St. Johannis Kirche, Blick via Rudolf-Sendig-Str., Bad Schandau. Die Kirchengemeinde veröffentlicht im Abstand von zwei Monaten Gemeindebriefe. Der für Oktober und November 2026 ist schon eingestellt. Da hat wohl jemand vorgearbeitet. Der Blick in den Brief hat sich gelohnt. Da steht nämlich das herzerwärmende Zitat, von dem jeder das Fragment Schwerter zu Pflugscharen“ schon einmal gehört hat. Und das geht so: „Der Herr wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg.“ (Jesaja 2,4).

Mein Wort zum Sonntag. Mein Samstag war auch recht schön, im Literarischen Colloquium am Wannsee gab es Sonne und Regen, einen interessanten Beitrag von Felix Lindner und Florian Illies über Thomas Manns Schicksalsjahr 1933, als er mit seiner Familie ins Exil ging. Und danach im vorderen Garten mit Bekannten an einem langen Tisch bei einem Glas Bordeaux sitzend, erreichte uns die schönste Nachricht, dass gestern Mittag, während ich im Zug heimwärts nach Berlin saß und mir ganz und gar gegen meine sonstigen Gewohnheiten, beschwingt am hellichten Tag (zum kochend heißen instant Mango-Curry-Töpfchen, erwärmt in der Bordbistroküche) zwei eiskalte Bitburger hintereinander zu Gemüte führte, zwei kleine Jungen das Licht unserer Welt erblickt hatten.

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