Aus meinem goldenen Notizbuch XVI.
25. Juni 2019:

„S-Bahn: 5- (oder 6-)jähriges Mädchen m. Stroh-Schlapphut mit Kirschen! Wie bei Schwarzwald-Tracht. Sommerkleid m. gesmokten Puffärmeln + Glitzer-Birkenstocksandalen
(schulterlange Haare, m. Oma oder Mama unterwegs)“

Damit es wieder etwas fröhlicher wird. Es fällt mir ja selber schon auf, dass sich fast alle meine Merkwürdigkeitsnotizen in der S-Bahn oder in der U-Bahn (oder bei meinem Physiotherapeuten) zutragen. Wahrscheinlich meine aufregendsten Erlebnisse – das könnte einen ja schon wieder traurig stimmen! Andererseits auch ein Hinweis, dass ich mit offenen Augen durchs Leben gehe und die ganze Fülle der Sehenswürdigkeiten unserer schönen Stadt bemerke, die so manch anderem entgehen. Der Hut des Mädchens war der absolute visuelle Höhepunkt an diesem Tag. Ich konnte nicht mehr wegschauen. Immer wieder blieb mein Blick an den puscheligen Kirschen-Paaren auf dem Hut hängen. Einfach zu schön. Ich musste auch an Liselotte Pulver und „Ich denke oft an Piroschka“ denken, obwohl der Film ja meines Wissens in der ungarischen Puzta und nicht im Schwarzwald spielt. Vielleicht verwechsle ich da auch was. Oder hat Liselotte Pulver auch noch in einem Film namens „Schwarzwaldmädel“ mitgespielt? Den Piroschka-Film habe ich jedenfalls mindestens fünf mal gesehen, immer Sonntagnachmittag im Wohnzimmer, zwischen ca. 1970 – 1980. Vielleicht auch noch öfter. Liselotte-Pulver-Filme mochte ich sowieso, bis auf das Wirtshaus im Spessart, der war mir langweilig und auch Kohlhiesels-Töchter war mir kein Augenschmaus. Ich mochte die Filme, wo sie gut aussieht, diese Paul Hubschmid-Schmonzetten, zum Beispiel „Die Zürcher Verlobung“, mein absoluter Favorit! Mit Bernhard Wicki, tolle Besetzung, das waren noch Schauspieler! Noch lebt sie ja, also kein Nachruf!

2 Antworten auf „01. Juli 2019

  1. Lustig! Ich habe als Kind die Liselotte-Pulver-Filme auch gerne gesehen und die Sesamstraße – aber nur mit Liselotte Pulver. Komischerweise fand ich aber gerade das Wirtshaus im Spessart am schönsten. Überhaupt hatte ich als Kind irgendwie ein Faible für Frauen, die eher männlich auftreten. Mein ungeschlagenes Idol war Emma Peel. Und ich habe jetzt immer noch eine Schwäche für Frauen in ausgeleierten Jogginghosen. Keine Ahnung, was bei mir schief gelaufen ist. *lol*

  2. ich habe in der kälteren Jahreszeit auch schon ab und zu in einer ausgeleierten Jogginghose gebloggt. Das hast du sicher gespürt, so hochsensibel wie du bist ;-)

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