Abbau Soeht7. Ein paar Bilder nach dem Ausstellungswochenende in Soeht7 vor viereinhalb Jahren. Man muss das dann ja auch wieder abbauen und abtransportieren. Bevor ich das gemacht habe, hielt ich noch mal hier und da die Kamera drauf. Im Zellenflur mit dem Netz turnte eine Theatergruppe probenderweise herum. Ich hatte aber nicht nur mein Equipment und die Exponate im Gepäck für den Rücktransport, sondern auch Geburtstagsblumen, die ich von Jenny, Lydia und Miriam bekommen und daheim zu einem bunten Strauß gebunden hatte. Ich hatte die Sachen für die Ausstellung mit der professionellen Transportfirma „General Overnight“ hin- und zurücktransportieren lassen. Alles alleine aufgebaut und auch alles alleine abgebaut. War schon viel Zeug. Diese ganzen Stangen für die Projektionswände, die Beamer, die Soundanlage… war wie eine Reise mit schwerem Gepäck vorbereiten. Ich hatte ehrlich gesagt, diffus gedacht, man würde da mit den anderen Mitstreitern irgendwie zusammenarbeiten und sich gegenseitig dabei helfen… Pustekuchen. Jeder war für seine eigene Sache verantwortlich, und auf sich fokussiert. Sehr starkes Gefühl von Konkurrenzdenken, das mich befremdete, aber zu einem Teil auch wieder amüsierte, weil mein Zeug sehr interessiert angenommen wurde. Ich glaube, fehlendes Wohlwollen anderen gegenüber kommt von einer Selbstwahrnehmung, dass der eigene Status durch andere in Gefahr gerät. Das hab ich gar nicht. Ich freue mich an jedem gelungenen Werk eines anderen, weil ich mich ja auch daran berausche und es deswegen als Bereicherung sehe. Wenn ich allerdings auf weniger Interesse gestoßen wäre und beobachten hätte müssen, dass das Gezeigte in den benachbarten Räumen mehr Interesse findet, wäre ich bestimmt auch etwas geknickt gewesen. Aber eher still traurig. Bei Grenzüberschreitungen werde ich aber rigoros. Wenn man ein Event oder eine Ausstellung plant, sollte man schon den Weitblick haben, dass jedes Element zur Geltung kommen muss und einer den anderen mit einer konkurrierenden Veranstaltung oder Performance nicht konterkariert und beeinträchtigt. War Alles in Allem eine komprimierte Lernerfahrung. Eine schöne aber auch.

Eine Antwort auf „16. Februar 2022

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