


Letzter Eintrag zum Großen Schrammtor, meinem Ausflug ins Elbsandsteingebirge bei Bad Schandau. Ich entschloss mich, exakt denselben Weg zurückzuwandern, auf dem ich gekommen war. Das beruhigte mich, sonst hätte ich mich vielleicht verzettelt und meinen Zug zurück nicht gekriegt. Wieder ging es über den Obrigensteig, den Lattengrund, den Klüftelweg. Gebüsch zum Pinkeln gefunden, in der Nähe auf eine Bank gesetzt, Ei gegessen, Cola ausgetrunken. Ich war total außer Puste, nach dem letzten Anstieg vom Lattengrund. War froh, dass weiter keiner unterwegs war und mich sah, wie ich nach oben krauchte, hörbar Luft holte.

Puh! Auf der Bank sah ich, dass es noch gar nicht so spät war. Ich konnte es langsam angehen, den Weg zurück. Falkensteinstraße, Ostrauer Ring, Sky Walk, Fahrstuhlweg. Wieder am Aufzug. Nun Betrieb im Gastgarten. Jetzt einkehren? Immer noch schön der Blick übers Elbtal, musste wieder aufs Klo. Immer noch dieselbe Bedienung. Wollte den Schlüssel fürs WC holen und mich dann hinsetzen, mehr Lust auf ein schönes kaltes Pils, als auf ein Eis, was mir vorher vorschwebte. Ich ging wieder in die Sendigbaude, die Servicemitarbeiterin stand nun hinten im Küchenbereich und schnitt Gurkenscheiben. Sie beachtete mich nicht. Ihr Schneiden auf dem Brett hörte sich hektisch an, mir verging die Lust, um ihre Aufmerksamkeit zu buhlen. Das Bier wurde in groben Henkelgläsern serviert, das mag ich sowieso nicht, schmeckt mir nicht. Ich ging direkt zum historischen Fahrstuhl, holte meine Rückfahrkarte für den Aufzug aus der Tasche und fuhr nach unten. Ich war nun auch rechtschaffen müde und fühlte mich nicht in der Verfassung, in das edlere Restaurant vom Park Hotel zu gehen, zumal ich nicht so viel Zeit haben würde, um dort ausführlich zu essen, wie es das Lokal verdient hätte, ich natürlich auch. So nahm ich den mir nun bekannten Weg zurück zum Marktplatz. Als ich an den Cafés und Eisdielen vorbeikam, sah ich, dass alle Plätze draußen im Schatten lagen. Danach war mir auch nicht. Also direkt zum Elbkai. Unterwegs ein Schild für ein öffentlichtes WC mit Münzeinwurf. Direkt gegenüber eines sehr schönen Gartenlokals, guten Restaurants. Ich wäre dort gerne eingekehrt, aber war noch zu sehr vor der Zeit, wenn es ab 17 Uhr wieder mit dem Betrieb weiterginge. Die Mitarbeiter machten ihre Nachmittagspause im Garten, an den Gasttischen. Ich besuchte nur die Münztoilette, machte mich frisch und lief zum Elbkai. Dort war auch gerade ein Wanderschiff kurz vor dem Ablegen. Ich kaufte ein Ticket und fuhr mit. Noch eine knappe Stunde Zeit, bis der tschechische EC zurück nach Berlin käme. Am Bahnhof angekommen, studierte ich die Tafel mit den Ankündigungen der nächsten Züge. Wäre einer früher direkt nach Berlin gefahren, hätte ich ihn genommen, aber es gab nur Züge nach Dresden. Also keine Experimente. Ich hatte Zeit, die Abendsonne schien. Im Bahnhofscafé kaufte ich zwei Getränke aus dem Kühlschrank zum Mitnehmen, eine kleinere Flasche Cola und eine Flasche Pils. Ich hatte solchen Durst, vor allem auf ein kaltes Pils. Mit den Getränken suchte ich mir eine schöne freie Bank mit Blick auf die Elbe und packte meinen restlichen Proviant aus. Noch zwei von den insgesamt sechs mit Käse und Salami belegten Häppchen hatte ich, noch zwei von vier hartgekochten Eiern. Ein Festmahl! Dazu trank ich durstig zuerst die Flasche Cola und schenkte mir dann feierlich das Pils in den Pappbecher, den ich mitführte und noch gar nicht benutzt hatte. Mit schöner Schaumkrone! Besser als jeder Platz in einem der schattigen Cafés auf der anderen Elbseite.

Ich war zufrieden mit meinem Ausflug. Blinzelte in die Abendsonne und nahm Abschied von der Elbe. An die Rückfahrt kann ich mich kaum erinnern. Bestimmt habe ich im Zug im Bordbistro gesessen und da noch ein weiteres Bier getrunken. Eine Verzögerung gab es, aber unwichtig, ich war im richtigen Zug, der Rest – versunken.