Ein letztes Mal wurde die tote Königin Elisabeth von den starken jungen Männern in ihrem mit Blei ausgegossenen Eichensarg aus dem Wagen gehoben und in die St. Georges Chapel getragen, wo die letzte von Kameras begleitete Beisetzungszeremonie abgehalten wurde. Nach Gebeten und Gesängen wurde es noch einmal richtig aufregend. Der Sarg stand noch mit allen Insignien auf dem Katafalk. Dann kam ein behandschuhter Diener und hob nacheinander die Insignien vom Sarg, um sie einem jeweils anderen zum Halten zu geben. Zuerst das Zepter, dann den Reichsapfel und zuletzt die Krone. Der Dean nahm die Insignien nacheinander entgegen und legte sie auf violette Samtkissen, die auf dem Altar bereitlagen. Dann kam King Charles, bekam ein rotes besticktes Tuch gereicht, das er auf den Kopf des Sarges legte. Das leere Samtkissen, auf dem vorher die Krone war, blieb darauf, die Blumen auch. Dann kam Lord Chamberlain mit einem langen, dünnen Holzstab, der in der Mitte eine mit Metall überzogene Sollbruchstelle hatte. Er hielt den Stab quer über den Sarg der Königin und brach ihn in zwei Stücke. Damit war die Köngin endgültig ihrer irdischen Königswürde enthoben und ihre Regentschaft auf Erden zu Ende. Die beiden Stabhälften wurden auf das rote Tuch gelegt. Ich war ganz schön beeindruckt.

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