PARKDECK. Ungefähr zweimal im Jahr bin ich in diesem unterirdischen Parkhaus und jedes Mal fasziniert, dass es mich fasziniert. Ich habe kein Auto, das ich da parke. Auf diesem Deck im 2. Untergeschoss ist ein Archiv, zu dem ich Zugang habe. Gestern Nachmittag war ich wieder da. Mich begeistern die groß aufgemalten Buchstaben an den Wänden: „LIFT“ und „AUSFAHRT“ und viele vierstellige Zahlen. Das sind wohl Parkplatz-Nummern. Ich kenne mich da überhaupt nicht aus. Gestern gab es kleine Ölpfützen auf dem Boden, mit interessanten Mustern, die hätte ich fast auch noch fotografiert, aber ich wollte es nicht übertreiben. Manche gehen da nicht gerne alleine hin, ich schon, ich liebe es geradezu. So eine richtige Krimi-Location. Angst hatte ich noch nie, es ist von Kameras überwacht. Als ich das letzte Mal dort war, habe ich die SUVs durchgezählt. Es waren 32 Stück. Mehr als die kleineren Autos. Wie Panzer! Diesmal stand da nur ein unscheinbareres, weißes Auto. Weil Installationsarbeiten von Rauchmeldern gemacht wurden, war das ganze Parkdeck vorübergehend gesperrt – aber nicht für mich, um durchzulaufen. Ich wollte schon immer mal Fotos dort machen. Nun geschehen…!

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