07. November 2008

Auf der Seite der Ausstellungsmacher am Arsch vom S-Bahnhof Bellevue und spontan nicht interessiert. Beinah hitzefrei. In diesen Stunden muss man mich schon am Schlafittchen packen, sonst gehe ich nicht vor die Tür. Schon alleine dieses Herumgegurke mit der S-Bahn und dann noch durch die dunkle Kälte schlurfen. Typischer Taxi-Weg. Aber dafür? Zwischen Bildern und Installationen herumstehen, die mich weniger erotisieren als mein eigener Kram? Und dabei keine oder doofe Musik hören? Och nö. Schon wieder wen kennenlernen? Ich will nicht dauernd Leute kennenlernen. Man wird ja schon denen nicht gerecht, die man kennt. Hier räkelt es sich auch viel besser. So im 120-Grad-Winkel vor dem Monitor. Guck ich lieber die übrigen Bilder vom Mai an und überlege, was man der Öffentlichkeit zumuten kann. Har har. Wehe, wenn Jan jetzt doch noch klingelt. Der könnte mich glatt doch noch überreden. Auch toll: nicht saufen müssen. Nicht rumstehen. Sich nicht langweilen. Sich nicht vor lauter Überdruss an farblosen Gestalten selber ablichten müssen. Ja, ja. Das ist arrogant. Schon klar. Ach was. Eine Frage der Erotik. Alles. Überhaupt. Immer. Wie heißt es doch noch so schön in meiner vergilbten und zerfledderten chinesischen Astrologiefibel: „Die Schlange überlegt sich genau, wo sie hingeht. Sie geht nicht irgendwo hin“. Es gibt Tee, Baby. Und ein Foto vom zehnten Juni!

EDIT: Es hat geklingelt.

07. November 2008

… ZEHNTER MAI
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=61927
Es schien mir eine gute Idee, an diesem zehnten Mai, dem vierundvierzigsten Geburtstag meines Bruders zu einer Gedenkfeier zum Todestage des visionären Malers und Poeten Friedrich Schröder Sonnenstern auf den Zwölf Apostel Kirchhof in Schöneberg zu gehen. Friedrich Schröder Sonnenstern, den ich bis dahin nicht kannte, wird der Art brut zugerechnet, aber ich nenne ihn noch lieber einen Surrealisten. Wer Victor Brauner kennt und Sonnensterns Werk sieht, kann nicht mehr anders. Wir lauschten an seinem Grab seiner wundersamen Lyrik und tranken im Anschluss mit seinem Enkel, der mich dauernd an Dietmar Schönherr erinnerte, etwas zu süßen Sekt, den unser wackerer Senior-Playboy Rolf Eden vor längerer Zeit in größeren Mengen der evangelischen Kultur- und Begegnungsstätte spendiert hatte. An ihren Taten sollt ihr sie messen.
Später an diesem lauen Maiabend lernte ich in Kreuzberg Helga Lerch, eine Fotografin kennen, die eine Ausstellung eröffnete und mit der Jan seit sehr langer Zeit sehr befreundet ist. Ich mochte sie sofort, mit ihren warm und tief blickenden, geheimnisvollen Augen. Später landeten wir in einem seltsam leeren Club in Kreuzberg, wo wir uns einfanden, als beinah alle Gäste gegangen waren. Aber mit einer Kamera hat man ja nie Langeweile. Dieses Bild enstand damals. Herrje – wie sich das anhört. Na eben da.

06. November 2008


Foto: Jan Sobottka, catonbed
„Machen Sie eine charakteristische Hand Körperbewegung.“
Ich bin also nicht die Einzige, die Monate später Bilder herausrückt. Wen habe ich da bloß fotografiert? Es gab sicher einen Grund, wieso ich mich wieder einmal hinlegen musste. Perspektive! Alles für das Bild! Vielleicht die tätowierte Lady? Aber der Fußboden passt nicht. Sieht aus wie Beton. Grübel. Photoshop? Oder später bei Komet? Ist ja auch wurscht.

06. November 2008

… NEUNTER MAI

http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=61927
Kleine Geschichte am Rande. Gut, jetzt könnte man auch noch erwähnen, dass Gerald Uhlig auf die Frage nach seiner – äh – Beschäftigung sehr bescheiden mit „ach, ich bin nur so ein Flaneur…“ antwortete. Sympathischer Mensch. Durchhalten wird übrigens belohnt bei dieser Diaschau. Als Sahnehäubchen auf dem Kakao gibt es eine zwei Portionen Silikon. Ja meine Lieben. Rappzapp kriegt ihr jetzt alles um die Ohren. The Full Monty. Reine Übersprungshandlung. Nächtliche Depressionen konstruktiv nutzen. Man stelle sich vor, ich würde tanzen oder herumv hätte ein Stelldichein. Dann wäre aber tote Hose hier. Also bitte.

06. November 2008

… NEUNTER MAI

http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=61927
Kleine Geschichte am Rande. Gut, jetzt könnte man auch noch erwähnen, dass Gerald Uhlig auf die Frage nach seiner – äh – Beschäftigung sehr bescheiden mit „ach, ich bin nur so ein Flaneur…“ antwortete. Sympathischer Mensch. Durchhalten wird übrigens belohnt bei dieser Diaschau. Als Sahnehäubchen auf dem Kakao gibt es eine zwei Portionen Silikon. Ja meine Lieben. Rappzapp kriegt ihr jetzt alles um die Ohren. The Full Monty. Reine Übersprungshandlung. Nächtliche Depressionen konstruktiv nutzen. Man stelle sich vor, ich würde tanzen oder herumv hätte ein Stelldichein. Dann wäre aber tote Hose hier. Also bitte.

04. November 2008

CAMERAWORK.
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=61927
Ich kann mich gar nicht mehr genau erinnern, ob es mir irgendwie heikel erschien, die Bilder zu zeigen oder ob ich einfach keine Zeit fand, diese Strecke (wie so viele andere) hochzuladen. Das sind Bilder von einem Nachmittag am vierten Mai 2008. Wenn ich behaupten würde, dass sich in diesem halben Jahr nicht viel verändert hat, müsste ich lügen. Und das soll man ja nicht. Ich habe in diesem Jahr zum ersten mal seit meinem zwölften Lebensjahr keine Asthma-Anfälle im Sommer gehabt. Und ich habe eine Welt betreten, von der ich vorher nur vom Hörensagen wusste, dass es sie geben soll. Aber vor allem sind mir zwei Menschen begegnet, die mir wichtig geworden sind, die ich vorher nicht kannte. Ja, sicher – mehr. Aber ganz besonders zwei. Sehr. Seit diesem Jahr glaube ich daran, dass sich alles fügen wird. Früher habe ich vorsichtig gewünscht. Ab jetzt lerne ich richtig wünschen. Ohne Zaghaftigkeit. Mutig.

05. November 2008

DERSIEBTE MAI
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=61927
Siebter Mai. Bei der Fotografenmesse gemeinsam mit Jan Udo kennengelernt. Leichtfüßig heitere Begegnung mit Fortsetzung im Sommer. So lange her kommt mir das vor. Vorhin am Telefon sage ich, dass es mir gegenwärtig leichter fällt zurückzuschauen, mich Bildern von diesem Mai zu widmen. Ich kann hören, wie er nickt.
Anfänge. Am Anfang ist immer alles leichtfüßig. Man wird beinah zueinandergeweht. Unbeschwert von Wissen. Um Verhältnisse. Befangenheiten. Wenn ich könnte, würde ich mich schütteln wie ein nasser Hund. Bräuchte kein Handtuch. Wenn ich könnte, würde ich einige Partitionen des Gedankenspeichers löschen. Alle Nebensätze. Die Festplatte defragmentieren. Neu anfangen. Jetzt. Lou Reed singt Ecstasy.
The moon passing through a cloud
a body facing up is floating towards a crowd
And I think of a time and what I couldn’t do
I couldn’t hold you close, I couldn’t, I couldn’t become you
They call you ecstasy, I can’t hold you down
I can’t hold you up
I feel like that car that I saw today, no radio
no engine, no hood
I’m going to the cafe, I hope they’ve got music
and I hope that they can play
But if we have to part
I’ll have a new scar right over my heart
I’ll call it ecstasy

P.S. Eintrag

04. November 2008

CAMERAWORK.
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=61927
Ich kann mich gar nicht mehr genau erinnern, ob es mir irgendwie heikel erschien, die Bilder zu zeigen oder ob ich einfach keine Zeit fand, diese Strecke (wie so viele andere) hochzuladen. Das sind Bilder von einem Nachmittag am vierten Mai 2008. Wenn ich behaupten würde, dass sich in diesem halben Jahr nicht viel verändert hat, müsste ich lügen. Und das soll man ja nicht. Ich habe in diesem Jahr zum ersten mal seit meinem zwölften Lebensjahr keine Asthma-Anfälle im Sommer gehabt. Und ich habe eine Welt betreten, von der ich vorher nur vom Hörensagen wusste, dass es sie geben soll. Aber vor allem sind mir zwei Menschen begegnet, die mir wichtig geworden sind, die ich vorher nicht kannte. Ja, sicher – mehr. Aber ganz besonders zwei. Sehr. Seit diesem Jahr glaube ich daran, dass sich alles fügen wird. Früher habe ich vorsichtig gewünscht. Ab jetzt lerne ich richtig wünschen. Ohne Zaghaftigkeit. Mutig.

02. November 2008


Gerade eben zum ersten mal gesehen. 1986-87 in Schleife gehört. Mindestens 1987 mal. Keine Abnutzungserscheinung. Außer vielleicht die etwas arg gezierte Dame im denkwürdigen Gaultier-Büstenhalter.

04. November 2008


Ja, ich habe das schon mal verlinkt. Es ist einfach zu gut. Patti ist einfach zu gut. Dieses Video ist einfach zu gut. Video-Regisseure dieser Welt, schaut auf dieses Werk.

02. November 2008

ich: „…und dann waren wir noch kurz in dem vegetarischen Restaurant eine Treppe höher, sehr stylish. Doch, doch, wirklich sehr schön. So lange weiße Bänke, sehr schlicht, Schummerbeleuchtung, frische Blumen – kommt man so rein, ist da eine Leinwand, steht ganz groß „ficken“ drauf…„

Jan: „Hm ja. Was man nicht in der Hose hat, hat man an der Wand. Musst du drunter schreiben! Mit Kugelschreiber!…“
Wenn ich dich nicht hätte.

02. November 2008


Gerade eben zum ersten mal gesehen. 1986-87 in Schleife gehört. Mindestens 1987 mal. Keine Abnutzungserscheinung. Außer vielleicht die etwas arg gezierte Dame im denkwürdigen Gaultier-Büstenhalter.

02. November 2008


Verlorener Tag. Nacht.
9 Denn wir erkennen stückweise, und wir prophezeien stückweise; 10 wenn aber das Vollkommene gekommen sein wird, so wird das, was stückweise ist, weggetan werden. 11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, tat ich weg, was kindisch war. 12 Denn wir sehen jetzt durch einen Spiegel, undeutlich, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleichwie auch ich erkannt worden bin.
1 Korinther 13.

31. Oktober 2008

Begreife ich gerade. Man kann sich nicht einfach für den 30. Oktober 2048 um 15:00 Uhr verabreden, ohne dass es Folgen im Bewusstsein hätte. Ich bin immerhin bemüht, meine Verabredungen einzuhalten. Eine Frage der Loyalität. Und ganz sicher bekommen unser beider Zellen diese Botschaft auch. Da ist noch ein Termin. 15:00 Uhr, Café Einstein Unter den Linden. 30. Oktober 2048. Ich kann das empfehlen. Und den Italiener da auch. Anschließend, gegen 20:00 Uhr. Am Freitag, 30. Oktober 2048.

REGISTERED OWNER

31. Oktober 2008

Begreife ich gerade. Man kann sich nicht einfach für den 30. Oktober 2048 um 15:00 Uhr verabreden, ohne dass es Folgen im Bewusstsein hätte. Ich bin immerhin bemüht, meine Verabredungen einzuhalten. Eine Frage der Loyalität. Und ganz sicher bekommen unser beider Zellen diese Botschaft auch. Da ist noch ein Termin. 15:00 Uhr, Café Einstein Unter den Linden. 30. Oktober 2048. Ich kann das empfehlen. Und den Italiener da auch. Anschließend, gegen 20:00 Uhr. Am Freitag, 30. Oktober 2048.

REGISTERED OWNER

28. Oktober 2008

So so. Men’s health klärt uns wieder einmal auf:
Gleich und gleich gesellt sich gern, auch im Bett. Michael Cunningham, Professor für soziale Psychologie an der Universität Louisville, weiß, wie Sie Gemeinsamkeiten am besten ermitteln können: Sprechen Sie mit der Frau. „Sind Sprechtempo und Wortwahl ähnlich, harmonieren Menschen auch sexuell.“

28. Oktober 2008

So so. Men’s health klärt uns wieder einmal auf:
Gleich und gleich gesellt sich gern, auch im Bett. Michael Cunningham, Professor für soziale Psychologie an der Universität Louisville, weiß, wie Sie Gemeinsamkeiten am besten ermitteln können: Sprechen Sie mit der Frau. „Sind Sprechtempo und Wortwahl ähnlich, harmonieren Menschen auch sexuell.“

27. Oktober 2008

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
heute sehen Sie mich veranlasst, einem bislang unentdeckten Nachwuchstalent postmoderner deutschsprachiger Lyrik, einem großen, großen Dichter, hier in unserem kleinen Poesieklub Raum und Gehör zu verschaffen. Ich bitte um Ihre sehr geschätzte Aufmerksamkeit. Bitte Ruhe da hinten!
Gaga Nielsen fotografiert einen Mann
Gaga Nielsen scheint zu wissen,
wieviel Leut‘ aufs Foto müssen:
Erstmal ich, das ist doch klar,
weil ich hier die erste war.
zweitens meine Wenigkeit,
denn ich fühle mich ja heut`
so aus einem ganzen Guss,
dass ich gleich aufs Foto muss.
Ach, du bist ja auch noch da,
komm an meine Wange – klar
Dann schau doch mal ins Objektiv,
mach doch nicht den Mund so schief!
Mensch, das Licht ist wieder heut`
von sehr bescheidner Grusligkeit.
Mal sehen, was sich da machen lässt,
wackle nicht, bleib doch mal fest.
Schau mal wie ein ganzer Mann,
dreckig-fordernd: Lass mich ran!
Und dann wieder dieser Flunsch,
wir sind doch nicht bei Muttis Punsch!
Bleib mal so, das ist ganz schön,
könnst ja glatt als Prochnow gehn …
Super, endlich rockt es hier
nebenbei – das sag ich dir –
wer`n einige Frauen im Sechseck springen
sollt d a s Foto mir gelingen!
Wow, der Unterarm ist Klasse
zumindest wenn das Licht ich lasse
so im Schatten ungewiss
wenig nur von der Visage,
Mann, das bringt das Volk in Rage.
Gesagt, getan und hochgeladen
liegt sein Foto – flach wie Fladen
beim TürkenBäck` – zum niederladen.
Mancher Kommentar entzückt,
ja, das Bild scheint wohl geglückt.
Weiß und Schwarz in Harmonie
so einen Blick, den hat nur sie!
Und im Blog schallt‘ s lange noch:
Gaga Nielsen lebe hoch!
Jan Sobottka

27. Oktober 2008

(ich kann das alles erklären)
In der dritten Dimension sehen wir von links und rechts, von vorne und von hinten, von oben und von unten.
Ja. Das ist banal. Und dennoch in der ersten und zweiten Dimension unfassbar.

27. Oktober 2008

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
heute sehen Sie mich veranlasst, einem bislang unentdeckten Nachwuchstalent postmoderner deutschsprachiger Lyrik, einem großen, großen Dichter, hier in unserem kleinen Poesieklub Raum und Gehör zu verschaffen. Ich bitte um Ihre sehr geschätzte Aufmerksamkeit. Bitte Ruhe da hinten!
Gaga Nielsen fotografiert einen Mann
Gaga Nielsen scheint zu wissen,
wieviel Leut‘ aufs Foto müssen:
Erstmal ich, das ist doch klar,
weil ich hier die erste war.
zweitens meine Wenigkeit,
denn ich fühle mich ja heut`
so aus einem ganzen Guss,
dass ich gleich aufs Foto muss.
Ach, du bist ja auch noch da,
komm an meine Wange – klar
Dann schau doch mal ins Objektiv,
mach doch nicht den Mund so schief!
Mensch, das Licht ist wieder heut`
von sehr bescheidner Grusligkeit.
Mal sehen, was sich da machen lässt,
wackle nicht, bleib doch mal fest.
Schau mal wie ein ganzer Mann,
dreckig-fordernd: Lass mich ran!
Und dann wieder dieser Flunsch,
wir sind doch nicht bei Muttis Punsch!
Bleib mal so, das ist ganz schön,
könnst ja glatt als Prochnow gehn …
Super, endlich rockt es hier
nebenbei – das sag ich dir –
wer`n einige Frauen im Sechseck springen
sollt d a s Foto mir gelingen!
Wow, der Unterarm ist Klasse
zumindest wenn das Licht ich lasse
so im Schatten ungewiss
wenig nur von der Visage,
Mann, das bringt das Volk in Rage.
Gesagt, getan und hochgeladen
liegt sein Foto – flach wie Fladen
beim TürkenBäck` – zum niederladen.
Mancher Kommentar entzückt,
ja, das Bild scheint wohl geglückt.
Weiß und Schwarz in Harmonie
so einen Blick, den hat nur sie!
Und im Blog schallt‘ s lange noch:
Gaga Nielsen lebe hoch!
Jan Sobottka

27. Oktober 2008

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76564213&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
►watch on youtube
Dieser auch sehr nette junge Mann ist übrigens unvermählt und kinderlos. Wollte ich nur mal erwähnt haben. Und er hat Arbeit. Ich traf ihn letzte Woche bei Anna Augstein (ja, die Witwe), wo die sehr wunderbare Roswitha Hecke Eröffnung hatte. Es gibt auch Fotos, aber ich komme ja wieder zu nix. Später mit Jan im Zwiebelfisch, ‚ickheißeJuttaundnichtHallo‘ ganz zahm. Jan Buletten und Kartoffelsalat, ich irgendeine Spinat-Lasagne. Bier. Fotos mit Max-und-Moritz-Frisur und Zunge. Blödsinn halt. Aber schön.
Ich arbeite an der Visualisierung von Liebesflammen Variationen. So heißt ein Gedicht von Friedrich Rückert, das Cosmic gerade vertont und eingesungen und mir gestern nach einem lauschigen Wohnzimmerkonzert gegeben hat.
„Kann denn nicht – euer Licht, süße Liebesflammen – brennen ohne Rauch? Schön bist Du, allein noch bist du nicht mein; küss mich, So sollst du die Schönste mir sein. Schön bist du, allein noch bist du nicht mein, küss mich, so sollst du die Schönste mir sein. Kann denn nicht – euer Licht, süße Liebesflammen brennen ohne Rauch?“
[So treibt man Frauen in den Wahnsinn.]

27. Oktober 2008

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76564213&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
►watch on youtube
Dieser auch sehr nette junge Mann ist übrigens unvermählt und kinderlos. Wollte ich nur mal erwähnt haben. Und er hat Arbeit. Ich traf ihn letzte Woche bei Anna Augstein (ja, die Witwe), wo die sehr wunderbare Roswitha Hecke Eröffnung hatte. Es gibt auch Fotos, aber ich komme ja wieder zu nix. Später mit Jan im Zwiebelfisch, ‚ickheißeJuttaundnichtHallo‘ ganz zahm. Jan Buletten und Kartoffelsalat, ich irgendeine Spinat-Lasagne. Bier. Fotos mit Max-und-Moritz-Frisur und Zunge. Blödsinn halt. Aber schön.
Ich arbeite an der Visualisierung von Liebesflammen Variationen. So heißt ein Gedicht von Friedrich Rückert, das Cosmic gerade vertont und eingesungen und mir gestern nach einem lauschigen Wohnzimmerkonzert gegeben hat.
„Kann denn nicht – euer Licht, süße Liebesflammen – brennen ohne Rauch? Schön bist Du, allein noch bist du nicht mein; küss mich, So sollst du die Schönste mir sein. Schön bist du, allein noch bist du nicht mein, küss mich, so sollst du die Schönste mir sein. Kann denn nicht – euer Licht, süße Liebesflammen brennen ohne Rauch?“
[So treibt man Frauen in den Wahnsinn.]

24. Oktober 2008

Nüchtern. Unsicher. Frieren. Sonne am Fenster. Wie dreckig die Tastatur ist. IC singt ich versuche unauffällig Luft zu holen, daran kann man sterben, hast du das gewusst? Hunger. Aufwärmen. Nur wie. Irgendwie.

24. Oktober 2008

Leicht betrunken, aber nicht betrunken genug, um zweieinhalb bekiffte, erfrorene, betrunkene, verheulte Bilder hochzuladen. Später irgendwann. Und es wird nicht darunter stehen. Denn ich bin doch lustig, nicht wahr. Selbst ein angedrohter Schrei wird geschickt bis zur Flapsigkeit wegkommentiert. Aber da ist noch diese andere Ebene. Wenn Worte nicht reichen. Reichen. Reichen. Reich. Reich mir die Hand mein Leben. Der Trunk gereicht zur Wahrhaftigkeit. Ja – tug trunken und genau.
*Mozart; Don Giovanni

23. Oktober 2008


Etwas Anleitung für all die bedauernswerten, orientierungslosen jungen Menschen da draußen, denen im Grunde nur – nennen wir die Dinge doch beim Namen – eine feste Hand fehlt. Zu meiner Zeit hat man sich noch nicht gescheut, dem Kinde einen Namen zu geben und auch ich scheue mich hier und heute nicht, das durchaus zutreffende Wort dafür, nämlich: Gammler (!) wieder in den Mund zu nehmen!

23. Oktober 2008


Etwas Anleitung für all die bedauernswerten, orientierungslosen jungen Menschen da draußen, denen im Grunde nur – nennen wir die Dinge doch beim Namen – eine feste Hand fehlt. Zu meiner Zeit hat man sich noch nicht gescheut, dem Kinde einen Namen zu geben und auch ich scheue mich hier und heute nicht, das durchaus zutreffende Wort dafür, nämlich: Gammler (!) wieder in den Mund zu nehmen!

20. Oktober 2008



Bernd Senf: Einführung in die Arbeiten von Wilhelm Reich, Charakterpanzer, Krankheit und Psychokörpertherapie.
Fleißig studiert! Nicht für die Schule lernen wir, sondern für’s Leben! Mein Banknachbar war allerdings noch fleißiger als ich und hat alles mitgeschrieben. Er will ja unbedingt den Schein. Ich gehe das Studium etwas lockerer an, bin aber wenn es darauf ankommt, immer ganz bei der Sache! Prof. Senf hat viel Fröhlichkeit verbreitet und manchmal wurde es auch ganz schön ernst! Das ging ans Eingemachte. Wer kennt ihn nicht, den Charakterpanzer! Ja, Körperpanzer! Überall Panzer! Schlimme Sache das. Aber wir arbeiten daran. Besser spät als nie! Herr Prof. Dr. Senf macht bei mir um die Ecke Bioenergetik-Workshops. Man muss eigentlich nur hingehen. Wir haben auch noch super DVDs von Prof. Dr. Senf geschenkt gekriegt, da kann man sich alle Vorträge daheim im Fernseher anschauen, wenn man es nicht zur FHW zum Studieren schafft. Oder da im Internet!

http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=61927

Cosmic, der Streber
P.S. eigentlich wollten wir ja dieses Wochenende auf die Porno-Messe, aber Cosmic musste natürlich wieder für die Prüfung lernen. Typisch!

20. Oktober 2008



Bernd Senf: Einführung in die Arbeiten von Wilhelm Reich, Charakterpanzer, Krankheit und Psychokörpertherapie.
Fleißig studiert! Nicht für die Schule lernen wir, sondern für’s Leben! Mein Banknachbar war allerdings noch fleißiger als ich und hat alles mitgeschrieben. Er will ja unbedingt den Schein. Ich gehe das Studium etwas lockerer an, bin aber wenn es darauf ankommt, immer ganz bei der Sache! Prof. Senf hat viel Fröhlichkeit verbreitet und manchmal wurde es auch ganz schön ernst! Das ging ans Eingemachte. Wer kennt ihn nicht, den Charakterpanzer! Ja, Körperpanzer! Überall Panzer! Schlimme Sache das. Aber wir arbeiten daran. Besser spät als nie! Herr Prof. Dr. Senf macht bei mir um die Ecke Bioenergetik-Workshops. Man muss eigentlich nur hingehen. Wir haben auch noch super DVDs von Prof. Dr. Senf geschenkt gekriegt, da kann man sich alle Vorträge daheim im Fernseher anschauen, wenn man es nicht zur FHW zum Studieren schafft. Oder da im Internet!

http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=61927

Cosmic, der Streber
P.S. eigentlich wollten wir ja dieses Wochenende auf die Porno-Messe, aber Cosmic musste natürlich wieder für die Prüfung lernen. Typisch!

19. Oktober 2008

Saturn Sextil Neptun
(Geburtsjahr Juni – Okt. 1965)
[…] Sie sind zwar ernst gestimmt, doch gewinnen Sie ein wesentlich vertieftes Verständnis. Sie versagen sich Dinge, nach denen Sie früher gestrebt haben, weil Sie erkennen, daß sich mit etwas Geduld das tägliche Leben Ihren Idealen nähert. In dieser seelischen Verfassung sind Sie zu disziplinierter Selbstbeherrschung und zu Opfern bereit, ohne dabei zur Märtyrerin zu werden. Mit anderen Worten, Sie schätzen Ihre Handlungen realistisch ein.

Zurückhalten explosiver Gefühlsregungen in der Hoffnung auf Transformation. Angst vor Destruktion. Totaler Zerstörung. Schlafen und warten wie die Energiewelle ausläuft. Oder ob sie sich an einem Felsen bricht, die Energie zurückschleudert.

19. Oktober 2008

Saturn Sextil Neptun
(Geburtsjahr Juni – Okt. 1965)
[…] Sie sind zwar ernst gestimmt, doch gewinnen Sie ein wesentlich vertieftes Verständnis. Sie versagen sich Dinge, nach denen Sie früher gestrebt haben, weil Sie erkennen, daß sich mit etwas Geduld das tägliche Leben Ihren Idealen nähert. In dieser seelischen Verfassung sind Sie zu disziplinierter Selbstbeherrschung und zu Opfern bereit, ohne dabei zur Märtyrerin zu werden. Mit anderen Worten, Sie schätzen Ihre Handlungen realistisch ein.

Zurückhalten explosiver Gefühlsregungen in der Hoffnung auf Transformation. Angst vor Destruktion. Totaler Zerstörung. Schlafen und warten wie die Energiewelle ausläuft. Oder ob sie sich an einem Felsen bricht, die Energie zurückschleudert.

04. Oktober 2008


So sehe ich übrigens aus, wenn ich sauer bin. Es handelt sich im Detail um eine Kombination aus beleidigte Leberwurst, Verachtung, Rache, Stolz, Genie, Mitleid und Weltherrschaftsanspruch. Um es nonchalant auf den Punkt zu bringen: dabei sehe ich ungefähr dreißigtausendmal (das ist selbstverständlich noch sehr stark untertrieben – Prahlerei ist mir von Natur aus abhold) spannender, fotogener, attraktiver, scharfsinniger und charismatischer aus, als sechsundneunzig Prozent der gerichtsnotorischen Contemporary-Art-in-Mitte-Opening-Alkoholiker Groupies Gäste. Die Torte, der Hund und Bridge Markland ausgenommen. Man muss die Wahrheit auch hin und wieder einmal ausprechen dürfen, nicht wahr.
Und nun zum Wetter.

10. Oktober 2008


Wenn es nach mir geht, darf Mark Chung für das Kanzleramt antreten. Ein schicker Volksrepräsentant mit respektabler Vergangenheit, Fachkompetenz und Ausdrucksvermögen, der auch auf internationalem Parkett eine gute Figur abgibt. Leider war er diesmal nur als Sprecher der Musikindustrie auf dem Podium – aber was nicht ist, kann ja noch werden! Überhaupt plädiere ich für eine künstlerische Grundlagenqualifikation für Politiker. Der künftige Direktabgeordnete für Friedrichshain, Kreuzberg und Prenzlauer Berg Ost Cosmic, der mit dem Wahlprogramm „Alles was rockt“ antritt, hat das immerhin erkannt und geht mit gutem Beispiel voran! Schon heute freue ich mich auf seinen Wahlkampf in gereimter Form und inhaltlich überzeugende Wahlplakate, die man sich auch als Erstwählerin gerne übers B ins Studierzimmer hängt. Das hat auch einfach mit Nachhaltigkeit zu tun! Irgendwie. Und so.
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=59913

10. Oktober 2008


Wenn es nach mir geht, darf Mark Chung für das Kanzleramt antreten. Ein schicker Volksrepräsentant mit respektabler Vergangenheit, Fachkompetenz und Ausdrucksvermögen, der auch auf internationalem Parkett eine gute Figur abgibt. Leider war er diesmal nur als Sprecher der Musikindustrie auf dem Podium – aber was nicht ist, kann ja noch werden! Überhaupt plädiere ich für eine künstlerische Grundlagenqualifikation für Politiker. Der künftige Direktabgeordnete für Friedrichshain, Kreuzberg und Prenzlauer Berg Ost Cosmic, der mit dem Wahlprogramm „Alles was rockt“ antritt, hat das immerhin erkannt und geht mit gutem Beispiel voran! Schon heute freue ich mich auf seinen Wahlkampf in gereimter Form und inhaltlich überzeugende Wahlplakate, die man sich auch als Erstwählerin gerne übers B ins Studierzimmer hängt. Das hat auch einfach mit Nachhaltigkeit zu tun! Irgendwie. Und so.
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=59913

04. Oktober 2008


So sehe ich übrigens aus, wenn ich sauer bin. Es handelt sich im Detail um eine Kombination aus beleidigte Leberwurst, Verachtung, Rache, Stolz, Genie, Mitleid und Weltherrschaftsanspruch. Um es nonchalant auf den Punkt zu bringen: dabei sehe ich ungefähr dreißigtausendmal (das ist selbstverständlich noch sehr stark untertrieben – Prahlerei ist mir von Natur aus abhold) spannender, fotogener, attraktiver, scharfsinniger und charismatischer aus, als sechsundneunzig Prozent der gerichtsnotorischen Contemporary-Art-in-Mitte-Opening-Alkoholiker Groupies Gäste. Die Torte, der Hund und Bridge Markland ausgenommen. Man muss die Wahrheit auch hin und wieder einmal ausprechen dürfen, nicht wahr.
Und nun zum Wetter.

04. Oktober 2008

Ohne Wenn und Aber Chefsache. Man muss die Prioriäten herausarbeiten und darf sich auch nicht scheuen, selbst mit Hand anzulegen. Ich kann da ganz stringent sein.

04. Oktober 2008

Und die verlässliche Umarmung der Bettdecke. Bettdecken. Zwei. Und warmen Wassers. Dinge, die ich nie begreifen werde: warum sagen Menschen sie hätten keinen Sex, obwohl sie gesunde Arme und Hände besitzen. Gotteslästerung.

04. Oktober 2008

Sauber machen. Oder den durchgerosteten Gefühlspanzer ablegen. Oder beides. Oder Donald Duck lesen. Panzerknacker. Gefühlspanzer har har. Von wegen. Der Panzer hält die Knochen zusammen und schützt das Herz. Verborgen. Aber es schlägt.