17. juni 2006

der das weblog-schreiber ist ja dafür bekannt, gerne freiwillig alles auszuplaudern und herzuzeigen, was anlässlich einer institutiona- lisierten (volks)befragung aber sowas von verweigert würde. ich bin da ja keine ausnahme.
wie wir alle wissen, droht das sommerloch und da heißt es kreativ werden! und sei es noch so dämlich. hauptsache, es wird gestopft. das loch. heute zeige ich auch mal was her. frau kaltmamsell gab den einstand und ich bin glattweg mit dabei:
geldbeutel

13. juni 2006

mir ist ja an sich wenig peinlich. meine aktuelle lektüre hält auch wieder viel lehrreiches bereit. vor zehn minuten hätte ich noch nicht fehlerfrei beantworten können, was „hung like a donkey“ bedeuten könnte. aber nun bin ich klüger. und auch noch david cassidy. oh oh. ich vermute, dass ich seinerzeit auch irgendwie für ihn geschwärmt habe. haben ja alle. ich habe aber das gefühl, dass es bei mir nicht ganz so richtig von herzen kam, sondern mehr, um mich der aktuellen mode nicht zu verschließen. man lernte ja jede woche mit bravo, dass man als gesunder teenager durchdrehen muß, wenn david cassidy in erscheinung tritt. oder so ähnlich.
und da, ja genau da! kam mir auch die gute frances zum ersten mal unter. man fühlt sich ja fast schon verwandt. im grunde eigentlich familie. gewissermaßen. ich muss neun gewesen sein, als ich als dankbare kleine schwester, die übriggebliebenen krumen der neuen bravo auflas, nachdem mein bruder den fotoroman mit den nackigen mädchen (und jungen!) verschlungen hatte. dabei waren das auch die seiten, die mich schon immer am allermeisten interessiert haben. es war die einzige möglichkeit, anhand von preiswertem anschauungs- material meine lückenhaften kenntnisse und damit auch meine schulischen leistungen in biologie zu verbessern. für teure nach- hilfestunden hatten die armen eltern eben kein geld damals, nach der währungsreform.
frau schoenberger, unsere korrespondentin in hollywood, hatte ja immer diese wirre minipli-dauerwelle, anarchisch unfrisiert. ich hätte ihr sogar zugetraut, dass bei ihr die löckchen wild und echt wären. das bravo-mantra „unsere korrespondentin frances schoenberger in hollywood“, war schon mit abstand eine der imposantesten berufs- bezeichnungen, die ich mir überhaupt vorstellen konnte. und nun erfahre ich von der guten frances, dass david cassidy „hung like a donkey“ ist. schau an, schau an.

09. juni 2006


sag ich mal als fußballdepp: schon sehr charmant, wenn wohlge- staltete sportsfreunde mit kriegsbemalung auf der backe übermut und lebensfreude verbreiten. der faschingsaspekt gefällt mir schon ganz ausgezeichnet. hat ein bißchen was von winnetou. und alle so fröhlich. es ist ja nicht so, dass ich dem ballsport feindlich gegenüber stünde. sehr gut gefällt mir von je her das ritualgedöns am anfang, mit fahne herumtragen, feierlichem handschlag (völkerfreundschaft und so) und hymnen singen. des weiteren: umarmung und küssen bei tor, klamotten-vom-leib-reißen trikottausch und siegerehrung.
überhaupt: tolle t-shirts dabei. wirkt alles sehr sportlich. ich könnte mir sogar vorstellen, selbst gelegentlich so ein hübsches, enganliegen- des brasilien-leibchen anzuziehen. die sind doch so schön grün-gelb. das wirkt immer sehr frisch. auch blau und rot steht mir sehr gut. ich glaube, es gibt ganz schön viele länder mit blau-rot drin. heute zum beispiel könnte ich in der ersten halbzeit ein costa-rica-hemdchen anziehen und nach der pause so ein schwarzes leibchen mit großem weißen deutschlandadler drauf (ohne ärmel). habe ich neulich an einem schwarzen fahrradkurier gesehen. wirkte sehr super.

auch die tröten klingen sehr niedlich. wie junge elefanten. nur das mittendrin zwischen dem anpfiff und den beiden halbzeiten erschließt sich mir noch nicht so ganz. da würde ich mir zur didaktischen unterstützung mehr nahaufnahmen wünschen. vielleicht das eine oder andere wadenportrait. so sachen halt. aber sonst: einwandfrei.

09. juni 2006


sag ich mal als fußballdepp: schon sehr charmant, wenn wohlge- staltete sportsfreunde mit kriegsbemalung auf der backe übermut und lebensfreude verbreiten. der faschingsaspekt gefällt mir schon ganz ausgezeichnet. hat ein bißchen was von winnetou. und alle so fröhlich. es ist ja nicht so, dass ich dem ballsport feindlich gegenüber stünde. sehr gut gefällt mir von je her das ritualgedöns am anfang, mit fahne herumtragen, feierlichem handschlag (völkerfreundschaft und so) und hymnen singen. des weiteren: umarmung und küssen bei tor, klamotten-vom-leib-reißen trikottausch und siegerehrung.
überhaupt: tolle t-shirts dabei. wirkt alles sehr sportlich. ich könnte mir sogar vorstellen, selbst gelegentlich so ein hübsches, enganliegen- des brasilien-leibchen anzuziehen. die sind doch so schön grün-gelb. das wirkt immer sehr frisch. auch blau und rot steht mir sehr gut. ich glaube, es gibt ganz schön viele länder mit blau-rot drin. heute zum beispiel könnte ich in der ersten halbzeit ein costa-rica-hemdchen anziehen und nach der pause so ein schwarzes leibchen mit großem weißen deutschlandadler drauf (ohne ärmel). habe ich neulich an einem schwarzen fahrradkurier gesehen. wirkte sehr super.

auch die tröten klingen sehr niedlich. wie junge elefanten. nur das mittendrin zwischen dem anpfiff und den beiden halbzeiten erschließt sich mir noch nicht so ganz. da würde ich mir zur didaktischen unterstützung mehr nahaufnahmen wünschen. vielleicht das eine oder andere wadenportrait. so sachen halt. aber sonst: einwandfrei.

08. juni 2006


»lidocain ist ein lokalanästhetikum vom amid-typ. es ist vom kokain abgeleitet, besitzt aber nicht dessen rausch– und suchterzeugende komponente«
mist. aber dafür hat mich die blutjunge brünette zahnarzthelferin heute völlig unerwartet und sehr ausdauernd gestreichelt, als frau klemming die spritzen gesetzt hat. ich dachte zuerst, sie hat sich vergriffen und wollte vielleicht nur den stuhl ein wenig justieren, aber die eindeutige streichelbewegung wurde mit jedem einstich massiver. ob die das neuerdings in der berufsschule lernen? ich war dann doch ein wenig gerührt.

08. juni 2006


»lidocain ist ein lokalanästhetikum vom amid-typ. es ist vom kokain abgeleitet, besitzt aber nicht dessen rausch– und suchterzeugende komponente«
mist. aber dafür hat mich die blutjunge brünette zahnarzthelferin heute völlig unerwartet und sehr ausdauernd gestreichelt, als frau klemming die spritzen gesetzt hat. ich dachte zuerst, sie hat sich vergriffen und wollte vielleicht nur den stuhl ein wenig justieren, aber die eindeutige streichelbewegung wurde mit jedem einstich massiver. ob die das neuerdings in der berufsschule lernen? ich war dann doch ein wenig gerührt.

07. juni 2006


heimat

»wir begegneten einander, glaube ich, vor gut dreißig jahren im haus deiner mutter, einer art gutshof im niederbayerischen peterskirchen zum ersten mal, alles ein wenig abgeschieden, still wie die kleine improvisierte silvesterparty, in die ich hineinplatzte. kein lärm. kein lautes sprechen, angenehm. ich weiß gar nicht mehr, wer mich mitgenommen hat, aber ich war hemmungslos neugierig auf dich«.
w. wondratschek

07. juni 2006


ach kadewe

mehr kaufen. ich muss mehr kaufen. vielleicht kann man das üben. trainieren wie einen erschlafften muskel. immerhin habe ich heute etwas gekauft, zu einem sehr ordentlichen preis. garantiert kein sonderangebot. wird schon werden. ging doch früher auch. dabei habe ich große freude, sachen anzusehen. ganz wie im museum. gucken, staunen. schön, wie alles glitzert und funkelt. aber ich will das ganze zeug nicht haben. nicht noch mehr gelumpe. wer soll das alles entsorgen. gut: kolonialwaren, die braucht man immer. aber sonst? musik und bücher bringt der postmann. den rest kann man sowieso nicht kaufen. noch nicht mal erarbeiten. haha. nie. niemand. continental drift.

07. juni 2006


heimat

»wir begegneten einander, glaube ich, vor gut dreißig jahren im haus deiner mutter, einer art gutshof im niederbayerischen peterskirchen zum ersten mal, alles ein wenig abgeschieden, still wie die kleine improvisierte silvesterparty, in die ich hineinplatzte. kein lärm. kein lautes sprechen, angenehm. ich weiß gar nicht mehr, wer mich mitgenommen hat, aber ich war hemmungslos neugierig auf dich«.
w. wondratschek

07. juni 2006


ach kadewe

mehr kaufen. ich muss mehr kaufen. vielleicht kann man das üben. trainieren wie einen erschlafften muskel. immerhin habe ich heute etwas gekauft, zu einem sehr ordentlichen preis. garantiert kein sonderangebot. wird schon werden. ging doch früher auch. dabei habe ich große freude, sachen anzusehen. ganz wie im museum. gucken, staunen. schön, wie alles glitzert und funkelt. aber ich will das ganze zeug nicht haben. nicht noch mehr gelumpe. wer soll das alles entsorgen. gut: kolonialwaren, die braucht man immer. aber sonst? musik und bücher bringt der postmann. den rest kann man sowieso nicht kaufen. noch nicht mal erarbeiten. haha. nie. niemand. continental drift.

05. juni 2006


an einem nicht mehr ganz frischen grab gehe ich in die knie und lese auf einer nassen schleife deine freunde vom boxen. goldene buchstaben auf schwarzem stoff. aus irgendeinem komischen grund bin ich auf einmal fürchterlich gerührt. deine freunde vom boxen. daneben der intendant zweites deutsches fernsehen. eulenspiegel- verlag. der bürgermeister von berlin. ein nasses blatt papier mit ein paar zeilen von heine, an traurige blumen gelehnt. aber deine freunde vom boxen. deine freunde vom boxen.

04. juni 2006


ich weiß es, die toten leben und wollen, dass sie einer besucht. wer kalt an den kalten vorbeigeht, der wird verhext und verflucht – ich nicht! meines vaters grabstein steht überall. ich brauch sein grab nicht lange suchen, es ist so leicht zu finden – dort, wo ein schornstein raucht.
wolf biermann

01. juni 2006


meine fresse. ich: „ich will unter allen umständen betäubt werden“ zahnärztin klemming: „na ja… sonst betäube ich eigentlich schon, wenn ich das mache, normalerweise“. ich: „?!? ich bin keine märtyrerin! ich bin zimperlich!“. wieso bieten mir ärzte eigentlich dauernd den verzicht auf betäubungsspritzen an? „wollen wir’s erst mal so versuchen, hmm?“ sehe ich so robust und rustikal aus? ich liebe und brauche betäubung. meine ganze leidenschaft gilt der vollnarkose. herrlichste stunden meines lebens. aus dichten wimpern nicken sehnige narkoseärzte mir zärtlich zu. gebräunte unterarme in indigoblauen baumwollkutten. oh pforte zum paradies.

01. juni 2006


meine fresse. ich: „ich will unter allen umständen betäubt werden“ zahnärztin klemming: „na ja… sonst betäube ich eigentlich schon, wenn ich das mache, normalerweise“. ich: „?!? ich bin keine märtyrerin! ich bin zimperlich!“. wieso bieten mir ärzte eigentlich dauernd den verzicht auf betäubungsspritzen an? „wollen wir’s erst mal so versuchen, hmm?“ sehe ich so robust und rustikal aus? ich liebe und brauche betäubung. meine ganze leidenschaft gilt der vollnarkose. herrlichste stunden meines lebens. aus dichten wimpern nicken sehnige narkoseärzte mir zärtlich zu. gebräunte unterarme in indigoblauen baumwollkutten. oh pforte zum paradies.

30. mai 2006

„entsteht ein dauernder schaden, so sollst du geben leben um leben, auge um auge, zahn um zahn, hand um hand, fuß um fuß, brandmal um brandmal, beule um beule, wunde um wunde“
altes testament | exodus 21, 23 – 25
och joh. hat was. gleich mal in größerer schrift probieren:
entsteht ein dauernder schaden, so sollst du geben leben um leben, auge um auge, zahn um zahn, hand um hand, fuß um fuß, brandmal um brandmal, beule um beule, wunde um wunde
gefällt mir ja gleich noch viel besser

30. mai 2006

„entsteht ein dauernder schaden, so sollst du geben leben um leben, auge um auge, zahn um zahn, hand um hand, fuß um fuß, brandmal um brandmal, beule um beule, wunde um wunde“
altes testament | exodus 21, 23 – 25
och joh. hat was. gleich mal in größerer schrift probieren:
entsteht ein dauernder schaden, so sollst du geben leben um leben, auge um auge, zahn um zahn, hand um hand, fuß um fuß, brandmal um brandmal, beule um beule, wunde um wunde
gefällt mir ja gleich noch viel besser

28. mai 2006


nackig in der sonne sitzen und gemüse schnippeln. der preußische ikarus singt mir lieder zur gitarre vor. paprikastreifen und zwiebelringe anbeten. alle zeit der welt. allerschönster sonntag. überraschend und beruhigend, dass die freude an den einfachen dingen mit den jahren zunimmt. ein messer, eine zwiebel, ein sonnenfleck, ein kleines lied. und gerade keine blutenden finger.

28. mai 2006


nackig in der sonne sitzen und gemüse schnippeln. der preußische ikarus singt mir lieder zur gitarre vor. paprikastreifen und zwiebelringe anbeten. alle zeit der welt. allerschönster sonntag. überraschend und beruhigend, dass die freude an den einfachen dingen mit den jahren zunimmt. ein messer, eine zwiebel, ein sonnenfleck, ein kleines lied. und gerade keine blutenden finger.

27. mai 2006


her mit den kleinen französinnen

schön, liebe leser, dass sie sich auch heute wieder für das herme- tische café entschieden haben! aufgrund der begrenzten zahl der sitz- plätze im mutterhaus wurde vorübergehend diese kleine filiale eröffnet.
je nun. was soll man machen, wenn einem ringelstrumpfbestückte weiber vor den apparat laufen. wegrennen? die augen verschließen? da muss man dann halt durch. drückt man halt ab. ist ja für einen guten zweck. nicht, dass es wieder heißt, ich hätte kein erbarmen mit den bedürftigen.

27. mai 2006


her mit den kleinen französinnen

schön, liebe leser, dass sie sich auch heute wieder für das herme- tische café entschieden haben! aufgrund der begrenzten zahl der sitz- plätze im mutterhaus wurde vorübergehend diese kleine filiale eröffnet.
je nun. was soll man machen, wenn einem ringelstrumpfbestückte weiber vor den apparat laufen. wegrennen? die augen verschließen? da muss man dann halt durch. drückt man halt ab. ist ja für einen guten zweck. nicht, dass es wieder heißt, ich hätte kein erbarmen mit den bedürftigen.

27. mai 2006

ein guter tag für einen neuanfang. leider bin ich oder das system zu dusslig, meinen namen auf den neuesten stand zu bringen. darüber würde ich mir anstelle von twoday aber mal gedanken machen. möchte twoday etwa nicht, dass sich die leute vermählen oder adop- tiert werden? um nur 2 gründe für eine namensänderung zu nennen.
immer die ihre hochachtungsvoll
donna gaga fulminata

26. mai 2006

zwiespalt.
s-bahn. straßenmusikant betritt den wagen. einer, den ich schon mal aus dem augenwinkel gesehen, aber noch nicht gehört habe. was schon was heißen will, wenn man häufig ein- und dieselbe strecke fährt. langhaarig, irgendwieblond. er kündigt mit englischem akzent auf deutsch an, dass er jetzt ein lied spielen wird. sympathischer, unaufgeregter gesichtsausdruck. markantes gesicht. verwaschene, leicht abgerissene klamotten. sieht aus wie ende dreißig. er fängt an. die ersten akkorde erinnern zwar angenehm aber doch wenig originell an eagle eye cherrys save tonight. es ist allerdings ein anderes lied. vermutlich von ihm selbst. ich höre einen moment auf zu lesen und warte auf den gesang. er fängt an. unspektakuläre, verwechselbare stimme. leicht quäkend. langweilige tonlage. er singt nicht falsch, leiert seine reime im passenden rhythmus. die rhythmische gitarre ist im vordergrund. er hat ein gutes rhythmusgefühl. ich überlege zum ersten mal seit langem überhaupt wieder, ob ich einem s-bahn-musikanten geld gebe. überlege. überlege. sein gesang ist derart uninteressant, dass ich denke, wenn er geld dafür kriegt, wiegt er sich in der vorstellung, mir hätte die darbietung rundherum gefallen und er sollte in der kombination weitermachen. vielleicht sollte er ja. was weiß ich.
während ich noch überlege, schlurft er mit aufgehaltener hand vorbei und ich gebe ihm nichts. er ist mir sympathisch und klampft ganz nett, aber ich will ihn nicht als musiker entlohnen. es beschäftigt mich noch. bis jetzt. welche macht man ausübt, in dem man jemanden materiell für eine bestimmte darbietung unterstützt – oder eben nicht. vielleicht hätte ich ihm eher geld gegeben, wenn er nur die hand aufgehalten hätte. aus sympathie. weil er versucht, sich am rande einer kon- ventionellen existenz durchzuschlagen. und weil abenteuerlust in seinen augen funkelt. und weil man mut braucht, um sich mit einem selbstgemachten lied vor einer meute zu präsentieren. jetzt denke ich darüber nach, wie ich eigentlich ticke. er hat übrigens weit mehr geld von fahrgästen bekommen, als die meisten anderen, die sich sonst abmühen. es war besser, es war trotz der leicht abgekupferten melodie origineller, als das was sonst geboten wird. aber es war – nichts besonderes. ich bin manchmal schon ganz schön hart.

27. mai 2006

ein guter tag für einen neuanfang. leider bin ich oder das system zu dusslig, meinen namen auf den neuesten stand zu bringen. darüber würde ich mir anstelle von twoday aber mal gedanken machen. möchte twoday etwa nicht, dass sich die leute vermählen oder adop- tiert werden? um nur 2 gründe für eine namensänderung zu nennen.
immer die ihre hochachtungsvoll
donna gaga fulminata

26. mai 2006

zwiespalt.
s-bahn. straßenmusikant betritt den wagen. einer, den ich schon mal aus dem augenwinkel gesehen, aber noch nicht gehört habe. was schon was heißen will, wenn man häufig ein- und dieselbe strecke fährt. langhaarig, irgendwieblond. er kündigt mit englischem akzent auf deutsch an, dass er jetzt ein lied spielen wird. sympathischer, unaufgeregter gesichtsausdruck. markantes gesicht. verwaschene, leicht abgerissene klamotten. sieht aus wie ende dreißig. er fängt an. die ersten akkorde erinnern zwar angenehm aber doch wenig originell an eagle eye cherrys save tonight. es ist allerdings ein anderes lied. vermutlich von ihm selbst. ich höre einen moment auf zu lesen und warte auf den gesang. er fängt an. unspektakuläre, verwechselbare stimme. leicht quäkend. langweilige tonlage. er singt nicht falsch, leiert seine reime im passenden rhythmus. die rhythmische gitarre ist im vordergrund. er hat ein gutes rhythmusgefühl. ich überlege zum ersten mal seit langem überhaupt wieder, ob ich einem s-bahn-musikanten geld gebe. überlege. überlege. sein gesang ist derart uninteressant, dass ich denke, wenn er geld dafür kriegt, wiegt er sich in der vorstellung, mir hätte die darbietung rundherum gefallen und er sollte in der kombination weitermachen. vielleicht sollte er ja. was weiß ich.
während ich noch überlege, schlurft er mit aufgehaltener hand vorbei und ich gebe ihm nichts. er ist mir sympathisch und klampft ganz nett, aber ich will ihn nicht als musiker entlohnen. es beschäftigt mich noch. bis jetzt. welche macht man ausübt, in dem man jemanden materiell für eine bestimmte darbietung unterstützt – oder eben nicht. vielleicht hätte ich ihm eher geld gegeben, wenn er nur die hand aufgehalten hätte. aus sympathie. weil er versucht, sich am rande einer kon- ventionellen existenz durchzuschlagen. und weil abenteuerlust in seinen augen funkelt. und weil man mut braucht, um sich mit einem selbstgemachten lied vor einer meute zu präsentieren. jetzt denke ich darüber nach, wie ich eigentlich ticke. er hat übrigens weit mehr geld von fahrgästen bekommen, als die meisten anderen, die sich sonst abmühen. es war besser, es war trotz der leicht abgekupferten melodie origineller, als das was sonst geboten wird. aber es war – nichts besonderes. ich bin manchmal schon ganz schön hart.

23. mai 2006

muss mal wieder ein bißchen text hin hier. was gescheites. mit witz und esprit. um nicht zu sagen: geist. kann sich ja eigentlich nur noch um stunden handeln. bin schon sehr gespannt. die sache lässt sich jedenfalls ganz gut an. der erste schritt ist vollbracht. was will man mehr. nun heißt es geduldig sein. abwarten. tee trinken. ein wenig meditieren vielleicht. ggf. ein glas milch mit honig vor dem schlafen gehen. gewiss kann ein tröpfchen melissengeist hilfreich zur seite stehen. dann läuft die sache praktisch wie von selbst.

lindert die Beschwerden, harmonisiert und stabilisiert das vegetative Nerven- system und stärkt das körperliche Gleichgewicht. Gesundheitliches Wohlbefinden stellt sich ein.

23. mai 2006

muss mal wieder ein bißchen text hin hier. was gescheites. mit witz und esprit. um nicht zu sagen: geist. kann sich ja eigentlich nur noch um stunden handeln. bin schon sehr gespannt. die sache lässt sich jedenfalls ganz gut an. der erste schritt ist vollbracht. was will man mehr. nun heißt es geduldig sein. abwarten. tee trinken. ein wenig meditieren vielleicht. ggf. ein glas milch mit honig vor dem schlafen gehen. gewiss kann ein tröpfchen melissengeist hilfreich zur seite stehen. dann läuft die sache praktisch wie von selbst.

lindert die Beschwerden, harmonisiert und stabilisiert das vegetative Nerven- system und stärkt das körperliche Gleichgewicht. Gesundheitliches Wohlbefinden stellt sich ein.

20. mai 2006

mist mist. beim nächsten grand prix muß ich doch mal mitsteno- grafieren. man könnte doch eine herrliche palette schöner adjektive verwenden, bei so einer live-berichterstattung. bei den ersten fünf liedern war ich ja noch in der küche zugange und bin immer nur mal nachschauen gegangen, welche klamotten am start sind. aber nun sitze ich doch recht diszipliniert vor dem fernsehgerät und werde der veranstaltung bis zum ende beiwohnen.
bis jetzt ist mir vor allem aufgefallen, dass heute besonders gerne besonders falsch gesungen wird. da kommt man schon mal auf die idee, sich evt. auch mal anzubieten. und nachdem ja die griechische sängerin angeblich seit jahren neunundvierzig ist – die sah aber ganz schön straff aus. überall, soweit man das beurteilen konnte.
das herz ging mir ja bei dieser schnulze* aus – ach jetzt hab ich das land vergessen – litauen? moldawien? lettland? na jedenfalls die einzige schnulze mit mandolinengeklimper, aus auf. danach kamen dann ein paar junge männer die in etwa gesungen haben ‚we are the winners‘ oder so ähnlich.
*edit: die schnulze kommt aus dem gar schönen bosnien-herzegowina
was ich gar nicht verstanden habe, wieso der komische moderator bei der finnischen (?) metalband anfing, eltern zu warnen. das war doch die einzige gruppe, wo die kleinen endlich mal ein wenig spaß gehabt hätten. schöne monstermasken, fette gitarren. ansonsten lustig, dass die so einen schwerfälligen akzent haben in ihrem englisch.
dass frollein shakira eine doppelgängerin hat, die ihre sache gar nicht mal schlechter macht, war mir auch neu. insofern, wieder ein fernsehabend, der meiner allgemeinbildung sehr zuträglich ist.
der deutsche beitrag ist mir irgendwie doch schleierhaft – dieses countrygeklimper käme ja bestimmt im steakhouse ganz gut, nettes melodiechen – aber was hat das mit unserem schönen heimatland zu tun? und dann das neckische getänzel im rosa baby doll, extra lang. der gute olli dittrich, so sympathisch er mir sonst ist, gehört nun leider auch zu den musikern, die vor lauter anstrengung epileptische grimassen schneiden müssen. das ist nicht schön. aber ich wünsche ihnen einen guten platz.

20. mai 2006

mist mist. beim nächsten grand prix muß ich doch mal mitsteno- grafieren. man könnte doch eine herrliche palette schöner adjektive verwenden, bei so einer live-berichterstattung. bei den ersten fünf liedern war ich ja noch in der küche zugange und bin immer nur mal nachschauen gegangen, welche klamotten am start sind. aber nun sitze ich doch recht diszipliniert vor dem fernsehgerät und werde der veranstaltung bis zum ende beiwohnen.
bis jetzt ist mir vor allem aufgefallen, dass heute besonders gerne besonders falsch gesungen wird. da kommt man schon mal auf die idee, sich evt. auch mal anzubieten. und nachdem ja die griechische sängerin angeblich seit jahren neunundvierzig ist – die sah aber ganz schön straff aus. überall, soweit man das beurteilen konnte.
das herz ging mir ja bei dieser schnulze* aus – ach jetzt hab ich das land vergessen – litauen? moldawien? lettland? na jedenfalls die einzige schnulze mit mandolinengeklimper, aus auf. danach kamen dann ein paar junge männer die in etwa gesungen haben ‚we are the winners‘ oder so ähnlich.
*edit: die schnulze kommt aus dem gar schönen bosnien-herzegowina
was ich gar nicht verstanden habe, wieso der komische moderator bei der finnischen (?) metalband anfing, eltern zu warnen. das war doch die einzige gruppe, wo die kleinen endlich mal ein wenig spaß gehabt hätten. schöne monstermasken, fette gitarren. ansonsten lustig, dass die so einen schwerfälligen akzent haben in ihrem englisch.
dass frollein shakira eine doppelgängerin hat, die ihre sache gar nicht mal schlechter macht, war mir auch neu. insofern, wieder ein fernsehabend, der meiner allgemeinbildung sehr zuträglich ist.
der deutsche beitrag ist mir irgendwie doch schleierhaft – dieses countrygeklimper käme ja bestimmt im steakhouse ganz gut, nettes melodiechen – aber was hat das mit unserem schönen heimatland zu tun? und dann das neckische getänzel im rosa baby doll, extra lang. der gute olli dittrich, so sympathisch er mir sonst ist, gehört nun leider auch zu den musikern, die vor lauter anstrengung epileptische grimassen schneiden müssen. das ist nicht schön. aber ich wünsche ihnen einen guten platz.

14. mai 2006

[ tacheles ]
backstabber! hope grabber! greedy little fit haver! god, I feel for you, fool. shit lover! off brusher! jaded bitter joy crusher! failure has made you so cruel. rotten to the core, rotten to the core. rotten like a crackwhore, backing out the backdoor. show us what you’re good for. stick it to the noise board, come on join the bloodsport. show us some support, still working at the drugstore. is it because you’re A FUCKING backstabber! hope grabber! greedy little fit haver! god, I feel for you, fool shit lover! off brusher! jaded bitter joy crusher! failure has made you so cruel
und jetzt alle*
(*edit: außer kid37)

10. mai 2006

meiner hätte heute. plötzlich fällt mir auf, wie schön und einfach man heute jemandem auf diesem weg seine wertschätzung und zuneigung zeigen kann. schon toll, dieses internet.
damals, mitte der achtziger, als mein bruder noch lebte, kannte ich einen bärtigen, mageren computertüftler, der tag ein, tag aus, einen schwarzen overall trug, in der wohnung über mir hauste und abend für abend erwähnte, dass er wieder dringend in seine mailbox (hä?) im computer gucken müsste, da er post aus den usa und aus china erwarte. er würde sich da mit leuten austauschen. ich konnte ihm nicht so recht folgen. was will er denen da bloß jeden tag schreiben, dachte ich mir so.
mein bruder hatte immerhin eine pfiffige connection zur gitarristin seiner band, wo er ein paar tage die woche seinen liebesroman in ihren computer hacken durfte (autobiographisch, versteht sich). ich habe noch die ausdrucke. ziehharmonikafaltung. mit lochrand.

und heute wärst du zweiundvierzig. weiß der geier, ob du mich hörst – aber ich denk an dich.
(eigentlich immer)

09. mai 2006

[ lebenshilfe ]

scharf!

high durch chilis? beim genuss von chili wird das gehirn betrogen: die konzentrierte capsaicin-dosis hält das gehirn irrtümlich für einen starken schmerz, den es zu bekämpfen gilt; das bewirkt die aus- schüttung von endorphin, einem körpereigenen, morphiumähnlichen schmerzkiller. dies trägt zu einem gesteigerten glücksempfinden bei; einer milden euphorie, bisweilen von unvermitteltem schmunzeln begleitet. experten bezeichnen diesen zustand als pepper-high

14. mai 2006

[ tacheles ]
backstabber! hope grabber! greedy little fit haver! god, I feel for you, fool. shit lover! off brusher! jaded bitter joy crusher! failure has made you so cruel. rotten to the core, rotten to the core. rotten like a crackwhore, backing out the backdoor. show us what you’re good for. stick it to the noise board, come on join the bloodsport. show us some support, still working at the drugstore. is it because you’re A FUCKING backstabber! hope grabber! greedy little fit haver! god, I feel for you, fool shit lover! off brusher! jaded bitter joy crusher! failure has made you so cruel
und jetzt alle*
(*edit: außer kid37)

10. mai 2006

meiner hätte heute. plötzlich fällt mir auf, wie schön und einfach man heute jemandem auf diesem weg seine wertschätzung und zuneigung zeigen kann. schon toll, dieses internet.
damals, mitte der achtziger, als mein bruder noch lebte, kannte ich einen bärtigen, mageren computertüftler, der tag ein, tag aus, einen schwarzen overall trug, in der wohnung über mir hauste und abend für abend erwähnte, dass er wieder dringend in seine mailbox (hä?) im computer gucken müsste, da er post aus den usa und aus china erwarte. er würde sich da mit leuten austauschen. ich konnte ihm nicht so recht folgen. was will er denen da bloß jeden tag schreiben, dachte ich mir so.
mein bruder hatte immerhin eine pfiffige connection zur gitarristin seiner band, wo er ein paar tage die woche seinen liebesroman in ihren computer hacken durfte (autobiographisch, versteht sich). ich habe noch die ausdrucke. ziehharmonikafaltung. mit lochrand.

und heute wärst du zweiundvierzig. weiß der geier, ob du mich hörst – aber ich denk an dich.
(eigentlich immer)

09. mai 2006

[ lebenshilfe ]

scharf!

high durch chilis? beim genuss von chili wird das gehirn betrogen: die konzentrierte capsaicin-dosis hält das gehirn irrtümlich für einen starken schmerz, den es zu bekämpfen gilt; das bewirkt die aus- schüttung von endorphin, einem körpereigenen, morphiumähnlichen schmerzkiller. dies trägt zu einem gesteigerten glücksempfinden bei; einer milden euphorie, bisweilen von unvermitteltem schmunzeln begleitet. experten bezeichnen diesen zustand als pepper-high

07. mai 2006

großartig
[ read her diary on her sheets | scrutinizing every little bit of dirt | tore out a page and stuffed it inside my shirt | I fled out of the window, and shinning it down the line | out of her nightmare, and back into mine | mine o mine | from her to eternity | from her to eternity | from her to eternity | cry cry cry ]
[ link via kid ]

05. mai 2006


[ kleine blonde göre ]
papaah! ich hab enten gesehen, 2 enten! MANN und FRAU!
[ kleine blonde göre, zu mir ]
ich finde gar keine kaulquappen, hm….
[ gaga ]
ich weiß, wo welche sind!
[ kleine blonde göre ]
oohhh… wo? der paul, der will sich welche mitnehmen.
[ gaga ]
mitnehmen? wer ist denn der paul?
[ kleine blonde göre zeigt mit finger auf papa ]
der da.
[ gaga ]
und der will welche mitnehmen? ich zeig euch die kaulquappen, aber nur, wenn ihr keine mitnehmt!
[ kleine blonde göre ]
ich nehm keine mit!
[ gaga ]
na dann los!

05. mai 2006


[ kleine blonde göre ]
papaah! ich hab enten gesehen, 2 enten! MANN und FRAU!
[ kleine blonde göre, zu mir ]
ich finde gar keine kaulquappen, hm….
[ gaga ]
ich weiß, wo welche sind!
[ kleine blonde göre ]
oohhh… wo? der paul, der will sich welche mitnehmen.
[ gaga ]
mitnehmen? wer ist denn der paul?
[ kleine blonde göre zeigt mit finger auf papa ]
der da.
[ gaga ]
und der will welche mitnehmen? ich zeig euch die kaulquappen, aber nur, wenn ihr keine mitnehmt!
[ kleine blonde göre ]
ich nehm keine mit!
[ gaga ]
na dann los!

03. mai 2006

anstatt den schlaf der gerechten zu empfangen, elende wälzereien, mordphantasien, böse gedanken mit einhergehender schamesröte, dämliches geflenne. am ende gar gebetet. was habe ich schon leute abgemurkst mitten in der nacht. die befriedigendste vernichtungsart ist die vorstellung, den die das feind hau-drauf-mäßig mit einer schnee- schippe in den erdboden zu kloppen. geht ganz leicht.

01. mai 2006

so, meine lieben. ein neues zeitalter bricht an. meine demnächst erstrahlende schönheit verdanke ich ausschließlich lisa neun.
wie kann das sein? ganz einfach: wie bereits bekannt aus film, funk und fernsehen, ist nun auch das blättchen freundin über unser aller lisa gestolpert. freilich wollte auch ich mich persönlich von der an- gemessenheit des artikels überzeugen, und scheute keine mühen, den nächsten supermarkt aufzusuchen. dort kaufte ich ein exemplar der farbenfrohen schrift und kann eigentlich nur bemäkeln, dass das recht gelungene portrait für meinen geschmack etwas kleinformatig geraten ist. ich habe lisa bedeutend größer in erinnerung!
als ich nun vor dem zeitschriftenregal stand, was alle jubeljahre vor- kommt, packte mich plötzlich ein ordinärer heißhunger nach klatsch und tratsch, glamour und prominentengewäsch (der letzte arztbesuch lag schon etwas länger zurück). ich grabschte gierig alles was nur annähernd danach aussah, begrub meine mir bis dato unbekannte freundin erbarmungslos im wägelchen und freute mich auf eine überdosis angelina roberts in der badewanne.
besonders genoss ich die wiederauferstehung einer frau hönig in der bunten. eine frau, von der ich bisher noch nie gehört hatte und die nach langer krankheit und enttäuschter ehe wieder freudig in die zukunft in ihrer finca auf mallorca blickt.
long speech, no sense: in einer jener postillen wurden auch schön- heitsprodukte ans herz gelegt. und wer bin ich, mich mit meinen runden vierzig jahren empfehlungen aus hollywood zu verschließen? nun. ich habe bestellt. man darf gespannt sein. ich sage nur: madonna nimmt es auch.

03. mai 2006

anstatt den schlaf der gerechten zu empfangen, elende wälzereien, mordphantasien, böse gedanken mit einhergehender schamesröte, dämliches geflenne. am ende gar gebetet. was habe ich schon leute abgemurkst mitten in der nacht. die befriedigendste vernichtungsart ist die vorstellung, den die das feind hau-drauf-mäßig mit einer schnee- schippe in den erdboden zu kloppen. geht ganz leicht.

01. mai 2006

so, meine lieben. ein neues zeitalter bricht an. meine demnächst erstrahlende schönheit verdanke ich ausschließlich lisa neun.
wie kann das sein? ganz einfach: wie bereits bekannt aus film, funk und fernsehen, ist nun auch das blättchen freundin über unser aller lisa gestolpert. freilich wollte auch ich mich persönlich von der an- gemessenheit des artikels überzeugen, und scheute keine mühen, den nächsten supermarkt aufzusuchen. dort kaufte ich ein exemplar der farbenfrohen schrift und kann eigentlich nur bemäkeln, dass das recht gelungene portrait für meinen geschmack etwas kleinformatig geraten ist. ich habe lisa bedeutend größer in erinnerung!
als ich nun vor dem zeitschriftenregal stand, was alle jubeljahre vor- kommt, packte mich plötzlich ein ordinärer heißhunger nach klatsch und tratsch, glamour und prominentengewäsch (der letzte arztbesuch lag schon etwas länger zurück). ich grabschte gierig alles was nur annähernd danach aussah, begrub meine mir bis dato unbekannte freundin erbarmungslos im wägelchen und freute mich auf eine überdosis angelina roberts in der badewanne.
besonders genoss ich die wiederauferstehung einer frau hönig in der bunten. eine frau, von der ich bisher noch nie gehört hatte und die nach langer krankheit und enttäuschter ehe wieder freudig in die zukunft in ihrer finca auf mallorca blickt.
long speech, no sense: in einer jener postillen wurden auch schön- heitsprodukte ans herz gelegt. und wer bin ich, mich mit meinen runden vierzig jahren empfehlungen aus hollywood zu verschließen? nun. ich habe bestellt. man darf gespannt sein. ich sage nur: madonna nimmt es auch.

23. april 2006

at the temple there is a poem called loss, carved into the stone. it has three words, but the poet has scratched them out. you cannot read loss only feel it
a. golden, memoirs of a geisha

10. april 2006

[ lebenshilfe ]
wie bereits angedeutet, wurde mir durch zielstrebiges fasten tiefe erkenntnis über den weltenlauf zuteil. nun, nachdem wir gemeinsam den palmsonntag hinter uns gebracht haben, möchte ich die gemeinde teilhaben lassen:
layout > skins (html) > hauptseite
ungefähr 28. zeile von oben:
< % response.message prefix='‘ suffix=

>‘ % >
den ganzen mist komplett löschen. vorsicht, wichtig, wichtig! die zeilen darüber und darunter müssen stehen bleiben, sonst ist deine seele für immer verloren.
amen.
(ritualweinspenden* für die nächste messe werden persönlich entgegengenommen)
*châteauneuf du pape

12. april 2006

ein ganz herzliches willkommen, meine lieben damen und herren! aber auch die kinder sollen nicht vergessen werden! liebe kinder, schön, dass ihr wieder da seid! heute möchte ich die gelegenheit ergreifen, ein ganz persönliches grußwort an herrn blue sky zu richten. machen sie es sich gemütlich! sitzen sie auch recht gut? haben sie es schön warm? ich möchte ja, dass sie sich recht wohl und heimelig fühlen. das schafft vertrauen und nimmt die angst vor dem, was da kommen mag.
heute möchte ich einmal darüber plaudern, dass mir gestern im lichtspieltheater eine wichtige erkenntnis gekommen ist! ich sah einen liebenswürdigen kleinen film aus dem ausland, welcher leichtfüßig- musikalisch und sehr sympathisch vor sich hinplätscherte, bis es wohl oder übel dem ende zuging. ich spürte den nahenden höhepunkt, aus dem bis dahin recht beliebigen liederbrei kristallisierte sich eine erkennbare, ja mitreißende melodie heraus und in kürzester abfolge wurden in spielerischer leichtigkeit abschied, trauer, freundschaft, liebe, sehnsucht und lebenstraum in einem fünfminütigen bilderbogen auf den punkt gebracht. ich durfte sogar ein wenig weinen.
deswegen muss es einmal gesagt werden: nur wenige dinge sind schöner als ein großartiges ende in einem schönen kinofilm. manchmal spürt man erst in den letzten fünf minuten, wie sehr sich die anderen gelohnt haben.

10. april 2006

[ lebenshilfe ]
wie bereits angedeutet, wurde mir durch zielstrebiges fasten tiefe erkenntnis über den weltenlauf zuteil. nun, nachdem wir gemeinsam den palmsonntag hinter uns gebracht haben, möchte ich die gemeinde teilhaben lassen:
layout > skins (html) > hauptseite
ungefähr 28. zeile von oben:
< % response.message prefix='‘ suffix=

>‘ % >
den ganzen mist komplett löschen. vorsicht, wichtig, wichtig! die zeilen darüber und darunter müssen stehen bleiben, sonst ist deine seele für immer verloren.
amen.
(ritualweinspenden* für die nächste messe werden persönlich entgegengenommen)
*châteauneuf du pape

09. april 2006

mein fuß spricht mit den steinen, die er betritt, meine stimme nimmt jeder vogel mit, aus den täglichen wänden. ich muss nichts mehr entbehren jetzt. alle farben sind übersetzt, in geräusch und geruch. und sie klingen unendlich schön als töne. was soll mir ein buch? in den bäumen blättert der wind; und ich weiß, was dorten für worte sind, und wiederhole sie manchmal leis. und der tod, der augen wie blumen bricht, findet meine augen nicht.

09. april 2006

wieder sehr kulturvoll geträumt. letzte erinnerung, der tolle name roris rasterak. warum so um- ständlich, warum nicht gleich boris pasternak, möchte man fragen. probleme mit verwer- tungsrechten in der redaktion des kleinen traumsehspiels? gleich mal schauen, ob es viel- leicht doch einen roris rasterak gibt. gewiss ist roris mein schicksal. meinten sie boris pa- sternak kommt die grobe ant- wort. aber ich gebe nicht auf und suche weiter nach meinem ro- ris. na bitte: sinus roris, getauft 1935,bauchumfang 202 km. gut, er ist nicht mehr der jüngste. eine kleine diät würde sicher auch keinen größeren schaden anrichten. nur sein name: bucht des taues. wer schmilzt da nicht wie morgentau in der sonne. lass mich dein tautropfen sein.

08. april 2006

spargelstechen. zweige brechen. raps. klaps. straps. weiße blüten große tüten. gras. nass. spaß.kalte schauer hei- ßer bauer. komm lieber mai. komm lieber mai. löwenzahn. liebeswahn tanz. schwanz. glanz. rosenbrüste. erdgelüste. wippen.nippen. strippen. venushügel. lose zügel. komm lieber mai komm lieber mai. zeit ver- schenken. hals verren- ken. hasen. blasen. rasen. zungenküsse. zaubernüsse. decken. wecken. strecken. wei- tes land. blaues band. komm lieber mai komm lieber mai komm. komm

06. april 2006


dafür, die freiheit zu haben, einen derartigen film machen zu können, lohnt es sich, in dieser liga zu landen. wenn irgendetwas an clooney je für mich reizvoll sein könnte, wäre es der subversive, autonome geist, der aus diesem werk spricht. graue schläfen? na und. verhältnismäßig uninteressant. kokettes grübchenlachen? – nichts dagegen.
wieviele damen mag es rückwärts aus dem film treiben. und wenn nur eine, auf der vergeblichen suche nach testosteron, dennoch geblieben wäre. vielleicht gilt es irgendwann als reizvolles accessoire, politische zusammenhänge zu begreifen. und sei es nur, um herrn clooney bei einem erträumten dinner das geistige wasser reichen zu können. schöne neue welt.

02. april 2006

meine längste beziehung. bis auf ein paar urlaubsaffairen immer treu gewesen. heute vor zwanzig jahren haben wir uns das erste mal gesehen und uns gleich so gemocht, dass wir spontan zusammengezogen sind. ich habe entgegen meiner sonstigen abscheu gegen vertraglich geregelte beziehungen auch den letzten schritt nicht gescheut, und bin bereits nach vierzehn tagen zum bezirksamt in zehlendorf gegangen, um unsere verbindung legalisieren zu lassen.
in dieser stadt kenn‘ ich mich aus, in dieser stadt war ich mal gleich zuhaus; wie heut sieht die stadt wohl heute ganz anders aus. in dieser stadt war da bin ich mal zuhaus…

02. april 2006

meine längste beziehung. bis auf ein paar urlaubsaffairen immer treu gewesen. heute vor zwanzig jahren haben wir uns das erste mal gesehen und uns gleich so gemocht, dass wir spontan zusammengezogen sind. ich habe entgegen meiner sonstigen abscheu gegen vertraglich geregelte beziehungen auch den letzten schritt nicht gescheut, und bin bereits nach vierzehn tagen zum bezirksamt in zehlendorf gegangen, um unsere verbindung legalisieren zu lassen.
in dieser stadt kenn‘ ich mich aus, in dieser stadt war ich mal gleich zuhaus; wie heut sieht die stadt wohl heute ganz anders aus. in dieser stadt war da bin ich mal zuhaus…

30. märz 2006

pluto opposition jupiter: ideale erneuern: ende märz 2006 bis anfang oktober 2008: während dieser zeit verspüren Sie den drang, in irgend- einer weise erfolgreich, überragend oder bedeutend zu werden. jetzt wollen sie ein bestimmtes ideal, das sie von der welt haben, in die wirklichkeit umsetzen. achten sie jedoch darauf, daß sie sich nicht arro- gant und dominierend gegenüber ihrer umwelt benehmen, so als wären sie selbst eine art übermensch, der über alle moral und alle gesetze außer seinen eigenen hoch erhaben ist.
w ä r e n ?

31. märz 2006

und über uns im schönen sommerhimmel war eine wolke, die ich lange sah.
sie war sehr weiß und ungeheuer oben und als ich aufsah, war sie nimmer da.

ganz sicher wegen wegen ulrich mühe. bei ihm habe ich immer das gefühl, es, was immer es auch sei, ist ausgelotet. der tiefste punkt gesichtet. personifizierte demut in einem sinn, der mir viel bedeutet und den ich nicht mehr erklären oder diskutieren mag. ein aspekt, in dem ihm kein mir gewärtiger, gegenwärtiger schauspieler das wasser reichen könnte. unaffektierte hingabe.

30. märz 2006

pluto opposition jupiter: ideale erneuern: ende märz 2006 bis anfang oktober 2008: während dieser zeit verspüren Sie den drang, in irgend- einer weise erfolgreich, überragend oder bedeutend zu werden. jetzt wollen sie ein bestimmtes ideal, das sie von der welt haben, in die wirklichkeit umsetzen. achten sie jedoch darauf, daß sie sich nicht arro- gant und dominierend gegenüber ihrer umwelt benehmen, so als wären sie selbst eine art übermensch, der über alle moral und alle gesetze außer seinen eigenen hoch erhaben ist.
w ä r e n ?

29. märz 2006

ich habe einen moment überlegt, ob es einer erklärung bedarf, warum es für mich weitaus aufregender ist, die verschwindenden schnee- und eiskristalle festzuhalten, als schneeglöckchen abzulichten. aber nein. respekt vor diesem furiosen winter, dessen letzte spuren mich gerade verzaubern. schnee und eis sehen und nicht frieren. das ist großartig.




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29. märz 2006

ich habe einen moment überlegt, ob es einer erklärung bedarf, warum es für mich weitaus aufregender ist, die verschwindenden schnee- und eiskristalle festzuhalten, als schneeglöckchen abzulichten. aber nein. respekt vor diesem furiosen winter, dessen letzte spuren mich gerade verzaubern. schnee und eis sehen und nicht frieren. das ist großartig.




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27. märz 2006


scheiden tut weh. aber dein scheiden macht, dass mir das herze lacht! winter ade, scheiden tut weh. gerne vergeß ich dein, kannst immer ferne sein. winter ade! scheiden tut weh.winter ade, scheiden tut weh. gehst du nicht bald nach haus, lacht dich der kuckuck aus! winter ade, scheiden tut weh.