Villa Seestern

Bloggen am Balkontisch, an die offene Balkontür geschoben. Nicht nur Schutz vor dem heftigen Wind, auch vor eventuellen Blicken. Denn der Balkon hatte nach rechts keinen Sichtschutz zum Nachbarbalkon. Am Anreisetag hatte ich die Gäste, ein Paar, schon einmal angetroffen und man grüßte sich freundlich. Aber auf dem Präsentierteller wollte ich halb bekleidet nicht so gerne sitzen. Und für die Nachbarn wäre es ja auch ein unbehelligteres Gefühl, wenn der Rundumblick keinen anderen Feriengast einschließt. Die wenigen Male, die ich hörte, dass sie sich auch auf dem Balkon niederließen, hatte ich zufällig sowieso gerade den Impuls aufzubrechen und zog mich zurück. Das griff sehr gut ineinander.

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Insgesamt nutzten sie ihren Balkon aber selten. Erst nach einigen Handgriffen fand ich heraus, wie ich auch den rechten Flügel der Balkontür öffnen konnte und mit einem der Küchenstühle in Halteposition bringen. So hatte ich Licht und Luft und einen prima Sichtschutz. Der Wind blähte die Tischdecke, ich stellte den Obstkorb darauf, als ich das Notebook wieder wegnahm. Der Blick fiel ins Hinterland, über ein eingezäuntes, naturbelassenes Gebiet.

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