Während ich mich davor drücke, mein Reisegepäck für Heringsdorf zu packen. Heute tagsüber auf dem Balkon ein vielleicht letztes Sonnenbad genommen. Dabei sah ich mir auf Streetview den Weg vom Bahnhof Seebad Bansin zur Ferienhausvermietungs-Agentur an. Beides nicht in Strandnähe, auch recht weit von der Unterkunft entfernt. Jedenfalls sah dieses Hinterland baulich sehr bescheiden aus. Wetterbericht regnerisch am Freitag, Gewitter im Anzug. Ich werde also die Sachen für kühleres Wetter nicht ganz nach unten packen, eher die Badeanzüge. In Bad Schandau gibt es neben ein paar interessant bröckelnden Fassaden, wie hier in Milchkaffee-Beige, auch schöne alte Villen, die hervorragend gehegt und gepflegt werden, die zeige ich auch noch. Solche, wie ich sie mir erhoffe, in Heringsdorf und Ahlbeck und vielleicht auch Bansin zu sehen. Ich habe es sehr mit Architektur. Dass ein Ort an irgendeinem Meer liegt, reicht mir nicht. Werde versuchen, die profanen Gegenden zu umgehen, dann lieber mit einem Taxi an den nächsten guten Ort fahren, als zu Fuß oder mit dem Bus durch seltsame Gegenden zu juckeln, die sonstwo sein könnten. Aber der alte Westen, durchaus auch Sylt, hat auch langweilige Ecken, also Landstriche von einer gewissen baulichen Trostlosigkeit, aber da muss man sich ja nun im Urlaub wirklich nicht hinbegeben, auch sonst nicht, außer da wäre das einzige Krankenhaus. Dafür ist das Leben zu kurz. Also ich trete mich jetzt mal, und packe die Sachen in die Taschen. Vielleicht melde ich mich morgen aus dem Zug!

2 Antworten auf „27. August 2026

  1. Eins nach dem Anderen. Ich bin erst vorgestern Abend zurückgekehrt, verarbeite nach und nach die Bilder und dann kommen entsprechende Einträge. Ganz chronologisch, noch laufe ich durch Bad Schandau zum Personenaufzug von 1904, der auch ausführlich gewürdigt werden muss. Von da geht es durch Ostrau und zum Lattengrund. Da beginnt die eigentliche Wanderung! Bitte um etwas Geduld. Es wird sehr beeindruckende Bilder geben.

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