23. November 2008

Siebter September 2008. Ruth Pläcking von Berlin Art Scouts blätterte in einem Katalog von Philine von Sell. Ich stand auf der Linienstraße und fotografierte sie durch die Scheibe. Es gab Frühstück. Gegen elf war ich da. Ich machte nur wenige Bilder an diesem Tag. Und warf bis auf dieses eine alle weg. Ich hätte nicht mit zu dieser neuen gehypten abc-Messe für contemporary art gehen sollen. Die stinkenden Hallen mit den unbeseelten Exponaten deprimierten mich so, dass meine Stimmung unter den Gefrierpunkt fiel. Ein verlorener Nachmittag. Sonntag Nachmittag. Ich werde immer geiziger mit meiner Lebenszeit. Eine beste Freundin meinte, du bist ja ganz schön unterwegs – Wahnsinn. Das sind doch alte Bildstrecken, die ich hochlade. Hauptsächlich vom Mai und Juni… Juli… August… September. Ich war so viel unterwegs und bin nicht dazu gekommen. Aber jetzt. Herbst, bald Winter. Nichts zieht mich in die Welt. Nicht heute. Vor ein paar Tagen suchte ich meine Krankenversicherungskarte. Ich erahnte sie auf diesem Stapel auf dem Schrank mit Hinterlassenschaften vom Unterwegssein und Zurückkommen. Visitenkarten, zwei Postkarten, Ausstellungs-Flyer, ein handgeschriebener Brief, eine dramaturgische Anweisung für einen Taxifahrer für eine verrückte Entführung. Meine Visa-Card. Mein Ausweis vom Naturschutzbund. Ein abgelaufener Bibliotheksausweis. Zwei Eintrittskarten für Neil Young. Zwei Eintrittskarten für Iggy Pop. Eine Eintrittskarte für die Babylonlesung im Pergamonmuseum. Ein VIP-Schild für die Expressionale. Noch zwei Vernissagen-Einladungen. Ausdruck Pressekonferenz Pigozzi and the Paparazzi. Eine Kinokarte vom Tilsiter. Noch zwei Kinokarten. Der RAF-Film mit IC Falkenberg. Ein Flyer, der seine Record Release ankündigte. Ein Kontoauszug Stand Web-Miles. Weiß gar nicht, was man damit macht.
Ich warf das meiste weg. Aber nicht alles. Als mir klar wurde, nach welchem Kriterium ich wegwarf, rief ich meine Freundin an. Ihr konnte ich es sagen. Sie verstand es.

19. November 2008

Neuer Tag, neues Glück. In der S-Bahn zwei Freundinnen. Mussten gegenüber sitzen, weil keine zwei Plätze nebeneinander frei waren. Die sahen sich die ganze Zeit so intensiv in die Augen, dass ich dauernd hingucken musste. Ein Verständigungsspiel, weil sie über die Distanz keine intimeren Gespräche führen wollten. Ich sah immer nur die Eine gegenüber. Was für eine Wahnsinns-Energie da in den Augen war. Das ist genau dieses Orgon-Dingens, von dem Reich spricht. Genau das. Man konnte die Berührung der beiden über die Augen sehen, beinah greifen. Wie ein glühender elektrischer Draht. Nein – Starkstromkabel. Wahnsinn. Toll. Guter Morgen.

19. November 2008

Neuer Tag, neues Glück. In der S-Bahn zwei Freundinnen. Mussten gegenüber sitzen, weil keine zwei Plätze nebeneinander frei waren. Die sahen sich die ganze Zeit so intensiv in die Augen, dass ich dauernd hingucken musste. Ein Verständigungsspiel, weil sie über die Distanz keine intimeren Gespräche führen wollten. Ich sah immer nur die Eine gegenüber. Was für eine Wahnsinns-Energie da in den Augen war. Das ist genau dieses Orgon-Dingens, von dem Reich spricht. Genau das. Man konnte die Berührung der beiden über die Augen sehen, beinah greifen. Wie ein glühender elektrischer Draht. Nein – Starkstromkabel. Wahnsinn. Toll. Guter Morgen.

19. November 2008

Yes, I’m gonna share this slideshow.
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=63961
Wir sahen die alte VHS-Cassette mit Antonionis Blow up wegen der Shooting-Szenen mit Veruschka, die ich liebe (Vera, nicht die Filmszenen) und die Jan immer fotografieren wollte, so oft er sie bei Eröffnungen traf. Und danach noch diese Doku, die auch bei ihrer Ausstellung in der Newton Foundation lief. Das letzte Mal, dass ich einen der beiden Fernseher anhatte. 17. Mai 2008. Es gab eine Reihe verrückter Bilder, die nicht einmal ich je richtig sah. Mit David Hemmings auf dem Fernsehschirm, der über Veruschka kniet und sie fotografiert und davor etwas mehr als mein nackter Oberschenkel, über dem diagonal der Riemen meiner Canon lag.

Bevor ich die Küche vom Frühstück aufräumte und mich anzog, um mich auf den Weg zu Sakamoto zu machen, wo Poetryclub spielte. Später, aber nicht zu spät. Um 21:25 Uhr war ich da. Das kann ich in den Metadaten des ersten Fotos, das ich dort machte sehen. Jan kam auch, etwas später. Ich erinnere mich sehr genau.
Ich hatte das Plakat mit dem merkwürdigen Format bei Sebastians Schlägerei am 26. April gesehen und mich davor fotografiert, um es nicht zu vergessen. Ein Denkzettel. Ich spürte, ich muss da hin, obwohl ich nicht mehr darüber wusste, als auf der Ankündigung der Website von Sakamoto stand. An diesem Abend regnete es. Ich nahm den kleinen schwarzen Schirm, obwohl mir Schirme auf die Nerven gehen, weil sie eine gewisse Aufmerksamkeit verlangen.
Die Bühne lag links vom Eingang, direkt vor der großen Glasfront. Ich sah die Musiker im Profil. Und das Publikum von vorne. Bezahlte, bekam einen Stempel von der kleinen Yoko, Marikos Tochter. Ganz hinten links erkannte ich Sebastian. Ich holte ein Bier und fand einen Platz nah an der Wand, gegenüber der Bühne.
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=63961

13. November 2008

Hat eigentlich jemand Erfahrung mit einem Zweitblog, wo man seinen nicht ausgelebten Mord-, Folter-, Hass-, Neid-, Rache-, Zornes- und Eifersuchtsregungen freie Entfaltung lässt? Ich frage nur für eine äh gute Freundin.

13. November 2008

Wenn es mir in den Nachmittagsstunden vergönnt gewesen wäre, die ganz formidabel gute Laune der Morgenstunden beizubehalten, die ich zu nicht geringem Teil Elvis Presley zu verdanken hatte, hätte ich mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit schon früher den noch ausstehenden Blogeintrag angefertigt. Aber es hat nicht sollen sein! Je nun. Wovon ich eigentlich berichten wollte, bzw. verstehen Sie das gerne als Lebenshilfe: hören Sie doch einfach einmal ein bis drei Lieder von Elvis Presley, dem König des Rock und Roll! (Auch genannt „The King“ – für Eingeweihte!)
Elvis Presley war zu meiner Zeit ein relativ bekannter Musiker, der nicht so sehr alt geworden ist und im Alter in späteren Jahren zu Drogenmissbrauch und etwas sehr stärkerem Übergewicht neigte. Was nicht schön war. Schön dagegen waren Lieder wie „I can’t help falling in love with you“, welches mir heute morgen recht überraschend von meinem Musikabspielgerät mit eingebauter Festplatte präsentiert wurde und sogleich bei mir Anklang (!!!) fand. Woraufhin ich den Zufallsabspielmodus deaktivierte und aktiv Elvis Presley hörte. Er gab unter anderem ‚It’s now or never“, was Sie auch gerne als weitere Hörempfehlung verstehen dürfen. Bitte achten Sie auch auf die Texte, die sich durch einen starken Realitätsbezug auszeichnen („Wise men say: only fools rush in – but I can’t help falling in love with you“). Nur eine gut gemeinte Empfehlung! Und nun Sie! Bzw. der King:

13. November 2008

Hat eigentlich jemand Erfahrung mit einem Zweitblog, wo man seinen nicht ausgelebten Mord-, Folter-, Hass-, Neid-, Rache-, Zornes- und Eifersuchtsregungen freie Entfaltung lässt? Ich frage nur für eine äh gute Freundin.

13. November 2008


Im Rosi’s spielte Nenas Gitarrist Nader Rahy bei Warren Suicide an den Drums und Nenas Keyboarder Arne Augustin an eben den. 24. Oktober. Wir wanderten noch einmal zurück um… etwas äh – na jedenfalls spielten die erst nach Mitternacht. Und es gab da diese Karten. Diese schwarzen Karten. Diese vielen schwarzen Karten. Ich zwei, Cosmic fünf. Oder sechs. Oder sieben. Man muss sich nur zu beschäftigen wissen.

13. November 2008


Im Rosi’s spielte Nenas Gitarrist Nader Rahy bei Warren Suicide an den Drums und Nenas Keyboarder Arne Augustin an eben den. 24. Oktober. Wir wanderten noch einmal zurück um… etwas äh – na jedenfalls spielten die erst nach Mitternacht. Und es gab da diese Karten. Diese schwarzen Karten. Diese vielen schwarzen Karten. Ich zwei, Cosmic fünf. Oder sechs. Oder sieben. Man muss sich nur zu beschäftigen wissen.

12. November 2008

Ah.
„Nach einer Überlegung des Publizisten Harry Pross drückt sich Macht und Herrschaft auch darin aus, in welchem Umfang jemand die Lebenszeit möglichst vieler Menschen okkupiert; real, indem er Menschen beispielsweise in Kriege schickt, oder – was heute kraft der Massenmedien wesentlich effektiver ist – indem er das Bewußtsein der Menschen mit bestimmten Vorstellungen und Gedanken besetzt.“
Enno Kaufhold, „Paparazzi: Akteure der Ablenkungsindustrien“. Photonews, 11/2008

11. November 2008

Schade. Und gerade hatte ich mich doch durchgerungen, eine kleine dreideutige Strecke hochzuladen. Aber nun hat mein flickr Schluckauf. Gehe ich eben schlafen. Im Schlaf lädt man ja auch jede Menge Bilder hoch. Dreideutige. Zweideutige. Eindeutige. Pro Nacht bestimmt mindestens ein Gigabyte. Na und ich erst. Aber ich habe da ja diese Flatrate beim Universum. Und ganz ohne DSL. Aber wem sage ich das.

11. November 2008

Schade. Und gerade hatte ich mich doch durchgerungen, eine kleine dreideutige Strecke hochzuladen. Aber nun hat mein flickr Schluckauf. Gehe ich eben schlafen. Im Schlaf lädt man ja auch jede Menge Bilder hoch. Dreideutige. Zweideutige. Eindeutige. Pro Nacht bestimmt mindestens ein Gigabyte. Na und ich erst. Aber ich habe da ja diese Flatrate beim Universum. Und ganz ohne DSL. Aber wem sage ich das.

17. dezember 2007

Ich habe in den vergangenen zwanzig Jahren nicht für möglich gehalten, dass ich jemals noch mit Interesse dieses gewisse „I’m gonna love you just a little more, baby“ von Herrn Barry White hören könnte. Nur so eine einschlägige Erinnerung. Ganz undramatisch. Nicht, dass mir jene irgendetwas verleidet hätte. Der junge Mann hieß Alexander und hatte ein ganzes Bein bis zum Oberschenkel in Gips. Motorradunfall.
Neunzehnhundert86. Und in seinem Kassettenrecorder neben dem Bett irgendwo im tiefsten SO 36 lief dieses Lied. War schon sehr okay. Alexander war eindeutig Typ Südfrankreich in Blond. Ein Hübscher. Ich hab ihn nie wieder gesehen. Hat auch nichts gemacht. Aber ja doch, ich erinnere mich an die Achtziger, obwohl ich sie erlebt habe.

09. November 2008

Fortsetzung Ausgrabungsarbeiten. 29. Mai 2008. Blöder Abend. Ganz blöder Abend. Ich dachte, ich wäre verabredet. Und ging hin. World Press Photo Award im Willy Brandt-Haus. Mir noch das rote Barett vom Flohmarkt aufgesetzt. Was ich nur an hohen kirchlich sozialistischen Feiertagen tue. Ich mag Kopfbedeckungen und Hüte, aber man muss sich dauernd darum kümmern, dass der Mist nicht verrutscht und auf Halbacht hängt. Fünf mal überlegt, was ich anziehe. Auf allen Etagen Ausschau gehalten, die Bilder nur im Vorbeigehen gescannt. Zurück zur U-Bahn mit Konstantin, den es auch nicht lange hielt. Bevor es dunkel wurde, war Gaga Guevara wieder zuhause. Allein.

Hasta la victoria!

09. November 2008

Fortsetzung Ausgrabungsarbeiten. 29. Mai 2008. Blöder Abend. Ganz blöder Abend. Ich dachte, ich wäre verabredet. Und ging hin. World Press Photo Award im Willy Brandt-Haus. Mir noch das rote Barett vom Flohmarkt aufgesetzt. Was ich nur an hohen kirchlich sozialistischen Feiertagen tue. Ich mag Kopfbedeckungen und Hüte, aber man muss sich dauernd darum kümmern, dass der Mist nicht verrutscht und auf Halbacht hängt. Fünf mal überlegt, was ich anziehe. Auf allen Etagen Ausschau gehalten, die Bilder nur im Vorbeigehen gescannt. Zurück zur U-Bahn mit Konstantin, den es auch nicht lange hielt. Bevor es dunkel wurde, war Gaga Guevara wieder zuhause. Allein.

Hasta la victoria!

06. November 2008


Foto: Jan Sobottka, catonbed
„Machen Sie eine charakteristische Hand Körperbewegung.“
Ich bin also nicht die Einzige, die Monate später Bilder herausrückt. Wen habe ich da bloß fotografiert? Es gab sicher einen Grund, wieso ich mich wieder einmal hinlegen musste. Perspektive! Alles für das Bild! Vielleicht die tätowierte Lady? Aber der Fußboden passt nicht. Sieht aus wie Beton. Grübel. Photoshop? Oder später bei Komet? Ist ja auch wurscht.

07. November 2008

Auf der Seite der Ausstellungsmacher am Arsch vom S-Bahnhof Bellevue und spontan nicht interessiert. Beinah hitzefrei. In diesen Stunden muss man mich schon am Schlafittchen packen, sonst gehe ich nicht vor die Tür. Schon alleine dieses Herumgegurke mit der S-Bahn und dann noch durch die dunkle Kälte schlurfen. Typischer Taxi-Weg. Aber dafür? Zwischen Bildern und Installationen herumstehen, die mich weniger erotisieren als mein eigener Kram? Und dabei keine oder doofe Musik hören? Och nö. Schon wieder wen kennenlernen? Ich will nicht dauernd Leute kennenlernen. Man wird ja schon denen nicht gerecht, die man kennt. Hier räkelt es sich auch viel besser. So im 120-Grad-Winkel vor dem Monitor. Guck ich lieber die übrigen Bilder vom Mai an und überlege, was man der Öffentlichkeit zumuten kann. Har har. Wehe, wenn Jan jetzt doch noch klingelt. Der könnte mich glatt doch noch überreden. Auch toll: nicht saufen müssen. Nicht rumstehen. Sich nicht langweilen. Sich nicht vor lauter Überdruss an farblosen Gestalten selber ablichten müssen. Ja, ja. Das ist arrogant. Schon klar. Ach was. Eine Frage der Erotik. Alles. Überhaupt. Immer. Wie heißt es doch noch so schön in meiner vergilbten und zerfledderten chinesischen Astrologiefibel: „Die Schlange überlegt sich genau, wo sie hingeht. Sie geht nicht irgendwo hin“. Es gibt Tee, Baby. Und ein Foto vom zehnten Juni!

EDIT: Es hat geklingelt.

07. November 2008

Auf der Seite der Ausstellungsmacher am Arsch vom S-Bahnhof Bellevue und spontan nicht interessiert. Beinah hitzefrei. In diesen Stunden muss man mich schon am Schlafittchen packen, sonst gehe ich nicht vor die Tür. Schon alleine dieses Herumgegurke mit der S-Bahn und dann noch durch die dunkle Kälte schlurfen. Typischer Taxi-Weg. Aber dafür? Zwischen Bildern und Installationen herumstehen, die mich weniger erotisieren als mein eigener Kram? Und dabei keine oder doofe Musik hören? Och nö. Schon wieder wen kennenlernen? Ich will nicht dauernd Leute kennenlernen. Man wird ja schon denen nicht gerecht, die man kennt. Hier räkelt es sich auch viel besser. So im 120-Grad-Winkel vor dem Monitor. Guck ich lieber die übrigen Bilder vom Mai an und überlege, was man der Öffentlichkeit zumuten kann. Har har. Wehe, wenn Jan jetzt doch noch klingelt. Der könnte mich glatt doch noch überreden. Auch toll: nicht saufen müssen. Nicht rumstehen. Sich nicht langweilen. Sich nicht vor lauter Überdruss an farblosen Gestalten selber ablichten müssen. Ja, ja. Das ist arrogant. Schon klar. Ach was. Eine Frage der Erotik. Alles. Überhaupt. Immer. Wie heißt es doch noch so schön in meiner vergilbten und zerfledderten chinesischen Astrologiefibel: „Die Schlange überlegt sich genau, wo sie hingeht. Sie geht nicht irgendwo hin“. Es gibt Tee, Baby. Und ein Foto vom zehnten Juni!

EDIT: Es hat geklingelt.

07. November 2008

… ZEHNTER MAI
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=61927
Es schien mir eine gute Idee, an diesem zehnten Mai, dem vierundvierzigsten Geburtstag meines Bruders zu einer Gedenkfeier zum Todestage des visionären Malers und Poeten Friedrich Schröder Sonnenstern auf den Zwölf Apostel Kirchhof in Schöneberg zu gehen. Friedrich Schröder Sonnenstern, den ich bis dahin nicht kannte, wird der Art brut zugerechnet, aber ich nenne ihn noch lieber einen Surrealisten. Wer Victor Brauner kennt und Sonnensterns Werk sieht, kann nicht mehr anders. Wir lauschten an seinem Grab seiner wundersamen Lyrik und tranken im Anschluss mit seinem Enkel, der mich dauernd an Dietmar Schönherr erinnerte, etwas zu süßen Sekt, den unser wackerer Senior-Playboy Rolf Eden vor längerer Zeit in größeren Mengen der evangelischen Kultur- und Begegnungsstätte spendiert hatte. An ihren Taten sollt ihr sie messen.
Später an diesem lauen Maiabend lernte ich in Kreuzberg Helga Lerch, eine Fotografin kennen, die eine Ausstellung eröffnete und mit der Jan seit sehr langer Zeit sehr befreundet ist. Ich mochte sie sofort, mit ihren warm und tief blickenden, geheimnisvollen Augen. Später landeten wir in einem seltsam leeren Club in Kreuzberg, wo wir uns einfanden, als beinah alle Gäste gegangen waren. Aber mit einer Kamera hat man ja nie Langeweile. Dieses Bild enstand damals. Herrje – wie sich das anhört. Na eben da.

06. November 2008


Foto: Jan Sobottka, catonbed
„Machen Sie eine charakteristische Hand Körperbewegung.“
Ich bin also nicht die Einzige, die Monate später Bilder herausrückt. Wen habe ich da bloß fotografiert? Es gab sicher einen Grund, wieso ich mich wieder einmal hinlegen musste. Perspektive! Alles für das Bild! Vielleicht die tätowierte Lady? Aber der Fußboden passt nicht. Sieht aus wie Beton. Grübel. Photoshop? Oder später bei Komet? Ist ja auch wurscht.

06. November 2008

… NEUNTER MAI

http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=61927
Kleine Geschichte am Rande. Gut, jetzt könnte man auch noch erwähnen, dass Gerald Uhlig auf die Frage nach seiner – äh – Beschäftigung sehr bescheiden mit „ach, ich bin nur so ein Flaneur…“ antwortete. Sympathischer Mensch. Durchhalten wird übrigens belohnt bei dieser Diaschau. Als Sahnehäubchen auf dem Kakao gibt es eine zwei Portionen Silikon. Ja meine Lieben. Rappzapp kriegt ihr jetzt alles um die Ohren. The Full Monty. Reine Übersprungshandlung. Nächtliche Depressionen konstruktiv nutzen. Man stelle sich vor, ich würde tanzen oder herumv hätte ein Stelldichein. Dann wäre aber tote Hose hier. Also bitte.

06. November 2008

… NEUNTER MAI

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Kleine Geschichte am Rande. Gut, jetzt könnte man auch noch erwähnen, dass Gerald Uhlig auf die Frage nach seiner – äh – Beschäftigung sehr bescheiden mit „ach, ich bin nur so ein Flaneur…“ antwortete. Sympathischer Mensch. Durchhalten wird übrigens belohnt bei dieser Diaschau. Als Sahnehäubchen auf dem Kakao gibt es eine zwei Portionen Silikon. Ja meine Lieben. Rappzapp kriegt ihr jetzt alles um die Ohren. The Full Monty. Reine Übersprungshandlung. Nächtliche Depressionen konstruktiv nutzen. Man stelle sich vor, ich würde tanzen oder herumv hätte ein Stelldichein. Dann wäre aber tote Hose hier. Also bitte.

04. November 2008

CAMERAWORK.
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=61927
Ich kann mich gar nicht mehr genau erinnern, ob es mir irgendwie heikel erschien, die Bilder zu zeigen oder ob ich einfach keine Zeit fand, diese Strecke (wie so viele andere) hochzuladen. Das sind Bilder von einem Nachmittag am vierten Mai 2008. Wenn ich behaupten würde, dass sich in diesem halben Jahr nicht viel verändert hat, müsste ich lügen. Und das soll man ja nicht. Ich habe in diesem Jahr zum ersten mal seit meinem zwölften Lebensjahr keine Asthma-Anfälle im Sommer gehabt. Und ich habe eine Welt betreten, von der ich vorher nur vom Hörensagen wusste, dass es sie geben soll. Aber vor allem sind mir zwei Menschen begegnet, die mir wichtig geworden sind, die ich vorher nicht kannte. Ja, sicher – mehr. Aber ganz besonders zwei. Sehr. Seit diesem Jahr glaube ich daran, dass sich alles fügen wird. Früher habe ich vorsichtig gewünscht. Ab jetzt lerne ich richtig wünschen. Ohne Zaghaftigkeit. Mutig.

05. November 2008

DERSIEBTE MAI
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Siebter Mai. Bei der Fotografenmesse gemeinsam mit Jan Udo kennengelernt. Leichtfüßig heitere Begegnung mit Fortsetzung im Sommer. So lange her kommt mir das vor. Vorhin am Telefon sage ich, dass es mir gegenwärtig leichter fällt zurückzuschauen, mich Bildern von diesem Mai zu widmen. Ich kann hören, wie er nickt.
Anfänge. Am Anfang ist immer alles leichtfüßig. Man wird beinah zueinandergeweht. Unbeschwert von Wissen. Um Verhältnisse. Befangenheiten. Wenn ich könnte, würde ich mich schütteln wie ein nasser Hund. Bräuchte kein Handtuch. Wenn ich könnte, würde ich einige Partitionen des Gedankenspeichers löschen. Alle Nebensätze. Die Festplatte defragmentieren. Neu anfangen. Jetzt. Lou Reed singt Ecstasy.
The moon passing through a cloud
a body facing up is floating towards a crowd
And I think of a time and what I couldn’t do
I couldn’t hold you close, I couldn’t, I couldn’t become you
They call you ecstasy, I can’t hold you down
I can’t hold you up
I feel like that car that I saw today, no radio
no engine, no hood
I’m going to the cafe, I hope they’ve got music
and I hope that they can play
But if we have to part
I’ll have a new scar right over my heart
I’ll call it ecstasy

P.S. Eintrag

04. November 2008

CAMERAWORK.
http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=61927
Ich kann mich gar nicht mehr genau erinnern, ob es mir irgendwie heikel erschien, die Bilder zu zeigen oder ob ich einfach keine Zeit fand, diese Strecke (wie so viele andere) hochzuladen. Das sind Bilder von einem Nachmittag am vierten Mai 2008. Wenn ich behaupten würde, dass sich in diesem halben Jahr nicht viel verändert hat, müsste ich lügen. Und das soll man ja nicht. Ich habe in diesem Jahr zum ersten mal seit meinem zwölften Lebensjahr keine Asthma-Anfälle im Sommer gehabt. Und ich habe eine Welt betreten, von der ich vorher nur vom Hörensagen wusste, dass es sie geben soll. Aber vor allem sind mir zwei Menschen begegnet, die mir wichtig geworden sind, die ich vorher nicht kannte. Ja, sicher – mehr. Aber ganz besonders zwei. Sehr. Seit diesem Jahr glaube ich daran, dass sich alles fügen wird. Früher habe ich vorsichtig gewünscht. Ab jetzt lerne ich richtig wünschen. Ohne Zaghaftigkeit. Mutig.

02. November 2008


Gerade eben zum ersten mal gesehen. 1986-87 in Schleife gehört. Mindestens 1987 mal. Keine Abnutzungserscheinung. Außer vielleicht die etwas arg gezierte Dame im denkwürdigen Gaultier-Büstenhalter.

04. November 2008


Ja, ich habe das schon mal verlinkt. Es ist einfach zu gut. Patti ist einfach zu gut. Dieses Video ist einfach zu gut. Video-Regisseure dieser Welt, schaut auf dieses Werk.

02. November 2008

ich: „…und dann waren wir noch kurz in dem vegetarischen Restaurant eine Treppe höher, sehr stylish. Doch, doch, wirklich sehr schön. So lange weiße Bänke, sehr schlicht, Schummerbeleuchtung, frische Blumen – kommt man so rein, ist da eine Leinwand, steht ganz großfickendrauf…

Jan: „Hm ja. Was man nicht in der Hose hat, hat man an der Wand. Musst du drunter schreiben! Mit Kugelschreiber!…“
Wenn ich dich nicht hätte.

02. November 2008


Gerade eben zum ersten mal gesehen. 1986-87 in Schleife gehört. Mindestens 1987 mal. Keine Abnutzungserscheinung. Außer vielleicht die etwas arg gezierte Dame im denkwürdigen Gaultier-Büstenhalter.

02. November 2008


Verlorener Tag. Nacht.
9 Denn wir erkennen stückweise, und wir prophezeien stückweise; 10 wenn aber das Vollkommene gekommen sein wird, so wird das, was stückweise ist, weggetan werden. 11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, tat ich weg, was kindisch war. 12 Denn wir sehen jetzt durch einen Spiegel, undeutlich, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, gleichwie auch ich erkannt worden bin.
1 Korinther 13.

31. Oktober 2008

Begreife ich gerade. Man kann sich nicht einfach für den 30. Oktober 2048 um 15:00 Uhr verabreden, ohne dass es Folgen im Bewusstsein hätte. Ich bin immerhin bemüht, meine Verabredungen einzuhalten. Eine Frage der Loyalität. Und ganz sicher bekommen unser beider Zellen diese Botschaft auch. Da ist noch ein Termin. 15:00 Uhr, Café Einstein Unter den Linden. 30. Oktober 2048. Ich kann das empfehlen. Und den Italiener da auch. Anschließend, gegen 20:00 Uhr. Am Freitag, 30. Oktober 2048.

REGISTERED OWNER

31. Oktober 2008

Begreife ich gerade. Man kann sich nicht einfach für den 30. Oktober 2048 um 15:00 Uhr verabreden, ohne dass es Folgen im Bewusstsein hätte. Ich bin immerhin bemüht, meine Verabredungen einzuhalten. Eine Frage der Loyalität. Und ganz sicher bekommen unser beider Zellen diese Botschaft auch. Da ist noch ein Termin. 15:00 Uhr, Café Einstein Unter den Linden. 30. Oktober 2048. Ich kann das empfehlen. Und den Italiener da auch. Anschließend, gegen 20:00 Uhr. Am Freitag, 30. Oktober 2048.

REGISTERED OWNER

28. Oktober 2008

So so. Men’s health klärt uns wieder einmal auf:
Gleich und gleich gesellt sich gern, auch im Bett. Michael Cunningham, Professor für soziale Psychologie an der Universität Louisville, weiß, wie Sie Gemeinsamkeiten am besten ermitteln können: Sprechen Sie mit der Frau. „Sind Sprechtempo und Wortwahl ähnlich, harmonieren Menschen auch sexuell.“

28. Oktober 2008

So so. Men’s health klärt uns wieder einmal auf:
Gleich und gleich gesellt sich gern, auch im Bett. Michael Cunningham, Professor für soziale Psychologie an der Universität Louisville, weiß, wie Sie Gemeinsamkeiten am besten ermitteln können: Sprechen Sie mit der Frau. „Sind Sprechtempo und Wortwahl ähnlich, harmonieren Menschen auch sexuell.“

27. Oktober 2008

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
heute sehen Sie mich veranlasst, einem bislang unentdeckten Nachwuchstalent postmoderner deutschsprachiger Lyrik, einem großen, großen Dichter, hier in unserem kleinen Poesieklub Raum und Gehör zu verschaffen. Ich bitte um Ihre sehr geschätzte Aufmerksamkeit. Bitte Ruhe da hinten!
Gaga Nielsen fotografiert einen Mann
Gaga Nielsen scheint zu wissen,
wieviel Leut‘ aufs Foto müssen:
Erstmal ich, das ist doch klar,
weil ich hier die erste war.
zweitens meine Wenigkeit,
denn ich fühle mich ja heut`
so aus einem ganzen Guss,
dass ich gleich aufs Foto muss.
Ach, du bist ja auch noch da,
komm an meine Wange – klar
Dann schau doch mal ins Objektiv,
mach doch nicht den Mund so schief!
Mensch, das Licht ist wieder heut`
von sehr bescheidner Grusligkeit.
Mal sehen, was sich da machen lässt,
wackle nicht, bleib doch mal fest.
Schau mal wie ein ganzer Mann,
dreckig-fordernd: Lass mich ran!
Und dann wieder dieser Flunsch,
wir sind doch nicht bei Muttis Punsch!
Bleib mal so, das ist ganz schön,
könnst ja glatt als Prochnow gehn …
Super, endlich rockt es hier
nebenbei – das sag ich dir –
wer`n einige Frauen im Sechseck springen
sollt d a s Foto mir gelingen!
Wow, der Unterarm ist Klasse
zumindest wenn das Licht ich lasse
so im Schatten ungewiss
wenig nur von der Visage,
Mann, das bringt das Volk in Rage.
Gesagt, getan und hochgeladen
liegt sein Foto – flach wie Fladen
beim TürkenBäck` – zum niederladen.
Mancher Kommentar entzückt,
ja, das Bild scheint wohl geglückt.
Weiß und Schwarz in Harmonie
so einen Blick, den hat nur sie!
Und im Blog schallt‘ s lange noch:
Gaga Nielsen lebe hoch!
Jan Sobottka

27. Oktober 2008

(ich kann das alles erklären)
In der dritten Dimension sehen wir von links und rechts, von vorne und von hinten, von oben und von unten.
Ja. Das ist banal. Und dennoch in der ersten und zweiten Dimension unfassbar.

27. Oktober 2008

Meine sehr verehrten Damen und Herren,
heute sehen Sie mich veranlasst, einem bislang unentdeckten Nachwuchstalent postmoderner deutschsprachiger Lyrik, einem großen, großen Dichter, hier in unserem kleinen Poesieklub Raum und Gehör zu verschaffen. Ich bitte um Ihre sehr geschätzte Aufmerksamkeit. Bitte Ruhe da hinten!
Gaga Nielsen fotografiert einen Mann
Gaga Nielsen scheint zu wissen,
wieviel Leut‘ aufs Foto müssen:
Erstmal ich, das ist doch klar,
weil ich hier die erste war.
zweitens meine Wenigkeit,
denn ich fühle mich ja heut`
so aus einem ganzen Guss,
dass ich gleich aufs Foto muss.
Ach, du bist ja auch noch da,
komm an meine Wange – klar
Dann schau doch mal ins Objektiv,
mach doch nicht den Mund so schief!
Mensch, das Licht ist wieder heut`
von sehr bescheidner Grusligkeit.
Mal sehen, was sich da machen lässt,
wackle nicht, bleib doch mal fest.
Schau mal wie ein ganzer Mann,
dreckig-fordernd: Lass mich ran!
Und dann wieder dieser Flunsch,
wir sind doch nicht bei Muttis Punsch!
Bleib mal so, das ist ganz schön,
könnst ja glatt als Prochnow gehn …
Super, endlich rockt es hier
nebenbei – das sag ich dir –
wer`n einige Frauen im Sechseck springen
sollt d a s Foto mir gelingen!
Wow, der Unterarm ist Klasse
zumindest wenn das Licht ich lasse
so im Schatten ungewiss
wenig nur von der Visage,
Mann, das bringt das Volk in Rage.
Gesagt, getan und hochgeladen
liegt sein Foto – flach wie Fladen
beim TürkenBäck` – zum niederladen.
Mancher Kommentar entzückt,
ja, das Bild scheint wohl geglückt.
Weiß und Schwarz in Harmonie
so einen Blick, den hat nur sie!
Und im Blog schallt‘ s lange noch:
Gaga Nielsen lebe hoch!
Jan Sobottka

27. Oktober 2008

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Dieser auch sehr nette junge Mann ist übrigens unvermählt und kinderlos. Wollte ich nur mal erwähnt haben. Und er hat Arbeit. Ich traf ihn letzte Woche bei Anna Augstein (ja, die Witwe), wo die sehr wunderbare Roswitha Hecke Eröffnung hatte. Es gibt auch Fotos, aber ich komme ja wieder zu nix. Später mit Jan im Zwiebelfisch, ‚ickheißeJuttaundnichtHallo‘ ganz zahm. Jan Buletten und Kartoffelsalat, ich irgendeine Spinat-Lasagne. Bier. Fotos mit Max-und-Moritz-Frisur und Zunge. Blödsinn halt. Aber schön.
Ich arbeite an der Visualisierung von Liebesflammen Variationen. So heißt ein Gedicht von Friedrich Rückert, das Cosmic gerade vertont und eingesungen und mir gestern nach einem lauschigen Wohnzimmerkonzert gegeben hat.
„Kann denn nicht – euer Licht, süße Liebesflammen – brennen ohne Rauch? Schön bist Du, allein noch bist du nicht mein; küss mich, So sollst du die Schönste mir sein. Schön bist du, allein noch bist du nicht mein, küss mich, so sollst du die Schönste mir sein. Kann denn nicht – euer Licht, süße Liebesflammen brennen ohne Rauch?“
[So treibt man Frauen in den Wahnsinn.]

27. Oktober 2008

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=76564213&color=55514e&server=0&title=0&byline=0&portrait=0&fullscreen=1&autoplay=0&loop=0
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Dieser auch sehr nette junge Mann ist übrigens unvermählt und kinderlos. Wollte ich nur mal erwähnt haben. Und er hat Arbeit. Ich traf ihn letzte Woche bei Anna Augstein (ja, die Witwe), wo die sehr wunderbare Roswitha Hecke Eröffnung hatte. Es gibt auch Fotos, aber ich komme ja wieder zu nix. Später mit Jan im Zwiebelfisch, ‚ickheißeJuttaundnichtHallo‘ ganz zahm. Jan Buletten und Kartoffelsalat, ich irgendeine Spinat-Lasagne. Bier. Fotos mit Max-und-Moritz-Frisur und Zunge. Blödsinn halt. Aber schön.
Ich arbeite an der Visualisierung von Liebesflammen Variationen. So heißt ein Gedicht von Friedrich Rückert, das Cosmic gerade vertont und eingesungen und mir gestern nach einem lauschigen Wohnzimmerkonzert gegeben hat.
„Kann denn nicht – euer Licht, süße Liebesflammen – brennen ohne Rauch? Schön bist Du, allein noch bist du nicht mein; küss mich, So sollst du die Schönste mir sein. Schön bist du, allein noch bist du nicht mein, küss mich, so sollst du die Schönste mir sein. Kann denn nicht – euer Licht, süße Liebesflammen brennen ohne Rauch?“
[So treibt man Frauen in den Wahnsinn.]

24. Oktober 2008

Nüchtern. Unsicher. Frieren. Sonne am Fenster. Wie dreckig die Tastatur ist. IC singt ich versuche unauffällig Luft zu holen, daran kann man sterben, hast du das gewusst? Hunger. Aufwärmen. Nur wie. Irgendwie.

24. Oktober 2008

Leicht betrunken, aber nicht betrunken genug, um zweieinhalb bekiffte, erfrorene, betrunkene, verheulte Bilder hochzuladen. Später irgendwann. Und es wird nicht darunter stehen. Denn ich bin doch lustig, nicht wahr. Selbst ein angedrohter Schrei wird geschickt bis zur Flapsigkeit wegkommentiert. Aber da ist noch diese andere Ebene. Wenn Worte nicht reichen. Reichen. Reichen. Reich. Reich mir die Hand mein Leben. Der Trunk gereicht zur Wahrhaftigkeit. Ja – tug trunken und genau.
*Mozart; Don Giovanni

23. Oktober 2008


Etwas Anleitung für all die bedauernswerten, orientierungslosen jungen Menschen da draußen, denen im Grunde nur – nennen wir die Dinge doch beim Namen – eine feste Hand fehlt. Zu meiner Zeit hat man sich noch nicht gescheut, dem Kinde einen Namen zu geben und auch ich scheue mich hier und heute nicht, das durchaus zutreffende Wort dafür, nämlich: Gammler (!) wieder in den Mund zu nehmen!

23. Oktober 2008


Etwas Anleitung für all die bedauernswerten, orientierungslosen jungen Menschen da draußen, denen im Grunde nur – nennen wir die Dinge doch beim Namen – eine feste Hand fehlt. Zu meiner Zeit hat man sich noch nicht gescheut, dem Kinde einen Namen zu geben und auch ich scheue mich hier und heute nicht, das durchaus zutreffende Wort dafür, nämlich: Gammler (!) wieder in den Mund zu nehmen!

20. Oktober 2008



Bernd Senf: Einführung in die Arbeiten von Wilhelm Reich, Charakterpanzer, Krankheit und Psychokörpertherapie.
Fleißig studiert! Nicht für die Schule lernen wir, sondern für’s Leben! Mein Banknachbar war allerdings noch fleißiger als ich und hat alles mitgeschrieben. Er will ja unbedingt den Schein. Ich gehe das Studium etwas lockerer an, bin aber wenn es darauf ankommt, immer ganz bei der Sache! Prof. Senf hat viel Fröhlichkeit verbreitet und manchmal wurde es auch ganz schön ernst! Das ging ans Eingemachte. Wer kennt ihn nicht, den Charakterpanzer! Ja, Körperpanzer! Überall Panzer! Schlimme Sache das. Aber wir arbeiten daran. Besser spät als nie! Herr Prof. Dr. Senf macht bei mir um die Ecke Bioenergetik-Workshops. Man muss eigentlich nur hingehen. Wir haben auch noch super DVDs von Prof. Dr. Senf geschenkt gekriegt, da kann man sich alle Vorträge daheim im Fernseher anschauen, wenn man es nicht zur FHW zum Studieren schafft. Oder da im Internet!

http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=61927

Cosmic, der Streber
P.S. eigentlich wollten wir ja dieses Wochenende auf die Porno-Messe, aber Cosmic musste natürlich wieder für die Prüfung lernen. Typisch!

20. Oktober 2008



Bernd Senf: Einführung in die Arbeiten von Wilhelm Reich, Charakterpanzer, Krankheit und Psychokörpertherapie.
Fleißig studiert! Nicht für die Schule lernen wir, sondern für’s Leben! Mein Banknachbar war allerdings noch fleißiger als ich und hat alles mitgeschrieben. Er will ja unbedingt den Schein. Ich gehe das Studium etwas lockerer an, bin aber wenn es darauf ankommt, immer ganz bei der Sache! Prof. Senf hat viel Fröhlichkeit verbreitet und manchmal wurde es auch ganz schön ernst! Das ging ans Eingemachte. Wer kennt ihn nicht, den Charakterpanzer! Ja, Körperpanzer! Überall Panzer! Schlimme Sache das. Aber wir arbeiten daran. Besser spät als nie! Herr Prof. Dr. Senf macht bei mir um die Ecke Bioenergetik-Workshops. Man muss eigentlich nur hingehen. Wir haben auch noch super DVDs von Prof. Dr. Senf geschenkt gekriegt, da kann man sich alle Vorträge daheim im Fernseher anschauen, wenn man es nicht zur FHW zum Studieren schafft. Oder da im Internet!

http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=61927

Cosmic, der Streber
P.S. eigentlich wollten wir ja dieses Wochenende auf die Porno-Messe, aber Cosmic musste natürlich wieder für die Prüfung lernen. Typisch!