhängen. Platz für 8 bis 40 Schals auf einem einzigen Bügel! Mega!

Als ich alles vorschriftsmäßig eingefädelt hatte und die schwer beladenen Bügel in den Schrank quetschte, fiel mir schon mal auf, dass der doppelt gemoppelte Aufhäng-Haken von den Bügeln so breit ist, dass er auf der Stange den Platz von drei bis vier normalen Bügeln einnimmt. Ärgerlich! In dicht bepackten Kleiderschränken wie meinen kann man nicht mal eben mit einem lockeren Griff einen Bügel herausnehmen. Das ist eine Operation! Wenn man den Tücherbügel nicht herausnimmt, sieht man nicht, welche Schals und Tücher hinten hängen. Ich kann so nicht arbeiten!

Eine Weile hab ich es probiert und festgestellt, dass ich zu bequem war, die Tücherbügel herauszuzerren um festzustellen, ob darauf genau das Exemplar von einem Flatterschal hängen könnte, der mein Tagesoutfit in Isadora Duncan-Manier komplettieren könnte. Schlussendlich riss ich die Bügel genervt aus dem Schrank und rupfte die Schals wieder heraus, um sie auf ungefähr einheitliche Größe gefaltet und nach Farben sortiert, zum Durchblättern in einen länglichen, oben offenen Pappkarton zu packen.

So gestaltet sich seither das Potpourri meiner Flatterschals und Tücher in meiner Garderobe. Der Karton steht unten auf dem Boden in einem der Schränke. Die Olympiabügel konnte ich aufgrund des respektablen Materials nicht wegwerfen. Ich kann ganz schlecht Metall entsorgen, da hab ich eine richtige Sperre. Weiterverschenken wollte ich sie auch nicht, da mich das Produkt nicht überzeugte – ich verschenke nur Sachen, die ich super finde!

So lagen sie also bis zu jenen Junitagen 2018 verscharrt unter dem Schrank im Schlafzimmer. Auch habe ich in meinem Ausmistanfall einen alten Scanner gefunden, der mal richtig gut und teuer war und bei dem der Anschluss-Stecker defekt war. Es gab auch keinen mehr in Onlineshops für historische Elektrogeräte. Dass ich Hemmungen habe, ein altes Kabel wegzuschmeißen, war selbst mir neu! Das Träger-Medium, um es mal profimäßig auszudrücken, war ein Schild, das dereinst für messeartige Veranstaltungen hergestellt wurde, da standen Buchstaben drauf, um Besucher alphabetisch zu sortieren, wie „A – F“ oder „G – K“, etcetera. Die weißen, runden Pinnwand-Kärtchen habe ich zugegebenermaßen zweckentfremdet, die passten rein zufällig genau in die Kringel von den blöden Bügeln!

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