Gedenkminute für Astrid North. 1973 – 2019. Mehr als eine Minute. Maria erzählte mir vorhin, dass Astrid am Dienstag starb. Wir saßen in meinem Atelier auf dem Balkon und rauchten eine Zigarette für sie. Im März 2018 sah ich sie zweimal kurz hintereinander. Einmal in der Bar jeder Vernunft, bei ihrer North-Lichter-Show, in der auch Maria auftrat und wenige Tage später in der Wabe, wo Jenny mit auf der Bühne war. Ich war hin und weg von ihr. Nach beiden Konzerten fragte sie mich nach einer Zigarette. Sie rauchte gerne, hatte aber nie welche. Es ist wirklich merkwürdig, dass ich vor wenigen Tagen – ich lief so in meinem Wohnzimmer hin und her, vielleicht habe ich die Pflanzen gegossen, plötzlich an sie denken musste, und wie es ihr wohl ginge. Und noch dachte, wenn es ihr nicht besser ginge und sie den Kampf gegen die Krankheit verlieren würde, ob das dann wohl eine Nachricht auf gmx wert wäre. Das dachte ich. Jetzt sehe ich, dass es in einigen Zeitungen online Meldungen gab. Sie war jedenfalls sehr begabt und diese Nachricht stimmt mich traurig. Ich hatte sie an beiden Abenden fotografiert, kurz danach wurde es ruhig auf ihrer facebook-Seite, merkwürdig ruhig. Einige Monate später gab es ein Posting von ihr, in dem sie ihre Krankheit mitteilte. Maria meinte, poste doch eines der Bilder, die du von ihr gemacht hast. Einer der schönsten Menschen, die meine Kamera je eingefangen hat. Sie war immer sehr auf das Schöne aus. Das Schönste.

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