
Luxor im Sonnenuntergang. Unterwegs aus dem Auto vom Flughafen auf der Eastbank zur Westbank fotografiert. Mein Hotel Saray El Omda liegt auf der linken Nilseite, der Westbank. Von da sage ich jetzt Gute Nacht. Der Tag im Tempel von Karnak und dem Luxor-Tempel ist vollbracht. Unfassbar beide. Gigantisch stellt man es sich vor. Noch gigantischer ist es in Wirklichkeit. Fast wie in einem Science Fiction Film. Ein Full Circle Moment jagt den nächsten. Ebenso gestern, als ich im Tal der Könige war und Tutankhamuns Grab besuchte, und weitere. Und danach das Haus, das sich Howard Carter, der legendäre britische Archäologe dort in der Nähe gebaut hatte. Sein Bett mit flatternden Moskitonetzschleiern steht noch dort. Koffer, Hüte, Zeichnungen, Geräte, Bilder, Möbel, alte Vorratsdosen. Er hatte eine Wohnung in London und verbrachte die Winter bis zu seinem Lebensende in Luxor. Er starb 1939. Der Betreuer des Museums forderte mich auf, mich an Carters Schreibtisch zu setzen und setzte mir dann auch noch einen seiner Hüte auf. Gibt Fotos davon. Ob das nun wirklich ein Hut von Carter war, wer weiß, aber die Legende lebt.

Circa hundert Meter von Carters Haus entfernt, wurde eine Nachbildung des Grabes von Tutankhamun gebaut, 2012 eröffnet.

Frappierend, wie die Hauptgrabkammer imitiert wurde, mit sämtlichen Wandmalereien und einem der Sarkophage. Ich hatte ja nur etwa zwei Stunden davor die echte Grabkammer gesehen. Ich höre mal für heute auf zu tippen, mir klappen gleich die Augen zu.